Übersicht
Zusammenfassung
Der ganze Bericht
Morphen der Gesichter
Durchschnittsgesichter
Schemaanpassungen
Symmetrie
Kindchenschema
Merkmale schöner Gesichter
Virtuelle Schönheit
Virtuelle Miss Germany
Soziale Wahrnehmung
Pressespiegel
Foto-Doku
Kontakt
Weitere Links

 
 
 
 
 
 

 



Jesus-online
15.02.2002 

Spieglein, Spieglein an der Wand...

Die Psychologen Christoph Braun, Martin Gründl und Claus Marberger, sowie der Biologe Christoph Scherber gründeten ein Projekt mit dem Titel "Beautycheck", um die Frage "Was ist schön?" zu beantworten. Sie mischten Fotos von 78 Frauen und 33 Männern mit Bildern von so nicht tatsächlich aussehenden Personen, die sie etwa hundert Testpersonen mit der Frage vorlegten: "Wen finden Sie sehr attraktiv? Wen weniger? Wen gar nicht?" 
 

Claudia Schiffer - 
Der Inbegriff der Schönheit? 

George Clooney - 
sexiest man alive? 

Eine wichtige Rolle spielte dabei das Computerprogramm "Morphing", mit dessen Hilfe die Forscher menschliche Gesichter verändern konnten. Die Änderungen reichten dabei vom Abwandeln der Originalzüge bis zum Erzeugen neuer Porträts. Der optimierte Mensch also - je nach Geschmack perfekt zusammengesetzt. 

Das Ergebnis der Umfrage: Von den 16 Gesichtern, die als attraktiv angesehen wurden, waren 14 vom Computer generiert und somit nicht real. Künstlich erzeugte Gesichter werden also meist attraktiver eingeschätzt als Originalgesichter. 

Ist eine solche Studie überhaupt aussagekräftig? Bedenkt man, dass zu den Bildern ausschließlich Gesichter von 17- bis 29-Jährigen gehörten, dann muss man die Frage wohl verneinen. Oder sind tatsächlich alle, die älter als 29 sind, nicht attraktiv? 

Die Studie bleibt an der Oberfläche, weil sie den Menschen auf sein Gesicht reduziert. Die Stimme, der Gang, die Haltung und die Mimik bleiben außen vor. Nicht einmal das Lächeln zählt. Sämtliche Bilder zeigen maskenhafte Gesichter mit starrem Blick und faltenfreier Haut. Was soll daran sympathisch oder attraktiv sein? Solche Vorgaben können doch wohl kaum den "entscheidenden Grund für Attraktivität" ermitteln. 

Glücklicherweise aber endet der Projektbericht mit einem kritischen Urteil: "Die virtuellen Gesichter zeichnen sich durch Merkmale aus, die für uns normale Menschen völlig unerreichbar sind. Indem uns aber die Medien solche perfekten Gesichter täglich vor Augen führen, besteht die Gefahr, dass wir selbst zu Opfern unseres eigenen, völlig unrealistischen Schönheitsideals werden." 

Ilona Mahel

www.beautycheck.de
 
 

Back to overview of press review





Last modified: 2003-06-09, Webmaster