Institut für Musikwissenschaft

Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis

Sommersemester 2000

Vorlesungen Seminare Proseminare Vorgezogene Abschlußklausuren
Übungen Kolloquium Ensembles


Vorlesungen

31 600 Allgemeine Musikgeschichte I (Antike und Mittelalter)
2st., Mo 11-13, Beginn: 8.5.2000
Kleinertz PT 2.0.4

Die Vorlesung "Allgemeine Musikgeschichte" bietet in einem viersemestrigen Zyklus einen Überblick über die europäische Musikgeschichte. Gegenstand dieses ersten Teils ist die Musikgeschichte von der Antike bis zum 14. Jahrhundert. Dabei werden folgende Themen behandelt: das attische Drama, die griechische Musiktheorie, der einstimmige Kirchengesang, die Anfänge der Mehrstimmigkeit sowie die modale und mensurale Mehrstimmigkeit des 13. und 14. Jahrhunderts. Die Vorlesung richtet sich in erster Linie an Studierende der Fächer Musikwissenschaft und Musikpädagogik, kann aber auch von Hörern aller Fakultäten besucht werden.
Als ergänzende Lektüre empfiehlt sich das Neue Handbuch der Musikwissenschaft, 13 Bde., hg. von Carl Dahlhaus, Laaber 1980-1995.
 
31 601 Römische Mehrchörigkeit
2st., Do 15-17, Beginn: 4.5.2000
Gmeinwieser PT 2.0.4

Der Begriff der sogenannten Venezianischen Mehrchörigkeit hat in der musikwissenschaftlichen Forschung einen gewichtigen Platz. Weniger bekannt ist die römische, wiewohl neuere Forschungsergebnisse gebührend darauf hinweisen, denn bereits Palestrina hatte für "cori spezzati reali" komponiert. Mit den neuen Dimensionen der Vatikanischen Basilika entwickelte sich in Rom schon frühzeitig die Praxis mehrchörigen Musizierens, die im römischen Kolossalbarock ihren Höhepunkt fand. Komponisten wie Benevoli, Mazzocchi, Pitoni, Pisari, Fabri, Anerio, Soriano, Foggia, Ingegneri, Jommelli dokumentieren diese Entwicklung, deren wichtigste stilistische Tendenzen in dieser Lehrveranstaltung besprochen werden.
 
31 602 Michael Tippett (1905-1998): A Composer of Our Time
(in englischer Sprache) 
2st., Do 11-13, Beginn: 4.5.2000
Hiley PT 2.0.4

Der vor zwei Jahren verstorbenen Michael Tippett gehört unumstritten zu den bedeutendsten englischen Komponisten des 20. Jahrhunderts. Weniger populär (und weniger zahlreich) als die Werke seines Zeitgenossen Benjamin Britten (1913-1976), sind seine oft komplexen Kompositionen von packender Kraft und fesselndem Ideenreichtum gekennzeichnet. In beinahe allen Bereichen des heutigen Musiklebens (zumindest in England) bilden seine Opern, Symphonien, Chor-, Kammer- und Klavierwerke mittlerweile einen festen Bestandteil des Repertoires. Darüber hinaus hat sich Tippett in einer Reihe von Essays und Kommentaren zu seinen Werken, ihren ästhetischen Grundlagen und gesellschaftlichen Zielen geäußert. Die Vorlesung will Studierenden durch Ton und Wort Zugang zum Werk des in Deutschland noch wenig bekannten Tippett verschaffen und seine Ideen zur Funktion des Künstlers in der modernen Gesellschaft erläutern.
Literatur: Tippett on Music, hg. von Meirion Bowen, Oxford 1995.
 
31 603 Die Lieder der Troubadours und Trouvères
2st., Mi 11-13, Beginn: 3.5.2000
Hiley  PT 2.0.4

Die Lieder der Troubadours und Trouvères bilden in der europäischen Musikgeschichte das älteste erhaltene Korpus an weltlichen Liedern. Ihr Leben und Schaffen im 12.-13. Jahrhundert ist nach wie vor mit romantischen Mythen umgeben. Dennoch ist das Korpus der überlieferten Melodien (über 250 Troubadour- und über 1400 Trouvèremelodien) durchaus wissenschaftlich erfaßbar und die Grenzen zwischen Legende und Wahrheit sind durch Dokumente zu belegen. Ziel der Vorlesung ist es, in die Welt und Kultur der Troubadours und Trouvères einzuführen, Konzepte wie das der höfischen Liebe, der "amour courtois", zu erklären, die Quellen, Aufzeichnungsweise und Faktur der Melodien zu erhellen und über die Aufführungsmöglichkeiten in der heutigen Zeit zu sprechen.
Literatur: Hans-Herbert Räkel u. Elisabeth Aubrey, Art. Troubadours, Trouvères, in: MGG2, Sachteil, Bd. 9, Kassel u. a. 1998, Sp. 921-971.
 
 
31 604 Einführung in die Musikgeschichte Spaniens
1st., Di 11-12, Beginn: 2.5.2000 
Kleinertz PT 2.0.4

Die Vorlesung soll einen Überblick geben über die 'abendländische' Musik in Spanien vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert. Zugleich werden aber auch Fragen der Methodik und der Epochengliederung, insbesondere auch im Vergleich mit der musikalischen Entwicklung im übrigen Europa sowie der spanischen Literatur- und Kunstgeschichte diskutiert. Die anschließende Übung soll Gelegenheit geben, diese Fragen auch an konkreten Beispielen zu erläutern und weiterzuverfolgen.
Die Vorlesung, die auch ohne die anschließende Übung besucht werden kann, richtet sich an Studierende der Fächer Musikwissenschaft, Musikpädagogik, Romanistik sowie der Studieneinheit "Spanien-Studien II" (Hispanicum) im Rahmen des Modellversuchs "Modularisierung". (Leistungspunkte können im Rahmen des Besuchs von Vorlesung und Übung  erworben werden.)
Einführende Literatur: Pablo López de Osaba (Hg.), Historia de la música española, 7 Bde., Madrid 1988-1993.
 


Seminare

31 605 Robert Schumann
2st., Di 16-18, Beginn: 2.5.2000 
Kleinertz PT 2.0.4

Robert Schumann ist der 'romantische' Musiker par excellence. Geprägt von seinem bürgerlichen Elternhaus in Zwickau und der Lektüre seiner Jugend bemühte er sich um eine Synthese von Musik und Literatur, zugleich aber in der Nachfolge Beethovens und Schuberts um die großen Gattungen wie Klaviersonate, Symphonie und Streichquartett. Auch sein nachhaltiges Bemühen um die deutsche Oper ist symptomatisch für die Musikgeschichte des Vormärz. Im Seminar sollen die wesentlichen Aspekte seines Lebens und Schaffens in Hinblick auf die unterschiedlichen Gattungstraditionen vorgestellt und aufeinander bezogen werden.
 
31 606 Aufführungspraktische Probleme in den Chorwerken Johann Sebastian Bachs
2st., Do 9-11, Beginn: 4.5.2000 
Hiley PT 2.0.4

Das Bach-Jahr hat erwartungsgemäß zahlreiche erneute Versuche mit sich gebracht, die Umstände und die Klangwelt zu rekonstruieren, in welchen der Thomaskantor musizierte. Im Seminar haben Studierende die Möglichkeit, zeitgenössische Dokumente und neuere Fachliteratur zu studieren, Instrumentenbau und -praxis kennenzulernen und moderne Tonaufnahmen zu vergleichen. Das Seminar setzt die Arbeit mit Bachs Choralkantaten aus dem WS 1999/2000 fort. Der Besuch der früheren Lehrveranstaltung ist jedoch nicht Voraussetzung.
Literatur: siehe Werner Breig, Art. Bach, Johann Sebastian, in: MGG2, Personenteil, Bd. 1, Kassel u. a. 1999, Literatur, 13. Aufführungspraxis, Sp. 1523f.
 


Proseminare

31 607 Claudio Monteverdi (1567-1643): Leben, Werk und Wirkung 
2st., Mi 9-11, Beginn: 3.5.2000 
Hiley PT 2.0.4

Das musikalische Oeuvre Claudio Monteverdis steht geradezu repräsentativ für den Wendepunkt in der Musikgeschichte, der den Übergang von der Renaissance zum Barock bezeichnet. Nicht nur in der Musikgeschichtsschreibung, sondern auch im heutigen Musikleben nehmen seine Werke wie die Oper Orfeo, die sogenannte Marienvesper und zahlreiche Madrigale eine exponierte Stellung ein. Im Seminar sollen die wichtigsten Stationen der Karriere Monteverdis (Mantua, Venedig) anhand der überlieferten Korrespondenz nachgezeichnet werden. Darüber hinaus haben die Studierenden die Möglichkeit, seine bedeutendsten Kompositionen in den Bereichen Oper, Kirchenmusik und weltliche Vokalpolyphonie kennenzulernen und über den Einfluß und die Folgen seines musikalischen Schaffens zu diskutieren. Eine Exkursion nach Italien (inkl. Mantua und Venedig) ist für Oktober 2000 geplant.
Literatur: Paolo Fabbri, Monteverdi, Cambridge 1994 od. 1996; Silke Leopold, Claudio Monteverdi und seine Zeit, Laaber 1993; Claudio Monteverdi und die Folgen. Bericht über das Internationale Symposion Detmold 1993, hg. von Silke Leopold u. Joachim Steinheuer, Kassel u. a. 1998.
 
31 608 Geschichte des Streichquartetts 
2st., Mo 15-17, Beginn: 8.5.2000 
Kleinertz PT 4.0.47

Das Streichquartett galt vom ausgehenden 18. bis ins 20. Jahrhundert als die anspruchsvollste Gattung der Kammermusik - neben der Symphonie - sogar der Musik überhaupt. Es gab kaum einen Komponisten von Rang, der nicht zu dieser Gattung einen Beitrag geleistet hätte, bei der die bloße Angabe der Besetzung für höchste formale und ästhetische Ansprüche stand. In diesem Proseminar sollen die Entstehung dieser Gattung im 18. Jahrhundert, ihr erster Höhepunkt bei Haydn und Mozart sowie ihre weitere Entwicklung im 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts an wichtigen Beispielen aufgezeigt werden.
Einführende Literatur: Ludwig Finscher, Art. Streichquartett, in: MGG2, Sachteil, Bd. 8, Kassel u. a. 1998, Sp. 1924ff.
 


Übungen

31 609 Einführung in computergestütztes Arbeiten in der Musikwissenschaft 
2st., Mo 9-11, Beginn: 8.5.2000 Änderung!
Berlinghoff PT 4.0.47

In der Übung sollen in erster Linie Anwendungsmöglichkeiten von Datenbank-, Textverarbeitungs- und Notenschreibprogrammen an praktischen Beispielen diskutiert werden. Einen weiteren Schwerpunkt bildet darüber hinaus die Vermittlung von Grundkenntnissen im Umgang mit dem Internet (Literatursuche, Datenbankrecherchen). Die aktive Mitarbeit aller Teilnehmer wird vorausgesetzt.
 
31 610 Geschichte der Bayreuther Festspiele von den Anfängen bis zur Gegenwart 
2st., Freitag 16.00-19.00 s.t., 14tägl., Beginn: 12.5.2000 
Friedrich PT 4.0.47

Die Bayreuther Festspiele mit ihrer exklusiven inhaltlichen Beschränkung ausschließlich auf einen Teil der Bühnenwerke Richard Wagners, ihre Idee und Geschichte, sind nicht nur theatergeschichtlich, sondern auch kulturhistorisch ein Unikat. Zunächst als hybrider Traum eines größenwahnsinnigen Opernkomponisten belächelt, haben sie sich in nun über 120 Jahren zum festen institutionellen Bestandteil deutschen Kulturlebens etabliert. Dabei verläuft ihre Geschichte in bemerkenswerter Analogie zur Geschichte Deutschlands, auch und gerade in ihren Brüchen und Fragwürdigkeiten. Esoterische und demokratische Tendenzen bilden ein antagonistisches Beziehungsgeflecht, das in dieser Weise bei keinem anderen Kulturphänomen zu diagnostizieren ist. Gegenstand und Ziel der Veranstaltung wird es sein, das Phänomen der Bayreuther Festspiele durch die Zeitläufte zu betrachten, seine Ideen- und Ideologiegeschichte, Einflüsse und Tendenzen ebenso wie die bühnenästhetische Entwicklung seiner theatralen Manifestationen und vor allem die exponierte musikalische Interpretationsgeschichte der Werke Richard Wagners an ihrem designierten Ort. Die Veranstaltung bildet mithin in gewisser Weise eine Fortsetzung der Veranstaltung des Sommersemsters 1999.
Einführende Literatur: Michael Karbaum, Studien zur Geschichte der Bayreuther Festspiele (1876-1976), Regensburg 1976; Stefan Kunze, Der Kunstbegriff Richard Wagners. Voraussetzungen und Folgerungen, Regensburg 1983; Dietrich Mack, Der Bayreuther Inszenierungsstil, München 1976; Hans Mayer, Richard Wagner in Bayreuth 1876-1976, Stuttgart, Zürich 1978; Frederick Spotts, Bayreuth: Eine Geschichte der Wagner-Festspiele, München 1994; Wolfgang Wagner, Lebens-Akte, München 1994.
 
31 611 Einführung in die Musikgeschichte Spaniens (Übung zur Vorlesung) 
1st., Di 12-13, Beginn: 2.5.2000 
Kleinertz PT 2.0.4

Vgl. den Kommentar zur Vorlesung.
 
neu Musik nach 1945: Schlüsselwerke - Institutionen - Hauptströmungen 
2st., Mo 13-15, Beginn: 8.5.2000
Koch PT 4.0.47

Die Übung versteht sich als Rückblick auf die Kompositionen und Strömungen seit 1945, die einen nachhaltigen Einfluß auf das ausgeübt haben, was wir heute unter 'ernster' Musik verstehen. In der Übung wird es einerseits um 'Schlüsselwerke' u. a. von Boulez, Stockhausen, Ligeti, Cage und Reich gehen, andererseits aber auch um Institutionen wie die Darmstädter Ferienkurse, die Donaueschinger Musiktage oder das Pariser IRCAM. Auf kompositionstechnischer bzw. stilistischer Seite werden Begriffe wie Serialismus, Aleatorik, elektronische Musik, Minimal Music und Postmoderne eine Rolle spielen. Ausblicke auf die Entwicklungen in den Bereichen Rock, Pop und Jazz, deren "Crossover"-Phänomene zur sogenannten E-Musik gerade in der jüngeren Vergangenheit an Bedeutung gewonnen haben, sollen das Bild ergänzen.
Einführende Literatur: Ulrich Dibelius, Moderne Musik, 2 Bde., München 1998; Hermann Danuser, Die Musik des 20. Jahrhunderts, Laaber 1984 (Neues Handbuch der Musikwissenschaft 7).
 
neu Musikwissenschaft im Dritten Reich 
2st., Do 13-15, Beginn: 4.5.2000 
Körndle PT 4.0.47

Die Verstrickung deutscher Musikwissenschaftler in den NS-Staat hat immer wieder für Diskussionen gesorgt. Erst in jüngster Zeit erreichte es Willem de Vries' Studie über den Sonderstab Musik (Köln 1998), daß der Göttinger Musikologe Wolfgang Boetticher in einem Zeitungsinterview erstmals eine eigene Beteiligung an den Aktionen dieses Sonderstabes einräumte. Die Leitung der Universität Göttingen sah sich daraufhin gezwungen, dem inzwischen 84jährigen Boetticher ein Lehrverbot zu erteilen. Diese Aktualität soll Anlaß sein, in einer Übung die deutsche Musikwissenschaft während der Zeit des Dritten Reiches näher zu beleuchten. Dabei werden weniger biographische Details im Vordergrund zu stehen haben, sondern vielmehr die Art, wie eine Ideologie das wissenschaftliche Werk führender Gelehrter des Faches beeinflußt hat, ja wie auf dem Boden deutschnationalen und nationalsozialistischen Gedankengutes regelrechte Verfälschungen in der Musikgeschichtsdarstellung erfolgen konnten.
Literatur: Fred K. Prieberg, Musik im NS-Staat, Frankfurt 1982; Pamela Potter, Most German of the Arts: Musicology and Society from the Weimar Republic to the End of Hitler's Reich, New Haven/London 1998; Eckhard John, "Deutsche Musikwissenschaft". Musikforschung im "Dritten Reich", in: Musikwissenschaft - eine verspätete Disziplin? Die akademische Musikforschung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zwischen Fortschrittsglauben und Modernitätsverweigerung, hg. von Anselm Gerhard, Stuttgart u. a. 2000.
 
neu Partiturspiel 
1st., Di 10-11, Beginn: 2.5.2000
Buckland PT 4.0.47

Pflichtveranstaltung lt. Studienordnung. Studierende, die weder ein Tasteninstrument noch ein anderes Generalbaßinstrument spielen, können in begründeten Ausnahmefällen diese Qualifikation auf Antrag im Rahmen anderer Veranstaltungen erwerben. Im Einzelfall entscheidet der Institutsleiter. Erarbeitet werden Beispiele des klassischen Repertoires.
Beschränkte Teilnehmerzahl. Eine Teilnehmerliste hängt vor dem Sekretariat des Instituts für Musikwissenschaft aus.
 
neu Propädeutikum Generalbaß- und Partiturspiel 
1st., Di 0-10, Beginn: 9.5.2000
Buckland PT 4.0.47

Behandelt werden die Grundzüge des Generalbaß- und Partiturspiels in Theorie und Praxis.
 
31 612 Harmonie- und Satzlehre II (für Lehramt und Magister) 
1st., Di 13-14, Beginn: 2.5.2000
Kraus H 4

Abarten des Dominantseptakkords, akkordfremde Töne, Quartsextakkorde und Quintsextakkorde der Stufe II.
Max. 15 Teilnehmer. Anmeldeliste hängt vor dem Sekretariat des Instituts für Musikwissenschaft aus.
Lehrbücher: Paul Hindemith, Aufgaben für Harmonie-Schüler, Mainz: Schott; Hermann Grabner, Handbuch der funktionellen Harmonielehre, Regensburg, 1995.
Vorgezogene Abschlußklausur: Mittwoch, 3.5.2000, 14-15 Uhr, Musikpavillon Seybothstr., M 28.
 
31 613, 
31 614
Harmonie- und Satzlehre II (für Lehramt und Magister) 
1st., 2 Gruppen, Mi 14-15, 15-16, Beginn: 3.5.2000
Steger M 26

Einführung von Nebenfunktionen auf der Grundlage des vierstimmigen Satzes. Behandlung alterierter Akkorde. Erweiterung der harmonischen Strukturen durch harmoniefremde Töne (Vorhalt, Durchgang, Wechselnoten etc.). Ausgewählte Generalbaß-Beispiele aus der Sammlung Bach-Schemelli. Bezifferungen von Sext-, Quartsext-, Sept- und Nonenakkorden.
Lehrbuch: Hermann Grabner, Handbuch der funktionellen Harmonielehre, Regensburg 1995, S. 89-136.
Vorgezogene Abschlußklausur: Mittwoch, 3.5.2000, 14-15 Uhr, Musikpavillon Seybothstr., M 28.
 
31 615 Harmonie- und Satzlehre IV (für Magister) 
1st., Di 14-15, Beginn: 2.5.2000
Kraus H 4

Harmonikale Praxis verschiedener Stilepochen.
Lehrbuch: Diether de la Motte, Harmonielehre, Kassel: Bärenreiter.
 
31 616 Kontrapunkt I
1st., Di 16-17, Beginn: 2.5.2000
Kraus H 4

Vokaler Kontrapunkt zu zwei, drei und vier Stimmen.
Lehrbuch: Jeppesen, Kontrapunkt, Wiesbaden: Breitkopf & Härtel.
 
31 617 Generalbaßspiel
1st., Di 17-18, Beginn: 2.5.2000
Kraus H 4

Pflichtveranstaltung lt. Studienordnung. Spiel bezifferter Bässe zu Arien, Liedern, Chorälen, Rezitativen und Instrumentalstücken.
Lehrbuch: Hermann Grabner, Generalbaßübungen, Leipzig 1936.
 
31 618 Formenlehre I: Reihungsformen 
1st., Di 18-19, Beginn: 2.5.2000
Kraus PT 2.0.4

Ausgewählte Formanalysen: Liedformen (Schumann, Kinderszenen), kompliziertere Liedformen (Brahms, Intermezzi), Rondeau (Couperin, Pièces de Clavecin), Rondo (Beethoven, Rondos), Tanzsätze (Bach, Französiche Suiten), Charakterstück (Bartók, Mikrokosmos).
 
31 619 Harmonische Analyse I
1st., Mi 16-17, Beginn: 3.5.2000
Bruach PT 4.0.47

Die Übung soll als Einführung in den Bereich der Funktionsharmonik aus einer historischen bzw. musikwissenschaftlichen Perspektive dienen. Als Material werden ausgewählte Beispiele von Komponisten der Barockzeit erarbeitet bzw. analysiert. Dabei werden unterschiedliche Gattungen (u. a. Musik für Tasteninstrumente, Kantate, Kammer- und Orchestermusik, Oper) mit ihren besonderen harmonischen Problemen vorgestellt. Zusätzlich können auch Choralsätze selbst komponiert und mit denjenigen von J. S. Bach als pädagogischem Hintergrund verglichen werden.
Literatur: Diether de la Motte, Harmonielehre, Kassel u. a. 1976.
 
31 620 Harmonische Analyse III
1st., Mi 17-18, Beginn: 3.5.2000
Bruach PT 4.0.47

Die Übung soll eine Einführung in den Bereich der Funktionsharmonik aus einer historischen bzw. musikwissenschaftlichen Perspektive geben. Als Material sind ausgewählte Beispiele von Komponisten der ersten romantischen Generation (u. a. Chopin, Schumann, Mendelssohn) vorgesehen. Dabei werden unterschiedliche Gattungen (u. a. Klaviermusik, Lied, Symphonie, Oratorium) mit ihren besonderen harmonischen Problemen behandelt. Zusätzlich können auch modulatorische Prozesse erarbeitet werden.
Literatur: Diether de la Motte, Harmonielehre, Kassel u. a. 1976.
 
31659 Gehörbildung II
1 st., Do 10-11, Beginn: 4.5.2000
Steger M 28

Zu Beginn steht die Behandlung von Simultan-Intervallen (Zweiklängen). Aufbauend auf den Lernergebnissen der Gehörbildung I werden Melodien mit zusätzlichen Haltetönen versehen und hieraus der Ansatz für eine zweite Stimme entwickelt. Im Verlauf des Semesters wird das Hören von einfacher Zweistimmigkeit vorbereitet. In der letzten Veranstaltung des Semesters findet eine Klausur statt.
Vorgezogene Abschlußklausur: Mittwoch, den 3.5.2000, 11-12 Uhr, Musikpavillon Seybothstraße, M 28.
 
31 621 Choralschola "Tonus Peregrinus" des Musikwissenschaftlichen Instituts 
2st., n.V., siehe Aushang vor dem Sekretariat des Instit. f. Musikwissenschaft 
N. N. PT 4.0.47

"Tonus peregrinus" - der Wanderton" - ist nicht nur der Fachbegriff für einen besonderen Psalmton der sog. 'Gregrorianik', sondern auch Name und zugleich Programm der Choralschola des Musikwissenschaftlichen Instituts der Universität Regensburg. Das aus Studenten aller Fachrichtungen zusammengesetzte Ensemble durchwandert" sowohl das klassisch 'gregorianische' Repertoire, als auch spätere Epochen der Geschichte des mittelalterlichen Chorals vom 10./11. bis zum 16. Jahrhundert.
 


Kolloquium

31 622 Kolloquium zu aktuellen Forschungsproblemen 
2st., Di 18-20, Beginn: 9.5.2000
Hiley/Kleinertz  PT 4.0.47

Das Kolloquium ist primär für Studierende bestimmt, die ihre Magisterarbeit oder Dissertation vorbereiten. Teilnahme erfolgt auf Einladung, jedoch ist es auch möglich, daß man sich selbst um Aufnahme bemüht (Sprechstunde der Dozenten).
 


Ensembles

Universitätschor, Universitätsorchester, Bigband etc.
 


Vorgezogene Abschlußklausuren

Mittwoch, 3.5.2000 Raum M 28  
11-12 Uhr Gehörbildung II (U, M)  
14-15 Uhr Harmonie- und Satzlehre II (U, M)  

Studierende, die über ausreichende Vorkenntnisse verfügen, erhalten die Möglichkeit, Leistungsnachweise auch ohne Besuch der entsprechenden Lehrveranstaltung zu erwerben und damit Studienzeit zu sparen. Zugleich erfüllen diese Tests eine wichtige Funktion bei der Studienberatung: Anhand der Ergebnisse lassen sich individuelle Stärken und Schwächen aufzeigen sowie Empfehlungen oder Zuweisungen für angemessene Kurse geben.
 


Stand: 27. März 2000