Weiterbildung

 


Eine effiziente Möglichkeit, das an der Universität vorhandene Wissen externen Interessenten zugänglich zu machen und Praxisimpulse in den Universitätsbereich zu bringen sowie persönliche Kontakte zwischen Hochschulangehörigen und Vertretern der Wirtschaft herzustellen, ist die Veranstaltung von Seminaren und Fortbildungsveranstaltungen.
Der Schwerpunkt liegt zur Zeit im Bereich “Erstellung und Anwendung von qualifizierten Mietspiegeln”.
 

 

Fortbildungsveranstaltung
Erstellung und Anwendung von Mietspiegeln
05.03./06.03
.2013 an der Universität Regensburg

Erstellung und Anwendung von Mietspiegeln - mit zwei Schwerpunkten:
grundsicherungsrelevante Mitspiegel sowie energetische Komponenten im Mietspiegel

 

 

Die Fortbildungsveranstaltung im PDF-Format (2 Seiten)
 

 

Termin:

Dienstag, 05. März 2013, 14.00 - 18.00 Uhr
Mittwoch, 06. März 2013, 9.00 - 13.00 Uhr

Ort:

Universität Regensburg, Gebäude Theologie/Philosophie, Raum PT 2.03a

Teilnahmegebühr:

310,- Euro pro Teilnehmer (inkl. Seminarunterlagen, Pausenimbiss)

Teilnehmerzahl:

bis 30

Art der
Veranstaltung:

Vortrag, Informationsaustausch, Diskussion

Thematik:

Mietspiegel sind eine wichtige Orientierungshilfe für die Bürger bei der Mietpreisfestlegung und ihre soziale Befriedungswirkung ist unbestritten. Die Erstellung von Mietspiegeln ist jedoch eine komplexe Problematik, die umfangreichen Wissens bedarf.

Das Seminar vermittelt Grundlagen zur Methodik der Mietspiegelerstellung, Datenerhebung, zu statistischen Berechnungsverfahren und zur Darstellung der Ergebnisse. Grundlegend behandelt werden auch rechtliche und praktische Aspekte der Mietspiegelerstellung und -anwendung, Online-Mietspiegel und Betriebskostenspiegel.

Durch die aktuelle Rechtsprechung des Bundessozialgerichts erhalten Mietspiegel auch hohe  Bedeutung bei der Ermittlung der Angemessenheitsgrenzen für Kosten der Unterkunft (KdU) nach § 22 I S.1 SBG II. Zusammenhänge zwischen Mietspiegeln und Angemessenheitsgrenzen werden aufgezeigt sowie Konzepte, Probleme und Grenzen erörtert.

In Zeiten teurer und knapper Energie wird verstärkt die Berücksichtigung energetischer Komponenten (Heizungserneuerung, Dämmmaßnahmen, Fensteraustausch usw.) im Mietspiegel gefordert. Im Seminar werden Möglichkeiten und Erfahrungsberichte vorgestellt.

Ziel:

Die sachgemäße Erstellung und Anwendung eines (qualifizierten) Mietspiegels ist an spezielles Fachwissen gekoppelt. Zuständigen Entscheidungsträgern in Kommunen, bei Mieter- und Vermieterverbänden oder Wohnungsunternehmen wird notwendiges Hintergrundwissen zu Mietspiegeln vermittelt. Es werden neben wichtigen gesetzlichen Bestimmungen wissenschaftliche Datenerhebungs- und Auswertungstechniken dargestellt. Die Berechnungsverfahren werden in allgemeinverständlicher Weise vorgestellt. In einem ersten Schwerpunktthema wird behandelt, wie Angemessenheitsgrenzen für KdU aus Mietspiegel ermittelt werden können und was dabei zu beachten ist. Ferner wird schwerpunktmäßig auch die Art und Weise der Integration energetischer Differenzierungsmerkmale in Mietspiegel betrachtet.

Das Seminar vermittelt neue Erkenntnisse, insbesondere zu Mietspiegeln mit energetischen Komponenten und zu grundsicherungsrelevanten Mietspiegeln. Die Seminarteilnehmer sollen befähigt werden, Grundsatzentscheidungen zu treffen und eine Mietspiegelerstellung versiert begleiten, evtl. auch durchführen zu können. Das Seminar dient auch zum gegenseitigen Informations- und Erfahrungsaustausch der Teilnehmer.

Zielgruppe:

Mitglieder von Institutionen bzw. Personen, die mit der Erstellung und Anwendung von Mietspiegeln zu tun haben:
Stadt- und Gemeindeverwaltungen (z.B. Wohnungsamt, Sozialamt, Bau- bzw. Liegenschaftsabteilung), Mietervereine, Haus- und Grundbesitzervereine, Wohnungsunternehmen und Wohnungsverwaltungsgesellschaften, Richter, Rechtsanwälte, Sachverständige usw.

Inhalt:

Das Seminar soll insbesondere Antworten auf folgende Fragen liefern:

  • Welche Bedeutung hat ein (grundsicherungsrelevanter) Mietspiegel im Rahmen des deutschen Vergleichsmietensystems und Sozialsystem?
  • Welche Gesetze liegen zugrunde?
  • Welche verschiedenen Alternativen einer Mietspiegelerstellung gibt es?
  • Was ist ein „qualifizierter“ und ein „grundsicherungsrelevanter“ Mietspiegel“?
  • Welche Arbeitsschritte sind bei einer Mietspiegelerstellung notwendig und wie geht man dabei vor?
  • Welche Daten liegen einem (grundsicherungsrelevanten) Mietspiegel zugrunde?
  • Wie erhebt man diese Daten?
  • Wie wertet man die erhobenen Daten statistisch aus?
  • Welche statistischen Anforderungen müssen beachtet werden?
  • Wer ist für die Erstellung des (grundsicherungsrelevanten) Mietspiegels zuständig?
  • Was kostet und wer finanziert eine Mietspiegelerstellung?
  • Welchen Einfluss hat ein Mietspiegel auf das kommunale Mietniveau?
  • Wie behandelt und analysiert man die Mietnebenkosten im Mietspiegel?
  • Wie können Betriebskosten in den Mietspiegel einfließen?
  • Können Mietspiegel Angemessenheitsgrenzen im Sinne von Hartz IV ausweisen?
  • Sind Mietspiegel ein „schlüssiges“ Konzept im Sinne von BSG B 4 AS 27/09 R
  • Mit welchen Korrekturfaktoren können Angemessenheitsgrenzen errechnet werden?
  • Wie werden aus Mietspiegeln „grundsicherungsrelevante Mietspiegel“?
  • Welche energetischen Differenzierungsmerkmale gibt es?
  • Wie fließen energetische Komponenten in Mietspiegel ein?
  • Was bringen die neuen Energieausweise für die Mietspiegelerstellung?
  • Welche Erfahrungen gibt es mit so genannten „ökologischen Mietspiegeln“?

Ein erfahrener Mietspiegelersteller und ein Mietrechtsexperte sprechen über Erfahrungen und Forschungsergebnisse, geben praktische Hinweise und stellen sich den Fragen der Teilnehmer.

Referenten:

Dr. Bernhard Schmidt, wissenschaftlicher Leiter des EMA-Instituts für empirische Marktanalysen, Sinzing b. Regensburg
Rechtsanwalt Thomas Emmert, Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht recht,Regensburg

Diskussions-
partner:

Im Rahmen der Veranstaltung werden teilweise Diskussionsgäste eingeladen, die mit der Erstellung und Anwendung von Mietspiegeln zu tun haben.

 

Anmeldung:

bis spätestens 15.02.2013  mit diesem Formular
http://www.uni-regensburg.de/Einrichtungen/FUTUR/Anmeldung.pdf
Anmeldungsbestätigung und Rechnungslegung 10 Tage vor Seminarbeginn

Organisation:

FUTUR
Universität Regensburg
93040 Regensburg
Tel. 0941/943 2099
Fax 0941/943 2400
E-Mail:
futur@ur.de

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letzte Änderung: Januar 2013