Referat V / 5 Umweltschutz / Entsorgung
Energie ---- Klima
---- Ressourcenschonung


…denn es geht
uns alle an
Eine der größten Herausforderungen, vor der die
Menschheit derzeit steht, ist ein mittlerweile nicht mehr bestreitbarer
Klimawandel. Dieser wird gravierende Folgen auf ökologischen und
sozioökonomischen Gebieten haben. Einige Zahlen dazu:
Seit dem Beginn der Industrialisierung hat die
Konzentration von CO2 in der Atmosphäre um etwa 30 % zugenommen. Die
globale Durchschnittstemperatur ist als Folge davon seit 1860 um ca. 0,7 °C
gestiegen. Es gibt regionale Unterschiede, auch in Bayern. Dort erwartet man in
den nächsten 30 Jahren einen Anstieg der Durchschnittstemperatur um bis zu 2
°C, doppelt soviel wie global erwartet.
·
Die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten extrem
warmer Tage und die Abnahme kalter Tage ist signifikant erhöht. Der Hitzesommer
2003 hat in Deutschland etwa 7000 Menschen das Leben gekostet, das sind etwas
mehr Menschen, als durchschnittlich durch Verkehrsunfälle jährlich sterben.
·
Im Jahr 2003 sind etwa 10 % der europäischen
Gletscher abgeschmolzen. Auch das Schmelzen des arktischen Eispanzers ist
deutlich nachweisbar. Die durch Temperatur und Salzgehalt angetriebene
Zirkulation des Nordatlantik gerät als Folge davon ins Stocken. Die
klimatischen Auswirkungen auf Europa sowie die sozialen Folgen für weite Teile
Afrikas sind unabsehbar.
·
Die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Stürmen
und Überschwemmungen hat sich im letzten Jahrzehnt gegenüber den 60er Jahren
verdoppelt bis verdreifacht. Die sich daraus ergebenden volkswirtschaftlichen
Schäden sind immens: das Elbehochwasser im Jahr 2002 hat einen
gesamtwirtschaftlichen Schaden von etwa 9,4 Mrd. € verursacht.
·
Den schnellen Veränderungen der Umwelt kann die Flora
und Fauna nicht folgen. Ein dramatischer Rückgang spezialisierter Arten ist zu
befürchten.
Diese Aufstellung ist bei weitem nicht vollständig.
Trotzdem kann sich aber praktisch jede Fakultät unserer Hochschule mit ihrer
wissenschaftlichen Arbeit darin abbilden. Schon aus diesem Grund, sind wir als
Hochschule betroffen von den globalen Kausalitäten eines Klimawandels.
Wir sind aber nicht nur wissenschaftlich dazu
aufgefordert, uns mit der Thematik zu beschäftigen. Es ist viel nahe liegender,
denn auch die Hochschule mit ihrem Betrieb, ist direkt in das globale Netz
eingebunden. Als Schlüsselwort sei hier der Emissionshandel genannt, ein
Instrument, dem man eine wichtige Bedeutung zur Reduzierung der globalen CO2-Emissionen
beimisst. Auch die Universität Regensburg muss sich auf Grund ihrer
Anlagengröße daran beteiligen. Immerhin tragen wir allein durch den Verbrauch
von etwa 11 Mio m³ Erdgas pro Jahr dazu bei, dass etwa 20.000 t CO2
in die Atmosphäre gelangen. Die Emissionen, die durch die Nutzung von etwa 25
Mio. kWh elektrischer Energie entstehen, sind dabei noch nicht eingerechnet.
Ganz zu schweigen von dem Treibstoffverbrauch, der für die Mobilität der
Mitglieder der Universität bei den täglichen Fahrten zur Arbeitsstelle zu
veranschlagen ist.
Ein globales Problem hat also letztendlich viele
lokale Ursachen. Dabei zeichnet jedes Mitglied der Hochschule durch sein ganz
persönliches Verhalten im Umgang mit Energie dafür verantwortlich, wie hoch die
lokalen Ursachen ausfallen. Umweltschutz ist Sache einer jeden Person, sowohl
im privaten Bereich als auch im beruflichen Umfeld. Und gerade dieser Punkt ist
der Knackpunkt, an dem es sich lohnt zu arbeiten. Hier ist auch wieder die
wichtige Verbindung zwischen Ökologie und Ökonomie zu finden.
Während der private Umgang mit Energie transparente
Kosten verursacht, ist der Umgang mit Energie an der Arbeitsstätte vermeintlich
kostenneutral, sicherlich einer der Gründe für einen sorglosen Umgang damit.
Einige wenige Beispiele:
In allen beschriebenen Fällen hätte aufmerksames
Verhalten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Energie, Kosten aber auch
vermeidbare Emissionen gespart. Ökonomie und Ökologie.
Betreuer, letzte Änderung 26.01.06