| Vorgezogene
Abschlußklausuren - Blockveranstaltungen
- Vorlesungen
Hauptseminar - Proseminare - Übungen - Kolloquium - Ensembles |
Einführungsveranstaltung für Studierende der Musikwissenschaft: 1. April 2003, 15-17 Uhr im Tonstudio (PT 4.0.47)
| Donnerstag, 3.4.2003 | Musikpavillon, Seybothstr. 2 |
| 10-11 Uhr | Gehörbildung I |
| 11-12 Uhr | Gehörbildung II |
| Studierende, die über ausreichende Vorkenntnisse verfügen, erhalten die Möglichkeit, Leistungsnachweise auch ohne Besuch der entsprechenden Lehrveranstaltung zu erwerben und damit Studienzeit zu sparen. Zugleich erfüllen diese Tests eine wichtige Funktion bei der Studienberatung: Anhand der Ergebnisse lassen sich individuelle Stärken und Schwächen aufzeigen sowie Empfehlungen oder Zuweisungen für angemessene Kurse geben. Für den Kurs Gehörbildung I ist die Teilnahme an der Klausur verpflichtend! |
| Computergestütztes Arbeiten in der Musikwissenschaft
1st., 10.–13.6.2003 - Bitte Aushang beachten |
Berlinghoff | PT 4.0.47 |
| In der Übung sollen in erster Linie Anwendungsmöglichkeiten
von Textverarbeitungs-, Datenbank- und Notenschreibprogrammen an praktischen
Beispielen vorgestellt werden. Einen weiteren Schwerpunkt bildet darüber
hinaus die Vermittlung von Grundkenntnissen im Umgang mit dem Internet
(Literatursuche, Datenbankrecherchen). Die aktive Mitarbeit aller TeilnehmerInnen
wird vorausgesetzt.
Max. Teilnehmerzahl: 6. |
| Dirigierkurs
20.6.2003, 14–18 Uhr s. t. und 19–21 Uhr s. t. 21.6.2003, 9–12 Uhr s. t., 13.00–13.45 Uhr (Dirigiertechnik) s. t., 14–18 Uhr s.t. und 19–21 Uhr s. t. 22.6., 14–18 Uhr s.t. Mozart-Requiem |
Buckland |
| Wochenendkurs in Zusammenarbeit mit dem Universitätsorchester
und mit der Hochschule für katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik
Regensburg. Aktive Teilnehmer werden Teile des Kursrepertoires mit dem
Universitätsorchester proben dürfen, passive können allen
Probenphasen mit Orchester beiwohnen. Die Anmeldung für aktive und
passive Teilnehmer erfolgt bei der Einführungsveranstaltung am 7.
April 2003, ab 10 Uhr c. t., in PT 4.0.47.
Fettgedruckte Arbeitsphasen mit Beteiligung des Orchesters. Kursrepertoire: Bach, Konzert für zwei Violinen und Orchester; Mozart, Requiem; Weber, Ouvertüre zum Freischütz; Mendelssohn Bartholdy, Ouvertüre zum Sommernachtstraum; Brahms, 4. Symphonie; Debussy, Prélude a l’après-midi d’un faune. |
| 31 600 | Allgemeine Musikgeschichte III (Barock und Klassik)
2st., Do 9.30-11.45, Beginn: 10.4.2003 |
Horn | PT 2.0.4 |
| Die Vorlesung ist Teil des viersemestrigen Zyklus von Überblicksvorlesungen.
„Barock“ und „Klassik“ sind lediglich Orientierungsmarken, die einen Zeitraum
bezeichnen, in dem sich die „Geschichtlichkeit“ der Musik nicht nur in
einem „Zeitstil“, sondern zunehmend im Schaffen herausragender Komponisten
manifestiert, die zwar in einer „Epoche“ leben, in ihr aber nicht aufgehen.
Der Blick der Musikgeschichtsschreibung ist bis um 1670 fixiert auf zwei
große Komponisten: Claudio Monteverdi (1567–1643) und Heinrich Schütz
(1585–1672). Da aber spätestens um 1680 mit den Werken Arcangelo Corellis
(1653–1713) ein ganz anderer, instrumental geprägter Ton in weitverbreiteten
Musikdrucken anzutreffen ist, wird auch nach Sein und Werden dieses „Neuen“
zu fragen sein, das den Prozeß einer zunehmenden Verselbständigung
und Aufwertung der Instrumentalmusik einleitet oder intensiviert, der in
Johann Sebastian Bach (1685–1750), dem musikalischen Universalgenie schlechthin,
einen ersten Abschluß gefunden hat. Bach war ein Vollender, dessen
Werk schon mangels Verbreitung nur wenig unmittelbare (dafür umso
mehr mittelbare) Wirkung entfaltet hat. Die Symphonik der Mannheimer Schule
und Joseph Haydns hat andere Wurzeln, und die repräsentative öffentliche
Musikform der Oper in französischer und insbesondere in italienischer
Gestalt verbindet gleichsam an Bach vorbei den Anfang des 18. Jahrhunderts
mit seinem Ende: Wolfgang Amadeus Mozarts Musik ist ohne Italien nicht
denkbar. Es wäre leicht, dieser Skizze das Konzept einer vermeintlich
überholten Heroengeschichtsschreibung zu unterstellen. Der Sinn einer
Musikgeschichtsvorlesung besteht aber – neben der Vermittlung von Überblickswissen
– auch darin, einen Entwurf zu bieten, an dem sich mögliche Gegenentwürfe
reiben können.
Begleitende Literatur: Werner Braun, Die Musik des 17. Jahrhunderts, Laaber 1981 (Neues Handbuch der Musikwissenschaft 4); als älterer, aber kenntnisreicher und anregender Entwurf: Manfred F. Bukofzer, Music in the Baroque Era from Monteverdi to Bach, New York 1947 [auch spätere Auflagen]; Carl Dahlhaus (Hg.), Die Musik des 18. Jahrhunderts, Laaber 1985 (Neues Handbuch der Musikwissenschaft 5); Peter Schleuning, Der Bürger erhebt sich. Geschichte der deutschen Musik im 18. Jahrhundert, korrigierte und durchgesehene Neufassung, Stuttgart u. a. 2000. |
| 31 601 | Musik in Bayern 1500–1800
2st., Do 15-17, Beginn: |
Gmeinwieser | PT 2.0.4 |
| In den letzten Jahrzehnten wurden die wissenschaftlichen Erkenntnisse
zur bayerischen Musikgeschichte wesentlich erweitert. Beigetragen dazu
hat die systematische Katalogisierung der kirchlichen und weltlichen Musikbestände
durch ein Forschungsprogramm, das die Generaldirektion der Bayerischen
Staatlichen Bibliotheken mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft
in langjähriger Arbeit durchgeführt hat. Dies hat sowohl im weltlichen
wie im geistlichen Bereich zu bisher unbekannten Ergebnissen geführt,
die im Rahmen der Vorlesung für den Zeitraum von 1500 bis zur Säkularisation
vorgestellt werden sollen.
Literatur: Kataloge Bayerischer Musiksammlungen; Bayerische Musikgeschichte, hg. von R. Münster und H. Schmid 1972 (Musik in Bayern I). |
| 31 602 | Hector Berlioz (1803–1869)
2st., Di 14-16, Beginn: 8.4.2003 |
Hiley | PT 2.0.4 |
| Berlioz’ Musik war von Anfang an umstritten. Die Fixierung auf die
‹Grand Opera› in Paris war für ihn ungünstig. „Die Musik hat
Flügel, die sich in den Wänden des Opernhauses nicht entfalten
können“, sagte er. Nicht zuletzt in Deutschland hat Berlioz oft weniger
positive Reaktionen geweckt. Er passte nicht in die deutsche symphonische
Tradition seit Beethoven; Richard Wagners Propaganda für ein ‚Kunstwerk
der Zukunft‘ (natürlich im wagnerschen Sinne) verstellte den Blick
auf Berlioz, der im Grunde als radikaler Erneuerer sein Vorgänger
war. Uns sind Komponisten in Frankreich wie Gluck, Méhul, Cherubini
und Spontini, in deren Nachfolge Berlioz eintrat, wenig geläufig.
200 Jahre nach seiner Geburt scheint es dennoch nicht nur angebracht, sondern
auch wissenschaftlich möglich, die mit Kontroversen belastete Figur
Berlioz musikgeschichtlich angemessen zu würdigen. Besonders seit
dem Jubiläumsjahr 1969 ist sein Schaffen intensiv erforscht worden.
Die neue Gesamtausgabe seiner Werke nähert sich pünktlich ihrer
Vollendung, seine literarischen Schriften stehen in Reprints und neuen
Editionen zur Verfügung.
Die Vorlesung führt in die Musik und das Schrifttum Berlioz’ ein. Versucht wird, seine Hauptwerke exemplarisch zu analysieren und seine künstlerische Stellung im Zeitalter der französischen Romantik zu umreißen. |
| 31 603 | Einführung in die Musikpsychologie
2st., Di 10-12, Beginn: 8.4.2003 |
Kleinertz | PT 2.0.4 |
| Kommentar siehe Aushang. |
| 31 604 | Die Anfänge der abendländischen Mehrstimmigkeit
2st., Mo 10-12, Beginn: 7.4.2003 |
Hiley | PT 2.0.4 |
| Vom 9.–12. Jahrhundert sind mehrere Arten von Mehrstimmigkeit bezeugt,
die einerseits in musiktheoretischen bzw. -didaktischen Schriften, andererseits
in praktischen Quellen überliefert sind. Die Erschließung der
letzteren wirft besondere Probleme auf. Bis in das 11. Jahrhundert ist
ihre Notation adiastematisch, d. h. melodische Intervallverhältnisse
werden nicht überliefert. Erst im 13. Jh., also nach dem Ende der
hier zu betrachtenden Epoche, wurde eine rhythmische Notation entwickelt.
Dies alles bedeutet, dass auch nach intensiven Untersuchungen interpretatorische
Unsicherheiten fortbestehen.
Das Seminar bietet die Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit Problemen der Quellenlage und zur Interpretation anhand ausgewählter Schriften und Notenbeispiele. Gleichzeitig wird der Sinn und Zweck der Aufzeichnungen hinterfragt, um einerseits die Funktion der Musik, andererseits ihre kompositorische Machart zu verstehen. |
| 31 605 | Die Kammermusik Max Regers
2st., Mi 16–18 Uhr, Beginn: 9.4.2003 |
Horn |
| Max Reger (1873–1916) spielt in der Musikgeschichte eine eigentümliche
Außenseiterrolle. Sein Schaffen richtet sich noch auf die bevorzugten
Gattungen der klassisch-romantischen Tradition mit Ausnahme der Symphonie.
Kammermusik (worunter hier alle „Nicht-Orchestermusik“ mit Ausnahme der
Werke für Klavier solo und Orgel sowie der Lieder verstanden sei)
spielt eine bedeutende Rolle im Gesamtwerk. Zwar ist Reger für das
breite Publikum in der Regel „zu modern“; dies aber liegt an der Ausweitung
der „idiomatischen“, nicht der großformalen Mittel. Das Seminar will
die Kenntnis von Regers Werk fördern, indem es konsequent von Notentexten
ausgeht. Alle Probleme, die man mit Reger haben kann, sollen induktiv-analytisch
erarbeitet werden. Vorkenntnisse im Bereich der Harmonie- und Satzlehre
sind notwendig, können und sollen aber durch das Seminar systematisch
vertieft werden.
Hinweise zur Vorbereitung: Empfehlenswert für einen ersten Einstieg, insbesondere in die Biographie Regers ist das Buch von Susanne Popp und Susanne Shigihara, Max Reger. Am Wendepunkt zur Moderne. Ein Bildband mit Dokumenten aus den Beständen des Max-Reger-Instituts, Bonn 1987; umfassender informiert sodann das Buch von Rainer Cadenbach, Max Reger und seine Zeit, Laaber 1991 (Große Komponisten und ihre Zeit). |
| 31 606 | Francesco Gasparini und die Generalbasspraxis im frühen
18. Jahrhundert
2st., Di 16–18 Uhr, Beginn: 8.4.2003 |
Horn | PT 4.0.47 |
| Francesco Gasparini (1668–1727) war ein bedeutender italienischer Barockkomponist.
Sein nicht sehr dickes, aber inhaltsreiches Buch L’Armonico pratico
al Cimbalo (Der Generalbaßpraktiker am Cembalo) enthält
eine Fülle von aufführungspraktisch wichtigen Hinweisen für
die Ausführung von Generalbassstimmen. Wir wollen versuchen, verschiedene
„Generalbassstile“ in zeitgenössischer Musik (nicht nur von Gasparini
selber) schriftlich und womöglich spielend zu erproben. Die Beschäftigung
mit Barockmusik vom Generalbass aus ermöglicht zugleich wichtige Einsichten
in musikalische Strukturen und kompositorische Verfahrensweisen, die durchaus
auch auf spätere Musik übertragbar sind. Italienischkenntnisse
sind immer von Vorteil, aber keine Voraussetzung für die Teilnahme.
Zum einen gibt es eine englische Übersetzung des Buches (The practical
harmonist at the harpsichord von Francesco Gasparini; hg. von David
L. Burrows, übersetzt von Frank S. Stillings, New Haven 1963 [auch
Nachdrucke]), zum anderen ist es immer hilfreich und sinnvoll, fremdsprachige
musiktheoretische Texte ins Deutsche zu übersetzen.
Hinweise zur Vorbereitung: Nach wie vor leistet gute Dienste als Einführung das theoretisch-praktische Heft von Hermann Keller, Schule des Generalbaß-Spiels: Mit Auszügen aus den theoretischen Werken von Praetorius, Niedt, Telemann, Mattheson, Heinichen, J. S. u. C. Ph. E. Bach, Quantz und Padre Mattei, und zahlreichen Beispielen aus der Literatur des 17. und 18. Jahrhunderts, Kassel (viele Auflagen); wünschenswert wäre Hör- und gegebenenfalls Spielerfahrung mit Generalbassmusik seit Corelli. |
| 31 607 | Musikpsychologie
2st., Mi 10–12 Uhr, Beginn: 9.4.2003 |
Kleinertz | PT 2.0.4 |
| Kommentar siehe Aushang. |
| 31 608 | Repertoirekunde: Französische Symphonik des 19. Jahrhunderts
2st., Mo 14–16 Uhr, Beginn: 7.4.2003 |
Berlinghoff | PT 4.0.47 |
| Ziel dieser Veranstaltung ist die Erweiterung der Repertoirekenntnisse
auf dem Gebiet der in deutschen Konzertsälen wenig präsenten
französischen Symphonik des 19. Jahrhunderts. Bekannt sind allenfalls
die Orchesterwerke Hector Berlioz’, Claude Debussys oder – überraschenderweise
– Camille Saint-Saëns’ sogenannte Orgelsymphonie. Ausgehend von einem
kurzen Überblick über die Entwicklung der Gattung in Frankreich
seit dem Ende des 18. Jahrhunderts und über die wichtigsten Pariser
musikalischen Institutionen, soll das symphonische Werk einzelner KomponistInnen
unter Einbeziehung biographischer, analytischer und ästhetischer Aspekte
in kurzen Referaten zusammengefasst und in Tonaufnahmen vorgestellt werden.
Auf dem Programm stehen ausgewählte Werke u. a. von François-Joseph
Gossec, Etienne-Nicolas Méhul, Hector Berlioz, César Franck,
Félicien David, Camille Saint-Saëns, Louise Farrenc, Charles
Gounod, Vincent d’Indy und Claude Debussy.
Die Übung richtet sich an Studierende der Fächer Musikwissenschaft und Musikpädagogik. Französisch-Kenntnisse sind wünschenswert, werden aber nicht notwendig vorausgesetzt. Literaturempfehlung: Wolfram Steinbeck, Die Symphonie im 19. und 20. Jahrhundert, Teil 1: Romantische und nationale Symphonik, Laaber 2002, S. 69ff., 120ff., 307ff. (Handbuch der musikalischen Gattungen 3,1). |
| 31 609 | Instrumentationskunde
2st., Mo 10–12 Uhr, Beginn: 14.4.2003 |
Buckland | PT 4.0.47 |
| Entwicklung und Charakteristika einzelner Instrumente. Erstellung eines Klavierauszugs aus einer Opernpartitur. Instrumentierung in verschiedenen Stilrichtungen für Orchester und Ensemble: Ausprobieren mit dem Universitätsorchester. (Es wird mit Sibelius und Capella gearbeitet. Kenntnisse sind von Vorteil, aber nicht zwingend notwendig.) |
| 31 610 | Von der Moderne zur Neuen Musik – Musikentwicklung in der
1. CSR:
von Vítezslav Novák bis Alois Habá 2st., Mi 14-16 Uhr, Beginn: 9.4.2003 |
Fuchs | PT 2.0.4 |
| Hinter „Moderne“ und „Neuer Musik“ verbergen sich epochebeschreibende
Phänomene, wie sie aus Malerei und Literatur gleichermaßen bekannt
sind. Im Rahmen des Themas „Von der Moderne zur Neuen Musik – Musikentwicklung
in der 1. CSR: von Vítezslav Novák bis Alois Hába“
wird der Versuch unternommen, auf europäische Einflüsse hinsichtlich
der Musikentwicklung in den böhmischen Ländern bzw. der Ersten
Tschechoslowakischen Republik von 1890 bis 1924 und darüber hinaus
bis 1945 hinzuweisen. Gleichermaßen geht es um die Darstellung kreativer
Verarbeitung dieser Einflüsse, was zu unterschiedlichen stilistischen
Ausprägungen, ästhetischen Prämissen, kompositionstechnischen
Erweiterungen etc. führte.
Es kann davon ausgegangen werden, dass nach der Herausbildung der sogenannten „nationalen Schulen“ (z. B. für Polen Chopin, Böhmen Smetana, Russland Mächtiges Häuflein etc.) seit dem Ende des 19. Jahrhunderts sich insofern interessante Entwicklungen im böhmischen Raum vollzogen, da hier westliche (z. B. Impressionismus, „Wagnerismus“, später z. B. auch amerikanische Tanzmusik) und osteuropäische (z. B. Folklorismus) moderne Einflüsse in besonders ausgeprägter Weise aufeinander trafen. Neben „Altmeistern“ der Moderne wie Leoš Janácek, Gustav Mahler und Vítêzslav Novák soll auf das Musikschaffen der um 1900 geborenen Generation näher eingegangen werden, die sich für damals „Neue Musik“ engagierte. Ein interessantes Spektrum zeigt sich mit den Werken sowohl tschechischer (die Brüder Jeremiás, Jaromír Fiala, die Gebrüder Hába, Jaromír Weinberger, Pavel Haas oder Vítezslava Kaprálová) als auch deutscher (Johannes Bammer, Evelin Faltis, Egon Kornauth, Fidelio F. Finke, Erwin Schulhoff, Erich Wolfgang Korngold oder Viktor Ullmann) Komponisten. Das Engagement für zeitgenössische Musik drückt sich in einer Vielfalt der stilistischen Richtungen aus. Aufgrund der politischen Verwerfungen während des 20. Jahrhunderts, fielen einerseits die Werke rassisch Verfolgter und andererseits die als „entartete Kunst“ diffamierten Euvres zum großen Teil dem Vergessen anheim. Gerade vor diesem Hintergrund von Holocaust und Kunstzensur in Diktaturen gibt es altes Neues zu entdecken. |
| neu | Chormusik des Barockzeitalter in praktischen Aufführungsversuchen
2st., Fr 14–16 Uhr, Beginn: 11.4.2003 |
Fuchs | PT 4.0.47 |
| Zu dieser Übung sind Studierende eingeladen, die sich im Rahmen von musikpraktischen Übungen dem Vokalrepertoire des Barockzeitalters nähern möchten. Die Auswahl der A-cappella-Literatur richtet sich nach der Teilnehmerzahl. |
| 31611 | Lektürekurs: Schriften englischer Komponisten über
die Musik
(in englischer Sprache) 2st., Fr 10-12 Uhr, Beginn: 11.4.2003 |
Hiley | PT 2.0.4 |
| Die Lehrveranstaltung bietet die Möglichkeit, sich mit musikhistorischen Texten in der Originalsprache, begleitet von einschlägigen Musikbeispielen, auseinanderzusetzen. Studiert werden Schriften aus dem 16.–20. Jahrhundert, beginnend mit A Plaine and Easie Introduction to Practicall Musick (1597) von Thomas Morley und The Division-Violist (1659) von Christopher Simpson. Ein Schwerpunkt wird im Schrifttum des ausgehenden 19. bzw. frühen 20. Jahrhundert gesetzt (u. a. Hubert Parry über die Geschichte der Musik, Universitätsvorträge von Edward Elgar, die Autobiographie von Arnold Bax). Schließlich wird eine Auswahl aus den zahlreichen Schriften von Michael Tippett (1905–1998) gelesen. |
| 31 613 | Bernd Alois Zimmermann
1st., Do 14–16 Uhr, Beginn: 10.4.2003 |
Kleinertz | PT 2.0.4 |
| Kommentar siehe Aushang. |
| 31 614 | Musikinstrumentenbau in Regensburg. Katalogisierungsprojekt
der Sammlung im Historischen Museum der Stadt Regensburg
2st., Fr 13–15 Uhr, Beginn: 11.4.2003 |
Wackerbauer | PT 4.0.47 |
| Aufgrund umfangreicher Umbau- und Sanierungsmaßnahmen ist der
wertvolle Bestand an Musikinstrumenten des Historischen Museums der Stadt
Regensburg derzeit vorübergehend in gut zugänglichen Magazinen
des Hauses untergebracht. Es handelt sich um eine exemplarische Sammlung
von Instrumenten primär Regensburger und Stadtamhofer Provenienz,
die auf sehr anschauliche Weise ein Kapitel der lokalen Musikgeschichte
erfahrbar macht und in absehbarer Zeit in neuen Räumlichkeiten wieder
der Öffentlichkeit präsentiert wird. Das Spektrum reicht dabei
von der römischen Trillerpfeife bis zum Musikschrank von 1905 und
weist Spitzenprodukte wie Streichinstrumente der Geigenbauer-Familie Buchstetter
oder Tasteninstrumente der Firma Späth und Schmahl auf.
Im Rahmen der Lehrveranstaltung soll ein beschreibender Katalog der etwa 70 Instrumente erarbeitet werden, der wissenschaftlichen Kriterien genügt. Dank der großzügigen Unterstützung durch das Historische Museum eröffnet sich auf diese Weise für Studierende die Möglichkeit, sich in praktischer Museumsarbeit zu üben und bei entsprechendem Engagement an der Publikation eines Museumskataloges mitzuarbeiten. |
| 31 615 | Harmonielehre II
|
Kraus | H 4 |
| 31 617 | Harmonielehre IV (für Magister)
|
Kraus | H 4 |
| 31 618 | Kontrapunkt I
|
Kraus | H 4 |
| 31656
31657
31658 |
Gehörbildung II A (gehobene Leistungsstufe)
1st., Mi 14–15 Uhr, M 26, Beginn: 9.4.2003 Gehörbildung II B (mittlere Leistungsstufe)
Gehörbildung II C (untere Leistungsstufe)
|
Eglhuber | M 26 |
| Voraussetzungen: Erfolgreicher Besuch von Gehörbildung I.
Inhalte: 1. Hördisziplinen: Melodiehören (tonal), Zweistimmigkeit (Intervalle, einfache Sätze), Harmonisches Hören (Akkorde, einfache Akkordverbindungen), Rhythmus (Jazzrhythmik), Formstrukturen. 2. Anwendungen: Notation, Vomblattsingen, Nachspielen, Fehler & Veränderungen hören, Werkhören (Höranalyse). Einführende Literatur: C. Kühn, Gehörbildung im Selbststudium, Kassel 1983/1990; R. Mackamul, Lehrbuch der Gehörbildung 1, Kassel 61989. |
| 31 619 | Generalbassspiel
|
Kraus | H 4 |
| 31 620 | Propädeutikum Generalbaß- und Partiturspiel
1st., Di 8–9 Uhr, Beginn: 8.4.2003 |
Buckland | PT 4.0.47 |
| Behandelt werden die Grundzüge des Generalbaß- und Partiturspiels in Theorie und Praxis. |
| 31 621 | Partiturspiel
1st., Di 9-10 Uhr, Beginn: 8.4.2003 |
Buckland | PT 4.0.47 |
| Pflichtveranstaltung lt. Studienordnung. Studierende, die weder ein
Tasteninstrument noch ein anderes Generalbassinstrument spielen, können
in begründeten Ausnahmefällen diese Qualifikation auf Antrag
im Rahmen anderer Veranstaltungen erwerben. Im Einzelfall entscheidet der
Institutsleiter. Erarbeitet werden Beispiele des klassischen Repertoires.
Beschränkte Teilnehmerzahl. Eine Teilnehmerliste hängt vor dem Sekretariat des Instituts für Musikwissenschaft aus. |
| 31 622 | Harmonische Analyse I
1st., Mi 16-17 Uhr, Beginn: 9.4.2003 |
Bruach |
| Die Übung soll als Einführung in den Bereich der Funktionsharmonik
aus einer historischen bzw. musikwissenschaftlichen Perspektive dienen.
Als Material werden ausgewählte Beispiele von Komponisten der Barockzeit
erarbeitet bzw. analysiert. Dabei werden unterschiedliche Gattungen (u.
a. Musik für Tasteninstrumente, Kantate, Kammer- und Orchestermusik,
Oper) mit ihren besonderen harmonischen Problemen vorgestellt. Zusätzlich
können auch Choralsätze selbst komponiert und mit denjenigen
von J. S. Bach als pädagogischem Hintergrund verglichen werden.
Literatur: Diether de la Motte, Harmonielehre, Kassel u. a. 1976. |
| 31 623 | Harmonische Analyse III
1st., Mi 17-18 Uhr, Beginn: 9.4.2003 |
Bruach |
| Die Übung soll eine Einführung in den Bereich der Funktionsharmonik
aus einer historischen bzw. musikwissenschaftlichen Perspektive geben.
Als Material sind ausgewählte Beispiele von Komponisten der ersten
romantischen Generation (u. a. Chopin, Schumann, Mendelssohn) vorgesehen.
Dabei werden unterschiedliche Gattungen (u. a. Klaviermusik, Lied, Symphonie,
Oratorium) mit ihren besonderen harmonischen Problemen behandelt. Zusätzlich
können auch modulatorische Prozesse erarbeitet werden.
Literatur: Diether de la Motte, Harmonielehre, Kassel u. a. 1976. |
| 31 624 | Kolloquium zu aktuellen Forschungsproblemen
3st., Di 18-21, Beginn: wird am „Schwarzen Brett“ bekanntgegeben |
Hiley/Horn/Kleinertz | PT 4.0.47 |
| Die Veranstaltung dient der Präsentation von Forschungsprojekten und der Diskussion von aktuellen Fachfragen. |