Elektrisiermaschinen
im 18. und 19. Jahrhundert - Ein kleines Lexikon

 


Gordon, Andreas
geboren: 12. Juli 1712 in Cofforach (Schottland)
gestorben: 22. August 1751 in Erfurt

Der einem schottischen Adelsgeschlecht entstammende Andreas Gordon kam 1724 nach Regensburg, trat 1732 in das Schottenkloster St. Jakob ein und empfing 1735 die Priesterweihe. Nach dem sich bis 1737 anschließenden Jurastudium in Salzburg, wurde er als Professor der Philosophie an die Universität Erfurt berufen. Da er versuchte, eine aufgeklärte Philosophie in Deutschland zu verbreiten, geriet er in heftige Konflikte mit den Jesuiten. Allerdings konnte sich Gordon gegen die erhobenen Vorwürfe, mit Unterstützung der Universität Erfurt sogar gegen den Vorwurf der Ketzerei, durchsetzen.

Gordon konstruierte in Erfurt eine eigene Elektrisiermaschine. Ferner geht die Erfindung einer elektrischen Glocke auf ihn zurück. 1744 publizierte er seine Phenomena electricitatis exposita. Auf Betreiben Jean-Antoine Nollets (1700 – 1770) wurde Gordon 1748 korrespondierendes Mitglied der Pariser Académie des Science. Die vollständige Herausgabe der an seinem Lebensende verfaßten Physicae experimentalis Elementa (1751-1752) erlebte er jedoch nicht mehr, da er 1751 verstarb.

[HEILBRON; KLEIN]


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