Porta Nigra in Trier

Die Porta Nigra in Trier  hat eine Höhe von fast 30m. Ein viergeschossiger Westturm und ein um ein Geschoß verkürzter Ostturm flankieren das Doppeltor, die einzige Öffnung im unteren Geschoß. Die beiden Fensterreihen über den Toren stellten die Wehrgänge dar, die in den Türmen zu Räumen werden.

Das Gebäude stammt aus einer Zeit (ca. 180 n.Chr.), als die Römer öffentliche Gebäude gerne aus großen Quadern (die größten wiegen hier sechs Tonnen) errichteten. Die Sandsteinquader aus dem nahen Kylltal wurden von mühlengetriebenen Bronzesägen zurechtgeschnitten (einige Sägespuren sind noch sichtbar) und ohne Mörtel aufeinandergesetzt. Allerdings verband man je zwei Steine horizontal durch Eisenklammern, die in Blei ausgegossen wurden. Eine solche Klammer ist noch im Inneren des Tores nahe der östlichen Wendeltreppe sichtbar; Rostspuren vieler ehemaliger Klammern sind noch außen zu sehen, denn im Mittelalter meißelte man tiefe Löcher, um das Metall zu rauben und einzuschmelzen.

Auf der Landseite schien man bemüht, die Ansicht ästhetischer zu gestalten; hier springen die Türme hervor, so daß ihr Grundriß zu einem Halbkreis wird. Durch die Tore tritt man in einen zwingerartigen Hof, der landseitig durch Fallgitter und stadtseitig durch Holztore verschließbar war. Der Feind in der Falle konnte von den innenliegenden Galerieren bekämpft werden. Die einzelnen Quader der Porta Nigra sind mörtellos geschichtet, was eine sorgfältige Bearbeitung der Lagerflächen voraussetzte.  Im Mittelalter erst hat man dem Stadttor den Namen "schwarzes Tor" gegeben. Das Baumaterial, der ursprünglich hellgraue Sandstein, war im Laufe der Zeit durch Witterungseinflüsse gedunkelt.
 

  Porta Nigra
Porta Nigra in Trier

 

 

Stand: X 98

Balken