Elektrisiermaschinen
im 18. und 19. Jahrhundert - Ein kleines Lexikon

 


Hauksbees Elektrisiermaschine
Francis Hauksbee (1666 – 1713) wurde durch die von dem französischen Astronomen Jean Picard (1620 – 1682) gemachte Entdeckung von Leuchterscheinungen innerhalb eines Barometers – hervorgerufen durch die Bewegung des Quecksilbers und dessen Reibung an den Glaswänden – zum Bau einer Elektrisiermaschine angeregt. Sie elektrisierte Bernstein durch dessen über ein großes Schwungrad erzeugte Drehung und Reibung an Wolle im Vakuum. Das Ergebnis war ebenfalls die Erzeugung von Licht.

In Anlehnung an die durch Otto von Guericke (1606 – 1686) entwickelte Schwefelkugel konstruierte Hauksbee in den Jahren 1705/ 1706 eine weitere Maschine, bei der die Schwefel- durch eine Glaskugel ersetzt wurde. Auch sie wurde über ein mit Hilfe einer Kurbel zu drehendes Schwungrad in Bewegung gesetzt. Gerieben wurde sie per Hand. Die erzeugten Leuchterscheinungen sollen ausgereicht haben, um einen in großen Buchstaben geschriebenen Text in einem verdunkelten Raum lesen zu können.

[GUERLAC; HEILBRON]


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