Elektrisiermaschinen
im 18. und 19. Jahrhundert - Ein kleines Lexikon

 


Elektrizität in der Antike
Elektrizität war bereits der Antike bekannt, wurde jedoch nicht im modernen Sinne wahrgenommen. So berichteten sowohl der milesische Philosoph Thales (650 – 560 v. Chr.), als auch der Schriftsteller Plinius (23/ 24 – 79 n. Chr.) über die anziehende Wirkung geriebenen Bernsteins auf andere Stoffe.

Ferner wissen Philosophen und Schriftsteller wie Platon (427 – 348/ 347 v. Chr.), Aristoteles (384 – 322 v. Chr.), Straton (340 – 267 v. Chr.), Plinius, Plutarch (45 – 120 n. Chr.) oder Galen (ca. 129 – ca. 199 n. Chr.) von der betäubenden Wirkung des Zitterrochens zu berichten. Sie sei sogar dann noch vorhanden, wenn das Tier bereits aus dem Wasser genommen und letzteres dann erst mit dem menschlichen Körper in Berührung gebracht worden sei. Ferner scheint es erste Ansätze einer noch sehr einfachen Elektrotherapie gegeben zu haben, denn Dioskurides (1. Jahrhundert n. Chr.) und Scribonius Largus (1. Jahrhundert n. Chr.) erwähnen die elektrischen Schläge des Zitterrochens als Heilmittel gegen Kopfschmerzen und Gicht.

[DIOSKURIDES; PINGEL]


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