Grabung Harting 1979-85

Anläßlich des Baus des BMW-Werks in Harting bei Regensburg hat man in den Jahren 1979 - 85 eine Fläche von 150.000 m2 erforscht. Ergraben wurde eine villa rustica, die möglicherweise bereits in den Jahren 80 - 166 n. Chr. betrieben worden ist. Die Reste eines römischen Badehauses konnten erhalten werden. Sie sind auf dem Freigelände des BMW-Werks zu besichtigen.  Das Archäologische Museum im BMW-Werk ist inzwischen bis auf wenige Vitrinen aufgelöst.

Harting 34KB Römischer Gutshof des 2.-4. Jahrhunderts n.Chr. mit Wohnhaus (Fundamente durch Erosion teilweise zerstört) und Nebengebäuden.

Abbildung aus: Sabine Rieckhoff-Pauli, Archäologisches Museum im BMW-Werk, 1987, S.72.

 

Harting 39KB

Grundriß des Badegebäudes aus dem römischen Gutshof. In drei Räumen fanden sich Reste von Ziegelpfeilern einer Unterbodenheizung (Hypokausten).

Abbildung aus: Sabine Rieckhoff-Pauli, Archäologisches Museum im BMW-Werk, 1987, S.73.

 

Schädel 25KB

Um die Mitte des 3. Jahrhunderts wurden, wahrscheinlich bei einem Überfall von Germanen, mindestens 13 Individuen getötet, zerstückelt und anschließend in die beiden Brunnen des Hofes geworfen.

Das Bild zeigt den Schädel einer 20-30jägrigen Frau aus dem Brunnen 1. Deutlich zu sehen sind drei Hiebverletzungen: am Unterkiefer, schräg über der Unterstirn und auf der rechten Schädelseite. Schnittspuren über dem rechten Auge weisen auf Skalpierung hin.

Abbildung aus: Sabine Rieckhoff-Pauli, Archäologisches Museum im BMW-Werk, 1987, S.73.

[Eine Vergrößerung dieser Abbildung finden Sie auf der CD-ROM oder in unserem Archiv (Nr.19).]

 

 

Stand: XI 98

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