Elektrisiermaschinen
im 18. und 19. Jahrhundert - Ein kleines Lexikon

 


Guerickes Elektrisiermaschine
Zur Ausarbeitung eines kopernikanisch basierten Weltbildes arbeitete Otto von Guericke (1606 – 1686) mit einer Schwefelkugel. Dazu füllte er geschmolzenen Schwefel in eine Glaskugel, ließ ihn abkühlen und zerschlug das Glas. Die auf diese Weise gewonnene Schwefelkugel steckte er auf eine Achse und elektrisierte sie durch Drehung und Reibung per Hand. Sie sollte im Versuch die Erde darstellen, die durch die Elektrisierung hervorgerufene Anziehungskraft leichter Teilchen dagegen die Erdanziehung. Guerickes "Maschine" gab es in zwei Versionen: In der einfachsten Bauweise wurde die Kugel lediglich auf das eine Ende einer Achse gesteckt, während das andere Ende der Achse senkrecht in der Hand gehalten wurde. In einer anderen Version wurde die Achse der Kugel waagerecht in ein hölzernes Gestell montiert, welches sie auf diese Weise hielt. Hier konnte sie über eine Kurbel gedreht werden.

[FRAUNBERGER; KANT]


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