Elektrisiermaschinen
im 18. und 19. Jahrhundert - Ein kleines Lexikon

 


Reibungselektrisiermaschine
Die frühesten Elektrisiermaschinen waren Reibungselektrisiermaschinen. In ihnen wurde zunächst eine Kugel, dann ein Zylinder oder eine Scheibe aus Glas oder anderem Material durch Drehung auf einer Achse am sogenannten Reibzeug elektrostatisch aufgeladen. Die auf diese Weise entstehende Reibungselektrizität konnte abgegriffen und in einen Konduktor oder in eine Leidener Flasche überführt werden.

Über die Form und das Material des zu reibenden Körpers herrschte Uneinigkeit. Bis Mitte der 1750er Jahre wurden sogenannte Kugelelektrisiermaschinen verwendet. Den Prototyp hatte der Magdeburger Bürgermeister Otto von Guericke (1606 – 1686) noch im 17. Jahrhundert in Form einer elektrisierbaren Schwefelkugel entwickelt. Andreas Gordon (1712 – 1751) konstruierte in den 1740er Jahren eine erste Vorrichtung zur Elektrisierung eines Glaszylinders. Maschinen, in denen Scheiben elektrisiert wurden, kamen ab den 1750er Jahren auf.

Auch das Material des zu reibenden Körpers änderte sich mit der Zeit. Er konnte aus Bernstein, Glas, Harz, Schwefel, Schellack oder Siegellack bestehen, das Reibzeug aus Leder, Seide oder Wolle.

siehe auch:           Kugelelektrisiermaschine * Divis' Elektrisiermaschine
* Guerickes Elektrisiermaschine
* Hauksbees Elektrisiermaschine
* Nollets Elektrisiermaschine
* Priestleys Elektrisiermaschine
Zylinderelektrisiermaschine * Gordons Elektrisiermaschine
Scheibenelektrisiermaschine           * Handelektrisiermaschine
* Ingenhousz' Maschine
* Winters Elektrisiermaschine

[BROCKHAUS; GERNET]


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