| Studienberatung:
Prof. Dr. David Hiley, Gebäude PT 4.2.23, Tel. 943 35 12
Prof. Dr. Rainer Kleinertz, Gebäude PT 4.2.04, Tel. 943 37 54
Dr. Bettina Berlinghoff, Gebäude PT 4.2.17, Tel. 943 37 58
Einführungsveranstaltung für Studierende
der Musikwissenschaft:
|
| Gastvorträge
im Rahmen des
Sokrates- Programms |
Vorlesungen | Übungen |
Dr. John Irving (Universität Bristol):
Donnerstag, 5. Juli 2001, um 18 Uhr c.t., PT 2.0.4
Understanding "Taste" in Mozart's "Haydn" String Quartets
Freitag, 6. Juli 2001, um 12 Uhr c.t., PT 2.0.4
Variation Technique in the Adagio of Mozart's String Quintet, KV
593
| These two lectures consider ways of understanding the mature chamber
music of Mozart. In the first lecture, the famous comment by Haydn that
Mozart’s recent string quartets (KV 387 etc.) possessed “taste, and beyond
that, a profound knowledge of composition” is pursued with reference to
later 18th-century philosophical constructions of taste („Geschmack“).
The second lecture takes up a challenge to formalist musicology by the analyst, Kofi Agawu, to revisit Mozart’s scores in so far as they exhibit the art of variation as a process quite apart from the variation genre. Dr. John Irving ist Senior Lecturer of Music an der Universität Bristol und Autor zahlreicher Publikationen u. a. zu Mozart und zur englischen Musik des 16. und 17. Jahrhunderts. |
| neu | Introduction to Schenkerian Analysis
11.-13. Juli 2001 Infos |
Marston | PT 2.0.4/4.0.47 |
| Probably no theory has had more impact on our understanding of the
structure of tonal music than that of the Austrian theorist Heinrich Schenker
(1868–1935). Schenker’s conception of tonal structure as grounded in a
contrapuntal Ursatz which is composed out (auskomponiert) through successive
layers of diminution invites the analyst to investigate the interrelationship
of structure and embellishment in tonal music by means of voice-leading
reduction. The characteristic graphic notation in which a Schenkerian analysis
is presented enables the analyst to present this interrelationship in a
highly detailed, elegant, and concise fashion.
This course will begin with an introductory one-hour lecture outlining Schenker’s life and work. Four further seminars (each of ninety minutes) will enable students to carry out elementary voice-leading analyses of selected short passages from the tonal repertoire. Einführende Literatur: Oswald Jonas, Einführung in die Lehre Heinrich Schenkers: das Wesen des musikalischen Kunstwerkes, Wien 1934, 21972; Heinrich Schenker, Five Graphic Music Analyses [Fünf Urlinie-Tafeln], New York 1969; Robert Snarrenberg, Art. Schenker, Heinrich, in: NGroveD2, Bd. 22, London 2001, S. 478–481. Dr. Nicholas Marston ist Reader und Chairman of the Faculty Board an der Faculty of Music der Universität Oxford, Autor zahlreicher Publikationen zur musikalischen Analyse, zu Beethoven und Schumann sowie Mitherausgeber der Zeitschrift Music Analysis. Diese Veranstaltung wurde ermöglicht durch die dankenswerte Unterstützung der Regensburger Universitätsstiftung „Hans Vielberth“. |
| Mittwoch, 18.4.2001 | Raum M 28 (Gebäude FH) |
| 15-16 Uhr | Gehörbildung II (U, M) |
| 18-19 Uhr | Harmonielehre II (U, M) |
| Studierende, die über ausreichende Vorkenntnisse verfügen, erhalten die Möglichkeit, Leistungsnachweise auch ohne Besuch der entsprechenden Lehrveranstaltung zu erwerben und damit Studienzeit zu sparen. Zugleich erfüllen diese Tests eine wichtige Funktion bei der Studienberatung: Anhand der Ergebnisse lassen sich individuelle Stärken und Schwächen aufzeigen sowie Empfehlungen oder Zuweisungen für angemessene Kurse geben. |
| 31 600 | Allgemeine Musikgeschichte III (ca. 1700-1850)
2st., Mo 11-13, Beginn: 23.4.2001 |
Kleinertz | PT 2.0.4 |
| Die Vorlesung „Allgemeine Musikgeschichte“ vermittelt in vier Semestern
einen Überblick über die Musikgeschichte von der Antike bis ins
20. Jahrhundert. Der dritte Teil ist dem 18. und dem 19. Jahrhundert bis
ca. 1850 gewidmet. Dabei werden neben den besonderen Phänomenen Bach
und Händel zunächst die Entwicklung der Opera seria und die Ausbildung
der Opera buffa besprochen. Daran schließt sich die Darstellung der
Entstehung der Gattungen der Symphonie, des Streichquartetts und der Klaviersonate
sowie ein Überblick über das im wesentlichen auf ihnen gründende
Phänomen der ‚Wiener Klassik' mit ihren Hauptvertretern Haydn, Mozart
und Beethoven an. Abschließend sollen noch in wesentlichen Zügen
die Entwicklung der Oper bis hin zu Rossini und Weber, das Lied- und Instrumentalschaffen
Franz Schuberts sowie das für die weitere Entwicklung grundlegende
Musikleben in Paris um 1830 behandelt werden.
Die Vorlesung wendet sich in erster Linie an Studierende der Studiengänge Musikwissenschaft und Musikpädagogik, steht zugleich aber Hörern aller Fakultäten offen. Zur Ergänzung wird die Lektüre ausgewählter Kapitel aus dem Neuen Handbuch der Musikwissenschaft, 13 Bde., hrsg. von Carl Dahlhaus, Laaber 1980ff., empfohlen. |
| 31 601 | Grundzüge einer italienisch-bayerischen Musikgeschichte
2st., Do 15-17, Beginn: 26.4.2001 |
Gmeinwieser | PT 2.0.4 |
| Die musikalischen Verbindungen zwischen Bayern und Italien waren schon
aus geographischen Gründen sehr eng. Vor allem die Zentren musikalischen
Schaffens wie München, Venedig und Rom standen dabei im Mittelpunkt
des künstlerischen Geschehens. Schon unter den zahlreichen Neumenhandschriften
bayerischer Klöster lassen sich solche italienischer Provenienz ausmachen.
Eine besondere Bedeutung in diesem Zusammenhang sollte die Münchener
Hofkapelle übernehmen. Das Werk des Hofkapellmeisters Senfl war in
Italien bekannt. Orlando di Lasso war vor seiner Münchener Tätigkeit
Kapellmeister an S. Giovanni in Laterano. 1561/62 kam es zu einem Musikalienaustausch
zwischen Rom und München. Allmählich gewannen die Italiener im
17. Jahrhundert ein Übergewicht in München. Andrea und Giovanni
Gabrieli sowie L. Viadana kamen hierher. Ihr Einfluß auf das bayerische
Musikleben kann wohl kaum überschätzt werden. Im 17. und 18.
Jahrhundert bezeugen die Namen Ercole und Giuseppe Antonio Bernabei, Agostino
Steffani, Pietro Torri, Andrea Bernasconi, Crivelli, Borlasca u. a. die
Präsenz italienischer Komponisten in Bayern. Andererseits wurde der
Münchener Hoforganist Anton Holzner († 1635) zum Studium nach Parma
und Rom geschickt. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts, als sich der monodische
Stil durchzusetzen begann, richtete sich das bayerische Musikleben nach
einem venezianischen und römischen Vorbild aus. Im 19. Jahrhundert
wurde die Wiederaufführung des Miserere von Gregorio Allegri zum Ausgangspunkt
einer Reform, die die Pflege des Palestrinastils in Bayern zum Ziel hatte
(Vertreter: Ett, Lachner, Aiblinger u.a.). Aiblinger sammelte in Italien
alte Kirchenmusik für die Hofkapelle. In ähnlicher Weise betätigten
sich Proske und Mettenleiter in Regensburg. Auch kleinere Hofhaltungen
wie Neuburg a. d. D. haben italienische Musiker beschäftigt. Simon
Mayr († 1845) aus Mendorf i. d. Oberpfalz war ein Vertreter des italienischen
Opernstils und der Lehrer Donizettis, dessen Opern neben denen Verdis schon
frühzeitig in München aufgeführt wurden.
Die Lehrveranstaltung wird mit Musikbeispielen illustriert. Alla fine di ogni lezione verrà fatto un riassunto in lingua italiana. |
| 31 602 / 31 603 | Die Orpheus-Legende in der Musikgeschichte / William Byrd (1543-1623) |
| 31 604 | Guillaume de Machaut (ca. 1300-1377) |
| 31 605 | Geschichte der Musikgeschichtsschreibung
2st., Di 16-18, Beginn: 24.4.2001 |
Kleinertz | PT 2.0.4 |
| Daß Musik nicht nur komponiert und ausgeführt und über
Musik und ihre Theorie geschrieben wird, sondern zugleich versucht wird,
dieses aufeinander zu beziehen und in einen historischen Zusammenhang zu
bringen, ist keineswegs so selbstverständlich, wie es uns heute erscheinen
mag. Tatsächlich ist Musikgeschichte im modernen Verständnis
das Ergebnis eines relativ spät einsetzenden Prozesses, der von vielfältigen
ideologischen Voraussetzungen getragen wurde. Dabei bildete sich allmählich
ein Kanon von Werken und Epochen heraus, der in jüngerer Zeit wiederholt
Gegenstand der Kritik wurde. Im Seminar sollen zunächst wichtige Ansätze
der Musikgeschichtsschreibung vorgestellt und auf ihre methodischen und
ideologischen Voraussetzungen überprüft werden. Anschließend
sollen anhand von Epochenbegriffen wie Renaissance, Barock, Klassik und
Romantik verschiedene Ansätze aus jüngerer Zeit verglichen und
mögliche Alternativen diskutiert werden. Im Rahmen einer historisch
ausgerichteten Musikwissenschaft geht es dabei nicht zuletzt auch um Geschichte,
methodische Grundlagen und Sinn des eigenen Faches.
Einführende Literatur: Carl Dahlhaus, Grundlagen der Musikgeschichte, Köln 1977; Georg Knepler, Art. Musikgeschichtsschreibung, in: MGG2, Sachteil, Bd. 6, Kassel u. a. 1997, Sp. 1307 ff.; Glenn Stanley, Art. Historiography, in: NGroveD2, Bd. 11, London 2001, S. 546 ff. |
| 31 606 | Der Gregorianische Gesang |
| 31 607 | Richard Wagner
2st., Mo 15-17, Beginn: 23.4.2001 |
Kleinertz | PT 2.0.4 |
| Im Gegensatz zu ‚integrierenden‘ Genies wie Bach oder Mozart ist Wagner
bis heute – obwohl sicher niemand mehr ernsthaft an seiner historischen
Bedeutung zu zweifeln wagt – eine Gestalt, an der sich die Geister scheiden.
Bei keinem zweiten Komponisten dürften sich religionsähnliche
Verehrung und kategorische Ablehnung so kraß gegenüberstehen.
Das Proseminar soll daher nicht nur in die Werke Richard Wagners einführen,
sondern auch Wagners Stellung innerhalb der Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts
verdeutlichen. Dabei wird zunächst die historische Situation der Oper
der 1830er Jahre in Deutschland, Frankreich und Italien im Vordergrund
stehen, aus der Wagners Werke bis zum Lohengrin hervorgingen. In einem
zweiten Schritt soll der grundlegende politische, ideen- und musikgeschichtliche
Wandel ab 1848 behandelt werden, aus dem das erst 1876 vollständig
realisierte Projekt des Rings hervorging. Anschließend werden dann
jene beiden Werke besprochen, die die Entstehung des Rings unterbrachen
und zugleich mitbeeinflußten: Tristan und Isolde und Die Meistersinger
von Nürnberg. Anhand von Parsifal soll dann noch einmal die Verschiedenheit
der Wagnerschen Musikdramen nicht nur in der Thematik, sondern auch in
der musikalischen Faktur unterstrichen werden.
Einführende Literatur: Carl Dahlhaus, Richard Wagners Musikdramen, Velber 1971; ders., Wagners Konzeption des musikalischen Dramas, Regensburg 1971; Martin Gregor-Dellin, Richard Wagner. Sein Leben. Sein Werk. Sein Jahrhundert, München u. Zürich 1980; Richard-Wagner-Handbuch, hrsg. von Ulrich Müller u. Peter Wapnewski, Stuttgart 1986; Pipers Enzyklopädie des Musiktheaters, Bd. 6, München u. Zürich 1997, S. 539 ff. |
| 31 608 | Einführung in die Musikwissenschaft
2st., Mo 9-11, Beginn: 23.4.2001, 10.15 Uhr |
Berlinghoff | PT 4.0.47 |
| Diese Übung soll vor allem Studienanfängern einen Überblick
über die verschiedenen der Musikwissenschaft zur Verfügung stehenden
bibliographischen Hilfsmittel und Quellen (einschließlich der über
das Internet verfügbaren) vermitteln. Angesprochen werden darüber
hinaus Probleme der Gestaltung von Referaten und Hausarbeiten (Materialsammlung,
Aufbau von Referaten, äußere Form, Zitierweise etc.) sowie die
Spezifika verschiedener musikgeschichtlicher Darstellungen und Werkverzeichnisse.
Die Veranstaltung richtet sich an Studierende im Grundstudium Literatur: Nicole Schwindt-Gross, Musikwissenschaftliches Arbeiten. Hilfsmittel – Techniken – Aufgaben, Kassel u. a. 41999 (Bärenreiter-Studienbücher Musik 1). |
| 31 609 | Musikerbriefe und -schriften: Probleme
ihrer Edition
2st., 14 tgl., Do 9-11, Beginn: 26.4.2001 Termine: 26. 4., 10./31. 5., 7./28. 6., 5./19. 7. 2001 |
Berlinghoff | PT 2.0.4 |
| Während die musikalischen Schriften eines Komponisten oft in erster
Linie Aufschluß über dessen Musikanschauung geben können,
stellen Briefe und Tagebücher darüber hinaus eine unverzichtbare
Quelle für die Biographie und für den Entstehungsprozeß
von Kompositionen dar. Erst seit den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts
machte sich die Musikwissenschaft verstärkt die Erfahrungen der Nachbardisziplinen
– insbesondere der germanistischen Philologie – zu eigen und übernahm
die dort etablierten editorischen Verfahrensweisen auch für
die Ausgabe von Musikerschriften und -briefen.
Zur Einführung werden zunächst die wichtigsten Grundbegriffe der Editionswissenschaft vorgestellt und an ausgewählten Beispielen vor allem die verschiedenen Ausgabentypen erläutert. Den Schwerpunkt bildet hier zum einen die Diskussion der Editionsprinzipien der historisch-kritischen Ausgabe der Sämtlichen Schriften Franz Liszts und zum anderen die Spezifika einiger bedeutender Ausgaben von Musikerbriefen (Wagner, Meyerbeer). Ausgehend von theoretischen Überlegungen sollen anhand von Beispielen im Laufe des Semesters Arbeitsverfahren der editorischen Praxis wie etwa die Erstellung eines Lesarten-/Variantenverzeichnisses, die Übertragung handschriftlich überlieferter Briefe, die Erstellung von Stellenkommentaren zu Schriften und Briefen (Auswahl der zu kommentierenden Passagen und Informationssuche) eingeübt werden. Die Übung richtet sich vor allem an Studierende im Hauptstudium. Französisch-Kenntnisse sind erwünscht, aber nicht unbedingt notwendig. Literatur: Klaus Kanzog, Einführung in die Editionsphilologie der neueren deutschen Literatur, Berlin 1991 (Grundlagen der Germanistik 31); Komponistenbriefe des 19. Jahrhunderts. Bericht des Kolloquiums Mainz 1994, hrsg. von Hanspeter Bennwitz u. a., Stuttgart 1997. |
| Richard Strauss: Die Tondichtungen
2st., Mi 9-11, Beginn: 25.4.2001 |
Gibson | PT 2.0.4 |
| Die Übung beschäftigt sich mit einigen ausgewählten
Tondichtungen von Richard Strauss. Ausgehend von grundsätzlichen Aspekten
dieser Gattung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, dem geistesgeschichtlichen
Hintergrund der Strauss’schen Ästhetik und ihren Intentionen, wird
die detaillierte Analyse der Werke im Mittelpunkt stehen. Diskutiert wird
darüber hinaus der programmatische (oder halb-programmatische)
Charakter der Tondichtungen in Verbindung mit narrativen Strukturen in
der Musik.
Literatur: Stephen E. Helfing, Miners Digging from Opposite Sides: Mahler, Strauss, and the Problem of Program Music, in: Richard Strauss: New Perspectives on the Composer and His Work, hrsg. v. Bryan Gilliam, London 1992, S. 41–53; Edward Murphy, Tonal Organization in Five Strauss Tone Poems, in: Music Review 44 (1983), S. 223–33; Graham H. Phipps, The Logic of Tonality in Strauss’s Don Quixote: A Schoenbergian Evaluation, in: 19th Century Music 9 (1986), S. 189–205; Michael Walter, Richard Strauss und seine Zeit, Laaber 2000; Walter Werbeck, Die Tondichtungen von Richard Strauss, Tutzing 1996; John Williamson, Also sprach Zarathustra, Cambridge 1993; C. Youmans, The Private Intellectual Context of Richard Strauss’s Also sprach Zarathustra, in: 19th Century Music 22 (1998/99), S. 101–126. |
| Die Analysemethode Heinrich Schenkers
in praktischer Anwendung
2st., Fr 10-12, Beginn: 27.4.2001 |
Gibson | PT 4.0.47 |
| Die Theorien Heinrich Schenkers (1868–1935) und seiner Nachfolger,
die vor allem im anglo-amerikanischen Bereich seit den 1950er Jahren äußerst
einflußreich sind, vermitteln uns einen umfassenden Zugang zu den
grundlegenden Strukturen tonaler Musik. Obwohl sie im wesentlichen linear
angelegt ist, zielt die Schenkersche Analyse auf großangelegte harmonische
Zusammenhänge.
Die Übung bietet eine praktische Einführung in die Grundbegriffe der Theorie Schenkers (Prolongation, Ausfaltung, Auskomponierung, Ursatz, Urlinie) anhand der Analyse ausgewählter tonaler Kompositionen und soll darüber hinaus die Studierenden zur weiteren Beschäftigung mit dieser Analysemethode befähigen. Literatur: Oswald Jonas, Einführung in die Lehre Heinrich Schenkers: das Wesen des musikalischen Kunstwerkes, Wien 1934, 21972; Nicholas Cook, A Guide to Musical Analysis, London, 1987; Allen Forte, Schenker’s Conception of Musical Structure, in: Journal of Music Theory 3 (1959), S. 1–3; Allen Forte und Steven E. Gilbert, Introduction to Schenkerian Analysis, New York 1982; Ian D. Bent und Anthony Pople, Art. Analysis, in: NGroveD2, Bd. 1, London 2001, S. 526–589 (besonders S. 548–553); Robert Snarrenberg, Art. Schenker, Heinrich, in: NGroveD2, Bd. 22, London 2001, S. 478–481; Carl Schachter, Unfoldings: Essays in Schenkerian Theory and Analysis, hrsg. v. J. N. Straus, Oxford 1999; Heinrich Schenker, Der freie Satz, 2. Aufl., hrsg. und bearbeitet von Oswald Jonas, Wien 1956 (Neue musikalische Theorien und Phantasien 3); ders., Fünf Urlinie-Tafeln, Wien 1932. |
| Die Schriften Richard Wagners
2st., Do 11-12, Beginn: 26.4.2001 |
Kleinertz | PT 2.0.4 |
| Wagners Bedürfnis, sich in Schriften auszusprechen, hat schon
bei seinen Zeitgenossen zu dem Mißverständnis geführt,
die Schriften enthielten die Theorie, ohne die das kompositorische Werk
nicht verständlich sei. Carl Dahlhaus wies zurecht darauf hin, daß
tatsächlich eher die Werke den Schlüssel zu den in sich oft ungenauen
und widersprüchlichen Schriften bieten. In der Übung sollen die
bekanntesten Schriften Wagners wie Das Kunstwerk der Zukunft und Oper und
Drama, aber auch spätere Aufsätze der 1870er Jahre vorgestellt
und auf die kompositorischen Probleme, denen Wagner vor allem bei seiner
Ring-Tetralogie begegnete bezogen werden. Dabei wird zu zeigen sein, daß
Wagners Schriften einen wichtigen Beitrag zur Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts
darstellen, aber nicht im Sinne einer ‚Anleitung‘, sondern durch Einsichten
in eine Problematik, auf die Wagners Musikdramen die jeweils unterschiedlichen
Antwort bildeten.
Literatur: Richard Wagner, Sämtliche Schriften und Dichtungen, Volks-Ausgabe, 16 Bde., Leipzig o. J. [1911–1916]; Jürgen Kühnel, Wagners Schriften, in: Richard-Wagner-Handbuch, hrsg. von Ulrich Müller und Peter Wapnewski, Stuttgart 1986, S. 471 ff. |
| 31 610 | Harmonielehre II (für Lehramt und Magister)
1st., Di 13-14, Beginn: 24.4.2001 |
Kraus | H 4 |
| Abarten des Dominantseptakkords, akkordfremde Töne, Quartsextakkorde
und Quintsextakkorde der Stufe II.
Max. 15 Teilnehmer. Anmeldeliste hängt vor dem Sekretariat des Instituts für Musikwissenschaft aus. Lehrbücher: Paul Hindemith, Aufgaben für Harmonie-Schüler, Mainz: Schott; Hermann Grabner, Handbuch der funktionellen Harmonielehre, Regensburg, 1995. Vorgezogene Abschlußklausur (Teilnahme freiwillig): Mittwoch, 18.4.2001, 18–19 Uhr, Musikpavillon Seybothstraße, M 28. |
| 31 650 | Harmonielehre II (für Lehramt und Magister)
1 st., 2 Gruppen, Mi 13–14, 14–15 Uhr, Beginn: 25.04.2001 |
Brunner | M 26 |
| Adressaten / Ausbildungsbereich: U, M
Voraussetzungen: Erfolgreicher Besuch von „Harmonielehre I“ Aufbauend auf den Kenntnissen von Harmonielehre I werden weitere Fertigkeiten im vierstimmigen homophonen Satz erworben. Einen weiteren Schwerpunkt bildet der polyphone zweistimmige Satz. Literatur: Walter Salmen u. Norbert J. Schneider (Hg.), Der musikalische Satz. Ein Handbuch zum Lernen und Lehren, Innsbruck 1987. Eine Anmeldeliste hängt ab dem 19.4.2001, 8.30 Uhr, am Brett der Musikpädagogik (im Musikpavillon) aus. Vorgezogene Abschlußklausur (Teilnahme freiwillig): Mittwoch, 18.4.2001, 18–19 Uhr, Musikpavillon Seybothstraße, M 28. |
| 31 611 | Harmonielehre IV (für Magister)
1st., Di 15-16, Beginn: 24.4.2001 |
Kraus | H 4 |
| Harmonikale Praxis verschiedener Stilepochen.
Lehrbuch: Diether de la Motte, Harmonielehre, Kassel: Bärenreiter. |
| 31 612 | Kontrapunkt I
1st., Di 16-17, Beginn: 24.4.2001 |
Kraus | H 4 |
| Vokaler Kontrapunkt zu zwei, drei und vier Stimmen.
Lehrbuch: Knud Jeppesen, Kontrapunkt, Wiesbaden: Breitkopf & Härtel. |
| 31 652 | Gehörbildung II
1st., Di 16.30–17.15 Uhr, Beginn: 24.04.2001 |
Poschner | M 26 |
| Aufbauend auf „Gehörbildung I“, Intervallhören, Notation
einfacher einstimmiger und zweistimmiger Melodien aus verschiedenen stilistischen
Bereichen, Rhythmusdiktate, Akkordhören, Formenlehre.
Eine Anmeldeliste hängt ab dem 19.4.2001, 8.30 Uhr, am Brett der Musikpädagogik (im Musikpavillon) aus. Vorgezogene Abschlußklausur (Teilnahme freiwillig): Mittwoch, 18.4.2001, 15–16 Uhr, Musikpavillon Seybothstraße, M 28. |
| 31 613 | Generalbaßspiel
1st., Di 17-18, Beginn: 24.4.2001 |
Kraus | H 4 |
| Pflichtveranstaltung lt. Studienordnung. Spiel bezifferter Bässe
zu Arien, Liedern, Chorälen, Rezitativen und Instrumentalstücken.
Lehrbuch: Hermann Grabner, Generalbaßübungen, Leipzig 1936. |
| 31 614 | Joseph Rheinbergers Orgelsonaten
1st., Di 18-19, Beginn: 24.4.2001 |
Kraus | PT 2.0.4 |
| Es werden sämtliche 20 Orgelsonaten Rheinbergers in ihrem Formengehalt, ihrer Satztechnik, ihrer melodischen und harmonischen Struktur und ihrer Instrumentenzueignung untersucht und bewertet. Dabei werden auch Vergleiche zu Orgelsonaten europäischer Komponisten seiner Zeit angestellt. |
| 31 615 | Propädeutikum Harmonielehre, Generalbaß- und
Partiturspiel
1st., Di 8-9, Beginn: 24.4.2001 |
Buckland | PT 4.0.47 |
| Behandelt werden die Grundzüge der Harmonielehre sowie des Generalbaß- und Partiturspiels in Theorie und Praxis. |
| 31 616 | Partiturspiel
1st., Di 9-10 Buckland, Beginn: 24.4.2001 |
Buckland | PT 4.0.47 |
| Pflichtveranstaltung lt. Studienordnung. Studierende, die weder ein
Tasteninstrument noch ein anderes Generalbaßinstrument spielen, können
in begründeten Ausnahmefällen diese Qualifikation auf Antrag
im Rahmen anderer Veranstaltungen erwerben. Im Einzelfall entscheidet der
Institutsleiter. Erarbeitet werden
Beispiele des klassischen Repertoires. Beschränkte Teilnehmerzahl. Eine Teilnehmerliste hängt vor dem Sekretariat des Instituts für Musikwissenschaft aus. |
| 31 617 | Harmonische Analyse I
1st., Mi 16-17, Beginn: 25.4.2001 |
Bruach | PT 4.0.47 |
| Die Übung soll als Einführung in den Bereich der Funktionsharmonik
aus einer historischen bzw. musikwissenschaftlichen Perspektive dienen.
Als Material werden ausgewählte Beispiele von Komponisten der Barockzeit
erarbeitet bzw. analysiert. Dabei werden unterschiedliche Gattungen (u.
a. Musik für Tasteninstrumente, Kantate, Kammer- und Orchestermusik,
Oper) mit ihren besonderen harmonischen Problemen vorgestellt. Zusätzlich
können auch Choralsätze selbst komponiert und mit denjenigen
von J. S. Bach als pädagogischem Hintergrund verglichen werden.
Literatur: Diether de la Motte, Harmonielehre, Kassel u. a. 1976. |
| 31 618 | Harmonische Analyse III
1st., Mi 17-18, Beginn: 25.4.2001 |
Bruach | PT 4.0.47 |
| Die Übung soll eine Einführung in den Bereich der Funktionsharmonik
aus einer historischen bzw. musikwissenschaftlichen Perspektive geben.
Als Material sind ausgewählte Beispiele von Komponisten der ersten
romantischen Generation (u. a. Chopin, Schumann, Mendelssohn) vorgesehen.
Dabei werden unterschiedliche Gattungen (u. a. Klaviermusik, Lied, Symphonie,
Oratorium) mit ihren besonderen harmonischen Problemen behandelt. Zusätzlich
können auch modulatorische Prozesse erarbeitet werden.
Literatur: Diether de la Motte, Harmonielehre, Kassel u. a. 1976. |
| 31 619 | Kolloquium zu aktuellen Forschungsproblemen
2st., Di 18-20, Beginn: 24.4.2001 |
Hiley/Kleinertz | PT 4.0.47 |
| Das Kolloquium ist primär für Studierende bestimmt, die ihre Magisterarbeit oder Dissertation vorbereiten. Die Teilnahme setzt eine vorherige Anmeldung (Sprechstunden der Dozenten) voraus. |
Stand: 28. Juni 2001