Institut für Musikwissenschaft

Vorlesungsverzeichnis

Sommersemester 2007
 Vorlesungen - Hauptseminar - Proseminare - Übungen - Kolloquium - Ensembles

Einführungsveranstaltung für Studierende der Musikwissenschaft
Dienstag, 17. April 2007, 14.15 Uhr im Tonstudio (PT 4.0.47)

Aktuelle Änderungen

Das Kolloquium am Donnerstag findet von 18-20 Uhr statt!!!

Zusätzliche Lehrveranstaltung Gehörbildung für Musikwissenschaftler I 
Do 14-16 und 16-18 Uhr (in zwei Gruppen)

Zusätzliche Lehrveranstaltung Theorie und Praxis der Musikkritik (Fr ab 14.15 Uhr)

Zeit Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag
8-10
Ü Partiturkunde (Buckland) 
-
HS Arnold Schönberg (Horn) 8.30-10.00
-

10-12
Ü Komposition II (Buckland)
PS Beethoven Klaviersonaten (Hiley)
V Allg. Musikgeschichte III (Horn)
PS Messenkomposition im 18. Jahrhundert (Horn)
 V Edward Elgar (Hiley)
12-14 Ü Tastensinn II (Buckland)
12-13 Uhr
Ü Tastensinn IV (Buckland) 13-14 Uhr
Ü Programmheftgestaltung (Berlinghoff-Eichler)
-
Ü Richard Wagner(Berlinghoff-Eichler) 
-
14-16
Ü Kontrapunkt II (Pfisterer)
HS Nationale Merkmale in der Musik des 14. Jahrhunderts (Hiley)
PS  Notationskunde I (Pfisterer)
Ü Dirigierkurs II (Buckland) 15-16 h
V Heinrich Schütz und seine Zeit (Gmeinwieser)
Ü Gehörbildung für Musikwissenschaftler I, Gruppe 1 (Stoffels)
-
16-18
V Jean Sibelius (Hiley)
Ü Instrumentenkunde (Wackerbauer)
Ü Harmonielehre II (Ehrich)
Ü Gehörbildung für Musikwissenschaftler I, Gruppe 2 (Stoffels)
-
18-20 Kolloquium (Horn)

Vorlesungen

31 600 Allgemeine Musikgeschichte III (Barock und Frühklassik)
2st., Mi 10–12 Uhr, Beginn: 18.4.2007
Teilnehmer: GS Musikwissenschaft  BA/Mag; LA Gym/RS; Hörer aller Fakultäten
Verwendbar für: MUWI M01/05 (Pflichtbereich Nr. 3)
Leistungsnachweis: Prüfungsgespräch am Semesterende (4 LP)
Horn H3
Die Vorlesung ist Teil des viersemestrigen Zyklus von Überblicksvorlesungen („Basismodul Musikgeschichte“). Im 17. Jh. sollen mit Claudio Monteverdi (1567–1643), Heinrich Schütz (1585–1672) und Jean-Baptiste Lully (1632–1687) die bedeutendsten Komponisten Italiens, Deutschlands und Frankreichs betrachtet werden. Von 1680 an wird mit den Werken Arcangelo Corellis (1653–1713) ein instrumental geprägter Ton europaweit dominant, ein Prozess, der im Werk von Johann Sebastian Bach (1685–1750) gipfelt. Die Sinfonik der Mannheimer Schule und Joseph Haydns hat jedoch andere Wurzeln, und die repräsentative öffentliche Musikform der Oper in französischer und insbesondere in italienischer Gestalt verbindet gleichsam an Bach vorbei den Anfang des 18. Jahrhunderts mit seinem Ende: Wolfgang Amadeus Mozarts Musik ist ohne Italien nicht denkbar. 
„Allgemeine Musikgeschichte“ kann nur ein Skelett bieten; es zum Leben zu erwecken, ist Sache der Teilnehmer, die sich zum Erwerb der Leistungspunkte am Ende des Semesters einem unbenoteten Prüfungsgespräch unterziehen müssen (gilt auch für Studierende der Lehrämter).

Einführende Literatur: Anstelle von Büchern, die wohl doch niemand zur Vorbereitung liest, bitte ich darum, aus dem Kommentartext ein Stichwort zu wählen und den einschlägigen Artikel aus MGG zu lesen (oder wenigstens einen Teil davon).


 
31 601 Heinrich Schütz und seine Zeit
2st., Do 14-16 Uhr, Beginn: 19.4.2007
Teilnehmer: GS/HS Musikwissenschaft BA/Mag
Verwendbar für: GS: MUWI M01 (Wahlbereich); HS: BA (MUWI M11, Nr. 1)/Mag
Leistungsnachweis: Prüfungsgespräch am Semesterende (4 LP)
Gmeinwieser PT 2.0.4
Heinrich Schütz (1585-1672) hat als musicus poeticus ecclesiasticus nicht an Aktualität eingebüßt. Die poetisch-musikalische Umsetzung des Wortes hat bei ihm ein besonderes Gewicht. Das Werk von Heinrich Schütz ist im liturgischen Bereich auch ökumenisches Gemeingut geworden. Nach der Darstellung des künstlerischen Werdegangs des Meisters, angefangen von Il libro de’ Madrigali bis hin zur Weihnachtshistorie und den letzten Werken sollen schwerpunktmäßig jene Kompositionen, die die satztechnischen Neuerungen des konzertierenden Stils in Italien aufgreifen, und die spätere Rückwendung des Komponisten zum motettischen Stil betrachtet werden.

Literaturempfehlung: MGG²; O. Brodde, Heinrich Schütz, Kassel ²1979; M. Heinemann, Heinrich Schütz und seine Zeit, Laaber 1993.


 
31 602 Jean Sibelius (1865–1957): das symphonische Werk
2st., Mo 16-18 Uhr, Beginn: 16.4.2007
Teilnehmer: GS/HS Musikwissenschaft BA/Mag
Verwendbar für: GS: MUWI M01 (Wahlbereich); HS: BA (MUWI M11, Nr. 1)/Mag
Leistungsnachweis: Prüfungsgespräch am Semesterende (4 LP)
Hiley PT 2.0.4
Die sinfonischen Dichtungen und acht Sinfonien von Sibelius bilden einen Höhepunkt nicht nur in der Musik Finnlands bzw. Nordeuropas sondern in der Geschichte der Sinfonie schlechthin. Die sinfonischen Dichtungen und die Kullervo-Sinfonie beziehen sich einerseits auf den Stoff des finnischen Nationalepos Kalevala, andererseits auf die Landschaften Finnlands. Obwohl die Sinfonien faszinierende sinfonische Strukturen aufweisen und kein Programm haben, verwenden sie immer wieder musikalisches Material, das eine Nähe zu den programmatischen Werken suggeriert. Die Vorlesung setzt sich mit dem Spannungsfeld zwischen poetischem Inhalt und sinfonischer Form auseinander.

 
31 603 Edward Elgar (1857–1934): public mask and private face (in englischer Sprache)
2st., Fr 10-12 Uhr, Beginn: 20.4.2007
Teilnehmer: GS/HS Musikwissenschaft BA/Mag
Verwendbar für: GS: MUWI M01 (Wahlbereich); HS: BA (MUWI M11, Nr. 1)/Mag
Leistungsnachweis: Prüfungsgespräch am Semesterende (4 LP)
Hiley PT 2.0.4
Elgar war der geborene Außenseiter: Sohn eines Kleinhändlers aus der Provinz und Katholik. Entgegen allen Erwartungen hat er es bis zum Ende seines Lebens doch geschafft, vom ‘Establishment’ anerkannt, zum Ritter geschlagen und als Inbegriff einer neugeborenen Nationalmusik Englands betrachtet zu werden. Nicht zu überhören in seiner Musik ist jedoch eine Spaltung zwischen der intimen, privaten Person mit einer Sehnsucht für das Leben in der Nähe des Flusses Severn und der Malvern Hills, und dem Komponisten der großen, ‚öffentlichen‘ Werke für ein breites Publikum: die Oratorien und Symphonien. Die Vorlesung bietet nicht nur die Gelegenheit, beide Seiten der Persönlichkeit Elgars kennen zu lernen, sondern darüber hinaus die Stellung der Werke nicht nur im englischen, sondern auch im internationalen Kontext einzuordnen.


Hauptseminare

31 604 Nationale Merkmale in der Musik des 14. Jahrhunderts:  Frankreich, Italien, England
2st., Di 12–14 Uhr, Beginn: 17.4.2007
Teilnehmer: HS Musikwissenschaft BA/Mag
Verwendbar für: HS Mag (Bereich der älteren Musikgeschichte); BA (MUWI M11, Nr. 2, und M12, Nr. 1)
Leistungsnachweis: Referat mit Hausarbeit (Mag: 12 LP / BA: 10 LP)
Hiley PT 2.0.4
Die Hauptquellen der mehrstimmigen Musik des 13. Jahrhunderts stammen aus Frankreich. In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts werden englische Quellen häufiger, um dann im 14. Jahrhundert zahlreicher als die jedes anderen europäischen Landes zu werden. Erst aus dem 14. Jahrhundert sind mehrstimmige Quellen aus Italien erhalten. Es bietet sich demnach die Möglichkeit, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Musik dieser Länder nach Gattungen, Stilen, Funktionen, Gesellschaften und Institutionen zu prüfen. Während die englische Musik anonym überliefert ist, sind in Frankreich und Italien große Musikerpersönlichkeiten wie Guillaume de Machaut bzw. Francesco Landini bekannt. Besprochen wird die Musik am französischen Königshof und am päpstlichen Hof in Avignon, die Pflege der liturgischen Mehrstimmigkeit in den englischen Kathedral- und Klosterkirchen, sowie das Musikleben in Florenz zur Zeit Boccaccios.

 
31 605 Arnold Schönberg
2st., Mi 8.30–10.00 Uhr, Beginn: 18.4.2007
Teilnehmer: HS Musikwissenschaft BA/MagM ; auch als Proseminar  für GS Musikwissenschaft BA/Mag belegbar
Verwendbar für: HS Mag (Bereich der neueren Musikgeschichte); BA (MUWI M11, Nr. 2, und M12, Nr. 1; GS: MUWI M02 (Wahlbereich)
Leistungsnachweis: Referat mit Hausarbeit (HS: Mag: 12 LP / BA: 10 LP; GS: 6 LP)
Horn PT 2.0.4
Arnold Schönberg (1874–1951) gehört zu den einflussreichsten Komponisten der Moderne. Sein Werk ist gut überschaubar und – abhängig von den Phasen seines Schaffens – der Analyse gut zugänglich. Dies gilt zum einen für Schönbergs „spätromantische“ Kompositionen (Verklärte Nacht, Pelleas und Melisande), zum anderen für seine zwölftönigen Kompositionen (beginnend mit der Suite für Klavier op. 25, 1921/23), weniger für seine frei-atonalen Werke der Jahre vor und nach 1910 (z. B. Streichquartett Nr. 2 op. 10, 1907/08; Pierrot lunaire op. 21, 1912). Es kommt hinzu, dass Schönberg auch bedeutende Texte zur Musik verfasst hat (Harmonielehre, Essays). Das Seminar möchte sich intensiv mit den Notentexten der „analysierbaren“ Werke befassen, dabei auch die Frage thematisieren, was denn „Analyse“ sei und leiste. Zudem möchte es einen Überblick über Schönbergs Gesamtwerk bieten (Hören/Betrachten von Werken mit „freier“ Struktur), schließlich Schönbergs Bedeutung für Konzeptionen der Musikgeschichtsschreibung problematisieren. Eine ausführliche Literaturliste wird im Seminar zur Verfügung gestellt. Zur ersten Orientierung empfehle ich das Studium des umfangreichen Artikels Schönberg, Arnold in: MGG2P, Bd. 14, Kassel u. a. 2005, Sp. 1580–1646 von Chr. M. Schmidt. Eine Hausarbeit von ca. 25 Seiten Umfang ist bis zum Ende des Sommersemesters einzureichen.


Proseminare

31 606 Einführung in die musikalische Analyse: Ludwig van Beethoven: Die Klaviersonaten
2st., Di 10–12 Uhr, Beginn: 17.4.2007
Teilnehmer: GS Musikwissenschaft BA/Mag; LA Gym
Verwendbar für: MUWI M02/06 (Pflichtbereich Nr. 2)
Leistungsnachweis: Referat mit  Hausarbeit (6 LP)
Hiley PT 2.0.4
Das Seminar setzt sich die Aufgabe, Grundtypen der klassischen Klaviersonate anhand von Beethovens Werken zu erforschen und kennen zu lernen. Im Zentrum der Betrachtung liegen Sonatenhauptsatzform, Variations- und Liedform, Rondo- und Sonatenrondoform. In zahlreichen Werken sprengt Beethoven herkömmliche Konzepte und musikalische Strukturen. Durch die Betrachtung seiner Klaviersonaten lässt sich das klassische Erbe schärfer umreißen, aber auch Merkmale der neuen romantischen Epoche werden bereits sichtbar.

Literatur: Jürgen Uhde, Beethovens Klaviermusik, 3 Bde., Stuttgart 1970; Albrecht  Riethmüller (Hg.), Beethoven. Interpretationen seiner Werke, 2 Bde., Laaber 1994; Siegfried Mauser, Beethovens Klaviersonaten. Ein musikalischer Werkführer, Paperback, Beck, 2001.


 
31 607 Messenkomposition im 18. Jahrhundert (Einführung in das musikwissenschaftliche Arbeiten bzw. Einführung in die musikalische Analyse)
2st., Do 10–12 Uhr, Beginn: 19.4.2007
Teilnehmer: GS/HS Musikwissenschaft BA/Mag; LA Gym
Verwendbar für: MUWI M02/06 (Pflichtbereich Nr. 1 und 2)
Leistungsnachweis: Referat mit  Hausarbeit (6 LP)
Horn PT 2.0.4
Die „Messe“ ist eine Gattung der musikalischen Komposition, aber ihr Begriff übersteigt den der musikalischen Komposition bei weitem. In welcher Weise das zu verstehen ist und wie wir überhaupt „musikwissenschaftlich“ mit Messen umgehen sollen, wollen wir anhand eines Ausschnitts aus der Geschichte der Messenkomposition betrachten. Zur Messe des 18. Jahrhunderts gehören erwartungsgemäß v.  a. Werke katholischer Komponisten wie Vivaldi, Zelenka, Hasse, Haydn oder Mozart. Wichtig – und keineswegs peripher – sind aber auch die Beiträge von J. S. Bach (h-Moll-Messe; 4 sog. „Lutherische Messen“). Da es sich um ein Proseminar handelt, werde ich stets auch Basisinformationen (Nachschlagewerke, Literatursuche, Werkverzeichnisse u. ä.) geben; im Mittelpunkt soll aber die Arbeit am Thema stehen. Je nach Vorkenntnissen und/oder Studienorganisation können Themen in größerer oder geringerer Entfernung zu den Partituren selbst angesiedelt werden. Zur Vorbereitung gebe ich keine Bücher an (Literaturhinweise wird es im Seminar reichlich geben), sondern bitte darum, sich immer wieder einmal Messen aus dem 18. Jh. (andere Jahrhunderte sind nicht verboten) anzuhören, die Booklet-Texte zu studieren (die allerdings von sehr unterschiedlicher Qualität sein können) und sich Notizen zu machen (nach wie vor sehr wichtige Lerntechnik!!).
Qualifikationsmodus: Referat + schriftliche Ausarbeitung unter Einhaltung von noch zu besprechenden Formalien (ca. 15 Seiten).

 
31 608 Notationskunde I (9.–14. Jh.)
2st., Mi 14–16 Uhr, Beginn: 18.4.2007
Teilnehmer: GS Musikwissenschaft BA/Mag; Masterstudiengang „Kulturgeschichtliche Mittelalterstudien“; LA Gym
Verwendbar für: BA/Mag: MUWI M02/06 (Pflichtbereich Nr. 3), Master: MAL M38 (Pflichtbereich Nr. 4) 
Leistungsnachweis: Klausur am Semesterende (6 LP)
Pfisterer PT 2.0.4
 Das Proseminar soll die Fähigkeit fördern, Musik des Mittelalters anhand der originalen Aufzeichnungen zu studieren. Schwerpunkte sind einerseits die Notation der einstimmigen Musik anhand einzelner Schrifttypen des 10. Jahrhunderts („Neumen“), andererseits die Notation der mehrstimmigen Musik des 13. Jahrhunderts (Modalnotation). 

Literatur: Willi Apel, Die Notation der polyphonen Musik, 900–1600, Wiesbaden 41989; Bernhard Gröbler, Einführung in den Gregorianischen Choral, Jena 22005.


Übungen

31 609 Programmheftgestaltung 
2st., Di 12–14 Uhr, Beginn: 17.4.2007
Teilnehmer: GS/HS Musikwissenschaft BA/Mag ab 3. Semester
Verwendbar für: GS: MUWI M03/M07 (Nr. 1); HS: BA: MUWI M12 (Nr. 2 oder 3) /Mag
Leistungsnachweis: Übernahme von Kurzreferaten (3 LP)
Berlinghoff-Eichler PT 4.0.47
In dieser vorwiegend praxisorientierten Übung sollen Einführungstexte und Bildmaterialien für die im Sommersemester 2007 stattfindenden Konzerte des Symphonieorchesters bzw. des Kammerorchesters der Universität zusammengestellt, erarbeitet  und diskutiert werden. Sie wendet sich an Studierende ab dem 3. Semester.
Maximal 10 Teilnehmer/-innen mit Leistungsnachweis (Aushang der Teilnehmerliste beim Sekretariat des Instituts für Musikwissenschaft ab 2. April 2007).

 
31 610 Repertoirekunde: Richard Wagner 
2st., Do 12-14 Uhr, Beginn: 19.4.2007
Teilnehmer: HS Musikwissenschaft BA/Mag; LA RS/Gym
Verwendbar für: GS: MUWI M03/M07 (Nr. 1)
Leistungsnachweis: Referat (3 LP)
Berlinghoff-Eichler PT 4.0.47
In diesem Semester steht ausnahmsweise einmal nicht eine musikalische Gattung oder ein bestimmter Zeitabschnitt im Mittelpunkt der Übung zur Repertoirekunde, sondern das Schaffen des wohl  bedeutendsten und einflussreichsten Opernkomponisten des 19. Jahrhunderts. Gegenstand der Übung wird daher in erster Linie Richard Wagners musikdramatisches Schaffen sein. Die einzelnen Werke sollen in den Referaten unter Einbeziehung analytischer und ästhetischer Aspekte mit Berücksichtigung von Bild- und Tonaufnahmen vorgestellt werden.
Maximal 14 Teilnehmer/-innen mit Leistungsnachweis (Aushang der Referatenliste beim  Sekretariat des Instituts für Musikwissenschaft ab 26. Februar 2007).

 
31 611 Instrumentenkunde
2st., Di 16–18 Uhr, Beginn: 17.4.2007 (PT 4.0.47)
Teilnehmer: GS/HS Musikwissenschaft BA/Mag
Verwendbar für: MUWI M03/07 (Pflichtbereich Nr. 2);  HS: BA: MUWI M12    (Pflichtbereich Nr. 2 und 3 oder Wahlbereich)/Mag
Leistungsnachweis: Referat mit Objektbeschreibung (3 LP)
Wackerbauer PT 4.0.47 / Historisches Museum der Stadt Regensburg
Dank der freundlichen Kooperationsbereitschaft des Historischen Museums Regensburg wird es möglich sein, instrumentenkundliche Grundlagen anhand historischer Musikinstrumente zu erarbeiten und zugleich mit praktischer Museumsarbeit in Berührung zu kommen. Das Historische Museum besitzt eine exemplarische Sammlung von Instrumenten primär Regensburger und Stadtamhofer Provenienz, die auf sehr anschauliche Weise ein Kapitel der lokalen Musikgeschichte erfahrbar macht. Das Spektrum reicht dabei von der römischen Trillerpfeife bis zum Musikschrank von 1905 und weist Spitzenprodukte wie Streichinstrumente der Familie Buchstetter oder Tasteninstrumente der Firma Späth und Schmahl auf. Es wird angestrebt, dass die Teilnehmer im Rahmen der laufenden Inventarisierungsarbeiten eigenständig Objektbeschreibungen abfassen und dabei professionelle Software kennen lernen.
Maximal 10 Teilnehmer/-innen mit Leistungsnachweis (Aushang der Teilnehmerliste beim Sekretariat des Instituts für Musikwissenschaft ab 2. April 2007).

Literatur: Kataloge größerer Musikinstrumentensammlungen; Wilhelm Stauder, Einführung in die Instrumentenkunde, Wilhelmshaven 21977; Michael Dickreiter, Musikinstrumente, Kassel 1987.


 
31 612 Partiturkunde
2st., Mo 8-10 Uhr; Beginn: 16.4.2007
Teilnehmer: GS Musikwissenschaft BA/Mag
Verwendbar für: MUWI 03/07 (Pflichtbereich Nr. 3)
Leistungsnachweis: für GS nach Absprache (3 LP)
Buckland PT 4.0.47
In diesem Kurs wenden wir uns Fragen der Notation seit 1700 zu: vor allem, welche Informationen sich aus einer Orchesterpartitur holen lassen. Nach einer kurzen Einführung in die Formanalyse (aus der Sicht eines Dirigenten) besprechen wir Fragen der harmonischen Analyse und der Analyse von Klanggewebe. Wir vergleichen die Partituren aus Bachs Zeit mit denen von 1900. Wir reduzieren Orchesterpartituren auf vier bzw. zwei Systeme und bearbeiten die Stücke für andere Ensembles.
Wir wohnen einigen Proben des Universitätsorchesters bei und diskutieren unsere Erlebnisse. Es gibt eine Einführung in die Kunst des Partiturspiels am Klavier und Hinweise zur Lösung der Probleme der musikalischen Stenographie (Akkordsymbole und Generalbass). Auch werden Partituren für andere Ensembles (Chor, Streichquartett, Bläserquintett, Band, Bigband usw.) besprochen.

 
31 613 Komposition II
2st., Mo 10–12 Uhr, Beginn: 16.4.2007
Teilnehmer: GS/HS Musikwissenschaft 
Verwendbar für: MUWI M03/07 (Pflichtbereich Nr. 3)
Leistungsnachweis: für GS nach Absprache (3 LP)
Buckland PT 4.0.47
Fortsetzung von Komposition I (Komponieren im Stil der „Alten Meister“). Wir versuchen an Hand von klassischen Techniken zu einem eigenen Kompositionsstil zu gelangen. Zeitgenössische Kompositionsstile werden besprochen und verglichen. Die Fähigkeit, ein Volkslied klassisch zu harmonisieren, ist Voraussetzung.
31 614 Tastensinn II
1st., Mo 12–13 Uhr, Beginn: 16.4.2007
Teilnehmer: GS Musikwissenschaft BA/Mag
Verwendbar für: MUWI M03/M07 (Pflichtbereich Nr. 3)
Leistungsnachweis: Klausur (3 LP nach Besuch von Tastensinn I und II)
Buckland PT 4.0.47
Fortsetzung von Tastensinn I. Neben fortgeschritteneren Blattleseübungen setzen wir uns mit Akkord-Symbolen, Volkslied-Begleitung am Klavier, Streichquartett-Partituren am Klavier u.a. auseinander. Es wird in den Generalbass und in transponierende Instrumente eingeführt.
31 615 Tastensinn IV
2st., Mo 13–14 Uhr mit zusätzlicher Blockveranstaltung, Beginn: 16.4.2007
Teilnehmer: GS Musikwissenschaft BA/Mag
Verwendbar für: MUWI M03/07 (Pflichtbereich Nr. 3)
Leistungsnachweis: Klausur „Partiturlesen“ (3 LP)
Buckland PT 4.0.47
Schwerpunkt des letzten Teils von Tastensinn ist Partiturlesen am Klavier. Nach einer Einführung in alte Schlüssel setzen wir uns mit Werken Palestrinas auseinander. Wir widmen uns den Symphonien von Beethoven und bereiten einen Satz am Klavier vor. Wir üben das Partiturspiel aus klassischen und romantischen Partituren des symphonischen Repertoires sowie Opern- und Chor-Partituren.
31 616 Dirigierkurs II
1st., Mi 15-16 Uhr und zusätzliche Blockveranstaltung mit dem
 Universitätsorchester, Beginn: 18.4.2007
Teilnehmer: GS/HS Musikwissenschaft, Hörer aller Fakultäten
Verwendbar für: - / Leistungsnachweis: -
Buckland M 01
Fortsetzung des Dirigierkurses aus dem letzten Semester. Dieser Kurs bereitet eine Blockveranstaltung vor, die mit dem Universitätsorchester stattfinden wird.
31617 Kontrapunkt II
2st., Mo 14-16 Uhr, Beginn: 16.4.2007
Teilnehmer: GS Musikwissenschaft BA/Mag
Verwendbar für: MUWI M04 (Pflichtbereich Nr. 4)
Leistungsnachweis: Klausur am Semesterende (3 LP)
Pfisterer PT 2.0.4
Fortsetzung der Übung Kontrapunkt I. Behandelt wird der dreistimmige Satz nach der Methode von J.J. Fux, sowie Typen des drei- und vierstimmigen Satzes im 16. Jahrhundert (Sukzessivkomposition, motettischer Satz).
31618 Harmonielehre II
2st., Mi 16-18 Uhr, Beginn: 18.4.2007
Teilnehmer: GS Musikwissenschaft BA/Mag
Verwendbar für: MUWI M04 (Pflichtbereich Nr. 3)
Leistungsnachweis: Klausur am Semesterende(3 LP)
Ehrich PT 2.0.4
Fortsetzung der Übung Harmonielehre I. Gegenstände sind: Ausbau der Funktionstheorie (Modulation, Alterationen), Übungen im vierstimmigen Satz und harmonische Analyse verschiedenartiger Musikstücke.


Gehörbildung für Musikwissenschaftler I Neu
2st., 2 Gruppen, Do 14-16, 16-18 Uhr; Beginn: 19.4.2007
Teilnehmer: GS Musikwissenschaft BA/Mag
Verwendbar für: MUWI 03/07 (Pflichtbereich Nr. 4)
Leistungsnachweis: für GS nach Absprache (3 LP)
Stoffels PT 4.0.47
Aufgrund der Mittelzuweisung aus Studiengebühren können wir erfreulicherweise eine Lücke in Modul MUWI03/07 schließen: Bernhard Stoffels, "Gehörbildung für Musikwissenschaftler I" in zwei Gruppen (in diesem Semester aus organisatorischen Gründen noch nicht nach Leistung differenziert, wählen Sie einfach den besser passenden Termin), Donnerstag 14-16 und 16-18 Uhr, jeweils Raum PT 4.0.47 (Tonstudio). Es wird dringend empfohlen, diese Übung zu besuchen, auch und gerade dann, wenn man noch nie etwas in dieser Richtung gemacht hat!

 

Theorie und Praxis der Musikkritik  Neu
2st., Blockveranstaltung, Fr 14.15-15.45 und 16.00-17.30 Uhr; Beginn: 4.5.2007; Folgetermine  25.05, 28.5. (Pfingstmontag: Pflichtveranstaltung, Abschlusskonzert der „Tage Alter Musik” mit kritischer Berichterstattung als Leistungsnachweis), 01.06., 15.06., 22.06. und 29.06.
Teilnehmer: HS/GS Musikwissenschaft BA/Mag
Verwendbar für: HS: BA: MUWI M12 (Nr. 2 oder 3) /Mag; GS: MUWI 03/07
Leistungsnachweis: nach Absprache (3 LP)
Heldt PT 4.0.47

Zum Konzertbesuch bei den „Tagen Alter Musik”: 28.05., 20.00 Uhr, Dreieinigkeitskirche. Programm: L. van Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester D-Dur op. 61 a (Violinkonzert in Beethovens Klavierfassung), Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 c-Moll op. 37. Orchester Cristofori (Amsterdam), Arthur Schoonderwoerd, Fortepiano (Hammerflügel). Karten der Kategorie II (24,00 Euro) zum ermäßigten Preis von 12,00 Euro. 
Außerdem wird angeboten, Mozarts Così fan tutte, ausgeführt von Studierenden der Bayerischen Theaterakademie August Everding, am Mi., 16. Mai (ein Tag vor Christi Himmelfahrt), im Prinzregententheater München zu besuchen. (Karten 8,00 Euro)
Da im Tonstudio nur eine begrenzte Zahl von PC’s vorhanden ist, werden Studierende, die im Besitz eines Laptop sind, gebeten, diesen zum Seminar mitzubringen. Es besteht auch begrenzt die Möglichkeit, über Frau Honikel einen Laptop beim Rechenzentrum auszuleihen (Abholung: Freitag, Rückgabe: Montag). Um die Ergebnisse der Sitzungen festzuhalten, ist es in diesem Fall sinnvoll, wiederbeschreibbare Datenträger (CD’s) mitzubringen. 
Im Seminar werden in Theorie (auch Geschichte der Musikkritik) und Praxis Kenntnisse vermittelt, die zum Schreiben eines kritischen Berichts über Musik erforderlich sind. Alle Voraussetzungen werden gemeinsam erörtert; Allgemeines zur Musikkritik (vom Auftrag bis zur redaktionellen Endfassung) wird anhand praktischer Beispiele vorgestellt. Hören lernen, Kriterien festlegen, Schreibpraxis, Stil etc. werden intensiv an Beispielen aus allen Gattungen der Musik erarbeitet. Dabei werden Kenntnisse zu Spiel- und Aufführungspraxis möglichst vieler Instrumente, vom Instrumentalsolisten bis zum großen Orchester, vom Gesangssolisten bis zum großen Konzert- und Opernchor, vermittelt.

Musikgeschichtliche Vorkenntnisse sowie gutes Hörvermögen, Kenntnisse der geläufigen Konzertliteratur und Lust am Schreiben nach strengen Vorgaben (Layout und Zeilenzahl, Terminzwang) erleichtern die Mitarbeit.

Anmeldungen ab sofort unter dres.heldt@t-online.de - Teilnehmer: maximal 10. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt.


 

Kolloquium

31 619 Kolloquium zu aktuellen Forschungsprojekten
2st., Do 18-20 Uhr, Beginn: 19.4.2007
Teilnehmer: HS Musikwissenschaft 
Verwendbar für: Nachweispflicht gemäß neuer Magisterprüfungsordnung
Leistungsnachweis: regelmäßige Teilnahme und Vorstellung der Examensarbeit (3 LP)
Horn  PT 4.0.47
Wie in den vergangenen Semestern möchte das Kolloquium ein Forum bieten für Berichte über laufende Arbeiten und Projekte. Wir befinden uns in einer Umbruchssituation: etliche Dissertationsprojekte wurden in der letzten Zeit erfolgreich abgeschlossen, andere stehen kurz vor dem Abschluss. Dies bietet die Chance, von der bisherigen „Promotionslastigkeit“ des Kolloquiums in die Richtung von Magisterarbeiten umzuschwenken. Deshalb seien besonders Studierende des Hauptstudiums (die ohnehin einen Kolloquiumsschein benötigen) zur aktiven Teilnahme aufgefordert, denn das Kolloquium kann und soll auch die Chance dazu bieten, im Vorfeld einer Arbeit Ideen zu einem möglichen Thema vorzustellen.


Ensembles für Hörer aller Fakultäten

31721 Universitätsorchester
3st., Mi 19–22 Uhr, Beginn: 18.4.2007
Buckland M 28
Das Universitätsorchester ist ein Symphonieorchester mit über 100 Mitgliedern. In jedem Semester wird ein großes Konzert im Audimax veranstaltet. Zusätzliche Auftritte finden bei Universitätsfeiern und in Zusammenarbeit mit verschiedenen Städten in der Umgebung statt. Das Repertoire der letzten Semester umfasste u. a. Mozarts Oboenkonzert, Liszts Hungaria und Brahms’ Ungarische Tänze. Eine Partnerschaft mit dem Universitätsorchester in Clermont-Ferrand wird vom städtischen Kulturamt unterstützt. 
Die Aufnahme erfolgt durch Vorspiel in Raum M 01 (Musikpavillon, Seybothstraße 2) zu Beginn des Semesters (bitte Aushänge beachten).
Das Universitätsorchester findet sich auch im Internet:
www.uni-regensburg.de/orchester
31720 Universitätschor
3st., Mo 19.45–21 Uhr, Beginn: 16.4.2007
Kroll Keplersaal, E.-Reuter-Pl.
Der Universitätschor steht allen Studierenden und Angehörigen der Universität und der Fachhochschule offen. In den Proben werden Werke aller Stilepochen von großen Oratorien bis zu A-cappella-Musik erarbeitet, wobei jedes Semester mit einem Konzert abschließt. Diese Aufführungen haben im Regensburger Konzertleben inzwischen einen festen Platz. Immer wieder finden auch Konzerte außerhalb von Regensburg und Reisen statt.
Der neueste Probenplan findet sich im Internet unter der Adresse: www.unichor-regensburg.de/.


Stand: 4. Mai 2007