Der Text dieser Prüfungsordnung ist nach dem aktuellen Stand sorgfältig erstellt; gleichwohl ist ein Irrtum nicht ausgeschlossen. Verbindlich ist der amtliche, beim Prüfungsamt einsehbare, im offiziellen Amtsblatt veröffentlichte Text.
 

Satzung zur Änderung der Promotionsordnung

für die Philosophischen Fakultäten I-IV

der Universität Regensburg

Vom 11. Februar 2004

 

Aufgrund von Art. 6 Abs. 1 Satz 1 in Verbindung mit Art. 83 des Bayerischen Hochschulgesetzes erlässt die Universität Regensburg folgende Änderungssatzung:

 

§ 1

Die Promotionsordnung für die Philosophischen Fakultäten I-IV der Universität Regensburg vom 10. August 2000 (KWMBl II S. 1201) wird wie folgt geändert:

1. § 1 erhält folgende Fassung:
"Diese Prüfungsordnung gilt für die Philosophischen Fakultäten
I - Philosophie und Kunstwissenschaften,
II - Psychologie, Pädagogik und Sportwissenschaft,
III - Geschichte, Gesellschaft und Geographie,
IV - Sprach- und Literaturwissenschaften."

2. § 3 Abs. 1 erhält folgende Fassung:
"Die Prüfung zur Erlangung des akademischen Grades einer Doktorin beziehungsweise eines Doktors der Philosophie kann in den folgenden Fächern abgelegt werden:

 
Allgemeine Sprachwissenschaft Kunstgeschichte
Allgemeine Wissenschaftsgeschichte Lateinische Philologie
Amerikanistik (American Studies) Musikwissenschaft
Anglistik (British Studies) Musikpädagogik
Bodenkunde Pädagogik
Deutsche Philologie Philosophie
Englische Philologie Politikwissenschaft
Englische Sprachwissenschaft Psychologie
Evangelische Theologie Romanische Philologie
Geographie Slavische Philologie
Geschichte Soziologie
Griechische Philologie Sportwissenschaft
Indogermanische Sprachwissenschaft Vergleichende Kulturwissenschaft
Informationswissenschaft Vergleichende Literaturwissenschaft
Klassische Archäologie Vor- und Frühgeschichte"

3. § 4 wird wie folgt geändert:
a) In Abs. 1 wird vor dem Wort "drei" das Wort "mindestens" eingefügt.
b) In Abs. 3 werden nach dem Wort "Vorsitzenden" die Worte "und seinen Stellvertreter" angefügt.

4. In § 5 wird folgender neuer Abs. 6 angefügt:
"Über die Zusammensetzung der Prüfungskommission ist der Doktorand umgehend in Kenntnis zu setzen."

5. In § 6 Abs. 5 wird folgender neuer Satz 2 angefügt:
"Ausnahmen von der erforderten Notenstufe sind zulässig."

6. § 7 wird wie folgt geändert:
a) Es wird folgender neuer Abs. 3 eingefügt:
"Scheidet nach der Annahme als Doktorand dessen Betreuer aus der Universität Regensburg aus, so kann der Promotionsausschuss diesem die weitere Betreuung der Arbeit sowie die Bestellung zum Gutachter gemäß § 11 Abs. 3 Satz 2 gestatten."
b) Der bisherige Abs. 3 wird Abs. 4.

7. § 10 Abs. 4 wird wie folgt geändert:
a) Satz 2 erhält folgende Fassung:
"Kumulative Promotionen können im Ausnahmefall auf Antrag des Kandidaten und im Einvernehmen mit den Fachvertretern vom Promotionsausschuss genehmigt werden."
b) In Satz 3 wird das Wort "jedoch" gestrichen.

8. § 11 Abs. 2 wird wie folgt geändert:
a) In Satz 1 werden die Worte "und im Benehmen mit den zuständigen Fachvertretern" gestrichen.
b) Satz 2 erhält folgende Fassung:
"Die zuständigen Fachvertreter und der Kandidat können Vorschläge machen."

9. § 12 wird wie folgt geändert:
a) Abs. 3 erhält folgende Fassung:
"Jedes Gutachten enthält einen Notenvorschlag. Sofern die Gutachter vor der Drucklegung bestimmte Überarbeitungen empfehlen, so ist dies im Gutachten eindeutig zu kennzeichnen."
b) Abs. 4 erhält folgende Fassung:
"Die Notenstufen für die Dissertation lauten:
'summa cum laude' (0.5) = eine ungewöhnlich hervorragende Leistung;
'magna cum laude' (1) = eine besonders anzuerkennende Leistung;
'cum laude' (2) = eine den Durchschnitt überragende Leistung;
'rite' (3) = eine Leistung, die durchschnittlichen Anforderungen entspricht;
'insufficienter' (4) = eine an erheblichen Mängeln leidende, insgesamt nicht mehr brauchbare Leistung."

10. In § 13 Abs. 4 werden die Worte "Schlägt mindestens einer der" durch die Worte "Schlagen die" ersetzt.

11. § 14 erhält folgende Fassung:

"(1) Unmittelbar nach Ablauf der Auslegungsfrist entscheidet der Promotionsausschuss über Annahme oder Ablehnung der eingereichten Arbeit.

(2) Die Note der Dissertation ergibt sich aus dem übereinstimmenden Vorschlag der Gutachter.

(3) Wenn die Gutachter abweichende Noten vorschlagen, Sondergutachten vorliegen oder gemäß § 13 Abs. 3 oder 4 ein Obergutachter bestellt wurde, entscheidet die Prüfungskommission unter Würdigung der Gutachten über die Bewertung der Dissertation. Dabei gelten die in § 12 Abs. 4 genannten Notenstufen.

(4) Die Dissertation kann nur dann mit 'summa cum laude' bewertet werden, wenn alle Gutachten auf 'summa cum laude' vorschlagen und der Obergutachter sich dieser Bewertung anschließt.

(5) Haben alle bestellten Gutachter für die Bewertung der Dissertation die Note 'insufficienter' vorgeschlagen, ist die Dissertation abgelehnt.

(6) Wird die Dissertation abgelehnt oder gilt sie als abgelehnt, ist das Promotionsverfahren ohne Erfolg beendet. Der Dekan benachrichtigt die deutschen Hochschulen, soweit sie das Promotionsrecht in dem Fach der Dissertation haben.

(7) Der Vorsitzende des Promotionsausschusses unterrichtet den Doktoranden unverzüglich über die Annahme der Dissertation und die Festsetzung der Note. Anschließend ist dem Doktoranden Einsicht in die Gutachten zu gewähren."

12. § 20 wird wie folgt geändert:
a) Abs. 2 erhält folgende Fassung :
"Vor der Drucklegung ist die Genehmigung für die zu veröffentlichende Textfassung einzuholen. Die Vervielfältigungs- oder Druckgenehmigung erteilt der Dekan aufgrund einer Freigabe durch den Promotionsausschuss, wobei der Promotionsausschuss festzustellen hat, dass Empfehlungen der Gutachter gemäß § 12 Abs. 3 angemessen berücksichtigt sind. Hierzu sind nötigenfalls Stellungnahmen der Gutachter einzuholen."
b) In Abs. 3 Buchst. a Satz 1 wird das Wort "Buch-" durch das Wort "Dissertations-" ersetzt.

13. § 23 Abs. 3 erhält folgende Fassung:
"In folgenden Promotionsfächern setzt die Annahme als Doktorand die folgenden zusätzlichen Nachweise voraus:

a) BODENKUNDE: deutsche und/oder englische Sprachkenntnisse.

b) DEUTSCHE PHILOLOGIE: lateinische Sprachkenntnisse.

c) EVANGELISCHE THEOLOGIE: drei Hauptseminarscheine in einem anderen Fach.

d) GEOGRAPHIE: deutsche und/oder englische Sprachkenntnisse, mindestens jedoch zwei moderne Sprachen.

e) GESCHICHTE: Nachweis über die Kenntnis von zwei Fremdsprachen, darunter Latein.

f) KUNSTGESCHICHTE: Lateinkenntnisse.

g) KLASSISCHE ARCHÄOLOGIE: Latinum und Graecum.

h) PÄDAGOGIK: Nachweis des erfolgreichen Besuchs der Methodenausbildung im Promotionsfach.

i) PSYCHOLOGIE: Nachweis des erfolgreichen Besuchs der Methodenausbildung im Promotionsfach.

j) ROMANISCHE PHILOLOGIE: Sprachkenntnisse in mindestens zwei romanischen Sprachen; eine wissenschaftliche Veranstaltung (Niveau: Hauptstudium) in der zweiten romanischen Sprache.

k) SLAVISCHE PHILOLOGIE: Sprachkenntnisse in mindestens zwei slavischen Sprachen, eine wissenschaftliche Veranstaltung (Niveau: Hauptstudium) in der zweiten slavischen Sprache.

l) VERGLEICHENDE LITERATURWISSENSCHAFT: Nachweis über die Kenntnis von zwei modernen Fremdsprachen.

m) SOZIOLOGIE: Gute Kenntnisse in zwei modernen Fremdsprachen, darunter Englisch. Fällt die Dissertation in den Bereich der Soziologie, kann ein mit der Ersten Staatsprüfung abgeschlossenes Studium für das Lehramt an öffentlichen Schulen, bei dem Sozialkunde ‚ein Unterrichtsfach' oder ‚ein vertieft studiertes Fach für das Lehramt an Gymnasien' im Sinne von § 3 LPO I war, auf Antrag des Kandidaten als Zulassungsvoraussetzung anerkannt werden, sofern dieser eine insgesamt mindestens dreisemestrige Ausbildung in Methoden und Techniken der Empirischen Sozialforschung nachweisen kann. Fällt die Dissertation in den Bereich der Didaktik der Sozialkunde, setzt die Zulassung ein mit der Ersten Staatsprüfung abgeschlossenes Studium für das Lehramt an öffentlichen Schulen voraus, bei dem Sozialkunde ‚ein Unterrichtsfach' oder ‚ein vertieft studiertes Fach für das Lehramt an Gymnasien' im Sinne von § 3 LPO I war; in diesem Fall ist eines der drei nach § 8 Abs. 1 Buchst. d) geforderten Hauptseminare in Didaktik der Sozialkunde zu erbringen.

n) SPORTWISSENSCHAFT: englische Sprachkenntnisse, Nachweis des erfolgreichen Besuchs der Methodenausbildung im Promotionsfach.

o) VOR- UND FRÜHGESCHICHTE: Nachweis über die gesicherte Kenntnis der lateinischen Sprache (Latinum) sowie zweier moderner Fremdsprachen."

14. Die Anlage 1 erhält folgende Fassung:

"A. MUSTER DES TITELBLATTES DER DISSERTATION

Titel ________________________________________

Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde der Philosophischen Fakultät I/II/III/IV (Philosophie und Kunstwissenschaften) oder (Psychologie, Pädagogik und Sportwissenschaft) oder (Geschichte, Gesellschaft und Geographie) oder (Sprach- und Literaturwissenschaften) der Universität Regensburg

vorgelegt von

______________________________ Vor- und Zuname aus ______________________________ Geburts-, Heimat- oder Wohnort

_____________ Jahreszahl der Vorlage der Arbeit bei der Fakultät ______________________________

[falls zutreffend: Die Arbeit entstand in gemeinsamer Betreuung durch die Philosophische Fakultät I/II/III/IV der Universität Regensburg und die N.N.-Fakultät der Universität N.N.]

Druck- oder Verlagsort _____________ Jahreszahl

 

B. MUSTER FÜR DIE RÜCKSEITE DES TITELBLATTES

Erstgutachter:
Zweitgutachter:"

 

15. Anlage 2 erhält folgende Fassung:

 

"MUSTER DER URKUNDE

 

Die Philosophische Fakultät I/II/III/IV (Philosophie und Kunstwissenschaften) oder (Psychologie, Pädagogik und Sportwissenschaft) oder (Geschichte, Gesellschaft und Geographie) oder (Sprach- und Literaturwissenschaften) der Universität Regensburg verleiht

unter dem Dekanat des Professors .........................................

Herrn/Frau .......................................... aus .........................................

DEN GRAD EINER DOKTORIN / EINES DOKTORS DER PHILOSOPHIE (Dr. phil.)

nachdem er/sie im ordnungsgemäßen Promotionsverfahren durch die

mit der Note ............................................................................................. beurteilte Dissertation

mit dem Thema ........................................................................................................

sowie durch die am ................................. mit der Note .......................................

abgelegte mündliche Prüfung (Disputation)

im Fach ............................................................................................

die Gesamtnote ........................................ erreichte und seine/ihre besondere wissenschaftliche Befähigung erwiesen hat.

[falls zutreffend: Die Arbeit entstand in gemeinsamer Betreuung durch die Philosophische Fakultät I/II/III/IV der Universität Regensburg und die N.N.-Fakultät der Universität N.N.]

Regensburg, den

Der Dekan der Fakultät Philosophie und Kunstwissenschaften; / Psychologie, Pädagogik und Sportwissenschaft; / Geschichte, Gesellschaft, Geographie; / Sprach- und Literaturwissenschaften"

 

§ 2

(1) Diese Satzung tritt am Tage nach ihrer Bekanntmachung in Kraft.

(2) Auf bei Inkrafttreten dieser Prüfungsordnung laufende Promotionsverfahren und Wiederholungsprüfungen findet die Promotionsordnung für die Philosophischen Fakultäten I - IV der Universität Regensburg vom 10. August 2000 (KWMBl II S. 1201) Anwendung.

 

Ausgefertigt aufgrund des Beschlusses des Senats der Universität Regensburg vom 28. Januar 2004 und der Genehmigung des Rektors der Universität Regensburg, Vorsitzenden des Leitungsgremiums, vom 11. Februar 2004.

 

Regensburg, den 11. Februar 2004
Universität Regensburg
Der Rektor

 

(Prof. Dr. Alf Zimmer)

 

Diese Satzung wurde am 11. Februar 2004 in der Hochschule niedergelegt; die Niederlegung wurde am 11. Februar 2004 durch Aushang in der Hochschule bekanntgegeben. Tag der Bekanntmachung ist daher der 11. Februar 2004.

 


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