SOMMERSEMESTER 2013

Seminare

31 901

Die Weltreligionen Hinduismus und Buddhismus. Von den Ursprüngen in Indien zu vielfältigen modernen Erscheinungsformen.

Schnider/Schneck/
Macher
 

2 st., Do 18-20, VG 0.14

Zentrale Inhalte des Seminars sind die religiösen Lehren und Systeme beider Religionen sowie ihre westliche Rezeptionsgeschichte. Grundlegend sind die religionsgeschichtlichen Entwicklungen beginnend mit den historischen Situationen auf dem Kulturareal des indischen Subkontinents. Die Entwicklung führt weiter u.a. über die Geschichte der Ausbreitung des Buddhismus in Asien (auch die Geschichte des Zen-Buddhismus in Indien, China und Japan) und über Prozesse innerhalb der hinduistischen Religion(en) in Indien zu den modernen Erscheinungsformen des Hinduismus und Buddhismus im Westen. Im Kontext der Letzteren rücken auch verschiedene Vorgänge der Inkulturation, die Vermischung von östlichem und westlichem Gedankengut, sowie Faktoren individueller Rezeption in pluralistischer werdenden Gesellschaften ins Blickfeld. Diese lassen sich u.a. am Beispiel der Rezeption des Yoga im Westen darstellen.
Auch Themen wie “kirchliche Reaktionen in Deutschland auf die Herausforderung religiöser Bewegungen indischer Herkunft“(Dehn) und die “Darstellung des Hinduismus im Schulbuch“(Hanneder) können behandelt werden.
Gastsprecher, sowohl aus der Wissenschaft (Indologie/RW), als auch von (offiziellen) Vertretern beider Religionen werden eingeladen.

Literatur:
Bechert, Heinz; Gombrich, Richard F. (Hg.). 22002. Der Buddhismus. Geschichte und Gegenwart. München.
Bergunder, Michael (Hg.). 2006. Westliche Formen des Hinduismus in Deutschland. Halle.
Gombrich, Richard F. 1997. Der Theravada-Buiddhismus. Vom alten Indien bis zum modernen Sri Lanka. Stuttgart.
Hummel, Reinhart. 2006. “Religiöse Bewegungen Indiens in westlichen Kulturen“. In: Bergunder, Michael (Hg.). Westliche Formen des Hinduismus in Deutschland. Halle. Seite 10-30.
Malinar, Angelika. 2009. Hinduismus. (UTB). Göttingen.
-------. 2009. Hinduismus - Reader. (UTB). Göttingen.
Michaels, Axel. 2006. (Neuaufl.; 1. Auflage 1998). Der Hinduismus. Geschichte und Gegenwart.
München.
Ramanujan, A.K.: “Where Mirrors are Windows. Toward an Anthology of Reflections“. In: History of Religions. Vol. 28, N3, February 89. Seite 187-216.
Schumann, Hans W. 22008. Handbuch Buddhismus. Die zentralen Lehren: Ursprung und Gegenwart. München.
Stietencron, Heinrich von. 22006. (12001). Der Hinduismus. München.

(Weitere Literatur wird zu Beginn der Veranstaltung angegeben)


 

 

31 902

Mystik im Christentum

Ritzke-Rutherford
 

2 st., Di 16-18 Uhr, PT 4.0.18

Anmeldung erforderlich. Anmeldezeitraum wird noch bekannt gegeben.

Oft wird der Terminus „mystisch“ oder „Mystik“ mit fernöstlichen Praktiken oder mit Esoterik assoziiert. Dabei bietet das Christentum (Ostkirche, Katholizismus, Protestantismus) einen reichen Fundus an Mystikern und spirituellen Praktiken. Mystik wird manchmal kontrovers verstanden, z.B. als einseitiger Rückzug auf den Innenraum (Karl Barth).  Oft auch überschreiten Mystiker die von ihren Kirchen gesetzten Grenzen - etwa  Gregorios Palamas, Meister Eckhart, sogar Theresa von Avila.


Das Seminar geht chronologisch und exemplarisch vor. Nach einer Auseinandersetzung mit der komplexen Begriffsfrage wird die Entwicklung von den Anfängen (Wüstenväter und -mütter, Kirchenväter) bis zur Neuzeit nachgezeichnet. Dabei kreuzen Strömungen und Einflüsse oft die Grenzen zwischen den christlichen Kirchen. Am Ende wird ein Ausblick über gegenwärtige Tendenzen und Figuren stehen.


Erwartungen an Teilnehmer: mündliches Referat über einen/eine Mystiker(in), zweiseitige Handout mit Beispieltext und, je nach Studienmodul, schriftliche Hausarbeit. Zum Anmeldezeitpunkt liegen Referatliste und Bibliographie sowie eine Textsammlung im Sekretariat (P.T. 4.2.67 Frau Daase) aus. Bitte dort für das Seminar anmelden (Termin wird noch bekannt gegeben).

Begleitende Lektüre: Völker Leppin, Die christliche Mystik (Beck, 2007).


 

 

 

Wintersemester 2012/13

Seminar

31 901

Einführung in das Studium der Religionswissenschaft

Schnider/Schneck
 

2 st., Fr 10-12, VG 0.14

Leistungsnachweise: Klausur/Referat

Ziel des Einführungskurses ist sowohl die Erarbeitung grundlegender Kenntnisse über die Weltreligionen, als auch die Auseinandersetzung mit dem Gegenstandsbereich, den verschiedenen Teilgebieten und den Methoden der Religionswissenschaft - einem Fach mit großer Bandbreite.
Wir werden uns mit der Frage befassen, was >Religion< ist und Definitionen und Bestimmungen zum Phänomen >Religion< erörtern. Gegenstandsbereich und Verfahrensweise der beiden großen Teilgebiete der Religionswissenschaft, Religionsgeschichte und Systematische Religionswissenschaft, werden ebenso behandelt wie der Bereich der angewandten bzw. praktischen Religionswissenschaft. Desweiteren werden religionssoziologische, -ethnologische, -psychologische und andere wissenschaftliche Zugänge zum Religiösen im Seminar bearbeitet. Der Kurs bietet einen kurzen Überblick über die großen religiösen Traditionen Judentum, Christentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus und Daoismus.
Fachliteratur wird während des Kurses bekannt gegeben.

MODULE
FKN Religionswissenschaft:
REL - FKN - M 01.1
Bachelor ab WS 10/11:
EVTH - BA - M 09.1
Lehramt vor WS 10/11:
EVR - GS/HS UF - M 10.1
EVR - RS UF - M 22.1
Lehramt ab WS 10/11:
EVR - UF - M 10.1

 

 

31 902

Einführung in den Islam - Der Islam zwischen Tradition und Moderne

 

Braun

 

2 std., Blockseminar, Anmeldung erforderlich in PT 4.2.67, max. 20 Teilnehmer/innen.

Termine:
19.10.2012, 14-18 Uhr,
16. und 17.11.2012, 14-18 bzw. 9-13.30 Uhr,
14. und 15.12.2012, 14-18 bzw. 9-13.30 Uhr,
18. und 19.01.2013, 14-18 bzw. 9-13.30 Uhr
Räume:
Alle Termine an einem Freitag : CH 12.0.18
Alle Termine an einem Samstag: VG 0.24

Die religiöse Pluralisierung Europas und globale Vernetzung der Welt stellen neben dem europäischen Christentum auch den Islam vor neue Herausforderungen: Sie verlangen nach neuen Standortbestimmungen in Bezug auf das Verhältnis zwischen Religion und Politik, den Religionen (Dialog, Mission) und den Geschlechtern. Neben einer grundlegenden Einführung in Lehre und Praxis des Islam nimmt die Lehrveranstaltung exemplarisch an wesentlichen theologischen, gesellschaftlichen und politischen Fragen islamische Selbstverständnisse in den Blick und fragt nach deren Relevanz für islamische Existenz und Koexistenz mit Andersgläubigen heute. Die Teilnehmenden sollen am Beispiel des Islam den Umgang mit verschiedenen Glaubensentwürfen im Rahmen der säkularen Gesellschaft reflektieren und im Rahmen einer Exkursion die Fragen im Gespräch mit muslimischen GesprächspartnerInnen vertiefen können.

Literaturhinweise in der LV

MODULE
FKN Religionswissenschaft:
REL - FKN - M 01.2 [Referat mit Handout und schriftl. Ausarbeitung]
REL - FKN - M10.2 [Referat mit Handout und schriftl. Ausarbeitung]
Bachelor ab WS 10/11:
EVTH - BA - M 09.2 [Referat mit Handout und schriftl. Ausarbeitung]
Lehramt vor WS 10/11:
EVR - GS/HS UF - M 10.2 [Essay oder Referat mit Handout]
EVR - RS UF - M 22.2 [Essay oder Referat mit Handout]
Lehramt ab WS 10/11:
EVR - UF - M 10.2 [Essay oder Referat mit Handout]

 

 

Sommersemester 2012

Seminare

31 901 Einführung in die Religionspsychologie Schnider, Macher, Schneck
 

2 st., Fr 10-12

Religionspsychologie befasst sich mit Formen erlebter und gelebter Religiosität und deren Auswirkungen, sowohl in individueller als auch gesellschaftlicher Hinsicht.
Verschiedene Methoden, die wir in diesem Seminar aufzeigen werden, stehen dieser Disziplin zur Verfügung.  In diesem Zusammenhang gehen wir auch der Frage nach, welche philosophischen Voraussetzungen es sind, die einerseits die empirische Methodologie und andererseits das jeweilige Religionsverständnis bestimmen. 
Der Geschichte der Religionspsychologie widmen wir uns, indem wir zunächst  auf ihre Entstehungszeit eingehen, um anschließend verschiedene Persönlichkeiten und die von ihnen entwickelten Theorien aufzuzeigen, welche für die Entwicklung der Religionspsychologie innovativ waren. Zu nennen sind hier v.a. der Psychologe und Philosoph William James, der als Gründervater der Religionspsychologe gilt und die der Tiefenpsychologie zugehörigen Forscher Sigmund Freud und Carl Gustav Jung. Während  Sigmund Freud sich aus psychoanalytischer Sicht mit Religion beschäftigte, stellte Carl Gustav Jung die Religion im ontologischen Denkmodell dar.  An diese Richtung schließt sich die Humanistische Psychologie an. Als ihr Begründer gilt Abraham Harold Maslow, der sich mit Religion v.a. in Verbindung mit Grenzerfahrungen (Peak-Experiences) von Menschen auseinandersetzte und mit Methoden, um diese zu erlangen. Kurt Goldstein, Gordon W. Allport und Viktor Frankl stellen das Bewusstsein mehr in den Mittelpunkt und v.a. Viktor  Frankl versteht den Menschen als geistiges Wesen.
Für die Religionspsychologie typische Themen wie Bekehrung, Trance und Moral werden ebenso aufgegriffen wie die wissenschaftlichen Untersuchungen zum Zusammenhang zwischen Religiosität und Gesundheit.

Literatur:
Grom, Bernhard. 2007 (vollst. überarb. Aufl.). Religionspsychologie. München.
Heine, Susanne. 2005. Grundlagen der Religionspsychologie. Göttingen.
Hemminger, Hansjörg. 2003. Grundwissen Religionspsychologie. Freiburg im Breisgau.
Henning, C.; Murken, S.; Nestler, E. (Hrsg.). 2004. Einführung in die Religionspsychologie. Paderborn u.a.
Seibert, Christoph. 2009. Religion im Denken von William James. Eine Interpretation seiner        Philosophie. Tübingen.
(weitere Literatur wird während des Semesters bekannt gegeben)

 

 

31 902 Im Großen Geist geborgen: Indigene Spiritualität Nordamerikas und Australiens Ritzke-Rutherford
 

2 st., Di 16-18
Anmeldung ab 01.02.2012 im Sekretariat PT 4.2.67 (Mo-Do vorm.), Tel. 943 3750 oder per Mail an michaela.daase@theologie.uni-regensburg.de. Begrenzte Teilnehmerzahl!

Eine Beschäftigung mit der Spiritualität indigener Völker führt uns in eine ganzheitliche Weltdeutung. Diese hat in einer Zeit der Verunsicherung durch ökologische und zivilisatorische Krisen mit ihrem symbolischen Reichtum dem modernen Menschen durchaus viel zu sagen. Hält sie ihm doch gleichsam ein Gegenbild vor, das ihm eine tiefere Einsicht in seine eigene Welt vermittelt und ihn so in seinen eigenen Traditionen verschüttete Werte erkennen lässt.

Die Dozentin, gebürtige Amerikanerin, will in die Spiritualität der indigenen Völker Nordamerikas und Australiens einführen. Sie selbst hat indianische Vorfahren (Cherokee) und besitzt jahrelange Erfahrung in der Arbeit mit Verbänden amerikanischer Indianer in den USA. Durch Text, Bild und Referate will sie ein authentisches Bild der Spiritualität der Ureinwohner Nordamerikas und Australiens in Geschichte und Gegenwart geben. Die Fähigkeit, auch englische Textquellen und Literatur zu erarbeiten, wäre vorteilhaft, aber nicht Bedingung.

Pflichtlektüre:
Werner Arens und Hans-Martin Braun, Die Indianer Nordamerikas: Geschichte, Kultur, Religion, München: Beck, 2. Aufl. 2008, 127 Seiten, € 8,95.

 

 

Wintersemester 2011/12

Seminar

31 901 Einführung in das Studium der Religionswissenschaft (Einführungskurs) Schnider,Schneck
 

2 st., Do 16-18, VG 0.14

Ziel des Einführungskurses ist sowohl die Erarbeitung grundlegender
Kenntnisse über die Weltreligionen, als auch die Auseinandersetzung mit
dem Gegenstandsbereich, den verschiedenen Teilgebieten und den Methoden
der Religionswissenschaft - einem Fach mit großer Bandbreite.
Wir werden uns mit der Frage befassen, was >Religion< ist und
Definitionen und Bestimmungen zum Phänomen >Religion< erörtern.
Gegenstandsbereich und Verfahrensweise der beiden großen Teilgebiete
der Religionswissenschaft, Religionsgeschichte und Systematische
Religionswissenschaft, werden ebenso behandelt wie der Bereich der
angewandten bzw. praktischen Religionswissenschaft. Desweiteren werden
religionssoziologische, -ethnologische, -psychologische und andere
wissenschaftliche Zugänge zum Religiösen im Seminar bearbeitet.
Der Kurs bietet einen kurzen Überblick über die großen religiösen
Traditionen Judentum, Christentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus und Daoismus - auch mit der Unterstützung durch Gastvorträge von Vertretern einzelner Religionen.
Literatur wird während des Kurses bekannt gegeben.

 

 

Blockseminar

31 772 - Islam zwischen Tradition und Moderne -
Einführung in den Islam
Braun
 

Erste Sitzung am 21.10.2011 (14-18 Uhr). Seminartage: 16. und 17.12.2011 und 27. und 28.01.2012 (Fr 14-20 Uhr, Sa 9-16 Uhr)
Raum für alle Termine VG 0.24 außer 28.01.2012: VG 0.14
Anmeldung erforderlich bis 19.10.2011 im Sekretariat PT 4.2.67 (Mo-Do vorm.), Tel. 943 3750 oder michaela.daase@theologie.uni-regensburg.de)

Die religiöse Pluralisierung Europas und globale Vernetzung der Welt stellen neben dem europäischen Christentum auch den Islam vor neue Herausforderungen: Sie verlangen nach neuen Standortbestimmungen in Bezug auf das Verhältnis zwischen Religion und Politik, den Religionen (Dialog, Mission) und den Geschlechtern. Neben einer grundlegenden Einführung in Lehre und Praxis des Islam nimmt die Lehrveranstaltung exemplarisch an wesentlichen theologischen, gesellschaftlichen und politischen Fragen islamische Selbstverständnisse in den Blick und fragt nach deren Relevanz für islamische Existenz und Koexistenz mit Andersgläubigen heute. Die Teilnehmenden sollen am Beispiel des Islam den Umgang mit verschiedenen Glaubensentwürfen im Rahmen der säkularen Gesellschaft reflektieren und im Rahmen einer Exkursion die Fragen im Gespräch mit muslimischen GesprächspartnerInnen vertiefen können.
Arbeitsformen (nach Absprache): Lektüre, Referate des Seminarleiters und der Teilnehmer, Diskussion u.a.
Literaturhinweise in der LV

 

 

Sommersemester 2011

Seminare

31 765 Im Großen Geist geborgen: Indigene Spiritualität Nordamerikas und Australiens Ritzke-Rutherford
 

2 st., Di 16-18 Uhr
Anmeldung erforderlich bis 15.04.2011 im Sekretariat PT 4.2.67 (Mo-Do vorm., Tel. 943 3750 oder per Email: michaela.daase@theologie.uni-regensburg.de)

Eine Beschäftigung mit der Spiritualität indigener Völker führt uns in eine ganzheitliche Weltdeutung. Diese hat in einer Zeit der Verunsicherung durch ökologische und zivilisatorische Krisen mit ihrem symbolischen Reichtum dem modernen Menschen durchaus viel zu sagen. Hält sie ihm doch gleichsam ein Gegenbild vor, das ihm eine tiefere Einsicht in seine eigene Welt vermittelt und ihn so in seinen eigenen Traditionen verschüttete Werte erkennen lässt.

Die Dozentin, gebürtige Amerikanerin, will in die Spiritualität der indigenen Völker Nordamerikas und Australiens einführen. Sie selbst hat indianische Vorfahren (Cherokee) und besitzt jahrelange Erfahrung in der Arbeit mit Verbänden amerikanischer Indianer in den USA. Durch Text, Bild und Referate will sie ein authentisches Bild der Spiritualität der Ureinwohner Nordamerikas und Australiens in Geschichte und Gegenwart geben. Die Fähigkeit, auch englische Textquellen und Literatur zu erarbeiten, wäre vorteilhaft, aber nicht Bedingung.

MODULE
FKN (alt):
REL M01.2
REL M10.2
FKN (ab WS 10/11):
REL-FKN-M01.2
REL-FKN-M10.1 und 10.2
Bachelor (neu):
EVTH BA M09.2 und Wahlbereich
Lehramt:
EVR UF M10.2 (neu, ab WS 10/11)
EVR GS/HS UF M10.2 (alt)
EVR RS UF M22.2 (alt)


 

 

31 901

Essen in den Religionen. Von Speisevorschriften ... bis zur Communio mit der Gottheit

Schnider
Schneck
Macher

 

2 st., Do 16-18
Essen und Trinken ist mit einem großen Spektrum von religiösen Sinngebungen und Phänomenen verbunden. Speisen können beispielsweise Bestandteil des religiösen Ritus sein, eine Opfergabe oder Teil einer Danksagung. Es gibt einerseits die religiös motivierte karitative Armenspeisung und anderseits heilige Speisen und Getränke, die als eine Art kräftigendes Lebenselixier verstanden werden. Es existiert auch das Konzept der Heiligkeit der Nahrung per se. Das Fasten, die Enthaltung von Essen, kann ebenso religiös motiviert sein wie sein Gegenteil, die, sehr peripher vorkommende, Herbeiführung von Ekstase, auch durch Essen und Trinken. Schmidt-Leukel (2000: 11) verweist darauf, dass Essen und Trinken als „eine Grundbedingung, eine Quelle des Lebens“ betrachtet werden kann, außerdem als eine „Grundform menschlicher Lebensgestaltung“ und als „sozialer Grundakt“. Und diese Aspekte seien eben auch „zentrale Themen in den Religionen“(2000:12). Grünschloß (2008:1) bezeichnet Ernährung „als eine grundlegende Ausdrucksgestalt  religiös-kultureller Bedeutungen“. Das „Herstellen“ und „Arrangieren“ von Essen und Trinken „bis hin zu einer fertigen Mahlzeit stellt einen geschichtlich gewachsenen, kulturell vermittelten und etablierten Prozess dar.“
Hinter manchen religiösen Speisevorschriften verbergen sich nicht nur Nahrungstheorien, sondern auch Vorstellungen von gottgegebenen Gesetzen, die den Menschen davor bewahren sollen, etwas zu tun, was gegen eine tiefer liegende göttliche Ordnung und Gesetzmäßigkeit verstößt (z.B. im Judentum). In welchen Lebenswelten und Sinnzusammenhängen stehen diese Vorstellungen?
Spezielle Speisevorschriften in den Religionen dienen auch der religiösen Identitätsfindung und Abgrenzung gegenüber den Anderen. Eine Nahrung kann in bestimmten religiösen Kontexten „rein“ oder „unrein“ sein, eine bestimmte Speise kann deshalb tabuisiert sein.
Neben der allgemeineren Thematik des Essens in den verschiedenen Weltreligionen können auch besondere Bereiche im Seminar behandelt werden. Ich denke dabei an: - Die besondere Bedeutung des Abendmahls im Christentum (die Eucharistie als Heilmittel gegen den Tod) -, oder an die Bedeutung und Anwendung des - Vegetarismus in Buddhismus und Hinduismus -. Auch zur - Teezeremonie im Zen - oder zum - Rituellen Essen in afrikanischen Religionen - liegen geeignete Beiträge von wissenschaftlicher Seite vor. Das Spektrum der Möglichkeiten ist vielfältig.
Literatur: Friedlander, M.; Kugelmann, C. (Hrsg.). 2009. Koscher & Co. Über Essen und Religion. Berlin.
Grünschloß, Andreas. April 2008. Religion und Ernährung. Systematische Einführung. URL:             http://wwwuser.gwdg.de/~relwiss/Religion_u_Essen 4S.pdf (8.12.2010). Guy, Stephen. 2009. Das Essen und die Religion. Dargestellt am Beispiel des Christentum. Hamburg. Schmidt-Leukel, Perry (Hrsg.). 2000. Die Religionen und das Essen. München. Uchiyama, Kosho. 2007. Zen für Küche und Leben: Kommentare zu Zen-Meister Dogens Tenzo Kyokun – Anweisungen für den Koch. Frankfurt. (Weitere Literatur wird zu Semesterbeginn bekanntgegeben)

MODULE
FKN:

REL M01.2 (alt)
REL M10.1 und M10.2 (alt)
REL FKN M01.2 (ab WS 10/11)
REL FKN M10.1 und M10.2 (ab WS 10/11)
Lehramt:
EVR UF M10.2 (neu, ab WS 10/11)
EVR GS/HS UF M10.2 (alt)
EVR RS UF M22.2 (alt)

 

 

Wintersemester 2010/11

Blockseminare

31 764 Einführung in den Islam bzw. - Islam zwischen Tradition und Moderne - Braun
 

Erste Sitzung am 22.10.2010, Seminartage 17. und 18.12.2010 und 07. und 08.01.2011 (Fr 14-20 Uhr, Sa 9-18 Uhr)
Anmeldung erforderlich über das Sekretariat PT 4.2.67 (Mo-Do vorm., Tel. 943 3750 oder michaela.daase@theologie.uni-regensburg.de)

Die religiöse Pluralisierung Europas und globale Vernetzung der Welt stellen neben dem europäischen Christentum auch den Islam vor neue Herausforderungen: Sie verlangen nach neuen Standortbestimmungen in Bezug auf das Verhältnis zwischen Religion und Politik, den Religionen (Dialog, Mission) und den Geschlechtern. Neben einer grundlegenden Einführung in Lehre und Praxis des Islam nimmt die Lehrveranstaltung exemplarisch an wesentlichen theologischen, gesellschaftlichen und politischen Fragen islamische Selbstverständnisse in den Blick und fragt nach deren Relevanz für islamische Existenz und Koexistenz mit Andersgläubigen heute. Die Teilnehmenden sollen am Beispiel des Islam den Umgang mit verschiedenen Glaubensentwürfen im Rahmen der säkularen Gesellschaft reflektieren und im Rahmen einer Exkursion die Fragen im Gespräch mit muslimischen GesprächspartnerInnen vertiefen können.
Arbeitsformen (nach Absprache):
Lektüre, Referate des Seminarleiters und der Teilnehmer, Diskussion u.a.
Literatur zur Einführung (weitere Literaturhinweise in der LV):
Muhammad Hamidullah
, Der Islam. Geschichte, Religion, Kultur, Aachen 19953; Reza Aslan, Kein Gott außer Gott. Der Glaube der Muslime von Muhammad bis zur Gegenwart, München 2006; Bobzin Hartmut, Mohammed, München 2000; Cook Michael, Der Koran. Eine kurze Einführung, Ditzingen 2002 (Reclam gelbe Reihe); Krämer Gudrun, Geschichte des Islam, Bonn 2005 (BpB-Schriftenreihe Bd. 493); Ruthven Malise, Der Islam. Eine kurze Einführung, Ditzingen 2000 (Reclam gelbe Reihe); Vereinigte Lutherische Kirche in Deutschland (Hg.), Was jeder vom Islam wissen muss, Gütersloh 20016; Katajun Amirpur/Ludwig Ammann (Hgg.), Der Islam am Wendepunkt. Liberale und konservative Reformer einer Weltreligion, Freiburg im Breisgau 2006; Muhammad Arkoun, Der Islam. Annäherung an eine Religion, Heidelberg 1999; Yazar Nuri Öztürk, Der verfälschte Islam, Düsseldorf 2007; Waardenburg Jacques, Islamisch-Christliche Beziehungen. Geschichtliche Streifzüge, Würzburg 1993; Waardenburg Jacques, Muslim-Christian Perceptions of Dialogue today. Experiences and Expectations, Leuven 2000; Zebiri Kate, Muslims and Christians Face-to-Face, Oxford 1997.

 

 

 

31 759 Kleinere religiöse Gemeinschaften (Freikirchen - Sekten - Neureligionen) Schwarz
 

2st, Beginn: Di, 26.10.2010, 18-19.30
Weitere Sitzungen:

Fr 12.11.2010 9-12, 13-16 Uhr
Sa 13.11.2010 9-12
Fr 19.11.2010 9-12, 13-16 Uhr
Sa 20.11.2010 9-12

In diesem Seminar werden Vertreter verschiedener religiöser Gemeinschaften  (Baptisten, Zeugen Jehovas, Mormonen usw.) eingeladen, um über ihre Geschichte, Struktur und Lehre zu berichten. Ziel des Seminars ist es in einer nicht konfrontativen Weise diese verschiedenen Gemeinschaften differenziert und kritisch beurteilen zu können.

 

Seminare

31 901 Einführung in das Studium der Religionswissenschaft (Einführungskurs) Schnider,Schneck
 

2 st., Do 16-18, Raum wird noch bekannt gegeben

Ziel des Einführungskurses ist sowohl die Erarbeitung grundlegender
Kenntnisse über die Weltreligionen, als auch die Auseinandersetzung mit
dem Gegenstandsbereich, den verschiedenen Teilgebieten und den Methoden
der Religionswissenschaft - einem Fach mit großer Bandbreite.
Wir werden uns mit der Frage befassen, was >Religion< ist und
Definitionen und Bestimmungen zum Phänomen >Religion< erörtern.
Gegenstandsbereich und Verfahrensweise der beiden großen Teilgebiete
der Religionswissenschaft, Religionsgeschichte und Systematische
Religionswissenschaft, werden ebenso behandelt wie der Bereich der
angewandten bzw. praktischen Religionswissenschaft. Desweiteren werden
religionssoziologische, -ethnologische, -psychologische und andere
wissenschaftliche Zugänge zum Religiösen im Seminar bearbeitet.
Der Kurs bietet einen kurzen Überblick über die großen religiösen
Traditionen Judentum, Christentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus und
Daoismus - auch mit der Unterstützung durch Gastvorträge von Vertretern
einzelner Religionen.
Literatur:
Figl, Johann. 2003. Handbuch Religionswissenschaft. Religionen und ihre
zentralen Themen. Innsbruck.
Hock, Klaus. 2008(3). (unverän. Nachdr. d. 2. durchges. Aufl. von 2006.
2002(1)). Einführung in die Religionswissenschaft. Darmstadt.
Klöcker, Michael; Tworuschka, Udo (Hg.). 2008. Praktische
Religionswissenschaft. Ein Handbuch für Studium und Beruf. Stuttgart.
Stolz, Fritz. 2005(3). (Nachdr. von 2001(3); durchges. Aufl. von
1988(1)). Grundzüge der Religionswissenschaft. Göttingen.
Weitere Fachliteratur wird während des Kurses bekannt gegeben.

 

 

31 754

Religionsphilosophie der Aufklärung Heesch
 

2 st., Do 12-14, Raum wird noch bekannt gegeben

Die Aufklärung ist eine Epoche ab etwa 1650, in der man sich in Europa
des menschlichen Bewusstseins (der "Vernunft") als orientierender Instanz bewusst wurde und diese gegen traditionelle (z.B. kirchliche) Orientierungsnormen geltend machte. Freilich ist der Begriff der Vernunft ebenso klärungsbedürftig wie die Auswirkungen des beanspruchten Primats der Vernunft auf Theologie und Philosophie  vielschichtig sind.
Das Seminar beabsichtigt, anhand geeigneter Texte die Eigenart aufklärerischen Denkens und dessen Aufwirkung auf Theologie und Philosophie zu klären.
Literatur:   
Die Textgrundlage wird am Beginn des Seminars genannt und ggfs. zur Verfügung gestellt.

 

 


Sommersemester 2010

Grundbegriffe in der Religionswissenschaft

  • Seminar
  • 31902 Schnider, Schneck, Macher  
  • 2 st., Do 18-20, W 113           

Bei wissenschaftlicher Herangehensweise an religiöse Phänomene fällt auf, dass viele Begriffe für bestimmte Kontexte nur relativ schwer greifbar bzw. definierbar sind. Dies beginnt bereits bei dem Begriff Religion selbst und setzt sich u. A. fort in (>klassischen< religionswissenschaftlichen) Begriffen wie das Numinose, das Heilige, etc.  So sind beispielsweise Bedeutungen von Begriffen, die der europäischen Kultur entstammen, nur begrenzt auf Phänomene und Zusammenhänge in anderen Kulturen übertragbar.
Bei der Befassung mit (Grund-)Begriffen, die in der Religionswissenschaft Anwendung finden, ist u.a. auch zu beachten, dass diese Begriffe aus den unterschiedlichen Blickrichtungen der Teildisziplinen und Ausrichtungen des Faches heraus unterschiedliche Bedeutungsschwerpunkte und -inhalte annehmen.  (Stichwort: kulturwissenschaftliche Perspektive in der RW).
Jeder (Grund-)Begriff hat innerhalb des breiten Spektrums der Religionswissenschaft seine eigene Geschichte und der Versuch u.a. der systematischen Religionswissenschaft ein begriffliches Instrumentarium bereit zu stellen, mit dem wissenschaftliches Arbeiten erleichtert wird, ist sehr zu begrüßen.
Das Seminar will eine Auswahl von Begriffen aus dem Bereich der Typologie wie etwa Naturreligion, Polytheismus, Schamanismus, Synkretismus, Universalismus, etc. behandeln, ebenso Begriffe, welche die religiöse Ausübung und Wirklichkeit betreffen, wie etwa Askese, (religiöse) Autorität, Gebet, Gottesvorstellungen, Meditation, Mystik, (religiöse) Normen, Opfer, Pilgerschaft, Ritual, Totem, u. Ä.
Zentrale Begriffe aus der gegenwartsbezogenen Religionswissenschaft wie religiöser Pluralismus, Fundamentalismus, Konversion, etc. werden auch Teil der Erörterungen sein, ebenso (in einer Art Exkurs in die praktische RW) einige ausgesuchte Begriffe aus einzelnen Religionen. 

Literatur
Auffarth, C.; Kippenberg, H.G.; Michaels, A. (Hg.). 2006. Wörterbuch der Religionen. Stuttgart.
Cancik, H.; Gladigow, B.; Kohl, K. (Hg.). 1988-2001. Handbuch
religionswissenschaftlicher Grundbegriffe. Bd. I-IV. Stuttgart u.a.
Figl, Johann. (Hg.). 2003. Handbuch Religionswissenschaft. Religionen und ihre zentralen
Themen. Innsbruck.
Hock, Klaus. 32008. (unverän. Nachdr. d. 2. durchges. Aufl. von 2006. 12002). Einführung in die Religionswissenschaft. Darmstadt.
Kippenberg, Hans G.; Stuckrad, Kocku v. 2003. Einführung in die Religionswissenschaft. Gegenstände und Begriffe. München.
Klöcker, Michael; Tworuschka, Udo (Hg.). 2008. Praktische Religionswissenschaft. Ein Handbuch für Studium und Beruf. Stuttgart. 



Einführung in das Judentum

  • Vorlesung
  • 31763 Ehrlich
  • 2 st., Di 16-18, Raum wird noch bekannt gegeben

Unter den Weltreligionen ist das Judentum eine der kleinsten, jedoch hat sie einen außerordentlichen Einfluss auf die Religionsgeschichte und die Theologie, insbesondere der westlichen Welt, ausgeübt. In dieser Vorlesung wird die geschichtliche Entwicklung des Judentums in seiner Mannigfaltigkeit besprochen, um die große Bedeutung des Judentums für die Religionsgeschichte und Theologie zu verdeutlichen.



 Einführung in die Hebräische Bibel (bzw. AT/Tanach)

  • Vorlesung
  • 31764 Ehrlich
  • 2 st., Di 12-14

Die Hebräische Bibel bzw. das christliche Alte Testament ist unter den religiösen Texten der Welt einzigartig, indem sie von zwei der Weltreligionen als heilige Schrift betrachtet wird und einen großen Einfluss auf die Entwicklung einer anderen ausgeübt hat. Diese Vorlesung wird eine Einführung in
die Zusammenstellung, die Entwicklung, den Inhalt, die Literatur, die Welt, und die Theologie bzw. die Religionsgeschichte der Hebräischen Bibel geben, um den Studierenden eine Übersicht über den Text und dessen Bedeutung nahezubringen.


Weltreligionen im Religionsunterricht

  • Seminar
  • 31765 Fricke  
  • 2 st., Di 10-12

"Der Religionsunterricht informiert und orientiert ... über Fragen des interreligiösen Dialogs" heißt es in den Leitlinien für den Evangelischen Religionsunterricht in Bayern. In einer enger zusammenrückenden Welt kann der gelungene Dialog zwischen den Religionen ein Anker für ein friedliches Miteinander werden. Im Seminar lernen wir Judentum, Islam, Östliche Religionen sowie Ethnische Religionen -- z.T. in persönlichen Begegnungen -- kennen und fragen nach den Lernmöglichkeiten für Schüler/innen. Wir analysieren Unterrichtswerke und Lehrpläne für Grund-, Haupt- und Realschule auf ihre interreligiösen Konzeptionen, diskutieren verschiedene Modelle (Religionskunde? Vergleiche mit dem Christentum? ,Ausprobieren' fremder Religionen? ...) mit ihren Chancen und Grenzen und entwickeln Kriterien für ein pädagogisch und theologisch verantwortetes interreligiöses Lernen im evangelischen Religionsunterricht.


Albert Schweitzer: ein Protestant im Umbruch der Epochen

  • Seminar
  • 31753 Heesch
  • 2 st.; Mo. 14-16

Die Kirche und die Revolution
  • Vorlesung
  • 31752 Heesch
  • 2 st.; Di. 14-16

 

Wintersemester 2009/10


Einführung in das Studium der Religionswissenschaft

  • 31901 Schnider/Schneck
  • 2 st., Di 8.30 bis 10.00 Uhr, Seminar (Einführungskurs)

Ziel des Einführungskurses ist sowohl die Erarbeitung grundlegender Kenntnisse über die Weltreligionen, als auch die Auseinandersetzung mit dem Gegenstandsbereich, den verschiedenen Teilgebieten und den Methoden der Religionswissenschaft - einem Fach mit großer Bandbreite.
Wir werden uns mit der Frage befassen, was >Religion< ist und Definitionen und Bestimmungen zum Phänomen >Religion< erörtern. Gegenstandsbereich und Verfahrensweise der beiden großen Teilgebiete der Religionswissenschaft, Religionsgeschichte und Systematische Religionswissenschaft, werden ebenso behandelt wie religionssoziologische, -ethnologische, -psychologische und andere Zugänge zum Religiösen bzw. zur Religion.
Der Kurs bietet einen kurzen Überblick über die großen religiösen Traditionen Judentum, Christentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus und Daoismus.

Literatur:

  • Figl, Johann. 2003. Handbuch Religionswissenschaft. Religionen und ihre zentralen Themen. Innsbruck.
  • Hock, Klaus. 2008(3). (unverän. Nachdr. d. 2. durchges. Aufl. von 2006. 2002(1)).  Einführung in die Religionswissenschaft. Darmstadt.
  • Klöcker, Michael; Tworuschka, Udo (Hg.). 2008. Praktische Religionswissenschaft. Ein Handbuch für Studium und Beruf. Stuttgart. 
  • Stolz, Fritz. 2005(3). (Nachdr. von 2001(3); durchges. Aufl. von 1988(1)). Grundzüge der Religionswissenschaft. Göttingen. 
  • Weitere Fachliteratur wird während des Kurses bekannt gegeben

Entwicklung der Stadt aus religionswissenschaftlicher Sicht von Babylon bis in die heutige Zeit

  • 31902 Greve
  • 2 st., Di 16-18, Seminar
Im ersten Teil des Seminars soll die historische Wahrheit über die Stadt Babylon und ihre Entwicklungsgeschichte herausgearbeitet werden und zwar mit besonderem Blick auf die religiösen Implikationen, die sowohl die Wirtschaft, die Wissenschaft, die Kunst, die Verwaltung als auch insbesondere das rituell-kulturelle Leben in diesem Gemeinwesen geprägt haben.
Nach einem "Zeitsprung" wird in einem Vergleich der Schwerpunkt auf die mittelalterliche Stadt gelegt werden, wobei sich das Interesse insbesondere auf die Kathedralstädte und die von den Bettelorden geprägten Urbanitäten richten wird.
Der zweite Teil des Seminars wird sich - sowohl theoretisch als auch in ihrer praktischen Umsetzung - mit den verschiedenen Formen der Utopie, und hier insbesondere mit der religiösen Utopie, auseinandersetzen.
Dazu werden wir zunächst die "reducciones" in Paraguay - bekannt unter dem Namen Jesuitenstaat - beleuchten und zum besseren Verständnis auch die Vorläuferorganisationen in der Chiqitania im Tiefland von Bolivien und Juli am Titicacasee mit in die Betrachtungen einbeziehen.
Einige dort aufzuzeigende "utopische" Elemente werden zu einer kurzen Behandlung der Utopia von Thomas Morus, der Sonnenstadt von Tommaso Campanella und des Fragmentes Neu-Atlantis von Francis Bacon führen.
Die dort gewonnenen theoretischen Grundlagen zum Verständnis einer Utopie sollen sowohl bei der folgenden Beschäftigung mit den Täufern von Münster als auch in den radikal pietistischen Utopien von Herrenhut und Herrenhag konkretisiert werden.
Da die beiden letztgenannten Utopien auf der Vorstellung vom "Himmlischen Jerusalem", wie sie in der Apokalypse formuliert wurde, basieren und sich bewusst abheben von dem negativ gefärbten Mythos der "Hure Babel/Babylon", das sich als Vorurteil seit dem Alten Testament in der Vorstellung der Menschen hält, wird der Kreis zum Beginn des Seminars geschlossen werden, in dem wir uns mit den historisch nachvollziehbaren Tatsachen der durchaus ehrenwerten und "normalen" Stadt Babylon beschäftigt haben.

Die jeweils relevanten  Literaturhinweise werden im  Laufe des Seminars bekannt gegeben.




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Kommentare zu den Lehrveranstaltungen
Sommersemester 2009


Einführung in das Judentum

  • 31759 Kothmann
  • 2 st., Do 14-16 Uhr, Vorlesung
Wie in kaum einer anderen Religion ist für Juden das Lernen religiöse Pflicht, allgemeines Ideal und
keineswegs nur das Privileg von Theologen. Gemäß der Anweisung aus dem Talmud: "Mit fünf zur
Bibel, mit zehn zur Mischna, mit dreizehn zum Talmud, mit achtzehn zur Ehe", kreist das lebenslange
Studium primär um die Tora und die zu ihrer Erklärung entstandene Traditionsliteratur.
Ausgehend von der zentralen Stellung des Lernens und Gedenkens im jüdischen Glauben werden wir uns in dieser Vorlesung zunächst einen Überblick über das maßgebliche Schrifttum verschaffen und davon ausgehend nach den zentralen Inhalten des jüdischen Glaubens fragen. Darüber hinaus werden wir uns wichtige Stationen jüdischer Geschichte vergegenwärtigen und ausgehend von den uns hier begegnenden, unterschiedlichen religiösen Strömungen nach Formen und Gestalten jüdischer Glaubenspraxis im Jahres- und Lebenslauf fragen. Abschließend soll der Frage nachgegangen werden, inwieweit das Judentum als älteste der monotheistischen Religionen zentrale Grundlagen sowohl des Christentums wie auch des Islam beinhaltet.

Literatur zur Einführung:
  • Israel M. Lau, Wie Juden leben. Glaube, Alltag, Feste, Gütersloh, 6. Aufl. 2005.
  • Jonathan Magnonet, Einführung in das Judentum, Neukirchen-Vluyn 2004.


Religion und Religionen als Thema der Theologie

  • 31751 Heesch
  • 2 st., Di 14-16 Uhr, Seminar
Zwar ist Religion keine im eigentlichen Sinne theologische Kategorie, in wichtigen gesellschaftlichen Diskussionszusammenhängen, etwa um den Religionsunterricht oder den Dialog der Religionen, taucht der Begriff jedoch auf. Das Seminar will anhand der fortlaufenden Lektüre und Diskussion überwiegend neuerer Texte zum Thema Religion und eine Übersicht über das komplexe Problemfeld geben.

Literatur:

Eine Textsammlung wird zu Beginn des Seminars zur Verfügung gestellt.



Die Religionen Indiens und ihre Erscheinungsformen im Westen

  • 31900 Schnider / Schneck
  • 2 st., Di 08:30 - 10:00 Uhr, Seminar
Das Seminar befasst sich (1.) mit historischen Entwicklungen, sowohl der ´dharmischen Religionen` Indiens (Hinduismus, Buddhismus, Sikhismus, Jainismus), als auch mit der Geschichte des Islam und des Christentums in Indien.
Behandelt wird (2.) auch die heutige Situation der Religionen auf dem Kulturareal  des indischen Subkontinents (geplant: vor allem Republik Indien, aber auch Pakistan).
Fragen, die Konflikte (auch militante Auseinandersetzungen) und die interreligiöse Zusammenarbeit zwischen den Religionen in der zahlenmäßig größten Demokratie der Welt (ca. 1,15 Mrd. Einw.) betreffen, werden ebenso erörtert werden, wie das Verhältnis zwischen Staat und den Religionen (u.a.: Antikonversionsgesetze).
Des Weiteres werden (3.) Erscheinungsformen und Entwicklungen ursprünglich indischer Religionen in westlichen Gesellschaften an Beispielen untersucht. Dabei rücken auch verschiedene Prozesse der Inkulturation im Westen, die Vermischung von östlichem und westlichem Gedankengut, Faktoren individueller Rezeption in pluralistischer werdenden Gesellschaften des Westens ins Blickfeld.

Literatur:
  • Brass, Paul R. 2003. The Production of Hindu-Muslim Violence in Contemporary India. Washington.
  • Dundas, Paul. 2002. The Jains. London
  • Kölver, Bernhard. 2003. Das Weltbild der Hindus. Berlin.
  • Madan, Triloki N. (Hg.). 2004. India´s Religions. Oxford.
  • Mette, Adelheid. 2003. "Jainismus". In: Figl, Johann (Hg.). Handbuch Religionswissenschaft. Religionen und ihre zentralen Themen. Innsbruck.
  • Michaels, Axel. 2006 (Neuauflage; 1998 (1)). Der Hinduismus. Geschichte und Gegenwart. München.
  • Schied, Michael. 2008. Nationalismus und Fundamentalismus in Indien. Saarbrücken.
  • Stukenberg, Marla. 1995. Die Sikhs. Religion, Geschichte, Politik. München.
  • Witzel, Michael. 2003. Das Alte Indien. München.
  • Wrogemann, Henning (Hg.). 2008. Indien - Schmelztiegel der Religionen oder Konkurrenz der Missionen? Protestantische Mission in Indien seit ihren Anfängen in Tranquebar (1706) und die Sendung anderer Konfessionen und Religionen. Geschichtliche Perspektiven und aktuelle Herausforderungen. Frankfurt/Berlin.
  • (Weitere Literatur wird zu Semesterbeginn bekannt gegeben)


Meditationspraxis des Zen-Buddhismus und korrelierende Aspekte aus der Existenzphilosophie

  • 31901 Lehmeier / Macher
  • 2 st., Do 10 - 12 Uhr, Seminar
"Im Zen sind sogar die alltäglichsten Dinge ein Wunder ... und die Tatsache, dass wir leben, ist das größte aller Wunder" (David Fontana). Nach Heinrich Dumoulin öffnete Asiens Weisheitswort von der "Ruhe in Bewegung" und der "Bewegung in Ruhe" dem Zen-Weg, der diese Weisheit verkörpert, viele Türen. In ernster Schweigemeditation erworbene Stille hilft, Antwort auf die Zeitnöte unserer Tage zu finden. Die Praxis des Zazen - za bedeutet sitzen, zen Versenkung, Konzentration - ermöglicht die Erkenntnis der wahren menschlichen Natur. Zazen praktizieren bedeutet Körper und Geist ins Gleichgewicht bringen. Beim Zazen als ernste Lebensübung ohne Absicht geht es um die eigene Existenz im Eingebundensein in die Gemeinschaft.
In diesem Seminar werden u.a. Hintergründe und Methoden des Zazen erarbeitet, die in die Praxis der Meditation einmünden. Theoretisches Wissen kann die praktische Erfahrung ergänzen aber nicht ersetzen.
Außerdem wird der Versuch unternommen, Bezüge zur Existenzphilosophie, die das philosophische Denken von der konkreten Selbst- und Welterfahrung des Einzelnen ausgehen lässt, herzustellen. Insbesondere Karl Jaspers (1883-1969) und seine Konzeption der Grenzsituationen menschlichen Lebens und der existentiellen Kommunikation sollen dabei zu Wort kommen.

(Literatur wird zu Semesterbeginn und im Verlauf des Seminars bekannt gegeben)



Götter, Heroen und Heilige. Theologische und kunstgeschichtliche Perspektiven

  • 31757 Schwarz
  • 2 st., Blockseminar; 3 vorbereitende Sitzungen in Regensburg (Termine dafür werden noch bekannt gegeben), 18-25.09.09 in Nafpaktos/Griechenland
Menschen brauchen zu Lebensorientierung Leitbilder. Die gab es in der Antike in den Göttern und Heroen und im Christentum durch die Heiligen. In diesem Seminar wird aus kunstgeschichtlicher und evangelischer wie katholischer Perspektive erarbeitet, wie es zu diesen Leitbildern kam, welche Funktion sie erfüllen und was wir von ihnen für heute lernen können.

Anmeldung erforderlich in PT 2.2.19!






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Kommentare zu den Lehrveranstaltungen
Wintersemester 2008/09



Einführung in das Studium der Religionswissenschaft

  • 31901 Schnider/Macher
  • 2 st., Di 8.30 bis 10.00 Uhr, (Achtung Zeitänderung!) Seminar (Einführungskurs)

Ziel des Einführungskurses ist sowohl die Erarbeitung grundlegender Kenntnisse über die Weltreligionen, als auch die Auseinandersetzung mit dem Gegenstandsbereich, den verschiedenen Teilgebieten und den Methoden der Religionswissenschaft - einem Fach mit großer Bandbreite.
Wir werden uns mit der Frage befassen, was - Religion - ist und Definitionen und Bestimmungen zum Phänomen - Religion - erörtern. Gegenstandsbereich und Verfahrensweise der beiden großen Teilgebiete der Religionswissenschaft, Religionsgeschichte und Systematische Religionswissenschaft, werden ebenso behandelt wie religionssoziologische, -ethnologische, -psychologische und andere Zugänge zum Religiösen bzw. zur Religion.
Der Kurs bietet einen kurzen Überblick über die großen religiösen Traditionen Judentum, Christentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus und Daoismus.

Literatur:

  • Figl, Johann. 2003. Handbuch Religionswissenschaft. Religionen und ihre zentralen Themen. Innsbruck.
  • Hock, Klaus. 22006. (durchges. Aufl. von 12002).  Einführung in die Religionswissenschaft. Darmstadt.
  • Kippenberg, Hans G.; Stuckrad, Kocku v. 2003. Einführung in die Religionswissenschaft. Gegenstände und Begriffe. München.
  • Stolz, Fritz. 32001. (durchges. Aufl. von 11988). Grundzüge der Religionswissenschaft.    Göttingen. 
  • Weitere Fachliteratur wird während des Kurses bekannt gegeben


Interreligiöser Dialog und gesellschaftlicher Friede mit Exkursion zu Regensburger Religionsgemeinschaften

  • 31 900 Kothmann u.a.
  • 2 st., Mi 17-19, Vorlesung
Die Weltreligionen stellen neben dem Christentum gesellschaftlich und auch in den schulischen Lehrplänen eine große Herausforderung zum Lernen dar. In diesem Seminar wollen wir uns unter religionswissenschaftlichen, systematisch-theologischen und religionsdidaktischen Gesichtspunkten  insbesondere dem Judentum und dem Islam annähern und schließlich auch die fernöstlichen Religionen (Hinduismus und Buddhismus) berücksichtigen. Dabei soll nach Möglichkeiten und Grenzen interreligiösen Lernens und der unterrichtlichen Konkretion im Kontext  des schulischen Religionsunterrichts gefragt werden. Geplant sind zudem Besuche in der Regensburger Synagoge, einer Moschee sowie im Buddhistischen Zentrum.

Literatur wird zu Beginn des Seminars bekannt gegeben.



Einführung in den Hinduismus

  • 31 902 Watson
  • 2 st., Seminar      (diese Veranstaltung entfällt leider!)


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Kommentare zu den Lehrveranstaltungen
Sommersemester 2008



Herausforderung Islam. Geschichte, Glaube und Leben des Islam heute und die Begegnung mit dem Christentum (Einführung in den Islam)

  • 31902 Triebel
  • 2 st., Do 14-16, Vorlesung
Die Vorlesung leitet zur Begegnung mit Muslimen in unserem Kontext an, indem Grundkenntnis über den Islam und das religiöse Leben der Muslime vermittelt werden. Dabei wird immer wieder auf Verbindungen, Ähnlichkeiten und Unterschiede zum Christentum Bezug genommen. Es werden keine besonderen Vorkenntnisse vorausgesetzt.

Literatur:

Zur Vorbereitung empfiehlt sich:
VELKD und EKD (Hg.), Was jeder vom Islam wissen muss, Gütersloh 20077.
Der Koran. Übersetzung von Adel Th. Khoury, Gütersloh 20074.
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Religionen in Osteuropa

  • 31900 Schnider/Schneck
  • 2 st., Do 10-12, Seminar
Osteuropa einschließlich der Balkanländer umfasst - mit Ausnahme von Griechenland - jene Länder, die bis 1989/91 unter kommunistischer Herrschaft standen. Diese Länder verbindet ihre gemeinsame postkommunistische Qualität. Die drei großen, geschichtlich gewordenen Religionen in diesen Ländern, das Christentum, der Islam und das Judentum erleben nach dem Ende des Kommunismus einen ausgeprägten, anhaltenden Transformationsprozess. Neue Religionsgesetze gaben den Religionen zunächst neue Rechtsgrundlagen. Die neuen Freiheiten brachten vielerorts eine besondere Konkurrenzsituation zwischen den Religionen hervor, wobei von Seiten einzelner Konfessionen auch Einfluss auf den Staat genommen wurde, um die eigenen Interessen in einem neu entstandenen Umfeld des religiösen Pluralismus besser wahrnehmen zu können.
Die neue Freiheit stellt die geschichtlichen Religionen Osteuropas auch vor die Frage der Restauration oder Reform. Die Balkanländer und Russland kennen beispielsweise die jurisdiktionell selbstständigen (>autokephalen<) Nationalkirchen. Diese unterstreichen die Einheit von Nation (Ethnie) und Kirche. Insofern grenzen sich diese Kirchen voneinander ab. Am Beispiel Polen kann man beobachten wie die geschichtlich vorherrschende Religion, der Katholizismus, insgesamt seine geschlossene Einheitlichkeit eher verliert und beginnt sich im freien und demokratischen Polen zu differenzieren. Hinzu kommen die Tendenzen zum Pluralismus der Religionen. Hier zeigt der Beitritt zur EU wie in vielen anderen osteuropäischen Staaten seine Wirkung.
Das Judentum war in Osteuropa nach dem nationalsozialistischen Völkermord am Verlöschen. In Russland gibt es nach einer langen Phase der Entfremdung vom Glauben eine ermutigende jüdische Renaissance. ...
Nach der Wende 1989/91 haben alle Staaten Osteuropas dem Islam die Glaubensfreiheit garantiert. Die Muslime Osteuropas wollen in der großen Mehrheit bei Wahrung der eigenen religiösen Identität den gewonnenen Anschluss an die abendländisch-europäische Kultur und ihren >europäischen<, freieren und teils synkretistischen Islam (z.B. Marienverehrung, Weihnachtsbaum, etc.) erhalten.
In Russland hat der Islam die unterschiedlichsten Erscheinungsformen, die im Seminar erörtert
werden. ...
Das Seminar will sich sowohl mit historischen Entwicklungen, als auch mit der gegenwärtigen Situation der Religionen in verschiedenen osteuropäischen Ländern befassen. Dabei spielen u.a. Themenbereiche wie die Veränderung der Religion in Prozessen der Modernisierung oder das Verhältnis zwischen Staat bzw. Politik und Religion eine Rolle. Spezifische Themen wie beispielsweise der Zusammenhang zwischen Antiokzidentalismus und ostkirchlicher Tradition oder der Antiokzidentalismus als eine Basis für ein Gegenmodell zu einem universalisierten westlichen Wertesystem (siehe: A. Giannakopoulos, 2002) können aus spezifisch religionswissenschaftlicher Perspektive ebenso behandelt werden wie z.B. Aspekte religiös-ethnischer Konstellationen in Osteuropa.
Geplant ist u.a. auch ein Besuch  im Ostkirchlichen Institut in Regensburg.

Literatur:

Bremer, Thomas. 2007. Kreuz und Kreml. Geschichte der orthodoxen Kirche in Russland.
    Freiburg i.Br.: Herder.
Freeze, C.; Hyman, P.; Polonsky, A. (Hrsg.). 2005. Focusing on Jewish Women in Eastern Europe.
   
Reihe: Polin. Studies in Polish Jewry. Vol. 18. Oxford: The Littman Library of Jewish Civilization.
Giannakopoulos, Angelos. 2002. "Antiokzidentalismus und ostkirchliche Tradition". In: ZfR
    (Zeitschrift für Religionswissenschaft) 10, 2002. Seite 119-129. Marburg: Diagonal.
Gitelman, Zvi Y. 2001 (2nd expanded ed.). A century of ambivalenz: the Jews of Russia and the
    Soviet Union, 1881 to the present.
Bloomington IN: Indiana University Press.
Graf, F.W. u. Kracht Große, K. (Hrsg.). 2007. Religion und Gesellschaft. Europa im 20.
    Jahrhundert.
Köln u.a.: Böhlau.
Keul, Istavàn. 2002. "`Neubauern´ und lex saxonum. Evangelisch-lutherische Roma in einer
    ostmitteleuropäischen Region". In: ZfR 10, 2002. Seite 191-225. Marburg: Diagonal.
Knox, Zoe. 2004. Russian society and the Orthodox church: religion in Russia after communism.
   
New York: RoutledgeCurzon.
Nikzentaitis, Alvydas; Schreiner, Stefan; Staliunas, Darius (Hrsg.). 2004. The Vanished World of
    Lithuanian Jews.
Amsterdam/New York: Rodopi.
Pilkington, Hilary and Yemelianova, Galina. 2003. Islam in pst-Soviet Russia: public and private
    faces.
New York: RoutledgeCurzon.
Pollack, Detlef. 2003. "Religion und Politik in den postkommunistischen Staaten Ostmittel- und
    Osteuropas". In: Aus Politik und Zeitgeschichte (B 42-43/2002). Bonn: Bundeszentrale für
    Politische Bildung.
Schnider, Franz. 1999. "Europa II: Osteuropa und Balkanländer". In: Metzler Lexikon Religion.
    Hg. Christoph Auffarth u.a. Seite 323-330. Stuttgart/Weimar: J.B. Metzler.
-------. 1999."Orthodoxe Kirchen". In: Metzler Lexikon Religion. Hg. Christoph Aufffarth u.a.
    Seite 628-630. Stuttgart/Weimar: J.B. Metzler.
Schulze Wessel, Martin. 2007. "Überlegungen zur modernen Religionsgeschichte Russlands als Teil
    einer Religionsgeschichte Europas." In: Graf, F.W. u. Kracht Große, K. (Hrsg.) Religion und
    Gesellschaft.
Köln u.a.: Böhlau. Seite 125-150.
-------. (Hrsg.). 2006. Nationalisierung der Religion und Sakralisierung der Nation im
    östlichen Europa.
Stuttgart: Steiner.
Selbach, Christopher. 2002. "The Orthodox Church in Post-Communist Russia and her Perception
    of the West: A Search for a Self in the Face of an Other". In: ZfR 10, 2002. Seite 131-173.
    Marburg: Diagonal.
Stan, Lavinia; Turcescu, Lucian. 2007. Religion and Politics in Post-Communist Romania. Oxford
    University Press.

Weitere Literatur wird noch bekanntgegeben.
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Ethik im Zen-Buddhismus und korrespondierende ethische Aspekte bei Schopenhauer

  • 31901 Lehmeier/Macher
  • 2 st., Di 12-14 Uhr, Seminar
Buddhistische Ethik geschieht ohne theistischen Bezug; sie mündet in einer allgemein nachvollziehbaren Lebensweisheit. Da im Kosmos alles miteinander in Verbindung steht, fällt jede schädigende aber auch jede helfende Handlung auf den Verursachenden zurück. Aus dieser Prämisse ergeben sich Tugend- bzw. Lasterkataloge, die den Gegenstand des ersten Teiles dieses Seminares bilden. Zen-Buddhismus pflegt darüberhinaus eine Situationsethik, die im konkret entretenden Fall eine geistesgegenwärtige Entscheidung fordert. Schwerpunkt des Handelns liegt in der Interaktion mit anderen Individuen sowie im gesellschaftspolitischen Engagement, jenseits vom Prinzip Erfolg/Nicht-Erfolg.
Hier schließt Schopenhauers Ethik an, welche im letzten Teil des Seminars behandelt werden soll. Im Zentrum seiner Ethik steht der Begriff des Mitleids als Triebfeder moralischen Handelns. Das, was den Menschen zum uneigennützigen Handeln antreibt ist nach Schopenhauer die unmittelbare, intuitive Teilnahme am Wohl und Wehe des Anderen. Im Mitleid volllzieht sich eine fundamentale Identifikation nicht nur mit allen Menschen, sondern mit allem Leben. Damit rückt Schopenhauers Ethik in eine augenfällige Nähe zur buddhistischen Ethik.

Literatur wird noch bekanntgegeben.
   


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Kommentare zu den Lehrveranstaltungen
Wintersemester 2007/08


Einführung in das Studium der Religionswissenschaft

  • 31901 Schnider/Schneck
  • 2 st., Do 10-12, Seminar (Einführungskurs), Raum: W 116

Ziel des Einführungskurses ist sowohl die Erarbeitung grundlegender Kenntnisse über die Weltreligionen, als auch die Auseinandersetzung mit dem Gegenstandsbereich, den verschiedenen Teilgebieten und den Methoden der Religionswissenschaft - einem Fach mit großer Bandbreite.
Wir werden uns mit der Frage befassen, was - Religion - ist und Definitionen und Bestimmungen zum Phänomen - Religion - erörtern. Gegenstandsbereich und Verfahrensweise der beiden großen Teilgebiete der Religionswissenschaft, Religionsgeschichte und Systematische Religionswissenschaft, werden ebenso behandelt wie religionssoziologische, -ethnologische, -psychologische und andere Zugänge zum Religiösen bzw. zur Religion.
Der Kurs bietet einen kurzen Überblick über die großen religiösen Traditionen Judentum, Christentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus und Daoismus.

Literatur:

  • Figl, Johann. 2003. Handbuch Religionswissenschaft. Religionen und ihre zentralen Themen. Innsbruck.
  • Hock, Klaus. 22006. (durchges. Aufl. von 12002).  Einführung in die Religionswissenschaft. Darmstadt.
  • Kippenberg, Hans G.; Stuckrad, Kocku v. 2003. Einführung in die Religionswissenschaft. Gegenstände und Begriffe. München.
  • Stolz, Fritz. 32001. (durchges. Aufl. von 11988). Grundzüge der Religionswissenschaft.    Göttingen. 
  • Weitere Fachliteratur wird während des Kurses bekannt gegeben

Zen-Buddhismus und interreligiöser Dialog

  • 31900 Lehmeier
  • 2 st., Mo 12-14, Vorlesung, Raum: Ch. 33.1.93

In dieser Vorlesung soll die Bedeutung des Zen-Buddhismus, seine Meditationspraxis des Zazen und sein Beitrag zum interreligiösen Dialog dargelegt werden. Die Geschichte des Zen wurde von Dôgen (1200-1253), der in den vergangenen Jahren im religiösen Leben Japans eine gewisse Renaissance erlebt und gleichzeitig auf das spirituelle Leben im Westen eine gewisse Faszination ausübt, wesentlich gestaltet. Zen ist konkret, direkt, essentiell, setzt sich mit dem Leben selbst auseinander, ist geprägt von direkter Transzendenzerfahrung, verzichtet auf dogmatische Lehren und intellektuelle Vermittlung religiöser Heilsbotschaften. Außerdem fasziniert die im Zen gelehrte, Körper und Geist umfassende ganzheitliche, psychologisch als neues Bewusstsein erfahrene Haltung.

Literatur:

  • Brück, M.v. & Lai, W. Buddhismus und Christentum; Geschichte, Konfrontation, Dialog. München 1997.
  • Dumoulin, H. Geschichte des Zen-Buddhismus. Bern 1986 u. 1987.
  • Dürckheim, K. Graf v. Vom doppelten Ursprung des Menschen. Freiburg, Basel, Wien 1987. 
  • Küng, H. & Bechert, H. Christentum und Weltreligionen - BUDDHISMUS. Serie Piper 1960, München 1995.
  • Suzuki, D.T. & Fromm, E. & Martino, R. de.  Zen-Buddhismus und Psychoanalyse. Suhrkamp Taschenbuch 37, Frankfurt a.M. 1998.
  • Suzuki, S. Zen-Geist Anfänger Geist. Zürich 1982.

Neue Religiöse Bewegungen des 20. Jahrhunderts vor dem Hintergrund häretischer Tendenzen des Mittelalters

  • 31 902  Greve
  • 2 st., Seminar,  ÄNDERUNG DER ZEIT! Mi. 16 - 18 Uhr in H 11!
Zunächst sollen Begriffe wie Sekte, Häresie und Neue Religiöse Bewegungen (NRB), zu denen auch die Jugendreligionen gehören, in ihrem jeweiligen soziokulturellen Kontext geklärt werden. Danach folgt die Beschäftigung mit den Gruppen der Kartharer und Waldenser als Beispiele häretischer Manifestationender mittelalterlichen Armutsbewegung. Für die Gegenwart werden anschließend Entstehung, Aufbau und Wirksamkeit der NRB aufgezeigt, wobei die Schwerpunkte sowohl auf den apokalyptischen Sekten als auch denen mit fernöstlicher Prägung liegen sollen. In einem dritten Schritt werden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede für die Ursachen herausgearbeitet, die Menschen im Mittelalter einerseits und Menschen unserer Zeit andererseits dazu führ(t)en, sich von den etablierten Kirchen abzuspalten, um ihre Sinnsuche in anderen Formen spirituellen Lebens zu verwirklichen.

Die Basisliteratur wird in der ersten Sitzung bekanntgegeben und durch spezielle Hinweise im Laufe des Seminars erweitert.

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Kommentare zu den Lehrveranstaltungen

Sommersemester 2007




Geschichte und Glaubensinhalte des Islam

  • 31 902  Baumann
  • 2 st., Do 17-19, Seminar

Gottesverständnis und Menschenbild, Prädestinationsglaube, Voraussetzungen und Realitäten der islamischen Ethik und ihre Auswirkungen auf den Alltag, Weltdeutung und Selbstverständnis, Endlichkeit und Erlösungsbedürftigkeit: Das Seminar stellt vor dem Hintergrund der Geschichte der Religion die Grundpfeiler des Islam in den Mittelpunkt. Und forscht auf dieser Basis nach den religiösen Aspekten in aktuellen Diskussionen. Religion und Staat, Menschenrechte, Krieg und Frieden, djihad, Gewalt, Kopftuch, Zusammenleben von Christen und Muslimen: Die Themen werden auf der Grundlage des Korans und der Richtungen der Koranexegese zwischen der Zeit Mohammeds und dem 21. Jahrhundert untersucht.

Grundbegriffe in der Religionswissenschaft

  • 31 903  Schneck / Macher
  • 2 st., Di 10-12, Seminar

Bei dem Versuch einer wissenschaftlichen Herangehensweise an religiöse Phänomene fällt auf, dass viele Begriffe für bestimmte Kontexte nur relativ schwer greifbar bzw. definierbar sind. Dies beginnt bereits bei dem Begriff Religion selbst und setzt sich fort in Begriffen wie das Numinose, das Heilige, Konversion, etc. So sind beispielsweise Bedeutungen von Begriffen, die der europäischen Kultur entstammen, nur begrenzt auf Phänomene und Zusammenhänge in anderen Kulturen übertragbar.
Bei der Befassung mit (Grund-)Begriffen, die in der Religionswissenschaft Anwendung finden, ist u.a. auch zu beachten, dass diese Begriffe aus den unterschiedlichen Blickrichtungen der Teildisziplinen und aus unterschiedlichen Ausrichtungen des Faches heraus unterschiedliche Bedeutungsschwerpunkte annehmen. Man kann in diesem Zusammenhang sicher nicht von feststehenden Begriffsdefinitionen sprechen. Sprache verändert sich.
Dennoch: Jeder (Grund-)Begriff hat innerhalb des breiten Spektrums der Religionswissenschaft seine eigene Geschichte und der Versuch u.a. der systematischen Religionswissenschaft ein begriffliches Instrumentarium bereit zu stellen, mit dem wissenschaftliches Arbeiten erleichert wird, ist sehr zu begrüßen.
Das Seminar will eine Auswahl von Begriffen aus dem Bereich der Typologie wie etwa Naturreligion, Polytheismus, Schamanismus, Synkretismus, Universalismus etc. behandeln, ebenso Begriffe, welche die religiöse Ausübung und Wirklichkeit betreffen, wie etwa Askese, Gebet, Gottesvorstellungen, Meditation, Mystik, (religiöse) Normen, Opfer, Pilgerschaft, Ritual, Totem, etc.
Zentrale Begriffe aus der gegenwartsbezogenen Religionswissenschaft wie religiöser Pluralismus, Fundamentalismus, Neue Religionen werden auch Teil der Erörterungen sein.
Neben den allgemeinen religionswissenschaftlichen Grundbegriffen werden auch Begriffe aus einzelnen Religionen erläutert werden.

Literatur:

  • Cancik, H.; Gladigow, B.; Kohl, K. (Hg.). Handbuch religionswissenschaftlicher Grundbegriffe. Bd. I-IV. Stuttgart u.a. 1988-2001.
  • Figl, Johann. Handbuch Religionswissenschaft. Religionen und ihre zentralen Themen. Innsbruck u.a. 2003.
  • Kippenberg, Hans G.; Stuckrad, Kocku v. Einführung in die Religionswissenschaft. Gegenstände und Begriffe. München 2003.
  • Stolz, Fritz.  Grundzüge der Religionswissenschaft. Göttingen 3. Aufl. 2001 (durchges. Aufl. von 1. Aufl. 1988).


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Kommentare zu den Lehrveranstaltungen
Wintersemester 2006/07


Einführung in das Studium der Religionswissenschaft

  • 31901 Schnider/Schneck
  • 2 st., Di 10-12, Seminar (Einführungskurs)

Ziel des Einführungskurses ist sowohl die Erarbeitung grundlegender Kenntnisse über die Weltreligionen, als auch die Auseinandersetzung mit dem Gegenstandsbereich, den verschiedenen Teilgebieten und den Methoden der Religionswissenschaft - einem Fach mit großer Bandbreite.
Wir werden uns mit der Frage befassen, was - Religion - ist und Definitionen und Bestimmungen zum Phänomen - Religion - erörtern. Gegenstandsbereich und Verfahrensweise der beiden großen Teilgebiete der Religionswissenschaft, Religionsgeschichte und Systematische Religionswissenschaft, werden ebenso behandelt wie religionssoziologische, -ethnologische, -psychologische und andere Zugänge zum Religiösen bzw. zur Religion. Der Kurs bietet einen Überblick über die großen religiösen Traditionen Judentum, Christentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus und Daoismus.

Literatur:

  • Antes, Peter (Hg.). Die Religionen der Gegenwart. München 1996.
  • Figl, Johann. Handbuch Religionswissenschaft. Religionen und ihre zentralen Themen. Innsbruck u.a. 2003.
  • Hock, Klaus. Einführung in die Religionswissenschaft. Darmstadt 2002. 
  • Kippenberg, Hans G.; Stuckrad, Kocku v. Einführung in die Religionswissenschaft. Gegenstände und Begriffe. München 2003.
  • Stolz, Fritz.  Grundzüge der Religionswissenschaft. Göttingen 3. Aufl. 2001 (durchges. Aufl. von 1. Aufl. 1988).
  • Weitere Fachliteratur wird während des Kurses bekannt gegeben

Interreligiöses Lernen. Zugänge zum Judentum, dem Islam und den fernöstlichen Religionen im Unterricht

  • 31756 Kothmann
  • 2 st., Do 14-16, Seminar
Die Weltreligionen neben dem Christentum stellen gesellschaftlich und darum auch in den schulischen Lehrplänen eine große Herausforderung zum Lernen dar. In diesem Seminar wollen wir uns unter religionswissenschaftlichen, systematisch-theologischen und religionsdidaktischen Gesichtspunkten ausgehend vom Christentum und anderen großen monotheistischen Religionen (Judentum und Islam) annähern und schließlich auch die fernöstlichen Religionen (Hinduismus und Buddhismus) berücksichtigen. Dabei soll auch nach den Möglichkeiten und Grenzen interreligiösen Lernens und der unterrichtlichen Konkretion im Kontext des schulischen Religionsunterrichts gefragt werden. Geplant sind zudem Besuche der Regensburger Synagoge, einer Moschee wie auch des Buddhistischen Zentrums.

Literatur:
  • Barth, Hans-Martin, Dogmatik, Evangelischer Glaube im Kontext der Weltreligionen, Gütersloh 2001.
  • Figl, Johann (Hg.) Handbuch Religionswissenschaft. Religionen und ihre zentralen Themen, Innsbruck u.a. 2003.
  • Lähnemann, Johannes, Evangelische Religionspädagogik in interreligiöser Perspektive, Göttingen 1998.
  • Schreiner, Peter u.a. (Hg.), Handbuch Interreligiöses Lernen, Gütersloh 2005.

Religiöse Gemeinschaften in West- und Osteuropa

  • 31902 Greve
  • 2st., Mi 10-12 Uhr, Seminar
Beginnend mit den Frühformen christlichen Mönchslebens in der Wüste werden die Grundelemente des europäischen Ordenslebens herausgearbeitet. Danach sollen die Entwicklungsstränge der jeweiligen Ordensgeschichte behandelt werden, und zwar einerseits im Westen Europas mit den chronologischen Schwerpunkten: Augustiner, Benediktiner, Iren und Angelsachsen - und hierzu der längerfristige Einfluss von Kolumban und Bonifatius auf das Mönchsleben auf dem Kontinent - sowie die Entstehung und die Verbreitung der Bettelorden, und andererseits im Osten Europas mit den Schwerpunkten: Byzanz/Konstantinopel, Starzentum, Studiten, Berg Athos und den Anfängen des Mönchtums in Russland. Die Herausarbeitung spezifischer Strukturen der jeweiligen Ordensformen - u.a. erkennbar durch die Analyse der verschiedenen Mönchsregeln - die Heranziehung relevanter Urkunden und die Betrachtung kunsthistorischer Aspekte sollen dabei zu einem Vergleich zwischen westlichem und östlichem Mönchtum anregen und dabei auch die politisch-sozialen Implikationen der jeweiligen klösterlichen Wirklichkeit würdigen, deren Gesamtheit sich in diesem Seminar von den Anfängen bis zum Ausgang des Mittelalters erstrecken wird.

Literatur:

Die erforderliche Basisliteratur wird in der ersen Sitzung bekannt gegeben und im Verlauf der Veranstaltung ergänzt.

Grundlagen der Ethik

  • 31763 König
  • 2st., Mi 10-12 Uhr, Übung
Die Veranstaltung führt in die neuzeitlich-moderne Ethikdiskussion ein und soll unterschiedliche Konzeptionen der Ethik beleuchten, darunter das Verständnis von Verantwortungsethik, den Ansatz der Situationsethik, die Ethik der Werte und Normen oder den Utilitarismus. Neben Denkmodellen der evangelischen Ethik (von Karl Barth, Trutz Rendtorff und anderen Autoren) sollen katholische und philosophische Ansätze (z.B. Max Weber, Hans Jonas) angesprochen werden.

Die unterschiedlichen Theorien und Grundbegriffe der Ethik werden jeweils mit Hilfe geeigneter materialethischer Beispiele veranschaulicht (zum Beispiel aus der Medienethik oder der Medizinethik).

Literatur
  • Suda, Max Josef. Ein Überblick über die Theorien vom richtigen Leben, Köln u.a., 2005.
  • Weitere Literatur wird im Verlauf der Veranstaltung bekannt gegeben.


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Kommentare zu den Lehrveranstaltungen
Sommersemester 2006


Jugend und Religion. Ergebnisse und Interpretationen einer laufenden Untersuchung

  • 31756 Bröking-Bortfeldt
  • 2 st., Do 14-16 Uhr, Seminar
Im Jahr 2005 hat die Erhebungsphase stattgefunden, in der rund 2000 Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahren in verschiedenen Regionen Deutschlands über ihre religiösen Orientierungen, Meinungen und Einstellungen zur Bibel sowie persönliche Zukunftsperspektiven befragt wurden. Gegenwärtig befindet sich diese empirische Untersuchung in der Auswertung. Sie geht zurück auf eine ähnlich gelagerte Untersuchung mit vergleichbaren Fragestellungen, die Anfang der 1980er Jahre an der Universität Oldenburg durchgeführt wurde.
Im Seminar werden die ganz aktuellen Auswertungsergebnisse präsentiert und debattiert, mit den Befunden vor 25 Jahren in Beziehung gesetzt und generell empirische Forschungsmethoden diskutiert.

Einführende Literatur
  • Martin Bröking-Bortfeldt: Schüler und Bibel. Eine empirische Untersuchung religiöser Orientierungen. Die Bedeutung der Bibel für 13-16jährige Schüler. 2. Auflage Aachen 1989.
  • Andreas Diekmann: Empirische Sozialforschung. Grundlagen, Methoden, Anwendungen, 7. Auflage Reinbeck 2001.

Kulturgeschichte des Schleiers. Ergebnisse und Interpretationen einer laufenden Untersuchung

  • 31902 Baumann
  • 2 st., Mi 17-19, Seminar
Diese Veranstaltung muss leider entfallen!!! Sie wird voraussichtlich im Sommersemester 2007 stattfinden.
Anstelle dieses Seminars wird ein Einführungskurs angeboten.


Einführung in das Studium der Religionswissenschaft

  • 31901 Schnider/Schneck
  • 2 st., Do 10-12, Seminar (Einführungskurs)

Ziel des Einführungskurses ist sowohl die Erarbeitung grundlegender Kenntnisse über die großen religiösen Traditionen, als auch die Auseinandersetzung mit dem Gegenstandsbereich, den verschiedenen Teilgebieten und den Methoden der Religionswissenschaft - einem Fach mit großer Bandbreite.
Wir werden uns mit der Frage befassen, was "Religion" ist und Definitionen und Bestimmungen zum Phänomen "Religion" erörtern. Gegenstandbereich und Verfahrensweise der beiden großen Teilgebiete der Religionswissenschaft, Religionsgeschichte und Systematische Religionswissenschaft, werden ebenso behandelt wie religionssoziologische, -ethnologische, -psychologische und andere Zugänge zum Religiösen bzw. zur Religion. Der Kurs bietet einen Überblick über die "Weltreligionen" (Judentum, Christentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus), wobei im Besonderen der Islam auch aus der Sicht des Islamforschers, Dr. Elhadi Essabah, erläutert werden wird.

Literatur:

  • Antes, Peter (Hg.). Die Religionen der Gegenwart. München 1996.
  • Hasenfratz, Hans-Peter. Religion - was ist das? Freiburg u.a. 2002.
  • Hock, Klaus. Einführung in die Religionswissenschaft. Darmstadt 2002.
  • Kippenberg, Hans G. Die Entdeckung der Religionsgeschichte. Religionswissenschaft und Moderne. München 1997.
  • Kippenberg, Hans G.; Stuckrad, Kocku v. Einführung in die Religionswissenschaft. Gegenstände und Begriffe. München 2003.
  • Stolz, Fritz. Grundzüge der Religionswissenschaft. Göttingen 3. Aufl. 2001 (durchges. 1. Aufl. 1988).
  • Weitere Fachliteratur wird während des Kurses bekannt gegeben)

Religionspädagogisches-religionswissenschaftliches Kolloquium zu aktuellen Forschungsfragen

  • 31763 Bröking-Bortfeldt
  • 1st., Don 16.30-18, vierzehntägig 2 st. (Beginn 4. Mai 2006)

Das Kolloquium steht allen religionspädagogisch und religionswissenschaftlich Interessierten offen. Zum einen können aktuelle Forschungsvorhaben von Teilnehmerinnen und Teilnehmern selbst vorgestellt werden, zum anderen können die Teilnehmenden interessierende Fragen im Grenzgebiet zwischen Religionspädagogik und Religionswissenschaft auswählen und im Verlauf des Semesters bearbeiten. Ein möglicher Schwerpunkt könnte das Verhältnis zwischen den drei Religionen Judentum, Christentum und Islam sein. Aber auch andere religiöse Strömungen und religionssoziologische Fragestellungen können zur Sprache kommen.

Einführende Literatur:

Figl, Johann (Hg.): Handbuch Religionswissenschaft. Religionen und ihre zentrale Themen. Innsbruck, Wien, Göttingen 2003.


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Kommentare zu den Lehrveranstaltungen
Wintersemester 2005/06


Euro-Islam. Ein neueres theologisch, religionswissenschaftlich und religionspädagogisch relevantes Phänomen

  • 31751 Bröking-Bortfeldt
  • 2st., Don. 10:30-12 Uhr, Seminar
Die Vorlesung gibt eine Einführung in wesentliche Inhaltselemente der jüngsten der drei großen monotheistischen Weltreligionen (Judentum-Christentum-Islam), streift die Geschichte des Islam und stellt in den Mittelpunkt, welches Veränderungspotential darin liegt, dass der Islam zunehmend auch als ein "europäisches Phänomen" auftritt. Fragen zum interkulturellen Zusammenleben in Deutschland, zu Formen islamischen Religionsunterrichts und zum "Trialog" zwischen Judentum, Christentum und Islam runden die Thematik ab.
Leistungsnachweise: Hausarbeit oder Klausur. Geeignet für EWS gem. LPO1, §36, Abs. 2, Satz 3a.

Literatur:

Iris Keßler: Christen und Muslime - Nachbarn in Deutschland. Ein Beitrag zu einer interkulturellen Hermeneutik. Gütersloh 2004.

Einführung in das Studium der Religionswissenschaft

  • 31901 Schnider/Schneck
  • 2 st., Do 10-12, Seminar (Einführungskurs), Raum: W 116

Ziel des Einführungskurses ist sowohl die Erarbeitung grundlegender Kenntnisse über die großen religiösen Traditionen, als auch die Auseinandersetzung mit dem Gegenstandsbereich, den verschiedenen Teilgebieten und den Methoden der Religionswissenschaft - einem Fach mit großer Bandbreite.
Wir werden uns mit der Frage befassen, was "Religion" ist und Definitionen und Bestimmungen zum Phänomen "Religion" erörtern. Gegenstandbereich und Verfahrensweise der beiden großen Teilgebiete der Religionswissenschaft, Religionsgeschichte und Systematische Religionswissenschaft, werden ebenso behandelt wie religionssoziologische, -ethnologische, -psychologische und andere Zugänge zum Religiösen bzw. zur Religion. Der Kurs bietet einen Überblick über die "Weltreligionen" (Judentum, Christentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus), wobei im Besonderen der Islam auch aus der Sicht des Islamforschers, Dr. Elhadi Essabah, erläutert werden wird.

Literatur:

  • Antes, Peter (Hg.). Die Religionen der Gegenwart. München 1996.
  • Hasenfratz, Hans-Peter. Religion - was ist das? Freiburg u.a. 2002.
  • Hock, Klaus. Einführung in die Religionswissenschaft. Darmstadt 2002.
  • Kippenberg, Hans G. Die Entdeckung der Religionsgeschichte. Religionswissenschaft und Moderne. München 1997.
  • Kippenberg, Hans G.; Stuckrad, Kocku v. Einführung in die Religionswissenschaft. Gegenstände und Begriffe. München 2003.
  • Stolz, Fritz. Grundzüge der Religionswissenschaft. Göttingen 3. Aufl. 2001 (durchges. 1. Aufl. 1988).
  • Weitere Fachliteratur wird während des Kurses bekannt gegeben)

Das Judentum in Geschichte und Gegenwart

  • 31755 Bröking-Bortfeldt
  • 2st., Don. 14:00-16 Uhr, Seminar
Das Seminar wählt unter der großen Fülle von Themen solche aus, die dabei helfen, die dem Christentum am engsten benachbarte Religion besser kennenzulernen: jüdisches Leben in Geschichte und Gegenwart, christliche Theologie "nach Auschwitz", Trialog zwischen Judentum, Christentum und Islam; weitere Themen können auf Wunsch der Teilnehmenden ausgewählt werden. Ein Besuch bei der jüdischen Gemeinde Regensburg kann in das Seminar einbezogen werden.

Leistungsnachweise durch Referat/Sitzungsbetreuung oder Hausarbeit.

Literatur:

Karl-Heinz Golzio: Basiswissen Judentum, 2. Aufl. Gütersloh 2004.

Entwicklung der Ordensgemeinschaften in West- und Osteuropa

  • 31902 Greve
  • 2st., Don. 12:00-14 Uhr, Seminar, Raum: W 116
Beginnend mit den Frühformen christlichen Mönchslebens in der Wüste werden die Grundelemente des europäischen Ordenslebens herausgearbeitet. Danach sollen die Entwicklungsstränge der jeweiligen Ordensgeschichte behandelt werden, und zwar einerseits im Westen Europas mit den chronologischen Schwerpunkten: Augustiner, Benediktiner, Iren und Angelsachsen - und hierzu der längerfristige Einfluss von Kolumban und Bonifatius auf das Mönchsleben auf dem Kontinent - sowie die Entstehung und die Verbreitung der Bettelorden, und andererseits im Osten Europas mit den Schwerpunkten: Byzanz/Konstantinopel, Starzentum, Studiten, Berg Athos und den Anfängen des Mönchtums in Russland. Die Herausarbeitung spezifischer Strukturen der jeweiligen Ordensformen - u.a. erkennbar durch die Analyse der verschiedenen Mönchsregeln - die Heranziehung relevanter Urkunden und die Betrachtung kunsthistorischer Aspekte sollen dabei zu einem Vergleich zwischen westlichem und östlichem Mönchtum anregen und dabei auch die politisch-sozialen Implikationen der jeweiligen klösterlichen Wirklichkeit würdigen, deren Gesamtheit sich in diesem Seminar von den Anfängen bis zum Ausgang des Mittelalters erstrecken wird.

Literatur:

Die erforderliche Basisliteratur wird in der ersen Sitzung bekannt gegeben und im Verlauf der Veranstaltung ergänzt.

"Konflikt" oder "Kommunikation"? Konzepte zur Entstehung neuer religiöser Systeme in der Geschichte Lateinamerikas

  • 31903 Schramm
  • 2st., Mi. 18:00-20 Uhr, Seminar, Raum: W 116




Kommentare zu den Lehrveranstaltungen
Sommersemester 2005


"Die Wurzel trägt den Baum und nicht der Baum die Wurzel"

Das Judentum in Geschichte, Gegenwart und im Dialog mit christlicher Theologie Religionspädagogik

  • 31751 Bröking-Bortfeldt
  • 2st., Don. 10:30-12 Uhr, Seminar

(mit interuniversitärem Blockseminar (17.-19.6.2005)
-freiwilliges Ergänzungsangebot - zum Thema: "Spurensuche - jüdisches Leben in Regensburg"
(u.a. mit Besuch des Synagogengottesdienstes am Freitagabend) s.u.)

Das Bild von der Wurzel und dem Baum, das der Apostel Paulus im Römerbrief (11,18) gebraucht, macht deutlich, wie stark die Jesus-Generation im eigenen Judentum verwurzelt war, auch wenn mit dem Evangelium von Jesus Christus etwas völlig neues begann.
Die Vorlesung geht nicht nur auf diese "Stunde Null", sondern auch auf die Ursprünge des Judentums selbst ein, wie ihn das Alte Testament/die Hebräische Bibel und andere Quellen darstellen. Der Gang durch die reiche Geschichte des Judentums führt über die jüdische Gemeinde in Regensburg (vom Mittelalter bis in die Gegenwart), bezieht die furchtbaren Fakten Erfahrungen des Holocaust ein und entwickelt - nicht zuletzt für Thematisierungen in der Schule - Perspektiven für den zukünftigen Dialog mit dem Judentum. Ein Mitglied der Jüdischen Gemeinde Regensburg wird zu verschiedenen Teilthemen in der Vorlesung zu Gast sein.

Literatur:

  • Birgit Klein: Art. "Religiöse Erziehung in den Religionen 1. Judentum". In: LexRP Bd. 2. Neukirchen-Vluyn 2001, 1630-1637.
  • Hans Küng: Das Judentum. Die religiöse Situation der Zeit. München, Zürich 2001(2) (=Serie Piper Bd. 2827).
  • Leo Trepp: Die Juden. Volk, Geschichte, Religion. Neuausgabe. Reinbek 1998 (=rororo Sachbuch Bd. 60618)

"Spurensuche-jüdisches Leben in Regensburg"

Zusatzveranstaltung - Blockseminar 17.-19.06.2005

(u.a. mit Besuch des Synagogengottesdienstes am Freitagabend).
Die Zahl der TeilnehmerInnen aus Regensburg ist auf zwölf begrenzt.
Anmeldung zu Beginn des Sommersemesters im Lehrstuhlbüro (PT 4.2.67) erforderlich: Tel. (0941) 943-3750, Fax (0941) 943-3278;
eMail: michaela.daase@theologie.uni-regensburg.de

Das interuniversitäre Workshop-Seminar geht praktisch und reflektierend auf die Spurensuche des reichen Regensburger jüdischen Lebens in Geschichte und Gegenwart ein. Es fängt am Freitagnachmittag (17.6.2005) mit einem ersten Treffen der Studierenden-Gruppen aus Bayreuth und Regensburg in den Räumen der Regensburger Universität an; abends ist der Besuch des Synagogen-Gottesdienstes der Jüdischen Gemeinde am Brixener Hof vorgesehen.
Am Samstag (18.6.2005) wird bei einer Stadtführung jüdischen Spuren praktisch nachgegangen (ggf. einschließlich Neupfarrplatz und Dokument) und ihre didaktische Bearbeitung wird diskutiert. Außerdem wird in Universitätsräumen das Themenspektrum weiter vertieft. Für Sonntag (19.6.2005) ist ein Gesprächs-Treffen in der Regensburger Jüdischen Gemeinde vorgesehen, u.a. über den Unterricht in jüdischer Religion und den Mitgliederanteil der Gemeinde durch Zuzug aus Osteuropa.


Die Stellung der Frau in Religion und Kultur des Islam

  • 31902 Baumann
  • 2st., Mon 18-19:30 Uhr, Seminar

Kaum eine Religion wird in Geschichte und Gegenwart - sowohl in muslimischer Gesellschaften wie auch von außen - so sehr über die Stellung der Frau definiert wie der Islam.
Auf der einen Seite steht der Koran, auf der anderen finden sich Wirklichkeiten wie das Todesurteil durch Steinigung über Safija Husseini in Nigeria. Dieses Seminar geht der Frage nach, welche Rechte und Pflichten die heilige Schrift der Muslime für die Frauen definiert. Es folgt der Spur der Koran-Auslegungen unter Ihren historischen kulturellen und sozialen Bedingungen durch die Jahrhunderte bis zu den aktuellen Religionsdiskussionen, z.B. dem Kopftuch-Streitpunkt.
Ein Schwerpunkt ist die gelebte Religion von Muslimas heute. Das Seminar soll die oft "schleierhafte" Rolle der Frau in der zweitgrößten Glaubensgemeinschaft der Welt vor dem Hintergrund vom Koran Politik und religiöser Sozialisation enthüllen.

Literatur:

  • Akashe-Böhme, Farideh: Die islamische Frau ist anders. Vorurteile und Realitäten, Gütersloh 1997.
  • Baumann, Maria: Katharina heißt jetzt Ayshe. Wege deutscher Frauen zum Islam. Regensburg, 2004.
  • Becker, Sybille/Ilona Nord (Hg.): Religiöse Sozialisation von Mädchen und Frauen, Stuttgart 1995.
  • Die Bedeutung des Korans. Sure An-Nisa, Teil 4, 5 und 6, München 1991.
  • Minai, Naila: Schwestern unterm Halbmond: Muslimische Frauen zwischen Tradition und Emanzipation. 4. Auflage, München 1991.
  • Walther, Wiebke: Die Frau im Islam. In: Peter Antes. Der Islam, Stuttgart 1991.

Religionspädagogisches/Religionswissenschaftliches Colloquium zu aktuellen Forschungsfragen

  • 31759 Bröking-Bortfeldt
  • 1st., Don 18-19.30, vierzehntägig 2 st.

Das religionspädagogisch-religionswissenschaftliche Colloquium setzt die Arbeit aus dem vergangenen Winter fort, in dem aktuelle Forschungsvorhaben von Teilnehmerinnen vorgestellt wurden. Ein Hauptinteresse besteht darin, die gemeinsamen Themen von Religionswissenschaft und Religionspädagogik anhand konkreter Beispiele aus Forschung und Lehre zu diskutieren, nicht zuletzt im Blick auf das Verhältnis zwischen den drei Religionen Judentum, Christentum und Islam; aber auch Themen wie asiatische religiöse Strömungen und das religionssozilogisch zunehmend untersuchte Phänomen des Euro-Islam können zur Sprache kommen.

Neue Teilnehmerinnen sind willkommen; um eine kurze persönliche Anmeldung bei Prof. Dr. Bröking-Bortfeldt wird gebeten (Raum: PT 4.2.68; Tel. (0941) 943-3749; eMail: martin.broeking-bortfeldt@theologie.uni-regensburg.de).

Einführende Literatur:

  • Figl, Johann (Hg.): Handbuch Religionswissenschaft. Religionen und ihre zentrale Themen. Innsbruck, Wien, Göttingen 2003.


Veranstaltung im Rahmen der Studieneinheit Religionswissenschaft Basis- und Aufbaumodul:

Die Kreuzzüge

  • 33123 Oberste
  • 2st., Don 8-10 Uhr, Vorlesung

Als Papst Urban II. im Jahre 1095 auf dem Konzil von Clermont die Christenheit zur Befreiung des Heiligen Landes aufrief, brach für Europa ein neues Zeitalter an.
Die Annäherung von Kirche und Rittertum, die Entstehung von Ritter- und Hospitalorden, die gewaltsamen Progrome gegen die jüdischen Gemeinden am Rhein, schließlich die Bildung lateinischer Kreuzfahrerstaaten und Bischofssitze in Palästina, die Begegnungen des Abendlandes mit der byzantinischen, arabischen und jüdischen Kultur - all dies sind Folgen des ersten Kreuzzuges (1096-1099), an dessen Ende die Eroberung Jerusalems und die Wahl eines lateinischen Herrschers stand (Gottfried von Boillon). Die neuen Fürstentümer jenseits des Meeres (man nannte sie im Mittelalter "Outremer") gerieten aufgrund ihrer Insellage inmitten muslimischer Territorien schon bald in die militärische Defensive. Die römischen Päpste und europäischen Fürsten steuerten mit immer neuen Kreuzzugaufrufen und Feldzügen gegen den drohenden Verlust der christlichen Urstätten. Die Vorlesung wird anhand der zahlreichen fränkischen, byzantinischen und arabischen Quellen in die politischen, militärischen, sozioökonomischen und kulturellen Grundzüge der Kreuzzüge einführen.

Literatur:

  • Einführend: Hans Eberhard Mayer, Die Kreuzzüge, Stuttgart 1998 (12) (oder andere Aufl.); Nikolas Jaspert, Die Kreuzzüge, Darmstadt 2003

Hinweis: Begleitend zur Vorlesung findet eine vertiefende Übung mit Quellentexten, Wiederholungen und Fragen zum Vorlesungsstoff statt (Termin nach Vereinbarung).




Kommentare zu den Lehrveranstaltungen
Wintersemester 2004/05


Religionspädagogisches/Religionswissenschaftliches Colloquium zu aktuellen Forschungsfragen

  • 31759 Bröking-Bortfeldt
  • 1st., Don 18-19.30, vierzehntägig 2 st.

Einführung in das Studium der Religionswissenschaft

  • 31902 Schnider/Schneck
  • 2 st., Do 12-14, Seminar (Einführungskurs), Raum: PT 1.0.1

Ziel des Einführungskurses ist sowohl die Erarbeitung grundlegender Kenntnisse über die großen religiösen Traditionen, als auch die Auseinandersetzung mit dem Gegenstandsbereich, den verschiedenen Teilgebieten und den Methoden der Religionswissenschaft - einem Fach mit großer Bandbreite.
Wir werden uns mit der Frage befassen, was "Religion" ist und Definitionen und Bestimmungen zum Phänomen "Religion" erörtern. Gegenstandbereich und Verfahrensweise der beiden großen Teilgebiete der Religionswissenschaft, Religionsgeschichte und Systematische Religionswissenschaft, werden ebenso behandelt wie religionssoziologische, -ethnologische, -psychologische und andere Zugänge zum Religiösen bzw. zur Religion. Der Kurs bietet einen Überblick über die "Weltreligionen" (Judentum, Christentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus), wobei im Besonderen der Islam auch aus der Sicht des Islamforschers, Dr. Elhadi Essabah, erläutert werden wird.

Literatur:

  • Antes, Peter (Hg.). Die Religionen der Gegenwart. München 1996.
  • Hasenfratz, Hans-Peter. Religion - was ist das? Freiburg u.a. 2002.
  • Hock, Klaus. Einführung in die Religionswissenschaft. Darmstadt 2002.
  • Kippenberg, Hans G. Die Entdeckung der Religionsgeschichte. Religionswissenschaft und Moderne. München 1997.
  • Kippenberg, Hans G.; Stuckrad, Kocku v. Einführung in die Religionswissenschaft. Gegenstände und Begriffe. München 2003.
  • Stolz, Fritz. Grundzüge der Religionswissenschaft. Göttingen 3. Aufl. 2001 (durchges. 1. Aufl. 1988).
  • Weitere Fachliteratur wird während des Kurses bekannt gegeben)

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