Elektrisiermaschinen
im 18. und 19. Jahrhundert - Ein kleines Lexikon |
geboren: 14. März 1692 in Leiden
gestorben: 19. September 1761 in LeidenVan Musschenbroek entstammte einer Familie von Instrumentenbauern. Er studierte an der Universität Leiden, promovierte 1715 in Medizin, wurde nach einem Englandaufenthalt zunächst Arzt in Leiden und promovierte 1719 in Philosophie. Als Professor für Mathematik und Philosophie ging er nach Duisburg, wo er ab 1721 auch außerordentlicher Professor für Medizin war. 1723 lehrte er Naturphilosophie und Mathematik an der Universität Utrecht. Ab 1740 lehrte er in Leiden.
Van Musschenbroek widmete sich der Untersuchung mechanischer, pneumatischer, magnetischer und elektrischer Phänomene. Er galt als einer der bedeutendsten Experimentatoren des 18. Jahrhunderts. 1746 entdeckte er mit seinem Assistenten Andreas Cunaeus wie kurz zuvor schon Ewald Georg von Kleist (1700 1748) das Prinzip der Leidener Flasche. Er berichtete seine Entdeckung an René-Antoine Ferchault de Réaumur (1683 1757), der sie wiederum an Jean Antoine Nollet (1700 1770) weitergab.
Eine weitere elektrische Arbeit "Additamenta ad experimenta in ambra aliisque corporibus virtutis electricae" erschien 1731 als Anhang des Tentamina experimentorum naturalium captorum in accademia del Cimento.
[LORENZ; POGGENDORFF; STRUIK]