Elektrisiermaschinen
im 18. und 19. Jahrhundert - Ein kleines Lexikon

 


Hauksbee, Francis
geboren: um 1666 in Colchester
gestorben: April 1713 in London

Der biographisch eher unbekannte Francis Hauksbee hatte 1678 zunächst Tuchhändler gelernt, den Beruf seines Vaters. Ab 1703 widmete er sich jedoch ausschließlich der wissenschaftlichen Forschung. In diesem Jahr führte er der Royal Society elektrische Experimente vor, 1704 erhielt er eine Anstellung als "Curator of Experiments", 1705 wurde er Mitglied der Gesellschaft.

Hauksbee arbeitete auf verschiedenen Gebieten. Er wußte, daß Reibungselektrizität Leuchterscheinungen verursachen kann und demonstrierte dies 1705 anhand von Quecksilber in einem geschüttelten Glasgefäß. Zur weiteren Erforschung dieses Phänomens entwickelte er eine Elektrisiermaschine. Den erzeugten Funken gab er die gleiche Natur wie dem Gewitterblitz. Seine elektrischen Experimente veröffentlichte Hauksbee 1709 in den Physico-Mechanical Experiments on various subjects touching light and electricity. Ferner gehen die Publikationen der "Extraordinary electricity of glass producible by a smart attrition" von 1706 und 1707 und "Some experiments showing electricity and light producible on the attrition of several bodies" von 1708 in den Philosophical Transactions der Royal Society auf ihn zurück. Hauksbees Forschungen besaßen großen Einfluß auf Isaac Newton (1643 – 1727).

[ANDERSON; FRAUNBERGER; GUERLAC; POGGENDORFF]


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