Elektrisiermaschinen
im 18. und 19. Jahrhundert - Ein kleines Lexikon

 


Lichtenberg, Georg Christoph
geboren: 1. Juli 1742 in Oberramstadt (bei Darmstadt)
gestorben: 24. Februar 1799 in Göttingen

Lichtenberg hatte 1763 – 1767 an der Universität Göttingen Naturwissenschaften studiert. 1770 wurde er dort außerordentlicher Professor für Mathematik und Experimentalphysik, 1775 ordentlicher Professor, ab 1780 lehrte er Physik. 1776 wurde er Mitglied der Göttinger Societät der Wissenschaften, 1793 der Royal Society und 1795 der Petersburger Akademie der Wissenschaften.

Lichtenbergs Interessensgebiete lagen in der Astronomie, Meteorologie, Geodäsie, Chemie und in der Elektrizitätslehre. Basierend auf einer Entwicklung Alessandro Voltas (1745 – 1827) baute er den größten bekannten Elektrophor und entdeckte damit die nach ihm benannten "Lichtenbergschen Figuren", die er in seinem Beitrag "Super nova methodo motum ac naturam fluidi electrici investigandi" (1777) für die Göttinger Novi Commentarii beschrieb. Ebenso errichtete er den ersten Göttinger Blitzableiter. In den Chemischen Annalen berichtete Lichtenberg 1786 über "Pelletiers Anwendung der Electricität zur Erkennung mineralischer Körper".

[KANT; POGGENDORFF]


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