Elektrisiermaschinen
im 18. und 19. Jahrhundert - Ein kleines Lexikon |
Um die Studentenzahlen an der Universität Erfurt zu sichern und der starken Konkurrenz aus Jena und Göttingen entgegenzuwirken, versuchte der Regensburger Mönch Andreas Gordon (1712 1751), seine Lehrveranstaltungen interessanter zu gestalten: Er begann eigene Forschungen auf dem Gebiet der Elektrizität, die ihn in ganz Europa bekannt machten. Zu diesem Zweck konstruierte er eine Reibungselektrisiermaschine, bei der nicht mehr eine Glaskugel, sondern ein kleiner, waagerecht in ein Holzgestell eingespannter Glaszylinder elektrisiert wurde. Dieser besaß einen Durchmesser von 4 inch, war 8 inch lang und konnte über die an einer Kurbel zu erfolgende Drehung eines großen, in das gleiche Gestell montierten Schwungrades in Bewegung gesetzt werden. Durch Reibung an dem unter ihm angebrachten Reibzeug entstand Elektrizität. Mit Hilfe dieser Maschine führte Gordon auch publikumswirksame Showexperimente durch, etwa die Elektrisierung einer Menschenkette oder die Entzündung von Weingeist.[KLEIN]
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