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Demonstrationsexperiment auf Video

Trennung eines Gemisches von Lebensmittelfarbstoffen durch Dünnschichtchromatographie (DC)

Lernziele: Chromatographische Methode, Lebensmittelfarbstoffe

Peter Keusch




English version




Chemikalien:
Probelösung:  Testfarbstoffgemisch von 7 in Wasser gelösten Farbstoffen: Eryhtrosin, Brilliantschwarz BN, Echtrot E, Naphtholrot S, Gelborange S, Ponceau 4R, Tartrazin.
Vergleichslösungen:  Gelborange S und Brilliantschwarz BN jeweils in Wasser gelöst.
Laufmittel:  2.5 % Natriumcitratlösung, Ammoniak 25 %, 2-Propanol  (20 : 5 : 3)

Das Laufmittel muß vor jeder Trennung frisch hergestellt werden.


Glasgeräte und Material:
Trennkammer  (Marmeladenglas mit Schraubdeckel  h = 11 cm, d = 5 cm))
POLYGRAM® CEL 300 plates  (Macherey Nagel)
Glaskapillaren (1 µL)


Gefahren und Sicherheitsmaßnahmen:

Ammoniak 25 % in Wasser verursacht Verätzungen. Reizt die Atmungsorgane. Einatmen führt zu Reizungen bis hin zum Lungenödem. Nach Verschlucken kommt es zu blutigem Erbrechen. Perforationsgefahr besteht für Magen und Speiseröhre.
2-Propanol ist leicht entzündlich.

Schutzbrille und Schutzhandschuhe erforderlich. Die Bereitung des Laufmittels erfolgt im Abzug!


Versuchsdurchführung:


Mit einem weichen Bleistift wird auf der Polygramfolie vorsichtig eine Startlinie (etwa 1 cm vom unteren Rand) gezogen. Die Stellen an denen die zu untersuchenden Lösungen aufgetragen werden sollen, werden numeriert. Dabei sind die Startpunkte 1 und 3 für die Vergleichssubstanzen und der Startpunkt 2 für das Farbstoffgemisch vorgesehen. Nun trägt man die verschiedenen Lösungen (jeweils ca 0.25 µl) je mit einer Glaskapillare punktförmig auf. Die Auftragskapillaren füllen sich bei organischen Lösungen beim Eintauchen sehr schnell von selbst. Vor Entleerung der Kapillare rollt man das eingetauchte Ende horizontal auf Filtrierpapier ab. Anschließend wird die Kapillare mit dem nicht benetzten Ende vorsichtig auf die Folie gesetzt. Die Sorbensschicht darf keinesfalls verletzt werden. Zur Erleichterung des Auftragens empfiehlt sich der Einsatz einer Auftragschablone.

Nachdem das Lösungsmittel auf der Folie verdunstet ist (ca. 10 min), stellt man die DC-Folie vorsichtig in eine mit dem Laufmittel beschickte Trennkammer und verschließt diese. Der Flüssigkeitsspiegel darf die Linie längs derer die Proben aufgetragen wurden keinesfalls übersteigen. Ist die Trennung beendet, wird die Folie aus der Trennkammer entnommen. Man markiert die Laufmittelfront und lässt das Laufmittel unter dem Abzug abdunsten.


Versuchsergebnis:

Das Farbstoffgemisch ist in eine seiner Komponenten entsprechende Zahl von farbigen Flecken aufgetrennt worden. Anhand der Referenz-lösungen können Gelborange S und Brilliantschwarz BN im Gemisch indentifiziert werden.


   

Videoclip
(Download RealPlayer .rm-Datei)






















Hintergrund:

Die qualitative Auswertung eines Dünnschichtchromatogramms erfolgt in der Regel direkt auf der DC-Platte über die für die mit einem bestimmten Laufmittel erzielten charakteristischen Rf -Werte.

Der Rf -Wert (Retentionsfaktor) wird wie folgt definiert:



Um reproduzierbare Rf -Werte zu erhalten bedarf es einer ausreichenden Kammersättigung und einer konstanten Zusammensetzung des Laufmittels. Auch die äusseren Bedingungen (z.B. Temperatur) dürfen keinen Schwankungen unterliegen.


Hinweise:

  Demonstrationsexperimente auf Video   Trennung eines lipophilen Farbstoffgemisches durch Dünnschichtchromatographie (DC)
  Demonstrationsexperimente auf Video   Trennung der Blattfarbstoffe durch Dünnschichtchromatographie (DC)
  Demonstrationsexperimente auf Video   Trennung der Blattfarbstoffe durch Säulenchromatographie (SC)

Literatur:
Dünnschicht-Chromatographie mit TLC Micro-Sets, Machery-Nagel


Liste der Experimente





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