Achtung: vorläufige Liste!
Änderungen vorbehalten
Ausgabe-Stand: 18. Okt. 2010
Veranstaltungen im Wintersemester 2010/11
| Studienberatung: Prof. Dr. Wolfgang Horn, Gebäude PT 4.2.04, Tel. 943 37 54 Sprechstunde: Di 12-13 u. n. Vb. Prof. Dr. David Hiley, Gebäude PT 4.2.23, Tel. 943 35 12 Sprechstunde: Di 9-10 Uhr u. n. Vb. Dr. Bettina Berlinghoff-Eichler, Gebäude PT 4.2.17, Tel. 943 37 58 Sprechstunde: Di 14-15 Uhr u. n. Vb. PD Dr. Andreas Pfisterer, Gebäude PT 4.2.16, Tel. 943 3717 Sprechstunde: Di 16-17 Uhr Einführungsprogramm in das Studium des Bachelor of Arts (B. A.) Dienstag, 12. Oktober 2010, 8.30–11.45 Uhr, H 16 Fachstudienberatung für das Studienfach Musikwissenschaft Mittwoch, 13. Oktober 2010, 10–11 Uhr, Raum H 23 |
| 31 600 | Allgemeine Musikgeschichte II (Renaissance) 2 st., Mi 10-12, H 4 MUWI - M 01.2 (4), MUWI - M 05.2 (4) |
Horn |
Kommentar zur Lehrveranstaltung
Beginn: 20.10.2010
Teilnehmer: BA; LA; Hörer aller Fakultäten
Modalitäten der Prüfung: Klausur oder Feedback-Gespräch am Semesterende
Mit
einigem Recht kann man sagen, dass die Musikgeschichte der Neuzeit in
der Epoche der Renaissance beginnt, an deren Anfang die Gestalt des
Komponisten Guillaume Dufay (1397–1464) herausragt. Um zu vermeiden,
dass das Neue in der Generation Dufays als voraussetzungslos erscheint,
wird die Vorlesung schon im 14. Jahrhundert mit den Werken von Guillaume
de Machaut und einem Blick auf die sog. "Italienische Trecento-Musik"
einsetzen. Im Zentrum der Vorlesung werden freilich musikalische
Gattungen stehen: die weltlichen "formes fixes" der französischen Musik
ebenso wie später das italienische Madrigal, und im geistlichen Bereich
die Motetten- und Messenkomposition.
Hinweis
Ich bin
Realist genug, um keine Vorbereitung zu verlangen. Ich erwarte aber eine
kontinuierliche ANWESENHEIT und BEGLEITENDE Nachbereitung der Sitzungen
(etwa durch Lektüre). Je nach Teilnehmerzahl werde ich am Ende eine
Klausur schreiben oder Feedback-Gespräche führen, in denen zur
Bestätigung der erfolgreichen Teilnahme ein Minimalniveau nicht
unterschritten werden darf.
| 31 601 | Joseph Haas und das Oratorium 2 st., Do 14-16, PT 2.0.4 MUWI - M 01.Wahlbereich (4), MUWI - M 11.1 (4), MUWI - M 31.2 (6), MUWI - M 32.2 (6), MUWI - M 33.2 (6) |
Gmeinwieser |
Kommentar zur Lehrveranstaltung
Beginn: 21.10.2010
Teilnehmer: BA/MA/Mag; LA
Modalitäten der Prüfung: Prüfungsgespräch am Semesterende
Es
steht außer Zweifel, dass Joseph Haas vor allem als Oratorienkomponist
bekannt geworden ist. Schon sehr früh war sein Freund Dr. Ludwig
Strecker (Schott-Verlag) zu der Überzeugung gekommen, dass auf diesem
Gebiete die besondere künstlerische Stärke des Komponisten liege. Die
Vorlesung greift unter Berücksichtigung der Wurzeln der Gattung
Oratorium die Bedeutung des Joseph Haas für Gattung Oratorium auf, der
diese ins 20. Jahrhundert tradierte und unter dem Begriff
„Volksoratorium“ zu einer Wiederbelebung verhalf. In der
Lehrveranstaltung werden die stilistischen Besonderheiten und ihre
Weiterentwicklung untersucht, wobei vor allem folgende Werke gewürdigt
werden: Die Heilige Elisabeth (1931), Christnacht (1932), Das Lebensbuch Gottes (1934), Das Jahr im Lied (1951/52), Die Seligen (1957).
Literatur
Joseph Haas, Reden und Aufsätze (hrsg. K.G. Fellerer), Mainz u.a. 1964; S. Gmeinwieser u.a., J. Haas (Komponisten in Bayern 23), Tutzing 1994
| 31 602 | Musik in England I 2 st., Fr 10:15-12, PT 2.0.4 MUWI - M 01.Wahlbereich (4), MUWI - M 11.1 (4), MUWI - M 31.2 (6), MUWI - M 32.2 (6), MUWI - M 33.2 (6) |
Hiley |
Kommentar zur Lehrveranstaltung
Beginn: 22.10.2010
Teilnehmer: BA/MA/Mag; LA
Modalitäten der Prüfung: Prüfungsgespräch am Semesterende
In
vier Semestern wird in vier Epochen der englischen Musikgeschichte
eingeführt: I. Mittelalter und Renaissance inkl. Reformation; II.
17.–18. Jahrhundert inkl. der Epochen Purcells und Händels; III. die
Musik im 19. und 20. Jahrhundert bis 1945; IV. Musik nach 1945.
Im
Mittelpunkt der Betrachtung steht die Frage, ob die zu besprechenden
musikalischen Gattungen und Stile charakteristisch für England bzw. auf
Kontakte mit dem Festland Europas zurückzuführen sind. Die Musik soll
dabei im Kontext der allgemeinen historischen und kulturellen
Entwicklung Englands gesehen werden.
Das erste Semester beginnt mit
den ersten notierten Musikquellen im 10. Jahrhundert und endet mit der
letzten Blüte der geistlichen Musik für die römisch-katholische Kirche
und die neue Musik für die anglikanische Kirche. Neben der reichlich
überlieferten Kirchenmusik werden die selten erhaltenen
mittelalterlichen Lieder in der Volkssprache, die "Carols" des 15. und
16. Jahrhunderts, die Madrigals und Airs des 16.–17. Jahrhunderts und
die Instrumentalmusik am Hofe Heinrichs VIII., Elizabeths und der ersten
Stuarts besprochen.
| 31 603 | Einführung in den Gregorianischen Choral 2 st., Mi 14-16, PT 4.0.47 MUWI - M 01.Wahlbereich (4), MUWI - M 11.1 (4), MUWI - M 31.2 (4), MUWI - M 32.2 (4), MUWI - M 33.2 (4) |
Pfisterer |
Kommentar zur Lehrveranstaltung
Beginn: 20.10.2010
Teilnehmer: BA/MA/Mag; LA
Modalitäten der Prüfung: Prüfungsgespräch am Semesterende
Der
gregorianische Choral ist die älteste hinreichend rekonstruierbare
Musik der abendländischen Geschichte und der Ausgangspunkt für die
meisten späteren Entwicklungen. Die Vorlesung bietet einen Überblick
über Fragen der Überlieferung und der Entstehung des Repertoires sowie
Zugänge zur analytischen Auseinandersetzung mit den Melodien.
Literatur
Bernhard K. Gröbler. Einführung in den Gregorianischen Choral. Jena 2005 (2. Aufl.); David Hiley. Gregorian Chant. Cambridge 2009
| 31 604 | Prozessionen und ihre Gesänge im Mittelalter 2 st., Do 10-12, PT 4.0.47 MUWI - M 11.2 (10), MUWI - M 12.1 (10), MUWI - M 31.1 (10), MUWI - M 32.1 (10), MUWI - M 33.1 (10) |
Hiley/ Buchinger |
Kommentar zur Lehrveranstaltung
Beginn: 21.10.2010
Teilnehmer: BA/MA/Mag
Modalitäten der Prüfung: Referat und schriftliche Hausarbeit
Liturgie
entfaltet sich nicht nur im Binnenraum der Kirche, sondern bezieht auch
deren Umfeld ein; Bewegungselemente werden dabei meist von Gesang
begleitet. Das Seminar will einige der wichtigsten Prozessionen
mittelalterlicher Liturgie interdisziplinär erschließen. Dabei sind
einerseits die charakteristische Verschränkung von Raum und Zeit und das
Verhältnis verschiedener Raumkonzepte im Dienste der liturgischen Feier
zu untersuchen: Wie nützt die mittelalterliche Liturgie den konkreten –
oft städtischen – Raum, wie rezipiert sie stadtrömische Bräuche und wie
drückt sich ihre fundamentale Prägung durch die Gedächtnislandschaft
Jerusalems aus? Andererseits sollen charakteristische Prozessionsgesänge
analysiert werden: Was tragen ihre Texte zur Festtheologie bei, und
welche musikalischen Formen und Stilelemente, sowohl römische als auch
nicht-römische, sind zu beobachten? Ausgangspunkt sind edierte und
nichtedierte Quellen, vor allem Processionalien; die Quellenlage wird
dabei auch einen interessanten Blick auf die Praxis im
spätmittelalterlichen Regensburg erlauben. Grundkenntnisse der
lateinischen Sprache werden vorausgesetzt.
Literatur
Detaillierte Literaturhinweise werden im Lauf des Seminars gegeben. Zur Einführung können dienen: Terence BAILEY, The Processions of Sarum and the Western Church. (STPIMS 21), Toronto: Pontifical Institute of Mediaeval Studies, 1971. Sabine FELBECKER, Die Prozession. Historische und systematische Untersuchungen zu einer liturgischen Ausdruckshandlung. (MThA 39), Altenberge: Oros, 1995. Oxford, Bodleian Library Ms. e Mus. 126 (The York Processional).
(Hg. David HILEY; Veröffentlichungen mittelalterlicher
Musikhandschriften / Publications of Medieval Manuscripts 23), Ottawa:
Institute of Mediaeval Music, 1998. Michel HUGLO, Les manuscrits du Processional. (RISM B 14/1-2), 2 Bde., München: Henle, 1999; 2004. Jürgen BÄRSCH, Prozession
- Ausdruck bewegter Liturgie. Liturgietheologische und -pastorale
Überlegungen zu einem integralen Bestandteil christlichen Gottesdienstes,
in: Priester und Liturgie. (FS Manfred PROBST; Hg. George AUGUSTIN /
Alfons KNOLL / Michael KUNZLER / Klemens RICHTER), Paderborn:
Bonifatius, 2005, 277-296.
| 31 605 | Max Reger 2 st., Di 14-16, PT 4.0.47 MUWI - M 02.Wahlbereich (6), MUWI - M 11.2 (10), MUWI - M 12.1 (10), MUWI - M 31.1 (10), MUWI - M 32.1 (10), MUWI - M 33.1 (10) |
Horn |
Kommentar zur Lehrveranstaltung
Beginn: 19.10.2010
Teilnehmer: BA/MA/Mag; LA
Modalitäten der Prüfung: Referat und schriftliche Hausarbeit
Der
in Weiden aufgewachsene Komponist Max Reger (1873–1916) spielt in der
Musikgeschichte eine eigentümliche Außenseiterrolle. Sein Schaffen
richtet sich noch auf die bevorzugten Gattungen der
klassisch-romantischen Tradition mit Ausnahme der Symphonie. Zwar ist
Reger für das breite Publikum in der Regel "zu modern"; dies liegt an
der Ausweitung der "idiomatischen", nicht aber der großformalen Mittel.
Das Seminar will die Kenntnis von Regers Werk fördern, indem es
konsequent von Notentexten ausgeht. Alle Probleme, die man mit Reger
haben kann, sollen so induktiv-analytisch erarbeitet werden.
Vorkenntnisse im Bereich der Harmonie- und Satzlehre sind unbedingt
notwendig, können und sollen aber durch das Seminar systematisch
vertieft werden. Erwartet wird eine schriftliche Analyse von etwa 20–25
Seiten Umfang.
Literatur
Empfehlenswert für einen ersten Einstieg: Susanne Popp, Susanne Shigihara, Max Reger. Am Wendepunkt zur Moderne. Ein Bildband mit Dokumenten aus den Beständen des Max-Reger-Instituts, Bonn 1987 (in Regensburg vorhanden)
| 31 606 | Nicolaus Gombert 2 st., Di 08:30-10, PT 2.0.4 MUWI - M 02.Wahlbereich (6), MUWI - M 11.2 (10), MUWI - M 12.1 (10), MUWI - M 31.1 (10), MUWI - M 32.1 (10), MUWI - M 33.1 (10) |
Pfisterer |
Kommentar zur Lehrveranstaltung
Beginn: 19.10.2010
Teilnehmer: BA/MA/Mag; LA
Modalitäten der Prüfung: Referat und Hausarbeit
Nicolaus
Gombert (um 1495–1560), Hauskomponist Kaiser Karls V., ist der
prominenteste Vertreter der kaum bekannten Generation zwischen Josquin
und Palestrina. Die Neigung dieser Zeit zu einem dichten Stimmgewebe
bringt für Ausführende wie Analysierende verschiedene Schwierigkeiten
mit sich, die in diesem Seminar besprochen werden sollen. Neben der
Stellung Gomberts in den Gattungstraditionen des 16. Jahrhunderts
betrifft dies zum einen die editorische Akzidentiensetzung, zum andern
die in den letzten Jahren intensivierte Diskussion um
Imitationstechniken.
Literatur
Peter Urquhard. „Cross-Relations by Franco-Flemish Composers after Josquin.“ TVNM 43 (1993), 3–41; Andreas Pfisterer. „Imitationsstruktur und Formbildung in den Motetten von Palestrina.“ Kirchenmusikalisches Jahrbuch 88 (2004), 13–29; John Milsom. „Crecquillon, Clemens, and four-voice fuga.“ Beyond Contemporary Fame: Reassessing the Art of Clemens non Papa and Thomas Crecquillon. Hg. E. Jas. Turnhout 2005. 293-345
| 31 607 | Notationskunde I (9.-14. Jh.) 2 st., Di 10-12, PT 2.0.4 MUWI - M 02.3 (6), MUWI - M 06.3 (6) |
Hiley |
Kommentar zur Lehrveranstaltung
Beginn: 19.10.2010
Teilnehmer: BA; LA
Modalitäten der Prüfung: Klausur
Das
Proseminar führt in die frühen europäischen Musiknotationen ein, vom
Anfang des 9. Jahrhunderts bis zum Ende des 14. Jahrhunderts. Das erste
Thema befasst sich mit der Notierung des Gregorianischen Chorals durch
die sog. Neumen und der Entwicklung der Liniennotation. Die Aufzeichnung
der frühen mehrstimmigen Musik bildet einen zweiten Themenbereich. Erst
im 13. Jahrhundert begann man, Notationen mit rhythmischen Komponenten
zu verwenden: die sog. modale Notation, die für die Mehrstimmigkeit im
Paris der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts erfunden wurde, sowie die
ersten mensuralen (vor-frankonische und frankonische) Notationen.
Anschließend werden die Notationen des 14. Jahrhunderts in Frankreich,
Italien und England und die Notation der sog. Ars subtilior Ende des 14.
Jahrhunderts betrachtet.
| 31 608 | Haydn: Klaviersonaten, Streichquartette, Symphonien (Einführung in die musikalische Analyse) 2 st., Mi 08:30-10, PT 2.0.4 MUWI - M 02.2+Wahlbereich (6), MUWI - M 06.2 (6) |
Hiley |
Kommentar zur Lehrveranstaltung
Beginn: 20.10.2010
Teilnehmer: BA; LA
Modalitäten der Prüfung: Referat und Hausarbeit
Joseph
Haydn wird üblicherweise der Epoche der 'Klassik', insbes. der 'Wiener
Klassik' zugeordnet, und mit dem Begriff 'Klassik' verbindet man das
Beispielhafte und das Vollendete, zudem noch Ordnung und eine ideale
Ausgewogenheit zwischen Form und Inhalt. Aber treffen diese Merkmale für
Haydn zu? Ausgewählte Werke aus Haydns Klaviersonaten,
Streichquartetten und Symphonien, die im Laufe der Lehrveranstaltung
analysiert werden, zeigen ein weit differenziertes Bild, als man
zunächst vermuten würde. Sie zeigen, welch unterschiedliche Verfahren
Haydn erfand, um mehrsätzige Werke von bis zu 30 Minuten Länge zu
gestalten, darüber hinaus wie sich Haydn als schöpferische
Persönlichkeit fortentwickelte, und nicht zuletzt wie proteusartig das
klassische Ideal tatsächlich ist.
Literatur
Georg Feder, Haydns Streichquartette. Ein musikalischer Werkführer (München 1998); Ludwig Finscher, Joseph Haydn und seine Zeit (Laaber 2000); Michael Walter, Haydns Sinfonien. Ein musikalischer Werkführer (München 2007); Das Haydn-Lexikon, hrsg. von Armin Raab, Christine Siegert und Wolfram Steinbeck (Laaber 2010)
| 31 609 | Barocke Triosonaten (Einführung in das musikwissenschaftliche Arbeiten) 2 st., Do 10-12, PT 2.0.4 MUWI - M 02.1+Wahlbereich (6), MUWI - M 06.1 (6) |
Horn |
Kommentar zur Lehrveranstaltung
Beginn: 21.10.2010
Teilnehmer: BA; LA
Modalitäten der Prüfung: Referat und Hausarbeit
Triosonaten
kennt doch jeder - wirklich? Das Seminar möchte zum einen Erkundungen
im Repertoire um und vor Corelli (also um 1680) anstellen und dann die
weitere Geschichte der Triosonate verfolgen, die vom Triosatz und vom
sogenannten "konzertierenden Satz" nicht zu trennen ist. Dabei werden
die verschiedenen Hilfsmittel zum Auffinden von Werken und Quellen
ebenso vorgestellt wie Techniken des Bibliographierens und nicht zuletzt
des Analysierens. Ich setze die Bereitschaft voraus, etwaige Defizite
im Umgang mit Notentexten durch beharrliche Arbeit auszugleichen und
erwarte eine schriftliche Hausarbeit, in deren Mittelpunkt eine Analyse
stehen soll.
Hinweis/Literatur
Zur Vorbereitung: John G. Suess, Art. "Triosonate", in: MGG/2/S,
Bd. 9 (1998), Sp. 820-831 (ACHTUNG: VOR SEMESTERBEGINN KOPIEREN UND
EXZERPIEREN! In der ersten Sitzung werden – ohne Benotung – 5 Fragen zu
dem Artikel gestellt, die schriftlich zu beantworten sind!)
| 31 610 | Harmonielehre I 2 st., Mi 16-18, H 4 MUWI - M 04.1 (3), MUWI - M 08.1 (3) |
Buhl |
Kommentar zur Lehrveranstaltung
Beginn: 20.10.2010
Teilnehmer: BA
Modalitäten der Prüfung: Klausur
Ziel
dieser Übung ist die Vermittlung von Grundbegriffen der harmonischen
Funktionstheorie. Dazu gehören der Dreiklang und seine Umkehrungen, die
Kadenz, die Funktionssymbole und die Stimmführung im homophonen
vierstimmigen Satz. Zusätzlich werden die Regeln des bezifferten Basses
(Generalbass) behandelt.
Literatur
Wilhelm Maler, Beitrag zur durmolltonalen Harmonielehre I, München 2000 (16. Aufl.); Walter Salmen und Norbert J. Schneider (Hrsg.), Der musikalische Satz. Ein Handbuch zum Lernen und Lehren, Innsbruck 1987; Reinhard Amon, Lexikon der Harmonielehre, Wien u. a. 2005.
| 31 611 | Kontrapunkt I 2 st., Mo 14-16, PT 2.0.4 MUWI - M 04.2 (3), MUWI - M 08.2 (3) |
Pfisterer |
Kommentar zur Lehrveranstaltung
Beginn: 18.10.2010
Teilnehmer: BA
Modalitäten der Prüfung: Klausur am Semesterende
In
der Übung Kontrapunkt I wird der zweistimmige Satz als Grundlage der
Satztechnik vor 1600 (Palestrinastil) behandelt in Anlehnung an die
Methode von Johann Joseph Fux’ Gradus ad Parnassum. Inhalte sind dabei: Intervalllehre, Tonartenlehre, Fortschreitungsregeln, Konsonanz- und Dissonanzbehandlung.
Literatur
Knud Jeppesen, Kontrapunkt, Wiesbaden 1985 (11. Aufl.); Thomas Daniel, Kontrapunkt, Köln 2002 (2. Aufl.); Bernhard Meier, Alte Tonarten, Kassel u.a. 2000 (3. Aufl.)
| 31 612 | Repertoirekunde: Instrumentalmusik des 19. Jahrhunderts 2 st., Do 12-14, PT 4.0.47 MUWI - M 03.1+Wahlbereich (3), MUWI - M 07.1+Wahlbereich (3), MUWI - M 12.2+3 (3) |
Berlinghoff-Eichler |
Kommentar zur Lehrveranstaltung
Beginn: 21.10.2010
Teilnehmer: BA/Mag; LA
Modalitäten der Prüfung: Referat(e) zu ausgewählten Werken; Hörtest in den Semesterferien; ggf. Programmhefteinführung
Ziel
dieser Veranstaltung ist die Erweiterung der Repertoirekenntnisse im
Bereich der Instrumentalmusik (Sinfonie, Klavier- und Kammermusik) des
19. Jahrhunderts. Aufgabe der Teilnehmerinnen und -teilnehmer wird es
sein, im Rahmen von kurzen Referaten diejenigen Werke vorzustellen, die
wir uns im Anschluss vollständig oder in Teilen anhören bzw. anschauen
werden. Auf dem Programm stehen Werke von Beethoven, Berlioz,
Mendelssohn Bartholdy, Schubert, Schumann, Brahms, Bruckner, Mahler u.
a.
Hinweis
Maximal 15 Teilnehmer/-innen mit
Leistungsnachweis (Aushang der Teilnehmerliste beim Sekretariat des
Instituts für Musikwissenschaft ab Anfang Oktober 2010). Studierende,
die einen Leistungsnachweis für die Module M03 oder M07 benötigen,
werden bevorzugt aufgenommen
| 31 613 | Instrumentenkunde 2 st., Mi 12-14 MUWI - M 03.2+Wahlbereich (3), MUWI - M 07.2+Wahlbereich (3) |
Ebel |
Kommentar zur Lehrveranstaltung
Beginn: 20.10.2010
Teilnehmer: BA; LA
Modalitäten der Prüfung: Referate und Klausur
In
einer Übung zur modernen Instrumentenkunde wollen wir uns mit den
aktuellen europäischen Musikinstrumenten des 19. und 20. Jahrhunderts
beschäftigen sowie mit ihrem Einsatz in den klassischen Ensembleformen
bis hin zum großen Orchester. Neben dem Kennenlernen, Hören und
Systematisieren steht die Frage nach Klangcharakter, klanglicher Aussage
und Einsatzmöglichkeit der Instrumente mit der Betrachtung
verschiedener Instrumentationslehren, wie z.B. Berlioz-Strauss (1905),
Rimsky-Korsakov (1891er) u.a.
Wir werden viele Instrumente und
Musikbeispiele ausgiebig hören und setzen uns zum Ziel, alle regulären
Musikinstrumente in Funktion und Klang im Detail zum Ende der Übung zu
kennen.
| 31 614 | Strukturelles Hören 2 st., Do 08:30-10, PT 4.0.47 MUWI - M 03.4+Wahlbereich (3), MUWI - M 07.4+Wahlbereich (3), MUWI - M 12.2+3 (3), MUWI - M 35.3 (4) |
Horn |
Kommentar zur Lehrveranstaltung
Beginn: 21.10.2010
Teilnehmer: BA/MA/Mag; LA
Modalitäten der Prüfung: Klausur (Hörtest)
Die
Veranstaltung wird sich nicht mit elementaren Hörübungen befassen –
etwa dem Hören von Intervallen –, deren Beherrschung gleichwohl
wünschenswert wäre. Es geht vielmehr darum, die Ohren und das Denken auf
größere Zusammenhänge – von der "Kadenz" bis zur "Großform" – zu
lenken, ohne dass dadurch eine Überforderungssituation entstehen soll.
Das
Ziel wird also nicht in dem Ideal bestehen, Funktionsketten quasi "vom
Blatt" hören zu können, sondern darin, zuvor analysierte harmonische
Zusammenhänge bewusst hörend nachzuvollziehen. Ein einfacher Hörtest am
Ende wird die erfolgreiche Teilnahme erweisen, wobei die Schwierigkeiten
einer zuverlässigen Erfolgskontrolle gebührend berücksichtigt werden.
| 31 615 | Computergestützte Notenedition 2 st., Di 12-14, PT 4.0.47 MUWI - M 12.2+3 (3), MUWI - M 31.3 (4), MUWI - M 33.3 (4) |
Berlinghoff-Eichler |
Kommentar zur Lehrveranstaltung
Beginn: 19.10.2010
Teilnehmer: BA/MA/Mag
Modalitäten der Prüfung: Hausaufgaben und Kurzreferate
In
dieser berufspraktisch orientierten Übung soll als Ziel die Edition
einer „Operette“ aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts anhand
handschriftlicher und gedruckter Materialien entsprechend den
Grundsätzen einer kritischen Ausgabe vorbereitet werden. Am Beginn der
Übung steht die Vorstellung und Einarbeitung in ein gängiges
Notenschreibprogramm (Capella 7). In einem überwiegend theoretischen
Teil werden wir uns anschließend einen Überblick über die wichtigsten
deutschsprachigen Denkmäler- und Gesamtausgaben und deren
Editionsprinzipien verschaffen. Darüber hinaus werden wir uns mit den
traditionellen Regeln für den Notenstich, soweit deren Kenntnisse für
die Arbeit mit Notenschreibprogrammen notwendig sind, vertraut machen.
Hinweis
Max. 10 Teilnehmer/-innen (Aushang der Teilnehmerliste beim Sekretariat des Instituts für Musikwissenschaft ab Anfang Oktober 2010)
Literatur
Christian Martin Schmidt, Art. Editionstechnik, in: MGG2S, Bd. 2, Kassel u. a. 1995, Sp. 1656–1680; Editionsrichtlinien Musik, hrsg. von Bernhard R. Appel und Joachim Veit, Kassel u. a. 2000 (Musikwissenschaftliche Arbeiten 30).
| 31 616 | Instrumentationskunde 2 st., Mo 08:30-10, ZH 1.12 MUWI - M 03.3 + Wahlbereich (3), MUWI - M 07.3 + Wahlbereich (3) |
Buckland |
Kommentar zur Lehrveranstaltung
Beginn: 18.10.2010
Teilnehmer: BA; Hörer aller Fakultäten
Modalitäten der Prüfung: Hausarbeiten und Semesterarbeit
Auseinandersetzung
mit den Eigentümlichkeiten verschiedener Instrumente. Die Kunst des
Arrangierens – mit und ohne Computer. Vergleiche der
Instrumentationsmerkmale von Komponisten der Vergangenheit. Praktische
Übungen mit einer Semesterarbeit, die gegebenenfalls vom
Universitätsorchester vorgetragen wird.
| 31 617 | Komposition I 2 st., Mo 10-12, ZH 1.12 MUWI - M 03.Wahlbereich (3), MUWI - M 07.Wahlbereich (3) |
Buckland |
Kommentar zur Lehrveranstaltung
Beginn: 18.10.2010
Teilnehmer: BA; Hörer aller Fakultäten
Modalitäten der Prüfung: nach Absprache
Harmonie-
und Kontrapunktübungen im Stil der „alten Meister“. Wir ergänzen
fehlende Takte bei verschiedenen Komponisten und vergleichen mit dem
Original.
| 31 618 | Tastensinn I 1 st., Mo 12-13, ZH 1.12 |
Buckland |
Kommentar zur Lehrveranstaltung
Beginn: 18.10.2010
Teilnehmer: BA; Hörer aller Fakultäten
Modalitäten der Prüfung: Klausur am Ende von Tastensinn II
Tasteninstrumente
sind als Hilfsmittel für Harmonie- und Kontrapunkt-Übungen besonders
geeignet. Viele lange Theoriepfade können mit Hilfe eines Grundwissens
am Klavier gekürzt werden. Die Fähigkeit, sich eine Partitur selbst
anzueignen, ist für Musikwissenschaftler nicht zu verachten. Virtuosität
am Klavier wird nicht abgelehnt, ist aber weder Voraussetzung noch
Ziel. Die Veranstaltung ist über vier Semester verteilt und führt in
Blattlesen, Transposition, Generalbass, Lesen von Akkordsymbolen,
Partiturlesen und Improvisation ein. Alle Übungen werden am Klavier
erklärt und ausgeführt. Tastensinn I ist besonders für Erstsemester
geeignet. Studierende, die keine Klaviererfahrung haben, sind hier gut
aufgehoben. Klavierkenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Anfänger
bekommen Hinweise, wie sie sich am Klavier helfen können,
fortgeschrittenere Pianisten erfahren, wie sie ihre Klavierkenntnisse in
der Musikwissenschaft einbringen können. Ziel ist es, das Blattlesen
möglichst voran zu bringen und in das Transponieren am Klavier
einzuführen.
Die Übung Tastensinn II findet im Sommersemester statt
und wird mit einer Klausur schließen. Leistungspunkte können nur nach
dem Besuch beider Veranstaltungen vergeben werden!
| 31 619 | Tastensinn III 2 st., Mo 13-14, ZH 1.12, mit zusätzlicher Blockveranstaltung MUWI - M 03.3 (3), MUWI - M 07.3 (3) |
Buckland |
Kommentar zur Lehrveranstaltung
Beginn: 18.10.2010
Teilnehmer: BA; Hörer aller Fakultäten
Modalitäten der Prüfung: Klausur Generalbass
Diese
Übung setzt die Arbeiten von Tastensinn I und II fort. Pianisten mit
Erfahrung in Blattlesen dürfen nach Absprache mit dem Dozenten hier
einsteigen. Die Akkord-Symbole werden komplizierter (einschl.
Jazz-Harmonik) und wir setzen uns mit der Praxis von Generalbass und
Improvisation am Klavier aus-einander. Der letzte Teil, Tastensinn IV,
findet im Sommersemester statt und wird mit der Klausur „Partiturlesen“
abschließen.
| 31 620 | Dirigierkurs I 2 st., Mo 16-18, ZH 1.12, mit zusätzlicher Blockveranstaltung mit dem Universitätsorchester |
Buckland |
Kommentar zur Lehrveranstaltung
Beginn: 18.10.2010
Teilnehmer: Musikwissenschaft, Hörer aller Fakultäten
Eine
Einführung in die Theorie des Ensemble-, Chor- und Orchesterleitens,
Schlagtechnik. Das Aneignen von Partituren. Dieser Kurs bereitet eine
Blockveranstaltung vor, die mit dem Universitätsorchester stattfinden
wird.
| 31 621 | Kolloquium zu aktuellen Forschungsprojekten 2 st., Do 16-18, PT 4.0.47 MUWI - M 34.1 (6) |
Hiley |
Kommentar zur Lehrveranstaltung
Beginn: 21.10.2010
Teilnehmer: MA/Mag
Modalitäten der Prüfung: regelmäßige Teilnahme und Vorstellung der Examensarbeit
Wie
in jedem Semester wird das Kolloquium der Vorstellung von Magister-,
Master- und Promotionsprojekten gewidmet sein. Studierende nach der
Zwischenprüfung sind herzlich eingeladen, auch wenn sie selbst noch
nicht mit der Anfertigung einer der genannten Arbeiten beschäftigt sind.