Der Text dieser Prüfungsordnung ist nach dem aktuellen Stand  sorgfältig erstellt; gleichwohl ist ein Irrtum nicht ausgeschlossen. Verbindlich ist der beim Prüfungsamt einsehbare Text.

 

BAKKALAUREUSPRÜFUNGSORDNUNG

FÜR DIE PHILOSOPHISCHEN FAKULTÄTEN I - IV

DER UNIVERSITÄT REGENSBURG

Vom 5. Juli 2004

geändert durch Satzung vom 28. April 2005,

durch Satzung vom 20. Dezember 2005

und durch Satzung vom 21. September 2006

 

Aufgrund des Art. 6 Abs. 1 Satz 1in Verbindung mit Art. 81 Abs. 1 Satz 1 und Art. 86a Abs. 2 des Bayerischen Hochschulgesetzes (BayHSchG) erlässt die Universität Regensburg folgende Prüfungsordnung:

Vorbemerkung zum Sprachgebrauch:
Diese Prüfungsordnung enthält Rechtsvorschriften. Nach Art. 3 Abs. 2 des Grundgesetzes sind Frauen und Männer gleichberechtigt. Alle Personen- und Funktionsbezeichnungen in dieser Satzung gelten daher für Frauen und Männer in gleicher Weise.

 

Inhaltsübersicht

I. ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN

§ 1 Geltungsbereich
§ 2 Zweck der Prüfung
§ 3 B.A.-Grad
§ 4 Studiendauer und Gliederung des Studiums
§ 5 Prüfungsfristen
§ 6 Studienfächer
§ 7 Prüfungsausschuss
§ 8 Prüfer und Beisitzer
§ 9 Ausschluss wegen persönlicher Beteiligung, Verschwiegenheitspflicht
§ 10 Bekanntgabe der Prüfungstermine und Prüfer
§ 11 Leistungspunkte, Module, Studienbegleitende Leistungsnachweise und prüfungsförmliches Verfahren
§ 12 Punktekonto, Transcript, Diploma Supplement
§ 13 Anrechnung von Studienzeiten, Studien- und Prüfungsleistungen
§ 14 Versäumnis, Rücktritt, Täuschung, Ordnungsverstoß
§ 15 Mängel im Prüfungsverfahren
§ 16 Bewertung der Prüfungsleistungen, Notenbildung und Bestehen der Prüfungen
§ 17 Schriftliche Prüfungen
§ 18 Mündliche Prüfungen
§ 19 Sonderregelungen für Behinderte
§ 20 Einsicht in die Prüfungsakten
§ 21 Ungültigkeit der Prüfung
§ 22 Entzug des B.A.-Grades

II. PRÜFUNG

§ 23 B.A.-Prüfung
§ 24 Studienleistungen des Hauptstudiums
§ 25 Zulassungsvoraussetzungen und Anmeldung zur Abschlussprüfung (B.A.-Arbeit)
§ 26 B.A.-Arbeit
§ 27 Bewertung der B.A.-Arbeit
§ 28 Verfahren bei nichtausreichender B.A.-Arbeit
§ 29 Ergebnis der Prüfung
§ 30 Besondere Bestimmungen der einzelnen Fächer

III. SCHLUSSBESTIMMUNGEN

§ 31 In-Kraft-Treten

 

I. Allgemeine Bestimmungen

 

§ 1
Geltungsbereich

(1) Die vorliegende Prüfungsordnung regelt das Prüfungsverfahren im Bakkalaureusstudiengang der Philosophischen Fakultäten I-IV der Universität Regensburg, im folgenden B.A.-Studiengang genannt, vorbehaltlich Abs. 2.

(2) 1Für die Studien- und Prüfungsleistungen des Grundstudiums und der Zwischenprüfung gelten die Bestimmungen der Zwischenprüfungsordnung der Universität Regensburg vom 7. Juni 1995 (KWMBI II S. 920) in der jeweils geltenden Fassung (ZwPO). 2Für die Studien- und Prüfungsleistungen des Hauptstudiums gelten die Bestimmungen der ZwPO entsprechend, soweit nicht in dieser Ordnung etwas Abweichendes bestimmt ist.

 

§ 2
Zweck der Prüfungen

(1) Durch die Zwischenprüfung soll der Student nachweisen, dass er das Ziel des Grundstudiums erreicht hat und dass er insbesondere die inhaltlichen Grundlagen der gewählten Fächer, ein methodisches Instrumentarium und eine systematische Orientierung erworben hat, die erforderlich sind, um das Studium mit Erfolg fortzusetzen.

(2) 1Die B.A.-Prüfung bildet einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss des Studiums. 2In ihr soll der Student nachweisen, dass er die in Abs. 1 genannten Kenntnisse vertieft und darüber hinaus die Fähigkeit erworben hat, unter Anleitung nach wissenschaftlichen Grundsätzen arbeiten zu können.

 

§ 3
B.A.-Grad

Aufgrund der bestandenen B.A.-Prüfung verleiht die Fakultät des Prüfungsfaches, in welchem die B.A.-Arbeit geschrieben wurde, den akademischen Grad eines "Bakkalaureus Artium" beziehungsweise einer "Bakkalaurea Artium", abgekürzt "B.A.".

 

§ 4
Studiendauer und Gliederung des Studiums

(1) Das Studium gliedert sich in ein viersemestriges Grundstudium, das mit der Zwischenprüfung abschließt, und ein zweisemestriges Hauptstudium, das mit der Abschlussprüfung abschließt.

(2) 1Der Umfang der für das gesamte planmäßige Studium erforderlichen Lehrveranstaltungen beträgt höchstens 120 Semesterwochenstunden (SWS) und 180 Leistungspunkte (LP), verteilt auf sechs Fachsemester. 2Eingeschlossen ist die Anfertigung einer B.A.-Arbeit im sechsten Fachsemester (10 LP).

(3) Die Regelstudienzeit beträgt einschließlich der Zeit für die Anfertigung der B.A.-Arbeit sechs Semester, unbeschadet geringfügiger Überschreitungen dieser Zeit, die sich aus dem Ablauf des Prüfungsverfahrens ergeben können und vom Studenten nicht zu vertreten sind.

 

§ 5
Prüfungsfristen

(1) 1Die Zwischenprüfung soll bis zum Ende des vierten Fachsemesters, die B.A.-Prüfung bis zum Ende des sechsten Fachsemesters abgelegt werden. 2Der Student kann die Prü-fungen vorzeitig ablegen, wenn er die Zulassungsvoraussetzungen erfüllt.

(2) Für die in der Zwischenprüfung einzuhaltenden Fristen gilt die ZwPO.

(3) 1Stellt ein Student aus von ihm zu vertretenden Gründen nicht so rechtzeitig einen ordnungsgemäßen Antrag auf Vergabe des Themas der B.A.-Arbeit, dass er diese bis zum Ende des achten Fachsemesters eingereicht hat, gilt die Arbeit als erstmals abgelegt und nicht bestanden. 2Wird die Arbeit nicht bis zum Ende des neunten Fachsemesters eingereicht, gilt die B.A.-Prüfung als endgültig nicht bestanden.

(4) 1Die Überschreitungsfrist verlängert sich um die nach dieser Satzung für die Wiederholung von Prüfungen benötigten Semester. 2Nach § 13 angerechnete Studienzeiten sind auf die Fristen anzurechnen.

(5) Überschreitet ein Student die in Abs. 3 genannte Frist aus von ihm nicht zu vertretenden Gründen, gewährt der Prüfungsausschuss auf Antrag eine Nachfrist; diese wird, sofern es die anerkannten Versäumnisgründe zulassen, zum nächsten regulären Prüfungstermin bestimmt.

(6) 1Auf die Prüfungsfristen werden auf begründeten Antrag Studienzeiten nicht angerechnet, in denen die für die gewählten Fächer erforderlichen Sprachkenntnisse erworben werden müssen, sofern ein gesonderter Nachweis der Sprachkenntnisse verlangt wird und der Erwerb von Kenntnissen in der jeweiligen Sprache nicht Gegenstand des Fachstudiums ist. 2Für jede zu erwerbende Sprache ist eine Verlängerung der Prüfungsfristen um ein Semester möglich, insgesamt jedoch höchstens zwei Semester. 3Die fachspezifischen Bestimmungen regeln den Nachweis der erforderlichen Sprachkenntnisse.

(7) Auf die Prüfungsfristen werden auf Antrag Schutzfristen nach § 3 Abs. 2 und § 6 Abs. 1 des Mutterschutzgesetzes sowie Fristen für die Gewährung von Erziehungsurlaub nach Art. 88 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Bayerisches Beamtengesetz, §§ 12-15 Urlaubsverordnung nicht angerechnet.

 

§ 6
Studienfächer

(1) 1Es werden ein B.A.-Fach und ein zweites Hauptfach oder ein B.A.-Fach und zwei Nebenfächer studiert. 2Im Hauptstudium wird das B.A.-Fach studiert, darüber hinaus sind weitere Studienleistungen nach Wahl nachzuweisen. 3Die B.A.-Arbeit wird im B.A.-Fach angefertigt.

(2) 1Als Haupt- oder als Nebenfächer können die im folgenden genannten Fächer gewählt werden. 2Als B.A.-Fächer stehen nur die mit + gekennzeichneten Fächer zur Wahl:

+ Amerikanistik (American Studies)
+ Anglistik (British Studies)
Bildende Kunst und Ästhetische Erziehung (Kunsterziehung) (nur Hauptfach)
+ Deutsche Philologie
Englische Philologie (nur Hauptfach)
+ Englische Sprachwissenschaft
+ Evangelische Theologie
+ Französische Philologie
Frei Kombinierbares Nebenfach (nur Nebenfach)
Geschichte
Griechische Philologie
+ Informationswissenschaft
+ Italienische Philologie
Klassische Archäologie
+ Kunstgeschichte
Lateinische Philologie
+ Medienwissenschaft (Studienbeginn nur zum Wintersemester möglich)
+ Musikwissenschaft
+ Pädagogik
+ Philosophie
+ Politikwissenschaft
+ Polnische Philologie
+ Russische Philologie
+ Spanische Philologie
Sportpädagogik
Südslavische Philologie
+ Tschechische Philologie
+ Vergleichende Kulturwissenschaft (Studienbeginn nur zum Wintersemester möglich)
Vor- und Frühgeschichte
Wissenschaftsgeschichte (nur Nebenfach).

3Der für das jeweilige B.A.-Fach zuständige Prüfungsausschuss kann auf Antrag weitere Fächer zulassen. 4In diesem Fall ist im Bescheid im Einvernehmen mit der zuständigen Fakultät festzulegen, welche Studien- und Prüfungsleistungen erforderlich sind.

(3) 1Von den Fächern Amerikanistik (American Studies), Anglistik (British Studies), Englische Philologie und Englische Sprachwissenschaft darf nur eines gewählt werden.2Von den Fächern Französische Philologie, Italienische Philologie und Spanische Philologie dürfen nur zwei in der Kombination als B.A.-Fach und ein Nebenfach oder als zwei Nebenfächer mit einem anderen B.A.-Fach gewählt werden.

(4) Der Grad Bakkalaureus Artium kann nicht erworben werden, wenn er dem Kandidaten bereits verliehen wurde, es sei denn, dass das B.A.-Fach und mindestens ein Nebenfach neu gewählt werden.

 

§ 7
Prüfungsausschuss

1Der Zwischenprüfungsausschuss jeder Fakultät ist auch für die B.A.-Prüfung zuständig.
2Die Bestimmungen von § 4 ZwPO gelten entsprechend.

 

§ 8
Prüfer und Beisitzer

(1) 1Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses bestellt im Benehmen mit den zuständigen Fachvertretern die Gutachter und Prüfer. 2Für die Bestellung der Prüfer hat der Kandidat ein Vorschlagsrecht; ein Rechtsanspruch auf die Bestellung der vorgeschlagenen Prüfer besteht nicht. 3Die Prüfer bestellen die Beisitzer.

(2) 1Zum Gutachter und Prüfer können alle nach dem Bayerischen Hochschulgesetz und der Hochschulprüferverordnung (BayRS 2210-1-1-6-WFK) in der jeweils geltenden Fassung zur Abnahme von Bakkalaureatsprüfungen befugten Mitglieder der Universität Regensburg bestellt werden. 2Scheidet ein prüfungsbefugtes Mitglied aus der Universität Regensburg aus, so kann es noch ein Jahr seit dem Tag seines Ausscheidens zum Gutachter oder Prüfer bestellt werden. 3Zum Erstgutachter für die B.A.-Arbeit soll der Hochschullehrer bestellt werden, unter dessen Leitung die Arbeit entsteht. 4Einer der Gutachter muss Professor sein.

(3) Zum Beisitzer kann nur bestellt werden, wer hauptberuflich wissenschaftlich in dem Prüfungsfach oder in einem verwandten Fach an der Universität Regensburg tätig ist und das Studium des Prüfungsfaches oder das Studium eines verwandten Faches erfolgreich abgeschlossen hat.

 

§ 9
Ausschluss wegen persönlicher Beteiligung, Verschwiegenheitspflicht

Die Bestimmungen von § 5a ZwPO gelten entsprechend.

 

§ 10
Bekanntgabe der Prüfungstermine und Prüfer

1Die Prüfungen werden in der Regel einmal innerhalb eines jeden Semesters abgehalten. 2Daneben kann der Prüfungsausschuss gesonderte Termine zur Durchführung von Wiederho-lungsprüfungen anberaumen.

 

§ 11
Leistungspunkte, Module, Studienbegleitende Leistungsnachweise und prüfungsförmli-ches Verfahren

Die Bestimmungen von §§ 10a bis 10c ZwPO gelten entsprechend.

 

§ 12
Punktekonto, Transcript, Diploma Supplement

(1) 1Jeder Student führt ein Konto, das die von ihm erworbenen Studien- und Prüfungsleistungen verzeichnet. 2Es werden nur die mit Nachweisen der erfolgreichen Teilnahme be-legten Leistungen aufgenommen. 3Auf begründeten Antrag des Studenten bestätigt das Sekretariat des Prüfungsausschusses die Richtigkeit der Einträge; der Student hat hierfür einen Kontoauszug nach den Vorgaben der Arbeitsstelle und die entsprechenden Einzelnachweise vorzulegen. 4Ein bestätigter Kontoauszug ist für den Antrag auf Zulassung zu den Prüfungen bzw. auf Zeugniserteilung Voraussetzung.

(2) Zu Ende seines Studiums erhält der Student einen bestätigten Auszug seines Kontos als Studiennachweis sowie ein Diploma Supplement.

(3) 1Ein Prüfer darf in das Konto eines Studenten nur mit dessen Zustimmung Einblick nehmen. 2Ein Jahr nach der Exmatrikulation eines Studenten ist das Konto über seine Studienleistungen in der elektronischen Form zu löschen.

 

§ 13
Anrechnung von Studienzeiten, Studien- und Prüfungsleistungen

Die Bestimmungen von § 6 ZwPO gelten entsprechend.

 

§ 14
Versäumnis, Rücktritt, Täuschung, Ordnungsverstoß

Die Bestimmungen von § 7 ZwPO gelten entsprechend.

 

§ 15
Mängel im Prüfungsverfahren

Die Bestimmungen von § 8 ZwPO gelten entsprechend.

 

§ 16
Bewertung der Prüfungsleistungen, Notenbildung und Bestehen der Prüfungen

Die Bestimmungen von § 15 ZwPO gelten entsprechend.

 

§ 17
Schriftliche Prüfungen

1Schriftliche Prüfungen finden studienbegleitend zu Ende einer Veranstaltung statt. 2Klausuren sind in der Regel von zwei Prüfern zu bewerten; einer der Prüfer soll der Aufgabensteller sein. 3Von der Beurteilung durch einen zweiten Prüfer kann abgesehen werden, wenn ein Prüfungsfach nur von einer prüfungsberechtigten Lehrperson in der Lehre vertreten wird oder wenn die Bestellung eines zweiten Prüfers den Ablauf der Prüfung in unvertretbarer Weise verzögern würde.

 

§ 18
Mündliche Prüfungen

(1) 1Mündliche Prüfungen finden studienbegleitend zu Ende einer Veranstaltung als Einzelprüfungen statt. 2Zur Mündlichen Prüfung vor nur einem Prüfer ist ein Beisitzer zuzuziehen; dieser kann zugleich zum Protokollführer bestimmt werden.

(2) 1Über die Mündliche Prüfung ist ein Protokoll anzufertigen, in das aufzunehmen sind: Ort und Zeit sowie Dauer, Gegenstand und Ergebnis der Prüfung, die Namen der Prüfer, des Beisitzers und des Kandidaten sowie besondere Vorkommnisse. 2Das Protokoll wird von den Prüfern oder dem Prüfer und dem Beisitzer unterzeichnet. 3Die Wiedergabe von Prüfungsfragen und Antworten ist nicht erforderlich. 4Das Protokoll ist bei den Prüfungsakten aufzubewahren.

 

§ 19
Sonderregelungen für Behinderte

Die Bestimmungen von § 22 ZwPO gelten entsprechend.

 

§ 20
Einsicht in die Prüfungsakten

Die Bestimmungen von § 20 ZwPO gelten entsprechend.

 

§ 21
Ungültigkeit der Prüfung

Die Bestimmungen von § 19 ZwPO gelten entsprechend.

 

§ 22
Entzug des B.A.-Grades

Der Entzug des B.A.-Grades richtet sich nach Art. 89 Abs. 1 BayHSchG.

 

II. PRÜFUNG

 

§ 23
B.A.-Prüfung

1Die B.A.-Prüfung besteht aus der Zwischenprüfung in zwei Fächern, weiteren Studienleistungen aus dem Hauptstudium und einer abschließenden B.A.-Arbeit als Abschlussprüfung. 2Die Arbeit soll zu Ende des dritten Studienjahres angefertigt werden.

 

§ 24
Studienleistungen des Hauptstudiums

(1) 1Im Hauptstudium vertieft der Kandidat seine Kenntnisse in den gewählten Fächern. 2Mindestens 50 LP aus Lehrveranstaltungen des Hauptstudiums sind nachzuweisen. 3Davon müssen mindestens 30 LP aus Veranstaltungen des Hauptstudiums des B.A.-Faches nachgewiesen werden, darunter ein Hauptseminar und ggf. weitere Leistungen nach Maßgabe der Bestimmungen des § 30.

(2) 1Die zur Gesamtzahl von mindestens 50 LP aus Studienleistungen des Hauptstudiums gemäß Abs. 1 noch fehlenden LP können nach Wahl des Kandidaten aus dem B.A.-Fach, aus dem zweiten Hauptfach oder den Nebenfächern der gewählten Kombination oder aus den von den Philosophischen Fakultäten anerkannten ergänzenden Studienangeboten erbracht werden. 2Der Kandidat soll bei seiner Wahl besonders den Erwerb arbeitsmarktrelevanter Qualifikationen berücksichtigen.

(3) 1Der Nachweis über den Erwerb der mindestens 50 LP gemäß Abs. 1 und 2 ist bei der Meldung zur Abschlussprüfung zu erbringen. 2Die Studien- und Prüfungsinhalte der gewählten Veranstaltungen ergeben sich aus der Studienordnung für den Magisterstudiengang oder aus den Modulbeschreibungen, die von den Prüfungsausschüssen bekannt gegeben werden.

 

§ 25
Zulassungsvoraussetzungen und Anmeldung zur Abschlussprüfung (B.A.-Arbeit)

(1) Zur B.A.-Arbeit wird nur zugelassen, wer

1. die allgemeine Hochschulreife besitzt oder die einschlägige fachgebundene Hochschulreife unter Berücksichtigung der Qualifikationsverordnung (BayRS 2210-1-1-3-K) in der jeweils geltenden Fassung;

2. mindestens im letzten Semester vor der Meldung zur Prüfung in den gewählten Prüfungsfächern als Student an der Universität Regensburg eingeschrieben ist;

3. die in Abs. 2 genannten Unterlagen vorlegt.

(2) 1Der Antrag auf Zulassung zur B.A.-Arbeit soll in der Regel im sechsten Fachsemester gestellt werden. 2Der Antrag ist unter Angabe des gewählten Faches an den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses (§ 7) zu richten. 3Dem Antrag sind beizufügen:

1. ein kurzer Lebenslauf in deutscher Sprache mit Darstellung des Studienverlaufs;

2. die Nachweise über das Vorliegen der in Abs. 1 genannten Zulassungsvoraussetzungen;

3. die Nachweise über die bestandene Zwischenprüfung in zwei Fächern, darunter dem B.A.-Fach als Hauptfach; ist die Zwischenprüfung in einem der Fächer nach den Bestimmungen für das Nebenfach abgelegt, so ist zusätzlich der Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an den für ein zweites Nebenfach vorgeschriebenen Studienleistungen des Grundstudiums erforderlich;

4. der Nachweis von 50 LP aus dem Hauptstudium oder damit gleichwertige Leistungen, von denen mindestens 30 LP, darunter mindestens ein Hauptseminar, im gewählten B.A.-Fach erworben sein müssen; der Nachweis ist durch Vorlage eines Transcript zu erbringen; Nr. 5 bleibt unberührt,

5. gegebenenfalls ein Nachweis über die besonderen Zulassungsvoraussetzungen für das B.A.-Fach gemäß den Bestimmungen von § 30 (Besondere Bestimmungen für die einzelnen B.A.-Fächer);

6. eine Erklärung, dass der Kandidat die Bakkalaureus-Prüfung in dem gewählten B.A.-Fach im Geltungsbereich des Grundgesetzes nicht bereits endgültig nicht bestanden hat;

7. das Studienbuch;

8. ein Antrag auf Zuteilung eines Themas für die B.A.-Arbeit.

(3) 1Der Prüfungsausschuss kann die Nachreichung von Unterlagen gestatten, wenn ihre Beibringung im Rahmen der sich aus § 5 ergebenden Fristen möglich ist und hinreichend glaubhaft gemacht wird. 2Werden die fehlenden Unterlagen nicht fristgerecht vorgelegt, wird dem Kandidaten kein Zeugnis ausgestellt.
3Ist ein Kandidat ohne sein Verschulden nicht in der Lage, die erforderlichen Unterlagen in der vorgeschriebenen Weise zu erbringen, so kann der Vorsitzende des Prüfungsausschusses gestatten, die Nachweise in anderer Form zu führen.

 

§ 26
B.A.-Arbeit

(1) 1Die B.A.-Arbeit kann aus einer Hauptseminararbeit in dem gewählten Fach hervorgehen. 2Das Thema für die B.A.-Arbeit wird vom vorgesehenen Erstgutachter aus dem Gebiet des vom Kandidaten gewählten Faches gestellt. 3Es wird dem Kandidaten im Zulassungsschreiben unter Angabe der Frist zur Ablieferung der Arbeit mitgeteilt.

(2) 1Der Kandidat hat einmal das Recht, binnen vier Wochen nach Zuteilung des Themas dieses zurückzugeben. 2In diesem Fall gilt Abs. 1 entsprechend. 3Die Frist bis zur Vorlage der Arbeit beginnt dann mit dem Tag der Ausgabe des zweiten Themas.

(3) 1Die B.A.-Arbeit ist in der Regel in deutscher oder englischer Sprache abzufassen. 2Im Einvernehmen mit dem Themensteller kann der Prüfungsausschuss auch eine andere Sprache zulassen.

(4) 1Die Arbeit soll einen Umfang von 30 Seiten nicht überschreiten. 2Die Bearbeitungsfrist ist zwei Monate ab dem Termin der Vergabe des Themas als B.A.-Arbeit; der Termin ist aktenkundig zu machen. 3Wird die Frist nicht eingehalten, ist die Arbeit als nicht ausrei-chend zu bewerten. 4Die Frist kann durch den Prüfungsausschuss auf begründeten Antrag des Studenten im Benehmen mit dem Aufgabensteller einmal verlängert werden, höchstens jedoch um zwei Monate, es sei denn, der Student hat die Gründe nicht zu ver-treten.

(5) 1Mit der Arbeit ist eine schriftliche Erklärung des Kandidaten einzureichen, dass er sie selbständig verfasst und keine anderen als die von ihm angegebenen Hilfsmittel benutzt hat. 2Die Erklärung ist auch für beigegebene Zeichnungen, Skizzen, bildliche Darstellungen und dergleichen abzugeben. 3Die Stellen der Arbeit, die anderen Werken dem Wortlaut oder dem Sinn nach entnommen sind, müssen in jedem Fall unter Angabe der Quellen kenntlich gemacht werden. 4Verstößt der Kandidat grob gegen die hier genannten Pflichten, so ist die Arbeit mit "nicht ausreichend" (5) zu bewerten.

(6) 1Ein Exemplar der B.A.-Arbeit verbleibt in jedem Fall beim Prüfungsakt; über die Rückgabe von Beilagen entscheidet der Vorsitzende des Prüfungsausschusses auf An-trag des Kandidaten. 2Eingereichte B.A.-Arbeiten können als solche nur mit dem Einverständnis der Gutachter veröffentlicht werden.

 

§ 27
Bewertung der B.A.-Arbeit

1Die B.A.-Arbeit wird in der Regel durch zwei Prüfer, darunter den Aufgabensteller, bewertet.

2Von der Beurteilung durch einen zweiten Gutachter kann abgesehen werden, wenn das Fach der B.A.-Arbeit nur von einer prüfungsberechtigten Lehrperson in der Lehre vertreten wird oder wenn die Bestellung eines zweiten Prüfers den Ablauf der Prüfung in unvertretbarer Weise verzögern würde. 3Soll die Arbeit mit der Note "nicht ausreichend" (5) bewertet werden, muss ein zweiter Prüfer bestellt werden. 4Die Bewertungen sollen spätestens zwei Monate nach Eingang der Arbeit vorliegen.

§ 28
Verfahren bei nicht ausreichender B.A.-Arbeit

1Wird die Arbeit als nicht ausreichend bewertet, so kann der Student innerhalb von drei Monaten beantragen, dass ein neues Thema für eine neue Arbeit gestellt wird; die Regelungen über Zulassung, Vergabe der Arbeit und Bearbeitungsfrist gelten entsprechend, jedoch mit der Maßgabe, dass eine Rückgabe des Themas (§ 26 Abs. 2) ausgeschlossen ist. 2Wird der Antrag nicht gestellt oder wird auch die neue Arbeit als nicht ausreichend bewertet, so ist das Verfahren zum Erwerb des Bakkalaureus-Grads beendet. 3Es kann nicht wiederholt werden.

 

§ 29
Ergebnis der Prüfung

(1) 1Die B.A.-Prüfung ist bestanden, wenn die B.A.-Arbeit bestanden ist. 2Die Gesamtnote der B.A.-Prüfung setzt sich zu je einem Drittel aus der Note der B.A.-Arbeit und den beiden Fachnoten der Zwischenprüfung zusammen; abweichend hiervon kann sich nach Maßgabe der Besonderen Bestimmungen in § 30 die Gesamtnote anders zusammensetzen.

(2) 1Über die bestandene Prüfung ist unverzüglich ein Zeugnis auszustellen, das die Gesamtnote enthält (der numerische Notendurchschnitt ist in Klammern dahinter zu vermerken) und die Prüfungsfächer ausweist. 2Tag der Ausstellung ist der Tag der Erfüllung sämtlicher Prüfungsleistungen. 3Das Zeugnis ist vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu unterzeichnen. 4Mit der Aushändigung des Zeugnisses erhält der Kandidat das Recht, den akademischen Grad eines Bakkalaureus Artium bzw. einer Bakkalaurea Artium (B.A.) zu führen.

(3) Weiter wird dem Studenten auf Antrag ein Transcript seiner Studienleistungen sowie ein Diploma Supplement ausgestellt (§ 12 Abs. 2).

(4) Hat der Kandidat die Prüfung endgültig nicht bestanden, wird ihm auf Antrag eine Bescheinigung sowie ein Transcript ausgestellt, welche die erbrachten Prüfungsleistungen und deren Noten enthalten und erkennen lassen, dass die Prüfung nicht bestanden ist.

 

§ 30
Besondere Bestimmungen für die einzelnen B.A.-Fächer

Nachfolgende Fächer sehen jeweils die folgenden besonderen Bestimmungen vor:

(1) Amerikanistik (American Studies):
Innerhalb der in § 25 Abs. 2 Nr. 4 geforderten 30 LP muss neben dem Hauptseminar auch die erfolgreiche Teilnahme am Kurs General Language Course IV nachgewiesen werden.

(2) Anglistik (British Studies):
Innerhalb der in § 25 Abs. 2 Nr. 4 geforderten 30 LP muss neben dem Hauptseminar auch die erfolgreiche Teilnahme am Kurs General Language Course IV nachgewiesen werden.

(3) Englische Sprachwissenschaft:
Innerhalb der in § 25 Abs. 2 Nr. 4 geforderten 30 LP muss neben dem Hauptseminar auch die erfolgreiche Teilnahme am Kurs General Language Course IV nachgewiesen werden.

(4) Französische Philologie:
Innerhalb der in § 25 Abs. 2 Nr. 4 geforderten 30 LP muss neben dem Hauptseminar auch eine Vorlesung in Französischer Philologie nachgewiesen werden.

(5) Informationswissenschaft:
Innerhalb der in § 25 Abs. 2 Nr. 4 geforderten 30 LP müssen die Module "INF-M 06: Informationssysteme" und "INF-M 07: Projekt" nachgewiesen werden.

(6) Italienische Philologie:
Innerhalb der in § 25 Abs. 2 Nr. 4 geforderten 30 LP muss neben dem Hauptseminar auch eine Vorlesung in Italienischer Philologie nachgewiesen werden.

(7) Kunstgeschichte:
1Innerhalb der in § 25 Abs. 2 Nr. 4 geforderten 30 LP müssen zwei der drei Module "Mittelalter II", "Frühe Neuzeit II" und "Moderne II" nachgewiesen werden. 2Abweichend von § 29 setzt sich die Gesamtnote der B.A.-Prüfung zu 40 % aus der Note der B.A.-Arbeit und zu je 20 % aus den beiden Fachnoten der Zwischenprüfung sowie der Durchschnittsnote aus den Endnoten der gemäß Satz 1 nachgewiesenen Module zusammen.

(8) Medienwissenschaft:
Innerhalb der in § 25 Abs. 2 Nr. 4 geforderten 30 LP müssen die Module "MED-M 09: Theorie und Geschichte digitaler Medien" und "MED-M 10: Medienkulturwissenschaft" nachgewiesen werden.

(9) Musikwissenschaft:
Innerhalb der in § 25 Abs. 2 Nr. 4 geforderten 30 LP müssen die Aufbaumodule "Musikgeschichte" und "Musiktheorie / Berufspraxis" nachgewiesen werden

(10) Pädagogik:
Innerhalb der in § 25 Abs. 2 Nr. 4 geforderten 30 LP muss die erfolgreiche Teilnahme an je einem Hauptseminar aus den Aufbaumodulen Allgemeine Erziehungswissenschaft und Lehr-Lern-Forschung nachgewiesen werden.

(11) Philosophie:
Innerhalb der in § 25 Abs. 2 Nr. 4 geforderten 30 LP muss der erfolgreiche Abschluss von einem der folgenden drei Schwerpunktmodule: PHI-M 06: Geschichte der Philosophie, PHI-M07: Praktische Philosophie, PHI-M 08: Theoretische Philosophie nachgewiesen werden sowie des Ergänzungsmoduls PHI-M 09.

(12) Politikwissenschaft:
Innerhalb der in § 25 Abs. 2 Nr. 4 geforderten 30 LP müssen mindestens zwei der folgenden Teilfächer abgedeckt sein: Politische Theorie, Westliche Regierungssysteme, Mittel- und osteuropäische Regierungssysteme, Internationale Politik, Didaktik der Sozialkunde.

(13) Polnische Philologie:
Innerhalb der in § 25 Abs. 2 Nr. 4 geforderten 30 LP muss neben dem Hauptseminar auch der erfolgreiche Abschluss des Aufbaumoduls Sprachausbildung Polnisch 3 (H) nachgewiesen werden.

(14) Russische Philologie:
Innerhalb der in § 25 Abs. 2 Nr. 4 geforderten 30 LP muss neben dem Hauptseminar auch der erfolgreiche Abschluss des Aufbaumoduls Sprachausbildung Russisch 3 (H) nachgewiesen werden.

(15) Spanische Philologie:
Innerhalb der in § 25 Abs. 2 Nr. 4 geforderten 30 LP muss neben dem Hauptseminar auch eine Vorlesung in Spanischer Philologie nachgewiesen werden.

(16) Tschechische Philologie:
Innerhalb der in § 25 Abs. 2 Nr. 4 geforderten 30 LP muss neben dem Hauptseminar auch der erfolgreiche Abschluss des Aufbaumoduls Sprachausbildung Tschechisch 3 (H) nachgewiesen werden.

(17) Vergleichende Kulturwissenschaft:
Innerhalb der in § 25 Abs. 2 Nr. 4 geforderten 30 LP müssen das Modul "VKW-M 07: Angewandte Kulturwissenschaft" sowie ein Kolloquium (3 LP) zur B.A.-Arbeit nachgewiesen werden.

 

III. Schlussbestimmungen

 

§ 31
In-Kraft-Treten

1Diese Prüfungsordnung tritt am 1.10.2004 in Kraft. 2Ausgenommen sind die Fächer Deutsche Philologie, Geographie, Informationswissenschaft und Pädagogik. 3Für diese Fächer tritt die Orung am 1.10.2005 in Kraft. 4Sie gilt für alle, die das Studium nach In-Kraft-Treten dieser Ordnung aufnehmen oder in das Hauptstudium eintreten.

 

Ausgefertigt aufgrund des Beschlusses des Senats der Universität Regensburg vom 28. Januar 2004 und der Genehmigung des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst vom 13.04.2004 Nr. X/4-5e69t-10b/13 979.

 

Regensburg, den 5. Juli 2004
Universität Regensburg
Der Rektor

 

(Prof. Dr. Alf Zimmer)

 

Diese Satzung wurde am 5. Juli 2004 in der Hochschule niedergelegt; die Niederlegung wur-de am 5. Juli 2004 durch Aushang in der Hochschule bekanntgegeben. Tag der Bekanntma-chung ist daher der 5. Juli 2004.

 


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