Ausgabe-Stand: 17. März 2011 9:15

 

Musikwissenschaft

  Studienberatung:

Prof. Dr. Wolfgang Horn, Gebäude PT 4.2.04, Tel. 943 37 54
Sprechstunde: Di 12-13 u. n. Vb.
Prof. Dr. David Hiley, Gebäude PT 4.2.23, Tel. 943 35 12
Sprechstunde: Di 9-10 Uhr u. n. Vb.
Dr. Bettina Berlinghoff-Eichler, Gebäude PT 4.2.17, Tel. 943 37 58
Sprechstunde: Di 14-15 Uhr u. n. Vb.
PD Dr. Andreas Pfisterer, Gebäude PT 4.2.16, Tel. 943 3717
Sprechstunde: Di 16-17 Uhr

Einführungsprogramm in das Studium des Bachelor of Arts (B. A.)
Mittwoch, 27.4.2011, 8.30-11.45 Uhr, H 16

Fachstudienberatung Musikwissenschaft
Donnerstag, 28.4.2011, 13-14 Uhr, H 3
 

Vorlesungen

31 600 Allgemeine Musikgeschichte III (Barock)
2 st., Mi 10-12, H 4
MUWI - M 01.3 (4), MUWI - M 05.3 (4)
Horn

Beginn: 4.5.2011
Teilnehmer: BA; LA; Hörer aller Fakultäten
Modalitäten der Prüfung: Klausur am Semesterende
Hinweis:„Allgemeine Musikgeschichte“ kann nur ein Skelett bieten; es zum Leben zu erwecken, ist Sache der Teilnehmer, die sich zum Erwerb der Leistungspunkte am Ende des Semesters einer unbenoteten Klausur unterziehen müssen (gilt auch für Studierende der Lehrämter, da ich in dieser Vorlesung keine Anwesenheitsliste führen möchte).

Kommentar

Die Vorlesung ist Teil des viersemestrigen Zyklus von Überblicksvorlesungen („Basismodul Musikgeschichte“). Im 17. Jh. sollen mit Claudio Monteverdi (1567–1643), Heinrich Schütz (1585–1672) und Jean-Baptiste Lully (1632–1687) die bedeutendsten Komponisten Italiens, Deutschlands und Frankreichs betrachtet werden. Von 1680 an wird mit den Werken Arcangelo Corellis (1653–1713) ein instrumental geprägter Ton europaweit dominant, ein Prozess, der im Werk von Johann Sebastian Bach (1685–1750) gipfelt. Die Sinfonik der Mannheimer Schule und Joseph Haydns hat jedoch andere Wurzeln, und die repräsentative öffentliche Musikform der Oper in französischer und insbesondere in italienischer Gestalt verbindet gleichsam an Bach vorbei den Anfang des 18. Jahrhunderts mit seinem Ende: Wolfgang Amadeus Mozarts Musik ist ohne Italien nicht denkbar.

Literatur

Anstelle von Büchern, die wohl doch niemand zur Vorbereitung liest, bitte ich darum, aus dem Kommentartext ein Stichwort zu wählen und den einschlägigen Artikel aus der Enzyklopädie Die Musik in Geschichte und Gegenwart, 2. Auflage, zu lesen (oder wenigstens einen Teil davon).

31 601 Die Rezeption italienischer Musik des 17. und 18. Jahrhunderts in Bayern
2 st., Do 14-16, PT 2.0.4
MUWI - M 01.Wahlbereich (4), MUWI - M 11.1 (4), MUWI - M 31.2 (6), MUWI - M 32.2 (6), MUWI - M 33.2 (6)
Gmeinwieser

Beginn: 5.5.2011
Teilnehmer: BA/MA/Mag; LA
Modalitäten der Prüfung: Prüfungsgespräch am Semesterende (BA/Mag); Schriftliche Hausarbeit (MA)

Kommentar

Die Forschung hat neue Erkenntnisse zur bayerischen Musikgeschichte gebracht und damit auch die Rezeption italienischer Musik im 17. und 18. Jahrhundert neu beleuchtet. Beigetragen dazu hat die systematische Katalogisierung weltlicher und kirchlicher Musiksammlungen. Anhand von ausgewählten Beispielen soll in der Vorlesung die Musik Bayerns unter dem Aspekt italienischer Provenienz untersucht werden. Besondere Berücksichtigung finden die Regionen Altbayern, Schwaben, Franken und die pfälzischen Territorien, u. a. die bayerische Hofkapelle, die evangelischen Reichsstädte und die Klöster, sowie die italienische Oper.

Literatur

Kataloge bayerischer Musiksammlungen; Bayerische Musikgeschichte, hg. von R. Münster und H. Schmid 1972 (Musik in Bayern I).

31 602 Musik in England II (17.-18. Jahrhundert)
2 st., Fr 10-12, PT 2.0.4
MUWI - M 01.Wahlbereich (4), MUWI - M 11.1 (4), MUWI - M 31.2 (6), MUWI - M 32.2 (6), MUWI - M 33.2 (6)
Hiley

Beginn: 6.5.2011
Teilnehmer: BA/MA/Mag; LA
Modalitäten der Prüfung: Prüfungsgespräch am Semesterende

Kommentar

Während des Commonwealth (1645–1660) waren sowohl die Kirchen- als auch die Theatermusik zum Schweigen gebracht worden. Allein im Bereich der instrumentalen Kammermusik konnte ununterbrochen weiter komponiert werden. Eine Wiederbelebung der Musikpraxis fand z. T. auf Basis der alten Traditionen, z. T. aber auch unter ausländischem Einfluss statt, dies nicht zuletzt aufgrund des persönlichen Geschmacks König Karls II., der sein Exil am französischen Königshof verbracht hatte und die französische Hofkultur bevorzugte. Eine neue Generation englischer Komponisten, an ihrer Spitze Henry Purcell (1659–1695), reifte im letzten Viertel des 17. Jahrhunderts heran. Ihren Nachfolgern im 18. Jahrhundert fiel es jedoch schwer, Schritt mit ausländischen Komponisten der italienischen Oper zu halten, die besonders seit der Ankunft Georg Friedrich Händels 1710 in London zur neuen Mode wurde. Die Oratorien aus Händels späteren Jahren bildeten eine unerwartete neue Richtung, die ihre Bedeutung für die Musikkultur bis in unsere Zeit nicht verloren hat. Die Musik gegen Ende des 18. Jahrhunderts ist weiter von dem Nebeneinander der Werke ausländischer (z.B. Abel, J.C. Bach, Haydn) und einheimischer Meister (z. B. Arne, Shield) geprägt.

Seminare

31 603 Die Musik im 'Codex Calixtinus' oder 'Liber Sancti Jacobi' von Santiago de Compostela (ca. 1160) und ihr geschichtlicher Hintergrund
2 st., Di 10-12, PT 2.0.4
MUWI - M 02.Wahlbereich (6), MUWI - M 11.2 (10), MUWI - M 12.1 (10), MUWI - M 31.1 (10), MUWI - M 32.1 (10), MUWI - M 33.1 (10)
Hiley

Beginn: 3.5.2011
Teilnehmer: BA/MA/Mag; LA
Modalitäten der Prüfung: Referat und schriftliche Hausarbeit

Kommentar

Eine besondere Handschrift, die heute in der Kathedralbibliothek in Santiago de Compostela aufbewahrt wird, ist vor allem wegen ihrer geistlichen mehrstimmigen Kompositionen bekannt, die z. T. für ihre Zeit (Mitte des 12. Jahrhunderts) einmalig sind und eine wichtige Etappe in der Kompositionsgeschichte überhaupt markieren. Außerdem enthält die Handschrift die liturgischen Gesänge und Lesungen für den Festtag des hl. Jakob, Berichte über die Wunder, die der Heilige bewirkte, eine lateinische Version des Rolandslieds und eine Beschreibung der Pilgerwege nach Santiago. Das Seminar wird die Notation und Machart der mehrstimmigen Werke untersuchen und in die Musikgeschichte einordnen, aber auch versuchen, die liturgischen Aspekte der Handschrift und seine geistesgeschichtlichen und politischen Dimensionen zu verstehen.

31 604 Das Klavierkonzert bis Beethoven
2 st., Do 08:30-10, PT 2.0.4
MUWI - M 02.Wahlbereich (6), MUWI - M 11.2 (10), MUWI - M 12.1 (10), MUWI - M 31.1 (10), MUWI - M 32.1 (10), MUWI - M 33.1 (10)
Horn

Beginn: 5.5.2011
Teilnehmer: BA/MA/Mag; LA
Modalitäten der Prüfung: Referat und Hausarbeit

Kommentar

Wie bei allen „großen Gattungen“, so nimmt auch beim Klavierkonzert die Quantität der Produktion nach Beethoven kontinuierlich ab – selbst bei Tastenlöwen wie Liszt, Chopin oder Schumann steht es keineswegs im Mittelpunkt des Schaffens. Das Seminar verfolgt zunächst das Ziel, die Teilnehmenden mit der Geschichte des Klavierkonzerts von J. S. Bach über C. P. E. Bach und etliche „Kleinmeister“ bis zum ersten Gipfelpunkt Mozart und dann weiter bis zu Beethoven bekannt zu machen. Strukturanalysen sollen darüber hinaus zu möglichen Antwor-ten auf die Frage nach den Gründen für das Nachlassen der „anspruchsvollen“ Komposition von Klavierkonzerten nach Beethoven führen.

Literatur

Diverse Autoren, Art. „Concerto“, in: The New Grove Dictionary of Music and Musicians (2001), Band 6, S. 240–260 (Kopiervorlage liegt im Sekretariat bzw. bei mir aus; nutzen Sie die Gelegenheit, einmal einen etwas längeren Enzyklopädieartikel in englischer Sprache zu studieren, der zugleich über das engere Thema des Seminars hinausgeht).

31 605 Magnificat-Kompositionen im 16. Jahrhundert
2 st., Mi 14-16, PT 2.0.4
MUWI - M 02.Wahlbereich (6), MUWI - M 11.2 (10), MUWI - M 12.1 (10), MUWI - M 32.1 (10), MUWI - M 33.1 (10)
Pfisterer

Beginn: 4.5.2011
Teilnehmer: BA/MA/Mag; LA
Modalitäten der Prüfung: Referat und Hausarbeit
Hinweis: Die Teilnehmenden sollten Kontrapunkt I besucht haben.

Kommentar

Das mehrstimmige Magnificat bewegt sich im 16. Jahrhundert zwischen den Polen einfacher liturgischer Gebrauchsmusik und anspruchsvoller Komposition. In der Forschung hat es bislang wenig Beachtung gefunden. Dabei bietet es aufgrund des gleichbleibenden Textes und der speziellen Art von cantus firmus-Bindung interessante Möglichkeiten zum Vergleich zwischen chronologisch oder geographisch entfernten Exemplaren der Gattung. Die im 16. Jahrhundert weitgehend übliche Zusammenstellung von Zyklen nach den acht Tonarten lädt überdies zur Untersuchung tonartlicher Aspekte ein. Im Seminar sollen allerdings zunächst grundlegende analytische Zugänge zur Musik des 16. Jahrhunderts vermittelt werden, die dann auf Magnificatvertonungen bekannter wie unbekannter Komponisten angewandt werden.
Literatur
Ludwig Finscher. „Liturgische Gebrauchsmusik.“ Neues Handbuch der Musikwissenschaft 3: Die Musik des 15. und 16. Jahrhunderts. Hg. L. Finscher. Laaber 1989/90. 371-436; Bernhard Meier. Alte Tonarten: Dargestellt an der Instrumentalmusik des 16. und 17. Jahrhunderts. Kassel u. a. 32000; Andreas Pfisterer. „Imitationsstruktur und Formbildung in den Motetten von Palestrina.“ Kirchenmusikalisches Jahrbuch 88 (2004), 13-29.

31 618 A-Cappella-Chormusik im 20. Jahrhundert
2 st., Di 08:30-10, Raum beantragt
MUWI - M 11.2 (10), MUWI - M 12.1 (10), MUWI - M 32.1 (10), MUWI - M 33.1 (10)
Pfisterer

Beginn: 3.5.2011
Teilnehmer: BA/MA/Mag; LA
Modalitäten der Prüfung: Referat und Hausarbeit

Kommentar

Innerhalb der vielfältigen Zweige „ernster“ Musik im 20. Jahrhundert ist die Musik für Chor a cappella eher ein Randphänomen. Die Bindung an das Instrument Stimme und an Laien als Ausführende setzt der technischen Komplikation deutliche Grenzen. Das befördert andererseits die analytische Zugänglichkeit und Vergleichbarkeit der Notentexte quer durch das Jahrhundert. In diesem Seminar sollen ausgewählte Stücke analysiert werden; eine grundlegende Frage dabei wird die Organisation der Tonhöhen sein, für die es im 20. Jahrhundert keine allgemein verbindlichen Regeln mehr gibt.

Literatur

Chormusik und Analyse II: Beiträge zur Formanalyse und Interpretation mehrstimmiger Vokalmusik. Hg. H. Poos. 2 Bde. Mainz u.a. 1997.

Proseminare

31 606 Das Sonatenprinzip (Einführung in die musikalische Analyse)
2 st., Mo 16-18, PT 2.0.4
MUWI - M 02.2 (6), MUWI - M 06.2 (6)
Buckland

Beginn: 2.5.2011
Teilnehmer: BA; LA
Modalitäten der Prüfung: Referat und Hausarbeit
Hinweis: Voraussetzung: Noten lesen und Tonarten erkennen können.

Kommentar

Kaum ein Stück der gängigen Konzertliteratur zeigt keine Spuren der klassischen „Sonatenhauptsatzform“, die man schon in der Schule kennen gelernt hat. Wir setzen uns analytisch mit kleineren Stücken aus dem Notenbüchlein von Anna Magdalena Bach auseinander und begeben uns auf die Jagd nach diesen Elementen in verschiedenen großen und kleineren Werken von Komponisten ab ca. 1740 (Bach) bis ca. 1940 (Debussy, Ravel, Scott Joplin, Gershwin).

31 607 Die Klaviermusik der englischen Virginalisten (16. bis 17. Jahrhundert) (Einführung in das musikwissenschaftliche Arbeiten)
2 st., Do 10-12, PT 2.0.4
MUWI - M 02.1 (6), MUWI - M 06.1 (6)
Hiley

Beginn: 5.5.2011
Teilnehmer: BA; LA
Modalitäten der Prüfung: Referat und schriftliche Hausarbeit

Kommentar

Eine Blüte außergewöhnlicher Art erfuhr die Musik für Tasteninstrumente (für die Orgel aber vor allem für das Cembalo bzw. „Virginal“) in England in der 2. Hälfte des 16. und im frühen 17. Jahrhundert. Im Proseminar wird einleitend die Klaviermusik im früheren 16. Jahrhundert, aber vor allem das Werk der großen Meister der Blütezeit studiert: William Byrd, John Bull, Thomas Tomkins, Giles Farnaby, Orlando Gibbons u. a. Ferner werden die Wechselbeziehungen zu anderen europäischen Traditionen (vor allem Italien und Niederlande) betrachtet sowie auch die Baugeschichte der Instrumente.

31 608 Notationskunde II
2 st., Di 14-16, PT 2.0.4
MUWI - M 02.4 (6), MUWI - M 06.4 (6)
Horn

Beginn: 3.5.2011
Teilnehmer: BA; LA
Modalitäten der Prüfung: Klausur in der letzten Sitzung und Übertragung eines Stückes (in der vorlesungsfreien Zeit)

Kommentar

Im Vordergrund dieses Standard-Proseminars wird die Erarbeitung des (nicht sehr umfangreichen) Regelwerks der Mensuralnotation stehen. Dabei wollen wir zugleich anhand von Reproduktionen von Originalquellen des 15. und 16. Jahrhunderts versuchen, den Sinn der ursprünglichen Aufzeichnungsweisen zu verstehen, wobei die Übertragung in „moderne Notenschrift“ ein wichtiges, aber nicht das einzige Mittel darstellen soll. Jede Notation vermittelt auf eigene Weise Informationen über die Grundkategorien der Musik, Zeit und Klang. Darüber hinaus sollen die verschiedenen Arten von Notenschriften für Tasten- und Zupfinstrumente, die sogenannten „Tabulaturen“, vorgestellt werden, die in der älteren Musikgeschichte eine Rolle gespielt haben. Damit verbunden werden soll ein Überblick über das Repertoire an freier und „entlehnter“ Musik für die betreffenden Instrumente sowie über die wichtigsten Quellen.
Literatur
Willi Apel, Die Notation der polyphonen Musik, 900–1600, Leipzig 1970 (viele weitere Auflagen).

Übungen

31 609 Harmonielehre II
2 st., Mi 16-18, PT 2.0.4
MUWI - M 04.3 (3)
Buhl

Beginn: 4.5.2011
Teilnehmer: BA
Modalitäten der Prüfung: Klausur am Semesterende

Kommentar

Fortsetzung der Übung Harmonielehre I. Gegenstände sind: Ausbau der Funktionstheorie (Modulation, Alterationen), Übungen im vierstimmigen Satz und harmonische Analyse verschiedenartiger Musikstücke.

31 610 Kontrapunkt II
2 st., Mo 14-16, PT 4.0.47
MUWI - M 04.4 (3)
Pfisterer

Beginn: 2.5.2011
Teilnehmer: BA
Modalitäten der Prüfung: Klausur am Semesterende

Kommentar

Fortsetzung der Übung Kontrapunkt I. Behandelt wird der dreistimmige Satz nach der Methode von J. J. Fux, sowie Typen des drei- und vierstimmigen Satzes im 16. Jahrhundert (Sukzessivkomposition anhand des deutschen Liedes, Imitationsmuster in der vierstimmigen Motette).

31 611 Musikwissenschaft im Nationalsozialismus
2 st., Di 12-14, PT 4.0.47
MUWI - M 03.Wahlbereich (3), MUWI - M 07.Wahlbereich (3), MUWI - M 12.2+3 (3), MUWI - M 32.3 (4), MUWI - M 33.3 (4)
Berlinghoff-Eichler

Beginn: 3.5.2011
Teilnehmer: BA/MA/Mag; LA
Modalitäten der Prüfung: Vorbereitung von Kurzreferaten
Hinweis: Maximal 15 Teilnehmer/-innen mit Leistungsnachweis (Aushang der Teilnehmerliste beim Sekretariat des Instituts für Musikwissenschaft ab Ende April 2011).

Kommentar

In dieser Übung werden wir uns mit einem der finstersten, aber gleichwohl interessantesten und folgenreichsten Kapitel der Geschichte des Faches Musikwissenschaft beschäftigen. Auf der Grundlage eines chronologischen Abrisses über die historische Situation in Deutschland zwischen 1933 und 1945 werden u. a. folgende Themen angesprochen: die selbstdefinierten Aufgaben „der“ deutschen Musikwissenschaft im „Dritten Reich“; Organisationsformen wie der „Sonderstab Musik“; die musikwissenschaftlichen Tagungen 1938 und 1939; die Rezeption jüdischer Komponisten am Beispiel Felix Mendelssohn Bartholdys und ihre Auswirkungen nach 1945; Tendenzen der deutschsprachigen Musikwissenschaft nach 1945. Ferner soll an ausgewählten Beispielen (Schering, Besseler, Boetticher u. a.) der Einfluss der nationalsozialistischen Ideologie auf die Schriften bedeutender – zum Teil ausgesprochen opportunistisch agierender – Musikwissenschaftler vor und nach 1945 diskutiert werden.

31 612 Repertoirekunde: Vokalmusik des 18. Jahrhunderts
2 st., Do 12-14, PT 4.0.47
MUWI - M 03.1+Wahlbereich (3), MUWI - M 07.1+Wahlbereich (3), MUWI - M 12.2+3 (3)
Berlinghoff-Eichler

Beginn: 5.5.2011
Teilnehmer: BA; LA
Modalitäten der Prüfung: Referat(e) zu ausgewählten Werken; Hörtest in den Semesterferien; ggf. Programmhefteinführung
Hinweis:Maximal 15 Teilnehmer/-innen mit Leistungsnachweis (Aushang der Teilnehmerliste beim Sekretariat des Instituts für Musikwissenschaft ab Ende April 2011). Studierende, die einen Leistungsnachweis für die Module M03 oder M07 benötigen, werden bevorzugt aufgenommen.

Kommentar

Ziel dieser Veranstaltung ist die Erweiterung der Repertoirekenntnisse im Bereich der Vokalmusik (geistliche Werke, Opern u. a.) des 18. Jahrhunderts. Aufgabe der Teilnehmerinnen und -teilnehmer wird es sein, im Rahmen von kurzen Referaten ausgewählte Kompositionen vorzustellen, die wir uns im Anschluss vollständig oder in Teilen anhören bzw. anschauen werden. Auf dem Programm stehen Werke von Bach, Händel, Haydn, Mozart u. a.

31 613 Partiturkunde
2 st., Mo 08:30-10, ZH 1.12
MUWI - M 03.3+Wahlbereich (3), MUWI - M 07.3+Wahlbereich (3)
Buckland

Beginn: 2.5.2011
Teilnehmer: BA
Modalitäten der Prüfung: nach Absprache

Kommentar

In diesem Kurs wenden wir uns Fragen der Notation seit 1700 zu: vor allem, welche Informationen sich aus einer Orchesterpartitur ziehen lassen. Nach einer kurzen Einführung in die Formanalyse (aus der Sicht eines Dirigenten) besprechen wir Fragen der harmonischen Analyse und der Analyse von Klanggewebe. Wir vergleichen die Partituren aus Bachs Zeiten mit denen von 1900. Wir reduzieren Orchesterpartituren auf vier bzw. zwei Systeme und bearbeiten die Stücke für andere Ensembles. Wir wohnen einigen Proben des Universitätsorchesters bei und diskutieren unsere Erlebnisse. Es gibt eine Einführung in die Kunst des Partiturspiels am Klavier und Hinweise zur Lösung der Probleme der musikalischen Stenographie (Akkordsymbole und Generalbass). Auch werden Partituren für andere Ensembles (Chor, Streichquartett, Bläserquintett, Band, Bigband usw.) besprochen.

31 614 Komposition II
2 st., Mo 10-12, ZH1.12
MUWI - M 03.Wahlbereich (3), MUWI - M 07.Wahlbereich (3)
Buckland

Beginn: 2.5.2011
Teilnehmer: BA
Modalitäten der Prüfung: nach Absprache

Kommentar

Fortsetzung von Komposition I (Komponieren im Stil der "Alten Meister"). Wir versuchen anhand von klassischen Techniken zu einem eigenen Kompositionsstil zu gelangen. Zeitgenössische Kompositionsstile werden besprochen und verglichen. Die Fähigkeit, ein Volkslied klassisch harmonisieren zu können, ist Voraussetzung.

31 615 Tastensinn II
1 st., Mo 12-13, ZH 1.12
MUWI - M 03.Wahlbereich (3), MUWI - M 07.Wahlbereich (3)
Buckland

Beginn: 2.5.2011
Teilnehmer: BA
Modalitäten der Prüfung: Klausur (nach Besuch von Tastensinn I und II)

Kommentar

Fortsetzung von Tastensinn I. Neben fortgeschritteneren Blattleseübungen setzen wir uns mit Akkord-Symbolen, Volkslied-Begleitung am Klavier, Streichquartett-Partituren am Klavier u.a. auseinander. Es wird in den Generalbass und in transponierende Instrumente eingeführt.

31 616 Tastensinn IV
2 st., Mo 13-14, ZH 1.12, mit zusätzlicher Blockveranstaltung
MUWI - M 03.3 (3), MUWI - M 07.3 (3)
Buckland

Beginn: 2.5.2011, mit zusätzlicher Blockveranstaltung
Teilnehmer: BA
Modalitäten der Prüfung: Klausur Partiturlesen

Kommentar

Schwerpunkt des letzten Teils von Tastensinn ist Partiturlesen am Klavier. Nach einer Einführung in alte Schlüssel setzen wir uns mit Werken von Palestrina auseinander. Wir widmen uns den Symphonien von Beethoven und bereiten einen Satz am Klavier vor. Wir üben das Partiturspiel aus klassischen und romantischen Partituren des symphonischen Repertoires sowie Opern- und Chor-Partituren.

Kolloquium

31 617 Kolloquium zu aktuellen Forschungsprojekten
2 st., Do 16-18, PT 4.0.47
MUWI - M 34.1 (6)
Horn

Beginn: 5.5.2011
Teilnehmer: MA/Mag
Modalitäten der Prüfung: regelmäßige Teilnahme und Vorstellung der Examensarbeit

Kommentar

In der üblichen Weise sollen im Kolloquium Abschlussarbeiten zur Diskussion gestellt werden (BA, MA, Dissertationen).