Entwurf

  

§ 15

Didaktik der Grundschule

(§§ 39, 40 LPO I)

 

Der vorliegende Paragraph der Studienordnung beschreibt Ziele, Inhalte und Verlauf des Stu-diums des Faches Didaktik der Grundschule im Studiengang Lehramt an Grundschulen an der Universität Regensburg. Er regelt das Studium der Didaktik der Grundschule als wissenschaftliches Fachstudium im Sinne des Art. 3 Abs. 1 Nr. 1 BayLBG.

Das hier geordnete Studium steht in sachlicher und inhaltlicher Verbindung mit dem Erziehungswissenschaftlichen Studium (vgl. § 13) und den Praktika (vgl. § 14).

Wird das Fach im Rahmen einer Erweiterung studiert, so entfallen bestimmte Leistungsnachweise, die sonst für die Meldung zur Ersten Staatsprüfung erforderlich sind. Diese Regelungen sind am Ende des Paragraphen angegeben.

 

1. Berührungspunkte mit anderen Studiengängen

Das Studium des Faches Didaktik der Grundschule hat inhaltliche Berührungspunkte mit dem Magister- und Diplomstudiengang im Fach Pädagogik. Auf Antrag können von diesen Studiengängen Studienleistungen anerkannt werden, vgl. § 11.

 

2. Studienbeginn

Das Studium der Didaktik der Grundschule kann nur im Wintersemester aufgenommen werden.

 

3. Studienvoraussetzungen

Über die allgemeinen Hochschulzugangsvoraussetzungen hinaus sind keine besonderen Voraussetzungen zu erfüllen, insbesondere ist eine Eignungsprüfung für das Studium der Didaktik der Fächer Musik, Kunsterziehung oder Sport nicht erforderlich.

Es wird darauf hingewiesen, daß die Zulassung zum Studium des Faches Didaktik der Grundschule aus Kapazitätsgründen beschränkt sein kann. Auskunft über das Zulassungsverfahren gibt die Studentenkanzlei.

 

4. Studienziele

Das Studium der Didaktik der Grundschule hat zum Ziel, auf einen an den Erkenntnissen der pädagogisch-psychologischen und fachdidaktischen Forschungen orientierten Unterricht in der Grundschule vorzubereiten.

 

5. Studieninhalte (Überblick)

5.1 Vorbemerkung

Das Studium für ein Lehramt an Grundschulen besteht neben dem Erziehungswissenschaftlichen Studium (vgl. § 13) und den Praktika (vgl. § 14) aus der Kombination von zwei nicht vertieft studierten Fächern, nämlich einem "Unterrichtsfach" nach Wahl des Studenten und dem Fach "Didaktik der Grundschule". Die als "Unterrichtsfach" in diesem Sinne wählbaren Fächer sind in § 39 Abs. 1 LPO I angegeben (vgl. § 1) Das Studium des gewählten Unterrichtsfachs hat bei einem Umfang von 44 Semesterwochenstunden überwiegend fachwissenschaftliche Inhalte. Jedes dieser Fächer ist in dieser Studienordnung in einem eigenen Paragraphen dargestellt.

5.2 Studienbereiche des Faches Didaktik der Grundschule

Das Studium des Faches Didaktik der Grundschule setzt sich aus den folgenden Bereichen zusammen und hat etwa den folgenden Umfang (Richtzahlen in Semesterwochenstunden, SWS):
 
Bereich Umfang
Pflichtbereich

A) Grundschulpädagogik:

  • Konzeptionen der Grundschule
  • Erziehung und Unterricht in der Grundschule

B) Didaktik des Sachunterrichts in der Grundschule

C) Didaktik des Schriftspracherwerbs
 

insgesamt

D) Grundschulspezifisches studienbegleitendes Praktikum

Wahlpflichtbereich: Unterrichtsfächer gemäß § 39 Abs. 3 LPO I

E) Didaktik des Unterrichtsfaches Deutsch

F) Didaktik des Unterrichtsfaches Mathematik

G) Didaktik eines der folgenden Unterrichtsfächer nach Wahl des Studenten:
Musik, Kunsterziehung oder Sport

SUMME

8 SWS
 
 

7 SWS

5 SWS
 --------------

20 SWS

(3 SWS)

 

7 SWS

7 SWS

10 SWS

----------------
44 SWS

 
5.3 Die Wahl der Unterrichtsfächer

(1) Grundsätzlich gilt: Kein Fach darf zweimal gewählt werden. Das für das nicht vertiefte Fachstudium gewählte Unterrichtsfach (s.o. Ziffer 5.1) kann also nicht zugleich als eines der Unterrichtsfächer im Rahmen des Faches Didaktik der Grundschule (s.o. Ziffer 5.2 Buchst. E bis G) verwendet werden. Bei einer möglichen Überschneidung gilt das folgende:

(2) Wurde als nicht vertieft zu studierendes Unterrichtsfach gemäß Ziffer 5.1 Deutsch oder Mathematik gewählt, muß dieses Fach im Rahmen der Didaktik der Grundschule (Ziffer 5.2 Buchst. E bzw. F) durch eines der folgenden Fächer ersetzt werden: Biologie, Chemie, Erdkunde, Geschichte, Physik, Religionslehre (evangelisch oder katholisch), Sozialkunde.

(3) Wurde als nicht vertieft zu studierendes Unterrichtsfach Musik oder Kunsterziehung oder Sport gewählt, kann dafür im Rahmen der Didaktik der Grundschule (Ziffer 5.2 Buchst. G) entweder eines der beiden übrigen Fächer dieser Dreiergruppe gewählt werden oder wiederum eines der folgenden Fächer: Biologie, Chemie, Erdkunde, Geschichte, Physik, Religionslehre (evangelisch oder katholisch), Sozialkunde.

(4) Das Verbot der wiederholten Wahl eines Faches gilt auch im Falle der Erweiterung des Studiums für das Lehramt an Grundschulen durch das Studium der Didaktiken einer Fächergruppe der Haupt-schule. Das Nähere regelt § 39 Abs. 5 LPO I; es wird empfohlen, sich in diesem Fall über die Wahl der Fächer in der Studentenkanzlei beraten zu lassen.

5.4 Grundschulspezifisches studienbegleitendes Praktikum

Beim Studium der Didaktik der Grundschule ist ein zusätz-liches einsemestriges studienbegleitendes Praktikum in der Grundschule im Umfang von mindestens drei Semesterwochenstunden abzuleisten, das in enger Verbindung zu den entsprechenden didaktischen Lehrveranstaltungen steht. Im Verlauf dieses Praktikums ist mindestens ein Lehrversuch in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Hochschullehrer durchzuführen. Dem Studenten steht es im Einvernehmen mit dem Praktikumsamt frei, in welchem der gewählten Unterrichtsfächer im Studium der Didaktik der Grundschule bzw. in welchen Teilfächern des Pflichtbereichs er dieses Praktikum durchführt.

5.5 Lehrveranstaltung gemäß § 40 Abs. 1 Nr. 6 LPO I.

Der Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an einer Lehrveranstaltung aus der Didaktik eines der unten aufgezählten Fächer ist erforderlich, wenn keines dieser Fächer als Unterrichtsfach - weder gemäß Ziffer 5.1 noch gemäß Ziffer 5.2 - gewählt worden ist:
Biologie; Chemie; Erdkunde; Geschichte; Physik; Religionslehre (evangelisch oder katholisch); Sozialkunde.

Der Student hat die Wahl, aus welchem dieser Fächer er gegebenenfalls den Nachweis erwerben will. Veranstaltungen, in denen der Nachweis erworben werden kann, sind entweder in den folgenden Tabellen über die Verteilung der Studieninhalte der einzelnen Fächer (siehe unten bei Ziffer 8) gekennzeichnet oder bei der jeweiligen Fachstudienberatung zu erfragen.

 

6. Die Studieninhalte im einzelnen

Inhalte des Studiums sind - unbeschadet der verschiedenen Wahlmöglichkeiten - folgende Teilgebiete:

A) Grundschulpädagogik

Konzeptionen der Grundschule:

Erziehung und Unterricht in der Grundschule:

B) Sachunterricht der Grundschule

C) Didaktik des Schriftspracherwerbs

D) Grundschulspezifisches studienbegleitendes Praktikum

Die Studieninhalte des Praktikums sind in § 14 angegeben.

E) bis G) Didaktiken einzelner Unterrichtsfächer

Zu den Inhalten der Didaktiken der einzelnen Fächer siehe die Bestimmungen unter Ziffer 8.

 

7. Verteilung der Studieninhalte

7.1 Gliederung des Studiums

Das Studium der Didaktik der Grundschule ist untergliedert in ein Grundstudium von etwa zwei Semestern und ein Hauptstudium von etwa vier Semestern. Die Abfolge der Lehrveranstaltungen ergibt sich aus dem Studienplan. Soweit dort keine Regelungen getroffen sind, liegt es im Ermessen der Studenten, in welchem Semester sie die einzelnen Lehrveranstaltungen besuchen wollen.

7.2 Arten der Lehrveranstaltungen

Die Kenntnisse und Fähigkeiten werden in folgenden Unter-richtsformen und Lehrveranstaltungsarten vermittelt:
 
Vorlesungen
Übungen
Grundkurse
Proseminare
Seminare
Hauptseminare
Praktika
Kolloquia
Exkursionen
Theorie-Praxis-Seminare
V
Ü
GK
PS
S
HS
P
K
E
TPS.

Die Lehrveranstaltungen können im Rahmen der für die Meldung zu den Prüfungen gesetzten Fristen wiederholt werden, soweit nicht bei den Bestimmungen über die einzelnen Fächer etwas anderes angegeben ist.

7.3 Verteilung der Studieninhalte der Bereiche A bis C
 
Fachsem. Fachgebiet Lehrveran-
staltungsart
SWS
1./2.
 
1./2.
 
4.-6.
 
 
 
A) Grundschulpädagogik

Einführung in Geschichte und Konzeptionen der Grundschule
(systematisch und historisch)
Einführung in Grundfragen von Erziehung und Unterricht in
der Grundschule
weiterführende Seminare
Begleitveranstaltung zum Grundschulspezifischen Praktikum
 
  

V oder PS 1)
 
V oder PS 1)
 
(je 2 SWS) S/HS 2)
TPS
 
 
2
 
2
 
4
2
---------
8
 

1./2.
4.-6.

B) Didaktik des Sachunterrichts

Einführung in die Didaktik des Sachunterrichts
weiterführende Seminare (je 2 SWS)
integratives Lernen im Sachunterricht
 
 

V 3)
S 4)
S 4)
 
 
1
4
2
---------
7
 

1./2.
4.-6.

C) Didaktik des Schriftspracherwerbs

Einführung in die Didaktik des Schriftspracherwerbs
weiterführende Seminare (je 2 SWS)
bzw. Kolloquium
 
 

V (V + PS) 5)
S
S (K)
 
 
1 (2)
2
2 (1)
---------
5

Anmerkungen:
1) Der Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an einer dieser Veranstaltungen ist Voraussetzung des Zugangs zum Seminar/Hauptseminar.
2) In jeder dieser Veranstaltungen kann der Nachweis gemäß § 40 Abs. 1 Nr. 2 LPO I erworben werden.
3) Der Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an dieser Veranstaltung ist Voraussetzung des Zugangs zum Seminar.
4) In jeder dieser Veranstaltungen kann der Nachweis gemäß § 40 Abs. 1 Nr. 3 LPO I erworben werden.
5) Der Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an dieser Veranstaltung ist Voraussetzung des Zugangs zum Seminar.

7.4 Bereich D: Grundschulspezifisches studienbegleitendes Praktikum

Zur Organisation und Durchführung dieses Praktikums s. § 14.
Der Nachweis gemäß § 40 Abs. 1 Nr. 1 LPO I kann in diesem Praktikum erworben werden.

7.5 Verteilung der Studieninhalte der Bereiche E bis G

Zur Verteilung der Studieninhalte beim Studium der Didaktiken der einzelnen Unterrichtsfächer siehe Ziffer 8.

7.6 Schriftliche Hausarbeit

Wenn die schriftliche Hausarbeit (vgl. § 8 Nr. 2 Abs. 4) im Fach Didaktik der Grundschule geschrieben werden soll, ist dafür ein zusätzlicher Zeitaufwand vorzusehen.

 

8. Studieninhalte und Verteilung der Studieninhalte der einzelnen Unter-richtsfächer

8.1 Biologie

Das Studium der Didaktik der Biologie dient der Erschließung biologischer Sachverhalte für die Erziehungs- und Bildungsaufgaben der Grundschule. Dabei sollen die Studenten lernen, Inhalte, Denkweisen und Arbeitsmethoden der Biologie nach didaktischen Kriterien für den Unterricht aufzubereiten.

1. Ziele und Inhalte des Studiums

2. Verteilung der Studieninhalte
 
Fachsem. Fachgebiet Lehrveranstaltungsart SWS
1.

bis

3.

Erste Studienhälfte

Einführung in die Didaktik der Biologie

bis Proseminar: Einführung in die didaktische Aufbereitung ausgewählter
Lerninhalte aus dem Themenbereich "Kind und Natur" sowie "Kind und Gesundheit"

Fachliche Grundlagen und Arbeitstechniken des biologiebezogenen Unterrichts
der Grundschule

 

V

PS
 

Ü

 

2

1
 

2

4.
bis
6.
Zweite Studienhälfte

Hauptseminar: Biologisches Arbeiten mit Grundschülern an
außerschulischen Lernorten (Freiland, Schulgarten, Schullandheim,
Museum)

 

HS 1)

 

2

Anmerkung:
1) Der Nachweis der erfolgreichen Teilnahme am Hauptseminar berechtigt im Fach Biologiedidaktik zur Meldung zur Ersten Staatsprüfung.

Als Zulassungsvoraussetzung zur Ersten Staatsprüfung gemäß § 40 Abs. 1 Nr. 6 LPO I ist bei Wahl des Faches Didaktik der Biologie der Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an biologiedidaktischen Lehrveranstaltun-gen im Umfang von 4 SWS erforderlich.

8.2 Chemie

1. Ziele und Inhalte des Studiums

2. Verteilung der Studieninhalte
 
Fachsem. Veranstaltung Lehrveran-
staltungsart
SWS
4.

bis

6.

Einführung in die Fachdidaktik

Seminar zum Studienbegleitenden fachdidaktischen Praktikum

Praktikum "Versuche in der Schule" mit fachdidak-tischen Übungen

V

S

Ü/P 1)

2

1

4

Anmerkung:
1) In dieser Veranstaltung kann der für die Erste Staatsprüfung erforderliche Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an einer didaktischen Lehrveranstaltung der Chemie erworben werden (§ 40 Abs. 1 Nr. 4 bis 6 LPO I).

8.3 Deutsch

1. Ziele und Inhalte des Studiums

1. Sprachdidaktik

2. Literaturdidaktik

3. Allgemeine Fragen des Deutschunterrichts

2. Verteilung der Studieninhalte
 
Fachsem. Fachgebiet Lehrveranstaltungsart SWS
2./3. Proseminar I: Einführung in die Didaktik der deutschen Sprache und Literatur

Sprachwissenschaftliche Grundlegung des Sprachunterrichts in der Grundschule
oder
Literaturwissenschaftliche Grundlegung des Literaturunterrichts in der Grundschule

PS 1)

 
Ü

2

 
2

3./6. Lehrveranstaltungen (davon mindestens ein Proseminar II) aus den Bereichen:
  • Sprachdidaktik;

  • Literaturdidaktik;

  • Allgemeine Fragen des Deutschunterrichts

  • Kinder- und Jugendliteratur

PS/V 2) 3
2./4. Vor- und Nachbesprechung des fachdidaktischen Blockpraktikums (falls das Praktikum
nicht in einem der beiden anderen Didaktikfächer abgeleistet wird)
TPS (1)

Anmerkungen:
1) Die erfolgreiche Teilnahme ist Voraussetzung für den Besuch des Proseminars II gemäß Anmerkung 2.
2) In einem zweistündigen Proseminar II ist der gemäß § 40 Abs. 1 Nr. 4 LPO I als Zulassungsvoraussetzung zur Ersten Staatsprüfung erforderliche Nachweis der erfolgreichen Teilnahme zu erwerben.

8.4 Erdkunde

1. Ziele und Inhalte des Studiums

Fachdidaktischer Bereich:

2. Verteilung der Studieninhalte

7 SWS Fachdidaktik Geographie
 
Fachsem. Fachgebiet Lehrveranstaltungsart SWS
1.-2.

2.-4.
 

2.-3.

3.-4.

Einführung in die Didaktik der Geographie

Methoden in der erdkundlichen Heimat- und Sachkunde
(Schülerexkursionen, Projekte, Spiele und Experimente)

Medien in der erdkundlichen Heimat- und Sachkunde

Unterrichtsplanung: Einführung ins Kartenverständnis
o d e r
Unterrichtsplanung: Nahraum in der erdkundlichen Heimat- und Sachkunde

V

V
 

S

 
 
S 1)

2

2
 

1

 
 
2

Anmerkung:
1) In einer dieser Lehrveranstaltungen kann der Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an einer geographiedidaktischen Lehrveranstaltung erworben werden (§ 40 Abs. 1 LPO I).

8.5 Geschichte

1. Ziele und Inhalte des Studiums

2. Verteilung der Studieninhalte

Fachsem. Fachgebiet Lehrveranstaltungsart SWS
1.
 

bis
 

6.

Grundkurs mit regionalgeschichtlichen Schwerpunkten

Einführung in Fragestellungen, Methoden und Hilfsmittel der Geschichtswissenschaft in didaktischer Sicht

Einführung in die Didaktik der Geschichte

Grundprobleme historischer Vermittlung in Heimat- und Sachkunde

GK

Ü

V

S 1)

2

1

2

2

Anmerkung:
1) In dieser Lehrveranstaltung kann ein Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an einer Lehrveranstaltung gemäß § 40 Abs. 1 Nrn. 4, 5 oder 6 LPO I erworben werden.

8.6 Kunsterziehung

<unter Vorbehalt abgedruckt, da wegen des Stundenumfangs nicht den Vorgaben der Kommission für Lehrerbildung entsprechend>

Obwohl nicht vorgeschrieben, wird die Vorlage von bildnerischen Arbeiten zu Beginn des Studiums bei einem der hauptamtlich Lehrenden des Instituts für Kunsterziehung dringend empfohlen (siehe Sprechzeiten). Die Mappe sollte ca. 20 eigenständig erstellte bildnerische Ergeb-nisse (z.B. Zeichnungen, Malereien, ggf. Fotografien von dreidimensionalen Werken) enthalten, die Aufschluß über die fachspezifischen Studienvoraussetzungen geben.

1. Ziele und Inhalte des Studiums

Ziel ist die Befähigung, mit Schülern der Grundschule den Unterricht im Fach Kunsterziehung sowohl schülerorientiert als auch fach- und sachgerecht zu gestalten.
Diese Befähigung konkretisiert sich insbesondere anhand der folgenden Inhalte und Ziele:

1.1 Fachdidaktisch-theoretischer Bereich:

1.2 Bildnerisch-praktischer Bereich:

2. Verteilung der Studieninhalte (Vorschlag)

Fachsem. Fachgebiet, Inhalte Lehrveranstaltungsart SWS
1.-3.

1.-6.

1.-6.

1.-6.

1.-6.

4.-6.

Grundfragen und Grundprobleme einer Theorie des Fa-ches Kunsterziehung

Bildnerisches Gestalten im Zweidimensionalen (Farbe)

Bildnerisches Gestalten im Zweidimensionalen (Grafik)

Dreidimensionales Gestalten und Werktechniken

Fachspezifische Spielformen

Unterrichtsplanung und -versuche

V mit S/Koll. 1)

S/Ü 2)

S/Ü 2)

S/Ü 2)

S/Ü 2)

S 1)

1+1

2-3

2-3

2-3

2-3

2

Anmerkungen:
1) Die so gekennzeichneten Lehrveranstaltungen sind durch die Prüfungsordnung nicht zwingend vorgeschrieben. Entsprechend jedoch den verbindlich vorgeschriebenen zahlreichen Prüfungsanfor-derungen im didaktischen Bereich ist die Teilnahme dringend zu empfehlen.
2) Der Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an diesen Lehrveranstaltungen ist Zulassungsvoraussetzung für die Erste Staatsprüfung (§ 40 Abs. 1 Nr. 7 Buchstabe b LPO I, vgl. unten bei Ziffer 9).

3. Erläuterungen

(1) Aus inhaltlichen und organisatorischen Gründen werden einzelne Lehrveranstaltungen mit einer höheren SWS-Zahl oder in Form von Blockveranstaltungen angeboten.

(2) Nachweise der erfolgreichen Teinahme an Lehrveranstaltungen werden aufgrund von regelmäßiger aktiver Teilnahme und der Vorlage von selbstgefertigten bildnerisch-praktischen Arbeiten bzw. von schriftlichen Seminararbeiten ausgestellt. Die Bedingungen gibt der Leiter der Lehrveranstaltung zu Beginn bekannt.

8.7 Mathematik

1. Ziele und Inhalte des Studiums

(1) Fähigkeit, Theorieprobleme der Fachwissenschaften, fachwissenschaftliche Methoden und Forschungsergebnisse auf Lern- und Bildungsvorgänge der Grundschule zu beziehen.

(2) Kenntnis der Bildungsaufgaben, Lernziele und Lernbedingungen des Faches Mathematik in der Grundschule.

(3) Kenntnis der Kriterien zur Analyse von Unterrichtsbeobachtungen und Unterrichtsverfahren, z.B. im Hinblick auf Lernziele, Medieneinsätze und Kontrollverfahren.

(4) Kenntnis von Unterrichtsmodellen und -verfahren im Hinblick auf bestimmte Lernziele.

(5) Kenntnis der Erziehungsziele des Faches Mathematik in der Grundschule.

(6) Theorieprobleme, Methoden und Ergebnisse empirischer mathematikdidaktischer Forschung.

2. Lehrveranstaltungen
 
Fachsem. Fachgebiet Lehrveranstaltungsart SWS
1.
 

bis
 

6.

Didaktik des Zahlbegriffs und der propädeutischen Geometrie

Didaktik der Zahldarstellung

bis Didaktik des Rechnens

mindestens eine weitere für Grundschule ausgewiesene Veranstaltung
aus dem mathematikdidaktischen Wahlpflichtprogramm

V

V

V

S/Ü

2

1-2

2

2

Anmerkungen:
a) Der gemäß § 40 Abs. 1 Nr. 5 LPO I geforderte Leistungsnachweis kann in allen didaktischen Seminaren und Übungen erworben werden.
b) Weitere Hinweise gibt der Studienplan.

8.8 Musik

1. Studienvoraussetzungen

Das Studium setzt durchschnittliche musikalische Kenntnisse, Fähigkeiten im Instrumentalspiel sowie eine gesunde, entwicklungsfähige Sing- und Sprechstimme voraus. Eine Eignungsprüfung findet derzeit nicht statt.

2. Ziele und Inhalte des Studiums

Das Studium zielt auf Vermittlung musikpädagogischer Handlungskompetenzen. Die Studenten sollen befähigt werden, Musikunterricht in der Grundschule schüler- und sachgerecht zu analysieren, zu planen und durchzuführen.

Dementsprechend gliedern sich die Studieninhalte in die Bereiche

3. Lehrveranstaltungen
 
Lfd. Nr. Fachgebiet Art derLehr-
veranstaltung
Zahl der
SWS
 
01
02
03
 
 
04
Musikdidaktik
Einführung in die Musikpädagogik und -didaktik
Stimm- und Sprecherziehung
Ausgewähltes Thema zur Didaktik/Methodik, z.B.:
"Schulpraktisches Instrumentalspiel",
"Didaktik des Singens", "Didaktik des Werkhörens"
Didaktik und Methodik des Musikunterrichts in der Grundschule a)
 
V,S
V,Ü
S,Ü
 
 
S
 
1
1
1
 
 
2
 
05
06
07
08
09
Musikpraxis
Instrument
Gesang c)
07 Chor-, Orchester-, Ensembleteilnahme
Ensembleleitung
Rhythmik und Improvisation
 
Ü
Ü
Ü
Ü
Ü
 
b)
b)
b)

1
1
 
10
11
12
Musiktheorie
Gehörbildung  d)
Elementare Harmonie- und Satzlehre d)
Musikgeschichte/Volksliedkunde
 
Ü
Ü
V, S, Ü
 
-/1 d)
-/1 d)
1
Summe der SWS   8 - 10

4. Erläuterungen

Gemäß § 40 Abs. 1 Nr. 7 Buchst. a LPO I sind im Didaktikfach Musik die im folgenden genannten Leistungsnachweise zu erbringen (nebenstehend die laufende Nummer der Veranstaltung, in der der Leistungsnachweis erworben werden kann):

1. Je ein Leistungsnachweis aus den Gebieten
"Didaktik und Methodik des Musikunterrichts in der Grundschule"
"Stimm- und Sprecherziehung"
04
02

2. Je ein Leistungsnachweis aus zwei der vier folgenden Gebiete
"Gehörbildung"
"Rhythmik und Improvisation"
"Elementare Harmonie- und Satzlehre"
"Schulpraktisches Instrumentalspiel"
10
09
11
03

5. Anmerkungen:

a) Voraussetzung für die Teilnahme an dieser Lehrveranstaltung ist die vorherige Teilnahme an allen übrigen in der Tabelle genannten Pflichtveranstaltungen.

b) Der Unterricht soll im Rahmen des Möglichen stattfinden:
im Instrumentalspiel je Semester 1 SWS
in Gesang je Semester 0,5 SWS
in Chor / Orchester / Ensemblespiel je Semester 1-2 SWS

c) Die Teilnahme am Gesangunterricht setzt den vorherigen Besuch des Kurses "Stimm- und Sprecherziehung" voraus. Die Mitwirkung in einem Chor der Universität Regensburg (mindestens ein Semester) ist für Studenten, die Gesangunterricht erhalten, obligatorisch.

d) Leistungsnachweise können in vorgezogenen Abschlußklausuren erworben werden. Bei Be-stehen erübrigt sich die Teilnahme an den Lehrveranstaltungen.

8.9 Physik

1. Ziele und Inhalte des Studiums

Ziele und Inhalte ergeben sich aus den Anforderungen zur Fachdidaktik gemäß § 40 Abs. 2 Nr. 3 LPO I. Insbesondere soll das Studium der Fachdidaktik dazu befähigen, für den Sachkundeunterricht in der Grundschule geeignete Lerninhalte aus den Themenbereichen "Kind und Natur" und "Umwelterziehung" auszuwählen und altersgerecht zu elementarisieren. Dabei ist neben der Berücksichtigung fachwissenschaftlicher, fachdidaktischer und fachmethodi-scher Gesichtspunkte der lebenspraktischen Bedeutsamkeit der Inhalte und Themenbereiche besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

2. Verteilung der Studieninhalte

Insgesamt werden Lehrveranstaltungen im Umfang von mindestens 7 Semesterwochenstunden (SWS) empfohlen.
 
Fachsem. Fachgebiet Lehrveranstaltungsart SWS
3. Sem.

4. Sem.

5. oder
6. Sem.

Einführung in die Didaktik der Physik I

Einführung in die Didaktik der Physik II

Experimentelles Seminar Fachdidaktik

V/Ü

V/Ü

S 1)

2

2

3

Anmerkung:
1) In diesem Seminar kann der als fachliche Zulassungsvoraussetzung zur Ersten Staatsprüfung erforderliche Nachweis der erfolgreichen Teilnahme erworben werden (§ 40 Abs. 1 Nr. 4 oder 5 oder 6 LPO I).

8.10 Evangelische Religionslehre

1. Ziele und Inhalte des Studiums

1. Vertrautheit mit den Problemen, Arbeitsweisen und Hilfs-mitteln der Biblischen Theologie im Blick auf die Inhalte und Lernziele der Lehrpläne der Grundschule.

Schwerpunkte:
Grundprobleme des Neuen Testaments, vor allem der Jesusüberlieferung der Evangelien,
Grundprobleme des Alten Testaments, vor allem anhand der Urgeschichte, der Väter- und Moseüberlieferung,
Prinzipien der Bibelinterpretation.

2. Fähigkeit zum Transfer theologischer Ergebnisse und Methoden auf Lern- und Bildungsvorgänge der Grundschule, vor allem anhand von ausgewählten Beispielen aus dem Alten und Neuen Testament.

3. Vertrautheit mit den Grundfragen der Religionspädagogik (der religiösen Erziehung und Sozialisation) im Blick auf die Grundschule.

4. Vertrautheit mit der Begründung, der Aufgabe und den Konzeptionen des Religionsunterrichts in der Grundschule (einschließlich dem Überblick über Geschichte und Stellung des Faches).

5. Kenntnis der fachdidaktischen und curricularen Probleme des Religionsunterrichts in der Grundschule (Lernbedingungen, Lernziele, Lerninhalte, Unterrichtsverfahren, Kontrollverfahren und Kriterien für die Unterrichtsbeobachtung).

6. Kenntnis von fachspezifischen Arbeitsmitteln, Unterrichtsmodellen und Medien.

7. Fähigkeit, mit Hilfe theologischer und fachdidaktischer Kriterien Religionsunterricht zu planen, durchzuführen und Unterrichtseinheiten zu analysieren.

2. Verteilung der Studieninhalte
 
Fachsem. Fachgebiet Lehrveranstaltungsart SWS
1.-4. 1. Didaktik der biblischen Stoffe
Grundprobleme des Neuen Testaments im Blick auf die Grundschule
Grundprobleme des Alten Testaments im Blick auf die Grundschule
V
V
2
2
1.-6. 2. Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts in der Grundschule
Grundfragen der Religionspädagogik und des Religionsunterrichts
Grundschuldidaktik des Religionsunterrichts
V/S 1) 2)
V/S 1)
2
2
3.-6. 3. Unterrichtspraxis der Religionslehre in der Grundschule
Planung und Analyse von Unterrichtsvorhaben
S 1) 2

Anmerkungen:
1) In diesem Seminar kann der gemäß § 40 Abs. 1 Nrn. 4, 5 oder 7 LPO I erforderliche Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an einer Lehrveranstaltung aus der Didaktik der Evangelischen Religionslehre erworben werden. Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar ist der Besuch einer biblischen oder einer fachdidaktischen Vorlesung.
2) In dieser Lehrveranstaltung kann ggf. der gemäß § 40 Abs. 1 Nr. 6 LPO I erforderliche Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an einer Lehrveranstaltung aus der Didaktik der Evangelischen Religionslehre erworben werden.

3. Erläuterungen

Aus dem Fachgebiet 1. sollen mindestens zwei Lehrveranstaltungen, aus den Fachgebieten 2. und 3. mindestens je eine Lehrveranstaltung, im ganzen also mindestens acht Semesterwochenstunden besucht werden, wobei mit den Inhaltsbereichen 1. und 2. begonnen werden sollte.

Zur Erlangung der kirchlichen Bevollmächtigung ist es Voraussetzung, im Erziehungswissenschaftlichen Studium das Fach Evangelische Theologie (6 SWS) zu belegen.

Außerdem wird für die Erteilung der kirchlichen Bevollmächtigung die erfolgreiche Abhaltung eines Lehrversuchs (mit Vorlage eines eigenständigen schriftlichen Unterrichtskonzepts) verlangt. Dieser sollte im Rahmen eines Praktikums erfolgen.

8.11 Katholische Religionslehre

1. Ziele und Inhalte des Studiums

  1. Fähigkeit, Religion und Glaube in ihrer Relevanz für schulische Bildungs- und Erziehungsprozesse wahrnehmen und begründen zu können

  2. Befähigung zur Wahrnehmung, Deutung und Begleitung der religiösen Entwicklung von Grundschülerinnen und -schülern

  3. Bewußtsein für den Beitrag des Religionsunterrichts zum Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule, zum Schulleben und zum fächerverbindenden Lernen

  4. Vertrautheit mit den geschichtlich gewachsenen Konzeptionen des Religionsunterrichts und seinen Aufgaben sowie der Begründung und Zielsetzung heutigen Religionsunterrichts

  5. Kenntnis fachdidaktischer Aspekte des Religionsunterrichts in der Grund-schule (Lernbedingungen, Lernziele, Lerninhalte, Lernwege, Wirkungsüberprüfung)

  6. Kenntnis fachdidaktischer Prinzipien, didaktischer Materialien und Kriterien ihrer Bewertung

  7. Fähigkeit, mit Hilfe religionsdidaktischer Kriterien Religionsunterricht zu planen und zu analysieren

  8. Einblick in Fragestellungen, Methoden und Hilfsmittel der Biblischen und Systematischen Theologie im Blick auf Ziele und Inhalte des katholischen Religionsunterrichts in der Grundschule.

2. Verteilung der Studieninhalte
 
Position Fachsem. Fachgebiet Lehrveran-
staltungsart
SWS
1.

2.

3.
 

4.

1.-2.

1.-4.

2.-5.
 

2.-5.

Einführung in das fachdidaktisch-theologische Arbeiten

Religionsunterricht im Wandel - Konzeptionen und Begründungsansätze

Religionsdidaktische Prinzipien: Korrelation, Symbollernen, praktisches,
ästhetisches und interreligiöses Lernen

Grundschulbezogenes Seminar zu exemplarischen Inhaltsbereichen des
Religionsunterrichts

Ü

V

V
 

S 1)

2

2

2
 

2

Anmerkung:
1) In diesem Seminar kann der gemäß § 40 Abs. 1 Nrn. 4, 5 oder 7 LPO I erforderliche Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an einer Lehrveranstaltung aus der Didaktik der Katholischen Religionslehre erworben werden. Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar ist die Übung "Einführung in das fachdidaktisch-theologische Arbeiten".

Dieses Seminar eignet sich auch für den Erwerb des Nachweises der erfolgreichen Teilnahme an einer Lehrveranstaltung aus der Didaktik des Unterrichtsfaches Katholische Religionslehre, soweit dieser nach § 40 Abs. 1 Nr. 6 LPO I zu erbringen ist.

3. Ausrichtung des Erziehungswissenschaftlichen Studiums

Zur Beantragung der Missio canonica ist es Voraussetzung, im Erziehungswissenschaftlichen Studium das Fach Katholische Theologie mit 6 SWS zu belegen. Davon sind 4 SWS durch Leistungsnachweise abzudecken. Ein Leistungsnachweis wird durch eine Klausur im Rahmen einer Vorlesung, der zweite sollte durch die erfolgreiche Teilnahme an einem entsprechenden Seminar erworben werden.

Folgende Vorlesungen bzw. Seminare sind hierfür vorgesehen:
 
Position Fachsem. Fachgebiet Lehrveran-
staltungsart
SWS
1.

2.
 
 

3.

1.-4.

2.-5.
 
 

2.-5.

Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen und religiöse Bildung

Kenntnis ethischer Probleme aus theologischer Sicht
oder
Grundfragen der Theologie in ihrer Relevanz für religiöse Erziehung und Bildung

Seminar mit bibeltheologischem oder systema-tischem Schwerpunkt
in religionsdidaktischer Perspektive

V

V
 
 

S

2

2
 
 

2

4. Fachdidaktisches Blockpraktikum

Es wird empfohlen, das fachdidaktische Blockpraktikum im Fach Katholische Religionslehre zu absolvieren. Hierdurch kann insbesondere der zur Beantragung der Missio canonica erforderliche Praxisanteil eingeholt werden.

8.12 Sozialkunde

1. Ziele und Inhalte des Studiums

2. Verteilung der Studieninhalte
 
Fachsem. Fachgebiet Lehrveranstaltungsart SWS
1./2.

 

3./4.
 

5./6.

Sozialphilosophische Grundlagen des Lehrens und Lernens

Grundfragen sozialen Lernens und der politischen Bildung

Lernziele/Lerninhalte und fachlicher Hintergrund des sozialkundlichen
Bereichs der Grundschule

Unterrichtsgestaltung mit den verschiedenen Sozial- und Arbeitsformen,
dem Medieneinsatz und der Lehrer-Schüler-Interaktion

V/PS

PS

S 1)
 

S 1)

2

1

2
 

2

Anmerkung:
1) Die Nachweise gemäß § 40 Abs. 1 Nrn. 4, 5 oder 7 LPO I beziehungsweise gemäß § 40 Abs. 1 Nr. 6 LPO I können in Sozialkunde ab dem 3. Fachsemester durch den erfolgreichen Besuch einer zweistündigen Lehrveranstaltung erworben werden.

8.13 Sport

1. Ziele des Studiums

Die Studenten sollen die Befähigung erlangen, Sportunterricht an der Grundschule zu planen, durchzuführen und zu beurteilen, die Bedingungen des Unterrichtens und des Sports ganz allgemein zu reflektieren und zu analysieren. Außerdem sollen sie dafür qualifiziert werden, Sport, Spiel und Bewegung im außerunterrichtlichen Bereich (Schulleben) zu arrangieren. Dies alles setzt im Rahmen der Didaktik sowohl eine sporttheoretische als auch eine sportpraktische Ausbildung voraus:

Sporttheorie:
Die Studenten sollen befähigt werden, sportliche Inhalte und Handlungsfelder didaktisch für die Grundschule zu erschließen, und dabei mit den Problemen der aktuellen didaktischen Diskussion vertraut werden, Unterrichts-, Beobachtungs- und Evaluationsmethoden kennenlernen, erarbeiten und anwenden lernen, Unterrichtsversuche vor- und nachbereiten können.

Sportpraxis:
Die Studenten sollen Inhalte, Formen und Methoden im Bereich motorischer Fertigkeiten und Fähigkeiten in den Sportarten, die in der Grundschule vermittelt werden, in der praktischen Auseinandersetzung kennen- und altersgemäß auswählen und arrangieren lernen; sie sollen die Fähigkeit zu einer adressatenbezogenen Eigenrealisation erwerben bzw. verbessern.

2. Inhalte des Studiums

a) Didaktik des Sportunterrichts

b) Spezielle Didaktik der Sportarten der Grundschule einschließlich der Kleinen Spiele

c) Praktisch-didaktischer Bereich

3. Verteilung der Studieninhalte

a) Übersicht
 
Fachsem. Lehrveranstaltung Lehrveranstaltungsart SWS
 
1.
 
 

bis
 
 
 
6.

Sportpädagogik /-didaktik V 2
Spezielle Didaktik der Sportarten
Sportbiologie
Sportdidaktik

bis Turnen an Geräten
Gymnastik und Tanz
Leichtathletik
Schwimmen
Grundformen der Spiele I (BB/VB)
Grundformen der Spiele II (FB/HB)
Allg. Konditionsschulung / Kleine Spiele
Musik- und Bewegungserziehung

 
V
V
V
S

Ü
Ü
Ü
Ü
Ü
Ü
Ü

 
2
1
1
1

1*
1*
1*
1*
1*
1*
1*

Summe 9 SWS

* Anrechnung mit dem Faktor 0,5 (vgl. § 17 Abs. 3 Satz 2 LPO I)

b) Zusätzliche Veranstaltungen

1. Deutsches Rettungsschwimmabzeichen in Bronze (auch außerhalb der Universität erwerbbar);
2. Grundausbildung im Skilauf (Lehrgang - eine Woche) oder Eislauf (1 SWS);
3. Ausbildung in Erster Hilfe (auch außerhalb der Universität erwerbbar).

c) Anmerkungen

Nachweis der regelmäßigen und erfolgreichen Teilnahme (§ 40 Abs. 1 Nr. 7 Buchst. c LPO I):
Bei allen scheinpflichtigen Lehrveranstaltungen besteht grundsätzlich Anwesenheitspflicht.
Die sportpraktischen Prüfungen müssen bis zur Zulassung zum Ersten Staatsexamen abgeschlossen sein.

 

9. Zulassungsvoraussetzungen für die Prüfung

In § 40 Abs. 1 LPO I sind im einzelnen folgende Leistungsnachweise als fachliche Zulassungsvoraussetzungen für die Erste Staatsprüfung bestimmt:

Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an

1. einem zusätzlichen einsemestrigen studienbegleitenden Prak-tikum in der Grundschule im Umfang von mindestens drei Semesterwochenstunden, das in enger Verbindung zu den entsprechenden didaktischen Lehrveranstaltungen steht; dieses zusätzliche Praktikum hat die Analyse, Planung, Durchführung, Kontrolle und Beurteilung des Unterrichts in der Grundschule zum Inhalt;dabei ist mindestens ein Lehrversuch in Zusammenarbeit mit den zuständigen Hochschullehrern durchzuführen;

2. einer Lehrveranstaltung aus der Pädagogik der Grundschule,

3. einer Lehrveranstaltung aus dem Sachunterricht,

4. einer Lehrveranstaltung zur Didaktik des vom Prüfungsteil-nehmer gemäß § 39 Abs. 3 LPO I gewählten Unterrichtsfachs Deutsch oder des gemäß § 39 Abs. 4 Satz 2 LPO I an dessen Stelle gewählten Unterrichtsfachs,

5. einer Lehrveranstaltung zur Didaktik des vom Prüfungsteilnehmer gemäß § 39 Abs. 3 LPO I gewählten Unterrichtsfachs Mathematik oder des gemäß § 39 Abs. 4 Satz 2 LPO I an dessen Stelle gewählten Unterrichtsfachs,

6. einer Lehrveranstaltung aus der Didaktik eines der Unterrichtsfächer Biologie, Chemie, Erdkunde, Geschichte, Physik, Evangelische Religionslehre, Katholische Religionslehre, Sozialkunde; dieser Nachweis entfällt, wenn eines der genannten Fächer als Unterrichtsfach gemäß § 39 Abs. 1 LPO I oder im Rahmen der Didaktik der Grundschule gemäß § 39 Abs. 4 LPO I gewählt wurde; (...),

7. Lehrveranstaltungen und gegebenenfalls weitere Nachweise in bezug auf das gemäß § 39 Abs. 3 LPO I gewählte Unterrichtsfach

a) Musik

Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an jeweils einer Lehrveranstaltung aus drei der folgenden Gebiete, wobei die Didaktik und Methodik des Musikunter-richts gemäß Doppelbuchstabe aa enthalten sein muß:

aa) Didaktik und Methodik des Musikunterrichts einschließlich Stimm- und Sprecherziehung,
bb) Gehörbildung,
cc) Rhythmik und Improvisation,
dd) elementare Harmonie- und Satzlehre,
ee) schulpraktisches Instrumentalspiel;

b) Kunsterziehung

Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an jeweils einer Lehrveranstaltung (mit didaktischen Aspekten) aus folgenden Gebieten:

aa) Gestalten mit farbigen Mitteln,
bb) Gestalten mit graphischen Mitteln,
cc) plastisches Gestalten (z.B. mit Ton, Holz, Papier),
dd) Spielformen (z.B. Figurenspiel, darstellendes Spiel und Aktion, Bühnengestaltung);

c) Sport

aa) Nachweis der regelmäßigen und erfolgreichen Teil-nahme an den auf die einzelnen Sportarten bezogenen fachdidaktischen Veranstaltungen (Theorie und Praxis),
bb) Deutsches Rettungsschwimmabzeichen in Bronze,
cc) Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an einer Grundausbildung im Skilauf oder Eis-lauf,
dd) Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an einem Semi-nar in Sportdidaktik,
ee) Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an einer Aus-bildung in Erster Hilfe;

für die Zulassung zu den sportpraktischen Prüfungen sind die für die gewählten Sportarten des jeweiligen Prüfungstermins einschlägigen Nachweise gemäß Doppel-buchstabe aa vorzulegen;

wurde gemäß § 39 Abs. 4 Satz 3 LPO I an Stelle von Musik, Kunsterziehung oder Sport ein anderes Unterrichtsfach gewählt, so ist die erfolgreiche Teilnahme an einer Lehrveranstaltung aus der Didaktik dieses Fachs nachzuweisen; (...).

 

Erweiterung mit Didaktik der Grundschule (§ 40 Abs. 6 LPO I):
Bei einer Erweiterung mit Didaktik der Grundschule entfallen die obigen Zulassungsvoraussetzungen mit Ausnahme der Nachweise nach Nr. 7 Buchst. c Doppelbuchst. aa, bb, cc und ee.

 


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