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Universität Regensburg  
 
  
 
 

 
 
 
Vorlesungen Hauptseminare Proseminare Übungen Kolloquium Ensembles
Zeit Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag
8-10 Ü Partiturkunde (Buckland)
8.30-10.00 Uhr
    HS Dufay (Horn) 8.30-10.00 Uhr  
10-12 Ü Komposition II (Buckland) PS Johann Sebastian Bach (Horn) V Allgemeine Musikgeschichte I (Hiley) V Musik um 1900 (Horn) V Ralph Vaughan Williams (Hiley)
12-14 Ü Instrumentenkunde (Wackerbauer)
Ü Tastensinn II (Buckland) 12-13 Uhr
Ü Tastensinn IV (Buckland) 13-14 Uhr
Ü Editionstechnik I
(Berlinghoff-Eichler)
Ü Th. W. Adorno (Horn) PS Deutsche romantische Oper (Berlinghoff-Eichler)  
14-16 HS Französische
Musik des 17./18.
Jhdts.
(Hiley)
Ü Vom Codex zur CD
(Hiley u.a.)
Ü Gehörbildung (Stoffels) 14.30-16.00 Uhr
PS Notationskunde I (Pfisterer) V Joseph Haas (Gmeinwieser)  
16-18 Ü Harmonielehre II (Ehrich)
Ü Dirigierkurs II (Buckland)
Ü Kontrapunkt II
(Pfisterer)
Kolloquium (Horn)  
nach 18 Universitätschor
(Kroll) ab 19.45 Uhr
Muwi-Chor (Pfisterer)
18-19.30 Uhr
Symphonieorchester
(Buckland)19-22 Uhr
   
31600 Allgemeine Musikgeschichte I (Mittelalter)
2st. Mi 10-12 Uhr, Beginn: 16.4.2008
Teilnehmer: GS Musikwissenschaft BA/Mag; LA Gym/RS;
Hörer aller Fakultäten
Verwendbar für: MUWI M01/05 (Pflichtbereich Nr. 1)
Leistungsnachweis: Klausur am Semesterende (unbenotet: 4 LP)
Hiley H 4

Im Zeitalter der Karolinger (9. Jh.) wurde erstmals in Europa Musik notiert. Von dort spannt die Vorlesung einen Bogen bis zum Übergang zur Renaissance (15. Jh.). Themen bilden der Kirchengesang (der sog. Gregorianische Choral, mit Sondergattungen wie Sequenz, Tropus, liturgisches Spiel), die Lieder der Troubadours, Trouvères und Minnesänger, die mehrstimmige Musik ab den ersten im 9. Jahrhundert notierten Beispielen, die Pariser Musik um 1200 (Leoninus, Perotinus), die Ars Nova des 14. Jahrhunderts in Frankreich (de Vitry, Machaut), die Musik des 14. Jahrhunderts in Italien (Landini) und England, die Ars subtilior des ausgehenden 14. Jahrhunderts und die neuen Entwicklungen am Anfang des 15. Jahrhunderts (Dunstable, Ciconia, Dufay). Ebenfalls angesprochen werden Probleme wie die mündliche bzw. schriftliche Überlieferung der Musik, das Wort-Ton-Verhältnis und die Moduslehre.

31601 Joseph Haas: Zwischen Tradition und Aufbruch zur Neuen Musik
2st., Do 14–16 Uhr, Beginn 17.4.2008
Teilnehmer: GS/HS Musikwissenschaft BA/Mag/MA; ; LA Gym/RS;
Hörer aller Fakultäten
Verwendbar für: GS: MUWI M01 (Wahlbereich);
HS: BA (MUWI M11, Nr.1); Mag; MA: (MUWI M32)
Leistungsnachweis: Prüfungsgespräch am Semesterende
(BA/Mag, unbenotet: 4 LP; MA, benotet: 6 LP)

Gmeinwieser PT 2.0.4
Der Max Reger-Schüler Joseph Haas (1879–1960) war beheimatet in einer heilen tonalen Welt, die seit 1945 durch die klanglichen Neuerungen Paul Hindemiths, Arnold Schönbergs und Igor Strawinskys erschüttert worden war. Nur wenige Kenner wussten damals von der historisch zu nennenden Mission des Joseph Haas, der schon seit den Zwanziger Jahren ein entschiedener Wegbereiter der „Klassiker der Moderne“ war. Es ist davon auszugehen, dass man nach den als revolutionär empfundenen Neuerungen nach dem ersten Weltkrieg in Haas als der Musikerpersönlichkeit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts neben Richard Strauss und Hans Pfitzner eine annehmbare künstlerische Alternative sah. So war Haas, der sich in seinem eigenen Œuvre neben der Kirchenmusik vornehmlich der Kammermusik widmete und deshalb als „musikalischer Spitzweg“ und „Meister der kleinen Form“ betitelt wurde, kein Avantgardist. Sein Eintreten für die moderne Musik kam aus einer toleranten und kollegialen Grundhaltung, die wohl in einer ungebrochenen Religiosität wurzelt. Er hat versucht, den Gegensatz von Kunst- und Volksmusik aufzuheben und diesen Grundsatz auch auf die große Form wie Oratorium und Oper zu übertragen. Ganz anders sein Einsatz für die moderne Musik. Zusammen mit Heinrich Burkhard und Eduard Erdmann, ab 1924 mit Paul Hindemith, rief er 1921 die „Donaueschinger Kammermusik-Aufführungen zur Förderung zeitgenössischer Tonkunst“ ins Leben und war bis zu seinem Ausscheiden, als er den Inhalt von Kurt Weill’s Mahagonny nicht mittragen wollte, der maßgebliche Juror.

Literatur: Joseph Haas: Reden und Aufsätze, hrsg. von Karl Gustav Fellerer, Mainz u. a. 1964; Karl Laux: Joseph Haas, Mainz 1931, Düsseldorf ²1954; Siegfried Gmeinwieser u. a.: Joseph Haas (Komponisten in Bayern Bd. 23), Tutzing 1994; Josef Häusler: Spiegel der neuen Musik – Donaueschingen, Kassel und Stuttgart 1996.
31602

Ralph Vaughan Williams (1872–1958) (in englischer Sprache)
2st., Fr 10–12 Uhr, Beginn: 18.4.2008
Teilnehmer: GS/HS Musikwissenschaft BA/Mag/MA; LA Gym/RS;
Hörer aller Fakultäten
Verwendbar für: GS: MUWI M01 (Wahlbereich); HS:
BA (MUWI M11, Nr.1); Mag; MA: (MUWI M32)
Leistungsnachweis: Prüfungsgespräch am Semesterende
(BA/Mag, unbenotet: 4 LP; MA, benotet: 6 LP)

Hiley PT 2.0.4
Ralph Vaughan Williams (1872–1958) war der einflussreichste englische Komponist zwischen den Kriegen, also zwischen Edward Elgar und der Generation von Benjamin Britten und Michael Tippett. „RVW“ (wie er oft bezeichnet wurde) schmiedete eine unverkennbare persönliche Musiksprache, indem er bewusst auf ältere Musik Englands (insbes. des 16. Jahrhunderts) und die Volksmusik zurückgriff. Mit Cecil Sharpe und Gustav Holst sammelte und bearbeitete er englische Volkslieder. In seinen Vokalkompositionen bekannte er sich zu den großen Werken der englischen Literatur (Shakespeare, Herbert, Bunyan, Housman). Mit neun Symphonien und sechs Opern, aber auch zahlreichen Werken in beinahe allen Musikgattungen war er besonders produktiv. Die Lehrveranstaltung zum Jubiläum des Komponisten führt sowohl in seine Hauptwerke als auch in Vaughan Williams Schriften über Musik ein.
Für Studierende sowohl der Musikwissenschaft als auch der Anglistik.
31603 Musik um 1900
2st., Do 10–12 Uhr, Beginn: 17.4.2008
Teilnehmer: GS/HS Musikwissenschaft BA/Mag/MA; LA Gym/RS;
Hörer aller Fakultäten
Verwendbar für: GS: MUWI M01 (Wahlbereich);
HS: BA (MUWI M11, Nr. 1); Mag; MA: MUWI M32/33 (Nr. 2)
Leistungsnachweis: (unbenotet): Vorbereitete
Klausur in der letzten Semesterwoche (BA/Mag, unbenotet: 4 LP;
MA, benotet: 6 LP


Horn PT 2.0.4
Anders als in der „Allgemeinen Musikgeschichte“ steht im Zentrum dieser Vorlesung nicht so sehr der Entwicklungsgedanke als vielmehr die Absicht, ein Panorama zu entwerfen, das freilich erst in der Rückschau als solches erscheint: kaum ein Zeitgenosse dürfte in der Lage gewesen sein, „alles“ von dem zu überblicken, was wir uns heute leicht zugänglich machen können. Das heißt aber, dass sich der Entwicklungsgedanke letztlich doch nicht abweisen lässt, haben doch die Komponisten und Hörer die Produkte immer auch von ihrem Verhältnis zum bisher Geschaffenen beurteilt. Einige Namen, die in der Vorlesung eine Rolle spielen sollen, seien kurz genannt: (Wagner, Brahms), Mahler, Wolf, Reger, Schönberg, R. Strauss; Puccini; Saint-Saëns, Debussy, Ravel; (Elgar, Holst); Janácek.
31604 La musique classique française: Französische Musik des 17. und 18. Jahrhunderts
2st., Mo 14–16 Uhr, Beginn: 14.4.2008
Teilnehmer: HS Musikwissenschaft BA/Mag/MA; LA Gym/RS
Verwendbar für: Mag (Bereich der neueren Musikgeschichte);
BA: MUWI M11/12 (Nr. 2/1)); MA: MUWI M32 (Nr. 1)
Leistungsnachweis: Referat und Hausarbeit (Mag: 12 LP; BA/MA: 10 LP)

Hiley PT 4.0.47
Die Musik des « grand siècle » vor allem unter Ludwig XIV. (1643–1715) ist sowohl in ihren Gattungen als auch in ihren Stilmerkmalen besonders individuell gestaltet. Von besonderer Bedeutung in allen Gattungen der Bühnenmusik – ballet de cour, comédie-ballet, tragédie lyrique, divertissement, opéra-ballet – war der Tanz. Auch sind die Werke stark durch ihre repräsentative Funktion geprägt. Nach Jean-Baptiste Lully (1632–1687), einem gebürtigen Italiener, der ursprünglich als Tanzmeister am französischen Hof Stellung fand, war Jean-Philippe Rameau (1683–1764) der bedeutendste Meister dramatischer Werke. Auch in anderen Bereichen des Musiklebens – Kirchenmusik, Instrumentalwerke – waren die Kompositionen von Musikern im königlichen Dienst maßgeblich: so die Motetten von Delalande (1657–1726), die Gambenmusik von Marais (1656–1728) und die Cembalowerke und instrumentalen Kammerwerke von François Couperin (1668–1733). Während der italienische Einfluss ab der Jahrhundertwende zunehmend an Bedeutung gewann, wurde der « goût français » wegen des politischen Gewichts Frankreichs auch in anderen Ländern, vor allem in Deutschland und England, als mustergültig betrachtet.
Für Studierende sowohl der Musikwissenschaft als auch der Romanistik.
31605 Guillaume Dufay
2st., Do 8.30–10.00 Uhr, Beginn: 17.4.2008
Teilnehmer: HS Musikwissenschaft BA/Mag/MA; LA Gym/RS
Verwendbar für: Mag; BA: MUWI M11/12 (Nr. 2/1);
MA: MUWI M31/32 (Nr. 1)
Leistungsnachweis: Referat und Hausarbeit (Mag: 12 LP,
BA/MA 10 LP)
Horn PT 4.0.47

: Guillaume Dufay erscheint aus heutiger Sicht als epochale Komponistengestalt am Beginn der „Renaissance“. Paradigmatisch zeigt sich bei ihm die Nachwirkung des Alten (etwa in einem bedeutenden Bestand an „isorhythmischen Motetten“) wie auch die Befriedigung aktueller kultureller Bedürfnisse (etwa im Bereich der Komposition von Chansons). Im Bereich der liturgischen Musik schält sich die Messe als „cantus magnus“ (J. Tinctoris) heraus, in dessen Umfeld Techniken der Zyklenbildung erprobt werden. In den „Trienter Codices“ erscheint Dufay in der Umgebung von Komponisten und Werken englischer Provenienz, die der „modernen“ Klanglichkeit der Renaissancemusik entscheidende Impulse gegeben hat. Neben historischen und kulturgeschichtlichen Erkundungen gilt das Hauptinteresse des Seminars der Musik selbst, die wir in modernen Partituren studieren werden. Da im 15. Jahrhundert die Mensuralnotation ihr eigentliches „Blütestadium“ erreicht hat, das im Vergleich zum weitgehend uniformierten 16. Jahrhundert durchaus rhythmische Eigenprägungen zuließ, wird die Verwendung von Partituren stets auch die Reflexion über Editionspraktiken und -grundsätze erforderlich machen.

Lektüre zur Vorbereitung: Laurenz Lütteken, Art. „Dufay“, in MGG/2/P, Band 5 (2001), Sp. 1510–1550

31606 Einführung in das musikwissenschaftliche Arbeiten:
Deutsche romantische Oper

2st., Do 12–14 Uhr, Beginn: 17.4.2008
Teilnehmer: GS Musikwissenschaft BA/Mag; LA Gym/RS
Verwendbar für: MUWI M02/06 (Pflichtbereich Nr. 1)
Leistungsnachweis: Hausaufgaben, Berichte, Referat
und Hausarbeit (6 LP)
Berlinghoff-Eichler PT 4.0.47

Anhand der Auseinandersetzung mit der „Deutschen romantischen Oper“ sollen in diesem Proseminar Techniken und Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens eingeübt werden mit dem Ziel, gegen Ende des Semesters eine Hausarbeit zu einem klar umrissenen Thema nach allen Regeln der „Kunst“ erstellen zu können. Verbunden mit einem Überblick über die verschiedenen der Musikwissenschaft zur Verfügung stehenden bibliographischen Hilfsmittel und Quellen (einschließlich der über das Internet verfügbaren) werden Probleme bei der Gestaltung von Referaten und Hausarbeiten (Materialsammlung, Aufbau von Referaten, äußere Form, Zitierweise etc.) besprochen. Dieser Abschnitt des Proseminars wird mit der Anfertigung von Berichten und Hausaufgaben durch die Teilnehmer/-innen verbunden sein.
Nach diesem „theoretischen“ Teil werden wir uns zunächst mit der Klärung von Gattungsbegriffen, geschlossenen und offenen Formen innerhalb der Oper sowie Fragen der Librettistik beschäftigen. In ca. 30-minütigen Referaten sollen dann ausgewählte „romantische“ Opern von Ernst Theodor Amadeus Hoffmann, Louis Spohr, Carl Maria von Weber, Heinrich Marschner, Albert Lortzing und Richard Wagner in Hinblick auf biographische, gattungs- und stoffgeschichtliche Aspekte mit Einbeziehung von Werkgenese und musikalischen Strukturen vorgestellt werden.
Max. 15 Teilnehmer/-innen. (Aushang der Teilnehmerliste beim Sekretariat des Instituts für Musikwissenschaft ab 4. April 2008).

Literaturempfehlungen: Nicole Schwindt-Gross, Musikwissenschaftliches Arbeiten. Hilfsmittel – Techniken – Aufgaben, 4., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage, Kassel u. a. 1999 (Bärenreiter-Studienbücher Musik 1), oder neuere Auflage.

31607 J. S. Bach: Wohltemperiertes Clavier I:
Einführung in die musikalische Analyse
2st., Di 10–12 Uhr, Beginn: 15.4.2008
Teilnehmer: GS Musikwissenschaft BA/Mag; / LA Gym/RS
Verwendbar für: MUWI M02/06 (Pflichtbereich Nr. 2, Wahlbereich)
Leistungsnachweis: Mündliche Präsentation der Analyse eines Paars
Präludium-Fuge mit nachfolgender schriftlicher Ausarbeitung (6 LP)
Horn PT 2.0.4
Dieses Seminar ist als Einführung in die Musikalische Analyse im Sinne von Modul MUWI M02/06 gedacht. Wir werden uns deshalb nur am Rande mit philologischen Problemen befassen und auch auf die explizite Behandlung von Werkverzeichnissen und ähnlichem verzichten. Statt dessen wollen wir uns, durchaus unter Verwendung geeigneter Sekundärliteratur, nicht nur um eine technische Analyse der Präludien und Fugen kümmern, sondern auch um den Entwurf einer Gruppierung oder Typologie anhand bestimmter „Charaktere“, die schon Robert Schumann an Bachs Fugen gerühmt hat (für die Präludien gilt das dann natürlich auch). Ich setze voraus, dass alle Interessenten im Besitz einer Ausgabe sind, wobei ich darauf zu achten bitte, dass die Ausgaben TAKTZAHLEN enthalten und NICHT DURCH INTERPRETATIONSHINWEISE (erkennbar an Metronomisierungen, Tempovorschriften, Artikulationsbögen – all dies fehlt im „Urtext“) verändert sind (ungeeignet ist deshalb etwa die Ausgabe von Carl Czerny). Brauchbar ist die (wenn erhältlich) Billig-Ausgabe aus dem Verlag Könemann, sonst sind es etwa die Ausgaben von Kroll (Peters), die Henle-Ausgabe oder die Ausgabe der Universal-Edition.

Zur Vorbereitung: Viel wichtiger als die Lektüre von Sekundärliteratur erscheint mir die Vertrautmachung mit den Stücken selbst durch Lesen, Hören und (soweit möglich) Spielen. Eine Literaturübersicht wird zu Beginn des Semesters verteilt werden.
31608

Notations- und Quellenkunde I (9.–14. Jh.)
2st., Mi 14–16 Uhr, Beginn: 16.4.2008
Teilnehmer: GS Musikwissenschaft BA/Mag; LA Gym
Verwendbar für: BA/Mag: MUWI M02/06 (Pflichtbereich Nr. 3);
Leistungsnachweis: Klausur am Semesterende (6 LP)

Pfisterer PT 2.0.4

Das Proseminar soll die Fähigkeit fördern, Musik des Mittelalters in den originalen Aufzeichnungen zu studieren. Schwerpunkte sind einerseits die Notation der einstimmigen Musik anhand einzelner Schrifttypen des 10. Jahrhunderts („Neumen“), andererseits die Notation der mehrstimmigen Musik des 13. Jahrhunderts (Modalnotation).

Literatur: Willi Apel, Die Notation der polyphonen Musik, 900-1600, 4. Auflage, Wiesbaden 1989; Bernhard Gröbler, Einführung in den Gregorianischen Choral, 2. Auflage, Jena 2005.

31609 Harmonielehre II
2st., Mo 16–18 Uhr, Beginn: 14.4.2008
Teilnehmer: GS Musikwissenschaft BA/Mag
Verwendbar für: GS: MUWI M04 (Pflichtbereich Nr. 3);
Leistungsnachweis: Klausur am Semesterende (3 LP)
Ehrich PT 2.0.4
Fortsetzung der Übung Harmonielehre I. Gegenstände sind: Ausbau der Funktionstheorie (Modulation, Alterationen), Übungen im vierstimmigen Satz und harmonische Analyse verschiedenartiger Musikstücke.
31610 Kontrapunkt II
2st., Mi 16–18 Uhr, Beginn: 16.4.2008
Teilnehmer: GS Musikwissenschaft BA/Mag
Verwendbar für: MUWI M04 (Pflichtbereich Nr. 4)
Leistungsnachweis: Klausur am Semesterende (3 LP)
Pfisterer H 2.0.4
Fortsetzung der Übung Kontrapunkt I. Behandelt wird der dreistimmige Satz nach der Methode von J. J. Fux, sowie Typen des drei- und vierstimmigen Satzes im 16. Jahrhundert (Sukzessivkomposition, motettischer Satz). Die Übung schließt mit einer Klausur.
31611 Gehörbildung für Musikwissenschaftler
2st., Di 14.30–16.00 Uhr, Beginn: 15.4.2008
Teilnehmer: GS Musikwissenschaft BA/Mag
Verwendbar für: GS: MUWI M03/07 (Pflichtbereich Nr. 4);
Leistungsnachweis: nach Absprache (3 LP)
Stoffels PT 4.0.47

Dass es einer „Quadratur des Kreises“ gleicht, die unterschiedlichen Kenntnisstände in Gehörbildung unter einen Hut zu bringen, soll uns nicht stören – im Wintersemester geht es neben den Elementarkenntnissen unter anderem um folgende z. T. „exotische“ Bereiche:
– Wir hören Besonderheiten von verschiedenen Stimmungssystemen in Vergleich mit unserem temperierten System, z. B. bei einem ohne Ventile gespielten Horn.
– Vergleich einer unverzierten barocken Melodie mit einer ornamentierten Version
– Musikalisch-rhetorische Figuren über das Hören kennen lernen
– Der „Schreckensakkord“ in Beethovens 9. und andere auffällige Klänge
Neben dem Intervallhören werden also auch Aspekte angesprochen, die sowohl für „Anfänger“ als auch für Fortgeschrittene etwas bieten.

31612 Editionstechnik I: Musikerschriften
2st., Di 12–14 Uhr, 14tgl mit Blockveranstaltung; Beginn: 15.4.2008
Teilnehmer: GS/HS Musikwissenschaft BA/Mag ab 4. Sem.
Verwendbar für: GS: MUWI M03 (Wahlbereich); HS: BA: MUWI 12
(Nr. 2 oder 3)/Mag: wissenschaftliche Übung /MA: MUWI M31 (Nr. 3)
Leistungsnachweis: Hausaufgaben und Referate (3 LP)
Berlinghoff-Eichler PT 4.0.47
Während die musikalischen Schriften eines Komponisten in erster Linie Aufschluss über dessen Musikanschauung geben können, stellen Briefe und Tagebücher darüber hinaus eine unverzichtbare Quelle für die Biographie und für den Entstehungsprozess von Kompositionen dar. Erst seit den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts machte sich die Musikwissenschaft verstärkt die Erfahrungen der Nachbardisziplinen – insbesondere der germanistischen Philologie – zu eigen und übernahm die dort etablierten editorischen Verfahrensweisen auch für Ausgaben von Musikerschriften und -briefen. In diesem Semester werden wir uns ausschließlich mit dem Thema „Schriftenedition“ beschäftigen.
Zur Einführung werden zunächst die wichtigsten Grundbegriffe der Editionswissenschaft diskutiert und an ausgewählten Beispielen vor allem die verschiedenen Ausgabentypen erläutert. Den Schwerpunkt bildet hier die Diskussion der Editionsprinzipien der historisch-kritischen Ausgabe der Sämtlichen Schriften Franz Liszts.
Ausgehend von theoretischen Überlegungen sollen anhand von Beispielen im Laufe des Semesters Arbeitsverfahren der editorischen Praxis wie etwa die Erstellung eines Lesarten-/Variantenverzeichnisses, die Erarbeitung von Stellenkommentaren (Auswahl der zu kommentierenden Passagen und Informationssuche) eingeübt werden. Französischkenntnisse sind ausdrücklich erwünscht.

Literatur
: Klaus Kanzog, Einführung in die Editionsphilologie der neueren deutschen Literatur, Berlin 1991 (Grundlagen der Germanistik 31); Bodo Plachta, Editionswissenschaft. Eine Einführung in Methode und Praxis der Edition neuerer Texte, Stuttgart 1997 (Universal-Bibliothek. Literaturstudium); Herbert Kraft, Editionsphilologie, 2. Auflage, Frankfurt am Main 2001.
31613 Vom Codex zur CD. Editionstheorie und -praxis mittelalterlicher Musik
2st., Di 14–16 Uhr, Beginn: 15.4.2008
Teilnehmer: HS Musikwissenschaft Mag/MA/BA
Verwendbar für: Mag (wissenschaftliche Übung);
BA: MUWI M12 (Nr. 2 und 3)); MA: MUWI M33 (Nr. 3)
Leistungsnachweis: Übertragungen aus Originalquellen,
Arbeit mit Datenbank (BA/Mag: 3 LP; MA: 4 LP)
Hiley PT 2.0.4
Die Übung führt anhand eines Fallbeispiels – der Übertragung eines Tagesoffiziums (Messe und Stundengebet) – in die Probleme und Systematik(en) der Edition mittelalterlicher Musik ein. Grundkonzept ist das „learning by doing“: Musikalisch / graphische Paleographie, Kenntnisse der Hilfsquellen (Kataloge, Quellenverzeichnisse, Musik und Textausgaben), Sinn (und Unsinn) von Editionsrichtlinien sollen grundsätzlich am konkreten Beispiel vermittelt/erprobt/diskutiert und – unter gewissem Zeitdruck – in praktischer Teamarbeit zu einer „Edition“ zusammengeführt werden.
Geplant ist die Übertragung der Gesänge für das Fest des hl. Magnus von Füssen aus einer Handschrift des 15. Jahrhunderts. Gleichzeitig wird ein Vollinventar der Handschrift nach den Richtlinien des Projekts Cantus (http://publish.uwo.ca/%7Ecantus/) erstellt.
31614 Lektüre ausgewählter Schriften von Theodor W. Adorno
(Übung zur musikalischen Essayistik)
2st., Mi 12–14 Uhr, Beginn: 16.4.2008
Teilnehmer: GS/HS Musikwissenschaft BA/Mag/MA
Verwendbar für: BA: GS: MUWI M03/07 (Wahlbereich),
HS: MUWI M12 (Nr. 2/3); Mag; MA: MUWI M31 (Nr. 3)
Leistungsnachweis: (unbenotet): Thesenpapier zu einem der Texte
Horn PT 4.0.47
Theodor W. Adorno (1903–1969) sitzt zwischen den Stühlen: Den Musikwissenschaftlern erscheint er oft „zu philosophisch“, aber die Philosophen überlassen die Beurteilung seiner Schriften zur Musik (große essayistische Bücher über Wagner, Mahler, Berg) seit jeher gerne den Musikwissenschaftlern. Obwohl die Zuständigkeit für Adorno in gewissem Sinne ungeklärt ist, haben seine Schriften bedeutende Teile der deutschen Musikwissenschaft im Jahrzehnt nach 1968 maßgeblich geprägt. Ohne Übertreibung kann man sagen, dass ohne ihn und sein Buch Philosophie der Neuen Musik (zuerst 1948) die musikwissenschaftliche Rezeption der Musik der „Zweiten Wiener Schule“ (Schönberg, Berg, Webern) anders und weniger intensiv verlaufen wäre. Mindestens ebenso wichtig ist Adornos Einfluss auf Thomas Manns Konstruktion der europäischen Musikgeschichte im Roman Doktor Faustus. Adorno hat viele kurze Texte zur Musik verfasst, die an seiner „dialektischen“ Denkweise partizipieren. Die Grundzüge dieser Denkweise muss man verstehen, um seinen Texten die intendierten Denkanstöße abgewinnen zu können. Die Übung, die auch fürs Hauptstudium gut geeignet ist, möchte in entspannter Atmosphäre einen ersten Zugang zu diesem spannenden Autor eröffnen. Ein einführender Überblick wird über den Autor informieren. Des Weiteren wird von Woche zu Woche ein (vom Umfang her zu bewältigender) Text zu lesen sein. Eine Leseliste, die am Ende des Semesters verteilt wird, soll zu weiterer Lektüre (bis zum Erreichen der den LPs entsprechenden Zeit) anregen.
31615 Instrumentenkunde
2st., Mo 12–14 Uhr, , Beginn: 14.4.2008
Teilnehmer: GS Musikwissenschaft BA/Mag
Verwendbar für: MUWI 03/07 (Nr. 2)
Leistungsnachweis: Referat(e) (3 LP)
Wackerbauer PT 4.0.47
Die Übung soll einerseits einen Überblick über die unterschiedlichen Ansatzpunkte instrumentenkundlicher Forschung vermitteln, andererseits die historische Entwicklung, Verwendung und Funktionsweise einer repräsentativen Auswahl von Musikinstrumenten näher beleuchten. Verschiedene Aspekte wie die akustischen Grundlagen, die Spielweise, Arten der Klassifikation oder der Umgang mit unterschiedlichen Quellentypen (Instrumente, Archivalien, ikonographische Zeugnisse etc.) sollen dabei thematisiert werden. Über die klassischen Orchester- und Tasteninstrumente hinaus soll auch ein Blick auf die elektroakustischen Instrumente aus der Pionierzeit der Entwicklung elektrischer Klangmaschinen in den 1920er-Jahren geworfen werden. Zur Veranschaulichung des Gegenstandes ist der Besuch einer Sammlung und nach Möglichkeit der Bau eines Theremins geplant.

Einführende Literatur: Wilhelm Stauder: Einführung in die Instrumentenkunde, 2. Auflage, Wilhelmshaven 1977; Michael Dickreiter: Musikinstrumente, Kassel 1987; Peter Donhauser: Elektrische Klangmaschinen. Die Pionierzeit in Deutschland und Österreich, Wien u. a. 2007; Matthias Sauer: Die Thereminvox. Konstruktion, Geschichte, Werke, Osnabrück 2008.
31616 Partiturkunde
2st., Mo 8.30–10.00 Uhr, Beginn: 14.4.2008
Teilnehmer: GS/HS Musikwissenschaft
Verwendbar für: MUWI M03/07 (Pflichtbereich Nr. 3)
Leistungsnachweis: für GS nach Absprache (3 LP)
Buckland ZH 1.12
In diesem Kurs wenden wir uns Fragen der Notation seit 1700 zu, vor allem, welche Informationen sich aus einer Orchesterpartitur holen lassen. Nach einer kurzen Einführung in die Formanalyse (aus der Sicht eines Dirigenten) besprechen wir Fragen der harmonischen Analyse und der Analyse von Klanggewebe. Wir vergleichen die Partituren aus Bachs Zeiten mit denen von 1900. Wir reduzieren Orchesterpartituren auf vier bzw. zwei Systeme und bearbeiten die Stücke für andere Ensembles.
Wir wohnen einigen Proben des Universitätsorchesters bei und diskutieren unsere Erlebnisse. Es gibt eine Einführung in die Kunst des Partiturspiels am Klavier und Hinweise zur Lösung der Probleme der musikalischen Stenographie (Akkordsymbole und Generalbass). Auch werden Partituren für andere Ensembles (Chor, Streichquartett, Bläserquintett, Band, Bigband usw.) besprochen.
31617 Komposition II
1st., Mo 10–12 Uhr, Beginn: 14.4.2008
Teilnehmer: GS Musikwissenschaft BA/Mag
Verwendbar für: MUWI M03/07 (Wahlbereich)
Leistungsnachweis: nach Absprache ((3 LP)
Buckland ZH. 1.12
Fortsetzung von Komposition I (Komponieren im Stil der „Alten Meister“). Wir versuchen anhand von klassischen Techniken zu einem eigenen Kompositionsstil zu gelangen. Zeitgenössische Kompositionsstile werden besprochen und verglichen. Die Fähigkeit, ein Volkslied klassisch zu harmonisieren, ist Voraussetzung.
31618 Tastensinn II
1st., Mo 12–13 Uhr, Beginn: 14.4.2008
Teilnehmer: GS Musikwissenschaft BA/Mag
Verwendbar für: MUWI M03/07 (Wahlbereich)
Leistungsnachweis: Klausur (3 LP nach Besuch von
Tastensinn I und II)
Buckland ZH. 1.12
Fortsetzung von Tastensinn I. Neben fortgeschritteneren Blattleseübungen setzen wir uns mit Akkord-Symbolen, Volkslied-Begleitung am Klavier, Streichquartett-Partituren am Klavier u. a. auseinander. Es wird in den Generalbass und in transponierende Instrumente eingeführt.
31619 Tastensinn IV
2st., Mo 13–14 Uhr mit zusätzlicher Blockveranstaltung, Beginn: 14.4.2008
Teilnehmer: GS Musikwissenschaft BA/Mag
Verwendbar für: MUWI M03/07 (Pflichtbereich Nr. 3)
Leistungsnachweis: Klausur Partiturlesen (3 LP)
Buckland ZH 1.12
Schwerpunkt des letzten Teils von Tastensinn ist Partiturlesen am Klavier. Nach einer Einführung in alte Schlüssel setzen wir uns mit Werken von Palestrina auseinander. Wir widmen uns den Symphonien von Beethoven und bereiten einen Satz am Klavier vor. Wir üben das Partiturspiel aus klassischen und romantischen Partituren des symphonischen Repertoires sowie Opern- und Chor-Partituren.
31620 Dirigierkurs II
2st., Mo 16–18 Uhr, Beginn: 16.4.2008 mit zusätzlicher Blockveranstaltung mit dem Universitätsorchester
Teilnehmer: GS/HS Musikwissenschaft, Hörer aller Fakultäten
Verwendbar für: – / Leistungsnachweis: –
Buckland ZH 1.12

Fortsetzung des Dirigierkurses aus dem letzten Semester. Dieser Kurs bereitet eine Blockveranstaltung vor, die mit dem Universitätsorchester stattfinden wird.

31621 Kolloquium zu aktuellen Forschungsprojekten
2st., Do 16–18 Uhr, Beginn: 17.4.2008
Teilnehmer: HS Musikwissenschaft  Mag/MA
Verwendbar für: Mag: Nachweispflicht gemäß neuer MPO; MA: MUWI M34
Leistungsnachweis: regelmäßige Teilnahme und Vorstellung der Examensarbeit (Mag: 3 LP; MA: 6 LP)
Horn PT 4.0.47
Das Kolloquium richtet sich an Magistrand(inn)en, Studierende des Masterstudiengangs und Doktorand(inn)en sowie an alle sonstigen Interessierten. Themenvorschläge werden ab sofort im Sekretariat entgegengenommen.
31720 Chor der Universität
2st., Mo 19.45–21.00 Uhr, Beginn: 14.4.2008
Kroll Keplersaal, Ernst-Reuter-Platz

Der Universitätschor steht allen Studierenden und Angehörigen der Universität und der Fachhochschule offen. In den Proben werden Werke aller Stilepochen von großen Oratorien bis zu A-cappella-Musik erarbeitet, wobei jedes Semester mit einem Konzert abschließt. Diese Aufführungen haben im Regensburger Konzertleben inzwischen einen festen Platz. Immer wieder finden auch Konzerte außerhalb von Regensburg und Reisen statt.

Der neueste Probenplan findet sich im Internet unter der Adresse: <www.unichor-regensburg.de>

31721 Symphonieorchester der Universität
3st., Mi 19–22 Uhr, Begin: 16.4.2008
Buckland Audimax Eingang K
Das ehemalige Universitätsorchester – heute als „Symphonieorchester“ bezeichnet – besteht aus über 100 Mitgliedern. In jedem Semester wird ein großes Konzert im Audimax veranstaltet. Zusätzliche Auftritte finden bei Universitätsfeiern und in Zusammenarbeit mit verschiedenen Städten in der Umgebung statt. Das Repertoire der letzten Semester umfasste u. a. Mozarts Oboenkonzert, Liszts Hungaria und Brahms’ Ungarische Tänze. Eine Partnerschaft mit dem Universitätsorchester in Clermont-Ferrand wird vom städtischen Kulturamt unterstützt. Die Aufnahme erfolgt durch Vorspiel zu Beginn des Semesters (bitte Aushänge beachten).

Das Symphonieorchester findet sich auch im Internet: <www.uni-regensburg.de/orchester>
 

Kammerorchester der Universität
Probentermine nach Vereinbarung

Buckland  

Das Kammerorchester der Universität Regensburg besteht aus Spitzenkräften des Symphonieorchesters und Profi-Musikern. Konzertmeister ist Sándor Galgóczi (Philharmonisches Orchester Regensburg). Das auf professionellem Niveau musizierende Ensemble kombiniert Begeisterung mit hoher technischer Fähigkeit. Höhepunkte der letzten Saison waren die Aufführungen sämtlicher Klavierkonzerte Ludwig van Beethovens und Johann Sebastian Bachs Konzert für zwei Violinen und Orchester.

  Muwi-Chor
2st., Di 18.00–19.30 Uhr, Beginn: 15.4.2008
Pfisterer PT 4.0.47
Der MuWi-Chor ist durch eine Initiative der Fachschaft entstanden. Neben der eigenen Freude und dem aktiven Kennenlernen von Chormusik des 15. bis 20. Jahrhunderts gehört auch die Beteiligung an Institutsveranstaltungen (z.B. Weihnachstfeier) zu den Zielen der Veranstaltungen. Mitsänger/-innen sind jederzeit willkommen.

 
  Stand: 21.4.2008