Institut für Musikwissenschaft

Vorlesungsverzeichnis

Wintersemester 2003/04


 Blockveranstaltung - Vorlesungen
Hauptseminare - Proseminare - Übungen - Kolloquium - Ensembles

Einführungsveranstaltung für Studierende der Musikwissenschaft: 16. Oktober 2003, 14.15 Uhr im Tonstudio (PT 4.0.47)



Blockveranstaltung
 
neu Tastensinn [MUWI M03/M07]
21.11.2003, 18.00–21.00 Uhr, 22.11.2003, 9.00–12.00 Uhr, 13.00–17.00 und  18.00–21.00 Uhr, 23.11.2003, 9.00–12.00
Buckland PT 4.0.47
Diese Blockveranstaltung führt in Blattlesen, Transposition, Generalbass, Lesen von Akkordsymbolen, Partiturlesen, usw. ein und ist deswegen besonders für Erstsemester geeignet. Es werden keine Kenntnisse vorausgesetzt. Anfänger bekommen Hinweise, wie sie sich am Klavier helfen können. Fortgeschrittenere Pianisten erfahren, wie sie ihre Klavierkenntnisse in der Musikwissenschaft einbringen können.


Vorlesungen

31 600 Allgemeine Musikgeschichte IV (Romantik und Moderne) [MUWI M01/M05]
2st., Do 10–12 Uhr, Beginn: 23.10.2003
Kleinertz PT 2.0.4
Die Vorlesung Allgemeine Musikgeschichte vermittelt in vier Semestern einen Überblick über die Musikgeschichte von der Antike bis ins 20. Jahrhundert. Der vierte und letzte Teil ist der Musik seit ca. 1800 gewidmet. Ausgangspunkt soll zunächst die Situation der Kunstmusik in Europa während der Napoleonischen Kriege sein. Ausgehend von wichtigen Zentren wie Paris, Wien und Berlin sollen dann wesentliche Entwicklungen in der Oper, der Symphonie, der Klaviermusik, der Kammermusik und des Liedes weiterverfolgt werden. An die Ausbildung der Atonalität und der Zwölftontechnik bei Schönberg und seinen Schülern soll sich abschließend ein Überblick über weitere bedeutende Komponisten und Strömungen der Musik des 20. Jahrhunderts anschließen.
Die Vorlesung wendet sich in erster Linie an Studierende der Studiengänge Musikwissenschaft und Musikpädagogik, steht zugleich aber Hörern aller Fakultäten offen.
Zur Ergänzung wird die Lektüre ausgewählter Kapitel aus dem Neuen Handbuch der Musikwissenschaft, 13 Bde., hrsg. von Carl Dahlhaus, Laaber 1980–1993, empfohlen.

 
31 601 Mozarts Kirchenmusik [MUWI M01/M05]
2st., Do 15-17, Beginn: 23.10.2003
Gmeinwieser PT 2.0.4
Mozarts Kirchenmusik (sein Requiem ausgenommen) war im 19. Jahrhundert vonseiten der Cäcilianer aufgrund ihrer Reformbestrebungen gegenüber der Aufklärung starker Kritik ausgesetzt. In historischer Sicht mag bei Mozart der Unterschied zwischen kirchlichem und weltlichem Ausdruck an Klarheit verloren haben. So wirft seine Kirchenmusik – fast ausschließlich in und für Salzburg komponiert – nicht allein musikalisch-stilistische, sondern auch Fragen der Auffassung von gottesdienstlicher Musik auf. In einer Zeit aber, die glaubt, in trivialer Musik liturgischen Ausdruck schaffen zu können, ist ein Besinnen auf Mozarts Streben, in höchster Kunstentfaltung liturgische Spiritualität zu vermitteln, durchaus angebracht. Unter diesem Gesichtspunkt werden in der Vorlesung seine Messen, Offiziumsgesänge, Litaneien sowie seine deutsche und instrumentale Kirchenmusik betrachtet.

Literatur: Hermann Abert, W. A. Mozart, 2 Bde., Leipzig 1919/21; Otto Jahn, Mozart, 4 Bde., Reprint Hildesheim 1964; Karl Gustav Fellerer, Die Kirchenmusik W. A. Mozarts, Laaber 1985.


 
31 602 History of Music in England I: Middle Ages to Reformation
(in englischer Sprache) [MUWI M01/M05]
2st., Fr 10-12, Beginn: 24.10.2003
Hiley PT 2.0.4
In vier Semestern wird in vier Epochen der englischen Musikgeschichte eingeführt: I. Mittelalter bis zur Reformation, Mitte des 16. Jahrhunderts; II. von der Reformation bis zum “Commonwealth”, Mitte des 17. Jahrhunderts; III. 1660–1800 inkl. der Epochen Purcells und Händels; IV. die Musik im 19. und 20. Jahrhundert. Im Mittelpunkt der Betrachtung steht die Frage, ob die zu besprechenden musikalischen Gattungen und Stile charakteristisch für England oder auf Kontakte mit dem Festland Europas zurückzuführen sind. Die Musik soll dabei im Kontext der allgemeinen historischen und kulturellen Entwicklung Englands gesehen werden.
Das erste Semester beginnt mit den ersten notierten Musikquellen im 10. Jahrhundert und endet mit der letzten Blüte der geistlichen Musik für die römisch-katholische Kirche zur Zeit Heinrichs VIII. Neben der reichlich überlieferten Kirchenmusik werden die selten erhaltenen mittelalterlichen Lieder in der Volkssprache, die “Carols” des 15. und 16. Jahrhunderts und die Instrumentalmusik insbesondere am Hofe Heinrichs VIII. besprochen.


Hauptseminare

31 603 Perotinus Magnus: das neue Forschungsbild
2st., Mo  14-16, Beginn: 20.10.2003
Hiley PT 2.0.4
Die Musik in Paris in der Epoche der großen gothischen Kathedralen bildet einen unumstrittenen Höhepunkt der Musikgeschichte. Erst in den großen Werken von Leoninus und Perotinus sind Kompositionsmerkmale zu finden, die die bisher verwendeten Möglichkeiten der improvisierten Mehrstimmigkeit bei weitem übertreffen. Nachdem nur drei dreistimmige Stücke für das ganze 12. Jahrhundert überliefert sind, wird bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts in Paris der dreistimmige Satz fast zur Regel, während auch die ersten vierstimmigen Kompositionen der Musikgeschichte entstehen.
Ausgehend von Bemerkungen eines englischen Schriftstellers des späten 13. Jahrhunderts werden die vierstimmigen sowie etliche drei- und zweistimmige Stücke einem „Magister Perotinus“ zugeschrieben. Während die Identität seines Vorgängers Leoninus weitgehend geklärt ist, bleibt Perotinus eine rätselhafte, fast legendäre Figur ohne genau feststellbare Lebensdaten und Wirkungsstätte, dafür (und nicht zuletzt deshalb) Ausgangspunkt für eine reiche spekulative musikwissenschaftliche Literatur. Das Seminar nimmt zwei neue Beiträge: Perotinus Magnus, München 2000 (Musik-Konzepte 107), und Rudolf Flotzinger, Perotinus musicus (Mainz 2000) als Anlass für eine Auseinandersetzung mit dem „Ereignis Notre-Dame“, seinen musikalischen Leistungen und seinem geistigen Umfeld.

 
31 604 Richard Wagner: Die Musikdramen von 1848 bis 1876
(Der Ring des Nibelungen, Tristan und Isolde, Die Meisersinger von Nürnberg)
2st., Mi 10–12 Uhr, Beginn: Beginn: 22.10.2003
Kleinertz PT 2.0.4
 Richard Wagners sechzehnstündiges Hauptwerk Der Ring des Nibelungen und das für seine Aufführung erbaute Festspielhaus in Bayreuth stehen für eine Monumentalisierung der Musik und einen Personenkult, die einen unvoreingenommenen Zugang verstellen können. So sind Wagners Ring und das Projekt der Bayreuther Festspiele oft im Sinne einer organischen, gewissermaßen notwendigen Entfaltung gedeutet worden, eine Sicht, die Wagner selbst und sein Bayreuther Kreis entscheidend mitgeprägt haben. Im Hauptseminar sollen demgegenüber v. a. die historische Bedingtheit und die Brüche des gigantischen Projekts beleuchtet werden, von der problematischen Situation der deutschsprachigen Oper in den 1840er-Jahren über die deutschtümelnde Uraufführung des Rings im Zweiten Kaiserreich bis hin zur problematischen Rolle Bayreuths im Dritten Reich und darüber hinaus. Dabei wird neben Fragen der Genese, ohne deren Kenntnis der Ring nicht zu verstehen ist, die spezifische Kompositionstechnik des Rings im Vordergrund stehen, gerade auch in Abgrenzung gegenüber den während der zwölfjährigen Pause entstandenen Werken Tristan und Isolde und Die Meistersinger von Nürnberg. Die Teilnehmer sollten ein Textbuch des Rings besitzen (empfohlen wird die unten genannte Ausgabe von Julius Burghold) sowie nach Möglichkeit einen Klavierauszug oder eine Partitur der zu behandelnden Werke.

Einführende Literatur: Carl Dahlhaus, Richard Wagners Musikdramen, Velber 1971 (Taschenbuchausgabe: Serie Piper 752); ders., Wagners Konzeption des musikalischen Dramas, Regensburg 1971 (Taschenbuchausgabe bei dtv/Bärenreiter); Martin Gregor-Dellin, Richard Wagner. Sein Leben. Sein Werk. Sein Jahrhundert, München u. Zürich 1980; Ulrich Müller u. Peter Wapnewski, Richard-Wagner-Handbuch, Stuttgart 1986; Richard Wagner, Oper und Drama, hrsg. u. kommentiert von Klaus Kropfinger, Stuttgart 1984 (Reclam Universal-Bibliothek 8207); ders., Der Ring des Nibelungen. Vollständiger Text mit Notentafeln der Leitmotive, hrsg. von Julius Burghold, Mainz 1980 (Atlantis Schott Serie Musik).


Proseminare

31 605 Einführung in das musikwissenschaftliche Arbeiten:
Fanny und Felix Mendelssohn Bartholdy [MUWI M02/M06]
2st., Mo 14–16 Uhr, 20.10.2003
Berlinghoff PT 4.0.47
Am Beispiel von Fanny und Felix Mendelssohn Bartholdy sollen in diesem Proseminar Techniken und Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens eingeübt werden mit dem Ziel, am Ende des Semesters eine Hausarbeit zu einem klar umrissenen Thema nach allen Regeln der „Kunst“ erstellen zu können. Nach einem Überblick über die verschiedenen der Musikwissenschaft zur Verfügung stehenden bibliographischen Hilfsmittel und Quellen (einschließlich der über das Internet verfügbaren) werden Probleme bei der Gestaltung von Referaten und Hausarbeiten (Materialsammlung, Aufbau von Referaten, äußere Form, Zitierweise etc.) besprochen.
Bei der Beschäftigung mit den Geschwistern Mendelssohn sollen zunächst Aspekte der Biographie und des soziokulturellen Umfeldes untersucht werden. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht in jedem Falle die Diskussion philologischer, analytischer, musikästhetischer und rezeptionsgeschichtlicher Probleme anhand ausgewählter Kompositionen aus den Bereichen Lied, Oratorium, Kammermusik und Symphonik.
Literaturempfehlungen: Nicole Schwindt-Gross, Musikwissenschaftliches Arbeiten. Hilfsmittel – Techniken – Aufgaben, 4., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage, Kassel u. a. 1999 (Bärenreiter-Studienbücher Musik 1); Marcia J. Citron, Art. Mendelssohn, Fanny, in: NGroveD2, Bd. 16, London 2001, S. 388f.; R. Larry Todd, Artikel Mendelssohn, Felix, in: ebda., S. 389ff.; Françoise Tillard, Die verkannte Schwester. Die späte Entdeckung der Komponistin Fanny Mendelssohn Bartholdy, München 1994.

 
31 606 Ludwig Senfl: Deutsche Lieder [MUWI M02/M06]
2st., Mi 10–12 Uhr, Beginn 22.10.2003
Pfisterer PT 4.0.47
Das Deutsche Lied des 15./16. Jahrhunderts gehört eher zu den Randbereichen der Musikgeschichte. Dies hindert nicht, dass die Beschäftigung mit dieser Gattung Einblicke geben kann in das musikalische Handwerk der Zeit und die vielfältigen Beziehungen der internationalen Musikszene. Der Beitrag des in Wien und München wirkenden Schweizers Senfl (ca. 1486–1542/3) ist quantitativ wie qualitativ einer der bedeutendsten und eignet sich als Ausgangspunkt für die Erkundung der kompositorischen Möglichkeiten und der jeweiligen Vor- und Nachgeschichte eines Liedsatzes.

Literatur: Wilhelm Seidel, Die Lieder Ludwig Senfls, Bern/München 1969.


Übungen

31 607 Repertoirekunde: Musik des 20. Jahrhunderts [MUWI M03/M07]
2st., Di 14–16 Uhr, Beginn: 21.10.2003
Berlinghoff PT 4.0.47
Gegenstand der Übung, die in erster Linie der Erweiterung der Kenntnisse eines spezifischen Repertoires dient, sind die verschiedenen, mitunter äußerst disparaten Entwicklungen in der Musik des 20. Jahrhunderts. Dabei sollen die einzelnen Entwicklungsstränge anhand ausgewählter Beispiele unter Einbeziehung biographischer, analytischer und ästhetischer Aspekte in kurzen Referaten zusammengefasst und in Tonaufnahmen vorgestellt werden. Auf dem Programm stehen neben Kompositionen aus dem Umkreis der Zweiten Wiener Schule u. a. auch Werke von Claude Debussy, Igor Strawinsky, Dmitri Schostakowitsch, Paul Hindemith, Béla Bartók, Edgar Varèse, Karlheinz Stockhausen und Steve Reich.
Die Übung richtet sich an Studierende der Fächer Musikwissenschaft und Musikpädagogik.

 
31 608 Notations- und Quellenkunde I (9.–14. Jahrhundert) 
2st., Di 10–12 Uhr, Beginn: 21.10.2003
Hiley PT 2.0.4
Die Übung führt in die frühen europäischen Musiknotationen ein, von den Anfängen im beginnenden 9. Jahrhundert bis zum Ende des 14. Jahrhunderts. Erstes Thema bildet die Notierung des Gregorianischen Chorals mit sog. Neumen und die Entwicklung der Liniennotation. Die Aufzeichnung der frühen mehrstimmigen Musik bildet einen zweiten Themenbereich. Erst im 13. Jahrhundert begann man, Notationen mit rhythmischen Komponenten zu verwenden: die sog. „modale“ Notation, die für die Mehrstimmigkeit im Paris der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts erfunden wurde, sowie die ersten mensuralen („vor-frankonischen“ und „frankonischen“) Notationen. Anschließend werden die Notationen des 14. Jahrhunderts in Frankreich, Italien und England und die Notation der sog. „Ars subtilior“ Ende des 14. Jahrhunderts betrachtet.
Neben notationstechnischen Problemen werden auch allgemeinere Aspekte des Umgangs mit primären und sekundären Quellen für das Studium der Musikwissenschaft behandelt, wie z. B. die wechselnde Funktion schriftlicher Überlieferungen durch die Jahrhunderte, die sich von der modernen Praxis oft stark unterscheidet, und die entsprechend wechselnden Aufgaben des heutigen Herausgebers.
Am Ende des Semesters findet eine Klausur statt.
Literatur: Willi Apel, Die Notation der polyphonen Musik, 900–1600, 2. Ausg., Wiesbaden 1981; Nicole Schwindt-Gross, Musikwissenschaftliches Arbeiten. Hilfsmittel – Techniken – Aufgaben, 4., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage, Kassel u. a. 1999 (Bärenreiter-Studienbücher Musik 1).

 
31 610 Musik in Mitteldeutschland 1700–1760 am Beispiel Johann Friedrich Fasch
1st., Do 14-16 Uhr, Beginn: 23.10.2003
Kleinertz PT 2.0.4
Die Bezeichnung der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts als „Epoche Bachs und Händels“ hat die Musikgeschichtsschreibung lange Zeit zumindest implizit geprägt. Über den CD- und Buchmarkt vermag diese Fokussierung auf große Namen und ihre Wirkungsstätten immer noch den Blick auf andere bedeutende Komponisten, aber auch auf andere Musikzentren zu verstellen. In dieser Übung soll der Versuch unternommen werden, die (mittel-) deutsche Musikgeschichte der ‚Bach-Zeit‘ einmal aus der Perspektive eines bedeutenden deutschen Komponisten neben Bach zu sehen. Im Zentrum steht daher der Anhalt-Zerbster Hofkapellmeister Johann Friedrich Fasch, dessen Biographie und Schaffen in vieler Hinsicht exemplarisch sind für das Musikleben seiner Zeit und Region. Im Hinblick auf die in Vorbereitung befindliche Ausgabe der Kantaten Johann Friedrich Faschs sollen zugleich philologische wie technische Probleme einer Notenedition diskutiert werden. Der Erwerb eines Proseminarscheines ist möglich (Voraussetzung: regelmäßige Mitarbeit und Hausarbeit).
Einführende Literatur: Stephan Blaut, Artikel Fasch, Johann Friedrich, in: MGG2, Personenteil, Bd. 6, Sp. 760ff.

 
31610 Von der Adelskapelle zum bürgerlichen Musikverein [MUWI M03/M07]
2st., Fr 14–16 Uhr, Beginn: 24.10.2003
Fuchs PT 4.0.47
Ein einschneidendes Ereignis für die Musikpflege in den böhmischen Ländern war die Auflösung des Heiligen Römischen Reiches im Zuge der Napoleonischen Kriege. So ist für die Zeit um 1800 auch hier eine Veränderung hinsichtlich der Träger des Musiklebens zu konstatieren. Hatte durch die Josephinischen Reformen bereits die Kirchenmusik empfindliche Einschränkungen hinnehmen müssen, so kennzeichnen nun zunehmend Auflösungserscheinungen insbesondere das Musikleben an den böhmischen Adelshöfen. Eine neue Qualität bieten die Gründung des Prager Konservatoriums und der Prager Orgelschule zu Beginn des 19. Jahrhunderts. In zunehmendem Maße kommt es zu einer Verbürgerlichung des Musiklebens sowohl in Prag als auch in den Provinzen. Dieser Prozess von struktureller Veränderung soll während der Übung anschaulich vermittelt werden.

 
neu Die Musikinstrumente im Historischen Museum der Stadt Regensburg –
Erarbeitung des Kataloges
2st., Mi 14-16 Uhr,  Beginn: Beginn: 22.10.2003
Wackerbauer PT 4.0.47/ Historisches Museum
Die Lehrveranstaltung knüpft unmittelbar an die Ergebnisse der Übung Musikinstrumentenbau in Regensburg. Katalogisierungsprojekt der Sammlung im Historischen Museum der Stadt Regensburg aus dem vergangenen Sommersemester an. Nach Abschluss der bereits weitgehend erfolgten Datenaufnahme im Museum soll ein publizierbarer Katalog fertiggestellt werden. Der Teilnehmerkreis ist auf die Mitarbeiter des laufenden Projektes beschränkt.

 
31 611 Partiturkunde und Notensatz [MUWI M03/M07]
2st., Mo 9–11 Uhr, Beginn: 120.10.2003
Buckland PT 4.0.47
In diesem Kurs wenden wir uns Fragen der Notation seit 1700 zu: vor allem, welche Informationen sich aus einer Orchesterpartitur gewinnen lassen. Nach einer kurzen Einführung in die Formanalyse (aus der Sicht eines Dirigenten) besprechen wir Fragen der harmonischen Analyse und der Analyse von Klanggewebe. Wir vergleichen die Partituren aus Bachs Zeiten mit denen aus der Zeit um 1900. Wir reduzieren Orchesterpartituren auf vier bzw. zwei Systeme und bearbeiten die Stücke für andere Ensembles.
Wir wohnen einigen Proben des Universitätsorchesters bei und diskutieren unsere Erlebnisse. Es gibt eine Einführung in die Kunst des Partiturspiels am Klavier und Hinweise zur Lösung der Probleme der musikalischen Stenographie (Akkordsymbole und Generalbass). Auch werden Partituren für andere Ensembles (Chor, Streichquartett, Bläserquintett, Band, Bigband, usw.) besprochen.
Der Kurs ist auch eine Ergänzung (bzw. Einführung) zu der Übung Instrumentation im Sommersemester.

 
31 612 Generalbassspiel
1st., Di 8–9 Uhr, Beginn: 21.10.2003
Buckland PT 4.0.47
In der Veranstaltung wird eine Einführung in Generalbass-Techniken des 17. und 18. Jahrhunderts sowie in die Akkord-Symbole des 20. Jahrhunderts gegeben.
Die Übung schließt mit einer Klausur.

 
31 613 Partiturlesen
1st., Di 9–10 Uhr, Beginn: 21.10.2003
Buckland PT 4.0.47
Eine Einführung in die Partituren des 16. und 17. Jahrhunderts sowie die Orchesterpartituren der Klassik und Romantik. Umgang mit alten Schlüsseln, transponierenden Instrumenten, Chorpartituren, Klavierauszügen, Opernpartituren usw.
Die Übung schließt mit einer Klausur.

 
neu Dirigierkurs (offen für alle Fakultäten)
1st., Mi 9-10 Uhr, Beginn: 22.10.2003
Buckland PT 4.0.47
Eine Einführung in die Theorie des Ensemble-, Chor- und Orchesterleitens. Schlagtechnik. Aneignen von Partituren. Dieser Kurs bereitet eine Blockveranstaltung vor, die im Sommersemester mit dem Universitätsorchester stattfinden wird.

 
neu “Stylistic Studies” (in deutscher Sprache) [MUWI M03/M07]
1st., Mo 11-12 Uhr, Beginn: 20.10.2003
Buckland PT 4.0.47
Harmonie- und Kontrapunktübungen im Stil der „alten Meister“. Wir ergänzen fehlende Takte von verschiedenen Komponisten und vergleichen sie mit dem Original.

 
31614 Harmonielehre I [MUWI M04/M08]
2st., Mi 14-16 Uhr, Beginn: 22.10.2003
Fuchs H 4
Die Übung Harmonielehre I setzt das Ziel, im Sinne von Riemanns Modell der Funktionsharmonik (nach wenigen Grundregeln) die Organisation harmonischer Prozesse erkennen und praktizieren zu können. Anhand von konkreter Dreiklangsharmonik wird die verallgemeinernde Funktionsharmonik zu erlernen sein. Dabei werden Kenntnisse zum Dreiklang und dessen Umkehrungen, zu den grundlegenden Funktionen, zur Abkürzungslehre und zum homophonen vierstimmigen Satz vermittelt. Gleichermaßen wird der Umgang mit dem bezifferten Bass (Generalbass-Regeln) gelehrt. Die praktische Analyse erfolgt an Musikbeispielen der Wiener Klassik.
Die Übung schließt mit einer Prüfung.

Einführende Literatur: Hermann Grabner, Handbuch der funktionellen Harmonielehre, Regensburg 1974; Rudolf Louis/Ludwig Thuille, Schlüssel zur Harmonielehre, Stuttgart 1912; Diether de la Motte, Harmonielehre, München 1976, Kassel 1992.


 
31615 Kontrapunkt I [MUWI M04/M08]
2st., Mi 16-18 Uhr, Beginn: 22.10.2003
Fuchs H 4
In der Kontrapunkt-Übung sollen anhand des zweistimmigen Satzes die Regeln polyphoner barocker Stimmführung erlernt und analytisch an konkreten Werken erkannt werden. Grundlage dafür ist der 2. Teil von Johann Joseph Fux’ Gradus ad Parnassum.
Neben der Befähigung zu geregelter Tonfortschreitung im einfachen Kontrapunkt wird die Übung praktisch bis zum sogenannten „blühenden“ Kontrapunkt fortgeführt. Übungsinhalte sind dabei: Intervallehre, Tonartenlehre, Fortschreitungsregeln, Konsonanz- und Dissonanzbehandlung.
Die Übung schließt mit einer Prüfung.
Einführende Literatur: Thomas Daniel, Kontrapunkt. Eine Satzlehre zur Vokalpolyphonie des 16. Jahrhunderts, Köln 1997; Hermann Grabner, Der lineare Satz. Ein neues Lehrbuch des Kontrapunktes, Stuttgart ab 1950; Knud Jeppesen, Kontrapunkt, Leipzig 1978; Diether de la Motte, Kontrapunkt. Ein Lese- und Arbeitsbuch, München 1981.
31 616 Harmonische Analyse II
1st., Mi 16-17 Uhr, Beginn: 22.10.2003
Bruach PT 2.0.4
Die Übung soll als Einführung in den Bereich der funktionellen Harmonik aus einer historischen bzw. musikwissenschaftlichen Perspektive dienen. Als Material werden ausgewählte Beispiele von Komponisten der Klassik erarbeitet bzw. analysiert. Dabei werden unterschiedliche Gattungen (u. a. Musik für Tasteninstrumente, Kammer- und Orchestermusik, Oper) mit ihren besonderen harmonischen und strukturellen Problemen vorgestellt. Zusätzlich können auch modulatorische Prozesse selbst komponiert und mit Passagen aus den Klavierwerken Haydns und Mozarts als pädagogischem Hintergrund verglichen werden.
Literatur: Dieter de la Motte, Harmonielehre, Kassel u. a. 1976.

 
31 617 Harmonische Analyse IV
1st., Mi 17-18 Uhr, Beginn: 22.10.2003
Bruach PT 2.0.4
Die Übung soll eine Einführung in den Bereich der Funktionsharmonik aus einer historischen bzw. musikwissenschaftlichen Perspektive geben. Als Material sind ausgewählte Beispiele u. a. von Liszt, Wagner, Franck, Brahms, Bruckner, Mahler, Reger bis hin zu den ersten Strömungen der Musik des 20. Jahrhunderts (u. a. Debussy und Schönberg) vorgesehen. Dabei werden unterschiedliche Gattungen (u. a. Klaviermusik, Lied, Symphonie, Oratorium) mit ihren besonderen harmonischen und strukturellen Problemen behandelt. Zusätzlich können auch modulatorische Prozesse erarbeitet werden.
Literatur: Diether de la Motte, Harmonielehre, Kassel u. a. 1976.

 
31657  Gehörbildung I [MUWI M03/M07]
1st., 2 Gruppen, Di 10–11 Uhr, 11–12 Uhr, Beginn: 21.10.2003
Eglhuber M 26
Adressaten/Ausbildungsbereich: U, M, E
Voraussetzungen (Magister): erfolgreiches Bestehen der vorgezogenen Abschlussklausur am Donnerstag, 16.10.2003, 10–11 Uhr (Musikpavillon, Seybothstr.)
Inhalte: Hördisziplinen: Melodiehören (grundtonbezogen und intervallisch), Zweistimmigkeit (Intervalle), Harmonisches Hören (Akkorde), Rhythmus, Klangfarben.
Anwendungen: Notation, Vomblattsingen, Fehler & Veränderungen hören, Werkhören (Höranalyse).
Einführende Literatur: C. Kühn, Gehörbildung im Selbststudium, Kassel 1983/1990; R. Mackamul, Lehrbuch der Gehörbildung 1, Kassel 61989. 


Kolloquium

31 618 Kolloquium zu aktuellen Forschungsproblemen 
2st., Di 16-18, Beginn: wird am „Schwarzen Brett“ bekanntgegeben
Hiley/Kleinertz  PT 4.0.47
Die Veranstaltung dient der Präsentation von Forschungsprojekten und der Diskussion von aktuellen Fachfragen.


Ensembles für Hörer aller Fakultäten

 
31712 Universitätschor
3st., Mo 19.45–22.00 Uhr, Beginn: 20.10.2003
Kroll Keplersaal, Ernst-Reuter-Platz
Der Universitätschor steht allen Studierenden und Angehörigen der Universität und der Fachhochschule offen. In den Proben werden Werke aller Stilepochen von großen Oratorien bis zu A-cappella-Musik erarbeitet, wobei jedes Semester mit einem Konzert abschließt. Diese Aufführungen haben im Regensburger Konzertleben inzwischen einen festen Platz. Immer wieder finden auch Konzerte außerhalb von Regensburg und Reisen statt.
Der neueste Probenplan findet sich im Internet unter www.unichor-regensburg.de/.

 
31713 Universitätsorchester
3st., Mi 19–22 Uhr, Beginn: 22.10.2003
Buckland M 28
Das Universitätsorchester ist ein Symphonieorchester mit über 100 Mitgliedern. In jedem Semester wird ein großes Konzert im Audimax veranstaltet. Zusätzliche Auftritte finden bei Universitätsfeiern und in Zusammenarbeit mit verschiedenen Städten in der Umgebung statt. Das Repertoire der letzten Semester umfaßte u. a. Beethovens 3. Symphonie und Brahms’ 3. Symphonie. Eine Partnerschaft mit dem Universitätsorchester in Clermont-Ferrand wird vom städtischen Kulturamt unterstützt. 
Die Aufnahme erfolgt nach erfolgreichem Vorspiel in Raum M 01 (Musikpavillon, Seybothstr. 2) zu Beginn des Semesters (bitte Aushänge beachten).
Das Universitätsorchester findet sich auch im Internet unter www.uni-regensburg.de/Uni/Orchester/index.html



Stand: 1. Oktober 2003