UR  
Universität Regensburg  
 
  
 
 

 
 
 
Vorlesungen Hauptseminare Proseminare Übungen Kolloquium Ensembles
Zeit Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag
8-10 Ü Instrumentationskunde (Buckland)
8.30-10.00 Uhr
 
Ü Formenhören (Horn)
8.30-10.00 Uhr
   
10-12 Ü Komposition I (Buckland) HS Streichquartett im 19. Jh. (Horn) V Allgemeine Musikgeschichte II (Horn) PS Kantaten Bachs
(Horn)
V Berlioz (Hiley)
12-14 Ü Tastensinn II (Buckland) 12-13 Uhr
Ü Tastensinn IV (Buckland) 13-14 Uhr
Ü Lektürekurs Sonatenform
(Berlinghoff-Eichler)
  Ü Mendelssohn
(Berlinghoff-Eichler)
 
14-16 Ü Kontrapunkt I
(Pfisterer)
Ü Berufsfelder (Ebel)
HS Hindemith (Pfisterer) PS Notationskunde I (Pfisterer) V Oratorium im 19. Jh.
(Gmeinwieser)
 
16-18 Ü Dirigierkurs I (Buckland) HS Notre-Dame-Schule (Hiley) Ü Harmonielehre I (Buhl) Kolloquium (Hiley)  
nach 18 Universitätschor
(Kroll)
ab 19.45 Uhr

Muwi-Chor (Pfisterer)
18-19.30 Uhr

Symphonieorchester
(Buckland
)
19-22 Uhr

   
31600

Allgemeine Musikgeschichte II (Renaissance, 15. –16. Jh.)
2st. Mi 10-12 Uhr, Beginn: 15.10.2008

Teilnehmer: BA/Mag; LA Gym/RS; Hörer aller Fakultäten
Verwendbar für: MUWI M01/05 ( Nr. 2)
Leistungsnachweis: Klausur am Semesterende
Leistungspunkte: 4 (unbenotet)





Horn H 4

Unter „Musikgeschichte der Renaissance“ fasst man üblicherweise die Musik der Zeit zwischen ca. 1430 und 1600, also grob: von Dufay bis Palestrina und dem frühen Monteverdi. Zwar gehören das Ausziehen grober Linien und die Stoffvermittlung zu den Merkmalen dieses Vorlesungstyps, doch soll die Konzentration auf exemplarische Themen der Gefahr ermüdender Aufzählungen entgegenwirken. Themen werden sein: Die Vielfalt in der Musik des 15. Jahrhunderts: Messe, Motette, Chanson; Techniken und Bedeutung des Musikdrucks (vornehmlich seit 1501); Uniformierungstendenzen in der Komposition des 16. Jahrhunderts; erneut Messe, Motette, Chanson, dazu Frottola und Madrigal.

Literatur: Reinhard Strohm, The Rise of European Music, 1380–1500, Cambridge 1993; Ludwig Finscher (Hrsg.), Die Musik des 15. und 16. Jahrhunderts, Laaber 1989 (Neues Handbuch der Musikwissenschaft, Bd. 3).

31601

Das Oratorium im 19. Jahrhundert
2st., Do 14–16 Uhr, Beginn 16.10.2008

Teilnehmer: BA/MA/Mag
Verwendbar für: MUWI M11 (Nr.1)
MUWI M31/32 (Nr. 2)
HS Mag
Leistungsnachweis: Prüfungsgespräch am Semesterende
Leistungspunkte:

4 (BA/Mag, unbenotet)
6 (MA, benotet)

Gmeinwieser PT 2.0.4

Die Oratorienkomposition im 19. Jahrhundert hat durch die bürgerliche Musikkultur gewichtige Anregungen erhalten, wobei romantische und historisierende Tendenzen einen wesentlichen Beitrag leisteten. Sie basiert auf den Oratorien von Joseph Haydn, die die Gattung um die Jahrhundertwende zu einem neuen Höhepunkt führten. In Deutschland werden, in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts auch in Frankreich, eigene Wege beschritten. Zwei Themenkreise können erkannt werden: der biblische Bereich mit alt- und neutestamentlichen Texten und der profanhistorische unter der Betonung des Heroischen. Führend waren die Komponisten J. Eybler, M. Stadler, L. van Beethoven (Christus am Oelberge 1803), F. Schneider, L. Spohr (Das jüngste Gericht 1812), C. Löwe (Die Zerstörung Jerusalems 1829). F. Mendelssohn Bartholdy hat mit Paulus (1836) und Elias (1846) die deutsche Oratoriengeschichte geprägt, wobei er sich an Haydn und Händel orientierte. Die zwei Oratorien von R. Schumann Das Paradies und die Peri 1843, Der Rose Pilgerfahrt 1851 sind Kompositionen nach Märchenvorlagen. Liszts Legende von der Hl. Elisabeth 1862 übernimmt den Erlösungsgedanken aus der Opernthematik. Im Oratorium Christus 1862–1867 verbindet er den a- cappella-Stil mit instrumentaler Symphonik. In Frankreich pflegte man lateinische Oratorien zur Liturgie, z. B. Le Sueur. Ab 1850 nimmt dort die Produktion, auch unter der Bezeichnung „Mystère“ oder „Drame sacré“, vertreten durch H. Berlioz, C. Gounod, C. Saint-Saëns, C. Franck, J. Massenet stark zu. Für Italien stehen die Namen Zingarelli, Rossini, Simon Mayer, Perosi. Die Vorlesung will unter Einbeziehen von Musikbeispielen einen Überblick über die reichhaltige Oratoriengeschichte des 19. Jahrhunderts geben.

Ausgewählte Literatur: Art. Oratorium, in: MGG2S; NGroveD2; A. Schering, Geschichte des Oratoriums, Leipzig 1911, R Hildesheim u. a. 1988; G. Massenkeil, Oratorium und Passion, Teil 2, Laaber 1999 (Handbuch der musikalischen Gattungen 10,2); ders. Das Oratorium (Das Musikwerk 5), Laaber 2005; H.E. Smither, A History of the Oratorio, Bd. 4, Chapel Hill 2000.

31602

Hector Berlioz (1803–1869)
2st., Fr 10–12 Uhr, Beginn: 17.10.2008

Teilnehmer: BA/MA/Mag
Verwendbar für:

MUWI M01 (Wahlbereich)
MUWI M11 (Nr.1)
MUWI M32 (Nr. 2)
HS Mag

Leistungsnachweis: Prüfungsgespräch am Semesterende
Leistungspunkte:

4 (BA/Mag, unbenotet)
6 (MA, benotet)

Hiley PT 2.0.4
Berlioz’ Musik war vom Anfang an umstritten. Die Fixierung auf die ‚Grand Opera‘ in Paris war für ihn ungünstig. „Die Musik hat Flügel, die sich in den Wänden des Opernhauses nicht entfalten können“, sagte er. Nicht zuletzt in Deutschland hat Berlioz oft weniger positive Reaktionen erweckt. Er passte nicht in die deutsche symphonische Tradition seit Beethoven, die Propaganda Richard Wagners für ein ‚Kunstwerk der Zukunft‘ (natürlich im Wagner’schen Sinne) verstellte den Blick für Berlioz, Wagners Vorgänger als radikaler Erneuerer. Uns sind Komponisten in Frankreich wie Gluck, Méhul, Cherubini und Spontini, in deren Nachfolgerschaft Berlioz eintrat, wenig geläufig. 140 Jahre nach seinem Tode scheint es dennoch nicht nur angebracht, sondern auch wissenschaftlich möglich, die mit Kontroversen belastete Figur Berlioz musikgeschichtlich angemessen zu würdigen. Besonders seit dem Jubiläumsjahr 1969 ist sein Schaffen intensiv erforscht worden. Die neue Gesamtausgabe seiner Werke wurde vollendet, seine literarischen Schriften stehen in Reprints und neuen Editionen zur Verfügung.
Die Vorlesung führt in die Musik und das Schrifttum Berlioz’ ein. Ziel der Vorlesung ist es, seine Hauptwerke exemplarisch zu analysieren und seine künstlerische Stellung im Zeitalter der französischen Romantik zu umreißen.
31603

Pariser Musik im Zeitalter der Gotik – die sog. Notre-Dame-Schule
2st., Di 16–18 Uhr, Beginn: 14.10.2008

Teilnehmer: BA/MA/Mag
Verwendbar für:

MUWI M11 (Nr. 2)
MUWI M31/32 (Nr. 1)
HS Mag: : Bereich der älteren Musikgeschichte

Leistungsnachweis: Referat und Hausarbeit
Leistungspunkte:

10 (BA/MA)
12 (Mag)

Hiley PT 2.0.4
Die Musik in Paris in der Epoche der großen gotischen Kathedralen bildet einen unumstrittenen Höhepunkt der Musikgeschichte. Erst in den großen Werken von Leoninus und Perotinus sind Kompositionsmerkmale zu finden, die die bisher verwendeten Möglichkeiten der improvisierten Mehrstimmigkeit bei weitem übersteigen. Nachdem nur drei dreistimmige Stücke für das ganze 12. Jahrhundert überliefert sind, wird bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts in Paris der dreistimmige Satz fast zur Regel, während die ersten vierstimmigen Kompositionen der Musikgeschichte nun erscheinen. Im Seminar haben Studierende die Möglichkeit, sich mit Faksimilia der erhaltenen Notenquellen auseinanderzusetzen, die sparsamen biographischen Informationen zu den Komponisten zu referieren, und die Musikgattungen und ihre Stilmerkmale zu erörtern. Im Mittelpunkt stehen die mehrstimmigen Bearbeitungen Gregorianischer Gesänge, Vertonungen geistlicher und weltlicher lateinischer Liedtexte und Motetten in lateinischer und altfranzösischer Sprache.
31604

Das Streichquartett im 19. Jahrhundert
2st., Di 10–12 Uhr, Beginn: 14.10.2008

Teilnehmer: BA/MA/Mag; LA Gym/RS
Verwendbar für:

MUWI M11/12 (Nr. 2/1)
MUWI M31/32 (Nr. 1)
HS Mag: : Bereich der neueren Musikgeschichte

Leistungsnachweis: Referat und Hausarbeit (ca. 25–30 Seiten)
Leistungspunkte:

10 (BA/MA)
12 (Mag)

Horn PT 2.0.4
Keine andere Gattung der Kompositionsgeschichte ist in ähnlicher Weise mit dem Anspruch „hoher Musik“ verknüpft wie das Streichquartett seit Joseph Haydn. Die Beschränkung auf vier Instrumente (2 Vl, Va, Vc) bedeutet eine Reduktion auf das Wesentliche, die jedem Komponisten abverlangt zu zeigen, was er „wirklich“ kann. Ähnlich wie bei der Klaviersonate lastet freilich der Schatten Beethovens schwer auf den Quartettkomponisten des 19. Jahrhunderts, weshalb die Anzahl der Quartette gerade bei den bedeutenden Komponisten „nach Beethoven“ in der Regel relativ klein ist (Ausnahmen bestätigen die Regel). Im Zentrum wird die Betrachtung exemplarischer Werke bedeutender Komponisten stehen. Haydn und Mozart werden als Ausgangspunkte kurz thematisiert; im Zentrum aber werden Werke von Beethoven, Schubert, Mendelssohn, Schumann, Brahms und Dvorák stehen.

Literatur: Friedhelm Krummacher, Das Streichquartett, 2 Bde., Bd. 1: Von Haydn bis Schubert; Bd. 2: Von Mendelssohn bis zur Gegenwart, Laaber 2001 und 2003 (Handbuch der musikalischen Gattungen, Bd. 6,1 und 6,2); neu aufgelegt unter dem Titel: Geschichte des Streichquartetts, 3 Bde.: 1: Die Zeit der Wiener Klassik, 2: Romantik und Moderne, 3: Neue Musik und Avantgarde, Laaber 2005. [Zu den Quartetten der bekannteren Komponisten gibt es in der Regel monographische Spezialliteratur, die in einer Bibliographie zusammengestellt wird.]
31605

Paul Hindemith
2st., Di 14–16 Uhr, Beginn: 14.10.2008

Teilnehmer: BA/MA/Mag
Verwendbar für:

MUWI M12 (Nr. 2/1)
MUWI M33 (Nr. 1)
HS Mag: : Bereich der neueren Musikgeschichte

Leistungsnachweis: Referat und Hausarbeit
Leistungspunkte:

10 (BA/MA)
12 (Mag)

Pfisterer PT 4.0.47

Die Position Paul Hindemiths (1895–1963) in der Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts ist umstritten; hier wirkt vor allem Th. W. Adornos Verdikt nach. In diesem Seminar soll es jedoch nicht darum gehen, ob Hindemith so komponieren durfte, wie er es tat, sondern es sollen analytische Zugänge zu seinen Kompositionen erkundet werden. Aus seinem riesigen und vielfältigen Werk werden in erster Linie kleiner besetzte Stücke (Kammermusik, Lieder, Chormusik) zur Betrachtung kommen.

Literatur: David Neumeyer, The Music of Paul Hindemith, New Haven u. London 1986.

31606

Die Kantaten J. S. Bachs: Einführung in das musikwissenschaftliche Arbeiten
2st., Do 10–12 Uhr, Beginn: 16.10.2008

Teilnehmer: BA/Mag; LA Gym
Verwendbar für:

MUWI M02/06 (Nr. 1 oder Wahlbereich)

Leistungsnachweis: Referat und Hausarbeit (ca. 10–15 Seiten)
Leistungspunkte:

6

Horn PT 2.0.4

Das Schaffen von J. S. Bach ist durch eine große Gattungsvielfalt gekennzeichnet. In der Gattung der lutherischen Kirchenkantate (und ihres Ablegers, der „weltlichen“ Kantate) hat Bach Maßstäbe gesetzt. Da sich in den Kantaten verschiedene Kompositionstypen verbinden, bieten sie ein breites Spektrum Bach’scher Vokalmusik. Zudem lassen sich an den Kantaten verschiedene „hilfswissenschaftliche“ Fragen diskutieren (betreffend Überlieferung und Datierung, liturgische Zweckbestimmung, verwendetes Instrumentarium, Aufführungspraxis).

Literatur (jeweils mit systematischen Erörterungen und Einzelbesprechungen): Konrad Küster, ‚Nebenaufgaben des Organisten, Aktionsfeld des Director musices‘: Die Vokalmusik, in: ders. (Hrsg.), Bach Handbuch, Kassel u. a. (Bärenreiter-Metzler) 1999, S. 95–430 [Gleichsam ein „Buch im Buch“]; Alfred Dürr, Johann Sebastian Bach. Die Kantaten, Kassel u. a. 92005 (nach der 6., aktualisierten Auflage 1995; 1. Auflage 1971) [Dieses Buch umfasst heute über 1000 Seiten gegenüber 750 S. der Erstauflage; der Grund der Umfangsdifferenz besteht in der Aufnahme der kompletten Texte sämtlicher Kantaten.]

31607

Notations- und Quellenkunde II (15.–17. Jh.)
2st., Mi 14–16 Uhr, Beginn: 15.10.2008

Teilnehmer: BA/Mag; LA Gym
Verwendbar für:

MUWI M02/06 (Nr. 4)

Leistungsnachweis: Klausur
Leistungspunkte:

6

Pfisterer PT 2.0.4

Das Proseminar behandelt einerseits das Regelwerk der Mensuralnotation des 15. und 16. Jahrhunderts, andererseits die vielfältigen Typen von Tabulaturen für solistisch-mehrstimmige Instrumente (v. a. Tasteninstrumente, Laute). Im ersten Fall liegt die Herausforderung in der Beherrschung einer Notation, die sich von unserer Normalnotation nur in Kleinigkeiten unterscheidet (Schlüssel, Ligaturen, dreizeitige Mensuren u. a.). Im zweiten Fall geht es um den Überblick, der es erlaubt, schnell die richtige Übertragungstabelle zu finden.
Notationskunde I und II müssen nicht in numerischer Reihenfolge besucht werden. Notationskunde II ist daher auch für Erstsemester geeignet und eine gute Einführung in den Umgang mit historischen Notentexten.

Literatur: Willi Apel, Die Notation der polyphonen Musik, 900–1600, Wiesbaden, 4. Auflage 1989.

31608

Harmonielehre I
2st., Mi 16–18 Uhr, Beginn: 15.10.2008

Teilnehmer: BA/Mag
Verwendbar für:

MUWI M04/08 (Nr.1)

Leistungsnachweis: Klausur
Leistungspunkte:

3

Buhl H 4
Ziel dieser Übung ist die Vermittlung von Grundbegriffen der harmonischen Funktionstheorie. Dazu gehören der Dreiklang und seine Umkehrungen, die Kadenz, die Funktionssymbole und die Stimmführung im homophonen vierstimmigen Satz. Zusätzlich werden die Regeln des bezifferten Basses (Generalbass) behandelt.

Literatur: Wilhelm Maler, Beitrag zur durmolltonalen Harmonielehre I, München 162000; Walter Salmen und Norbert J. Schneider (Hrsg.), Der musikalische Satz. Ein Handbuch zum Lernen und Lehren, Innsbruck 1987; Reinhard Amon, Lexikon der Harmonielehre, Wien u. a. 2005.
31609

Kontrapunkt I
2st., Mo 14–16 Uhr, Beginn: 13.10.2008

Teilnehmer: BA/Mag
Verwendbar für:

MUWI M04/08 (Nr. 2)

Leistungsnachweis: Klausur am Semesterende
Leistungspunkte:

3

Pfisterer PT 2.0.4
In der Übung Kontrapunkt I wird der zweistimmige Satz als Grundlage der Satztechnik vor 1600 (Palestrinastil) behandelt in Anlehnung an die Methode von Johann Joseph Fux’ Gradus ad Parnassum. Inhalte sind dabei: Intervallehre, Tonartenlehre, Fortschreitungsregeln, Konsonanz- und Dissonanzbehandlung.

Literatur: Knud Jeppesen, Kontrapunkt, Wiesbaden 11. Aufl. 1985; Thomas Daniel, Kontrapunkt, Köln 2. Aufl. 2002; Bernhard Meier, Alte Tonarten, Kassel u. a. 3. Aufl. 2000.
31610

Lektürekurs: Texte zur Theorie der Sonatenform
2st., Di 12–14 Uhr, Beginn: 14.10.2008

Teilnehmer: BA/MA/Mag
Verwendbar für:

MUWI M12 (Nr. 2/3)
MUWI M32/M33 ( Nr. 3)
HS Mag: wiss. Übung

Leistungsnachweis: Kurzberichte und aktive Mitarbeit
Leistungspunkte:

3 (BA/Mag)
4 (MA)

Berlinghoff-Eichler PT 4.0.47

Beinahe selbstverständlich verwenden wir heute Begriffe wie Exposition, Durchführung, Reprise, Haupt- und Seitenthema zur Beschreibung und Klassifizierung formaler Abschnitte in Sonaten- oder Symphoniesätzen des 18. und 19. Jahrhunderts, ohne zu hinterfragen, ob deren Anwendung überhaupt sinnvoll ist oder auch nur ansatzweise den Vorstellungen des jeweiligen Komponisten entspricht. Anhand der Lektüre ausgewählter Texte zur Sonatentheorie soll versucht werden, die Entwicklung und den Wandel der auf die sogenannte „Sonatenhauptsatzform“ bezogenen Terminologie nachzuvollziehen. Durch Einbeziehen von Noten- und Hörbeispielen sollen darüber hinaus Unterschiede zwischen theoretischem Überbau und musikalischer „Umsetzung“ diskutiert werden.
Maximal 15 Teilnehmer/-innen mit Leistungsnachweis (Aushang der Teilnehmerliste beim Sekretariat des Instituts für Musikwissenschaft ab Anfang Oktober 2008)

Lektüreempfehlung: Markus Bandur, Art. Sonatenform, in: MGG2S, Bd. 8, Kassel u. a. 1998, Sp. 1607 ff.

31611

Repertoirekunde: Felix Mendelssohn Bartholdy Themenänderung!
2st., Do 12–14 Uhr, Beginn: 16.10.2008

Teilnehmer: BA/Mag; LA
Verwendbar für:

MUWI M03/07 (Nr. 1)

Leistungsnachweis: Referat(e)
Leistungspunkte:

3

Berlinghoff-Eichler PT 4.0.47
Mit Felix Mendelssohn Bartholdy steht in diesem Semester ein in der Musikwissenschaft lange Zeit vernachlässigter Komponist des 19. Jahrhunderts im Mittelpunkt der Übung zur Repertoirekunde. Anlass ist in diesem Fall der bevorstehende 200. Geburtstag Mendelssohns am 3. Februar 2009. Ausgehend von der Biographie und einem Überblick über das musikalische Schaffen sollen einzelne Werke verschiedenster Gattungen (Symphonie, Streichquartett, Oratorium u. a.) unter Einbeziehung biographischer und analytischer Aspekte in Referaten der Teilnehmer zusammengefasst und in Tonaufnahmen vorgestellt werden.
Die Repertoirekunde zum Thema Joseph Haydn wird im kommenden Sommersemester stattfinden.
Maximal 15 Teilnehmer/-innen mit Leistungsnachweis (Aushang der Referatenliste beim Sekretariat des Instituts für Musikwissenschaft ab Anfang Oktober 2008)
31612

Lektürekurs: Johannes Tinctoris
Anstelle der Lektüreübung findet ZU DIESEM TERMIN die ursprünglich für Donnerstag, 8.30-10.00 Uhr angekündigte Übung „Formenhören von Klassik bis Popsong“ statt. Ich werde im kommenden SS 2009 einen Lektürekurs anbieten.

Horn  
 
31613

Formenhören“: von Kunstlied bis Popsong
2st., Mi 8.30–10.00 Uhr, Beginn: 15.10.2008

Teilnehmer: BA/Mag
Verwendbar für:

MUWI M03/07 (Nr. 4)
MUWI M12 (Nr. 2 oder 3)

Leistungsnachweis: regelmäßige aktive Teilnahme, Abschluss-
test (unbenotet)
Leistungspunkte:

3 (BA/Mag)

Horn PT 4.0.47
Die Disziplin „Gehörbildung“ befasst sich in der Regel mit dem Erfassen von Intervallen, Harmonien und Harmonieverbindungen. Für die Gewinnung eines ersten Überblicks aber sind Stellen thematischer Wiederkehr in identischer oder abgewandelter Form wesentlich wichtiger, und sie sind auch leichter zu erkennen. Mit etwas Übertreibung kann man sagen, dass alle einigermaßen stabilen Großformen von der Klassik an (man könnte auch noch weiter zurückgehen) mit „Reprisen“ zu tun haben. Das Achten auf solche Reprisen, die größere Zeitabläufe strukturieren, wollen wir an einfachen Formen (Liedformen, „Song-Formen“ als simple Ausgangsbasis) erlernen und an komplexeren Formen (Menuett, Scherzo, Rondo, SHF) erproben. Wie weit wir dann von der Großform in die Einzelheiten hinabgehen können, hängt auch von den Teilnehmern ab.
31614

Instrumentationskunde
2st., Mo 8.30–10.00 Uhr, Beginn: 20.10.2008

Teilnehmer: BA/Mag
Verwendbar für:

MUWI M03/07 (Nr. 3)

Leistungsnachweis: Hausarbeiten und Semesterarbeit
Leistungspunkte:

3

Buckland ZH 1.12

Auseinandersetzung mit den Eigentümlichkeiten verschiedener Instrumente. Die Kunst des Arrangierens – mit und ohne Computer. Vergleiche der Instrumentationsmerkmale von Komponisten der Vergangenheit. Praktische Übungen mit einer Semesterarbeit, die gegebenenfalls vom Universitätsorchester vorgetragen wird.

31615

Komposition I
1st., Mo 10–12 Uhr, Beginn: 20.10.2008

Teilnehmer: BA/Mag
Verwendbar für:

MUWI M03/07 (Wahlbereich)

Leistungsnachweis: nach Absprache
Leistungspunkte:

3

Buckland ZH. 1.12
Harmonie- und Kontrapunktübungen im Stil der „alten Meister“. Wir ergänzen fehlende Takte bei verschiedenen Komponisten und vergleichen mit dem Original.
31616

Tastensinn I
1st., Mo 12–13 Uhr, Beginn: 20.10.2008

Teilnehmer: BA/Mag
Verwendbar für:

MUWI M03/07 (Wahlbereich)

Leistungsnachweis: Klausur am Ende von Tastensinn II
Leistungspunkte:

3

Buckland ZH. 1.12
Tasteninstrumente sind als Hilfsmittel für Harmonie- und Kontrapunkt-Übungen besonders geeignet. Viele lange Theoriepfade können mit Hilfe eines Grundwissens am Klavier verkürzt werden. Die Fähigkeit, sich eine Partitur selbst anzueignen, ist für Musikwissenschaftler nicht zu verachten. Virtuosität am Klavier wird nicht abgelehnt, ist aber weder Voraussetzung noch Ziel. Die Veranstaltung ist über vier Semester verteilt und führt in Blattlesen, Transposition, Generalbass, Lesen von Akkordsymbolen, Partiturlesen und Improvisation ein. Alle Übungen werden am Klavier erklärt und ausgeführt. Tastensinn I ist besonders für Erstsemester geeignet. Studierende, die keine Klaviererfahrung haben, sind hier gut aufgehoben. Klavierkenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Anfänger bekommen Hinweise, wie sie sich am Klavier helfen können, fortgeschrittenere Pianisten erfahren, wie sie ihre Klavierkenntnisse in der Musikwissenschaft einbringen können. Ziel ist es, das Blattlesen möglichst voranzubringen und in das Transponieren am Klavier einzuführen.
Die Übung Tastensinn II findet im Sommersemester statt und wird mit einer Klausur schließen. Leistungspunkte können nur nach dem Besuch beider Veranstaltungen vergeben werden!
31617

Tastensinn III
2st., Mo 13–14 Uhr mit zusätzlicher Blockveranstaltung, Beginn: 20.10.2008

Teilnehmer: BA/Mag
Verwendbar für:

MUWI M03/07 (Nr. 3 )

Leistungsnachweis: Klausur „Generalbass“
Leistungspunkte:

3

Buckland ZH 1.12
Diese Übung setzt die Arbeiten von Tastensinn I und II fort. Pianisten mit Erfahrung im Blattlesen dürfen nach Absprache mit dem Dozenten hier einsteigen. Die Akkord-Symbole werden komplizierter (einschl. Jazz-Harmonik) und wir setzen uns mit der Praxis von Generalbass und Improvisation am Klavier auseinander. Der letzte Teil, Tastensinn IV, findet im Sommersemester statt und wird mit der Klausur „Partiturlesen“ abschließen.
31618 Dirigierkurs I
2st., Mo 16–18 Uhr, Beginn: 20.10.2008; mit zusätzlicher Blockveranstaltung mit dem Universitätsorchester
Teilnehmer: Musikwissenschaft; Hörer aller Fakultäten
Verwendbar für: – / Leistungsnachweis: –
Buckland ZH 1.12
Eine Einführung in die Theorie des Ensemble-, Chor- und Orchesterleitens. Schlagtechnik. Das Aneignen von Partituren. Dieser Kurs bereitet eine Blockveranstaltung vor, die mit dem Universitätsorchester stattfinden wird.
31621

Berufsfelder für Musikwissenschaftler
2st., Mo 14–16 Uhr, Beginn: 20.10.2008

Teilnehmer: BA/MA/Mag
Verwendbar für:

MUWI M12 (Nr. 2 oder 3)
MUWI M35 (Nr. 3)
HS Mag

Leistungsnachweis: Kurzreferate und aktive Mitarbeit
Leistungspunkte:

3 (BA/Mag)
4 (MA)

Ebel H 12

Die Musikwissenschaft ist ein spannendes Fach, doch mit welchen Berufszielen haben wir das Studium begonnen? Gibt es überhaupt konkrete Berufs„ziele“ außerhalb der Uni ? In jedem Falle gibt es eine Menge Berufsfelder, für welche die Musikwissenschaft eine gute Grundlage bilden kann – man muss natürlich rechtzeitig Weichen für spätere Berufs- und Interessensfelder stellen. Dies kann die Wahl der richtigen Fächerkombination, das rechtzeitige Interessieren für verwandte Themen, ein frühzeitiges Praktikum oder ein Nebenjob sein – viele Wege führen zu einer späteren beruflichen Laufbahn - wenige sind in unserem Falle kerzengerade.
Wir beschäftigen uns u. a. mit den Themen- bzw. Berufsfeldern Musikjournalismus, Verlagswesen, Medien allgemein, Forschung und Lehre, Fortbildungswesen, Veranstaltungsmanagement, allg. Musik- bzw. Kulturmanagement, Laienmusik- und Verbandswesen und weiteren Themen – gerne auch auf Nachfrage der Teilnehmer. Wir werden dazu nach Möglichkeit Exkursionen unternehmen. Die erste Stunde am 20.10.2008 ist für die Planung der Übung sowie der Leistungsnachweise unbedingt zu besuchen.
N.B.: Diese Übung bietet Einblicke in Berufsfelder – keine Vermittlung von Jobs oder Praktika.
Dozent: Frank Ebel M.A., Studium Musikwissenschaft, Musikpädagogik, Kunstgeschichte, Anglistik in Frankfurt/M., Musiklehrer, Fachredakteur, Kulturmanager, Bildungsreferent, Geschäftsführer eines Fortbildungsverbandes, zuletzt Akademiedirektor – also selbst ein „bunter Vogel“ in der Berufswelt.

31619

Kolloquium zu aktuellen Forschungsprojekten
2st., Do 16–18 Uhr, Beginn: 23.10.2008

Teilnehmer: MA/Mag
Verwendbar für:

MUWI M34 (Nr. 1)
HS Mag ( Nachweispflicht gemäß neuer MPO)

Leistungsnachweis: regelmäßige Teilnahme und Vorstellung der Examensarbeit
Leistungspunkte:

6 (MA)
3 (Mag)

Hiley PT 4.0.47

Wie in jedem Semester wird das Kolloquium der Vorstellung von Magister- und Promotionsprojekten gewidmet sein. Studierende nach der Zwischenprüfung sind herzlich eingeladen, auch wenn sie selbst noch nicht mit der Anfertigung einer der genannten Arbeiten beschäftigt sind.

31720 Chor der Universität
2st., Mo 19.45–21.00 Uhr, Beginn: 13.10.2008
Kroll Keplersaal, Ernst-Reuter-Platz

Der Universitätschor steht allen Studierenden und Angehörigen der Universität und der Fachhochschule offen. In den Proben werden Werke aller Stilepochen von großen Oratorien bis zu A-cappella-Musik erarbeitet, wobei jedes Semester mit einem Konzert abschließt. Diese Aufführungen haben im Regensburger Konzertleben inzwischen einen festen Platz. Immer wieder finden auch Konzerte außerhalb von Regensburg und Reisen statt.

Der neueste Probenplan findet sich im Internet unter der Adresse: <www.unichor-regensburg.de>

31721 Symphonieorchester der Universität
3st., Mi 19–22 Uhr, Begin: 15.10.2008
Buckland Audimax Eingang K
Das ehemalige Universitätsorchester – heute als „Symphonieorchester“ bezeichnet – besteht aus über 100 Mitgliedern. In jedem Semester wird ein großes Konzert im Audimax veranstaltet. Zusätzliche Auftritte finden bei Universitätsfeiern und in Zusammenarbeit mit verschiedenen Städten in der Umgebung statt. Das Repertoire der letzten Semester umfasste u. a. Mozarts Oboenkonzert, Liszts Hungaria und Brahms’ Ungarische Tänze. Eine Partnerschaft mit dem Universitätsorchester in Clermont-Ferrand wird vom städtischen Kulturamt unterstützt. Die Aufnahme erfolgt durch Vorspiel zu Beginn des Semesters (bitte Aushänge beachten).

Das Symphonieorchester findet sich auch im Internet: <www.uni-regensburg.de/orchester>
31722

Kammerorchester der Universität
Probentermine nach Vereinbarung

Buckland  

Das Kammerorchester der Universität Regensburg besteht aus Spitzenkräften des Symphonieorchesters und Profi-Musikern. Konzertmeister ist Sándor Galgóczi (Philharmonisches Orchester Regensburg). Das auf professionellem Niveau musizierende Ensemble kombiniert Begeisterung mit hoher technischer Fähigkeit. Höhepunkte der letzten Saison waren die Aufführungen sämtlicher Klavierkonzerte Ludwig van Beethovens und Johann Sebastian Bachs Konzert für zwei Violinen und Orchester.

  Muwi-Chor
2st., Di 18.00–19.30 Uhr, Beginn: 14.10.2008
Pfisterer PT 4.0.47

Der MuWi-Chor ist durch eine Initiative der Fachschaft entstanden. Neben der eigenen Freude und dem aktiven Kennenlernen von Chormusik des 15. bis 20. Jahrhunderts gehört auch die Beteiligung an Institutsveranstaltungen (z.B. Weihnachstfeier) zu den Zielen der Veranstaltungen. Mitsänger/-innen sind jederzeit willkommen.


 
  Stand: 14.10.2008