Elektrisiermaschinen
im 18. und 19. Jahrhundert - Ein kleines Lexikon

 


Krüger, Johann Gottlob
geboren: 15. Juni 1715 in Halle
gestorben: 6. Oktober 1759 in Braunschweig

Krüger begann 1731 ein Medizinstudium an der Universität Halle und hielt dort ab 1734 philosophische Vorlesungen. 1737 wurde er Magister, 1742 promovierte er in Medizin. Im darauffolgenden Jahr erhielt Krüger die dortige Professur für Medizin, bevor er 1751 an die Universität Helmstedt wechselte.

Krüger befaßte sich sowohl mit der allgemeinen Elektrizität, sowie als einer der wenigen Mediziner mit den Möglichkeiten der Elektrotherapie. Dazu forschte er gemeinsam mit seinem Schüler Christian Gottlieb Kratzenstein (1723 – 1795). Zur Heilung versuchte er, durch Elektrisierung des menschlichen Körpers dessen Säfte zu verflüssigen und die Körpermuskulatur zu lockern.

Die allgemeine Elektrizitätslehre thematisierte Krüger ausführlich im ersten Band seiner 1740 – 1749 erschienen Naturlehre. In seinen 1744 veröffentlichten Gedancken von der Electricität spekulierte er über die elektrische Funktion des Universums. Bezugnehmend auf das schwere Erdbeben von Lissabon (1755) deutete Krüger Erdbeben 1756 in seinen Gedancken von den Ursachen des Erdbebens als unterirdische Gewitter und führte sie ebenso auf die Elektrizität zurück.

Ewald Georg von Kleist (1700 – 1748) teilte ihm seine Entdeckung der Leidener Flasche mit, die Krüger 1746 in einem Abhandlung von der Elektricität benannten Anhang zu seiner Geschichte der Erde veröffentlichte.

[HEß; KAISER; KRÜGER; POGGENDORFF]


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