| Vorgezogene
Abschlußklausuren - Vorlesungen - Hauptseminar
-
Proseminare
Übungen - Kolloquium - Ensembles |
Einführungsveranstaltung für Studierende der Musikwissenschaft: 8. Oktober 2002, 15-17 Uhr im Tonstudio (PT 4.0.47)
| Donnerstag, 10.10.2002 | Musikpavillon, Seybothstr. 2 |
| 10-11 Uhr | Gehörbildung I |
| 11-12 Uhr | Gehörbildung II |
| Studierende, die über ausreichende Vorkenntnisse verfügen, erhalten die Möglichkeit, Leistungsnachweise auch ohne Besuch der entsprechenden Lehrveranstaltung zu erwerben und damit Studienzeit zu sparen. Zugleich erfüllen diese Tests eine wichtige Funktion bei der Studienberatung: Anhand der Ergebnisse lassen sich individuelle Stärken und Schwächen aufzeigen sowie Empfehlungen oder Zuweisungen für angemessene Kurse geben. Für den Kurs Gehörbildung I ist die Teilnahme an der Klausur verpflichtend! |
| 31 600 | Allgemeine Musikgeschichte II (Renaissance)
2st., Do 10-12, Beginn: 17.10.2002 |
Horn | PT 2.0.4 |
| Unter „Musikgeschichte der Renaissance“ faßt man üblicherweise
die Musik der Zeit zwischen ca. 1430 und 1600, also grob: zwischen Dufay
und Monteverdi. Zwar stehen das Ziehen grober Linien und die Stoffvermittlung
im Mittelpunkt dieses Vorlesungstyps, doch soll der Gefahr ermüdender
Aufzählungen durch die Konzentration auf einzelne Themenbereiche begegnet
werden. Einige Themen werden sein: „Europa“ im 15. und 16. Jahrhundert;
„Humanismus“ im Musikschrifttum; „kirchliche“, „geistliche“ und „weltliche“
Musik; Uniformierungstendenzen in der Komposition des 16. Jahrhunderts;
Techniken und Bedeutung des Musikdrucks usw.
Eine einstündige Übung zur Vorlesung (fakultativ) dient der Vertiefung des Allgemeinen durch Konzentration auf spezielle Beispiele (Musikstücke und Texte). Literatur: Anstelle vorbereitender Lektüre empfehle ich die Anschaffung eines verläßlichen Nachschlagewerkes, das begleitend zur Vorlesung konsultiert werden sollte (z. B. Peter Schnaus [Hg.], Europäische Musik in Schlaglichtern, Mannheim 1990 [23,90 EUR], Brockhaus-Riemann-Musiklexikon, hrsg. von Carl Dahlhaus, Hans H. Eggebrecht u. Kurt Oehl, 5 Bde., Mainz u. a. 2. Aufl. 1998 [79,95 EUR] oder Gerhard Dietel, Musikgeschichte in Daten. 3000 Werkbeschreibungen von der Musik des Mittelalters bis zur Musik des 20. Jahrhunderts, Kassel u. a. 1994 [18,50 EUR]). Die „studienbegleitende“ Gewinnung von Vertrautheit mit diesen oder ähnlichen Büchern ist viel sinnvoller und effektiver als das punktuelle „Pauken“ vor Prüfungen, das immer zu spät kommt. |
| 31 601 | Georg Friedrich Händel und Italien
2st., Do 15-17, Beginn: 17.10.2002 |
Gmeinwieser | PT 2.0.4 |
| G. F. Händel hat sich bekanntlich von 1706 bis 1710 in Italien
aufgehalten, eine Zeit, die seinen Kompositionsstil maßgeblich geprägt
hat. Er wurde dort für die bedeutendsten Herrscherhäuser tätig,
so in Florenz für die Medici (1707). In Rom, wo er dem Dichterkreis
der Arcadia angehörte, führte Corelli das Oratorium Trionfo del
Tempo auf (nach einem Text von Benedetto Pamphilj). Mit dem Hause Ruspoli
ist beispielsweise die Kantate Diana cacciatrice in Verbindung zu bringen.
Ferner sind Verbindungen mit den Häusern Ottoboni und Colonna herzustellen.
Bekannt ist sein Orgelspiel in S. Giovanni in Laterano. Als Händel
Rom verließ, hatte er das bekannte Osteroratorium La Resurrezione
und eine Reihe von Kantaten hinterlassen. Weitere Stationen seines Italienaufenthaltes
waren Neapel mit der Serenata Aci, Galatea e Polifemo (1708) und Venedig
mit dem Erfolg der Oper Agrippina (1709).
Literatur: MGG; Grove 7; F. Chrysander, G. F. Händel, Reprint Hildesheim; W. Serauky, Händels italienische Kantatenwelt, Leipzig 21961; H. J. Marx, Händel in Rom – seine Beziehung zu Benedetto Pamphilj, in: HändelJb 29 (1983), S. 107–118; ders.: Italienische Einflüsse in Händels früher Instrumentalmusik, in: Studi musicali 16 (1987), S. 381–393; U. Kirkendale, The Ruspoli Documents on Handel, in: JAMS 20 (1967), S. 222–273. |
| 31 602 | Johannes Ockeghem (ca. 1410 - 1497)
2st., Mo 10-12, Beginn: 14.10.2002 |
Hiley mit Dr. Fabrice Fitch (Universität Durham) | PT 2.0.4 |
| Die Bedeutung des Komponisten Johannes Ockeghem für die Geschichte der europäischen Kunstmusik ist unumstritten, seitdem Johannes Tinctoris bereits 1474 Ockeghem als maßgeblich für die Prägung einer musikalischen ‚Renaissance‘ bezeichnete. In Standardnachschlagewerken ist er immer (neben Antoine Busnois) als führender Meister seiner Generation im Bereich sowohl der geistlichen (lat. Messe, Motette) als auch der weltlichen Musik (frz. Chanson) betrachtet worden. Bereits wenige Jahrzehnte nach seinem Tod waren die Werke jedoch mehr verehrt denn bekannt. Eine 1927 begonnene Gesamtausgabe wurde erst 1992 vollendet. Wegen angeblicher Komplexität und ‚Formlosigkeit‘ sind die Kompositionen als Produkt eines Mystikers vom Schlag des Nicolaus Cusanus bezeichnet worden. Der neueren Musikwissenschaft ist es durch Editionstätigkeit, musikalische Analyse und archivalische Forschung gelungen, neue Klarheit in das Bild Ockeghems zu bringen und eine angemessenere Einschätzung seines Oeuvres zu erreichen. In der Lehrveranstaltung wird Ockeghem und seine Zeit sowohl vom biographischen als auch vom musikanalytischen Standpunkt aus betrachtet. Ferner wird die Gelegenheit wahrgenommen, einen Ockeghem-Spezialisten aus dem Socrates-Partner-Institut Durham heranzuziehen, der sich besonders mit der Überlieferung der Werke in den Originalhandschriften und mit der kompositorischen Machart der Ockeghemschen Musik auseinandergesetzt hat. |
| 31 603 | The Symphony in England (in englischer Sprache)
2st., Fr 10-12, Beginn: 18.10.2002 |
Hiley | PT 2.0.4 |
| Wegen der herausragenden Stellung von Komponisten wie Haydn und Mozart bis hin zu Mahler ist die Gattung Symphonie oft als kennzeichnend vor allem für das musikalische Erbe Deutschlands und Österreichs angesehen worden. Auf verschiedene Weise und zu verschiedenen Zeiten haben andere Länder auch zur Geschichte der Gattung beigetragen, indem sie sich entweder an der deutschen Tradition orientierten oder aber eigene Wege gingen. Im späteren 18. Jahrhundert war London als führende Handelsstadt Europas auch Hauptzentrum des ‚Symphoniebetriebs‘ mit blühendem Konzertleben und Verlagswesen. Dort etablierten sich J. C. Bach und C. F. Abel, und auch Haydn wurde zweimal nach London eingeladen. Obwohl England auch im 19. Jahrhundert gegenüber der Symphonie aufgeschlossen blieb, und zwar nicht zuletzt wegen des großen Ansehens Mendelssohn Bartholdys, trugen einheimische Komponisten in dieser Zeit wenig Bedeutendes zur symphonischen Tradition bei. Diese Situation änderte sich Ende des 19. Jahrhunderts mit der sog. ‘English musical renaissance’, inbes. angesichts der Symphonien von C. H. H. Parry (5 Symphonien), C. V. Stanford (7) und vor allem Edward Elgar (2). In einer besonderen Vorlesung wird die vor kurzem von Anthony Payne unternommene Rekonstruktion von Elgars unvollendeter 3. Symphonie besprochen. Spätromantische Symphonien vor und nach dem 1. Weltkrieg etwa von Ralph Vaughan Williams (9 Symphonien), Arnold Bax (7) u. a. werden ebenso besprochen wie die 4 Symphonien von Michael Tippett (1905–1998). Die allgemeine Auflösung stilistischer Normen im späteren 20. Jahrhundert hat Komponisten wie Peter Maxwell Davies (geb. 1934, bis heute 8 Symphonien) nicht daran gehindert, sich mit der sinfonischen Tradition auseinanderzusetzen. |
| 31 604 | Passionskompositionen vom 15. bis 20. Jahrhundert
|
Kleinertz |
| 31 605 | Psalmvertonungen im 15. und 16. Jahrhundert
2st., Di 16-18, Beginn: 15.10.2002 |
Horn | PT 4.0.47 |
| Der musikalische Vortrag vollständiger Psalmen gehört in
der römischen Liturgie zu den wesentlichen Bestandteilen des Stundengebetes.
Es wird danach zu fragen sein, welche Psalmen an welchen liturgischen Orten
verwendet wurden. Die liturgische Vortragsweise der Psalmen („Psalmodie“)
gehört zu den wesentlichen Voraussetzungen der mehrstimmigen Psalmvertonungen.
Um 1500 entstand die „Psalmmotette“, die sich in unterschiedlicher Weise
auf die liturgische Vortragsweise bezog (oder nicht). Daneben gab es einen
breiten Strom mehrstimmiger Psalmkomposition (oder Vortragstechniken von
Psalmen) für die Liturgie. Ein kräftiger Seitenzweig der Psalmkomposition
entwickelte sich in den protestantischen Gebieten (zu gegebener Zeit Frankreich,
ferner Niederlande und Deutschland). Anhand ausgewählter Beispiele
von Psalmvertonungen soll sich – über den Gattungsaspekt hinaus –
ein Panorama von Kompositionsweisen geistlicher Musik in der Renaissance
(und darüber hinaus) ergeben. Die Beschäftigung mit Quellen ist
geplant. Kenntnisse der (an sich leicht zu verstehenden) weißen
Mensuralnotation sind vonnöten.
Im Verlauf der Vorbereitungen hat sich ergeben, daß eine Weitung des Blicks auf Psalmvertonungen bis hin zur Gegenwart sinnvoll ist. Die Psalmvertonungen der Renaissancezeit werden mithin im Seminar als exemplarischer Bereich dienen, anhand dessen Grundlagen erarbeitet werden sollen, die dann Maßstäbe für Beurteilung und Verständnis auch späterer Werke abgeben können. Literatur: Art. Psalm, in: MGG2, Sachteil, Bd. 7, Kassel u. a. 1997, Sp. 1853–1900, insbesondere Sp. 1876ff. |
| 31 606 | Die Symphonien von Dimitri Schostakowitsch
|
Kleinertz |
| 31 607 | Die Claviermusik der Bachzeit
2st., Mi 10–12, Beginn: 16.10.2002 |
Horn | PT 2.0.4 |
| Die Schreibweise „Clavier“ zeigt an, daß hier nicht ein spezifisches
Instrument, sondern die Gegebenheit der „Tastatur“ als Kriterium für
die Auswahl der zu behandelnden Werke gilt. Den Ausgangspunkt soll das
„Clavierwerk“ J. S. Bachs bilden (mit einem kursorischen Blick auf die
Spezifika der Orgelmusik). Die französische Tradition (Couperin u.
a.) wird ebenso zu beachten sein wie die mittel- und norddeutsche (Krieger,
Kuhnau u. a.). sowie die italienische Tradition (greifbar etwa bei Händel).
Die in vielerlei Hinsicht eigenartige Musik Domenico Scarlattis wird ein
eigenes Kapitel bilden. Am Ende des Semesters sollen Nähe und Ferne
der neuartigen Klaviersonate im Umkreis C. Ph. E. Bachs zu den bis dahin
üblichen Kompositionsformen erkennbar werden. Im Mittelpunkt des Proseminars
steht die Gewinnung von Repertoireübersichten und der Erwerb einiger
grundlegender Analysetechniken.
Literatur: Arnfried Edler, Gattungen der Musik für Tasteninstrumente, Teil I: Von den Anfängen bis 1750, Laaber 1997 (Handbuch der Musikalischen Gattungen 7,1) |
| 31 608 | Deutschsprachiges Musiktheater im 18. Jahrhundert
2st., Mo 16–18 Uhr, Beginn: 14.10.2002 |
Berlinghoff | PT 4.0.47 |
| Am Beginn des Proseminars steht eine allgemeine Einführung in
bestimmte Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens (Bibliographieren,
Erstellung eines Literaturverzeichnisses, Anlage von Referaten etc.), verbunden
mit der Vorstellung der wichtigsten für den Bereich der Opernforschung
relevanten musikwissenschaftlichen Literatur. Im Verlauf des Semesters
sind Fragen zu klären wie etwa die nach der Definition von Begriffen
wie Singspiel, Schauspielmusik, Melodram, Monodram und Duodrama oder nach
der historischen Entwicklung des deutschsprachigen Musiktheaters im 18.
Jahrhundert von Telemann und Keiser bis hin zu Mozart. Angesprochen werden
darüber hinaus die Entstehung regionaler Gattungstraditionen, die
Ausprägung bestimmter zeitbedingter Sujets (z. B. die sogenannte
„Türkenoper“) und nicht zuletzt die wichtigsten zeitgenössischen
theroetischen Versuche zur Ästhetik von Oper und Singspiel (Scheibe,
Gottsched, Reichardt, Wieland, Goethe u. a.).
Literatur: Joachim Reiber, Art. Singspiel, in: MGG2, Sachteil, Bd. 8, Kassel u. a. 1998, Sp. 1470–1489. |
| 31 609 | Computergestütztes Arbeiten in der Musikwissenschaft
1st., Blockveranstaltung vom 10.-12.2.2003 |
Berlinghoff | PT 4.0.47 |
| IIn der Übung sollen in erster Linie Anwendungsmöglichkeiten
von Textverarbeitungs-, Datenbank- und Notenschreibprogrammen an praktischen
Beispielen vorgestellt werden. Einen weiteren Schwerpunkt bildet darüber
hinaus die Vermittlung von Grundkenntnissen im Umgang mit dem Internet
(Literatursuche, Datenbankrecherchen). Die aktive Mitarbeit aller TeilnehmerInnen
wird vorausgesetzt.
Max. Teilnehmerzahl: 6. |
| 31 610 | Musikentwicklung in der Ersten Tschechoslowakischen Republik
vor dem Hintergrund nationaler Spannungen II
2st., Mi 14-16 Uhr, Beginn: 16.10.2002 |
Fuchs | PT 2.0.4 |
| Eine der Zentralen Musikerpersönlichkeiten in der 1. Tschechoslowakischen
Republik (1918-1938) war Fidelio F. Finke (Pianist, Komponist, Musikpädagoge).
Er verkörpert in besonderer Weise vor dem Hintergrund nationaler Spannungen
noch den sogenannten böhmischen politischen Utraquismus. Im Laufe
der Übung soll es darum gehen, Finke in den Kontext von Zeit- und
Musikgeschichte einzuordnen, dessen künstlerisches Werk auf den "Prüfstand"
zu stellen. Neue Dokumente zur Lebensgeschichte erhellen auch sein Wirken
während der Zeit des sogenannten "Protektorats Böhmen und Mähren
1939-1945". In diesem Zusammenhang ist auch auf das Schicksal der jüdischen
Künstler einzugehen (u.a. Viktor Ullmann, Erwin Schulhoff, Hans Krása,
George Szell, Erich Steinhard etc.), die aufgrund der deutschen Rassengesetze
vom Holocaust direkt oder indirekt betroffen sind.
Da Finke von 1908 bis 1945 vor allem in Prag wirkte, war er in die vielfältigen Prozesse des dortigen mannigfaltigen Musikleben als Organisator und Praktiker aber auch als Kritiker eingebunden. Anhand Finkes künstlerischer Biographie ist eine Vielzahl von Ereignissen nachzuzeichnen (Kongresse, Premieren [20. Mai 1925 Pager Erstaufführung von Alban Bergs Wozzeck-Bruchstücken, nach der Frankfurter Uraufführung vom 16. Juni 1924 durch Hermann Scherchen], Musikfeste). Seit den 1930er Jahren wurde sein künstlerisches Leben zunehmend von den nationalen Auseinandersetzungen und Versuchen geprägt, sein Wirken für Neue Musik (Donaueschingen, Baden-Baden, IGNM) und Ausgleich zwischen den verschiedenen Nationen (Teilnahme an Tagungen) als Verrat an der deutschen Minderheit in der 1. Tschechoslowakischen Republik zu verleumden. Finkes Wirken und sein Schaffen sowie das Schicksal seines kompositorischen Œuvres wird im Vergleich zu anderen deutschen, tschechischen und jüdischen Musikschaffenden der Tschechoslowakischen Republik betrachtet. Letztlich zwingt sich der Vergleich zwischen Musikentwicklungen im sogenannten "Dritten Reich" (ferfemung sogenannter "Entarteter Kunst", Gleichschaltung) nach der Okkupation der "Rest-Tschechoslowakei" durch Deutschland ab 1939 auf. Literatur: Vladimír Helfert/Erich Steinhard, Die Musik in der Tschechoslovakischen Republik, Prag 21938; Hudební Veda, Praha 1963–; .Lexikon zur deutschen Musikkultur. Böhmen Mähren Sudetenschlesien, 2 Bde., München 2000. |
| neu | Chormusik der Renaissance in praktischen Aufführungsversuchen
2st., Mi 16-18 Uhr, Beginn: 16.10.2002 |
Fuchs | PT 4.0.47 |
| Zu dieser Übung sind Studierende eingeladen, die sich im Rahmen von musikpraktischen Übungen dem Vokalrepertoire der Renaissance nähern möchten. Aus methodischen Erwägungen heraus wird es in der Übung vorwiegend um Werke des weltlichen Musikschaffens gehen. Die Auswahl der A-cappella-Literatur richtet sich nach der Teilnehmerzahl. |
| neu | Streichoktett und Doppelquartett – zur Geschichte großbesetzter
Streicherkammermusik im 19. Jahrhundert
2st., Di 11-13 Uhr, Beginn: 15.10.2002 |
Wackerbauer | PT 4.0.47 |
| Im Spannungsfeld zwischen Streichquartett und Symphonik wurden mit
Kompositionen für größere Streicherbesetzungen in der Kammermusik
des 19. Jahrhunderts Werke geschaffen, bei denen über die Orientierung
an der „gelehrten“ Setzart hinaus die gesteigerten
Möglichkeiten der Klangentfaltung innerhalb des Genres eine neue Qualität darstellten. Über den kaum überschaubaren Korpus an Streichquintetten und einer Vielzahl von Sextetten hinaus hat sich seit den 1820er Jahren ein bedeutendes Repertoire für acht solistisch besetzte Streicher ausgebildet, für das Louis Spohr mit seinen Doppelquartetten und Felix Mendelssohn Bartholdy mit dem Oktett op. 20 Werke mit Modellcharakter schufen. Neben der Beschäftigung mit der historischen Entwicklung des Repertoires soll in der Übung an ausgewählten Beispielen nach einer adäquaten analytischen Annäherung an einen musikalischen Satz gesucht werden, in den sowohl kammermusikalische als auch orchestrale Faktur in wechselnder Gewichtung Eingang gefunden hat. |
| 31 611 | Notationskunde II
2st., Di 14–16 Uhr, Beginn: 15.10.2002 |
Hiley | PT 2.0.4 |
| Die Übung bietet eine Einführung in die Übertragung
der wichtigsten Notationsweisen des späteren Mittelalters und der
Renaissance. Behandelt werden die Notationen des 14. Jhs. in Frankreich,
Italien und England, die Notation der sog. „Ars subtilior“, der Übergang
zu „weißer Notation“ und die Notation der Hauptwerke des 16.
Jhs. Berücksichtigt werden ferner Notationen für Instrumentalmusik:
die Tabulaturen für Klavier und Laute. Klausur am Semesterende.
Lektürehinweis: Willi Apel, Die Notation der polyphonen Musik, 900-1600, Wiesbaden 21981. |
| 31 612 | Übung zur Vorlesung (Texte, Beispiele, Analysen)
1st., Do 12–13 Uhr, Beginn: 17.10.2002 |
Horn | PT 2.0.4 |
| Die Übung zur Vorlesung (fakultativ) dient der Vertiefung des Allgemeinen durch Konzentration auf spezielle Beispiele (Musikstücke und Texte). |
| 31 613 | Lektürekurs Bernd Alois Zimmermann: Schriften zur
Musik
|
Kleinertz |
| 31 614 | Harmonielehre I
1st., Di 13-14 Uhr, Beginn: 15.10.2002 |
Kraus | H 4 |
| Dreiklänge der Hauptharmonien, ihre Sextakkorde, der Dominantseptakkord.
Lehrbücher: Paul Hindemith, Aufgaben für Harmonie-Schüler, Mainz: Schott; Hermann Grabner, Handbuch der funktionellen Harmonielehre, Regensburg, 1995. |
| 31 615 | Harmonielehre III
1st., Di 15-16 Uhr, Beginn: 15.10.2002 |
Kraus | H 4 |
| Dreiklänge und Septakkorde der Nebenstufen, Modulationen, Ausarbeitung
von bezifferten Bässen zu Arien, Liedern, Rezitativen, Chören
und Instrumentalstücken.
Lehrbuch: Paul Hindemith, Aufgaben für Harmonie-Schüler, Mainz: Schott. |
| 31 616 | Kontrapunkt II
1st., Di 16-17 Uhr, Beginn: 15.10.2002 |
Kraus | H 4 |
| Ausarbeitung von Choralvorspielen, Inventionen und Fugen zu zwei bis
vier Stimmen.
Lehrbuch: Lemacher/Schröder, Lehrbuch des Kontrapunkt, Mainz: Schott. |
| Gehörbildung I |
| 31 617 | Partiturspiel
1st., Di 17-18 Uhr, Beginn: 15.10.2001 |
Kraus | H 4 |
| 31 618 | Propädeutikum Harmonielehre, Generalbaß- und
Partiturspiel
1st., Di 8-9 Uhr, Beginn: 15.10.2002 |
Buckland | PT 4.0.47 |
| Behandelt werden die Grundzüge der Harmonielehre sowie des Generalbaß- und Partiturspiels in Theorie und Praxis. |
| 31 619 | Generalbaßspiel
1st., Di 9-10 Uhr, Buckland, Beginn: 15.10.2002 |
Buckland | PT 4.0.47 |
| Pflichtveranstaltung lt. Studienordnung.
Literatur: Hermann Grabner, Generalbaßübungen, Leipzig: Kistner & Siegel, 1936 |
| 31 620 | Harmonische Analyse II
1st., Mi 16-17 Uhr, Beginn: Beginn: 16.10.2002 |
Bruach | PT 4.0.47 |
| Die Übung soll als Einführung in den Bereich der funktionellen
Harmonik aus einer historischen bzw. musikwissenschaftlichen Perspektive
dienen. Als Material werden ausgewählte Beispiele von Komponisten
der Klassik erarbeitet bzw. analysiert. Dabei werden unterschiedliche Gattungen
(u. a. Musik für Tasteninstrumente, Kammer- und Orchestermusik, Oper)
mit ihren besonderen harmonischen und strukturellen Problemen vorgestellt.
Zusätzlich können auch modulatorische Prozesse selbst komponiert
und mit Passagen aus den Klavierwerken Haydns und Mozarts als pädagogischem
Hintergrund verglichen werden.
Literatur: Dieter de la Motte, Harmonielehre, Kassel u. a. 1976. |
| 31 621 | Harmonische Analyse IV
1st., Mi 17-18 Uhr, Beginn: 16.10.2002 |
Bruach | PT 4.0.47 |
| Die Übung soll eine Einführung in den Bereich der funktionellen
Harmonik aus einer historischen bzw. musikwissenschaftlichen Perspektive
geben. Als Material sind ausgewählte Beispiele von Komponisten der
zweiten romantischen Generation (u. a. Liszt, Wagner, Franck, Brahms, Bruckner,
Mahler, Reger) bis hin zu den ersten Strömungen der Musik des 20.
Jahrhunderts (u. a. Debussy und Schönberg) vorgesehen. Dabei werden
unterschiedliche Gattungen (u. a. Klaviermusik, Lied, Symphonie, Oratorium)
mit ihren besonderen harmonischen und strukturellen Problemen behandelt.
Zusätzlich können auch modulatorische Prozesse erarbeitet werden.
Literatur: Dieter de la Motte, Harmonielehre, Kassel u. a. 1976. |
| 31 622 | Kolloquium zu aktuellen Forschungsproblemen
2st., Di 18-20, Beginn: 15.10.2002 |
Hiley/Horn | PT 4.0.47 |
| Das Kolloquium ist primär für Studierende bestimmt, die ihre Magisterarbeit oder Dissertation vorbereiten. Teilnahme erfolgt auf Einladung, jedoch ist es auch möglich, daß man sich selbst um Aufnahme bemüht (Sprechstunde der Dozenten). |