Elektrisiermaschinen
im 18. und 19. Jahrhundert - Ein kleines Lexikon |
geboren: 17. Januar 1706 in Boston (Massachussetts)
gestorben: 17. April 1790 in Philadelphia (Pennsylvania)Franklin war zunächst Buchdrucker, führte 1726 1748 eine eigene Druckerei und stieg zu einem bedeutenden Verleger Amerikas auf. 1751 wurde er Mitglied des Abgeordnetenhauses von Pennsylvania, 1753 bis 1775 stellvertretender Generalpostmeister der englischen Kolonien. 1757 1774 diente er der Kolonie Pennsylvania als Diplomat in London. Franklin war an der Unabhängigkeitserklärung von 1776 und an der Ausarbeitung der US-Verfassung von 1788 beteiligt. Nach der Eigenständigkeit der USA von England ging er als amerikanischer Botschafter nach Paris. Franklin war Mitglied der dortigen Akademie der Wissenschaften und der Londoner Royal Society.
Auf dem Gebiet der Elektrizitätsforschung arbeitete Franklin ab den 1740er Jahren zur Leidener Flasche, trug zur Theorie der "elektrischer Materie" bei und erforschte durch lebensgefährliche Drachenversuche die Elektrizität des Gewitterblitzes. 1754 entwickelte er den Blitzableiter. Er definierte die "elektrische Ladung" und führte die Begriffe "Batterie" sowie "positiv-" bzw. "negativ-elektrisch" in das Fach ein. Zur Möglichkeit, die Elektrizität auch elektrotherapeutisch zu nutzen, äußerte er sich nach eigenen Versuchen allerdings skeptisch, worüber er 1757 in den Philosophical Transactions den Beitrag "On the effects of electricity in paralytical cases" veröffentlichte.
1751 publizierte Franklin die Experiments and observations on Electricity made at Philadelphia. In den Philosophical Transactions erschienen 1751 seine "Experiments on the effects of Lightning", der "Letter concerning the electrical kite", sein "Account on electrical experiments made in pursuance of those by Mr. Canton", 1755 seine "Observations on the Nature of electricity", 1760 "Remarks on Beccarias electrical experiments" und 1762 sein "Letter respecting some electrical experiments".
[POGGENDORFF; SCHREIER]