Elektrisiermaschinen
im 18. und 19. Jahrhundert - Ein kleines Lexikon

 


Faraday, Michael
geboren: 22. September 1791 in Newington (heute zu London)
gestorben: 25. August 1867 in Hampton Court (heute zu London)

Der Buchbinder Michael Faraday wurde 1813 Laborgehilfe Humphrey Davys (1778 – 1829) an der Londoner Royal Institution und 1824 Mitglied der Royal Society. Ein Jahr später übernahm er die Nachfolge Davys als Direktor des Laboratoriums der Royal Institution. 1827 erhielt er die dortige Professur für Chemie, die er bis zu seiner Emeritierung 1861 inne hatte.

Schon 1821 hatte Faraday in Anknüpfung an eine im Vorjahr von Hans Christian Oerstedt (1777 – 1851) gemachte Beobachtung einen beweglichen Magneten um einen stromdurchflossenen Leiter rotieren lassen. 1831 gelang ihm der Nachweis der elektromagnetischen Induktion. Seine Annahmen elektrischer und magnetischer Kraftlinien wurden ab 1855 durch James Clerk Maxwell (1831 – 1879) zur Feldtheorie weiterentwickelt. Der von Faraday erdachte und nach ihm benannte Faradaysche Käfig dient noch heute zur Abschirmung äußerer elektrischer Felder. 1845 entdeckte er die Drehung der Polarisationsebene des Lichtes in einem Magnetfeld. Des weiteren zeigte er die Gleichheit von statischer und galvanischer Elektrizität. Faraday glaubte an den Zusammenhang aller Naturkräfte, die Entdeckung des Energieprinzips gelang ihm jedoch nicht.

Seine elektrischen Arbeiten publizierte er 1831 – 1855 in den Philosophical Transactions der Royal Society. Ferner erschien 1823 im Quarterly Journal of Science "Historical Statement respecting electro-magnetic rotation", 1825 "On electro-magnetic current", "On electric powers on oxalate of lime".

[POGGENDORFF; SCHREIER]


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