Der Text dieser Prüfungsordnung ist nach dem aktuellen Stand sorgfältig erstellt; gleichwohl ist ein Irrtum nicht ausgeschlossen. Verbindlich ist der amtliche, beim Prüfungsamt einsehbare, im offiziellen Amtsblatt veröffentlichte Text.

  

Prüfungsordnung für den binationalen Studiengang

Deutsch-Französische Studien (Bachelor) / Études Franco-Allemandes (Licence)

an der Universität Regensburg

Vom 23. Oktober 2002

 

Aufgrund des Art. 6 in Verbindung mit Art. 81 Abs. 1 Satz 1 und Art. 86a des Bayerischen Hochschulgesetzes (BayHSchG) erlässt die Universität Regensburg folgende Prüfungsordnung:

Vorbemerkung zum Sprachgebrauch:
Diese Prüfungsordnung enthält Rechtsvorschriften. Nach Art. 3 Abs. 2 des Grundgesetzes sind Frauen und Männer gleichberechtigt. Alle Personen- und Funktionsbezeichnungen in dieser Satzung gelten daher für Frauen und Männer in gleicher Weise.

 

I. Allgemeine Bestimmungen

 

§ 1

Geltungsbereich

(1) Die Universität Regensburg und die Universität Clermont-Ferrand II (Blaise Pascal) führen gemeinsam einen binationalen Studiengang "Deutsch-Französische Studien / Études Franco-Allemandes" durch. Die beiden Universitäten legen in einem Kooperationsvertrag ein Gemeinsames Studienprogramm fest, nach dem durch ein an beiden Universitäten absolviertes Studium der jeweilige Abschlussgrad beider Universitäten erworben werden kann.

(2) Die vorliegende Prüfungsordnung regelt den Erwerb von Studien- und Prüfungsleistungen und die Verleihung von Graden in diesem Studiengang an der Universität Regensburg. Für den Erwerb der Leistungen und die Verleihung eines Grades an der Universität Clermont-Ferrand II (Blaise Pascal) gelten deren Regelungen.

(3) Für die Studien- und Prüfungsleistungen an der Universität Regensburg gelten die Bestimmungen der Zwischenprüfungsordnung der Universität Regensburg (ZwPO) und der Magisterprüfungsordnung für die Philosophischen Fakultäten I - IV der Universität Regensburg (MPO) in der jeweils geltenden Fassung entsprechend, soweit nicht in dieser Ordnung etwas Abweichendes bestimmt ist.

 

§ 2

Zweck der Prüfungen

(1) Durch die Zwischenprüfung soll der Student nachweisen, dass er das Ziel des Grundstudiums erreicht hat und dass er insbesondere die inhaltlichen Grundlagen der studierten Fächer, ein methodisches Instrumentarium und eine systematische Orientierung erworben hat, die erforderlich sind, um das Studium mit Erfolg fortzusetzen.

(2) Die Bachelor-Prüfung bildet einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss des Studiums. In ihr soll der Student nachweisen, dass er die in Absatz 1 genannten Kenntnisse vertieft und darüber hinaus die Fähigkeit erworben hat, unter Anleitung nach wissenschaftlichen Grundsätzen arbeiten zu können.

 

§ 3

Grade, Doppeldiplomierung

(1) Aufgrund der an der Universität Regensburg bestandenen Bachelor-Prüfung verleiht die Universität Regensburg den akademischen Grad eines Bachelor of Arts (B.A.), die Universität Clermont-Ferrand II verleiht den Grad der Licence.

(2) Die beiden in Absatz 1 genannten Grade können auf einer gemeinsamen Urkunde zusammen verliehen werden.

 

§ 4

Studiendauer und Gliederung des Studiums

(1) Das Studium gliedert sich in folgende Abschnitte:
a) ein viersemestriger Abschnitt (Grundstudium), der mit der Zwischenprüfung bzw. dem D.E.U.G. abschließt;
b) ein darauf aufbauender zweisemestriger Abschnitt des Hauptstudiums, der mit der Bachelor-Prüfung bzw. der Licence-Prüfung abschließt.

(2) Der Umfang der für das gesamte planmäßige Studium erforderlichen Lehrveranstaltungen beträgt höchstens 120 Semesterwochenstunden (SWS) und 180 Leistungspunkte (LP), verteilt auf sechs Fachsemester. Darin sind Lehrveranstaltungen nach freier Wahl auch aus Fächern, die nicht als Prüfungsfächer gewählt wurden, im Umfang von etwa 15 Semesterwochenstunden enthalten. Hinzu kommt ein Praktikum von vier Monaten Dauer nach dem vierten Semester (20 LP) sowie die Anfertigung einer Bachelor-Arbeit im sechsten Semester (0 LP).

(3) Die Regelstudienzeit beträgt einschließlich der Zeit für die Abschlussprüfung und der Zeit für die Anfertigung der entsprechenden Arbeit für die Bachelor-Prüfung sechs Semester, unbeschadet geringfügiger Überschreitungen dieser Zeiten, die sich aus dem Ablauf des Prüfungsverfahrens ergeben können und vom Studenten nicht zu vertreten sind.

 

§ 5

Prüfungsfristen

(1) Die Zwischenprüfung soll bis zum Ende des vierten Fachsemesters, die Bachelor-Prüfung bis zum Ende des sechsten Fachsemesters abgelegt werden. Der Student kann die Prüfungen vorzeitig ablegen, wenn er die Zulassungsvoraussetzungen erfüllt.

(2) Stellt ein Student aus von ihm zu vertretenden Gründen nicht bis zum Ende des 5. Semesters einen ordnungsgemäßen Antrag auf Erteilung des Zwischenprüfungszeugnisses, so gilt die Zwischenprüfung als erstmals abgelegt und nicht bestanden.

(3) Stellt ein Student aus von ihm zu vertretenden Gründen nicht so rechtzeitig einen ordnungsgemäßen Antrag auf Zulassung zur Bachelor-Prüfung, dass er diese bis zum Ende des 8. Semesters abgelegt hat, oder legt er die Prüfung, zu der er sich gemeldet hat, nicht bis zum Ende des 8. Semesters ab, gilt der jeweils nicht rechtzeitig abgelegte oder nicht mehr rechtzeitig ablegbare Teil dieser Prüfung als erstmals abgelegt und nicht bestanden.
Verzögert sich der Abschluss der Prüfung durch die Verlegung von Prüfungsterminen an den Beginn des Folgesemesters, so bewirkt diese Überschreitung der Prüfungsfrist nicht das Nichtbestehen der Prüfung.

(4) Die Überschreitungsfrist verlängert sich um die nach dieser Satzung für die Wiederholung von Prüfungen benötigten Semester. Nach § 12 angerechnete Studienzeiten sind auf die Fristen anzurechnen.

(5) Überschreitet ein Student die in den Absätzen 2 und 3 genannten Fristen aus von ihm nicht zu vertretenden Gründen, gewährt der Prüfungsausschuss auf Antrag eine Nachfrist; diese wird, sofern es die anerkannten Versäumnisgründe zulassen, zum nächsten regulären Prüfungstermin bestimmt.

(6) Auf die Prüfungsfristen werden auf begründeten Antrag Studienzeiten nicht angerechnet, in denen die für die gewählten Fächer erforderlichen Sprachkenntnisse erworben werden müssen, sofern ein gesonderter Nachweis der Sprachkenntnisse verlangt wird und der Erwerb von Kenntnissen in der jeweiligen Sprache nicht Gegenstand des Fachstudiums ist. Für jede zu erwerbende Sprache ist eine Verlängerung der Prüfungsfristen um ein Semester möglich, insgesamt jedoch höchstens zwei Semester. Die fachspezifischen Bestimmungen regeln den Nachweis der erforderlichen Sprachkenntnisse.

(7) Auf die Prüfungsfristen werden auf Antrag Schutzfristen nach § 3 Abs. 2 und § 6 Abs. 1 des Mutterschutzgesetzes sowie Fristen für die Gewährung von Erziehungsurlaub nach Art. 88 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Bayerisches Beamtengesetz, §§ 12-15 Urlaubsverordnung nicht angerechnet.

 

§ 6

Prüfungsausschuss

(1) Für die Organisation und Durchführung der Prüfungen wird von den beiden Universitäten ein gemeinsamer Prüfungsausschuss gebildet, der aus mindestens vier Mitgliedern besteht. Jede Universität entsendet mindestens zwei Mitglieder und benennt eines von ihnen als Geschäftsführer für die Erledigung der Geschäfte vor Ort. Die von der Universität Regensburg zu benennenden Mitglieder werden vom Fachbereichsrat der Philosophischen Fakultät IV - Sprach- und Literaturwissenschaften eingesetzt; je eines soll dem Institut für Romanistik und dem Institut für Germanistik angehören. Für jedes Mitglied wird ein Ersatzmitglied bestellt. Die Amtszeit der Mitglieder und Ersatzmitglieder beträgt drei Jahre; eine Wiederbestellung ist möglich.

(2) Der Prüfungsausschuss wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und einen Stellvertreter. Der Vorsitzende beruft die Sitzungen des Prüfungsausschusses ein. In unaufschiebbaren Angelegenheiten trifft der Geschäftsführer für den Prüfungsausschuss die unerlässlichen Entscheidungen und Maßnahmen. Davon unterrichtet er den Prüfungsausschuss unverzüglich. Er erledigt die laufenden Geschäfte. Die Erledigung weiterer Aufgaben kann ihm widerruflich übertragen werden.

(3) Der Prüfungsausschuss ist beschlussfähig, wenn sämtliche Mitglieder unter Einhaltung einer mindestens dreitägigen Ladungsfrist geladen sind und die Mehrheit der Mitglieder anwesend und stimmberechtigt ist; er beschließt mit der Mehrzahl der abgegebenen Stimmen in Sitzungen oder Videokonferenzen. Stimmenthaltung, geheime Abstimmung und Stimmrechtsübertragung sind nicht zulässig. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag.

(4) Der Prüfungsausschuss achtet darauf, dass die Bestimmungen der Prüfungsordnung eingehalten werden. Mit Ausnahme der eigentlichen Prüfung und deren Bewertung trifft er alle anfallenden Entscheidungen. Er erlässt insbesondere die Prüfungsbescheide, nachdem er die Bewertung der Prüfungsleistungen auf ihre Rechtmäßigkeit überprüft hat.

(5) Bescheide in Prüfungsangelegenheiten, durch die jemand in seinen Rechten beeinträchtigt werden kann, bedürfen der Schriftform; sie sind zu begründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen. Dem Kandidaten ist vor Erlass der ablehnenden Entscheidung Gelegenheit zur Äußerung zu geben. Widerspruchsbescheide erlässt der Rektor der Universität, in fachlich-prüfungsrechtlichen Fragen im Einvernehmen mit dem Prüfungsausschuss und nach Anhörung der zuständigen Prüfer.

(6) Der Prüfungsausschuss berichtet regelmäßig dem Fachbereichsrat über die Entwicklung der Prüfungen und Studienzeiten und gibt ihm ggf. Anregungen zur Änderung der Studien- und Prüfungsordnungen. Er legt die Verteilung der Fachnoten und Gesamtnoten offen. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses oder ein von ihm beauftragtes Mitglied des Prüfungsausschusses haben das Recht, der Abnahme der Prüfungen beizuwohnen.

(7) Der Prüfungsausschuss beschließt über Änderungen des Gemeinsamen Studienprogramms (§ 1 Abs. 1) und der Modulbeschreibungen und gibt einmal jährlich das Gemeinsame Studienprogramm und die Modulbeschreibungen in der jeweils gültigen Fassung durch Anschlag am Schwarzen Brett sowie durch Eintrag im Internet bekannt. Bei Änderungen ist die Berücksichtigung der Ansprüche der Studenten auf Vertrauensschutz zu gewährleisten (vgl. § 15b Abs. 2 MPO).

(8) Das Prüfungssekretariat unterstützt den Prüfungsausschuss bei der Organisation und Durchführung der Prüfung.

 

§ 7

Prüfer und Beisitzer

(1) Der Geschäftsführer des Prüfungsausschusses bestellt im Benehmen mit den zuständigen Fachvertretern die Gutachter und Prüfer. Für die Bestellung der Prüfer hat der Kandidat ein Vorschlagsrecht; ein Rechtsanspruch auf die Bestellung der vorgeschlagenen Prüfer besteht nicht. Die Prüfer bestellen die Beisitzer.

(2) Zum Gutachter und Prüfer können alle nach dem Bayerischen Hochschulgesetz und der Hochschulprüferverordnung (BayRS 2210-1-1-6-WK) in der jeweils geltenden Fassung zur Abnahme von Masterprüfungen befugten Mitglieder der Universität Regensburg sowie die nach den entsprechenden Regelungen befugten Mitglieder der Universität Clermont-Ferrand II bestellt werden. Scheidet ein prüfungsbefugtes Mitglied aus der Universität Regensburg aus, so kann es noch ein Jahr seit dem Tag seines Ausscheidens zum Gutachter oder Prüfer bestellt werden. Zum Erstgutachter für die Bachelorarbeit soll der Hochschullehrer bestellt werden, unter dessen Leitung die Arbeit entsteht. Einer der Gutachter muss Professor sein.

(3) Zum Beisitzer kann nur bestellt werden, wer hauptberuflich wissenschaftlich in dem Prüfungsfach oder in einem verwandten Fach an einer der beiden Universitäten tätig ist und das Studium des Prüfungsfaches oder das Studium eines verwandten Faches erfolgreich abgeschlossen hat.

 

§ 8

Ausschluss wegen persönlicher Beteiligung, Verschwiegenheitspflicht

Die Bestimmungen von § 6a MPO gelten entsprechend.

 

§ 9

Bekanntgabe der Prüfungstermine und Prüfer

(1) Die Prüfungen werden in der Regel einmal innerhalb eines jeden Semesters abgehalten. Daneben kann der Prüfungsausschuss gesonderte Termine zur Durchführung von Wiederholungsprüfungen anberaumen.

(2) Die Termine der Abschlussprüfungen und die Prüfungsräume sind spätestens zwei Wochen vor Prüfungsbeginn dem Kandidaten durch Anschlag bekannt zu geben.

 

§ 10

Leistungspunkte, Module, Studienbegleitende Leistungsnachweise und prüfungsförmliches Verfahren

Die Bestimmungen von §§ 15a bis 15c MPO gelten entsprechend.

 

§ 11

Punktekonto, Transcript

(1) Jeder Student führt ein Konto, das die von ihm erworbenen Studien- und Prüfungsleistungen verzeichnet. Es werden nur die mit Nachweisen der erfolgreichen Teilnahme belegten Leistungen aufgenommen. Auf begründeten Antrag des Studenten bestätigt die Arbeitsstelle des Projekts "Modularisierung" im Auftrag des Prüfungsausschusses die Richtigkeit der Einträge; der Student hat hierfür einen Kontoauszug nach den Vorgaben der Arbeitsstelle und die entsprechenden Einzelnachweise vorzulegen. Ein bestätigter Kontoauszug ist für den Antrag auf Zulassung zu den Prüfungen bzw. auf Zeugniserteilung Voraussetzung.

(2) Zu Ende seines Studiums erhält der Student einen bestätigten Auszug seines Kontos als Studiennachweis; Absatz 1 Satz 3 gilt entsprechend.

(3) Ein Prüfer darf in das Konto eines Studenten nur mit dessen Zustimmung Einblick nehmen. Ein Jahr nach der Exmatrikulation eines Studenten ist das Konto über seine Studienleistungen in der elektronischen Form zu löschen.

 

§ 12

Anrechnung von Studienzeiten, Studien- und Prüfungsleistungen

Die Bestimmungen von § 9 MPO gelten entsprechend.

 

§ 13

Versäumnis, Rücktritt, Täuschung, Ordnungsverstoß

Die Bestimmungen von § 10 MPO gelten entsprechend.

 

§ 14

Mängel im Prüfungsverfahren

Die Bestimmungen von § 11 MPO gelten entsprechend.

 

§ 15

Bewertung der Prüfungsleistungen, Notenbildung und Bestehen der Prüfungen

(1) Die Noten für die einzelnen Prüfungsleistungen werden von den jeweiligen Prüfern festgesetzt. Für die Bewertung der Prüfungsleistungen werden folgende Noten und Prädikate verwendet:
1 = sehr gut = eine hervorragende Leistung;
2 = gut = eine Leistung, die erheblich über den durchschnittlichen Anforderungen liegt;
3 = befriedigend = eine Leistung, die durchschnittlichen Anforderungen entspricht;
4 = ausreichend = eine Leistung, die trotz ihrer Mängel noch den Anforderungen genügt;
5 = nicht ausreichend = eine Leistung, die wegen erheblicher Mängel den Anforderungen nicht mehr genügt.

(2) Zur differenzierten Bewertung der Prüfungsleistungen können Zwischenwerte durch Erniedrigen oder Erhöhen der einzelnen Noten um 0,3 gebildet werden. Die Noten 0,7, 4,3, 4,7 und 5,3 sind dabei ausgeschlossen.
Wird eine Prüfungsleistung von mehreren Prüfern bewertet, werden die Noten gemittelt.

(3) Besteht ein Modul bzw. eine Prüfung aus mehreren Prüfungsleistungen, errechnet sich die Modulendnote bzw. die Prüfungsgesamtnote aus dem Durchschnitt der gewichteten Noten der einzelnen Prüfungsleistungen. Sie lautet:
bei einem Durchschnitt bis 1,5 = sehr gut
bei einem Durchschnitt über 1,5 bis 2,5 = gut
bei einem Durchschnitt über 2,5 bis 3,5 = befriedigend
bei einem Durchschnitt über 3,5 bis 4,0 = ausreichend
bei einem Durchschnitt über 4,0 = nicht ausreichend.
Eine Prüfung ist bestanden, wenn die Note jeder einzelnen Prüfungsleistung mindestens "ausreichend" (4,0) ist.

(4) Bei der Bildung von Durchschnittsnoten nach Absätzen 1 bis 3 wird nur die erste Dezimalstelle nach dem Komma berücksichtigt; alle weiteren Stellen werden ohne Rundung gestrichen.

(5) Für die Umrechnung von Noten des französischen Notensystems in die Noten der Absätze 1 bis 3 gelten folgende Entsprechungen:
 
Punkte in Frankreich Notenstufe Bewertung Deutschland
20/19/18/

1,0

1 = très bien = sehr gut

17

1,3

16

1,7

2 = bien = gut

15

2,0

14,5

2,3

14

2,7

3 = passable = befriedigend

13

3,0

12

3,3

11

3,7

4 = satisfaisant = ausreichend

10

4,0

7-9

nicht bestanden

5 = insatisfaisant = nicht ausreichend

5-7
0-5

 

§ 16

Sonderregelungen für Behinderte

Die Bestimmungen von § 13 MPO gelten entsprechend.

 

§ 17

Allgemeine Zulassungsvoraussetzungen zu den Prüfungen

(1) Zu Prüfungen wird nur zugelassen, wer

1. die allgemeine Hochschulreife besitzt oder die einschlägige fachgebundene Hochschulreife unter Berücksichtigung der Qualifikationsverordnung (BayRS 2210-1-1-3-K) in der jeweils geltenden Fassung;

2. die Eignungsprüfung (siehe Satzung über die Eignungsfeststellung) bestanden hat;

3. bei der Meldung zur Prüfung und mindestens im letzten Semester vor der Meldung zur Prüfung im Studiengang Deutsch-Französische Studien als Student an den Universitäten Regensburg und/oder Clermont-Ferrand II (Blaise Pascal) eingeschrieben ist;

4. die entsprechende Prüfung in verwandten Fächern im Geltungsbereich des Grundgesetzes nicht bereits endgültig nicht bestanden hat;

5. die für die jeweilige Prüfung in den Besonderen Bestimmungen genannten besonderen Zulassungsvoraussetzungen nachweist;

6. die nach § 18 erforderlichen Nachweise, Erklärungen etc. vorlegt.

(2) Absatz 1 gilt entsprechend, wenn statt der Zulassung zur Prüfung die Erteilung eines Zeugnisses beantragt wird.

 

§ 18

Antrag auf Zulassung zur Prüfung oder auf Zeugniserteilung

(1) Die Zulassung zur Bachelorprüfung und die Zeugniserteilung für die Zwischenprüfung setzt einen schriftlichen Antrag voraus. Der Antrag ist an den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu richten.

(2) Dem Antrag sind beizufügen:

1. ein kurzer Lebenslauf in deutscher Sprache mit Darstellung des Studienverlaufs;

2. die Nachweise bzw. Erklärungen über das Vorliegen der in § 17 genannten Zulassungsvoraussetzungen;

3. das Studienbuch und ein bestätigtes Transcript der Studienleistungen;

4. ggf. Vorschläge des Bewerbers zur Bestellung der Prüfer;

5. ggf. ein Antrag gemäß § 20 Abs. 4, dass die mündliche Prüfung unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden soll;

6. ggf. ein Antrag auf Sonderregelungen gemäß § 16.

(3) Der Prüfungsausschuss kann die Nachreichung von Unterlagen gestatten, wenn ihre Beibringung in der zu setzenden Frist möglich ist und hinreichend glaubhaft gemacht wird. Werden die fehlenden Unterlagen nicht fristgerecht, ggf. spätestens aber eine Woche vor Beginn der Prüfung, vorgelegt, entfällt die Zulassung zur Prüfung.
Ist ein Kandidat ohne sein Verschulden nicht in der Lage, die erforderlichen Unterlagen in der vorgeschriebenen Weise zu erbringen, so kann der Vorsitzende des Prüfungsausschusses gestatten, die Nachweise in anderer Form zu führen.

(4) Über die Zulassung entscheidet der Geschäftsführer des Prüfungsausschusses, soweit nichts anderes bestimmt ist. Die Zulassung ergeht schriftlich. Sie muss unverzüglich, spätestens aber eine Woche vor Prüfungsbeginn ausgesprochen werden. Im Falle der Ablehnung des Antrags ist die Entscheidung zu begründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.

(5) Die Zulassung zur Bachelor-Prüfung bzw. die Zeugniserteilung für die übrigen Prüfungen ist zu versagen, wenn der Bewerber
1. die Zulassungsvoraussetzungen nach § 17 nicht erfüllt, oder
2. die Unterlagen nach Absatz 2 nicht vollständig einreicht, oder
3. die betr. Prüfung in einem der gewählten Fächer endgültig nicht bestanden hat, oder
4. unter Verlust des Prüfungsanspruches exmatrikuliert worden ist, oder
5. sich in demselben oder einem verwandten Studiengang in einem Prüfungsverfahren befindet.
In Zweifelsfällen entscheidet der Prüfungsausschuss.

 

§ 19

Schriftliche Prüfungen

(1) Schriftliche Prüfungen finden studienbegleitend zu Ende einer Veranstaltung oder als Schriftliche Abschlussprüfungen zu Ende eines Studienabschnittes statt.

(2) Klausuren sind in der Regel von zwei Prüfern zu bewerten; einer der Prüfer soll der Aufgabensteller sein. Von der Beurteilung durch einen zweiten Prüfer kann abgesehen werden, wenn ein Prüfungs- oder Teilfach nur von einer prüfungsberechtigten Lehrperson in der Lehre vertreten wird oder wenn die Bestellung eines zweiten Prüfers den Ablauf der Prüfung in unvertretbarer Weise verzögern würde. Soll eine Schriftliche Abschlussprüfung als nicht bestanden bewertet werden, so ist die Zuziehung eines zweiten Prüfers unerlässlich.

 

§ 20

Mündliche Prüfungen

(1) Mündliche Prüfungen finden studienbegleitend zu Ende einer Veranstaltung oder als Mündliche Abschlussprüfungen zu Ende eines Studienabschnittes statt.

(2) Studienbegleitende Mündliche Prüfungen finden als Einzelprüfungen statt. Mündliche Abschlussprüfungen finden vor einer Prüfungskommission statt (vgl. § 35). Zur Mündlichen Prüfung vor nur einem Prüfer ist ein Beisitzer zuzuziehen; dieser kann zugleich zum Protokollführer bestimmt werden.

(3) Über die Mündliche Prüfung ist ein Protokoll anzufertigen, in das aufzunehmen sind: Ort und Zeit sowie Dauer, Gegenstand und Ergebnis der Prüfung, die Namen der Prüfer, des Beisitzers und des Kandidaten sowie besondere Vorkommnisse. Das Protokoll wird von den Prüfern oder dem Prüfer und dem Beisitzer unterzeichnet. Die Wiedergabe von Prüfungsfragen und Antworten ist nicht erforderlich. Das Protokoll ist bei den Prüfungsakten aufzubewahren.

(4) Zu den Mündlichen Abschlussprüfungen werden Studenten, die sich in einem späteren Termin der gleichen Prüfung unterziehen wollen, im Rahmen der räumlichen Möglichkeiten als Zuhörer zugelassen. Auf Antrag des Kandidaten ist die Öffentlichkeit auszuschließen. Die Zulassung erstreckt sich nicht auf die Beratung und Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses an den Kandidaten.

 

§ 21

Ergebnis der Abschlussprüfungen

(1) Das Bestehen und die Bildung der Gesamtnote einer Abschlussprüfung sowie die Wiederholungsmöglichkeiten ergeben sich aus den Besonderen Bestimmungen zur jeweiligen Prüfung.

(2) Im Falle des Nichtbestehens einer Abschlussprüfung teilt der Geschäftsführer dem Kandidaten die Prüfungsergebnisse mit.

 

§ 22

Zeugnis

(1) Über die bestandene Prüfung ist unverzüglich ein Zeugnis auszustellen, das die Gesamtnote enthält (der nummerische Notendurchschnitt ist in Klammern dahinter zu vermerken) und die Prüfungsfächer ausweist. Teilfächer, in denen die Prüfung abgelegt wurde, werden in Klammern vermerkt. Tag der Ausstellung ist der Tag der Erfüllung sämtlicher Prüfungsleistungen. Das Zeugnis ist vom Geschäftsführer des Prüfungsausschusses zu unterzeichnen. Mit der Aushändigung des Zeugnisses erhält der Kandidat das Recht, den jeweiligen akademischen Grad zu führen.

(2) Hat der Kandidat die Prüfung endgültig nicht bestanden, wird ihm auf Antrag eine Bescheinigung ausgestellt, die die erbrachten Prüfungsleistungen und deren Noten enthält und erkennen lässt, dass die Prüfung nicht bestanden ist.

 

§ 23

Einsicht in die Prüfungsakten

Die Bestimmungen von § 25 MPO gelten entsprechend.

 

§ 24

Ungültigkeit der Prüfung

Die Bestimmungen von § 26 MPO gelten entsprechend.

 

§ 25

Entzug eines akademischen Grades

Der Entzug des Bachelorgrades richtet sich nach Art. 89 Abs. 1 BayHSchG.

 

II. Besondere Bestimmungen

1. Abschnitt: Zwischenprüfung

  

§ 26

Zwischenprüfung und D.E.U.G.

(1) Studenten, die das Studium an der Universität Regensburg aufgenommen haben, müssen eine Zwischenprüfung ablegen. Sie wird in dem Doppelfach Deutsch-Französische Studien abgelegt. Die Zwischenprüfung wird studienbegleitend abgelegt. Die Prüfungsanforderungen ergeben sich aus der Beschreibung der Module. Die Zwischenprüfung soll bis zum Ende des 4. Semesters abgeschlossen sein.

(2) Der Kooperationsvertrag stellt sicher, dass Studenten, die das Studium an der Universität Clermont-Ferrand II aufgenommen haben, ein D.E.U.G. an der Universität Clermont-Ferrand II (Blaise Pascal) erwerben, das der Zwischenprüfung gemäß Absatz 1 gleichwertig ist.

 

§ 27

Zulassungsvoraussetzungen der Zwischenprüfung

Mit dem Antrag auf Zeugniserteilung (§ 18) sind folgende speziellen Nachweise vorzulegen:

1. Nachweis des erfolgreichen Studiums an der Universität Clermont-Ferrand II (Blaise Pascal) im Umfang eines Studienjahres;

2. Nachweis von mindestens 120 LP aus dem Doppelfach Deutsch-Französische Studien gemäß Gemeinsamem Studienprogramm, darunter der Nachweis des erfolgreichen Abschlusses

a) der beiden Basismodule Französische Sprache I und II und des Moduls IKS M 01 der Studieneinheit Interkulturelle Studien;

b) von mindestens drei der folgenden fünf wissenschaftlichen Module; beide Sprachbereiche müssen vertreten sein:
- Basismodul Französische Sprachwissenschaft,
- Basismodul Französische Literaturwissenschaft,
- Basismodul Französische Landeswissenschaft,
- Basismodul Deutsche Sprachwissenschaft,
- Basismodul Neuere deutsche Literaturwissenschaft.

 

§ 28

Bestehen der Zwischenprüfung und Gesamtnote

Die Zwischenprüfung ist bestanden, wenn alle geforderten Nachweise vorgelegt werden. Die Gesamtnote der Zwischenprüfung errechnet sich aus dem Durchschnitt der Endnoten der geforderten abgeschlossenen Module gemäß § 27 Nr. 2.

 

§ 29

Wiederholung der Zwischenprüfung

(1) Gilt die Zwischenprüfung gemäß § 5 Abs. 2 als nicht bestanden, so kann sie in den nicht bestandenen Teilen einmal wiederholt werden. Eine freiwillige Wiederholung der einzelnen Prüfungsteile zur Notenverbesserung ist nicht zulässig.

(2) Die Wiederholungsprüfung muss innerhalb eines Semesters nach Mitteilung des Nichtbestehens abgelegt werden, sofern nicht dem Studenten wegen besonderer, von ihm nicht zu vertretender Gründe eine Nachfrist gewährt wird. Die Frist zur Ablegung der Wiederholungsprüfung wird durch Beurlaubung oder Exmatrikulation nicht unterbrochen. Bei Versäumung der Frist gilt die Zwischenprüfung als endgültig nicht bestanden, es sei denn, der Student hat die Gründe nicht zu vertreten.

 

2. Abschnitt: Bachelor-Prüfung

 

§ 30

Bachelor-Prüfung

(1) Die Bachelor-Prüfung wird an der Universität Regensburg abgelegt. Sie soll zu Ende des dritten Studienjahres abgelegt werden. Sie besteht aus einer Bachelor-Arbeit, einer Schriftlichen und einer Mündlichen Abschlussprüfung.

(2) Der Kooperationsvertrag gemäß § 1 Abs. 1 stellt sicher, dass denjenigen Studenten, die die Bachelor-Prüfung erfolgreich abgeschlossen haben, von der Universität Clermont-Ferrand II ein Zeugnis über den Abschluss und der Grad der Licence mit der entsprechenden Gesamtnote verliehen wird.

 

§ 31

Zulassungsvoraussetzungen und Meldung zur Bachelor-Prüfung

(1) Die Abschlussprüfungen finden einmal jedes Semester statt. Der Prüfungsausschuss gibt den Meldetermin zur Prüfung durch Anschlag bekannt.

(2) Mit dem Antrag auf Zulassung zur Abschlussprüfung (§ 18) sind folgende spezielle Nachweise vorzulegen:

1. Nachweis der bestandenen Zwischenprüfung gemäß § 27 oder Nachweis des entsprechenden D.E.U.G.

2. Nachweis der erfolgreichen Ableistung eines Praktikums von mindestens 4 Monaten Dauer im jeweiligen Gastland (Modul Deutsch-Französisches Praktikum); auf begründeten Antrag kann der Prüfungsausschuss ausnahmsweise eine Befreiung von diesem Erfordernis erteilen;

3. Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an den Studienleistungen des dritten Studienjahres an der Universität Regensburg im Umfang von mindestens 60 LP aus den im Gemeinsamen Studienprogramm vorgesehenen Lehrveranstaltungen, darunter
a) mindestens ein Hauptseminar zur deutsch-französischen Thematik,
b) mindestens 14 LP aus den Studieneinheiten Interkulturelle Studien I und II;

4. die Bachelor-Arbeit.

 

§ 32

Bachelor-Arbeit

(1) Die Bachelor-Arbeit soll im sechsten Semester angefertigt werden. Das Thema für die Bachelor-Arbeit wird vom vorgesehenen Erstgutachter aus dem Gebiet des vom Studenten gewählten Faches oder Teilfaches gestellt. Das Thema wird durch den Geschäftsführer des Prüfungsausschusses ausgegeben; der Termin ist aktenkundig zu machen. Es kann aus einer Hauptseminararbeit in dem gewählten Fach oder aus einem Praktikumsbericht hervorgehen. Thema und Aufgabenstellung der Arbeit müssen so lauten, dass die zur Bearbeitung vorgegebene Frist eingehalten werden kann. Die Arbeit soll einen Umfang von 30 Din-A4-Seiten nicht überschreiten.

(2) Die Bearbeitungsfrist beträgt zwei Monate. Wird die Frist nicht eingehalten, ist die Arbeit als nicht ausreichend zu bewerten. Die Frist kann durch den Prüfungsausschuss auf begründeten Antrag des Studenten im Benehmen mit dem Aufgabensteller einmal verlängert werden, höchstens jedoch um zwei Monate, es sei denn, der Student hat die Gründe nicht zu vertreten. Weist der Student durch ärztliches Zeugnis nach, dass er wegen Krankheit an der Bearbeitung gehindert ist, setzt der Geschäftsführer des Prüfungsausschusses den Abgabetermin der Arbeit neu fest. § 10 Abs. 5 Satz 2 MPO gilt entsprechend.

(3) Der Kandidat hat einmal das Recht, das Thema binnen vier Wochen nach Zuteilung zurückzugeben. Er erhält dann ein neues Thema; Absatz 1 gilt entsprechend. Die Frist bis zur Vorlage der Arbeit beginnt dann mit dem Tag der Ausgabe des zweiten Themas.

(4) Die Arbeit ist in der Regel in deutscher oder französischer Sprache abzufassen. Im Einvernehmen mit dem Themensteller kann der Prüfungsausschuss auch eine andere Sprache zulassen.

(5) Die Arbeit ist fristgerecht in dreifacher Ausfertigung dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses vorzulegen. Mit der Arbeit ist eine schriftliche Erklärung des Kandidaten einzureichen, dass er sie selbständig verfasst und keine anderen als die von ihm angegebenen Hilfsmittel benutzt hat. Die Erklärung ist auch für beigegebene Zeichnungen, Skizzen, bildliche Darstellungen und dergleichen abzugeben. Die Stellen der Arbeit, die anderen Werken dem Wortlaut oder dem Sinn nach entnommen sind, müssen in jedem Fall unter Angabe der Quellen kenntlich gemacht werden. Verstößt der Kandidat grob gegen die hier genannten Pflichten, so ist die Arbeit mit "nicht ausreichend" (5) zu bewerten.

(6) Ein Exemplar der Bachelor-Arbeit verbleibt beim Prüfungsakt; über die Rückgabe von Beilagen entscheidet der Vorsitzende des Prüfungsausschusses auf Antrag des Kandidaten. Eingereichte Bachelor-Arbeiten können als solche nur mit dem Einverständnis der Gutachter veröffentlicht werden.

 

§ 33

Bewertung der Bachelor-Arbeit

Die Bachelor-Arbeit wird in der Regel von zwei Gutachtern bewertet; einer der Gutachter muss Professor sein. Einer der Gutachter ist der Themensteller (Erstgutachter). Von der Beurteilung durch einen zweiten Gutachter kann abgesehen werden, wenn die Bestellung eines zweiten Prüfers den Ablauf der Prüfung in unvertretbarer Weise verzögern würde. Soll die Arbeit mit der Note "nicht ausreichend" (5) bewertet werden, muss ein zweiter Prüfer bestellt werden. Die Bewertungen sollen spätestens zwei Monate nach Eingang der Arbeit vorliegen.

 

§ 34

Verfahren bei nicht ausreichender Bachelor-Arbeit

Wird die Bachelor-Arbeit mit "nicht ausreichend" (5) bewertet oder gilt sie nach § 5 Abs. 3 oder § 32 Abs. 2 als mit "nicht ausreichend" bewertet, so kann sie einmal wiederholt werden. Der Antrag auf Zuteilung eines neuen Themas ist innerhalb von sechs Monaten nach Bekanntgabe des Nichtbestehens an den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu stellen. Wird innerhalb dieser Frist der Wiederholungsantrag nicht gestellt, so gilt die Bachelor-Prüfung als endgültig nicht bestanden.

 

§ 35

Mündliche Abschlussprüfung

(1) Ist die Bachelor-Arbeit mit mindestens "ausreichend" (4,0) bewertet, wird der Student zu den Abschlussprüfungen geladen. Die Mündliche Abschlussprüfung dauert etwa 40 Minuten. In ihr soll der Student die wesentlichen Aussagen seiner Bachelor-Arbeit begründen und verteidigen. Darüber hinaus sind Fragen zu den speziellen landeskundlichen und interkulturellen Inhalten des Studiums zu beantworten. Die Prüfung findet jeweils zur Hälfte der Zeit auf Deutsch und auf Französisch statt.

(2) Die Leistungen des Studenten werden durch drei Prüfer bewertet. Unter ihnen sollen beide Universitäten vertreten sein. Die Prüfer schlagen jeder eine Note gemäß § 15 Abs. 1 vor. Weichen die Noten voneinander ab, versuchen die Prüfer, sich auf eine Note zu einigen. Kommt eine Einigung nicht zustande, wird die Note als Durchschnitt der vorgeschlagenen Noten gebildet.

(3) Die Mündliche Abschlussprüfung ist bestanden, wenn die Note gemäß Absatz 2 "ausreichend" (4,0) oder besser lautet.

 

§ 36

Wiederholung der Mündlichen Abschlussprüfung

(1) Ist die mündliche Abschlussprüfung nicht bestanden oder gilt sie gemäß § 5 Abs. 3 als nicht bestanden, kann sie auf Antrag einmal wiederholt werden. Eine freiwillige Wiederholung der Prüfung zur Notenverbesserung ist nicht zulässig.

(2) Die Wiederholungsprüfung ist zum nächsten Prüfungstermin, spätestens aber innerhalb eines Jahres nach Mitteilung des Nichtbestehens abzulegen, sofern nicht dem Studenten wegen besonderer, von ihm nicht zu vertretender Gründe eine Nachfrist gewährt wird. Die Frist zur Ablegung der Wiederholungsprüfung wird durch Beurlaubung oder Exmatrikulation nicht unterbrochen. Stellt der Student nicht innerhalb dieser Frist den Antrag auf Wiederholung der Prüfung oder legt er die Wiederholungsprüfung nicht ab, so gilt die Bachelor-Prüfung als endgültig nicht bestanden, es sei denn, der Student hat die Gründe nicht zu vertreten.

 

§ 37

Schriftliche Abschlussprüfung

(1) Die Schriftliche Abschlussprüfung besteht aus einer Klausur von drei Stunden Dauer, in der ein sprachpraktischer Test und ein Aufsatz in der jeweiligen Fremdsprache über ein vorgegebenes Thema aus dem Gebiet der Deutsch-Französischen Studien abzufassen ist; es werden drei Themen zur Wahl gestellt. In dem Aufsatz soll der Student seine Sprachbeherrschung und seine Kenntnisse der Theorien und Methoden aus dem Bereich der Deutsch-Französischen Studien beweisen. Die Leistungen werden von zwei Prüfern bewertet. Jeder Prüfer erteilt eine Note. Weichen die Noten voneinander ab, versuchen die Prüfer, sich auf eine Note zu einigen. Kommt eine Einigung nicht zustande, wird die Note als Durchschnitt der vorgeschlagenen Noten gebildet.

(2) Die Schriftliche Abschlussprüfung ist bestanden, wenn die Note gemäß Absatz 1 "ausreichend" (4,0) oder besser lautet.

 

§ 38

Wiederholung der Schriftlichen Abschlussprüfung

(1) Ist die Schriftliche Abschlussprüfung nicht bestanden oder gilt sie gemäß § 5 Abs. 3 als nicht bestanden, kann sie einmal wiederholt werden. Eine freiwillige Wiederholung zur Notenverbesserung ist ausgeschlossen.

(2) § 36 Abs. 2 gilt entsprechend.

 

§ 39

Gesamtnote der Bachelor-Prüfung und Zeugnis

(1) Die Bachelor-Prüfung ist bestanden, wenn die Bachelor-Arbeit, die Schriftliche Abschlussprüfung und die Mündliche Abschlussprüfung mit mindestens "ausreichend"(4,0) bewertet sind.

(2) Die Gesamtnote der Bachelor-Prüfung errechnet sich als gewichteter Durchschnitt aus den folgenden Leistungen:
1. Der Note der Arbeit zu 25 % des Gewichts;
2. der Note der Schriftlichen Abschlussprüfung zu 25 % des Gewichts;
3. der Note der Mündlichen Abschlussprüfung zu 25 % des Gewichts,
4. der Note der Zwischenprüfung bzw. des D.E.U.G. zu 25 % des Gewichts.

 

III. Schlussbestimmungen

 

§ 40

In-Kraft-Treten

Diese Prüfungsordnung tritt am Tage nach ihrer Bekanntmachung in Kraft.

 

Ausgefertigt aufgrund des Beschlusses des Senats der Universität Regensburg vom 30. Januar 2002 und der Genehmigung des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst vom 16.10.2002 Nr. X/4-5e69eXII-10b/31 739.

Regensburg, den 23. Oktober 2002
Universität Regensburg
Der Rektor

 

(Prof. Dr. Alf Zimmer)

 

Diese Satzung wurde am 23. Oktober 2002 in der Hochschule niedergelegt; die Niederlegung wurde am 23. Oktober 2002 durch Aushang in der Hochschule bekanntgegeben. Tag der Bekanntmachung ist daher der 23. Oktober 2002.

 


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