Elektrisiermaschinen
im 18. und 19. Jahrhundert - Ein kleines Lexikon

 


Bunsen, Robert Wilhelm
geboren: 20. März 1811 in Göttingen
gestorben: 16. August 1899 in Heidelberg

Bunsen studierte ab 1828 Naturwissenschaften in Göttingen, wo er 1831 promovierte und 1834 habilitierte. 1836 wurde er Chemielehrer an der Kasseler Gewerbeschule, 1839 außerordentlicher Professor, 1841 ordentlicher Professor für Chemie an der Universität Marburg.  Dort leitete er als Direktor das Chemische Institut. 1851 ging Bunsen an die Universität Breslau, 1852 an die Universität Heidelberg. Er emeritierte 1889.

Bunsen gilt als Begründer der physikalischen Chemie in Deutschland. 1859 entwickelte er mit Gustav Robert Kirchhoff (1824 – 1887) die Spektralanalyse, durch welche die Untersuchung der chemischen Zusammensetzung von Sternen ermöglicht wurde. 1860 und 1861 gelang beiden durch dieses Verfahren die Entdeckung der Elemente Cäsium und Rubidium. Bunsen führte ferner eine Reihe neuer Geräte ein, etwa den nach ihm benannten Bunsen-Brenner oder das sog. elektrochemische Bunsen-Element.

Zur elektrischen Forschung veröffentlichte er in  den Annalen der Physik und Chemie die Beiträge "Anwendung der Kohle zu Voltaschen Batterien" 1841, "Bereitung einer Kohle als Ersatz des Platins in der Grove'schen Kette" 1842, "Verbesserte Kohlenbatterie" 1843, "Darstellung des metallischen Chroms auf galvanischem Wege" 1854 und im gleichen Jahr "Über elektrolytische Gewinnung der Erd- und Alkalimetalle". In den Annalen der Chemie und Pharmacie berichtete er 1852 über die "Darstellung des Magnesiums auf elektrolytischem Wege" und 1854 über die "Darstellung von Chrom auf galvanischem Wege".

[DRÜLL; GUNDLACH; POGGENDORFF; STOLZ]


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