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Auf den Spuren von Frauen im Römischen
Regensburg |
Einführung (1. Stunde)
Motivation: Vergleich zweier Bilder: Römisches
Ehepaar - Frau von heute
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Zielangabe: Die Stellung der Frau im antiken Rom
Erarbeitung: Arbeitsteilige Gruppenarbeit
| Arbeitsanweisung: | 1. Bildet jeweils Gruppen mit 4 Schülern.
2. Lest die Texte durch und beantwortet die Fragen in Stichworten. |
1. Gruppe
"Es deckt der Grabstein eine schöne Frau. / Mit Namen nannten Claudia
die Eltern sie;/ Mit eigner Liebe liebte sie den eignen Mann;/ Zwei Söhne
gebar sie./ Sie war von artiger Rede und edlem Gang,/ Versah ihr Haus und
spann Wolle."
("Das Bild einer ehrbaren Frau", aus: CIL I2 1211,
bei Mommsen, Römische Geschichte, 1, 72)
Arbeitsauftrag: Welche Pflichten hatte eine römische Frau? Gib sie in eigenen Worten wieder!
2. Gruppe:
"Ehen von so langer Dauer, die durch den Tod beendet und nicht etwa
durch eine Scheidung getrennt werden, sind selten. Denn es war uns beschieden,
daß sie ohne Trübung bis zum 41. Jahre fortdauerte ... Warum
soll ich an deine häuslichen Tugenden erinnern, deine Unverdorbenheit,
deine Nachgiebigkeit, deine Freundlichkeit, dein Geschick im Spinnen und
Weben, deine Frömmigkeit frei von allem Aberglauben, deine Bescheidenheit
im Schmuck, die Einfachheit im Auftreten? Warum soll ich von deiner Liebe
zu den Deinen, deiner Anhänglichkeit an die ganze Familie sprechen,
da du meiner Mutter die gleiche Aufmerksamkeit wie deinen Eltern schenktest
... und die übrigen unzähligen Verdienste mit allen Ehefrauen
teiltest, die auf ihren guten Ruf achten? ... Gemeinsam haben wir das ganze
Vermögen, das du von deinen Eltern erbtest, gewissenhaft bewahrt ...
Die Aufgaben teilten wir in der Weise auf, daß ich die Betreuung
deines Vermögens übernahm und du über dem meinen wachtest
. . ."
("Aus dem Nachruf auf eine verstorbene Ehefrau", aus: Laudatio
Turiae, nach: Geschichte in Quellen, Altertum, München 1975, S. 593)
Arbeitsauftrag: Welche Tugenden sollte eine römische Frau besitzen? Gib sie mit eigenen Worten wieder!
3. Gruppe:
"Welcher Römer scheut sich denn, seine Gattin zu einem Gastmahl
mitzunehmen? Wessen Gattin hat nicht Anspruch auf den ersten Platz im Hause
und bewegt sich in Gesellschaft? Wie ganz anders ist das in Griechenland.
Denn keinesfalls wird sie dort zu einem Gastmahl hinzugezogen, es sei denn
unter nächsten Verwandten: sie verbleibt auch stets im inneren Teil
des Gebäudes, welcher Frauengemach genannt wird, und wohin niemand
kommen darf außer ein naher Verwandter."
("Bewegungsfreiheit", nach: Cornelius Nepos, Lebensbilder, Vorwort
6,7; aus: Erinnern und Urteilen 6, Ernst Klett: Stuttgart 1995, S. 593)
Arbeitsauftrag: Welche Rolle spielte die Frau in der Familie und im öffentlichen Leben? Gib sie mit eigenen Worten wieder!
4. Gruppe:
"Bei den Römern ist es den Frauen verboten, Wein zu trinken. Eine
Frau kann keinen Wein trinken, ohne entdeckt zu werden. Erstens hat sie
nämlich keinen Zugang zum Weinkeller. Außerdem muß sie
ihre eigenen Verwandten und die ihres Mannes küssen, und zwar täglich,
wenn sie sie zum ersten Mal sieht. Wenn sie nur ein wenig getrunken hat,
verrät sie sich von selbst."
("Männliche Aufsicht", nach: Polybios, Historien 6, 11,
aus: Erinnern und Urteilen 6, Ernst Klett: Stuttgart 1995, S. 122)
Arbeitsauftrag: Was war einer Frau verboten?
Auswertung:
L.: Berichtet, was ihr über die Stellung der Frauen in Rom herausgefunden habt!
Berichte der Gruppen 1 bis 4.
Festhalten der Ergebnisse an der Tafel (siehe Tafelbild)
Sachurteil: Gesellschaftliche Veränderungen bedingten auch Veränderungen der rechtlichen Stellung der Frauen; Begriff der Emanzipation; vgl. mit Emanzipationsbestrebungen unseres Jahrhunderts.
Werturteil: Die Stellung der Frau im antiken
Rom.
Sachurteil und Wertung im Unterrichtsgespräch herausarbeiten!
Tafelbild
| Pflichten | und | Tugenden |
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Die Stellung der Frau im antiken Rom
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