|
Einführungsveranstaltung
für Studierende der Musikwissenschaft:
Montag,
15. Oktober 2007,
14.15
Uhr im Tonstudio (PT 4.0.47)
Vorlesungen
| 31600 |
Allgemeine Musikgeschichte IV (Romantik, Moderne)
2st. Mi 10-12 Uhr, Beginn: 17.10.2007
Teilnehmer: GS Musikwissenschaft BA/Mag; LA Gym/RS;
Hörer aller Fakultäten
Verwendbar für: MUWI M01/05 (Pflichtbereich Nr. 4)
Leistungsnachweis: Prüfungsgespräch am Semesterende (4 LP) |
Hiley |
H 3 |
Ausgehend vom Höhepunkt der Wiener Klassik (Haydn, Mozart, Beethoven) vermittelt die Vorlesung einen Überblick über die bedeutendsten musikalischen Errungenschaften in den verschiedenen Ländern Europas und in Nordamerika (im 20. Jh.) in den Bereichen Orchester-, Kammer- und Klaviermusik, Lied (in Frankreich: die Mélodie) und Oper. Von besonderer Bedeutung ist die Entwicklung ‚nationaler‘ Musiktraditionen in Zentral- und Nordeuropa sowie auch die verschiedenen Erscheinungsformen der musikalischen Moderne: Impressionismus / Symbolismus (Debussy), die Zweite Wiener Schule (Schönberg), Neoklassizismus (Strawinsky), Serialismus, Minimalismus, usw.
Literatur: Neues Handbuch der Musikwissenschaft, hrsg. von Carl Dahlhaus, Laaber 1980–1993, Bde. 6/7.
|
| 31601 |
Georg Friedrich Händel und seine Zeit
2st., Do 14–16 Uhr, Beginn 18.10.2007
Teilnehmer: GS/HS Musikwissenschaft BA/Mag/MA
Verwendbar für: GS: MUWI M01 (Wahlbereich);
HS: BA (MUWI M11, Nr.1); Mag; MA: (MUWI M32)
Leistungsnachweis: Prüfungsgespräch am Semesterende
(BA/Mag, unbenotet: 4 LP; MA, benotet: 6 LP) |
Gmeinwieser |
PT 2.0.4 |
Georg Friedrich Händel (1675–1759) ist als bedeutender Dramatiker in der Musikgeschichte vor allem im vokalen Bereich hervorgetreten. Ausgehend von instrumentalen Praktiken ist sein Stil eine Mischung von Homophonie und polyphoner Kontrapunktik. Händels Zuneigung gehörte der Oper, ehe er sich dem Oratorium zuwandte. Seinen Werken ist ein Stil eigen, den er in Italien kennen gelernt hatte. Hätte er sich nicht nach Italien und England begeben, wäre dieser ein anderer geworden. So konnte er sich musikalische Traditionen aneignen und weiterentwickeln. In der Vorlesung wird Händels Wirken in Deutschland, Italien und England betrachtet.
Literaturempfehlung: ²MGG; Händel-Handbuch, hrsg. von B. Baselt, Kassel 1978–1986; U. Kirkendale, The Ruspoli Documents on Handel. In: JAMS 20 (1967), S. 222–273. D. Burrows, Handel, Oxford 1994; F. Chrysander, G. F. Händel, Reprint 1966; P.H. Lang, G.F. Händel, sein Stil und seine Stellung im englischen Geistes- und Kulturleben, Kassel 1979; W. Serauky, G.F. Händel. Sein Leben, sein Werk, Kassel 1956–1958; Hallische Händel-Ausgabe, im Auftrage der Georg Friedrich Händel-Gesellschaft, hrsg. von M. Schneider, R. Steglich u.a., Kassel 1955 ff. |
| 31602 |
Arnold Bax (1883–1953): the symphonic works
(in englischer Sprache)
2st., Fr 10–12 Uhr, Beginn: 19.10.2007
Teilnehmer: GS/HS Musikwissenschaft BA/Mag/MA; LA Gym/RS;
Hörer aller Fakultäten
Verwendbar für: GS: MUWI M01 (Wahlbereich); HS:
BA (MUWI M11, Nr.1); Mag; MA: (MUWI M32)
Leistungsnachweis: Prüfungsgespräch am Semesterende
(BA/Mag, unbenotet: 4 LP; MA, benotet: 6 LP)
|
Hiley |
PT 2.0.4 |
In Großbritannien und Irland mit Begeisterung aufgenommen (drei CD-Einspielungen sämtlicher sieben Symphonien), in Deutschland dagegen unbekannt: die Musik von Arnold Bax verkörpert die spätromantische Spannung zwischen symphonischer Form und poetischem Inhalt. Dies zeigt sich vor allem in Orchesterwerken von unübertroffener Klangpracht. In seiner Jugend wurde Bax, obwohl Engländer, politisch von der irischen Unabhängigkeitsbewegung und literarisch von der Renaissance irischer Literatur (W. B. Yeats) stark beeinflusst. Frühe Tondichtungen beziehen sich auf irische Mythen, spätere auf die ‘northern’ Kultur (vgl. Sibelius). Die Vorlesung setzt sich mit der Problematik des poetischen Inhalts in den ‘abstrakten’ Symphonien auseinander. Darüber hinaus bietet sie einen Überblick über die englische Musik in ihrem europäischen Kontext.
Literatur: Lewis Foreman, Bax, a Composer and His Times (London 1983, 2. rev. Aufl. 2007). CD-Einspielungen aller Symphonien und zahlreicher Tondichtungen bei Naxos (David Lloyd-Jones). Noch besser die Einspielungen bei Chandos (Bryden Thomson). |
| 31603 |
Kirchengesang in St. Emmeram (Regensburg) in der Blütezeit des 11. Jahrhunderts
2st., Di 8.30–10.00 Uhr, Beginn: 16.10.2007
Teilnehmer: GS/HS Musikwissenschaft BA/Mag/MA; LA Gym/RS;
Masterstudiengang „Kulturgeschichtliche Mittelalterstudien“;
Hörer aller Fakultäten
Verwendbar für: GS: MUWI M01 (Wahlbereich);
HS: BA (MUWI M11, Nr. 1); Mag; MA (MUWI M31)
Leistungsnachweis: Prüfungsgespräch am Semesterende
(BA/Mag, unbenotet: 4 LP; MA, benotet: 6 LP)
|
Hiley |
PT 2.0.4 |
Das Benediktinerkloster St. Emmeram, seine Architektur, sein Skriptorium, das Schaffen seiner Künstler, Gelehrten, Dichter und Musiker sind unbestrittene Höhepunkte europäischer Kunst- und Geistesgeschichte. Vor allem das 11. Jahrhundert ist für das Kloster ein Zeitraum lebhafter geistiger und künstlerischer Aktivität, die sich auch im gewaltigen Bauprogramm des Abtes Reginward spiegelt. Zu Beginn des Jahrhunderts knüpft das Kloster durch einige seiner Konventualen in Chartres Kontakte mit der kulturellen Elite Frankreichs. So ist das Kloster auf dem Gebiet der Musiktheorie schon früh international orientiert. Im 10. und 11. Jahrhundert rezipierte man in St. Emmeram nicht nur, sondern stand auch im Mittelpunkt des Tropen- und Sequenzenschaffens des südlichen deutschsprachigen Raums (Bayern, Österreich, Schweiz). Die in St. Emmeram im 11. Jahrhundert angelegten Tropare / Sequentiare sind besondere Kostbarkeiten, die zum frühesten gehören, das in diesem Bereich überhaupt erhalten geblieben ist. Bis zur Mitte des Jahrhunderts wurden neue Offizien für die Klosterpatrone Emmeram, Dionysius und Wolfgang verfasst – wertvolle frühe deutsche Zeugen dieser Gattung, die jedem Vergleich mit der allgemeinen europäischen Neuproduktion von Offiziumsgesängen des 11. Jahrhunderts standhalten.
Literatur: David Hiley, ‘Musik im mittelalterlichen Regensburg’, in: Regensburg im Mittelalter. Bd. 1. Beiträge zur Stadtgeschichte vom frühen Mittelalter bis zum Beginn der Neuzeit, hrsg. von Martin Angerer und Heinrich Wanderwitz (Regensburg 1995), 311-322; Roman Hankeln, ‘Mönche, Minnesänger, Manuskripte: Regensburgs mittelalterliche Musikgeschichte’, in: Geschichte der Stadt Regensburg, hrsg. von Peter Schmid (Regensburg 2000), 969-980; Artikel von Roman Hankeln und David Hiley in Teil I. Von den Anfängen bis ca. 1500 der von Thomas Emmerig herausgegebenen Musikgeschichte Regensburgs (Regensburg 2006), 3–71. |
Hauptseminare
| 31604 |
Die Choralbearbeitung in der protestantischen Kirchenmusik des Barock
2st., Di 14–16 Uhr, Beginn: 16.10.2007
Teilnehmer: HS Musikwissenschaft BA/Mag/MA; LA Gym/RS
Verwendbar für: Mag (Bereich der neueren Musikgeschichte);
BA (MUWI M11 und 12); MA (MUWI M32)
Leistungsnachweis: Referat und Hausarbeit (Mag: 12 LP; BA/MA: 10 LP)
|
Hiley |
PT 4.0.47 |
Die mehrstimmige Bearbeitung des deutschen Kirchenlieds begann bereits in der Reformationszeit (J. Walther), wurde aber insbesondere ab dem Beginn des 17. Jahrhunderts in Werken mit hohem künstlerischem Anspruch gepflegt. Auf der einen Seite stehen Vokal- bzw. Vokal- und Instrumentalwerke wie Motetten, Kantaten und Passionen, die den Choral als Ausgangspunkt bzw. Themenmaterial verwenden. Auf der anderen Seite kommt der Choral als Basis zahlreicher Orgelwerke in verschiedenen Erscheinungsformen vor. Hierbei lassen sich auch regionale Unterschiede in der Praxis z. B. zwischen Nord- und Mitteldeutschland identifizieren. Im Seminar haben Studierende die Gelegenheit, Beispiele für die Choralbearbeitung unterschiedlichster Art zu analysieren, von Meistern des Früh- (J. H. Schein, S. Scheidt, M. Praetorius) und Mittelbarock (S. Knüpfer, J. Schelle, D. Buxtehude, J. Pachelbel) bis zu Johann Sebastian Bach.
Literatur: Friedhelm Krummacher, Die Choralbearbeitung in der protestantischen Figuralmusik zwischen Praetorius und Bach, Kassel 1978 (Kieler Schriften zur Musikwissenschaft 22) ); Willi Apel, Geschichte der Orgel- und Klaviermusik bis 1700, Kassel 1967.
|
| 31605 |
„Kleinmeister“ im 19. Jahrhundert
2st., Do 8.30–10.00 Uhr, Beginn: 18.10.2007
Teilnehmer: HS Musikwissenschaft BA/Mag/MA; LA Gym/RS
Verwendbar für: Mag (Bereich der neueren Musikgeschichte);
BA (MUWI M11 und M12); MA (MUWI M33)
Leistungsnachweis: Referat und Hausarbeit (Mag: 12 LP,
BA/MA 10 LP)
|
Horn |
PT 4.0.47 |
Das Wort "Kleinmeister" klingt altmodisch und enthält zudem einen verdächtigen Einschlag von Wertungen, die der Historiker in der Regel eher scheut. Dennoch unterscheiden wir alle insbesondere im Hinblick auf das 19. Jahrhundert die wenigen Heroen von der Menge der Mitläufer, Epigonen, Passablen, Gefälligen - eben der "Kleinmeister". Man könnte denken an Komponisten wie z. B. Heinrich von Herzogenberg, Friedrich Kiel, Giuseppe Martucci, Josef Rheinberger, Friedrich Schneider, Giovanni Sgambati, und viele andere. Wir wollen versuchen, durch die Beschäftigung mit Werken von Komponisten aus der "zweiten Reihe" Sinn oder Unsinn einer solchen Unterscheidung zu ergründen, und wir wollen Argumente und Gedankenfiguren sammeln, die das Recht dieser Unterscheidung begründen sollen. Ziel der Untersuchungen kann nicht sein, alle Unterschiede einzuebnen, sondern die Kriterien kennenzulernen, nach denen man in wechselnden Konfigurationen Unterscheidungen zu treffen pflegt. Durch die praktische Bewusstmachung des Problems einer Begründung von Werturteilen soll die Fähigkeit zur differenzierten Würdigung gerade auch entlegener Werke gefördert werden.
Qualifikationsmodus: Referat und Hausarbeit. Bei Interesse ist auch die Teilnahme von Studierenden des Grundstudiums (Modul MUWI 02, "freies" Seminar) möglich (Scheinvergabe gemäß Anforderungen eines Proseminars). Zur Vorbereitung kann man sich zu den o. g. Namen erste Informationen verschaffen, und man kann sich auch weitere in Frage kommende Namen überlegen. |
Proseminare
| 31606 |
Analyse von Madrigalen des 16. Jahrhunderts
(Einführung in die musikalische Analyse)
2st., Do 10–12 Uhr, Beginn: 18.10.2007
Teilnehmer: GS Musikwissenschaft BA/Mag
Verwendbar für: MUWI M02/06 (Pflichtbereich Nr. 2)
Leistungsnachweis: Referat mit Hausarbeit (6 LP) |
Horn |
PT 2.0.4 |
Die Geschichte des italienischen Madrigals umspannt ein knappes Jahrhundert, beginnend kurz vor 1530. Anders als die zunehmend uniform werdende Motette differenziert sich das Madrigal aus zu einem bunten Experimentierfeld des kontrapunktischen Komponierens in enger Verbindung mit italienischer Lyrik der Zeit in Theorie und Praxis. Wir werden viele Beispiele für originelle musikalische Umsetzungen von Textsinn an konkreten Notentexten kennen lernen. Von Verdelot und Arcadelt über Willaert, Rore, Marenzio und Gesualdo führt der Weg zu Monteverdi, dessen späte Madrigalbücher das Ende einer Entwicklung markieren. - Grundkenntnisse im Italienischen wären von Vorteil, sind aber nicht Bedingung. Erwartet wird die Übernahme eines nach relativ engen Vorgaben anzufertigenden Referats, das anschließend zu einer schriftlichen Arbeit von maximal (!) 15 Seiten auszubauen ist.
Literatur zur Vorbereitung: Art. "Madrigal" in MGG (alt oder neu), New Grove (1980 oder 2001) oder Riemann (nebst Derivaten wie Brockhaus- Riemann); wikipedia ALLENFALLS zusätzlich, nicht aber allein! |
| 31607 |
Notationskunde II (Weiße Mensuralnotation und Tabulaturen)
2st., Di 10–12 Uhr, Beginn: 16.10.2007
Teilnehmer: GS Musikwissenschaft BA/Mag
Verwendbar für: MUWI M02/06 (Pflichtbereich Nr. 4)
Leistungsnachweis: 2 Klausuren in der Mitte und
am Ende des Semesters (6 LP) |
Horn |
PT 2.0.4 |
Im Vordergrund dieses Standard-Proseminars wird zwar die „schulmäßige“ Erarbeitung des (nicht sehr umfangreichen) Regelwerks der Mensuralnotation stehen. Primär aber wollen wir anhand von Reproduktionen von Originalquellen des 15. und 16. Jahrhunderts versuchen, den Sinn der ursprünglichen Aufzeichnungsweise zu verstehen, wobei die Übertragung in „moderne Notenschrift“ ein wichtiges, aber nicht das einzige Mittel darstellen soll.
Darüber hinaus sollen die verschiedenen Arten von Griffschriften für Tasten- und Zupfinstrumente vorgestellt werden, die in der älteren Musikgeschichte eine Rolle gespielt haben. Damit verbunden werden soll ein Überblick über das Repertoire an freier und „entlehnter“ Musik für die betreffenden Instrumente sowie über die wichtigsten Quellen. |
| 31608 |
Einführung in das musikwissenschaftliche Arbeiten:
J. J. Froberger (1616–1667)
2st., Mi 14–16 Uhr, Beginn: 17.10.2007
Teilnehmer: GS Musikwissenschaft BA/Mag; LA Gym
Verwendbar für: BA/Mag: MUWI M02/06 (Pflichtbereich Nr. 1);
Leistungsnachweis: Hausaufgaben während der Vorlesungszeit und
Hausarbeit (6 LP) |
Pfisterer |
PT 2.0.4 |
Johann Jacob Froberger ist meist nur in Spezialistenkreisen bekannt, da er fast ausschließlich Musik für Tasteninstrumente komponiert hat. In diesem Bereich ist er allerdings aus der Geschichte nicht wegzudenken, zumal er wesentlichen Anteil an der internationalen Vermittlung von Gattungstraditionen hatte. Nachdem in den letzten Jahren drei neue Handschriften aufgetaucht sind, eine neue Gesamtausgabe angelaufen ist und über Werkzuschreibungen diskutiert wird, dürfte es lohnend sein, Fragestellungen und Arbeitsweisen der Musikwissenschaft an seiner Person durchzuspielen.
Literatur: Nicole Schwindt-Groß, Musikwissenschaftliches Arbeiten, Kassel u. a. 52003. Neben den einschlägigen Lexikonartikeln zu Froberger ist zu empfehlen das entsprechende Kapitel in: Willi Apel, Geschichte der Orgel- und Klaviermusik bis 1700, Kassel u.a. 1967, 2. Auflage, 2004). |
Übungen
| 31609 |
Kontrapunkt I
2st., Mo 14–16 Uhr, Beginn: 22.10.2007
Teilnehmer: GS Musikwissenschaft BA/Mag
Verwendbar für: GS: MUWI M04/08 (Pflichtbereich Nr. 2);
Leistungsnachweis: Klausur am Semesterende (3 LP) |
Pfisterer |
H 4 |
In der Übung Kontrapunkt I wird der zweistimmige Satz als Grundlage der Satztechnik vor 1600 (Palestrinastil) behandelt in Anlehnung an die Methode von Johann Joseph Fux’ Gradus ad Parnassum. Inhalte sind dabei: Intervalllehre, Tonartenlehre, Fortschreitungsregeln, Konsonanz- und Dissonanzbehandlung.
Literatur: Knud Jeppesen, Kontrapunkt, Wiesbaden 111985; Thomas Daniel, Kontrapunkt, 2. Auflage, Köln 2002; Bernhard Meier, Alte Tonarten, 3. Auflage, Kassel u.a. 2000. |
| 31610 |
Harmonielehre I
2st., Mi 16–18 Uhr, Beginn: 17.10.2007
Teilnehmer: GS Musikwissenschaft BA/Mag
Verwendbar für: MUWI M04/08 (Pflichtbereich Nr. 1)
Leistungsnachweis: Klausur am Semesterende (3 LP) |
Ehrich |
H 4 |
Ziel dieser Übung ist die Vermittlung von Grundbegriffen der harmonischen Funktionstheorie. Dazu gehören der Dreiklang und seine Umkehrungen, die Kadenz, die Funktionssymbole und die Stimmführung im homophonen vierstimmigen Satz. Zusätzlich werden die Regeln des bezifferten Basses (Generalbass) behandelt. Die Übung schließt mit einer Klausur.
Literatur: Wilhelm Maler, Beitrag zur durmolltonalen Harmonielehre I, 16. Auflage, München 2000; Walter Salmen und Norbert J. Schneider (Hg.), Der musikalische Satz. Ein Handbuch zum Lernen und Lehren, Innsbruck 1987; Reinhard Amon, Lexikon der Harmonielehre, Wien u. a. 2005. |
| 31611 |
Repertoirekunde: Richard Strauss
2st., Do 12–14 Uhr, Beginn: 18.10.2007
Teilnehmer: GS Musikwissenschaft BA/Mag; LA RS/Gym
Verwendbar für: GS: MUWI M03/M07 (Nr. 1 bzw. Wahlbereich in M03)
Leistungsnachweis durch: Referat(e) (3 LP) |
Berlinghoff-Eichler |
PT 4.0.47 |
Wie im letzten Semester steht erneut das Schaffen eines bedeutenden und einflussreichen Opernkomponisten - diesmal aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts - im Mittelpunkt der Übung zur Repertoirekunde. Gegenstand der Übung wird daher in erster Linie das musikdramatische Schaffen von Richard Strauss sein. Darüber hinaus werden wir uns zu Beginn mit ausgewählten Liedern und Instrumentalwerken (insbesondere mit den so genannten „Tondichtungen“) auseinandersetzen. Die einzelnen Werke sollen in den Referaten unter Einbeziehung analytischer und ästhetischer Aspekte mit Berücksichtigung von Bild- und Tonaufnahmen vorgestellt werden.
Maximal 15 Teilnehmer/-innen mit Leistungsnachweis (Aushang der Referatenliste beim Sekretariat des Instituts für Musikwissenschaft ab Anfang August 2007). |
| 31612 |
Programmheftgestaltung
2st., Di 12–14 Uhr, Beginn: 16.10.2007
Teilnehmer: GS/HS Musikwissenschaft BA/Mag ab 3. Sem.
Verwendbar für: GS: MUWI M03/M07 (Nr. 1); HS: BA: MUWI 12
(Nr. 2 oder 3)/Mag
Leistungsnachweis: Verfassen von Programmheftbeiträgen (3 LP) |
Berlinghoff-Eichler |
PT 4.0.47 |
In dieser vorwiegend praxisorientierten Übung sollen Einführungstexte und Bildmaterialien für die im Wintersemester 2007/08 stattfindenden Konzerte des Symphonieorchesters bzw. des Kammerorchesters der Universität zusammengestellt, erarbeitet und diskutiert werden. Sie wendet sich an Studierende ab dem 3. Semester.
Maximal 10 Teilnehmer/-innen mit Leistungsnachweis (Aushang der Teilnehmerliste beim Sekretariat des Instituts für Musikwissenschaft ab Anfang Oktober 2007). |
| 31613 |
Lektüre: Grundlagen des mittelalterlichen Tonsystems 2st., Mo 16–18 Uhr, Beginn: 15.10.2007
Teilnehmer: HS Musikwissenschaft Mag/MA/BA
Verwendbar für: Mag (wissenschaftliche Übung);
BA (MUWI M12); MA (MUWI M33)
Leistungsnachweis: Referat (3 LP) |
Pfisterer |
PT 4.0.47 |
Im Zentrum der Lektüre steht ein um die Jahrtausendwende entstandener anonymer Dialogus de musica („Pseudo-Odo“), der in knapper Weise die Grundbegriffe des mittelalterlichen Tonsystems vermittelt. Von dort aus sind dann Rück- und Vorausblicke auf Schriften des 9.–11. Jahrhunderts (Hoger, Hucbald, Guido etc.) möglich. Als Arbeitsgrundlage wird ein zweisprachiger Text zur Verfügung gestellt. Grundkenntnisse der lateinischen Sprache sind unerlässlich.
Literatur: Der Text selbst ist die beste Einführung in das Thema. Einen aktuellen und gut lesbaren Überblick über die frühmittelalterliche Musiktheorie bietet David E. Cohen, „Notes, scales, and modes in the earlier Middle Ages“, The Cambridge History of Western Music Theory, Hg. T. Christensen, Cambridge 2002, 307–363. |
| 31614 |
Neue Kammermusik der 1920er-Jahre
2st., Di 16–18 Uhr, Beginn: 16.10.2007
Teilnehmer: GS Musikwissenschaft BA/Mag; HS Musikwissenschaft Mag/MA
Verwendbar für: GS BA/Mag (MUWI M03/07); HS: Mag (wissenschaftliche Übung), MA (MUWI M33)
Leistungsnachweis: Referat (BA/Mag 3 LP; MA: 4 LP) |
Wackerbauer |
PT 4.0.47 |
| Die Entfaltung und Verbreitung der avancierten kompositorischen Entwicklungen in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg war mit spezifischen Wegen der Vermittlung verbunden. Wichtige Impulse gingen von einer Reihe neu gegründeter Institutionen aus, unter denen insbesondere den Donaueschinger Kammermusikfesten (1921–26) und deren Nachfolgeveranstaltungen in Baden-Baden (1927–29) und Berlin (1930) eine hohe Bedeutung und auch eine Pionierrolle zukam. In der Übung soll zum einen ein Überblick über die wichtigsten Institutionen Neuer Musik der 1920er-Jahre gegeben werden. Zum anderen soll anhand ausgewählter Werke aus den vielfältig zusammengestellten Konzertprogrammen der Donaueschinger Kammermusikfeste das Spektrum der zeitgenössischen musikalischen Produktion exemplarisch vorgestellt werden. Neben Kammermusikwerken heute noch bekannter Komponisten wie Eisler, Hindemith, Strawinsky oder Webern sollen auch Kompositionen weniger bekannter Zeitgenossen wie Finke, Jarnach, Schulhoff oder Toch behandelt werden. |
| 31615 |
Instrumentationskunde
2st., Mo 8.30–10.00 Uhr, Beginn: 15.10.2007
Teilnehmer: GS Musikwissenschaft BA/Mag
Verwendbar für: MUWI 03/07 (Pflichtbereich Nr. 3)
Leistungsnachweis: Hausarbeiten und Semesterarbeit (3 LP) |
Buckland |
Künstlergarderobe Zi. 1.12 |
| Auseinandersetzung mit den Eigentümlichkeiten verschiedener Instrumente. Die Kunst des Arrangierens – mit und ohne Computer. Vergleiche der Instrumentationsmerkmale von Komponisten der Vergangenheit. Praktische Übungen mit einer Semesterarbeit, die gegebenenfalls vom Universitätsorchester vorgetragen wird. |
| 31616 |
Komposition I
2st., Mo 10–12 Uhr, Beginn: 15.10.2007
Teilnehmer: GS/HS Musikwissenschaft
Verwendbar für: MUWI M03/07 (Pflichtbereich Nr. 3)
Leistungsnachweis: für GS nach Absprache (3 LP) |
Buckland |
Künstlergarderobe Zi. 1.12 |
| Harmonie- und Kontrapunktübungen im Stil der „alten Meister“. Wir ergänzen fehlende Takte bei verschiedenen Komponisten und vergleichen mit dem Original. |
| 31617 |
Tastensinn I
1st., Mo 12–13 Uhr, Beginn: 22.10.2007
Teilnehmer: GS Musikwissenschaft BA/Mag
Verwendbar für: MUWI M03/07 (Pflichtbereich Nr. 3)
Leistungsnachweis: Klausur am Ende von Tastensinn II (3 LP nach Besuch von Tastensinn I und II) |
Buckland |
Künstlergarderobe Zi. 1.12 |
Tasteninstrumente sind als Hilfsmittel für Harmonie- und Kontrapunkt-Übungen besonders geeignet. Viele lange Theoriepfade können mit Hilfe eines Grundwissens am Klavier gekürzt werden. Die Fähigkeit, sich eine Partitur selbst anzueignen, ist für Musikwissenschaftler nicht zu verachten. Virtuosität am Klavier wird nicht abgelehnt, ist aber weder Voraussetzung noch Ziel. Die Veranstaltung ist über vier Semester verteilt und führt in Blattlesen, Transposition, Generalbass, Lesen von Akkordsymbolen, Partiturlesen und Improvisation ein. Alle Übungen werden am Klavier erklärt und ausgeführt. Tastensinn I ist besonders für Erstsemester geeignet. Studierende, die keine Klaviererfahrung haben, sind hier gut aufgehoben. Klavierkenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Anfänger bekommen Hinweise, wie sie sich am Klavier helfen können, fortgeschrittenere Pianisten erfahren, wie sie ihre Klavierkenntnisse in der Musikwissenschaft einbringen können. Ziel ist es, das Blattlesen möglichst voran zu bringen und in das Transponieren am Klavier einzuführen.
Die Übung Tastensinn II findet im Sommersemester statt und wird mit einer Klausur schließen. Leistungspunkte können nur nach dem Besuch beider Veranstaltungen vergeben werden! |
| 31618 |
Tastensinn III
2st., Mo 13–14 Uhr mit zusätzlicher Blockveranstaltung, Beginn: 15.10.2007
Teilnehmer: GS Musikwissenschaft BA/Mag
Verwendbar für: MUWI M03/07 (Pflichtbereich Nr. 3)
Leistungsnachweis: Klausur „Generalbass“ (3 LP) |
Buckland |
Künstlergarderobe Zi. 1.12 |
| Diese Übung setzt die Arbeiten von Tastensinn I und II fort. Pianisten mit Erfahrung in Blattlesen dürfen nach Absprache mit dem Dozenten hier einsteigen. Die Akkord-Symbole werden komplizierter (einschl. Jazz-Harmonik) und wir setzen uns mit der Praxis von Generalbass und Improvisation am Klavier auseinander. Der letzte Teil, Tastensinn IV, findet im Sommersemester statt und wird mit der Klausur „Partiturlesen“ abschließen. |
| 31619 |
Dirigierkurs I
2st., Mo 16–18 Uhr und zusätzliche Blockveranstaltung mit dem
Universitätsorchester, Beginn: 15.10.2007
Teilnehmer: GS/HS Musikwissenschaft; Hörer aller Fakultäten
Verwendbar für: MUWI M03/07 (Wahlbereich)
Leistungsnachweis: nach Absprache (3 LP) |
Buckland |
Künstlergarderobe Zi. 1.12 |
| Eine Einführung in die Theorie des Ensemble-, Chor- und Orchesterleitens. Schlagtechnik. Das Aneignen von Partituren. Dieser Kurs bereitet eine Blockveranstaltung vor, die mit dem Universitätsorchester stattfinden wird. |
| 31621 |
Gehörbildung für Musikwissenschaftler
2st., Di 14.30–16.00 Uhr, Beginn: 16.10.2007
Teilnehmer: GS Musikwissenschaft BA/Mag
Verwendbar für: GS: MUWI M03/07 (Pflichtbereich Nr. 4);
Leistungsnachweis: nach Absprache (3 LP) |
Stoffels |
PT 2.0.4 |
Dass es einer „Quadratur des Kreises“ gleicht, die unterschiedlichen Kenntnisstände in Gehörbildung unter einen Hut zu bringen, soll uns nicht stören – im Wintersemester geht es neben den Elementarkenntnissen unter anderem um folgende z. T. „exotische“ Bereiche:
– Wir hören Besonderheiten von verschiedenen Stimmungssystemen in Vergleich mit unserem temperierten System, z. B. bei einem ohne Ventile gespielten Horn.
– Vergleich einer unverzierten barocken Melodie mit einer ornamentierten Version
– Musikalisch-rhetorische Figuren über das Hören kennen lernen
– Der „Schreckensakkord“ in Beethovens 9. und andere auffällige Klänge
Neben dem Intervallhören werden also auch Aspekte angesprochen, die sowohl für „Anfänger“ als auch für Fortgeschrittene etwas bieten. |
Kolloquium
| 31620 |
Kolloquium zu aktuellen Forschungsprojekten
2st., Do 16–18 Uhr, PT 4.0.47, Beginn: 18.10.2007
Teilnehmer: HS Musikwissenschaft Mag; MA
Verwendbar für: Mag: Nachweispflicht gemäß neuer MPO; MA: MUWI M34
Leistungsnachweis: regelmäßige Teilnahme und Vorstellung
der Examensarbeit (Mag: 3 LP; MA: 6 LP) |
Hiley |
PT 4.0.47 |
| Wie in jedem Semester wird das Kolloquium der Vorstellung von Magister-, Master- und Promotionsprojekten gewidmet sein. Studierende nach der Zwischenprüfung sind herzlich eingeladen, auch wenn sie selbst noch nicht mit der Anfertigung einer der genannten Arbeiten beschäftigt sind. |
Ensembles für Hörer aller Fakultäten
| 31720 |
Chor der Universität
2st., Mo 19.45–21.00 Uhr, Beginn: 15.10.2007 |
Kroll |
Keplersaal, Ernst-Reuter-Platz |
Der Universitätschor steht allen Studierenden und Angehörigen der Universität und der Fachhochschule offen. In den Proben werden Werke aller Stilepochen von großen Oratorien bis zu A-cappella-Musik erarbeitet, wobei jedes Semester mit einem Konzert abschließt. Diese Aufführungen haben im Regensburger Konzertleben inzwischen einen festen Platz. Immer wieder finden auch Konzerte außerhalb von Regensburg und Reisen statt.
Der neueste Probenplan findet sich im Internet unter der Adresse: <www.unichor-regensburg.de> |
| 31721 |
Universitätsorchester
3st., Mi 19–22 Uhr, Begin: 17.10.2007 |
Buckland |
Künstlergarderobe Zi. 1.12 |
Das Universitätsorchester ist ein Symphonieorchester mit über 100 Mitgliedern. In jedem Semester wird ein großes Konzert im Audimax veranstaltet. Zusätzliche Auftritte finden bei Universitätsfeiern und in Zusammenarbeit mit verschiedenen Städten in der Umgebung statt. Das Repertoire der letzten Semester umfasste u. a. Mozarts Oboenkonzert, Liszts Hungaria und Brahms’ Ungarische Tänze. Eine Partnerschaft mit dem Universitätsorchester in Clermont-Ferrand wird vom städtischen Kulturamt unterstützt. Die Aufnahme erfolgt durch Vorspiel in Raum M 01 (Musikpavillon, Seybothstraße 2) zu Beginn des Semesters (bitte Aushänge beachten).
Das Universitätsorchester findet sich auch im Internet: <www.uni-regensburg.de/orchester> |
| |
Muwi-Chor
2st., Di 18.00–19.30 Uhr, Beginn: 16.10.2007 |
Pfisterer |
PT 4.0.47 |
| Der MuWi-Chor ist durch eine Initiative der Fachschaft entstanden. Neben der eigenen Freude und dem aktiven Kennenlernen von Chormusik des 15. bis 20. Jahrhunderts gehört auch die Beteiligung an Institutsveranstaltungen (z.B. Weihnachstfeier) zu den Zielen der Veranstaltungen. Mitsänger/-innen sind jederzeit willkommen. |
|