| Demonstrationsexperiment auf Video Lernziel: Alkoholische Gärung Peter Keusch |
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Versuchsdurchführung: Drei 100 mL Bechergläsern werden mit jeweils 40 mL Wasser versorgt. Im Wasser löst man 10 g Zucker - im Becherglas 1 Lactose, in Becherglas 2 Fructose und in Becherglas 3 Saccharose. Zu den Zuckerlösungen fügt man unter Rühren 1g Trockenhefe und erwärmt sie für ca. 30 Minuten auf 25 - 40 °C. Versuchsergebnis: In den Bechergläsern tritt je nach Zuckerart eine unterschielich intensive Schaumbildung auf. Dabei zeigt Saccharose die stärkste Schaumbildung, gefolgt von Fructose. Bei Lactose kann keine Schaumbildung beobachtet werden. Offensichtlich vermag die vorliegende Backhefe Lactose nicht abzubauen.
![]() Deutung des Versuchsergebnisses und Hintergrund: Die Hefe produziert Gärhilfsstoffe (Fermente bzw. Enzyme), die Trauben- und Fruchtzucker in Alkohol umwandeln. Bei diesem Gärvorgang entsteht Kohlendioxid, das für die Schaumbildung verantwortlich zeichnet. |
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Brotvielfalt | Da Lactose durch Backhefe nicht vergoren wird, ist sie für den Bräunungsprozess beim Backen verfügbar. Wird Lactose auf 175 °C erhitzt, nimmt sie eine braune Farbe an. Der Bräungsprozess wird durch Karamelisierung des Zuckers während des Backens und die Maillard-Reaktion bedingt. In der Maillard-Reaktion wird ein reduzierender Zucker, wie z.B. Lactose mit Proteinen (bzw. Aminosäuren) umgesetzt. Auf der Oberfläche des Brotlaibes entstehen Melanoidine, die nicht nur für die Farbe der Brotkruste, sondern auch für das Aroma verantwortlich zeichnen. |