Elektrisiermaschinen
im 18. und 19. Jahrhundert - Ein kleines Lexikon |
Joseph Priestley (1733 1804) entwickelte 1772 eine Reibungselektrisiermaschine, deren Glaskugel in zwei seitliche Halterungen aus Holz eingespannt wurde. Ihr Abstand zueinander konnte ebenso wie die vertikale Höhe der Kugelachse variiert werden, womit sich ähnlich wie in der Maschine des französischen Naturforschers Jean Antoine Nollet (1700 1770) unterschiedlich große Kugeln verwenden ließen. Angetrieben wurde sie mittels eines in einem gesonderten Gestell montierten Schwungrades, das über ein Seil mit der Kugelachse verbunden war. Das unter der Kugel angebrachte Reibzeug bestand aus einer mit Pferdehaar ausgestopften Kupferschale. Über einen gebogenen und an seinem Ende mit spitzen Nägeln versehenen Messingdraht wurde die entstandene Elektrizität von der Kugeloberfläche in einen Konduktor abgeführt.[GERNET]