Leishmaniose-Infektionsmodels in „humanisierten“ Mäusen (Kooperationsprojekt mit AG Ritter)

Um die Immunantwort humaner Leukozyten (zum Beispiel während Infektionserkrankungen mit humanen Pathogenen) in vivo charakterisieren zu können, wurden verschiedene Implantations- und Transplantationstechniken von humanen Vorläuferzellen in immunsuppremierte Mäuse etabliert. Dabei werden die Tiere mit humanen hämatopoetischen Vorläuferzellen aus der Nabelschnur, mobilisiertem Knochenmark oder der fetalen Leber rekonstituiert. Der Einsatz dieser „humanisierten“ Mäuse zur Charakterisierung von Infektionserkrankungen des Menschen mit humanen Pathogen wie z.B. dem Humanen Immundefizienz Virus (HIV), Epstein-Barr-Virus (EBV), Dengue-virus oder Humanem Herpes-Virus 8 (HHV8) wurde bereits mehrfach eingesetzt und publiziert.

Für die Untersuchung von Leishmanien-Infektionen stehen zur Zeit nur Mausmodelle zur Verfügung, deren Immunantwort auf murine hämatopoetische Zellen beruht. Daher ist das Ziel unserer Arbeitsgruppe ein Infektionsmodell für Leishmania major zu entwickeln, bei dem die angeborene und adaptive Immunantwort humaner hämatopoetischer Zellen gegen Leishmanien in der Maus untersucht werden kann.

 

 

zurück