Elektrisiermaschinen
im 18. und 19. Jahrhundert - Ein kleines Lexikon |
Im Rahmen seiner Arbeiten zur Verbesserung galvanischer Elemente, bei denen er auf Arbeiten Robert William Groves (1811 1896) und das von diesem entwickelte Grovesche Element zurückgriff, entwickelte Robert Wilhelm Bunsen im Jahre 1841 das nach ihm selber benannte Bunsenelement. Hatte Grove für den negativen Pol bislang Platin verwendet, so ersetzte Bunsen dieses nun durch gepreßten Kohlenstoff. Der andere Pol wurde durch Zink gebildet, als Elektrolyt diente zunächst Schwefelsäure, ab 1843 auch Chromsäure.Das erst 1844 ausentwickelte Element bestand schließlich aus einem mit Schwefelsäure gefüllten und von einem Kohlezylinder umgebenen Tongefäß, in welches die Zinkelektrode getaucht wurde. Diese Anordnung befand sich wiederum in einem mit Salpetersäure gefüllten Glasgefäß.
Durch die Verwendung von Kohlenstoff wurde die Herstellung des Elementes billiger. Es war zudem sehr leistungsstark. Bunsen berichtete über diese Entwicklungen in Poggendorffs Annalen der Chemie und der Physik.
[GERNET; POGGENDORFF; SCHACHER]