Elektrisiermaschinen
im 18. und 19. Jahrhundert - Ein kleines Lexikon

 


Konduktor
Ab den 1740er Jahren wurden Elektrisiermaschinen durch Konduktoren ergänzt., die 1743 erstmals von dem Wittenberger Physiker Georg Matthias Bose (1710 – 1761) eingesetzt wurden. Er wußte, daß ein Mensch auf einer isolierenden Unterlage elektrisiert werden kann und ersetzte ihn bei seinen Experimenten durch eine Röhre aus Weißblech. Wird sie leitend mit dem Saugapparat der Elektrisiermaschine verbunden, so kann sie elektrische Ladungen speichern, die ihr auch wieder entzogen werden können. Auf dieses Weise können beispielsweise elektrische Schläge verstärkt werden. Wie groß die Ladung ist, die ein Konduktor aufnehmen kann, hängt von seiner Größe und Bauweise ab. Ab 1745 wurde die Funktion des Speicherns zunehmend von Leidener Flaschen übernommen.

[BROCKHAUS; HEILBRON]


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