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Universität Regensburg

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Forschungsbericht 2006



Neue Triplett-Emitter für organische licht-emittierende Dioden (OLEDs) - Forschung und Anwendung

Die Entwicklung von OLED-Display-Techniken ist von großem wirtschaftlichen Interesse. Denn es steht zu erwarten, daß unter Einsatz dieser Technologien neuartige Bildschirme und Leuchtfolien entwickelt werden können, die sich beispielsweise durch folgende Eigenschaften auszeichnen: Hohe Leuchtdichte, Video-fähigkeit, Farbechtheit, hoher Kontrast, Blickwinkelunabhängigkeit, geringer Energieverbrauch, geringe Betriebsspannung, Flachheit, Flexibilität, Großflächigkeit, geringes Gewicht und preiswerte Fertigung. OLEDs oder organic light emitting diodes lassen sich bezüglich der licht-emittierenden Substanzen in verschiedener Weise realisieren, und zwar unter Verwendung lumineszierender organischer Polymere, organischer "kleiner" Moleküle oder metallorganischer Moleküle (Übergangsmetallkomplexe). Während die Emission rein organischer Moleküle durch Singulett-Singulett-Übergänge (Fluoreszenz) charakterisiert ist, findet sich bei geeignet ausgewählten metallorganischen Komplexen eine Emission als Triplett-Singulett-Übergang (Phosphoreszenz). Die Quantenausbeute für Triplett-Emitter kann bei dem Vorgang der Elektrolumineszenz durch Loch-Elektron-Rekombination bis zu vierfach größer sein als für rein organische Singulett-Emitter. Aufgrund dieser Eigenschaft kommt der Entwicklung metallorganischer Triplett-Emitter ein besonderer Stellenwert zu. Im Rahmen dieses Forschungs- und Entwicklungs-projektes werden neue und effiziente metallorganische Triplett-Emitter entwickelt und charakterisiert. Es sollen folgende Anwendungsprofile erreicht werden: Klar definierte Emissionsfarben (besonders blau und weiß); hohe chemische Stabilität; Redoxstabilität; Temperaturstabilität; hohe Emissionsquantenausbeute; Lang-lebigkeit des Emittermaterials auch im Device; kurze Emissionslebensdauer; geeignete produktionstechnische Verarbeitbarkeit. Es besteht eine enge Zusammen-arbeit mit der Industrie.

Förderung: BMBF, DAAD, BaCaTeC

 

Tuning von photophysikalischen Eigenschaften metallorganischer Triplett-Emitter

Es werden Eigenschaften von metallorganischen Verbindungen untersucht und deren Zustände unter Verwendung hochauflösender spektroskopischer Methoden detailliert charakterisiert. Besonders interessiert uns, inwieweit sich Eigenschaften (energetische Lagen, Emissions-Quantenausbeuten und -Lebensdauern, Wechselwirkungen mit anderen Zuständen) durch Veränderung physikalischer Parameter (z. B. Druck, Temperatur, Magnetfeld) und durch chemisches Tuning (z.B. Liganden-Variation, Zentralionen-Austausch) definiert verändern lassen. Im Vordergrund der Untersuchungen stehen matix-isolierte Komplexe aus Re-, Ru-, Os-, Pd-, Rh-, Ir-, Pt- und Au-Zentralionen und organischen Liganden. Diese Verbindungen sind nicht nur interessante Modellsubstanzen zum Studium grund-legender photophysikalischer Prozesse, sondern sind besonders wichtig zur Entwicklung neuer Materialien. Folgende Beispiele seien genannt: Sonnenenergie-ausnutzung, chemische und biochemische Sensoren, Photokatalysatoren, Laser und besonders Organische Licht-Emittierende Dioden (OLEDs).

Förderung: BMBF, DAAD, BaCaTeC


 

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