Ludwig I. von Bayern

Ludwig I. (von Bayern) (1786-1868), König von Bayern (1825-1848), Sohn und Nachfolger König Maximilians I. Joseph. Ludiwg, der in Straßburg geboren wurde, betrieb zu Beginn seiner Regierungszeit eine gemäßigt liberale Politik, die auf der Verfassung von 1818 gegründet war. Zu einer Änderung kam es erst als die Pariser Juli-Revolution von 1830 Auswirkungen auf weite Teile Europas zeigte. Ludwigs Politik wurde zunehmend reaktionär. Unter anderem durch die Verschärfung der Zensur verhalf er der klerikalen Partei zu einem Übergewicht und provozierte die Opposition der Bevölkerung. Der wachsende Unmut wurde noch durch seine Affäre mit Lola Montez verstärkt. Während der Märzrevolution 1848 bestätigte er gezwungenermaßen die liberalen "Märzforderungen", bevor er zugunsten seines Sohnes Maximilian II. abdankte.

 

Ludwig und die Kunst
König Ludwig I. von Bayern steigt vom Thron, um ihm dargebrachte Kunstwerke zu betrachten
Gemälde von Wilhelm Kaulbach 1848 (München, Bayerische Staatsgemäldesammlung)

 

Bereits vor seiner Thronbesteigung hatte er begonnen, vor allem in Rom Kunstschätze zu erwerben und Verbindungen mit bedeutenden Künstlern aufzunehmen. Nach seiner Thronbesteigung machte er München zur führenden Kunststadt Deutschlands: Er zog namhafte Künstler und Architekten nach München, ließ die Ludwigstraße (u. a. Universität, Staatsbibliothek, Feldherrnhalle) und den Königsplatz (Propyläen, Glyptothek und Antikensammlung) bebauen und verlegte die bayerische Landesuniversität von Landshut nach München.

 

Stand: X 98

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