Prüfungsordnung für konsekutive Masterstudiengänge

der Philosophischen Fakultäten

der Universität Regensburg

Vom 11. Januar 2006

 

Aufgrund des Art. 6 Abs. 1 Satz 1 in Verbindung mit Art. 81 Abs. 1 Satz 1, Art. 86a Abs. 3 des Bayerischen Hochschulgesetzes (BayHSchG) und § 57 Abs. 1 Satz 1 der Qualifikationsverord-nung (QualV) erlässt die Universität Regensburg folgende Prüfungsordnung:

 

Inhaltsübersicht

Vorbemerkung zum Sprachgebrauch

Abschnitt I. Allgemeine Bestimmungen

§ 1 Geltungsbereich
§ 2 Zweck der Prüfungen
§ 3 Akademischer Grad
§ 4 Studiendauer
§ 5 Prüfungsfristen
§ 6 Qualifikation
§ 7 Auswahlkommission
§ 8 Prüfungsausschuss
§ 9 Prüfer und Beisitzer
§ 10 Ausschluss wegen persönlicher Beteiligung, Verschwiegenheitspflicht
§ 11 Bekanntgabe der Prüfungstermine und Prüfer
§ 12 Leistungspunkte (LP)
§ 13 Module
§ 14 Studienbegleitende Leistungsnachweise und prüfungsförmliches Verfahren
§ 15 Schriftliche Prüfungen
§ 16 Mündliche Prüfungen
§ 17 Leistungspunktekonto, Transkript
§ 18 Anerkennung von Studienzeiten, Studien- und Prüfungsleistungen
§ 19 Versäumnis, Rücktritt, Täuschung, Ordnungsverstoß
§ 20 Mängel im Prüfungsverfahren
§ 21 Bewertung der Prüfungsleistungen, Notenbildung und Bestehen der Prüfungen
§ 22 Sonderregelungen für Behinderte
§ 23 Einsicht in die Prüfungsakten
§ 24 Ungültigkeit der Prüfung
§ 25 Entzug des akademischen Grades

Abschnitt II. Die Masterprüfung

§ 26 Zusammensetzung der Masterprüfung
§ 27 Masterarbeit
§ 28 Bewertung der Masterarbeit
§ 29 Verfahren bei nicht ausreichender Masterarbeit
§ 30 Allgemeine Zulassungsvoraussetzungen zur Abschlussprüfung
§ 31 Besondere Zulassungsvoraussetzungen
§ 32 Antrag auf Zulassung zur Abschlussprüfung
§ 33 Abschlussprüfung
§ 34 Wiederholung der Abschlussprüfung
§ 35 Bestehen und Gesamtnote der Masterprüfung
§ 36 Zeugnis und Diploma Supplement

Abschnitt III: Fachspezifische Bestimmungen

§ 37 Amerikanistik (American Studies)
§ 38 Britische Literatur- und Kulturwissenschaft (British Studies)
§ 39 Englische Linguistik (Englisch Linguistics)
§ 40 Germanistik
§ 41 Informationswissenschaft
§ 42 Interkulturelle Europa-Studien
§ 43 Kulturgeschichtliche Mittelalter-Studien
§ 44 Romanische Philologie
§ 45 Vergleichende Kulturwissenschaft

Abschnitt IV: Doppeldiplomierung

§ 46 Verleihung des Mastergrads aufgrund einer Prüfung an einer ausländischen Universität

Abschnitt V: Schlussbestimmungen

§ 47 In-Kraft-Treten

Anlage 1: Eignungsfeststellungsverfahren
Anlage 2: A. Muster für das Titelblatt einer Masterarbeit

 

Vorbemerkung zum Sprachgebrauch:
Diese Prüfungsordnung enthält Rechtsvorschriften. Nach Art. 3 Abs. 2 des Grundgesetzes sind Frauen und Männer gleichberechtigt. Alle Personen- und Funktionsbezeichnungen in dieser Satzung gelten daher für Frauen und Männer in gleicher Weise.

 

Abschnitt I: Allgemeine Bestimmungen

§ 1
Geltungsbereich

1Die Philosophischen Fakultäten der Universität Regensburg bieten interdisziplinäre Masterstudiengänge an. 2Diese Studiengänge sind konsekutiv und, soweit in Abschnitt III nichts anderes bestimmt ist, überwiegend forschungsbezogen. 3Die vorliegende Prüfungsordnung regelt den Erwerb von Studien- und Prüfungsleistungen und die Verleihung von Graden in den im folgenden genannten modularisierten Studiengängen:

1. Studiengang im Fach Amerikanistik (American Studies) (§ 37);
2. Studiengang im Fach Britische Literatur- und Kulturwissenschaft (British Studies) (§ 38);
3. Studiengang im Fach Englische Linguistik (English Linguistics) (§ 39);
4. Studiengang im Fach Germanistik (§ 40);
5. Studiengang im Fach Informationswissenschaft (§ 41);
6. Studiengang im Fach Interkulturelle Europa-Studien (§ 42);
7. Studiengang im Fach Kulturgeschichtliche Mittelalter-Studien (§ 43);
8. Studiengang im Fach Romanische Philologie mit den Studienrichtungen Französische, Italienische und Spanische Philologie (§ 44);
9. Studiengang im Fach Vergleichende Kulturwissenschaft (§ 45).

 

§ 2
Zweck der Prüfung

1In der Masterprüfung soll der Student nachweisen, dass er über die Inhalte des jeweiligen Studiengangs in der jeweiligen Studienrichtung vertiefte Kenntnisse erworben hat, selbständig wissenschaftlich und interdisziplinär arbeiten kann und die Methoden der relevanten Disziplinen beherrscht. 2Näheres ergibt sich aus den fachspezifischen Bestimmungen in Abschnitt III.

 

§ 3
Akademischer Grad

Aufgrund der bestandenen Masterprüfung verleiht die Universität Regensburg den akademischen Grad eines "Master of Arts", abgekürzt "M.A.".

 

§ 4
Studiendauer

(1) Die Regelstudienzeit beträgt einschließlich der Zeit für die Anfertigung der Masterarbeit und der Zeit für die Abschlussprüfung vier Semester, unbeschadet geringfügiger Überschreitungen dieser Zeit, die sich aus dem Ablauf des Prüfungsverfahrens ergeben können und vom Studenten nicht zu vertreten sind.

(2) 1Der Umfang der für das gesamte planmäßige Studium erforderlichen Studienleistungen beträgt bis zu 60 Semesterwochenstunden und mindestens 120 Leistungspunkte (LP), verteilt auf vier Fachsemester. 2Eingeschlossen sind insgesamt 30 LP für die Abschlussprüfung (soweit vorgesehen) und für die Anfertigung einer Masterarbeit.

 

§ 5
Prüfungsfristen

(1) 1Die Masterprüfung soll bis zum Ende des vierten Fachsemesters abgelegt werden. 2Der Stu-dent kann die Prüfungen vorzeitig ablegen, wenn er die Zulassungsvoraussetzungen erfüllt.

(2) 1Stellt ein Student aus von ihm zu vertretenden Gründen nicht so rechtzeitig einen ordnungsgemäßen Antrag auf Vergabe des Themas der Masterarbeit und auf Zulassung zur Abschlussprüfung (sofern vorgesehen), dass er diese Leistungen bis zum Ende des sechsten Semesters abgelegt hat, oder legt er die Prüfungsteile, zu denen er sich gemeldet hat, nicht bis zum Ende des sechsten Semesters ab, gilt der jeweils nicht rechtzeitig abgelegte oder nicht mehr rechtzeitig ablegbare Teil der Prüfung als erstmals abgelegt und nicht bestanden. 2Verzögert sich der Abschluss der Prüfung durch die Verlegung von Prüfungsterminen an den Beginn des Folgesemesters, so bewirkt diese Überschreitung der Prüfungsfrist nicht das Nichtbestehen der Prüfung.

(3) Nach § 18 angerechnete Studienzeiten sind auf die Fristen anzurechnen.

(4) Überschreitet ein Student die in Abs. 2 genannte Frist aus von ihm nicht zu vertretenden Gründen, gewährt der Prüfungsausschuss auf Antrag eine Nachfrist; diese wird, sofern es die anerkannten Versäumnisgründe zulassen, zum nächsten regulären Prüfungstermin bestimmt.

(5) Auf die Prüfungsfristen werden auf Antrag Schutzfristen nach § 3 Abs. 2 und § 6 Abs. 1 des Mutterschutzgesetzes sowie Fristen für die Gewährung von Elternzeit nach Art. 88 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Bayerisches Beamtengesetz, §§ 12-15 Urlaubsverordnung nicht angerechnet.

 

§ 6
Qualifikation

(1) Die Qualifikation für den jeweiligen Studiengang besitzt, wer folgende Voraussetzungen erfüllt:

1. Nachweis der allgemeinen oder fachgebundenen Hochschulreife im Sinne der Qualifikationsverordnung bzw. der Bewertungsvorschläge der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen;

2. Nachweis eines ersten Studienabschlusses aufgrund eines mindestens dreijährigen Studiums, das dem Bakkalaureus-Studium an der Universität Regensburg gleichwertig sein muss, an einer Hochschule in einem dem angestrebten Fach verwandten Fach mit überdurchschnittlichem Ergebnis. Ein überdurchschnittliches Ergebnis ist offensichtlich gegeben, wenn die Gesamtnote mindestens "gut" lautet. Kann zum Bewerbungszeitpunkt das Abschlusszeugnis nicht vorgelegt werden, ist ein beglaubigter Nachweis über die bisheri-gen Prüfungsleistungen vorzulegen. Das Abschlusszeugnis ist in diesem Fall spätestens bis zum Tag der Immatrikulation nachzuweisen;

3. Ausländische Bewerber müssen Deutschkenntnisse auf dem Niveau der Deutschen Sprachprüfung für den Hochschulzugang ausländischer Studienbewerber (DSH) bzw. einer damit gleichwertigen Deutschprüfung bis spätestens Ende des ersten Studiensemesters nachweisen; damit ist zugleich der Nachweis einer modernen Fremdsprache erbracht;

4. Nachweis der Eignung und Motivation für den Studiengang. Der Nachweis wird geführt durch eine Darstellung des Lebenslaufs, des bisherigen Studienverlaufs und der Berufspläne; relevante Studieninhalte und extracurriculare Aktivitäten sollen belegt werden;

5. Nachweis der für das jeweilige Fach in Abschnitt III geforderten besonderen Qualifikationsvoraussetzungen.

(2) Entscheidungen zur Bewertung der Nachweise trifft die Auswahlkommission (§ 7) im Verfahren der Eignungsfeststellung (Anlage 1).

(3) Ablehnende Entscheidungen sind zu begründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.

 

§ 7
Auswahlkommission

(1) 1Jeder Auswahlkommission gehören in der Regel zwei Professoren und ein wissenschaftlicher Mitarbeiter an. 2Die Mitglieder werden vom fachlich zuständigen Institut der Universität Regensburg auf drei Jahre eingesetzt. 3Das Institut bestimmt zugleich den Vorsitzenden, seinen Stellvertreter und einen Ersatzvertreter. 4Eine Wiederbenennung ist möglich.

(2) 1Die Eignung für das Masterstudium wird nach Beurteilung der vorgelegten Unterlagen durch einstimmiges, auf "bestanden" lautendes Urteil der Mitglieder festgestellt. 2Stimmt ein Mitglied der Kommission mit "nicht bestanden", ist die Eignung nicht festgestellt.

(3) 1In Zweifelsfällen kann die Kommission den Bewerber vorladen und ihr Urteil von dem Er-gebnis eines Gesprächs von mindestens 20 Minuten Dauer zur Klärung der offenen Fragen abhängig machen. 2Aufgrund des Gesprächs stellt die Auswahlkommission fest, ob der Bewerber die Qualifikation für den Studiengang besitzt.

 

§ 8
Prüfungsausschuss

(1) 1Für die Organisation und Durchführung der Prüfungen wird in jeder Philosophischen Fakultät ein Prüfungsausschuss für die Masterstudiengänge gebildet, der aus mindestens vier Mitgliedern besteht. 2Die Mitglieder werden vom zuständigen Fachbereichsrat eingesetzt. 3Für jedes Mitglied wird ein Ersatzmitglied bestellt. 4Die Amtszeit der Mitglieder und Ersatzmitglieder be-trägt drei Jahre; eine Wiederbestellung ist möglich.

(2) 1Der Prüfungsausschuss wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und einen Stellvertreter. 2Der Vorsitzende beruft die Sitzungen des Prüfungsausschusses ein. 3In unaufschiebbaren Angelegenheiten trifft der Vorsitzende für den Prüfungsausschuss die unerlässlichen Entscheidungen und Maßnahmen. 4Davon unterrichtet er den Prüfungsausschuss unverzüglich. 5Er erledigt die laufenden Geschäfte. 6Die Erledigung weiterer Aufgaben kann ihm widerruflich übertragen werden.

(3) 1Der Prüfungsausschuss ist beschlussfähig, wenn sämtliche Mitglieder unter Einhaltung einer mindestens dreitägigen Ladungsfrist geladen sind und die Mehrheit der Mitglieder anwesend und stimmberechtigt ist; er beschließt mit der Mehrzahl der abgegebenen Stimmen in Sitzungen. 2Stimmenthaltung, geheime Abstimmung und Stimmrechtsübertragung sind nicht zulässig. 3Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag.

(4) 1Der Prüfungsausschuss achtet darauf, dass die Bestimmungen der Prüfungsordnung eingehalten werden. 2Mit Ausnahme der eigentlichen Prüfung und deren Bewertung sowie dem Eignungsfeststellungsverfahren trifft er alle anfallenden Entscheidungen. 3Er erlässt insbesondere die Prü-fungsbescheide, nachdem er die Bewertung der Prüfungsleistungen auf ihre Rechtmäßigkeit überprüft hat.

(5) 1Bescheide in Prüfungsangelegenheiten, durch die jemand in seinen Rechten beeinträchtigt werden kann, bedürfen der Schriftform; sie sind zu begründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen. 2Dem Kandidaten ist vor Erlass der ablehnenden Entscheidung Gelegenheit zur Äußerung zu geben. 3Widerspruchsbescheide erlässt der Rektor der Universität, in fachlichprüfungsrechtlichen Fragen im Einvernehmen mit dem Prüfungsausschuss und nach Anhörung der zuständigen Prüfer.

(6) 1Der Prüfungsausschuss berichtet regelmäßig dem Fachbereichsrat über die Entwicklung der Prüfungen und Studienzeiten und gibt ggf. Anregungen zur Änderung der Prüfungsordnung. 2Er legt die Verteilung der Fachnoten und Gesamtnoten offen. 3Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses oder ein von ihm beauftragtes Mitglied des Prüfungsausschusses hat das Recht, der Abnahme der Prüfungen beizuwohnen.

(7) 1Der Prüfungsausschuss beschließt über die Modulbeschreibungen und gibt sie einmal jährlich in der jeweils gültigen Fassung durch Aushang bekannt. 2Bei Änderungen ist die Berücksichtigung der Ansprüche der Studenten auf Vertrauensschutz zu gewährleisten (vgl. § 13 Abs. 2).

(8) Das Prüfungssekretariat unterstützt den Prüfungsausschuss bei der Organisation und Durchführung der Prüfungen.

 

§ 9
Prüfer und Beisitzer

(1) 1Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses bestellt im Benehmen mit den zuständigen Fachvertretern die Gutachter und Prüfer. 2Für die Bestellung der Prüfer hat der Kandidat ein Vorschlagsrecht; ein Rechtsanspruch auf die Bestellung der vorgeschlagenen Prüfer besteht nicht. 3Die Prüfer bestellen die Beisitzer.

(2) 1Zum Gutachter und Prüfer können alle nach dem Bayerischen Hochschulgesetz und der Hochschulprüferverordnung (HSchPrüferV) in der jeweils geltenden Fassung zur Abnahme von Masterprüfungen befugten Mitglieder der Universität Regensburg bestellt werden. 2Scheidet ein prüfungsbefugtes Mitglied aus der Universität Regensburg aus, so kann es noch ein Jahr seit dem Tag seines Ausscheidens zum Gutachter oder Prüfer bestellt werden. 3Zum Erstgutachter für die Masterarbeit soll der Hochschullehrer bestellt werden, unter dessen Leitung die Arbeit entsteht. 4Einer der Gutachter muss Professor (Art. 2 Abs. 1 Nr. 1 des Bayerischen Hochschullehrergeset-zes) sein.

(3) Zum Beisitzer kann nur bestellt werden, wer hauptberuflich wissenschaftlich in dem Prüfungsfach oder in einem verwandten Fach an einer Universität tätig ist und das Studium des Prü-fungsfaches oder das Studium eines verwandten Faches erfolgreich abgeschlossen hat.

 

§ 10
Ausschluss wegen persönlicher Beteiligung, Verschwiegenheitspflicht

(1) Der Ausschluss von der Beratung und Abstimmung im Prüfungsausschuss sowie von einer Prüfungstätigkeit bestimmt sich nach Art. 50 BayHSchG.

(2) Die Pflicht der Mitglieder des Prüfungsausschusses, der Prüfer, der Prüfungsbeisitzer und sonstiger mit Prüfungsangelegenheiten befasster Personen zur Verschwiegenheit bestimmt sich nach Art. 18 Abs. 4 BayHSchG.

 

§ 11
Bekanntgabe der Prüfungstermine und Prüfer

(1) 1Die Abschlussprüfung wird in der Regel einmal innerhalb eines jeden Semesters abgehalten. 2Daneben kann der Prüfungsausschuss gesonderte Termine zur Durchführung von Wiederholungsprüfungen anberaumen.

(2) Die Termine der Abschlussprüfung, die Prüfer und die Prüfungsräume sind spätestens zwei Wochen vor Prüfungsbeginn durch Aushang bekannt zu geben.

 

§ 12
Leistungspunkte (LP)

(1) 1Leistungspunkte bemessen die für die erfolgreiche Teilnahme an einer Lehrveranstaltung erforderliche Arbeitslast. 2Die an den Philosophischen Fakultäten der Universität Regensburg verwendeten Leistungspunkte sind in Anlehnung an das European Credit Transfer System (ECTS) so definiert, dass 60 Leistungspunkte die durchschnittliche Arbeitslast eines Studienjahres bezeichnen und 120 Leistungspunkte - zwei Studienjahre zu je 60 LP - die Gesamtzahl der mindestens erforderlichen Studienleistungen einschließlich der Masterarbeit und (soweit vorgesehen) der Prüfungsleistungen eines Masterstudiums. 3Erworbene Leistungspunkte werden für einen Studiengang nur berücksichtigt, soweit sie den fachspezifischen Anforderungen der gewählten Fächer entsprechen.

(2) 1Für den erfolgreichen Abschluss eines Moduls oder als Zulassungsvoraussetzung zu einer Prüfung kann der Nachweis des Erwerbs einer bestimmten Zahl von Leistungspunkten aus dem jeweils angegebenen Fachgebiet vorgeschrieben sein. 2Leistungspunkte können nicht in Veranstaltungen gleichen Inhalts zweimal erworben werden. 3Sie können innerhalb des gewählten Studiengangs nur einmal verwendet werden.

(3) 1Veranstaltungsankündigungen und Leistungsnachweise aus modularisierten Fächern sollen die Zahl der zur Veranstaltung gehörigen Leistungspunkte angeben. 2Für Leistungsnachweise aus anderen Fächern oder von anderen Universitäten ist durch den Prüfungsausschuss im Benehmen mit dem jeweils zuständigen Fachvertreter festzusetzen, wie viele Leistungspunkte für einen gegebenen Verwendungszweck anerkannt werden.

 

§ 13
Module

(1) 1Ein Modul ist eine aus mehreren Teilleistungen zusammengesetzte Studien- und Prüfungsleistung, die in der Regel das Studium eines sinnvoll abgegrenzten Teilgebiets auf einer bestimmten Niveaustufe zusammenschließt. 2Ein Modul soll in der Regel Studienleistungen im Umfang von 4 bis 9 Semesterwochenstunden und etwa 10 bis 20 Leistungspunkten vorsehen und soll in zwei Semestern absolviert werden können. 3Über ein erfolgreich absolviertes Modul wird dem Studenten ein Nachweis ausgestellt, der den verantwortlichen Hochschullehrer, die einzelnen Teilleistungen und die Abschlussnote nennt und die Inhalte des Moduls beschreibt.

(2) 1Inhalte, Teilleistungen, Bewertungsregeln und ggf. Beschränkung der Wiederholungsmöglichkeiten der angebotenen Module werden den Studenten in einem Modulkatalog mitgeteilt. 2Der Modulkatalog wird vom zuständigen Prüfungsausschuss verabschiedet und gilt jeweils für ein Jahr. 3Bei Änderungen im Modulkatalog ist die Berücksichtigung der Ansprüche der Studen-ten auf Vertrauensschutz zu gewährleisten.

 

§ 14
Studienbegleitende Leistungsnachweise und prüfungsförmliches Verfahren

(1) 1Für den Erwerb von Leistungsnachweisen, deren Note in die Note der Masterprüfung eingeht (studienbegleitende Leistungsnachweise), ist ein prüfungsförmliches Verfahren einzuhalten. 2Leistungsnachweise werden in einem prüfungsförmlichen Verfahren erbracht, wenn die individuelle Leistung des Studenten in schriftlichen Prüfungen, mündlichen Prüfungen oder durch von einem prüfungsberechtigten Seminarleiter bewertete Seminarleistungen (Seminararbeiten, Referate, Protokolle etc.) festgestellt wird. 3Form, Dauer und Inhalt studienbegleitender Prüfungen gibt der Seminarleiter zu Beginn einer Veranstaltung bekannt.

(2) 1Zu einzelnen studienbegleitenden Leistungsnachweisen kann eine Zulassung erforderlich sein. 2Für den Erwerb der studienbegleitenden Leistungsnachweise gelten nicht die Regeln der Prüfungswiederholung. 3Studienbegleitende Leistungsnachweise können - im Rahmen der sich aus § 5 ergebenden Fristen - beliebig wiederholt werden, wenn nicht in der Beschreibung der Module - z.B. bei Sprachübungen - etwas Abweichendes bestimmt ist. 4Für die Noten der studienbegleitenden Leistungsnachweise und für die Berechnung von Durchschnittsnoten gilt § 21 entsprechend.

(3) 1Eine freiwillige Wiederholung eines erfolgreich absolvierten studienbegleitenden Leistungsnachweises zur Notenverbesserung ist unzulässig. 2Zulässig ist dagegen - im Rahmen der sich aus § 5 ergebenden Fristen -, zusätzlich zu bereits erfolgreich absolvierten Leistungen weitere, als alternativ vorgesehene Leistungen zu erwerben; der Student hat dann die Wahl, welche seiner Leistungen er in die Notenberechnung einbringen will. 3Ist die Note für ein Modul, eine Studieneinheit oder eine Prüfung einmal festgestellt, können nachträglich keine anderen Leistungen mehr eingebracht werden.

(4) §§ 10, 11, 19, 20, 22, 23 und 24 gelten entsprechend.

 

§ 15
Schriftliche Prüfungen

(1) Schriftliche Prüfungen finden studienbegleitend zu Ende einer Veranstaltung oder als Abschlussprüfung zum Ende des Studiums statt.

(2) 1Schriftliche Prüfungen sind in der Regel von zwei Prüfern zu bewerten; einer der Prüfer soll der Aufgabensteller sein. 2Von der Beurteilung durch einen zweiten Prüfer kann abgesehen werden, wenn ein Prüfungs- oder Teilfach nur von einer prüfungsberechtigten Lehrperson in der Lehre vertreten wird oder wenn die Bestellung eines zweiten Prüfers den Ablauf der Prüfung in unvertretbarer Weise verzögern würde. 3Wird in diesem Fall eine schriftliche Prüfung mit "nicht ausreichend" bewertet, muss sie von einem zweiten Prüfer beurteilt werden.

 

§ 16
Mündliche Prüfungen

(1) Mündliche Prüfungen finden studienbegleitend zu Ende einer Veranstaltung oder als Abschlussprüfung zum Ende des Studiums statt.

(2) 1Studienbegleitende mündliche Prüfungen finden als Einzelprüfungen statt. 2Abschlussprüfungen finden vor einer Prüfungskommission statt. 3Zur mündlichen Prüfung vor nur einem Prüfer ist ein Beisitzer zuzuziehen; dieser kann zugleich zum Protokollführer bestimmt werden.

(3) 1Über die mündliche Prüfung ist ein Protokoll anzufertigen, in das aufzunehmen sind: Ort und Zeit sowie Dauer, Gegenstand und Ergebnis der Prüfung, die Namen der Prüfer, des Beisitzers und des Kandidaten sowie besondere Vorkommnisse. 2Das Protokoll wird von den Prüfern oder dem Prüfer und dem Beisitzer unterzeichnet. 3Die Wiedergabe von Prüfungsfragen und Antworten ist nicht erforderlich. 4Das Protokoll ist bei den Prüfungsakten aufzubewahren.

 

§ 17
Leistungspunktekonto, Transkript

(1) 1Jeder Student führt ein Leistungspunktekonto, das die von ihm erworbenen Studien- und Prüfungsleistungen verzeichnet. 2Es werden nur die mit Nachweisen der erfolgreichen Teilnahme belegten Leistungen aufgenommen. 3Auf Antrag des Studenten bestätigt das Prüfungssekretariat im Auftrag des Prüfungsausschusses die Richtigkeit der Einträge; der Student hat hierfür einen Kontoauszug und die entsprechenden Einzelnachweise vorzulegen. 4Ein solcher bestätigter Kontoauszug (Transkript) ist dem Antrag auf Zulassung zur Abschlussprüfung beizufügen (§ 32 Abs. 2 Nr. 3).

(2) Zu Ende seines Studiums erhält der Student einen bestätigten Auszug seines Kontos als Studiennachweis; Abs. 1 Satz 3 gilt entsprechend.

(3) 1Ein Prüfer darf in das Leistungspunktekonto eines Studenten nur mit dessen Zustimmung Einblick nehmen. 2Ein Jahr nach der Exmatrikulation eines Studenten ist das Konto über seine Studienleistungen in der elektronischen Form zu löschen.

 

§ 18
Anerkennung von Studienzeiten, Studien- und Prüfungsleistungen

(1) 1Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes in denselben Fächern eines Masterstudiengangs werden ohne Gleichwertigkeits-prüfung anerkannt. 2Die Anerkennung von Studienleistungen ist auf solche beschränkt, die nach dem Erwerb der Qualifikation für das Masterstudium (§ 6) erworben wurden. 3Die Anerkennung einer Abschlussprüfung oder einer Masterarbeit sind ausgeschlossen. 4§ 45 bleibt unberührt.

(2) 1Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen in anderen Studiengängen werden anerkannt, soweit die Gleichwertigkeit festgestellt ist. 2Gleichwertigkeit ist festzustellen, wenn Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen in Inhalt, Umfang und in den Anforderungen denjenigen des entsprechenden Faches an der aufnehmenden Hochschule im Wesentlichen entsprechen. 3Dabei ist kein schematischer Vergleich, sondern eine Gesamtbetrachtung und Gesamtbewertung vorzunehmen. 4Bei der Anerkennung von Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen, die außerhalb des Geltungsbereiches des Hochschulrahmengesetzes erbracht wurden, sind die von Kultusministerkonferenz und Hochschulrektorenkonferenz gebilligten Äquivalenzvereinbarungen sowie Absprachen im Rahmen von Hochschulpartnerschaften zu beachten.

(3) Für Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen in staatlich anerkannten Fernstudien gelten die Abs. 1 und 2 entsprechend.

(4) 1Werden Studien- und Prüfungsleistungen anerkannt, sind die Noten - soweit die Notensysteme vergleichbar sind - zu übernehmen und nach Maßgabe dieser Prüfungsordnung in die Berechnung der Gesamtnote einzubeziehen. 2Bei unvergleichbaren Notensystemen wird der Vermerk "bestanden" aufgenommen. 3Die Anerkennung ist im Zeugnis zu kennzeichnen.

(5) 1Bei Vorliegen der Voraussetzungen der Abs. 1 bis 3 besteht ein Rechtsanspruch auf Anerkennung. 2Der Student hat die für die Anrechnung erforderlichen Unterlagen vorzulegen.

(6) Der Antrag auf Anrechnung von Studiensemestern, Studien- und Prüfungsleistungen ist schriftlich unter Beifügung der entsprechenden Unterlagen an den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu richten.

 

§ 19
Versäumnis, Rücktritt, Täuschung, Ordnungsverstoß

(1) 1Eine zu erbringende Prüfungsleistung wird mit "nicht ausreichend" (5) bewertet, wenn der Kandidat zu einem Prüfungstermin ohne triftige Gründe nicht erscheint oder wenn er nach Beginn der Prüfung ohne triftige Gründe von der Prüfung zurücktritt. 2Dasselbe gilt, wenn eine schriftliche Prüfungsleistung nicht innerhalb der vorgegebenen Bearbeitungszeit erbracht wird. 3Meldet sich der Kandidat zur Abschlussprüfung, kann er bis 14 Tage vor ihrem Beginn ohne Angabe von Gründen zurücktreten.

(2) 1Die für das Versäumnis oder den Rücktritt geltend gemachten Gründe müssen dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses unverzüglich schriftlich angezeigt und glaubhaft gemacht werden. 2Bei Krankheit ist ein ärztliches Attest vorzulegen. 3Werden die Gründe anerkannt, so wird zur Fortsetzung der Prüfung ein neuer Prüfungstermin festgesetzt; dies ist in der Regel der nächstmögliche Prüfungstermin, sofern die anerkannten Gründe dem nicht entgegenstehen. 4Die vorliegenden Prüfungsergebnisse sind in diesem Fall anzurechnen.

(3) 1Versucht der Kandidat, das Ergebnis seiner Prüfungsleistung durch Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen, wird die betreffende Prüfungsleistung mit "nicht ausreichend" (5) bewertet. 2Die Entscheidung trifft der Vorsitzende des Prüfungsausschusses. 3Der Besitz nicht zugelassener Hilfsmittel gilt als Täuschungsversuch.

(4) 1Stört ein Kandidat den ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfung, kann er von dem jeweiligen Prüfer oder Aufsichtsführenden von der weiteren Teilnahme an diesem Prüfungsabschnitt ausgeschlossen werden; die betreffende Prüfungsleistung wird mit "nicht ausreichend" (5) bewertet. 2Bei besonders schwerem Ordnungsverstoß kann der Kandidat durch Beschluss des Prüfungsausschusses vom weiteren Prüfungsverfahren ausgeschlossen werden. 3Die Prüfung gilt dann als insgesamt nicht bestanden.

(5) 1Eine vor oder während der Prüfung eingetretene Prüfungsunfähigkeit muss unverzüglich beim Prüfungsausschussvorsitzenden geltend gemacht werden. 2In Fällen krankheitsbedingter Prüfungsunfähigkeit kann der Prüfungsausschussvorsitzende die Vorlage eines vertrauensärztlichen Attests verlangen.

(6) Soweit die Einhaltung von Fristen für die erstmalige Meldung zu Prüfungen, die Wiederholung von Prüfungen, die Gründe für das Versäumnis von Prüfungen sowie die Einhaltung von Bearbeitungszeiten von Prüfungsarbeiten betroffen sind, steht der Krankheit des Kandidaten die Krankheit eines von ihm allein zu versorgenden Kindes gleich.

(7) Die Entscheidungen nach den Abs. 3 und 4 sind dem Kandidaten unverzüglich schriftlich mitzuteilen, zu begründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.

 

§ 20
Mängel im Prüfungsverfahren

(1) Erweist sich, dass das Prüfungsverfahren mit Mängeln behaftet war, die das Prüfungsergebnis beeinflusst haben, ist auf Antrag eines Kandidaten oder von Amts wegen anzuordnen, dass von einem bestimmten oder von allen Kandidaten die Prüfung oder einzelne Teile derselben wiederholt werden.

(2) Mängel des Prüfungsverfahrens müssen unverzüglich beim Vorsitzenden des Prüfungsausschusses oder beim Prüfer geltend gemacht werden.

(3) Sechs Monate nach Abschluss der Prüfung dürfen von Amts wegen Anordnungen nach Abs. 1 nicht mehr getroffen werden.

 

§ 21

Bewertung der Prüfungsleistungen, Notenbildung und Bestehen der Prüfungen

(1) 1Die Noten für die einzelnen Prüfungsleistungen werden von den jeweiligen Prüfern festgesetzt. 2Für die Bewertung der Prüfungsleistungen werden folgende Noten und Prädikate verwen-det:

1 = sehr gut = eine hervorragende Leistung;
2 = gut = eine Leistung, die erheblich über den durchschnittlichen Anforderungen liegt;
3 = befriedigend = eine Leistung, die durchschnittlichen Anforderungen entspricht;
4 = ausreichend = eine Leistung, die trotz ihrer Mängel noch den Anforderungen genügt;
5 = nicht ausreichend = eine Leistung, die wegen erheblicher Mängel den Anforderungen nicht mehr genügt.

(2) 1Zur differenzierten Bewertung der Prüfungsleistungen können Zwischenwerte durch Erniedrigen oder Erhöhen der einzelnen Noten um 0,3 gebildet werden. 2Die Noten 0,7, 4,3, 4,7 und 5,3 sind dabei ausgeschlossen. 3Wird eine Prüfungsleistung von mehreren Prüfern bewertet, werden die Noten gemittelt.(3) 1Besteht ein Modul bzw. eine Prüfung aus mehreren Prüfungsleistungen, errechnet sich die Modulendnote bzw. die Prüfungsgesamtnote aus dem Durchschnitt der gewichteten Noten der einzelnen Prüfungsleistungen. 2Sie lautet:

bei einem Durchschnitt bis 1,5 = sehr gut
bei einem Durchschnitt über 1,5 bis 2,5 = gut
bei einem Durchschnitt über 2,5 bis 3,5 = befriedigend
bei einem Durchschnitt über 3,5 bis 4,0 = ausreichend
bei einem Durchschnitt über 4,0 = nicht ausreichend.

3Eine Prüfung ist bestanden, wenn die Note jeder einzelnen Prüfungsleistung mindestens "ausreichend" (4,0) ist.

(4) Bei der Bildung von Durchschnittsnoten nach Abs. 2 und 3 wird nur die erste Dezimalstelle nach dem Komma berücksichtigt; alle weiteren Stellen werden ohne Rundung gestrichen.

 

§ 22
Sonderregelungen für Behinderte

(1) Macht der Kandidat durch ein ärztliches Zeugnis glaubhaft, dass er wegen länger andauernder oder ständiger körperlicher Behinderung nicht in der Lage ist, die Prüfung ganz oder teilweise in der vorgesehenen Form abzulegen, hat der Vorsitzende des Prüfungsausschusses dem Kandidaten zu gestatten, gleichwertige Studien- und Prüfungsleistungen in einer anderen Form zu erbringen.

(2) 1Entscheidungen gemäß Abs. 1 werden nur auf schriftlichen Antrag hin getroffen. 2Bei Prüfungen ist der Antrag der Meldung zur Prüfung beizufügen.

 

§ 23
Einsicht in die Prüfungsakten

1Nach Abschluss des Prüfungsverfahrens wird dem Kandidaten auf Antrag Einsicht in seine Prüfungsarbeiten, die darauf bezogenen Gutachten der Prüfer und die Prüfungsprotokolle gewährt. 2Der Antrag ist innerhalb eines Monats nach Aushändigung des Prüfungszeugnisses schriftlich beim Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu stellen. 3War der Kandidat ohne eigenes Verschulden gehindert, diese Frist einzuhalten, gilt Art. 32 Bayerisches Verwaltungsverfahrensgesetz (BayVwVfG) entsprechend. 4Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses bestimmt Ort und Zeit der Einsichtnahme.

 

§ 24
Ungültigkeit der Prüfung

(1) Hat der Kandidat bei einer Prüfung getäuscht und wird diese Tatsache erst nach der Aushändigung des Zeugnisses bekannt, so kann der Prüfungsausschuss nachträglich die betreffenden Noten berichtigen und die Prüfung ganz oder teilweise für nicht bestanden erklären.

(2) 1Waren die Voraussetzungen für die Zulassung zur Prüfung nicht erfüllt, ohne dass der Kandidat hierüber täuschen wollte, und wird diese Tatsache erst nach der Aushändigung des Zeugnisses bekannt, so wird der Mangel durch das Bestehen der Prüfung geheilt. 2Hat der Kandidat die Zulassung vorsätzlich zu Unrecht erwirkt, entscheidet der Prüfungsausschuss unter Beachtung der allgemeinen verwaltungsrechtlichen Grundsätze über die Rücknahme rechtswidriger Verwaltungsakte.

(3) Dem Kandidaten ist vor einer Entscheidung Gelegenheit zur Äußerung zu geben.

(4) 1Das unrichtige Prüfungszeugnis ist einzuziehen und ggf. durch ein neues zu ersetzen. 2Eine Entscheidung nach Abs. 1 und Abs. 2 Satz 2 ist nach einer Frist von fünf Jahren ab dem Datum des Prüfungszeugnisses ausgeschlossen.

 

§ 25
Entzug eines akademischen Grades

Der Entzug des Mastergrades richtet sich nach Art. 89 BayHSchG und den allgemeinen Vorschriften.

 

Abschnitt II: Die Masterprüfung

§ 26
Zusammensetzung der Masterprüfung

1Die Masterprüfung setzt sich aus folgenden Prüfungsteilen zusammen:

1. den studienbegleitend abgelegten Prüfungen gemäß den Bestimmungen für das jeweilige Fach in Abschnitt III; die Prüfungsanforderungen in den studienbegleitend abgelegten Prüfungen ergeben sich aus der Beschreibung des jeweiligen Moduls (§ 8 Abs. 7 und § 13 Abs. 2);

2. der Masterarbeit (§ 27);

3. der Abschlussprüfung (§ 33), soweit in den Bestimmungen des Abschnitts III nichts Abweichendes bestimmt ist. Die Anforderungen in der Abschlussprüfung sind in den fachspezifischen Bestimmungen des Abschnitts III geregelt.

2Die Reihenfolge der Prüfungsleistungen bestimmt der Bewerber, doch müssen die Leistungen gemäß Nrn. 1 und 2 bei der Meldung zur Abschlussprüfung (soweit vorgesehen) erbracht sein.

 

§ 27
Masterarbeit

(1) 1Die Masterarbeit soll im vierten Semester angefertigt werden. 2Das Thema für die Masterarbeit wird auf Antrag des Bewerbers vom vorgesehenen Erstgutachter aus dem vom Bewerber gewählten Fachgebiet gestellt. 3Das Thema wird durch den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses ausgegeben; der Termin ist aktenkundig zu machen. 4Thema und Aufgabenstellung der Arbeit müssen so lauten, dass die zur Bearbeitung vorgegebene Frist eingehalten werden kann. 5Die Arbeit soll einen Umfang von 80 DIN-A 4-Seiten nicht überschreiten.

(2) 1Die Bearbeitungsfrist beträgt vier Monate. 2Wird die Frist nicht eingehalten, ist die Arbeit mit "nicht ausreichend" (5) zu bewerten. 3Die Frist kann durch den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses auf begründeten Antrag des Bewerbers im Benehmen mit dem Aufgabensteller ein-mal verlängert werden, höchstens jedoch um zwei Monate, es sei denn, der Bewerber hat die Gründe nicht zu vertreten. 4Weist der Bewerber durch ärztliches Zeugnis nach, dass er wegen Krankheit an der Bearbeitung gehindert ist, setzt der Vorsitzende des Prüfungsausschusses den Abgabetermin der Arbeit neu fest. 5§ 19 Abs. 5 Satz 2 gilt entsprechend.

(3) 1Der Kandidat hat einmal das Recht, das Thema binnen drei Wochen nach Zuteilung zurückzugeben. 2Er erhält dann ein neues Thema; Abs. 1 gilt entsprechend. 3Die Frist bis zur Vorlage der Arbeit beginnt in diesem Fall mit dem Tag der Ausgabe des zweiten Themas.

(4) 1Die Masterarbeit ist in der Regel in deutscher Sprache abzufassen, soweit nicht in den fachspezifischen Bestimmungen des Abschnitts III etwas Abweichendes bestimmt ist. 2Im Einvernehmen mit dem Themensteller kann der Vorsitzende des Prüfungsausschusses auch eine andere Sprache zulassen.

(5) 1Die Arbeit ist fristgerecht in dreifacher Ausfertigung dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses vorzulegen. 2Das Titelblatt der Masterarbeit muss der Anlage 2 dieser Masterprüfungsordnung entsprechen. 3Mit der Arbeit ist eine schriftliche Erklärung des Bewerbers einzureichen, dass er sie selbständig verfasst und keine anderen als die von ihm angegebenen Hilfsmittel benutzt hat. 4Die Erklärung ist auch für beigegebene Zeichnungen, Skizzen, bildliche Darstellungen und dergleichen abzugeben. 5Die Stellen der Arbeit, die anderen Werken dem Wortlaut oder dem Sinn nach entnommen sind, müssen in jedem Fall unter Angabe der Quellen kenntlich gemacht werden. 6Verstößt der Bewerber gegen die hier genannten Pflichten, so ist die Arbeit mit "nicht ausreichend" (5) zu bewerten.

(6) 1Ein Exemplar der Arbeit verbleibt beim Prüfungsakt; über die Rückgabe von Beilagen entscheidet der Vorsitzende des Prüfungsausschusses auf Antrag des Bewerbers. 2Eingereichte Ar-beiten können als solche nur mit dem Einverständnis der Gutachter veröffentlicht werden.

 

§ 28
Bewertung der Masterarbeit

1Die Masterarbeit wird in der Regel von zwei Gutachtern bewertet; einer der Gutachter muss Professor sein. 2Einer der Gutachter ist der Themensteller (Erstgutachter). 3Von der Beurteilung durch einen zweiten Gutachter kann abgesehen werden, wenn die Bestellung eines zweiten Prüfers den Ablauf der Prüfung in unvertretbarer Weise verzögern würde. 4Soll die Arbeit mit "nicht ausreichend" (5) bewertet werden, muss ein zweiter Prüfer bestellt werden. 5Die Bewertungen sollen spätestens zwei Monate nach Eingang der Arbeit vorliegen.

 

§ 29
Verfahren bei nicht ausreichender Masterarbeit

1Wird die Masterarbeit mit "nicht ausreichend" (5) bewertet oder gilt sie nach § 27 Abs. 2 und 5 und § 5 Abs. 2 als mit der Note 5 "nicht ausreichend" (5) bewertet, so kann sie einmal wiederholt werden. 2Der Antrag auf Zuteilung eines neuen Themas ist innerhalb von drei Monaten nach Bekanntgabe des Nichtbestehens an den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu stellen. 3Wird innerhalb dieser Frist der Wiederholungsantrag nicht gestellt, so gilt die Masterprüfung als end-gültig nicht bestanden.

 

§ 30
Allgemeine Zulassungsvoraussetzungen zur Abschlussprüfung

Zur Abschlussprüfung wird nur zugelassen, wer

1. die Qualifikation für den Studiengang gemäß § 6 besitzt;

2. bei der Meldung zur Prüfung und mindestens im letzten Semester vor der Meldung zur Prüfung im betreffenden Masterstudiengang als Student an der Universität Regensburg eingeschrieben ist; § 45 bleibt unberührt;

3. die entsprechende Prüfung in verwandten Fächern im Geltungsbereich des Grundgesetzes nicht bereits endgültig nicht bestanden hat;

4. die in § 31 genannten besonderen Zulassungsvoraussetzungen nachweist;

5. die nach § 32 erforderlichen Unterlagen vorlegt.

 

§ 31
Besondere Zulassungsvoraussetzungen

Mit dem Antrag auf Zulassung zur Abschlussprüfung (§ 33) sind folgende besondere Nachweise vorzulegen:

1. Nachweis von insgesamt mindestens 90 LP aus dem gewählten Masterstudiengang, darunter die für das Fach in Abschnitt III bestimmten spezifischen Nachweise;
2. gegebenenfalls weitere für den Studiengang gemäß Abschnitt III vorgeschriebene Nachweise;
3. Nachweis über die bestandene Masterarbeit.

 

§ 32
Antrag auf Zulassung zur Abschlussprüfung

(1) 1Die Zulassung zur Abschlussprüfung setzt einen schriftlichen Antrag voraus. 2Der Antrag ist zur bekannt gegebenen Frist an den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu richten.

(2) Dem Antrag sind beizufügen:
1. die Nachweise bzw. Erklärungen über das Vorliegen der in § 30 genannten allgemeinen Zulassungsvoraussetzungen;
2. die Nachweise über die in § 31 genannten besonderen Zulassungsvoraussetzungen;
3. das Studienbuch und ein bestätigtes Transkript (§ 17 Abs. 1 Satz 4) der Studienleistun-gen;
4. ggf. Vorschläge des Bewerbers zur Bestellung der Prüfer;
5. ggf. ein Antrag gemäß § 33 Abs. 4, dass die mündliche Prüfung unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden soll;
6. ggf. ein Antrag auf Sonderregelungen gemäß § 22.

(3) 1Der Prüfungsausschuss kann die Nachreichung von Unterlagen gestatten, wenn ihre Beibringung in der zu setzenden Frist möglich ist und hinreichend glaubhaft gemacht wird. 2Werden die fehlenden Unterlagen nicht fristgerecht, jedenfalls aber eine Woche vor Beginn der Prüfung, vorgelegt, entfällt die Zulassung zur Prüfung. 3Ist ein Kandidat ohne sein Verschulden nicht in der Lage, die erforderlichen Unterlagen in der vorgeschriebenen Weise zu erbringen, so kann der Vorsitzende des Prüfungsausschusses gestatten, die Nachweise in anderer Form zu führen.

(4) 1Über die Zulassung entscheidet der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, soweit nichts anderes bestimmt ist. 2Die Zulassung ergeht schriftlich. 3Sie muss unverzüglich, spätestens aber eine Woche vor Prüfungsbeginn ausgesprochen werden. 4Im Falle der Ablehnung des Antrags ist die Entscheidung zu begründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.

(5) 1Die Zulassung zur Abschlussprüfung ist zu versagen, wenn der Bewerber
1. die Zulassungsvoraussetzungen nach § 31 nicht erfüllt, oder
2. die Unterlagen nach Abs. 2 nicht vollständig einreicht, oder
3. die Masterprüfung in einem der gewählten Fächer endgültig nicht bestanden hat, oder
4. unter Verlust des Prüfungsanspruches exmatrikuliert worden ist.

2In Zweifelsfällen entscheidet der Prüfungsausschuss.

 

§ 33
Abschlussprüfung

(1) 1Ist die Zulassung ausgesprochen, wird der Bewerber schriftlich zur Abschlussprüfung gela-den. 2Die Abschlussprüfung besteht vorbehaltlich abweichender Bestimmungen in Abschnitt III aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil:

1. einer dreistündigen Klausur in deutscher oder einer der studierten Sprachen nach Maßgabe der fachspezifischen Bestimmungen des Abschnitts III und

2. einer 30minütigen mündlichen Prüfung nach Maßgabe der fachspezifischen Bestimmungen des Abschnitts III. Sie findet vor zwei Prüfern statt.

(2) 1Die Leistungen des Bewerbers werden durch die beiden Prüfer bewertet. 2Die Prüfer schlagen jeder eine Note gemäß § 21 Abs. 1 und 2 vor. 3Weichen die Noten voneinander ab, versuchen die Prüfer, sich auf eine Note zu einigen. 4Kommt eine Einigung nicht zustande, wird die Note der Teilprüfung als Durchschnitt der vorgeschlagenen Noten gebildet.

(3) Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn die gemäß Abs. 2 gebildete Note jeder der beiden Prüfungsteile mindestens "ausreichend" (4,0) lautet.

(4) 1Zu der mündlichen Abschlussprüfung werden Studenten, die sich in einem späteren Termin der gleichen Prüfung unterziehen wollen, im Rahmen der räumlichen Möglichkeiten als Zuhörer zugelassen. 2Auf Antrag des Kandidaten ist die Öffentlichkeit auszuschließen. 3Die Zulassung erstreckt sich nicht auf die Beratung und Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses an den Kandidaten.

 

§ 34
Wiederholung der Abschlussprüfung

(1) 1Ist die Abschlussprüfung ganz oder teilweise nicht bestanden oder gilt sie gemäß § 5 Abs. 2 als nicht bestanden, kann sie ganz oder der nicht bestandene Teil auf Antrag einmal wiederholt werden. 2Eine freiwillige Wiederholung der Prüfung zur Notenverbesserung ist nicht zulässig.

(2) 1Die Wiederholungsprüfung ist zum nächsten Prüfungstermin, spätestens aber innerhalb eines Jahres nach Mitteilung des Nichtbestehens abzulegen, sofern nicht dem Bewerber wegen besonderer, von ihm nicht zu vertretender Gründe eine Nachfrist gewährt wird. 2Die Frist zur Ablegung der Wiederholungsprüfung wird durch Beurlaubung oder Exmatrikulation nicht unterbrochen. 3Stellt der Bewerber nicht innerhalb dieser Frist den Antrag auf Wiederholung der Prüfung oder legt er die Wiederholungsprüfung nicht ab, so gilt die Masterprüfung als endgültig nicht bestanden, es sei denn, der Bewerber hat die Gründe hierfür nicht zu vertreten.

 

§ 35
Bestehen und Gesamtnote der Masterprüfung

(1) Die Masterprüfung ist bestanden, wenn die studienbegleitenden Prüfungsleistungen, die Masterarbeit und (soweit vorgesehen) jede Teilprüfung der Abschlussprüfung mit mindestens "ausreichend" (4,0) bewertet sind.

(2) Die Gesamtnote der Masterprüfung errechnet sich als gewichteter Durchschnitt aus den in Abs. 1 genannten Prüfungsteilen nach Maßgabe der fachspezifischen Bestimmungen des Abschnitts III.

 

§ 36
Zeugnis und Diploma Supplement

(1) 1Über die bestandene Prüfung ist unverzüglich ein Zeugnis auszustellen, das die Gesamtnote enthält (der numerische Notendurchschnitt ist in Klammern zu vermerken) und ggf. die Studienrichtung oder die Schwerpunktgebiete ausweist. 2Tag der Ausstellung ist der Tag der Erfüllung sämtlicher Prüfungsleistungen. 3Das Zeugnis ist vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu unterzeichnen. 4Mit der Aushändigung des Zeugnisses erhält der Kandidat das Recht, den akademischen Grad "Master of Arts", abgekürzt "M.A.", zu führen.

(2) Zusätzlich wird dem Absolventen ein Diploma Supplement gemäß Art. 86a Abs. 6 BayHSchG ausgestellt.

(3) Hat der Kandidat die Prüfung endgültig nicht bestanden, wird ihm auf Antrag eine Bescheinigung ausgestellt, die die erbrachten Prüfungsleistungen und deren Noten enthält und erkennen lässt, dass die Prüfung nicht bestanden ist.

 

Abschnitt III: Fachspezifische Bestimmungen

§ 37
Amerikanistik (American Studies)

(1) Zweck der Prüfung (zu § 2)
In der Masterprüfung soll der Student den Erwerb vertiefter Kenntnisse der Amerikanistik zusammen mit der Fähigkeit, unter Beherrschung der für dieses Fach relevanten Methoden selbständig wissenschaftlich und interdisziplinär zu arbeiten, nachweisen.

(2) Besondere Qualifikationsvoraussetzungen (zu § 6 und Anlage 1)
1Besondere Qualifikationsvoraussetzungen im Sinne von § 6 Abs. 1 Nr. 5 sind sehr gute Englischkenntnisse. 2Außerdem ist ein in der Regel mindestens sechsmonatiger Aufenthalt in Nordamerika nachzuweisen. 3Das Verfahren zur Feststellung der Eignung wird nur einmal jährlich im Sommersemester durchgeführt. 4Die Anträge auf Zulassung zum Feststellungsverfahren für das folgende Wintersemester sind bis zum 15. Juli zu stellen (Ausschlussfrist).

(3) Besondere Zulassungsvoraussetzungen (zu § 31)
Im Rahmen der 90 LP gemäß § 31 Nr. 1 sind nachzuweisen der erfolgreiche Abschluss folgender Module gemäß Modulbeschreibung (vgl. § 13 Abs. 2):

a) Kernmodul Amerikanistik: Issues in Advanced American Studies
b) Modul Amerikanistik I;
c) Modul Amerikanistik II;
d) Projekt- bzw. Praxismodul.

(4) Masterarbeit (zu § 27)
Die Masterarbeit ist in englischer Sprache abzufassen.

(5) Abschlussprüfung (zu § 33)
Abweichend von § 33 ist keine Abschlussprüfung vorgesehen.

(6) Berechnung der Note der Masterprüfung (zu § 35)
Die Note der Masterprüfung errechnet sich als gewichteter Durchschnitt aus
a) den Noten der beiden Aufbaumodule gemäß Abs. 3 Buchst. b und c zu je einem Drittel,
b) der Note der Masterarbeit zu einem Drittel.

 

§ 38
Britische Literatur- und Kulturwissenschaft (British Studies)

(1) Zweck der Prüfung (zu § 2)
In der Masterprüfung soll der Student den Erwerb vertiefter Kenntnisse der Britischen Literatur- und Kulturwissenschaft zusammen mit der Fähigkeit, unter Beherrschung der für dieses Fach relevanten Methoden selbständig wissenschaftlich und interdisziplinär zu arbeiten, nachweisen.

(2) Besondere Qualifikationsvoraussetzungen (zu § 6 und Anlage 1)
1Besondere Qualifikationsvoraussetzungen im Sinne von § 6 Abs. 1 Nr. 5 sind sehr gute Englischkenntnisse. 2Außerdem ist ein in der Regel mindestens sechsmonatiger Aufenthalt in einem englischsprachigen Land nachzuweisen. 3Das Verfahren zur Feststellung der Eignung wird nur einmal jährlich im Sommersemester durchgeführt. 4Die Anträge auf Zulassung zum Feststellungsverfahren für das folgende Wintersemester sind bis zum 15. Juli zu stellen (Ausschlussfrist).

(3) Besondere Zulassungsvoraussetzungen (zu § 31)
Im Rahmen der 90 LP gemäß § 31 Nr. 1 sind nachzuweisen der erfolgreiche Abschluss folgender Module gemäß Modulbeschreibung (vgl. § 13 Abs. 2):

a) Kernmodul Britische Literatur- und Kulturwissenschaft: Issues in Advanced British Studies
b) Modul Anglistik I;
c) Modul Anglistik II;
d) Projekt- bzw. Praxismodul.

(4) Masterarbeit (zu § 27)
Die Masterarbeit ist in englischer Sprache abzufassen.

(5) Abschlussprüfung (zu § 33)
Abweichend von § 33 ist keine Abschlussprüfung vorgesehen.

(6) Berechnung der Note der Masterprüfung (zu § 35)
Die Note der Masterprüfung errechnet sich als gewichteter Durchschnitt aus
a) den Noten der beiden Aufbaumodule gemäß Abs. 3 Buchst. b und c zu je einem Drittel,
b) der Note der Masterarbeit zu einem Drittel.

 

§ 39
Englische Linguistik (English Linguistics)

(1) Zweck der Prüfung (zu § 2)
In der Masterprüfung soll der Student den Erwerb vertiefter Kenntnisse der Englischen Linguistik zusammen mit der Fähigkeit, unter Beherrschung der für dieses Fach relevanten Methoden selb-ständig wissenschaftlich und interdisziplinär zu arbeiten, nachweisen.

(2) Besondere Qualifikationsvoraussetzungen (zu § 6 und Anlage 1)
1Besondere Qualifikationsvoraussetzungen im Sinne von § 6 Abs. 1 Nr. 5 sind sehr gute Englischkenntnisse. 2Außerdem ist ein in der Regel mindestens sechsmonatiger Aufenthalt in einem englischsprachigen Land nachzuweisen. 3Das Verfahren zur Feststellung der Eignung wird nur einmal jährlich im Sommersemester durchgeführt. 4Die Anträge auf Zulassung zum Feststellungsverfahren für das folgende Wintersemester sind bis zum 15. Juli zu stellen (Ausschlussfrist).

(3) Besondere Zulassungsvoraussetzungen (zu § 31)
Im Rahmen der 90 LP gemäß § 31 Nr. 1 sind nachzuweisen der erfolgreiche Abschluss folgender Module gemäß Modulbeschreibung (vgl. § 13 Abs. 2):

a) Kernmodul Englische Sprachwissenschaft: Issues in Advanced English Linguistics;
b) Modul Englische Sprachwissenschaft I: Structures of English;
c) Modul Englische Sprachwissenschaft II: Uses of English;
d) Projekt- bzw. Praxismodul.

(4) Masterarbeit (zu § 27)
Die Masterarbeit ist in englischer Sprache abzufassen.

(5) Abschlussprüfung (zu § 33)
Abweichend von § 33 ist keine Abschlussprüfung vorgesehen.

(6) Berechnung der Note der Masterprüfung (zu § 35)
Die Note der Masterprüfung errechnet sich als gewichteter Durchschnitt aus
a) den Noten der beiden Aufbaumodule gemäß Abs. 3 Buchst. b und c zu je einem Drittel,
b) der Note der Masterarbeit zu einem Drittel.

 

§ 40
Germanistik

(1) Zweck der Prüfung
1In der Masterprüfung soll der Student nachweisen, dass er vertiefte Kenntnisse in mindestens zwei Teilfächern der Germanistik (Aufbaumodule Deutsche Sprachwissenschaft, Ältere deutsche Literatur, Neuere deutsche Literatur, Deutsch als Fremdsprachenphilologie, Fachdidaktik Deutsch) erworben hat und über die Fähigkeit verfügt, unter Beherrschung der für diese Teilfächer relevanten Methoden selbständig wissenschaftlich zu arbeiten. 2Dies schließt auch die Fähigkeit zu interdisziplinärem und praxisbezogenem wissenschaftlichen Arbeiten ein (Ergänzungsmodul).

(2) Besondere Qualifikationsvoraussetzungen
Lateinkenntnisse (nachzuweisen durch das Jahreszeugnis eines öffentlichen oder staatlich anerkannten Gymnasiums mit mindestens der Note "ausreichend" nach drei aufsteigenden Jahren Pflichtunterricht in der ersten Fremdsprache oder nach zwei aufsteigenden Jahren Pflichtunter-richt in der zweiten oder dritten Fremdsprache im Fach Latein).

(3) Besondere Zulassungsvoraussetzungen
Im Rahmen der 90 LP gemäß § 31 Nr. 1 sind nachzuweisen der erfolgreiche Abschluss folgender Module gemäß Modulbeschreibung:

a) zwei der folgenden Aufbaumodule I:
- Deutsche Sprachwissenschaft
- Ältere deutsche Literatur
- Neuere deutsche Literatur
- Deutsch als Fremdsprachenphilologie
- Fachdidaktik Deutsch

b) zwei der folgenden Aufbaumodule II (konsekutiv, d.h. unter Beibehaltung der in den zwei Aufbaumodulen I getroffenen Teilfach-Auswahl):
- Deutsche Sprachwissenschaft
- Ältere deutsche Literatur
- Neue deutsche Literatur
- Deutsch als Fremdsprachenphilologie
- Fachdidaktik Deutsch

c) Ergänzungsmodul bestehend aus einem Projekt- und Praxisteil
sowie aus zwei Schwerpunkten entweder zu den in Abs. 3 Buchst. a und b nicht gewählten Teilfächern oder aus folgenden Bereichen:
- Allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft
- Literatur und Medien
- Literatur und Kultur des Mittelalters
- Sprachwissenschaft
- Deutsch als Fremdsprachenphilologie
- Allgemeine Didaktik/Pädagogik.
Das Angebot des Ergänzungsmoduls wird vom Institut für Germanistik für jedes Semester bekannt gegeben.

(4) Masterarbeit
Die Masterarbeit ist in einem der zwei gewählten Teilfächer in deutscher Sprache abzufassen.

(5) Abschlussprüfung
1Die Abschlussprüfung im Master-Studiengang "Germanistik" besteht aus einer dreistündigen Klausur im Teilfach, in dem die Masterarbeit geschrieben wurde, und aus einer dreißigminütigen mündlichen Prüfung im anderen gewählten Teilfach. 2Die schriftliche und die mündliche Abschlussprüfung erfolgen in deutscher Sprache.

(6) Berechung der Note der Masterprüfung
Die Gesamtnote der Masterprüfung errechnet sich als gewichteter Durchschnitt aus
a) der Durchschnittsnote der Endnoten der Aufbaumodule gemäß Abs. 3 Buchst. a und b zu zwei Sechsteln,
b) der Note der Masterarbeit zu zwei Sechsteln,
c) der Note der Abschlussklausur und der mündlichen Prüfung zu je einem Sechstel.

 

§ 41
Informationswissenschaft

(1) Zweck der Prüfung (zu § 2)
In der Masterprüfung soll der Student den Erwerb vertiefter Kenntnisse der Informationswissenschaft zusammen mit der Fähigkeit, unter Beherrschung der für dieses Fach relevanten Methoden selbständig wissenschaftlich und interdisziplinär zu arbeiten und grundlegende Zusammenhänge des Fachs zu vermitteln, nachweisen.

(2) Besondere Qualifikationsvoraussetzungen (zu § 6 und Anlage 1)
1Ist der erste Abschluss in Informationswissenschaft oder Informatik erworben worden, sind keine weiteren Qualifikationsvoraussetzungen zu benennen. 2Ist Informationswissenschaft oder Informatik Nebenfach oder Schwerpunkt eines ersten Studienabschlusses, ist ein Mindestumfang dieses Studienanteils von 60 LP nachzuweisen, sowie eine Fachkenntnis, die fol-genden Modulen des BA-Abschlusses Informationswissenschaft entspricht: "Informations-systeme" und "Projekt".

(3) Besondere Zulassungsvoraussetzungen (zu § 31)
Im Rahmen der 90 LP gemäß § 31 Nr. 1 sind nachzuweisen der erfolgreiche Abschluss folgender Module gemäß Modulbeschreibung (vgl. § 13 Abs. 2) und Lehrveranstaltungen:
a) INF-M 30: Medieninformatik
b) INF-M 31: Sprach- und Texttechnologie
c) INF-M 32: Informationsphilosophie
d) INF-M 33: Wissensbasierte Systeme
e) INF-M 34: Fortgeschrittene Techniken der Mensch-Maschine-Interaktion
f) sowie ein Kolloquium zur Masterarbeit im Umfang von 4 LP.

(4) Abschlussprüfung (zu § 33)
Abweichend von § 33 ist nur eine 60minütige mündliche Abschlussprüfung vorgesehen.

(5) Berechnung der Note der Masterprüfung (zu § 35)
Die Note der Masterprüfung errechnet sich als gewichteter Durchschnitt aus
a) dem Durchschnitt der Noten der Module gemäß Abs. 3 Buchst. a bis e zu 50%,
b) der Note der Masterarbeit zu 30%
c) der Note der mündlichen Prüfung zu 20%.

 

§ 42
Interkulturelle Europa-Studien

(1) Internationales Studium
1Die Universität Regensburg bietet gemeinsam mit ihren Partneruniversitäten Clermont-Ferrand II (Blaise Pascal) und der Universidad Complutense Madrid den Studiengang "Interkulturelle Europa-Studien (IKE)" an. 2Die Universitäten legen in einem Kooperationsvertrag ein Gemeinsames Studienprogramm fest, nach dem durch ein an zwei beteiligten Universitäten absolviertes Studium der jeweilige Abschlussgrad dieser beiden Universitäten erworben werden kann (vgl. § 46). 3Die vorliegende Prüfungsordnung regelt den Erwerb von Studien- und Prüfungsleistungen und die Verleihung von Graden in diesem Studiengang an der Universität Regensburg. 4Für den Erwerb der Leistungen und die Verleihung eines Grades an der Universität Clermont-Ferrand II (Blaise Pascal) und der Universidad Complutense Madrid gelten deren Regelungen.

(2) Das Fach Interkulturelle Europa-Studien kann mit den Optionen Auslandsaufenthalt in Frankreich oder Auslandsaufenthalt in Spanien studiert werden.

(3) Zweck der Prüfung (zu § 2)
In der Masterprüfung soll der Student den Erwerb vertiefter Kenntnisse von Kultur und Sprache des gewählten Landes und von Fragestellungen aus dem Bereich der Interkulturellen Studien zusammen mit der Fähigkeit, unter Beherrschung der für dieses Fach (je nach Schwerpunktwahl) relevanten Methoden selbständig wissenschaftlich und interdisziplinär zu arbeiten, nachweisen.

(4) Besondere Qualifikationsvoraussetzungen (zu § 6 und Anlage 1)
1Besondere Qualifikationsvoraussetzungen im Sinne von § 6 Abs. 1 Nr. 5 ist die angemessene Beherrschung von zwei Fremdsprachen. 2Diese sind durch geeignete Zertifikate nachzuweisen. Unter den drei Sprachen des Bewerbers - Muttersprache und zwei Fremdsprachen - muss eine Sprache der in Abs. 1 genannten Partneruniversitäten vertreten sein. 3Bei ausländischen Bewerbern muss eine der Fremdsprachen Deutsch sein. 4Das Verfahren zur Feststellung der Eignung wird nur einmal jährlich im Sommersemester durchgeführt. 5Die Anträge auf Zulassung zum Feststellungsverfahren für das folgende Wintersemester sind bis zum 15. Juli zu stellen (Ausschlussfrist).

6Die Auswahlkommission beurteilt die vom Bewerber vorgelegten Unterlagen; abweichend von § 7 Abs. 3 werden alle geeigneten Bewerber zu einem Auswahlgespräch geladen, in dem der Bewerber nachweisen soll, dass er die erforderliche persönliche und fachliche Eignung für den Studiengang besitzt. 7Das Gespräch kann als Einzel- oder Gruppengespräch durchgeführt werden.

(5) Besondere Zulassungsvoraussetzungen (zu § 31)
1. Im Rahmen der 90 LP gemäß § 31 Nr. 1 ist der erfolgreiche Abschluss folgender Module gemäß Modulbeschreibung (vgl. § 13 Abs. 2) nachzuweisen:

a) Aufbaumodul Fremdsprache;
b) Basismodul zweite Fremdsprache 1;
c) Basismodul zweite Fremdsprache 2;
d) Basismodul Kulturverstehen;
e) zwei der drei Aufbaumodule:
- Interkulturelle Europa-Studien 1 (Kultur und Medien),
- Interkulturelle Europa-Studien 2 (Gesellschaft, Geschichte und Politik),
- Interkulturelle Europa-Studien 3 (Wirtschaft und Recht).

2. Nachweis des erfolgreichen Studiums entweder an der Universität Clermont-Ferrand II (Blaise Pascal) oder an der Universidad Complutense Madrid im Umfang von einem Studienjahr.

(6) Masterarbeit (zu § 27)
1Die Masterarbeit ist in der Regel in einer der Sprachen der beteiligten Universitäten abzufassen, nicht aber in der Muttersprache. 2Im Einvernehmen mit dem Themensteller kann der Vorsitzende des Prüfungsausschusses auch eine andere Sprache zulassen.

(7) Abschlussprüfung (zu § 33)
1Die Abschlussprüfung findet einmal jährlich statt. 2Im schriftlichen Teil der Abschlussprüfung sind neben der Beherrschung der gewählten romanischen Fremdsprache auch vertiefte Kenntnisse zu den Theorien und Methoden der Kulturwissenschaft sowie fundiertes Fachwissen zum jeweils gewählten Kulturraum nachzuweisen. 3Im mündlichen Teil der Abschlussprüfung wird überprüft, inwieweit Theorien und Methoden der Kulturwissenschaft eigenständig auf Wissen aus den gewählten Schwerpunkten angewendet werden kann.

(8) Berechnung der Note der Masterprüfung (zu § 35)
Die Note der Masterprüfung errechnet sich als gewichteter Durchschnitt aus
a) den Noten der beiden Aufbaumodule gemäß Abs. 5 Nr. 1 Buchst. e zu je einem Sechstel,
b) der Note der Klausur und der mündlichen Prüfung zu je einem Sechstel,
c) der Note der Masterarbeit zu zwei Sechsteln.

 

§ 43
Kulturgeschichtliche Mittelalter-Studien

(1) 1Der interdisziplinäre Studiengang "Kulturgeschichtliche Mittelalter-Studien" wird von den Fächern Germanistik, Geschichte, Rechtswissenschaft, Katholische Theologie, Kunstgeschichte, Musikwissenschaft, Philosophie, Romanistik und Wirtschaftgeschichte angeboten und umfasst die Aufbaumodule folgender Fachgebiete:

Geschichte des Mittelalters
Kunstgeschichte des Mittelalters
Mediävistische Germanistik
Mediävistische Romanistik
Musikgeschichte des Mittelalters
Philosophie des Mittelalters
Theologie des Mittelalters.

2Im Masterstudium werden drei dieser Fachgebiete studiert.

(2) Zweck der Prüfung
In der Masterprüfung soll der Student den Nachweis vertiefter Kenntnisse der Mittelalterforschung zusammen mit der Fähigkeit, unter Beherrschung der für drei Fachgebiete einschlägigen Methoden selbstständig wissenschaftlich und interdisziplinär zu arbeiten, nachweisen.

(3) Besondere Qualifikationsvoraussetzungen
Latinum

(4) Masterarbeit (zu § 27)
Die Masterarbeit behandelt ein Thema aus einem der in Abs. 1 gewählten Fachgebiete.

(5) Besondere Zulassungsvoraussetzungen (zu § 31)
1. Im Rahmen der 90 LP gemäß § 31 Nr. 1 sind nachzuweisen der erfolgreiche Abschluss folgender Module gemäß Modulbeschreibung (vgl. § 13 Abs. 2):

a) Modul Interdisziplinäre Mittelalterstudien
b) Modul Hilfswissenschaften des Mittelalters
c) drei der folgenden Aufbaumodule:
Geschichte des Mittelalters
Kunstgeschichte des Mittelalters
Mediävistische Germanistik
Mediävistische Romanistik
Musikgeschichte des Mittelalters
Philosophie des Mittelalters
Theologie des Mittelalters
d) Projektmodul Mittelalter
e) weitere Lehrveranstaltungen aus dem Lehrangebot der in Abs. 1 genannten Fä-cher zur persönlichen Schwerpunktbildung.

(6) Abschlussprüfung (zu § 33)
1Die Abschlussprüfung im Studiengang Kulturgeschichtliche Mittelalter-Studien besteht aus einer dreistündigen Klausur in dem für die Masterarbeit gewählten Fachgebiet und einer 30 minütigen mündlichen Prüfung in einem weiteren gewählten Fachgebiet. 2Die beiden Teilprüfungen finden in der Regel in deutscher Sprache statt.

(7) Berechnung der Note der Masterprüfung (zu § 35)
Die Note der Masterprüfung errechnet sich als gewichteter Durchschnitt aus
a) Note der Masterarbeit zu zwei Sechsteln,
b) Note der schriftlichen und mündlichen Abschlussprüfungen zu je einem Sechstel,
c) Durchschnittsnote der Endnoten der Aufbaumodule gemäß Abs. 5 Buchst. c) zu zwei Sechs-teln.

 

§ 44
Romanische Philologie

(1) Studienrichtungen und Teilfächer
1Das Fach Romanische Philologie umfasst die Studienrichtungen Französische, Italienische und Spanische Philologie und die Teilfächer Sprach-, Literatur- und Landeswissenschaft. 2Im Masterstudium werden mindestens zwei romanische Sprachen und mindestens zwei Teilfächer studiert.

(2) Zweck der Prüfung (zu § 2)
1Die Masterprüfung bildet einen weiteren berufsqualifizierenden Abschluss. 2In ihr soll der Student nachweisen, dass er über die Qualifikation in Literatur-, Sprach- und Landeswissenschaft einer romanischen Sprache im Rahmen eines Bachelorstudiengangs vertiefte Kenntnisse in den genannten Teilfächern der ersten und einer zweiten romanischen Sprache erworben hat.

(3) Besondere Qualifikationsvoraussetzungen (zu § 6 und Anlage 1)
1Der erste Studienabschluss muss in einem romanistischen Fach erworben worden sein. 2Besondere Qualifikationsvoraussetzungen im Sinne von § 6 Abs. 1 Nr. 5 sind überdurchschnittliche Kenntnisse einer romanischen Sprache.

(4) Besondere Zulassungsvoraussetzungen (zu § 31)
1. Im Rahmen der 90 LP gemäß § 31 Nr. 1 sind nachzuweisen der erfolgreiche Abschluss folgender Module gemäß Modulbeschreibung (vgl. § 13 Abs. 2):
a) Basismodul (Französische oder Italienische oder Spanische) Sprache I (als weitere romanische Sprache);
b) Basismodul (Französische oder Italienische oder Spanische) Sprache II (als weitere romanische Sprache).

Die beiden Basismodule gemäß Buchst. a und Buchst. b können in begründeten Fällen mit Einverständnis des Prüfungsausschusses durch andere gleichwertige Studienleistungen ersetzt werden.

c) ein Aufbaumodul (Französische oder Italienische oder Spanische) Sprache
d) Aufbaumodul Romanisches Mittelalter oder Aufbaumodul aus einem anderen nicht romanistischen Fach;
e) zwei der folgenden Aufbaumodule:
- Französische Sprachwissenschaft,
- Italienische Sprachwissenschaft,
- Spanische Sprachwissenschaft,
- Französische Literaturwissenschaft,
- Italienische Literaturwissenschaft,
- Spanische Literaturwissenschaft,
- Französische Landeswissenschaft,
- Italienische Landeswissenschaft,
- Spanische Landeswissenschaft,
f) ein Forschungsmodul romanische Philologie.

2. Gemäß § 31 Nr. 2 ist nachzuweisen:
Latinum.

(5) Abschlussprüfung (zu § 33)
1Die Abschlussprüfung im Studiengang Romanische Philologie besteht aus einer dreistündigen Klausur und einer 30minütigen mündlichen Prüfung in der gewählten romanischen Sprache. 2Diese beiden Teilprüfungen beziehen sich auf zwei verschiedene romanische Sprachen und auf zwei verschiedene Teilfächer. 3Der Bewerber kann die Sprachen, die Teilfächer und die Verteilung auf die Teilprüfungen wählen.

(6) Berechnung der Note der Masterprüfung (zu § 35)
Die Note der Masterprüfung errechnet sich als gewichteter Durchschnitt aus
a) der Durchschnittsnote der Endnoten der Aufbaumodule gemäß Abs. 4 Nr. 1 Buchst. c bis f zu zwei Sechsteln,
b) der Note der Klausur und der mündlichen Prüfung zu je einem Sechstel,
c) der Note der Masterarbeit zu zwei Sechsteln.

 

§ 45
Vergleichende Kulturwissenschaft

(1) Zweck der Prüfung (zu § 2)
1Die Masterprüfung bildet einen weiteren berufsqualifizierenden Abschluss. 2In ihr soll der Student nachweisen, dass er fortgeschrittene Methoden und Theorien der Vergleichenden Kulturwis-senschaft, die für eine qualifizierte Berufstätigkeit und für die wissenschaftliche Forschungspraxis benötigt werden, erworben hat. 3Dementsprechend soll die Sensibilität für kulturwissenschaftliche Fragestellungen erhöht und das Problembewusstsein für qualitative kulturwissenschaftliche Analysetechniken gestärkt werden.

(2) Besondere Zulassungsvoraussetzungen (zu § 31)
Im Rahmen der 90 LP gemäß § 31 Nr. 1 sind nachzuweisen der erfolgreiche Abschluss folgender Module gemäß Modulbeschreibung (vgl. § 13 Abs. 2) und Lehrveranstaltungen:

a) die drei Module
VKW-M 30: Kulturkontakt und Kulturvergleich
VKW-M 31: Kulturelle Prozesse, Konzepte, Konstruktionen
VKW-M 32: Kulturwissenschaftliche Praxis

b) eines der beiden Module
VKW-M 33: Regionale Kulturforschung
VKW-M 34: Medien- und Informationswissenschaft

c) sowie ein Kolloquium zur Masterarbeit im Umfang von 5 LP.

(3) Abschlussprüfung (zu § 33)
Abweichend von § 33 ist nur eine 30minütige mündliche Abschlussprüfung vorgesehen.

(4) Berechnung der Note der Masterprüfung (zu § 35)
Die Note der Masterprüfung errechnet sich als gewichteter Durchschnitt aus
a) der Durchschnittsnote der Endnoten der Module gemäß Abs. 2 Buchst. a bis b zu 50%,
b) der Note der mündlichen Prüfung zu 20%,
c) der Note der Masterarbeit zu 30%.

 

Abschnitt IV: Doppeldiplomierung

§ 46
Verleihung des Mastergrads aufgrund einer Prüfung an einer ausländischen Universität

(1) Im Interesse der internationalen, insbesondere europäischen Hochschulzusammenarbeit kann der Mastergrad der Philosophischen Fakultäten der Universität Regensburg in einem der in dieser Prüfungsordnung geregelten Studiengänge auch aufgrund einer an einer ausländischen Universität bestandenen Masterprüfung verliehen werden (Doppeldiplomierung), wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

1. Es muss ein Vertrag zwischen der Universität Regensburg und der ausländischen Universität über die Zusammenarbeit bei einer Doppeldiplomierung in dem betreffenden Fach vorliegen, der durch ein vom Fachbereichsrat der zuständigen Philosophischen Fakultät gebilligtes gemeinsames Studienprogramm ergänzt ist;

2. Der Bewerber muss die Qualifikationsvoraussetzungen (§ 6) nachgewiesen haben;

3. Er muss ein dem jeweils gültigen gemeinsamen Studienprogramm entsprechendes Studium erfolgreich absolviert haben, davon mindestens ein Studienjahr an jeder der beiden am Studiengang beteiligten Universitäten;

4. Er muss die Allgemeinen und die fachspezifischen Besonderen Zulassungsvoraussetzungen zur Abschlussprüfung nachgewiesen haben;

5. Er muss die Masterprüfung in den Teilen Masterarbeit und Abschlussprüfung unter Beteiligung von Prüfern aus der Universität Regensburg, die vom zuständigen Prüfungsausschuss beauftragt worden sind, mit mindestens je der Note 4 (ausreichend) beziehungsweise deren ausländischem Äquivalent bestanden haben.

(2) 1Der Vertrag und das gemeinsame Studienprogramm gemäß Abs. 1 regeln die Zusammenarbeit im Einzelnen. 2Es soll vorgeschrieben werden, dass die ausländische Universität der zustän-digen Philosophischen Fakultät der Universität Regensburg die Nachweise über die Erfüllung der in Abs. 1 genannten Voraussetzungen und das erworbene Abschlusszeugnis vorlegt. 3Die Gesamtnote der Masterprüfung wird aus dem ausländischen Zeugnis übernommen. 4Die Notenäquivalenzen sollen im Gemeinsamen Studienprogramm festgelegt sein.

(3) Im Zeugnis muss ersichtlich sein, dass es sich um denselben Studienabschluss handelt.

 

Abschnitt V: Schlussbestimmungen

§ 47
In-Kraft-Treten

1Diese Prüfungsordnung tritt mit Wirkung vom 1. Oktober 2005 in Kraft. 2Sie gilt für alle, die ihr Studium ab diesem Zeitpunkt aufgenommen haben. 3Die fachspezifischen Vorschriften für das Fach Vergleichende Kulturwissenschaft (§ 45) treten am 1. April 2006 in Kraft.

 

Ausgefertigt aufgrund der Beschlüsse des Senats der Universität Regensburg vom 15.12.2004, vom 02.02.2005 sowie vom 27.04.2005 und der Genehmigung des Bayerischen Staatsministeri-ums für Wissenschaft, Forschung und Kunst vom 30.12.2005 Nr. X/4-5e65(R)-10b/18 968.

Regensburg, den 11. Januar 2006
Universität Regensburg
Der Rektor

(Prof. Dr. Alf Zimmer)

 

Diese Satzung wurde am 11. Januar 2006 in der Hochschule niedergelegt; die Niederlegung wurde am 11. Januar 2006 durch Aushang in der Hochschule bekanntgegeben. Tag der Bekanntma-chung ist daher der 11. Januar 2006.

 

Anlage 1

 

Eignungsfeststellungsverfahren

 

1. 1Die Eignung eines Bewerbers für den Studiengang wird von der Auswahlkommission nach den in § 6 genannten Kriterien festgestellt. 2Das Verfahren zur Feststellung der Eignung wird jährlich jeweils einmal im Sommersemester und einmal im Wintersemester durchgeführt. 3Die Anträge auf Zulassung zum Feststellungsverfahren für das folgende Wintersemester sind bis zum 15. Juli, für das folgende Sommersemester bis zum 15. Januar zu stellen (Ausschlussfrist), soweit in den Bestimmungen des Abschnitts III nichts Abweichendes bestimmt ist.

2. Dem Antrag sind beizufügen:

2.1 Nachweis der Hochschulzugangsberechtigung (§ 6 Abs. 1 Nr. 1).

2.2 Nachweis eines ersten Studienabschlusses (§ 6 Abs. 1 Nr. 2) mit überdurchschnittlicher Note.

2.3 1Bewerber, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, müssen einen Nachweis über ihre Kenntnisse der deutschen Sprache vorlegen. 2Kann ein Kenntnisstand auf dem Niveau der "Deutschen Sprachprüfung für den Hochschulzugang ausländischer Studienbewerber (DSH)" einer deutschen Universität nicht nachgewiesen werden, muss aus dem Nachweis mindestens wahrscheinlich werden, dass ein solcher Kenntnisstand nach einem Studium von einem Semester an der Universität Regensburg erreicht sein wird.

2.4 1Darstellung des Lebenslaufs des Bewerbers und Darstellung des bisherigen Studienverlaufs und der Berufspläne des Bewerbers (§ 6 Abs. 1 Nr. 4). 2Interessen und Leistungen des Bewerbers, die für das Studienvorhaben relevant sein können, sollen hervorgehoben werden. 3Geeignete Belege (Studienzeugnisse, Empfehlungsschreiben, Nachweise über Praktika und ähnliches) sollen beigefügt sein.

2.5 Nachweis der für das jeweilige Fach geforderten besonderen Qualifikationsvoraussetzungen gemäß Abschnitt III (§ 6 Abs. 1 Nr. 5).

3. 1Die Auswahlkommission beurteilt die vom Bewerber vorgelegten Unterlagen und gründet darauf ihre Entscheidung. 2Sie lautet "bestanden" oder "nicht bestanden". 3Sie wird dem Bewer-ber schriftlich mitgeteilt. 4In Zweifelsfällen lädt die Kommission den Bewerber zu einem Ge-spräch (§ 7 Abs. 3).

4. 1Über die Entscheidung der Auswahlkommission ist ein Protokoll anzufertigen, in das aufzunehmen sind: Name des Bewerbers und Namen der anwesenden Ausschussmitglieder, Ergebnis, Ort und Datum der Entscheidung. 2Das Protokoll wird vom Vorsitzenden unterzeichnet.

5. 1Bewerber, die den Nachweis der Eignung für den jeweiligen Masterstudiengang nicht erbracht haben, können sich zum Termin des folgenden Jahres erneut zum Eignungsfeststellungsverfahren anmelden. 2Eine weitere Wiederholung ist nicht möglich.

 

Anlage 2

 

A. MUSTER FÜR DAS TITELBLATT EINER MASTERARBEIT

 

Titel

_________________________________________________

_________________________________________________

Masterarbeit

in der Philosophischen Fakultät I/II/III/IV

(Philosophie und Kunstwissenschaften)

oder

(Psychologie und Pädagogik)

oder

(Geschichte, Gesellschaft und Geographie)

oder

(Sprach- und Literaturwissenschaften)

der Universität Regensburg

vorgelegt von

_____________________________________________________

(Vor- und Zuname)

aus

_____________________________________________________

(Geburts-, Heimat- oder Wohnort)

 

B. MUSTER FÜR DIE RÜCKSEITE DES TITELBLATTES

Erstgutachter:

Zweitgutachter:

 


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