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Neurophysiologie
Elektromyographie: Abb. 1: Sogenannte Myotone Entladungsserie
bei einem Patienten mit Myotonia congenita Thomsen.
Bei diesem Untersuchungs-verfahren werden einzelne Muskeln mit feinen Nadeln angestochen und die normale und krankhafte Aktivität der Muskelfasern registriert. Die in der Regel dreiteilige Untersuchung umfaßt eine Aufzeichnung in Ruhe, um sogenannte pathologische Spontanaktivität zu registrieren. Dabei handelt es sich um unwillkürliche elektrische Phänomene der Muskelfasern, die bei Schädigung der Nerv-Muskel-Einheit oder bei Muskelerkrankungen gehäuft vorkommen.
Motorische und Sensible Neurographie:
Es handelt sich hierbei um Messungen von Nervenleitgeschwindigkeiten im Bereich des peripheren Nervensystems, also vorwiegend von Nervenbahnen im Bereich der Arme und Beine sowie des Gesichtes. Hierbei können Verlangsamungen der Nervenleitgeschwindigkeiten oder Amplitudenreduktionen, also erniedrigte "Ausschläge" der elektrischen Muskelaktivität nach elektrischer Nervenstimulation gemessen werden. Solche Veränderungen finden sich bei bestimmten vererbten oder erworbenen Nervenschädigungen, die generalisiert, also im ganzen Organismus, oder nur an einer Stelle, z.B. bei Bandscheibenvorfällen, auftreten.Typische Messungen nach Stimulation eines Nerves an zwei verschiedenen Stellen.
Evozierte Potentiale
Die Messung mittels evozierter Potentiale testet verschiedene Funktionen der Signaluebertragung von bestimmten Reizen (visuelle, akustische, sensorische) in die entsprechenden Gehirnareale. Auch der umgekehrte Weg kann bestritten werden; so kann eine Stimulation der motorischen Gehirnrinde durchgeführt werden und die "Erfolgsantwort" der Muskulatur registriert werden. Auch hierbei bewertet man die Dauer, die ein Reiz bis zu seinem Gehirnareal braucht, und die Intensität der Reizausprägung. Je nach ihrer Reizart heissen diese Untersuchungen "akustisch evozierte Potentiale", "visuell evozierte Potentiale", "somatosensorisch evozierte Potentiale" oder "motorisch evozierte Potentiale".
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