Elektrisiermaschinen
im 18. und 19. Jahrhundert - Ein kleines Lexikon

 


Winters Elektrisiermaschine
Der biographisch unbekannte Wiener Mechaniker Carl Winter konstruierte um 1847 eine sehr erfolgreiche Reibungselektrisiermaschine. Sie besaß eine große Glasscheibe, die auf einer Achse senkrecht in ein Gestell montiert war und über eine Kurbel gedreht werden konnte. Während der Rotation entstand durch Kontakt des Glases mit dem aus Leder und einem Kontaktmittel bestehenden Reibzeug statische Elektrizität, die von zwei Holzringen, zwischen denen die Scheibe lief und in deren Innerem sich kleine Metallnadeln befanden, über Spitzenwirkung abgesaugt und einem Konduktor zugeführt wurde. Diesem konnte ein Funkenzieher gegenübergestellt werden, bei ausreichender Ladung sprang zwischen beiden ein Funke über. Durch zusätzliche Kondensatoren, sogenannte "Wintersche Ringe",  konnte dieser verstärkt werden. Sie wurden auf der Oberseite des Maschinenkonduktors eingesteckt.


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