Institut für Musikwissenschaft

Vorlesungsverzeichnis

Wintersemester 2006/07


 Vorlesungen - Hauptseminar - Proseminare - Übungen - Kolloquium - Ensembles

Einführungsveranstaltung für Studierende der Musikwissenschaft
Dienstag, 17. Oktober 2006, 14.15 Uhr im Tonstudio (PT 4.0.47)


Zeit Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag
8-10
Ü Instrumentationskunde (Buckland) 8.30-10 h
-
-
-
-
10-12
Ü Komposition I (Buckland)
PS Notationskunde II (Hiley)
V Allg. Musikgeschichte II (Hiley)
HS Sinfonien von Brahms und Bruckner (Hiley)
Ü Deutschsprachiges Musiktheater 1900-1950 (Berlinghoff-Eichler) 
12-14 Ü Tastensinn I (Buckland)
12-13 Uhr
Ü Tastensinn III (Buckland) 13-14 Uhr
-
-
Ü Musikerbriefe und -schriften (Berlinghoff-Eichler) 14tgl.
-
14-16
Ü Kontrapunkt I (Pfisterer)
PS Franz Liszt (Berlinghoff-Eichler)
PS  Motetten von Lasso und Palestrina (Pfisterer)
Ü Dirigierkurs I (Buckland) 15-16 h
V Roms barocke Kirchenmusik (Gmeinwieser)
-
16-18
Ü Bachs Passionen - philologisch (Pfisterer)
PS Groß besetzte Kammermusik (Wackerbauer)
Ü Harmonielehre I (Ehrich)
Kolloquium (Hiley)
-


Vorlesungen

31 600 Allgemeine Musikgeschichte II (Renaissance)
2st., Mi 10–12 Uhr, Beginn: 18.10.2006
Teilnehmer: GS Musikwissenschaft  BA/Mag; LA Gym/RS; Hörer aller Fakultäten
Verwendbar für: MUWI M01/05 (Pflichtbereich Nr. 2)
Leistungsnachweis: Prüfungsgespräch am Semesterende (4 LP)
Hiley PT 2.0.4
Die Vorlesung bietet eine erste Orientierung im Repertoire der Musik des Zeitraums von etwa 1450 bis etwa 1600. Nach einer Diskussion des Begriffs ‚Renaissance‘ in der Musikgeschichtsschreibung sollen die bedeutendsten Komponisten, Gattungen und Stile besprochen werden. Um den zu behandelnden Stoff übersichtlich zu gliedern, ist eine Einteilung nach Zentren beabsichtigt, mit folgenden Schwerpunkten: der burgundische Hof; Cambrai, Brügge und Antwerpen; Rom, Venedig, Ferrara, Mantua, Mailand und Neapel; Paris; der habsburgische und der bayerische Hof; Nürnberg; sowie der englische und der spanische Königshof.

 
31 601 Roms barocke Kirchenmusik im europäischen Kontext
2st., Do 14-16 Uhr, Beginn: 19.10.2006
Teilnehmer: GS/HS Musikwissenschaft BA/Mag
Verwendbar für: GS: MUWI M01 (Wahlbereich); HS: BA (MUWI M11, Nr. 1) u. Mag
Leistungsnachweis: Prüfungsgespräch am Semesterende (4 LP)
Gmeinwieser PT 2.0.4
Während die weltliche Musik des italienischen Barock durch eine umfassende Aufführungspraxis dokumentiert ist, gilt dies nicht ohne weiteres für den geistlichen Bereich. Zwar nehmen einige kirchenmusikalische Werke italienischer Meister wie Claudio Monteverdi und Antonio Vivaldi einen festen Platz in unseren Konzertprogrammen ein. Auch Pierluigi da Palestrina hat europaweit durch seine stilistisch bestimmende Präsenz nach dem Trienter Konzil (1563) die kirchenmusikalische Praxis auch außerhalb Italiens weitgehend geprägt. Daneben wurde angesichts der Tatsache, dass vor allem Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel nördlich der Alpen die barocke Kirchenmusik repräsentieren, die Praxis der römischen Kirchenmusik des Barock lange Zeit kaum beachtet. Dies lässt sich u. a. darauf zurückführen, dass durch die Festlegung auf den sog. Palestrinastil eine barocke Weiterentwicklung nicht zur Diskussion stand. Trotzdem gibt es eine Reihe von Komponisten, darunter Orazio Benevoli, Giuseppe Ottavio Pitoni, Giovanni Giorgi, Pompeo Cannicciari, Pasquale Pisari, Francesco Foggia, Virgilio Mazzocchi, die schon zu ihren Lebzeiten über Italien hinaus bekannt wurden. Die stilistischen Merkmale der römischen Kirchenmusik des Barock sind a cappella-Polyphonie im stile antico, Mehrchörigkeit und konzertierender Stil, Letzterer auch mit Instrumentalbegleitung. Besonders durch die Restaurationsbewegung des 19. Jahrhunderts hatten die Werke dieser Komponisten nicht nur als Sammelobjekte eine besondere Bedeutung erlangt. Die Vorlesung will zeigen, dass die Weiterentwicklung des Palestrinastils in einem engen Zusammenhang mit der europäischen Entwicklung gesehen werden muss.

Literatur: K. G. Fellerer, Geschichte der katholischen Kirchenmusik, Bd. II, Kassel u. a. 1976; S. Gmeinwieser, Aspekte sakraler Festmusik im barocken Rom, in: Musik in Rom im 17. und 18. Jahrhundert: Kirche und Fest, Laaber 2004 (Analecta musicologica 33), S. 57–79 ; ders., Girolamo Chiti und seine Palestrina-Bearbeitungen, in: Vanitatis Fuga, Aeternitatis Amor, Laaber 2005, S. 403–415; ders., Johann Sebastian Bach und die italienische Kirchenmusik des Barock, in: Studi Italo-Tedeschi, XXI. Simposio Internazionale di Studi Italo-Tedeschi: J. S. Bach nel 250° anniversario della morte, S. 173–190.


Hauptseminar

31 602 Die Sinfonien von Brahms und Bruckner
2st., Do 10–12  Uhr, Beginn: 19.10.2006
Teilnehmer: HS Musikwissenschaft; LA Gym
Verwendbar für: HS Mag (Bereich der neueren Musikgeschichte); BA (MUWI M12)
Leistungsnachweis: Referat mit Hausarbeit (Mag: 12 LP / BA: 10 LP)
Hiley PT 2.0.4
 Die Sinfonien von Anton Bruckner (ca. 1863–96) und Johannes Brahms (ca. 1862–1885) stehen seit den kulturpolitischen Querelen der 1870er-Jahre in Wien als Paradigmen für zwei Richtungen der Sinfonik in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts, obwohl jeder der beiden Komponisten in seiner Einzigartigkeit für sich steht. Bei Brahms ist eine erstaunliche strukturelle Dichte festzustellen und, zumindest nach der 1. Sinfonie, die „Vermeidung des großen, heroisch-pathetischen Tons“ (MGG2). Bei Bruckner sind es die Monumentalität von Ausmaß und Gestus sowie die parataktisch gereihten, in sich „statisch und zeitlos wirkenden“ Teile, die auffallen. Der Schwerpunkt des Seminars liegt in der analytischen Auseinandersetzung mit den Werken Bruckners und Brahms’, wobei auch Tendenzen dieser unterschiedlichen Richtungen bei früheren Komponisten (Schubert, Schumann, Mendelssohn) untersucht werden.


Proseminare

31 603 Einführung in das musikwissenschaftliche Arbeiten: Franz Liszt
2st., Di 14–16 Uhr, Beginn: 24.10.2006
Teilnehmer: GS Musikwissenschaft / LA Gym/RS
Verwendbar für: MUWI M02/06 (Pflichtbereich Nr. 1)
Leistungsnachweis: Referat und Hausarbeit (6 LP)
Berlinghoff-Eichler PT 2.0.4
Am Beispiel des Pianisten, Komponisten und Musikschriftstellers Franz Liszt sollen in diesem Proseminar Techniken und Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens eingeübt werden, mit dem Ziel, am Ende des Semesters eine Hausarbeit zu einem klar umrissenen Thema nach allen Regeln der „Kunst“ erstellen zu können. Nach einem Überblick über die verschiedenen der Musikwissenschaft zur Verfügung stehenden bibliographischen Hilfsmittel und Quellen (einschließlich der über das Internet verfügbaren) werden Probleme bei der Gestaltung von Referaten und Hausarbeiten (Materialsammlung, Aufbau von Referaten, äußere Form, Zitierweise etc.) besprochen.
Bei der Beschäftigung mit Franz Liszt sollen zunächst Aspekte der Biographie und des historischen Umfeldes untersucht werden. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Diskussion musikästhetischer, analytischer und philologischer Probleme anhand ausgewählter Schriften und Kompositionen aus den Bereichen Symphonik, Klaviermusik und Oratorium und Lied.

Literatur: Detlef Altenburg und Axel Schröter, Art. Liszt, Franz, in: MGG2, Personenteil 11, Kassel 2004, Sp. 203–311.


 
31 604 Notationskunde II (15.–16. Jahrhundert)
2st., Di 10–12 Uhr, Beginn: 17.10.2006
Teilnehmer: GS/HS Musikwissenschaft; LA Gym/RS
Verwendbar für: MUWI M02/06 (Pflichtbereich Nr. 4)
Leistungsnachweis: Klausur am Semesterende (6 LP)
Hiley PT 2.0.4
Das Proseminar bietet eine Einführung in die Übertragung der wichtigsten Notationsweisen der Renaissance (15. u. 16. Jh.). Behandelt wird der Übergang von der ‚schwarzen‘ zur ‚weißen‘ Mensuralnotation im 15. Jahrhundert und die Notation der Hauptwerke des 16. Jahrhunderts. Berücksichtigt werden ferner Notationen für Instrumentalmusik: die Tabulaturen für Klavier und Laute. 

Lektüre: Willi Apel, Die Notation der polyphonen Musik, 900–1600, Wiesbaden 21981.


 
31 605 Einführung in die musikalische Analyse: Motetten von Palestrina und Lasso 
2st., Mi 14–16 Uhr, Beginn: 18.10.2006
Teilnehmer: GS Musikwissenschaft BA/Mag; LA Gym
Verwendbar für: MUWI M02/06 (Pflichtbereich Nr. 2)
Leistungsnachweis: Hausarbeit (6 LP)
Pfisterer PT 2.0.4
 Analytische Zugänge zur Musik der „klassischen Vokalpolyphonie“ sollen anhand lateinischer Motetten erarbeitet werden. Dabei wird der Vergleich der zwei prominentesten Motettenkomponisten des späten 16. Jahrhunderts – eventuell ergänzt durch weitere Zeitgenossen – auch ein Licht auf das Verhältnis von Zeitstil und Personalstil werfen.
Die Teilnehmer sollten die Übungen Kontrapunkt I und II besucht haben. Auf Absprache kann auch ein Hauptseminarschein erworben werden. 

Literatur: Andreas Pfisterer, Imitationsstruktur und Formbildung in den Motetten von Palestrina, in: Kirchenmusikalisches Jahrbuch 88 (2004), S. 13–29.


 
31 606 Groß besetzte Kammermusik der Klassik und Romantik
2st., Di 16–18 Uhr, Beginn: 17.10.2006
Teilnehmer: GS Musikwissenschaft BA/Mag; LA Gym
Verwendbar für: MUWI M02/06 (Pflichtbereich Nr. 2)
Leistungsnachweis: Referat und Hausarbeit (6 LP)
Wackerbauer PT 2.0.4
Innerhalb der Instrumentalmusik gehören Streichquartett und symphonische Orchestermusik zu den traditionellen Untersuchungsgegenständen musikwissenschaftlicher Forschung. Im Bereich zwischen diesen beiden Genres hat sich seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert ein recht heterogenes Repertoire an Werken ausgebildet, die für eine größere Zahl solistisch besetzter Instrumente komponiert wurden. Zu den prominenten Werken zählen Beethovens Septett op. 20 (1799/1800), Spohrs Nonett op. 31 (1813), Schuberts Oktett D 803 (1824), das Klavieroktett op. 12 der Prinzen Louis Ferdinand von Preußen (um 1800), Mendelssohns Streichoktett op. 20 (1825) oder die populären Sextette von Brahms (1860 u. 1865) und Tschaikowsky (1890). Neben der historischen Kontextualisierung der jeweiligen Entstehungsgeschichte werden vor dem Hintergrund einer allgemeinen Problematisierung des vielstimmigen Satzes u. a. Fragestellungen zum Einfluss der unterschiedlichen Besetzungskategorien auf die Faktur und die Stilebene im Spannungsfeld zwischen kammermusikalischen, konzertanten und orchestralen Gestaltungsmöglichkeiten zu diskutieren sein.


Übungen

31 607 Repertoirekunde: Deutschsprachiges Musiktheater 1900–1950
2st., Fr 10–12 Uhr, Beginn: 20.10.2006
Teilnehmer: GS Musikwissenschaft BA/Mag; LA RS/Gym
Verwendbar für: GS: MUWI M03/M07 (Nr. 1)
Leistungsnachweis: Übernahme von Kurzreferaten (3 LP)
Berlinghoff-Eichler PT 2.0.4
Gegenstand der Übung, in der vor allem die Erweiterung der Repertoirekenntnisse im Mittelpunkt steht, sind die verschiedenen Entwicklungen in der Geschichte des Musiktheaters von der Jahrhundertwende bis kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Dabei sollen bestimmte Operntypen anhand ausgewählter Beispiele unter Einbeziehung biographischer, analytischer und ästhetischer Aspekte in kurzen Referaten zusammengefasst und in Tonaufnahmen vorgestellt werden. Auf dem Programm stehen neben Opern aus dem Umkreis der Zweiten Wiener Schule u. a. auch Werke von Richard Strauss, Paul Hindemith, Werner Egk, Hans Pfitzner und Karl Amadeus Hartmann.

 
31 608 Musikerbriefe und -schriften: Probleme ihrer Edition
2st., 14tgl., Do 12-14 Uhr und zusätzliche Blockveranstaltung am 9./10.2.2007, Beginn: 19.10.2006
Teilnehmer: HS Musikwissenschaft BA/Mag
Verwendbar für: Mag (wissenschaftliche Übung); BA (MUWI M12, Nr. 2 od. 3)
Leistungsnachweis: Referate (3 LP)
Berlinghoff-Eichler PT 4.0.47
Während die musikalischen Schriften eines Komponisten oft in erster Linie Aufschluss über dessen Musikanschauung geben können, stellen Briefe und Tagebücher darüber hinaus eine unverzichtbare Quelle für die Biographie und für den Entstehungsprozess von Kompositionen dar. Erst seit den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts machte sich die Musikwissenschaft verstärkt die Erfahrungen der Nachbardisziplinen – insbesondere der germanistischen Philologie – zu eigen und übernahm die dort etablierten editorischen Verfahrensweisen auch für Ausgaben von Musikerschriften und -briefen.
Zur Einführung werden zunächst die wichtigsten Grundbegriffe der Editionswissenschaft diskutiert und an ausgewählten Beispielen vor allem die verschiedenen Ausgabentypen erläutert. Den Schwerpunkt bildet hier zum einen die Diskussion der Editionsprinzipien der historisch-kritischen Ausgabe der Sämtlichen Schriften Franz Liszts und zum anderen die Spezifika einiger bedeutender älterer und neuerer Ausgaben von Musikerbriefen (Wagner, Meyerbeer etc.).
Ausgehend von theoretischen Überlegungen sollen anhand von Beispielen im Laufe des Semesters Arbeitsverfahren der editorischen Praxis wie etwa die Erstellung eines Lesarten-/Variantenverzeichnisses, die Übertragung handschriftlich überlieferter Briefe, die Erstellung von Stellenkommentaren zu Schriften und Briefen (Auswahl der zu kommentierenden Passagen und Informationssuche) eingeübt werden. Französisch-Kenntnisse sind erwünscht, aber nicht unbedingt notwendig.

Literatur: Klaus Kanzog, Einführung in die Editionsphilologie der neueren deutschen Literatur, Berlin 1991 (Grundlagen der Germanistik 31); Komponistenbriefe des 19. Jahrhunderts. Bericht des Kolloquiums Mainz 1994, hrsg. von Hanspeter Bennwitz u. a., Stuttgart 1997.


 
31 609 Johann Sebastian Bachs Passionen – philologisch
2st., Mo 16-18 Uhr, Beginn: 16.10.2006
Teilnehmer: HS Musikwissenschaft Mag; bei Interesse auch für GS
Verwendbar für: HS (wissenschaftliche Übung); GS: MUWI M03/07 (Nr. 1)
Leistungsnachweis: Referat (3 LP)
Pfisterer PT 4.0.47
Die Bekanntheit der Matthäus- und Johannes-Passion täuscht gerne darüber hinweg, dass die Überlieferung von Bachs Passionsmusiken eher einem Trümmerhaufen gleicht. Die Aufräumarbeiten hat die Bachforschung weitgehend geleistet. In dieser Übung soll es darum gehen, deren Ergebnisse v.a. durch Lektüre der kritischen Berichte zur Kenntnis zu nehmen und die darauf aufbauenden Hypothesengerüste auf ihre Tragfähigkeit zu überprüfen. Die Übung wendet sich in erster Linie an Studierende im Hauptstudiums, kann bei Interesse aber auch von Studierenden im  Grundstudiums besucht werden.

Literatur: Christoph Wolff, Johann Sebastian Bach, Frankfurt am Main 2000 (Kapitel 8.3 „Die ‚große Passion‘ und ihr Kontext“).


 
31 610 Instrumentationskunde
2st., Mo 8.30-10 Uhr; Beginn: 16.10.2006
Teilnehmer: GS Musikwissenschaft BA/Mag
Verwendbar für: MUWI 03/07 (Pflichtbereich Nr. 3)
Leistungsnachweis: Hausarbeiten und Semesterarbeit (3 LP)
Buckland PT 4.0.47
Auseinandersetzung mit den Eigentümlichkeiten verschiedener Instrumente. Die Kunst des Arrangierens – mit und ohne Computer. Vergleiche der Instrumentationsmerkmale von Komponisten der Vergangenheit. Praktische Übungen mit einer Semesterarbeit, die gegebenenfalls vom Universitätsorchester vorgetragen wird.

 
31 611 Komposition I
2st., Mo 10–12 Uhr, Beginn: 16.10.2006
Teilnehmer: GS/HS Musikwissenschaft 
Verwendbar für: MUWI M03/07 (Pflichtbereich Nr. 3)
Leistungsnachweis: für GS nach Absprache (3 LP)
Buckland PT 4.0.47
Harmonie- und Kontrapunktübungen im Stil der „alten Meister“. Wir ergänzen fehlende Takte bei verschiedenen Komponisten und vergleichen mit dem Original.
31 612 Tastensinn I
1st., Mo 12–13 Uhr, Beginn: 16.10.2006
Teilnehmer: GS Musikwissenschaft BA/Mag
Verwendbar für: MUWI M03/M07 (Pflichtbereich Nr. 3)
Leistungsnachweis: Klausur am Ende von Tastensinn II (3 LP)
Buckland PT 4.0.47
Tasteninstrumente sind als Hilfsmittel für Harmonie- und Kontrapunkt-Übungen besonders geeignet. Viele lange Theoriepfade können mit Hilfe eines Grundwissens am Klavier gekürzt werden. Die Fähigkeit, sich eine Partitur selbst anzueignen, ist für Musikwissenschaftler nicht zu verachten. Virtuosität am Klavier wird nicht abgelehnt, ist aber weder Voraussetzung noch Ziel. Die Veranstaltung ist über vier Semester verteilt und führt in Blattlesen, Transposition, Generalbass, Lesen von Akkordsymbolen, Partiturlesen und Improvisation ein. Alle Übungen werden am Klavier erklärt und ausgeführt. Tastensinn I ist besonders für Erstsemester geeignet. Studierende, die keine Klaviererfahrung haben, sind hier gut aufgehoben. Klavierkenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Anfänger bekommen Hinweise, wie sie sich am Klavier helfen können, fortgeschrittenere Pianisten erfahren, wie sie ihre Klavierkenntnisse in der Musikwissenschaft einbringen können. Ziel ist es, das Blattlesen möglichst voran zu bringen und in das Transponieren am Klavier einzuführen.
Die Übung Tastensinn II findet im Sommersemester statt und wird mit einer Klausur schließen. Leistungspunkte können nur nach dem Besuch beider Veranstaltungen vergeben werden!
31 613 Tastensinn III 
2st., Mo 13–14 Uhrmit zusätzlicher Blockveranstaltung, Beginn: 16.10.2006
Teilnehmer: GS Musikwissenschaft BA/Mag
Verwendbar für: MUWI M03/07 (Pflichtbereich Nr. 3)
Leistungsnachweis: Klausur „Generalbass“ (3 LP)
Buckland PT 4.0.47
Diese Übung setzt die Arbeiten von Tastensinn I und II fort. Pianisten mit Erfahrung in Blattlesen dürfen nach Absprache mit dem Dozenten hier einsteigen. Die Akkord-Symbole werden komplizierter (einschl. Jazz-Harmonik) und wir setzen uns mit der Praxis von Generalbass und Improvisation am Klavier auseinander. Der letzte Teil, Tastensinn IV, findet im Sommersemester statt und wird mit der Klausur „Partiturlesen“ abschließen.
31 614 Dirigierkurs I
1st., Mi 15-16 Uhr, Beginn: 18.10.2006
Teilnehmer: GS/HS Musikwissenschaft, Hörer aller Fakultäten
Verwendbar für: - / Leistungsnachweis: -
Buckland M 01
Eine Einführung in die Theorie des Ensemble-, Chor- und Orchesterleitens. Schlagtechnik. Das Aneignen von Partituren. Dieser Kurs bereitet eine Blockveranstaltung vor, die mit dem Universitätsorchester stattfinden wird.
31615 Kontrapunkt I
2st., Mo 14-16 Uhr, Beginn: 16.10.2006
Teilnehmer: GS Musikwissenschaft BA/Mag
Verwendbar für: MUWI M04 (Pflichtbereich Nr. 2)
Leistungsnachweis: Klausur (3 LP)
Pfisterer H 4
 In der Übung Kontrapunkt I wird der zweistimmige Satz als Grundlage der Satztechnik vor 1600 (Palestrinastil) behandelt in Anlehnung an die Methode von Johann Joseph Fux’ Gradus ad Parnassum. Inhalte sind dabei: Intervalllehre, Tonartenlehre, Fortschreitungsregeln, Konsonanz- und Dissonanzbehandlung. 

Literatur: Knud Jeppesen, Kontrapunkt, Wiesbaden 111985; Thomas Daniel, Kontrapunkt, Köln 22002; Bernhard Meier, Alte Tonarten, Kassel u. a. 32000.

31616 Harmonielehre I
2st., Mi 16-18 Uhr, Beginn: 18.10.2006
Teilnehmer: GS Musikwissenschaft BA/Mag
Verwendbar für: MUWI M04 (Pflichtbereich Nr. 1)
Leistungsnachweis: Klausur (3 LP)
Ehrich H 4
Ziel dieser Übung ist die Vermittlung von Grundbegriffen der harmonischen Funktionstheorie. Dazu gehören der Dreiklang und seine Umkehrungen, die Kadenz, die Funktionssymbole und die Stimmführung im homophonen vierstimmigen Satz. Zusätzlich werden die Regeln des bezifferten Basses (Generalbass) behandelt. Die Übung schließt mit einer Klausur.

Literatur: Wilhelm Maler, Beitrag zur durmolltonalen Harmonielehre I, München 162000; Walter Salmen und Norbert J. Schneider (Hg.), Der musikalische Satz. Ein Handbuch zum Lernen und Lehren, Innsbruck 1987; Reinhard Amon, Lexikon der Harmonielehre, Wien u. a. 2005.


Kolloquium

31 617 Kolloquium zu aktuellen Forschungsarbeiten und allgemein interessierenden Themen
2st., Do 16-18, Beginn: 19.10.2006
Teilnehmer: HS Musikwissenschaft 
Verwendbar für: Nachweispflicht gemäß neuer Magisterprüfungsordnung
Leistungsnachweis: regelmäßige Teilnahme und Vorstellung der Examensarbeit (3 LP)
Hiley  PT 4.0.47
Wie in jedem Semester wird das Kolloquium der Vorstellung von Magister- und Promotionsprojekten gewidmet sein. Studierende nach der Zwischenprüfung sind herzlich eingeladen, auch wenn sie selbst noch nicht mit der Anfertigung einer der genannten Arbeiten beschäftigt sind.


Ensembles für Hörer aller Fakultäten

31721 Universitätsorchester
3st., Mi 19–22 Uhr, Beginn: 18.10.2006
Buckland M 28
Das Universitätsorchester ist ein Symphonieorchester mit über 100 Mitgliedern. In jedem Semester wird ein großes Konzert im Audimax veranstaltet. Zusätzliche Auftritte finden bei Universitätsfeiern und in Zusammenarbeit mit verschiedenen Städten in der Umgebung statt. Das Repertoire der letzten Semester umfasste u. a. Mozarts Oboenkonzert, Liszts Hungaria und Brahms’ Ungarische Tänze. Eine Partnerschaft mit dem Universitätsorchester in Clermont-Ferrand wird vom städtischen Kulturamt unterstützt. 
Die Aufnahme erfolgt durch Vorspiel in Raum M 01 (Musikpavillon, Seybothstraße 2) zu Beginn des Semesters (bitte Aushänge beachten).
Das Universitätsorchester findet sich auch im Internet:
www.uni-regensburg.de/orchester
31720 Universitätschor
3st., Mo 19.45–22 Uhr, Beginn: 16.10.2006
Kroll Keplersaal, E.-Reuter-Pl.
Der Universitätschor steht allen Studierenden und Angehörigen der Universität und der Fachhochschule offen. In den Proben werden Werke aller Stilepochen von großen Oratorien bis zu A-cappella-Musik erarbeitet, wobei jedes Semester mit einem Konzert abschließt. Diese Aufführungen haben im Regensburger Konzertleben inzwischen einen festen Platz. Immer wieder finden auch Konzerte außerhalb von Regensburg und Reisen statt.
Der neueste Probenplan findet sich im Internet unter der Adresse: www.unichor-regensburg.de/.


Stand: 12. Oktober 2006