| Demonstrationsexperiment auf Video Lernziel: Nachweis des Enzyms Peter Keusch |
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Versuchsdurchführung: In einem 250 ml Becherglas werden 100 ml Wasser zum Sieden erhitzt. Ein bereits angerührtes Puddingpulver (9 g Puddingpulver und 2 Esslöffel Wasser) wird eingerührt und das Ganze nochmals kurz aufgekocht. Der Inhalt wird anschließend auf zwei 100 mL Bechergläser verteilt. In einem der beiden Bechergläser werden zusätzlich noch 2 g des amylasehaltigen Waschmittels gelöst. Anschließend lässt man die Proben abkühlen.
Deutung des Versuchsergebnisses und Hintergrund: Das in der Puddingstärke enthaltende Amylopektin quillt durch das Kochen im Wasser auf und verbindet sich mit dem Wasser. Die so entstandene dickliche Flüssigkeit wird beim anschließenden Abkühlen fest. Das im Waschmittel enthaltene Enzym Amylase spaltet Stärke hydrolytisch an ihren glykosidischen Bindungen. Die gequollenen Stärkepolymere des Puddings werden hydrolysiert; deshalb wird der mit Amylase behandelte Pudding beim Abkühlen nicht fest. Natürliche Stärke weist je nach Herkunft unterschiedliche Anteile der beiden Stärkekomponenten Amylose (20 -30 %) und Amylopektin (70 - 80 %) in ihrer Zusammensetzung auf. Für den technischen Einsatz ist dabei in erster Linie Amylopektin aufgrund seiner charakteristischen Eigenschaften wie Wasserbindefähigkeit und -löslichkeit interessant. Aufgrund dieser Eigenschaften wird Stärke im Lebensmittelbereich als Bindemittel, Träger- und Füllstoff eingesetzt.
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