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Physikalisch-chemisches Praktikum Ia (SS 2001)

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Verantwortlich: Dr. habil. H.-J. Gores, 13.2.81, 4746

Das physikalisch-chemische Praktikum für Studierende der Chemie vor dem Vordiplom wird in drei Abschnitten (Ia, Ib, Ic) durchgeführt. Ia findet im Sommersemester 2001, Ib im Wintersemester 2001 (vor Weihnachten) an unserem Lehrstuhl statt, jeweils in den Räumen 13.2.36 und 13.2.37, Ic daran anschließend ab Januar 2002 am Lehrstuhl Prof. B. Dick. In den Abschnitten Ia (10 Versuche) und Ib (8 Versuche) lernen Sie an Hand von Experimenten die praktischen Grundlagen folgender Gebiete kennen:

  • Chemische Thermodynamik,
  • Chemische Kinetik,
  • Elektrochemie,
  • Chemie von Grenzflächen.
Zu Ihren Messungen verwenden Sie die folgenden Methoden:
  • Amperometrie,
  • Cyclische Voltammetrie,
  • Dampfdruckmessung,
  • Differentialthermoanalyse,
  • Dilatometrie,
  • Leitfähigkeitsmessung,
  • Messung der Elektromotorischen Kraft,
  • Messung der Gefrierpunktserniedrigung,
  • Messung der Grenzflächenspannung,
  • Messung der Oberflächenspannung,
  • Polarographie,
  • Potentiometrie,
  • Spektrophotometrie,
  • Thermische Analyse von binären Systemen,
  • Verbrennungskalorimetrie,
  • Vikositätsmessung.
Dabei werden die folgenden Systeme bearbeitet:
  • binäre Mischungen,
  • Einkomponentensysteme,
  • Elektrolytlösungen,
  • Festkörper,
  • Lösungen von Polymeren,
  • Lösungen von Tensiden.
a> Die Versuche zum Abschnitt Ia sind:

1. Spektrophotometrische Bestimmung der Dissoziationskonstante einer schwachen Säure,
2. Messung der Oberflächenspannung. Bestimmung der Querschnittsflächen der n-Butyl- und t-Butylgruppe,
3. Messung der Dampfdruckkurve eines reinen Stoffes. Bestimmung der Verdampfungsenthalpie,
4. Messung der Elektromotorischen Kraft galvanischer Ketten. Bestimmung von Standardelektroden-
potentialen und Gleichgewichtskonstanten,
5. Spektrophotometrische Messung einer Kinetik. Bildung der Carbinolbasen aus Malachitgrün und Kristallviolett,
6. Kalorimetrische Bestimmung von Verbrennungswärmen. Bestimmung der Mesomerieenergie des Benzols,
7. Leitfähigkeit von Elektrolytlösungen. Bestimmung von Dissoziationskonstanten schwacher Säuren und der CMC sowie des Dissoziationsgrades von Tensiden,
8. Kinetik der Reaktion von Peroxodisulfat mit Iodid in Wasser. Bestimmung von Spuren von Schwermetallen,
9. Ladungstransport in elektrolytischen Ketten. Das Ohmsche Gesetz für Elektrolytlösungen. Eine einfache Brennstoffzelle,
10. Siedediagramm eines binären Gemisches. Grundlagen für die destillative Trennung von flüssigen Stoffen.

Alle Versuche wurden überarbeitet, einige durch andere ersetzt; für alle wurden neue Anleitungen erstellt. Die neugestalteten Versuchsanleitungen berücksichtigen eine Reihe von Erfahrungen, die wir in der Arbeit mit Ihren Vorgängerinnen und Vorgängern erworben haben; ebenso wurden einige Anregungen von diesen Praktikantinnen und Praktikanten aufgenommen. Alle Änderungen sollen Ihnen die Vorbereitung der Versuche erleichtern. Auch Sie sind dazu eingeladen, Ihrerseits Wünsche und Verbesserungsvorschläge vorzubringen. Da Sie sicherlich, wie auch Ihre Vorgängerinnen und Vorgänger ältere Ausarbeitungen benutzen, um Ihre eigenen zu erstellen, berücksichtigen Sie bitte die wichtigsten durchgeführten Änderungen. Genannt seien:

  • In allen Anleitungen wurden einheitlich SI-Einheiten und IUPAC-Symbole verwendet.
  • Alle Anleitungen enthalten nunmehr die vollständige Herleitung aller Gleichungen.
  • Aktivitätskoeffizienten und Aktivitäten sowie thermodynamische Gleichgewichtskonstanten und konzentrationsbezogene Gleichgewichtskonstanten wurden nach IUPAC definiert und verwendet.
Die Versuchsanleitungen wurden schließlich auch strukturell verändert und vereinheitlicht. In allen Anleitungen finden Sie jetzt zusätzliche Abschnitte zu folgenden Themen:
  • Definitionen und Begriffe
  • Grundlagen und zusätzliche Informationen
  • Bedeutung und Anwendung
  • Meßmethoden

sowie stets eine Tabelle mit den wichtigsten physikalischen Größen in alphabetischer Reihenfolge, ihren gültigen IUPAC-Symbolen und ihren SI-Einheiten, sowie den entsprechenden englischen Ausdrücken. Es blieb nicht aus, daß der Umfang der Anleitungen damit stark ausgeweitet wurde. Dies mag auf den ersten Blick etwas lästig sein. Wir glauben aber, daß Ihnen mit den neuen Anleitungen nicht nur der Zugang zum Praktikum selbst erleichtert wird, sondern Ihnen auch zusätzliches Material zur Verfügung gestellt wird, welches Ihnen auch in Zukunft den Einsatz der kennengelernten Methoden in der eigenen Forschung erleichtert.



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