Ausgabe-Stand: 17. März 2011 9:15
| Studienberatung: Prof. Dr. Wolfgang Horn, Gebäude PT 4.2.04, Tel. 943 37 54 Sprechstunde: Di 12-13 u. n. Vb. Prof. Dr. David Hiley, Gebäude PT 4.2.23, Tel. 943 35 12 Sprechstunde: Di 9-10 Uhr u. n. Vb. Dr. Bettina Berlinghoff-Eichler, Gebäude PT 4.2.17, Tel. 943 37 58 Sprechstunde: Di 14-15 Uhr u. n. Vb. PD Dr. Andreas Pfisterer, Gebäude PT 4.2.16, Tel. 943 3717 Sprechstunde: Di 16-17 Uhr Einführungsprogramm in das Studium des Bachelor of Arts (B. A.) Mittwoch, 27.4.2011, 8.30-11.45 Uhr, H 16 Fachstudienberatung Musikwissenschaft Donnerstag, 28.4.2011, 13-14 Uhr, H 3 |
| 31 600 | Allgemeine Musikgeschichte III (Barock) 2 st., Mi 10-12, H 4 MUWI - M 01.3 (4), MUWI - M 05.3 (4) |
Horn |
Beginn: 4.5.2011
Teilnehmer: BA; LA; Hörer aller Fakultäten
Modalitäten der Prüfung: Klausur am Semesterende
Hinweis:„Allgemeine
Musikgeschichte“ kann nur ein Skelett bieten; es zum Leben zu erwecken,
ist Sache der Teilnehmer, die sich zum Erwerb der Leistungspunkte am
Ende des Semesters einer unbenoteten Klausur unterziehen müssen (gilt
auch für Studierende der Lehrämter, da ich in dieser Vorlesung keine
Anwesenheitsliste führen möchte).
Kommentar
Die Vorlesung
ist Teil des viersemestrigen Zyklus von Überblicksvorlesungen
(„Basismodul Musikgeschichte“). Im 17. Jh. sollen mit Claudio Monteverdi
(1567–1643), Heinrich Schütz (1585–1672) und Jean-Baptiste Lully
(1632–1687) die bedeutendsten Komponisten Italiens, Deutschlands und
Frankreichs betrachtet werden. Von 1680 an wird mit den Werken Arcangelo
Corellis (1653–1713) ein instrumental geprägter Ton europaweit
dominant, ein Prozess, der im Werk von Johann Sebastian Bach (1685–1750)
gipfelt. Die Sinfonik der Mannheimer Schule und Joseph Haydns hat
jedoch andere Wurzeln, und die repräsentative öffentliche Musikform der
Oper in französischer und insbesondere in italienischer Gestalt
verbindet gleichsam an Bach vorbei den Anfang des 18. Jahrhunderts mit
seinem Ende: Wolfgang Amadeus Mozarts Musik ist ohne Italien nicht
denkbar.
Literatur
Anstelle von Büchern, die wohl doch
niemand zur Vorbereitung liest, bitte ich darum, aus dem Kommentartext
ein Stichwort zu wählen und den einschlägigen Artikel aus der
Enzyklopädie Die Musik in Geschichte und Gegenwart, 2. Auflage, zu lesen (oder wenigstens einen Teil davon).
| 31 601 | Die Rezeption italienischer Musik des 17. und 18. Jahrhunderts in Bayern 2 st., Do 14-16, PT 2.0.4 MUWI - M 01.Wahlbereich (4), MUWI - M 11.1 (4), MUWI - M 31.2 (6), MUWI - M 32.2 (6), MUWI - M 33.2 (6) |
Gmeinwieser |
Beginn: 5.5.2011
Teilnehmer: BA/MA/Mag; LA
Modalitäten der Prüfung: Prüfungsgespräch am Semesterende (BA/Mag); Schriftliche Hausarbeit (MA)
Kommentar
Die
Forschung hat neue Erkenntnisse zur bayerischen Musikgeschichte
gebracht und damit auch die Rezeption italienischer Musik im 17. und 18.
Jahrhundert neu beleuchtet. Beigetragen dazu hat die systematische
Katalogisierung weltlicher und kirchlicher Musiksammlungen. Anhand von
ausgewählten Beispielen soll in der Vorlesung die Musik Bayerns unter
dem Aspekt italienischer Provenienz untersucht werden. Besondere
Berücksichtigung finden die Regionen Altbayern, Schwaben, Franken und
die pfälzischen Territorien, u. a. die bayerische Hofkapelle, die
evangelischen Reichsstädte und die Klöster, sowie die italienische Oper.
Literatur
Kataloge bayerischer Musiksammlungen; Bayerische Musikgeschichte, hg. von R. Münster und H. Schmid 1972 (Musik in Bayern I).
| 31 602 | Musik in England II (17.-18. Jahrhundert) 2 st., Fr 10-12, PT 2.0.4 MUWI - M 01.Wahlbereich (4), MUWI - M 11.1 (4), MUWI - M 31.2 (6), MUWI - M 32.2 (6), MUWI - M 33.2 (6) |
Hiley |
Beginn: 6.5.2011
Teilnehmer: BA/MA/Mag; LA
Modalitäten der Prüfung: Prüfungsgespräch am Semesterende
Kommentar
Während
des Commonwealth (1645–1660) waren sowohl die Kirchen- als auch die
Theatermusik zum Schweigen gebracht worden. Allein im Bereich der
instrumentalen Kammermusik konnte ununterbrochen weiter komponiert
werden. Eine Wiederbelebung der Musikpraxis fand z. T. auf Basis der
alten Traditionen, z. T. aber auch unter ausländischem Einfluss statt,
dies nicht zuletzt aufgrund des persönlichen Geschmacks König Karls II.,
der sein Exil am französischen Königshof verbracht hatte und die
französische Hofkultur bevorzugte. Eine neue Generation englischer
Komponisten, an ihrer Spitze Henry Purcell (1659–1695), reifte im
letzten Viertel des 17. Jahrhunderts heran. Ihren Nachfolgern im 18.
Jahrhundert fiel es jedoch schwer, Schritt mit ausländischen Komponisten
der italienischen Oper zu halten, die besonders seit der Ankunft Georg
Friedrich Händels 1710 in London zur neuen Mode wurde. Die Oratorien aus
Händels späteren Jahren bildeten eine unerwartete neue Richtung, die
ihre Bedeutung für die Musikkultur bis in unsere Zeit nicht verloren
hat. Die Musik gegen Ende des 18. Jahrhunderts ist weiter von dem
Nebeneinander der Werke ausländischer (z.B. Abel, J.C. Bach, Haydn) und
einheimischer Meister (z. B. Arne, Shield) geprägt.
| 31 603 | Die Musik im 'Codex Calixtinus' oder
'Liber Sancti Jacobi' von Santiago de Compostela (ca. 1160) und ihr
geschichtlicher Hintergrund 2 st., Di 10-12, PT 2.0.4 MUWI - M 02.Wahlbereich (6), MUWI - M 11.2 (10), MUWI - M 12.1 (10), MUWI - M 31.1 (10), MUWI - M 32.1 (10), MUWI - M 33.1 (10) |
Hiley |
Beginn: 3.5.2011
Teilnehmer: BA/MA/Mag; LA
Modalitäten der Prüfung: Referat und schriftliche Hausarbeit
Kommentar
Eine
besondere Handschrift, die heute in der Kathedralbibliothek in Santiago
de Compostela aufbewahrt wird, ist vor allem wegen ihrer geistlichen
mehrstimmigen Kompositionen bekannt, die z. T. für ihre Zeit (Mitte des
12. Jahrhunderts) einmalig sind und eine wichtige Etappe in der
Kompositionsgeschichte überhaupt markieren. Außerdem enthält die
Handschrift die liturgischen Gesänge und Lesungen für den Festtag des
hl. Jakob, Berichte über die Wunder, die der Heilige bewirkte, eine
lateinische Version des Rolandslieds und eine Beschreibung der
Pilgerwege nach Santiago. Das Seminar wird die Notation und Machart der
mehrstimmigen Werke untersuchen und in die Musikgeschichte einordnen,
aber auch versuchen, die liturgischen Aspekte der Handschrift und seine
geistesgeschichtlichen und politischen Dimensionen zu verstehen.
| 31 604 | Das Klavierkonzert bis Beethoven 2 st., Do 08:30-10, PT 2.0.4 MUWI - M 02.Wahlbereich (6), MUWI - M 11.2 (10), MUWI - M 12.1 (10), MUWI - M 31.1 (10), MUWI - M 32.1 (10), MUWI - M 33.1 (10) |
Horn |
Beginn: 5.5.2011
Teilnehmer: BA/MA/Mag; LA
Modalitäten der Prüfung: Referat und Hausarbeit
Kommentar
Wie
bei allen „großen Gattungen“, so nimmt auch beim Klavierkonzert die
Quantität der Produktion nach Beethoven kontinuierlich ab – selbst bei
Tastenlöwen wie Liszt, Chopin oder Schumann steht es keineswegs im
Mittelpunkt des Schaffens. Das Seminar verfolgt zunächst das Ziel, die
Teilnehmenden mit der Geschichte des Klavierkonzerts von J. S. Bach über
C. P. E. Bach und etliche „Kleinmeister“ bis zum ersten Gipfelpunkt
Mozart und dann weiter bis zu Beethoven bekannt zu machen.
Strukturanalysen sollen darüber hinaus zu möglichen Antwor-ten auf die
Frage nach den Gründen für das Nachlassen der „anspruchsvollen“
Komposition von Klavierkonzerten nach Beethoven führen.
Literatur
Diverse Autoren, Art. „Concerto“, in: The New Grove Dictionary of Music and Musicians
(2001), Band 6, S. 240–260 (Kopiervorlage liegt im Sekretariat bzw. bei
mir aus; nutzen Sie die Gelegenheit, einmal einen etwas längeren
Enzyklopädieartikel in englischer Sprache zu studieren, der zugleich
über das engere Thema des Seminars hinausgeht).
| 31 605 | Magnificat-Kompositionen im 16. Jahrhundert 2 st., Mi 14-16, PT 2.0.4 MUWI - M 02.Wahlbereich (6), MUWI - M 11.2 (10), MUWI - M 12.1 (10), MUWI - M 32.1 (10), MUWI - M 33.1 (10) |
Pfisterer |
Beginn: 4.5.2011
Teilnehmer: BA/MA/Mag; LA
Modalitäten der Prüfung: Referat und Hausarbeit
Hinweis: Die Teilnehmenden sollten Kontrapunkt I besucht haben.
Kommentar
Das
mehrstimmige Magnificat bewegt sich im 16. Jahrhundert zwischen den
Polen einfacher liturgischer Gebrauchsmusik und anspruchsvoller
Komposition. In der Forschung hat es bislang wenig Beachtung gefunden.
Dabei bietet es aufgrund des gleichbleibenden Textes und der speziellen
Art von cantus firmus-Bindung interessante Möglichkeiten zum Vergleich
zwischen chronologisch oder geographisch entfernten Exemplaren der
Gattung. Die im 16. Jahrhundert weitgehend übliche Zusammenstellung von
Zyklen nach den acht Tonarten lädt überdies zur Untersuchung
tonartlicher Aspekte ein. Im Seminar sollen allerdings zunächst
grundlegende analytische Zugänge zur Musik des 16. Jahrhunderts
vermittelt werden, die dann auf Magnificatvertonungen bekannter wie
unbekannter Komponisten angewandt werden.
Literatur
Ludwig Finscher. „Liturgische Gebrauchsmusik.“ Neues Handbuch der Musikwissenschaft 3: Die Musik des 15. und 16. Jahrhunderts. Hg. L. Finscher. Laaber 1989/90. 371-436; Bernhard Meier. Alte Tonarten: Dargestellt an der Instrumentalmusik des 16. und 17. Jahrhunderts. Kassel u. a. 32000; Andreas Pfisterer. „Imitationsstruktur und Formbildung in den Motetten von Palestrina.“ Kirchenmusikalisches Jahrbuch 88 (2004), 13-29.
| 31 618 | A-Cappella-Chormusik im 20. Jahrhundert 2 st., Di 08:30-10, Raum beantragt MUWI - M 11.2 (10), MUWI - M 12.1 (10), MUWI - M 32.1 (10), MUWI - M 33.1 (10) |
Pfisterer |
Beginn: 3.5.2011
Teilnehmer: BA/MA/Mag; LA
Modalitäten der Prüfung: Referat und Hausarbeit
Kommentar
Innerhalb
der vielfältigen Zweige „ernster“ Musik im 20. Jahrhundert ist die
Musik für Chor a cappella eher ein Randphänomen. Die Bindung an das
Instrument Stimme und an Laien als Ausführende setzt der technischen
Komplikation deutliche Grenzen. Das befördert andererseits die
analytische Zugänglichkeit und Vergleichbarkeit der Notentexte quer
durch das Jahrhundert. In diesem Seminar sollen ausgewählte Stücke
analysiert werden; eine grundlegende Frage dabei wird die Organisation
der Tonhöhen sein, für die es im 20. Jahrhundert keine allgemein
verbindlichen Regeln mehr gibt.
Literatur
Chormusik und Analyse II: Beiträge zur Formanalyse und Interpretation mehrstimmiger Vokalmusik. Hg. H. Poos. 2 Bde. Mainz u.a. 1997.
| 31 606 | Das Sonatenprinzip (Einführung in die musikalische Analyse) 2 st., Mo 16-18, PT 2.0.4 MUWI - M 02.2 (6), MUWI - M 06.2 (6) |
Buckland |
Beginn: 2.5.2011
Teilnehmer: BA; LA
Modalitäten der Prüfung: Referat und Hausarbeit
Hinweis: Voraussetzung: Noten lesen und Tonarten erkennen können.
Kommentar
Kaum
ein Stück der gängigen Konzertliteratur zeigt keine Spuren der
klassischen „Sonatenhauptsatzform“, die man schon in der Schule kennen
gelernt hat. Wir setzen uns analytisch mit kleineren Stücken aus dem
Notenbüchlein von Anna Magdalena Bach auseinander und begeben uns auf
die Jagd nach diesen Elementen in verschiedenen großen und kleineren
Werken von Komponisten ab ca. 1740 (Bach) bis ca. 1940 (Debussy, Ravel,
Scott Joplin, Gershwin).
| 31 607 | Die Klaviermusik der englischen Virginalisten (16. bis 17. Jahrhundert) (Einführung in das musikwissenschaftliche Arbeiten) 2 st., Do 10-12, PT 2.0.4 MUWI - M 02.1 (6), MUWI - M 06.1 (6) |
Hiley |
Beginn: 5.5.2011
Teilnehmer: BA; LA
Modalitäten der Prüfung: Referat und schriftliche Hausarbeit
Kommentar
Eine
Blüte außergewöhnlicher Art erfuhr die Musik für Tasteninstrumente (für
die Orgel aber vor allem für das Cembalo bzw. „Virginal“) in England in
der 2. Hälfte des 16. und im frühen 17. Jahrhundert. Im Proseminar wird
einleitend die Klaviermusik im früheren 16. Jahrhundert, aber vor allem
das Werk der großen Meister der Blütezeit studiert: William Byrd, John
Bull, Thomas Tomkins, Giles Farnaby, Orlando Gibbons u. a. Ferner werden
die Wechselbeziehungen zu anderen europäischen Traditionen (vor allem
Italien und Niederlande) betrachtet sowie auch die Baugeschichte der
Instrumente.
| 31 608 | Notationskunde II 2 st., Di 14-16, PT 2.0.4 MUWI - M 02.4 (6), MUWI - M 06.4 (6) |
Horn |
Beginn: 3.5.2011
Teilnehmer: BA; LA
Modalitäten der Prüfung: Klausur in der letzten Sitzung und Übertragung eines Stückes (in der vorlesungsfreien Zeit)
Kommentar
Im
Vordergrund dieses Standard-Proseminars wird die Erarbeitung des (nicht
sehr umfangreichen) Regelwerks der Mensuralnotation stehen. Dabei
wollen wir zugleich anhand von Reproduktionen von Originalquellen des
15. und 16. Jahrhunderts versuchen, den Sinn der ursprünglichen
Aufzeichnungsweisen zu verstehen, wobei die Übertragung in „moderne
Notenschrift“ ein wichtiges, aber nicht das einzige Mittel darstellen
soll. Jede Notation vermittelt auf eigene Weise Informationen über die
Grundkategorien der Musik, Zeit und Klang. Darüber hinaus sollen die
verschiedenen Arten von Notenschriften für Tasten- und Zupfinstrumente,
die sogenannten „Tabulaturen“, vorgestellt werden, die in der älteren
Musikgeschichte eine Rolle gespielt haben. Damit verbunden werden soll
ein Überblick über das Repertoire an freier und „entlehnter“ Musik für
die betreffenden Instrumente sowie über die wichtigsten Quellen.
Literatur
Willi Apel, Die Notation der polyphonen Musik, 900–1600, Leipzig 1970 (viele weitere Auflagen).
| 31 609 | Harmonielehre II 2 st., Mi 16-18, PT 2.0.4 MUWI - M 04.3 (3) |
Buhl |
Beginn: 4.5.2011
Teilnehmer: BA
Modalitäten der Prüfung: Klausur am Semesterende
Kommentar
Fortsetzung der Übung Harmonielehre I.
Gegenstände sind: Ausbau der Funktionstheorie (Modulation,
Alterationen), Übungen im vierstimmigen Satz und harmonische Analyse
verschiedenartiger Musikstücke.
| 31 610 | Kontrapunkt II 2 st., Mo 14-16, PT 4.0.47 MUWI - M 04.4 (3) |
Pfisterer |
Beginn: 2.5.2011
Teilnehmer: BA
Modalitäten der Prüfung: Klausur am Semesterende
Kommentar
Fortsetzung der Übung Kontrapunkt I.
Behandelt wird der dreistimmige Satz nach der Methode von J. J. Fux,
sowie Typen des drei- und vierstimmigen Satzes im 16. Jahrhundert
(Sukzessivkomposition anhand des deutschen Liedes, Imitationsmuster in
der vierstimmigen Motette).
| 31 611 | Musikwissenschaft im Nationalsozialismus 2 st., Di 12-14, PT 4.0.47 MUWI - M 03.Wahlbereich (3), MUWI - M 07.Wahlbereich (3), MUWI - M 12.2+3 (3), MUWI - M 32.3 (4), MUWI - M 33.3 (4) |
Berlinghoff-Eichler |
Beginn: 3.5.2011
Teilnehmer: BA/MA/Mag; LA
Modalitäten der Prüfung: Vorbereitung von Kurzreferaten
Hinweis:
Maximal
15 Teilnehmer/-innen mit Leistungsnachweis (Aushang der Teilnehmerliste
beim Sekretariat des Instituts für Musikwissenschaft ab Ende April
2011).
Kommentar
In dieser Übung werden wir uns mit einem
der finstersten, aber gleichwohl interessantesten und folgenreichsten
Kapitel der Geschichte des Faches Musikwissenschaft beschäftigen. Auf
der Grundlage eines chronologischen Abrisses über die historische
Situation in Deutschland zwischen 1933 und 1945 werden u. a. folgende
Themen angesprochen: die selbstdefinierten Aufgaben „der“ deutschen
Musikwissenschaft im „Dritten Reich“; Organisationsformen wie der
„Sonderstab Musik“; die musikwissenschaftlichen Tagungen 1938 und 1939;
die Rezeption jüdischer Komponisten am Beispiel Felix Mendelssohn
Bartholdys und ihre Auswirkungen nach 1945; Tendenzen der
deutschsprachigen Musikwissenschaft nach 1945. Ferner soll an
ausgewählten Beispielen (Schering, Besseler, Boetticher u. a.) der
Einfluss der nationalsozialistischen Ideologie auf die Schriften
bedeutender – zum Teil ausgesprochen opportunistisch agierender –
Musikwissenschaftler vor und nach 1945 diskutiert werden.
| 31 612 | Repertoirekunde: Vokalmusik des 18. Jahrhunderts 2 st., Do 12-14, PT 4.0.47 MUWI - M 03.1+Wahlbereich (3), MUWI - M 07.1+Wahlbereich (3), MUWI - M 12.2+3 (3) |
Berlinghoff-Eichler |
Beginn: 5.5.2011
Teilnehmer: BA; LA
Modalitäten der Prüfung: Referat(e) zu ausgewählten Werken; Hörtest in den Semesterferien; ggf. Programmhefteinführung
Hinweis:Maximal
15 Teilnehmer/-innen mit Leistungsnachweis (Aushang der Teilnehmerliste
beim Sekretariat des Instituts für Musikwissenschaft ab Ende April
2011). Studierende, die einen Leistungsnachweis für die Module M03 oder
M07 benötigen, werden bevorzugt aufgenommen.
Kommentar
Ziel
dieser Veranstaltung ist die Erweiterung der Repertoirekenntnisse im
Bereich der Vokalmusik (geistliche Werke, Opern u. a.) des 18.
Jahrhunderts. Aufgabe der Teilnehmerinnen und -teilnehmer wird es sein,
im Rahmen von kurzen Referaten ausgewählte Kompositionen vorzustellen,
die wir uns im Anschluss vollständig oder in Teilen anhören bzw.
anschauen werden. Auf dem Programm stehen Werke von Bach, Händel, Haydn,
Mozart u. a.
| 31 613 | Partiturkunde 2 st., Mo 08:30-10, ZH 1.12 MUWI - M 03.3+Wahlbereich (3), MUWI - M 07.3+Wahlbereich (3) |
Buckland |
Beginn: 2.5.2011
Teilnehmer: BA
Modalitäten der Prüfung: nach Absprache
Kommentar
In
diesem Kurs wenden wir uns Fragen der Notation seit 1700 zu: vor allem,
welche Informationen sich aus einer Orchesterpartitur ziehen lassen.
Nach einer kurzen Einführung in die Formanalyse (aus der Sicht eines
Dirigenten) besprechen wir Fragen der harmonischen Analyse und der
Analyse von Klanggewebe. Wir vergleichen die Partituren aus Bachs Zeiten
mit denen von 1900. Wir reduzieren Orchesterpartituren auf vier bzw.
zwei Systeme und bearbeiten die Stücke für andere Ensembles. Wir wohnen
einigen Proben des Universitätsorchesters bei und diskutieren unsere
Erlebnisse. Es gibt eine Einführung in die Kunst des Partiturspiels am
Klavier und Hinweise zur Lösung der Probleme der musikalischen
Stenographie (Akkordsymbole und Generalbass). Auch werden Partituren für
andere Ensembles (Chor, Streichquartett, Bläserquintett, Band, Bigband
usw.) besprochen.
| 31 614 | Komposition II 2 st., Mo 10-12, ZH1.12 MUWI - M 03.Wahlbereich (3), MUWI - M 07.Wahlbereich (3) |
Buckland |
Beginn: 2.5.2011
Teilnehmer: BA
Modalitäten der Prüfung: nach Absprache
Kommentar
Fortsetzung von Komposition I
(Komponieren im Stil der "Alten Meister"). Wir versuchen anhand von
klassischen Techniken zu einem eigenen Kompositionsstil zu gelangen.
Zeitgenössische Kompositionsstile werden besprochen und verglichen. Die
Fähigkeit, ein Volkslied klassisch harmonisieren zu können, ist
Voraussetzung.
| 31 615 | Tastensinn II 1 st., Mo 12-13, ZH 1.12 MUWI - M 03.Wahlbereich (3), MUWI - M 07.Wahlbereich (3) |
Buckland |
Beginn: 2.5.2011
Teilnehmer: BA
Modalitäten der Prüfung: Klausur (nach Besuch von Tastensinn I und II)
Kommentar
Fortsetzung von Tastensinn I.
Neben fortgeschritteneren Blattleseübungen setzen wir uns mit
Akkord-Symbolen, Volkslied-Begleitung am Klavier,
Streichquartett-Partituren am Klavier u.a. auseinander. Es wird in den
Generalbass und in transponierende Instrumente eingeführt.
| 31 616 | Tastensinn IV 2 st., Mo 13-14, ZH 1.12, mit zusätzlicher Blockveranstaltung MUWI - M 03.3 (3), MUWI - M 07.3 (3) |
Buckland |
Beginn: 2.5.2011, mit zusätzlicher Blockveranstaltung
Teilnehmer: BA
Modalitäten der Prüfung: Klausur Partiturlesen
Kommentar
Schwerpunkt des letzten Teils von Tastensinn
ist Partiturlesen am Klavier. Nach einer Einführung in alte Schlüssel
setzen wir uns mit Werken von Palestrina auseinander. Wir widmen uns den
Symphonien von Beethoven und bereiten einen Satz am Klavier vor. Wir
üben das Partiturspiel aus klassischen und romantischen Partituren des
symphonischen Repertoires sowie Opern- und Chor-Partituren.
| 31 617 | Kolloquium zu aktuellen Forschungsprojekten 2 st., Do 16-18, PT 4.0.47 MUWI - M 34.1 (6) |
Horn |
Beginn: 5.5.2011
Teilnehmer: MA/Mag
Modalitäten der Prüfung: regelmäßige Teilnahme und Vorstellung der Examensarbeit
Kommentar
In der üblichen Weise sollen im Kolloquium Abschlussarbeiten zur Diskussion gestellt werden (BA, MA, Dissertationen).