Universität Regensburg - Institut für Geschichte - Fach Geschichte

Kommentare zu den Lehrveranstaltungen im Fach Geschichte im Sommersemester 2002


Inhalt:

Alte Geschichte
2 Vorlesungen - 3 Hauptseminare - 4 Proseminare - 7 Übungen - 1 Grundkurs

Mittelalterliche Geschichte
1 Vorlesung - 1 Hauptseminar - 1 Oberseminar - 4 Proseminare - 3 Übungen

Neuere und Neueste Geschichte
2 Vorlesungen - 3 Hauptseminare - 1 Oberseminar - 6 Proseminare - 6 Übungen - 1 Grundkurs

Bayerische Geschichte
1 Vorlesung - 1 Hauptseminar - 1 Oberseminar - 2 Proseminare zur Mittleren Geschichte - 8 Übungen - 2 Grundkurse

Ost- und Südosteuropäische Geschichte
2 Vorlesungen - 1 Hauptseminar - 1 Oberseminar - 1 Veranstaltung im Rahmen des Bohemicums

Didaktik der Geschichte
1 Vorlesung - 5 Seminare - 1 Proseminar - 3 Übungen - 1 Praktikum

Siehe auch die Übersicht über die Lehrveranstaltungen im Fach Geschichte im SS 2002
und die Übersicht über die Lehrveranstaltungen im Teilfach Didaktik der Geschichte im SS 2002


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Die Angaben in den folgenden Kommentaren werden mit einem entsprechenden Hinweis (z.B. "Terminänderung" oder "Raumänderung") jeweils aktualisiert, falls sich Änderungen gegenüber den Angaben im gedruckten kommentierten Vorlesungsverzeichnis ergeben.
Die Kommentare sind als Web-Seiten im HTML-Format oder als doc-Dateien (erstellt mit WinWord 7.0; Link dazu jeweils am Anfang eines Teilfachs) abrufbar.

Alte Geschichte

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Vorlesungen in Alter Geschichte


Herz

Religionen und Kulte in der römischen Kaiserzeit

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33120
Zeit: Mo 13 - 15
Beginn: 15.04.2002
Raum: H 10

Im Rahmen der Vorlesung sollen sowohl die wichtigsten Kultformen des Imperium Romanum (Orientalische Kulte, Mysterien, Kaiserkult, Popularkulte) als auch die damals verbreitete Einstellung zu zentralen religiösen Fragen (Offenbarung von Gottheit, Orakel, Tod und Jenseits, Macht der Götter, Formen des Kultes) behandelt werden.

Literatur: BEARD, M., NORTH, J. PRICE, S.: Religions of Rome I. A history. II. A sourcebook, Cambridge 1998.


Herz

Die Nachfolger des Augustus (Tiberius bis Nero; 14-68 n.Chr.)

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33121
Zeit: Mi 10 - 12
Beginn: 17.04.2002
Raum: H 10

Augustus hatte den Prinzipat als Staatsform begründet und durch seine Persönlichkeit nachdrücklich geprägt. Er konnte zwar seine Machtstellung vererben, aber nicht sein Geschick, das Imperium Romanum zu lenken. Thema der Vorlesung soll sein, mit welchen Mitteln und mit welchem Erfolg seine unterschiedlichen Nachfolger sich bemühten, dem Vorbild des Augustus gerecht zu werden.

Literatur: ALPERS, M.: Das nachrepublikanische Finanzsystem. Fiscus und Fisci in der frühen Kaiserzeit, Berlin, New York 1995; BARRETT, A.A.: Caligula. The corruption of power, London 1989; BELLEN, H.: Grundzüge der römischen Geschichte II. Die Kaiserzeit von Augustus bis Diocletian, Darmstadt 1998; CHRIST, K.: Geschichte der römischen Kaiserzeit von Augustus bis zu Konstantin, München 1988; JACQUES, F., SCHEID, J.: Rom und das Reich in der Hohen Kaiserzeit 44 v.Chr. - 260 n.Chr. Band I. Die Struktur des Reiches, Stuttgart, Leipzig 1998; LEPELLEY, C.: Rom und das Reich in der Hohen Kaiserzeit 44 v.Chr. - 260 n.Chr. Band II: Die Regionen des Reiches, München, Leipzig 2001; LEVICK, B.: Tiberius the Politician, London, Sydney 1976; LEVICK, B.: Claudius, London 1990; SYME, R.: The Augustan Aristocracy, Oxford 1986; GRIFFIN, M.T.: Nero. The End of a dynasty, London 1984.


Achtung: Diese Vorlesung entfällt!

Schäfer

Griechische Geschichte im Überblick II - Poliswelt und Hellenismus

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33122
Zeit: Do 14 - 16
Beginn: 18.04.2002
Raum: H 10

Achtung: Diese Vorlesung entfällt!

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Hauptseminare in Alter Geschichte


Hennig

Sicherheitsorgane und Organisation der öffentlichen Sicherheit in Alexandria und den Gaumetropolen des römischen Ägypten

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33140
Zeit: Mo 12 - 14
Beginn: 15.04.2002
Raum: PT 1.0.6

In diesem Seminar, das sich gleichzeitig als Einführung in die Papyruskunde versteht, soll anhand der einschlägigen Dokumente zu den verschiedenen Sicherheitsorganen (etwa Archephodoi, Eirenophylakes, Nyktophylakes, Nyktostrategen usf.), die zu ihrem Dienst in den Dörfern und Gaumetropolen der ägyptischen Chora zwangsverpflichtet wurden, untersucht werden, auf welche Weise die römische Obrigkeit repräsentiert durch den praefectus Aegypti in dieser wichtigen Provinz sowohl für Ruhe und Ordnung zu sorgen, wie auch die Interessen des römischen Staates zu wahren suchte.

Literatur: MITTEIS, L. - WILCKEN, U.: Grundzüge und Chrestomathie der Papyruskunde: Bd. I 1: Grundzüge, 1911 (ein zwar von der Materialbasis veraltetes, aber bis heute unersetztes Standardwerk); MONTEVECCHI, O.: La papirologia, 1973; LEWIS, N.: Life in Egypt under Roman Rule, 1985.

Sonstige Bemerkungen: Persönliche Anmeldung im Sekretariat des Lehrstuhls Prof. Herz (Frau Fürthaller).


Herz

Die Reichskrise und die Restauration Diokletians

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33141
Zeit: Mo 16 - 18
Beginn: 15.04.2002
Raum: ZH 1

Zwischen 235 und 284 erlebte das Imperium Romanum eine Periode existentieller Gefährdung, die auf vielen Gebieten zu tiefgreifenden Veränderungen in Staat und Gesellschaft führte. Erst in der Regierungszeit Diokletian (284-305) wurde es möglich, die Konsequenzen aus dieser Krise zu ziehen und das Reich an die neuen Bedingungen anzupassen. Ziel des Seminars ist es, herauszuarbeiten, auf welchen Gebieten diese Krise besonders deutlich zu fassen ist und welche Antworten Diokletian darauf zu finden suchte.

Literatur: BRANDT, H.: Geschichte der römischen Kaiserzeit. Von Diokletian und Konstantin bis zum Ende der konstantinischen Dynastie (284-363), Berlin 1998; CORCORAN, S.: The empire of the tetrarchs. Imperial pronouncements and government AD 284 - 324, Oxford 2000; DODGEON, M.H., LIEU, S.N.C. (Edd.): The Roman Eastern Frontier and the Persian Wars AD 226-363. A documentary history, London, New York 1991; ERMATINGER, J.W.: The economic reforms of Diocletian, St. Katharinen 1996; KOLB, F.: Herrscherideologie in der Spätantike, Berlin 2001; KUHOFF, W.: Diokletian und die Epoche der Tetrarchie. Das römische Reich zwischen Krisenbewältigung und Neuaufbau (284-313 n.Chr.), Frankfurt/M., Berlin, Bern 2001; WITSCHEL, CH.: Krise - Rezession - Stagnation? Der Westen des römischen Reiches im 3. Jahrhundert n.Chr., Frankfurt 1999.

Sonstige Bemerkungen: Persönliche Anmeldung im Sekretariat des Lehrstuhls Prof. Herz (Frau Fürthaller); es kann sich in eine Themenliste eingetragen werden.


Schäfer

Herrscherkult und -legitimation in den hellenistischen Reichen

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33142
Zeit: Do 10 - 12
Beginn: 18.04.2002
Raum: ZH 1

Die Herrscherlegitimation in den hellenistischen Reichen ist in knapp drei Jahrhunderten durch einen starken Wandel geprägt worden, in dessen Verlauf die charismatischen Elemente gegenüber den traditionalen Legitimierungsgründen immer mehr in den Hintergrund treten. In der Veranstaltung soll den verschiedenen Kategorien von Herrschaft im Hellenismus nachgegangen und deren Struktur sowie die kultischen und ideologischen Grundlagen untersucht werden.

Literatur: PICARD, CH.: Le trône vide d'Alexandre dans la cérémonie de Cyinda et le culte du trône vide à travers le monde gréco-romain, Cahiers Archéologiques 7, 1954, 1-17; GOUKOWSKY, P.: Essai sur les origines du mythe d'Alexandre (336-270), 2 Bde., Nancy 1978-1981 (Annales de l'Est publ. par l'Université de Nancy II, Mémoires 60); STEWART, A.: Faces of Power. Alexander's Image and Hellenistic Politics, Berkeley - Los Angeles - Oxford 1993 (Hellenistic Culture and Society 11).

Sonstige Bemerkungen: Persönliche Anmeldung im Sekretariat des Lehrstuhls Prof. Herz (Frau Fürthaller).

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Proseminare in Alter Geschichte


Konen

Proseminar in Alter Geschichte:
Das Zeitalter der Punischen Kriege (264-146 v.Chr.)

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33160
Zeit: Di 12 - 14
Beginn: 16.04.2002
Raum: ZH 1
Tutorium: Di 12 - 13 in PT 2.0.8 oder Mi 18 - 19 in ZH 1

Die drei Punischen Kriege (264-241, 218-201 und 149-146 v.Chr.) bilden zentrale Ereignisse in der Geschichte der römischen Republik und spiegeln sowohl außenpolitische Machtzunahme als auch die innenpolitischen Veränderungen in Rom des 3. und 2. Jahrhunderts v.Chr. wider. Neben verlaufs- und strukturgeschichtlichen Themen werden in diesem Proseminar Detailanalysen der zum Teil divergierenden Quellenaussagen mit dem Versuch einer plausiblen Rekonstruktion des historischen Geschehens vorgenommen.

Literatur: Cambridge Ancient History VII.2. The Rise of Rome to 220 B.C. ed. by WALBANK, F.W. e.a., Cambridge 1989; Cambridge Ancient History VIII. Rome and the Mediterranean to 133 B.C., ed. by WALBANK, F.W. e.a., Cambridge 1989; LAZENBY, J.F., The First Punic War, London 1996; SEIBERT, J., Hannibal, Darmstadt 1993; CRAWFORD, M., Die römische Republik, München 21994(dtv); HUß, W., Geschichte der Karthager, 1985.

Sonstige Bemerkungen: Teilnehmerzahl begrenzt; persönliche Anmeldung im Sekretariat des Lehrstuhls Prof. Herz (Frau Fürthaller).


Konen

Proseminar in Alter Geschichte:
Krise und Untergang der römischen Republik

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33161
Zeit: Mi 12 - 14
Beginn: 17.04.2002
Raum: PT 2.0.8
Tutorium: Di 12 - 13 in PT 2.0.8 oder Mi 18 - 19 in ZH 1

In dem Jahrhundert zwischen dem Auftreten des Tiberius Gracchus (133 v.Chr.) und der Schlacht von Actium (31 v.Chr.) vollzog sich der Übergang von der römischen Republik zum Prinzipat, der seine Ausprägung dem ersten "Kaiser" Augustus verdankt. Es ist auch eine Phase der sozialen Umwälzungen, forcierten Expansion und erbitterter Kriege nach Innen und Aussen. Im Proseminar wird veranschaulicht, wie sich das vorher so festgefügte Regiment der stadtrömischen Nobilität den Anforderungen der Weltherrschaft nicht gewachsen zeigte und der Staat zunehmend in den Strudel der Auseinandersetzungen mächtiger, sich befehdender Parteiungen (Optimaten, Popularen) und Heerführer (Marius, Sulla, Pompeius, Caesar, Antonius, Oktavian) geriet.

Literatur: CHRIST, K., Krise und Untergang der römischen Republik, 3. um einen Nachtrag erweiterte Aufl. Darmstadt 42000; Cambridge Ancient History IX. The last age of the Roman Republic, 146-43 B.C., ed. by CROOK, J.A. e.a., Cambridge 1994; BLEICKEN, J., Geschichte der römischen Republik, München/Wien 51999; MEIER, CHR., Res publica amissa, Frankfurt 31997.

Sonstige Bemerkungen: Teilnehmerzahl begrenzt; persönliche Anmeldung im Sekretariat des Lehrstuhls Prof. Herz (Frau Fürthaller).


Zusätzliche Veranstaltung:

Konen

Proseminar in Alter Geschichte:
Krise und Untergang der römischen Republik

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33173
Zeit: Mi 14 - 16
Beginn: 17.04.2002
Raum: PT 2.0.8
Tutorium: Di 12 - 13 in PT 2.0.8 oder Mi 18 - 19 in ZH 1

In dem Jahrhundert zwischen dem Auftreten des Tiberius Gracchus (133 v.Chr.) und der Schlacht von Actium (31 v.Chr.) vollzog sich der Übergang von der römischen Republik zum Prinzipat, der seine Ausprägung dem ersten "Kaiser" Augustus verdankt. Es ist auch eine Phase der sozialen Umwälzungen, forcierten Expansion und erbitterter Kriege nach Innen und Aussen. Im Proseminar wird veranschaulicht, wie sich das vorher so festgefügte Regiment der stadtrömischen Nobilität den Anforderungen der Weltherrschaft nicht gewachsen zeigte und der Staat zunehmend in den Strudel der Auseinandersetzungen mächtiger, sich befehdender Parteiungen (Optimaten, Popularen) und Heerführer (Marius, Sulla, Pompeius, Caesar, Antonius, Oktavian) geriet.

Literatur: CHRIST, K., Krise und Untergang der römischen Republik, 3. um einen Nachtrag erweiterte Aufl. Darmstadt 42000; Cambridge Ancient History IX. The last age of the Roman Republic, 146-43 B.C., ed. by CROOK, J.A. e.a., Cambridge 1994; BLEICKEN, J., Geschichte der römischen Republik, München/Wien 51999; MEIER, CHR., Res publica amissa, Frankfurt 31997.

Sonstige Bemerkungen: Teilnehmerzahl begrenzt; persönliche Anmeldung im Sekretariat des Lehrstuhls Prof. Herz (Frau Fürthaller).


Schäfer

Proseminar in Alter Geschichte:
Der Principat des Augustus. Beginn eines neuen Zeitalters?

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33162
Zeit: Do 18 - 20
Beginn: 18.04.2002
Raum: ZH 1
Tutorium: Di 12-13 in PT 2.0.8 oder Mi 18-19 in ZH 1

Am 1. August 30 v.Chr. endete mit dem Tod des Antonius die Zeit der Bürgerkriege, die die römische Republik über Jahrzehnte in Atem gehalten und an den Rand des Zusammenbruchs gebracht hatten. Unter dem Schlagwort "Erneuerung der Republik" (restitutio rei publicae) errichtete Augustus eine Alleinherrschaft, die im Gegensatz zur offen ausgeübten Diktatur Caesars ein "verdecktes Machtsystem" (Karl Christ) war. Im Seminar sollen neben dem Aufstieg des Oktavian / Augustus zur Alleinherrschaft und der Errichtung des Principats als Staatsform innen- und außenpolitische Aspekte der augusteischen Politik behandelt werden. Ein Schwerpunkt wird aber auch auf der Prinzipatsideologie und der Selbstdarstellung des Augustus liegen.

Literatur: KIENAST, D., Augustus. Prinzeps und Monarch, Darmstadt 1999 (3. durchgesehene und erweiterte Auflage); ECK, W., Augustus und seine Zeit, München 1998; BLEICKEN, J., Augustus. Eine Biographie, Berlin 2000; LACEY, W.K., Augustus and the principate. The evolution of a system, Leeds 1996; GALINSKY, K., Augustan Culture. An interpretative introduction, Princeton 1996.

Sonstige Bemerkungen: Teilnehmerzahl begrenzt; persönliche Anmeldung im Sekretariat des Lehrstuhls Prof. Herz (Frau Fürthaller).

Hinweis: Als Dozentin dieser Veranstaltung war ursprünglich Frau Edelmann angekündigt.

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Übungen in Alter Geschichte


Herz

Übungen zu Inschriften Galliens und Germaniens

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33175
Zeit: Do 8.30 - 10
Beginn: 18.04.2002
Raum: H 41 (Biologie) (Raumänderung!)

Die Übung verfolgt 1. das Ziel einer allgemeinen Einführung in die Arbeit mit Inschriften als historische Quellengattung und 2. eine Einführung in die Informationsmöglichkeiten der Epigraphik für die Geschichte und Gesellschaft der gallischen und germanischen Provinzen.

Sonstige Bemerkungen: Lateinkenntnisse sind erwünscht.


Herz

Vorbereitung auf das Staatsexamen in Alter Geschichte

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33176
Zeit: Di 13 - 15
Beginn: 16.04.2002
Raum: PT 2.0.8

Im Rahmen der Übung sollen die wichtigsten Themenbereiche der Alten Geschichte vorgestellt und Hilfestellungen für die Vorbereitung der mündlichen Prüfung, aber auch die Staatsexamensklausur gegeben werden.


Schäfer

Geschlechtergeschichte im späten Hellenismus

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33177
Zeit: Di 10 - 12
Beginn: 16.04.2002
Raum: PT 2.0.8

Geschlechtergeschichte ist eine wichtige Kategorie der Geschichtswissenschaft. Sie kann allerdings nicht ohne solide Anbindung an den Quellenbefund und eine entsprechende Quellenkritik betrieben werden. Dies zu demonstrieren und dabei zugleich die Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens zu vermitteln, ist Ziel des Proseminars. Dabei gilt es zu berücksichtigen, daß im späten Hellenismus Frauen zunehmend die politische, ökonomische und kulturelle Entwicklung mitgestaltet haben.

Literatur: POMEROY, S.B.: Women in Hellenistc Egypt. From Alexander to Cleopatra, New York 1984; SCHULLER, W.: Frauen in der griechischen Geschichte, Konstanz 1985 (Konstanzer Bibliothek 3).


Schäfer

Übung EDV-Zusatzausbildung
Digitale Filmproduktion - Alltagsleben in den römischen Provinzen

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33178
Zeit: Mo 16 - 18
Beginn: 15.04.2002
Raum: RZ, Konferenzraum

Historische Inhalte, archäologische Befunde und die Ergebnisse der Forschung digital zu publizieren, ist eine Aufgabe, die nicht nur fachliches, sondern auch technisches Können voraussetzt. Dies zu realisieren, also Geschichte mit Hilfe einer Multimedia-Produktion darstellen zu lernen, ist Ziel der Veranstaltung. Am Ende sollen die Teilnehmer sicher mit digitalen Bildern und Videos umgehen können. Die Chancen für die fachspezifische Nutzung der elektronischen Medien sollen ebenso wie deren Grenzen aufgezeigt, die Fähigkeit, Fachwissen und EDV-Kenntnisse synergetisch anzuwenden, vermittelt werden. Der thematische Schwerpunkt wird auf dem Alltagsleben in der römischen Provinz Raetien liegen.

Sonstige Bemerkungen: Wegen der begrenzten Zahl der Teilnehmerplätze ist die Anmeldung im Sekretariat für Alte Geschichte Voraussetzung für die Teilnahme.


Schäfer

Aktuelle Probleme und neue Entwicklungen der Alten Geschichte

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33179
Zeit: Di 16 - 18
Beginn: 16.04.2002
Raum: PT 1.0.6

Die Veranstaltung ist gedacht für Examenskandidaten, die ihre Zulassungs- oder Magisterarbeiten im Fach Alte Geschichte schreiben. Ausgehend von den eigenen Studien, die im Rahmen eines Referates vorgestellt werden, soll eine Einordnung der Ergebnisse in die aktuelle Entwicklung der althistorischen Forschung vorgenommen werden. Es geht darum, für die eigene Arbeit Anregungen zu erhalten, Kritik frühzeitig zu berücksichtigen und die eigenen Positionen adäquat zu vertreten bzw. darzustellen.


Schäfer

Münzpropaganda in hellenistischer und römischer Zeit

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33180
Zeit: Do 16 - 17
Beginn: 18.04.2002
Raum: PT 1.0.6

Für die herrscherliche Selbstdarstellung war die Münzprägung ein hervorragend geeignetes Mittel. Wie komplex und heute schwer nachzuvollziehen die Anspielungen vielfach waren, wird in der Veranstaltung deutlich werden. Anhand der numismatischen Quellen sollen Legitimierungselemente und politische Programme der Herrscher in hellenistischer und römischer Zeit herausgearbeitet werden.

Literatur: HOWGEGO, CH.: Geld in der Antiken Welt. Was Münzen über Geschichte verraten, Stuttgart 2000.


Waldherr

Regensburger Stadtgeschichte
Das römische Regensburg und sein Umland II:
Spuren der Römer

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33181
Zeit: Fr 14 - 16
Beginn: 19.04.2002
Raum: ZH 1

Über mehrere Jahrhunderte hinweg prägte die römische Zivilisation den Donaubogen. Das Legionslager Castra Regina bildete den Siedlungskern für die Stadt Regensburg. Sowohl in Regensburg wie auch in seinem Umland haben sich eine ganze Reihe eindrucksvoller Zeugnisse erhalten, die unsere römische Vergangenheit deutlich werden lassen. Es handelt sich dabei um historische Dokumente von hohem Quellenwert. In dieser Übung sollen diese Relikte zum Sprechen gebracht und ihre Geschichte erforscht werden. Da dies am besten vor 'Ort' geschehen kann, wird es eine Reihe von 'Ortsterminen' und Besichtigungen geben.

Literatur: WALDHERR, G. (Hg.): 500 Jahre auf den Spuren der Römer (Ausstellungskatalog), Regensburg 1996; WALDHERR, G.: Auf den Spuren der Römer, Regensburg 2001;
http://www-roemer.uni-regensburg.de

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Grundkurs in Alter Geschichte


Schäfer

Grundzüge und Strukturen der Römischen Republik

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33200
Zeit: Di 8.30 - 10
Beginn: 16.04.2002
Raum: H 23 (Raumänderung!)

Anhand von zentralen Quellendokumenten sollen die Grundzüge der römischen Geschichte angefangen von der frühen Republik bis zur Einrichtung des Prinzipats durch Augustus erarbeitet werden. Besonders die Entwicklung und Veränderung sozialer Strukturen und ihr Einfluß auf die römische Politik werden im Mittelpunkt der Betrachtungen stehen. Es soll ein solides Fundament an Wissen gelegt werden, das die spätere Erarbeitung von Spezialthemen erleichtern soll.

Literatur: DAHLHEIM, W.: Die Antike. Griechenland und Rom von den Anfängen bis zur Expansion des Islam, Paderborn/München 1994.

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Mittelalterliche Geschichte

Kommentare in Mittelalterlicher Geschichte als doc-Datei (erstellt mit WinWord 7.0)

Vorlesung in Mittelalterlicher Geschichte


Kortüm

Einführung in die Geschichte der Merowingerzeit

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33123
Zeit: Mo 11 - 13
Beginn: 22.04.2002
Raum: H 4

Die Vorlesung versucht eine Einführung in die Übergangsperiode zwischen ausgehender Spätantike und beginnendem Frühmittelalter zu geben. In diesem Zusammenhang sei auch auf die gleichnamige Übung verwiesen.

Literatur GEARY, P.: Die Merowinger-Europa vor Karl dem Großen, München 1996.


Achtung! Die Vorlesung entfällt, da Prof. Fuchs zum Sommersemester 2002 an die Universität Würzburg berufen wurde.

Fuchs

Geschichte Europas im 11. Jahrhundert

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33124
Zeit: Do 12 - 14

Achtung! Die Vorlesung entfällt, da Prof. Fuchs zum Sommersemester 2002 an die Universität Würzburg berufen wurde.

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Hauptseminar in Mittelalterlicher Geschichte


Kortüm

Urkunden der Merowingerkönige

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33143
Zeit: Di 8 - 10
Beginn: 23.04.2002
Raum: PT 1.0.6

In der Veranstaltung sollen einige zentrale, "typische" Urkunden der Merowingerkönige behandelt werden. Textgrundlage ist die soeben erschienene Edition der Merowingerurkunden im Rahmen der Monumenta Germaniae Historica (MGH), DD-Reihe.
Aufgrund des Charakters der Veranstaltung sind Lateinkenntnisse erforderlich. Die Veranstaltung soll auch eine Einführung in die Diplomatik der mittelalterlichen Königsurkunde bieten.

Literatur: KÖLZER, T. (Hg): Die Urkunden der Merowinger, Stuttgart 2001.


Achtung! Das Hauptseminar entfällt, da Prof. Fuchs zum Sommersemester 2002 an die Universität Würzburg berufen wurde.

Fuchs

"Streitschriften" des Investiturstreits

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33144
Zeit: Fr 10 - 12
Beginn: 19.04.2002
Raum: PT 1.0.6

Achtung! Das Hauptseminar entfällt, da Prof. Fuchs zum Sommersemester 2002 an die Universität Würzburg berufen wurde.

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Oberseminar in Mittelalterlicher Geschichte


Kortüm

Oberseminar für Doktoranden, Magistranden und Bearbeiter von Zulassungsarbeiten

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33155
Zeit: Mi 8 - 10
Beginn: 24.04.2002
Raum: PT 3.1.46

Bearbeiter von Zulassungs- und Magisterarbeiten sowie von Dissertationen erhalten Gelegenheit, ihre Themen vorzustellen und sich ergebende Probleme in einem größeren Kreis zu erörtern. Darüber hinaus dient das Oberseminar der Erarbeitung kulturhistorischer Fragestellungen, die sich im Zusammenhang mit dem Regensburger DFG-Projekt "Krieg im Mittelalter" ergeben.

Teilnahmevoraussetzung: Doktoranden, Magistranden, Bearbeiter von Zulassungsarbeiten; - sonstige am Thema Krieg interessierte (sehr gerne auch aus den Nachbardisziplinen, d.h. Soziologie, Politologie, Psychologie)


Achtung! Das Oberseminar entfällt, da Prof. Fuchs zum Sommersemester 2002 an die Universität Würzburg berufen wurde.

Fuchs

Oberseminar für Doktoranden, Magistranden und Bearbeiter von Zulassungsarbeiten

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33156
Zeit: Fr 14 - 16
Beginn: 19.04.2002
Raum: PT 1.0.6

Achtung! Das Oberseminar entfällt, da Prof. Fuchs zum Sommersemester 2002 an die Universität Würzburg berufen wurde.

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Proseminare in Mittelalterlicher Geschichte


Clauss

Proseminar zur Mittleren Geschichte:
Der Hundertjährige Krieg

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33163
Zeit: Mo 8 - 10
Beginn: 15.04.2002
Raum: PT 1.0.6

Im Hundertjährigen Krieg (circa 1337-1453) trafen mit England und Frankreich die beiden 'fortschrittlichsten' und 'mächtigsten' Königreiche des europäischen Spätmittelalters aufeinander. Ausgehend von einem dynastischen Konflikt führte dieser Krieg trotz zwischenzeitlicher Erfolge für England letztendlich zum Verlust beinahe aller englischen Besitzungen auf dem Kontinent und zur Stärkung des französischen Königtums. Die Auseinandersetzungen waren dabei nicht nur von großen Schlachten und Eroberungen gekennzeichnet, sondern brachten auch grundlegende Veränderungen für unterschiedliche Bereiche der beteiligten Gesellschaften mit sich (Militär, Wirtschaft, politische Institutionen etc.). Neben den militärisch-politischen Ereignissen - wie etwa den Schlachten von Crecy und Agincourt - werden im Proseminar auch einige dieser Entwicklungen auf der Grundlage ausgesuchter Quellen untersucht.
Anhand des Themas sollen Grundfragen und -probleme der mittelalterlichen Geschichte behandelt und ein Einblick in das wissenschaftliche Arbeiten gegeben werden. Soweit möglich werden hierbei auch die 'historischen Hilfswissenschaften' berücksichtigt.

Literatur: ALLMAND, Ch.: The Hundred Years War. England and France at war c. 1300 - c. 1450, Cambridge 1989; CONTAMINE, Ph.: La guerre de cent ans, 3. Aufl. Paris 1977; CURRY, A.: The Hundred Years War, Basingstoke 1993; DESMOND, S.: The Hundred Years War. The English in France, 1337-1453, New York 1999.

Sonstige Bemerkungen: Anmeldung in der Sprechstunde.


Hack

Proseminar zur Mittleren Geschichte:
Die Taufe Chlodwigs

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33164
Zeit: Mi 12 - 14
Beginn: 17.04.2002
Raum: PT 1.0.6

Die Taufe Chlodwigs und der Übertritt der Franken zum katholischen Christentum gehört zu den folgenreichsten Ereignissen in der Geschichte des frühen Mittelalters. Das Datum ist allerdings unsicher und kann in das Jahr 497, 498 oder 499 gesetzt werden. Was hatte den König zu diesem entscheidenden Schritt bewegt? Waren es in erster Linie persönlich-religiöse Motive? Oder verfolgte er damit vor allem politische Absichten? Welche Veränderungen zog der Bekehrungsakt für die fränkische Gesellschaft nach sich? Welche Bedeutung hatte er für das politische Gefüge des frühmittelalterlichen Europa?
Anhand dieses Themenkomplexes sollen exemplarisch Grundfragen der mittelalterlichen Geschichte behandelt und zugleich die Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens eingeübt werden.

Literatur: ANTON, H. H.: RGA IV, Berlin/New York 1981, s. v. Chlodwig, S. 478-485; Die Franken. Wegbereiter Europas I-II, Katalog zur Ausstellung im Reiss-Museum Mannheim, Mainz 1996; VON PADBERG, L.: Die Christianisierung Europas im Mittelalter, Stuttgart 1998; EWIG, E.: Die Merowinger und das Frankenreich, Stuttgart/Berlin/Köln 42001

Sonstige Bemerkungen: Persönliche Anmeldung in der Sprechstunde.


Köglmeier

Proseminar zur Mittleren Geschichte:
Die Karolinger in Bayern

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33165
Zeit: Fr 10 - 12
Beginn: 19.04.2002
Raum: ZH 1

(1st. fakultatives Tutorium nach Vereinbarung)

In dem Proseminar werden die Methoden und Hilfsmittel der mittelalterlichen Geschichtsforschung vorgestellt. Der Umgang mit Quellen und Literatur wird vor allem am Beispiel der Geschichte Bayerns unter der Herrschaft der Karolinger geübt. Ziel des Proseminars ist die Fähigkeit zu eigenständigem wissenschaftlichen Arbeiten im Bereich der Mittleren Geschichte.

Literatur: (* zur Anschaffung dringend empfohlen): *BAUMGART, W.: Bücherverzeichnis zur deutschen Geschichte. Hilfsmittel, Handbücher, Quellen, 14. Aufl. München 2001; GOETZ, H.-W.: Proseminar Geschichte: Mittelalter, 2. Aufl. Stuttgart 2000; V. BRANDT, A.: Werkzeug des Historikers. Eine Einführung in die Historischen Hilfswissenschaften, 15. Aufl. Stuttgart u.a. 1998.- SPINDLER, M. (Hg.): Handbuch der bayerischen Geschichte. Bd. 1, 2. Aufl. München 1981, bes. §§ 23, 24 u. 28.

Sonstige Bemerkungen: Teilnehmerzahl begrenzt, persönliche Anmeldung durch Listeneintrag im Sekretariat des Lehrstuhls Prof. Schmid (PT 3.1.43) oder online über die Adresse http://on.to/Anmeldung-Koeglmeier erforderlich.


Kaltwasser

Proseminar zur Mittleren Geschichte:
Die Welfen in Bayern

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33166
Zeit: Do 14 - 16
Beginn: 18.04.2002
Raum: PT 1.0.6

Das Proseminar führt ein in die Grundlagen der Methodik und Technik des geschichtswissenschaftlichen Arbeitens. Anhand von Problemstellungen zum Thema "Die Welfen in Bayern" soll der Umgang mit den spezifischen Hilfsmitteln, den Quellen und der entsprechenden Forschungsliteratur erlernt und geübt werden. Ziel des Proseminars ist die Fähigkeit zu eigenständigem wissenschaftlichen Arbeiten im Bereich der mittelalterlichen Geschichte.

Literatur: (* zur Anschaffung dringend empfohlen): *BAUMGART, W.: Bücherverzeichnis zur deutschen Geschichte. Hilfsmittel, Handbücher, Quellen, 12. Aufl. München 1997; *GOETZ, H.-W.: Proseminar Geschichte: Mittelalter, 2. Aufl. Stuttgart 2000; SPINDLER, M.: Handbuch der bayerischen Geschichte. Bd. I, 2. Aufl. München 1981.

Sonstige Bemerkungen: Persönliche und verbindliche Anmeldung in der Sprechstunde (Fr 9-10 Uhr im Raum PT 3.1.83); Höchstteilnehmerzahl: 25.

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Übungen in Mittelalterlicher Geschichte


Kortüm

Lektürekurs zur Vorlesung: Einführung in die Geschichte der Merowingerzeit

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33182
Zeit: Mo 14 - 16
Beginn: 22.04.2002
Raum: PT 1.0.6

In der Übung sollen Hauptquellen zur Vorlesung "Die Merowinger" behandelt werden (nach Möglichkeit auch in übersetzter Form).

Literatur: GEARY, P.: Die Merowinger-Europa vor Karl dem Großen, München 1996.


Achtung! Die Übung entfällt, da Prof. Fuchs zum Sommersemester 2002 an die Universität Würzburg berufen wurde.

Fuchs

Süddeutsche Necrologia des 11. und 12. Jahrhunderts

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33183
Zeit: Do 18 - 20
Beginn: 18.04.2002
Raum: PT 1.0.6

Achtung! Die Übung entfällt, da Prof. Fuchs zum Sommersemester 2002 an die Universität Würzburg berufen wurde.


Hack

Gregor von Tours, Frankengeschichte

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33184
Zeit: Di 18 - 20
Beginn: 23.04.2002
Raum: PT 1.0.6

Die in zehn Bücher unterteilte Frankengeschichte des adligen Bischofs Gregor von Tours gehört ohne Frage zu den wichtigsten Quellen für die Geschichte des frühen Mittelalters. Sie ist in den letzten Lebensjahren des Verfassers entstanden und schildert vor allem die Begebenheiten seit den Tagen König Chlodwigs I. Das umfangreiche Werk interessiert allerdings nicht nur wegen seiner ausführlichen und farbigen Berichte über die Vorgänge im politischen und kirchlichen Bereich. Es ist in erster Linie ein aufschlußreiches Beispiel christlicher Geschichtsschreibung am Übergang von der Spätantike zum frühen Mittelalter. In der Übung sollen ausgewählte Passagen gemeinsam gelesen, übersetzt und interpretiert werden. Der Text eignet sich besonders, um Fragen der mittelalterlichen Latinität, der Vorlage und des Stils, der Arbeitsweise des Verfassers und der literarischen Gattungsmerkmale zu erörtern. Bei der Auswahl der Textepassagen können gerne auch die Interessen der Teilnehmer berücksichtigt werden.

Textausgabe: Gregorii episcopi Turonensis historiarum libri X, edd. KRUSCH, B./ LEVISON, W., MGH SS rer. Germ. I, 1, Hannover 1937-1951.

Literatur: HEINZELMANN, M.: Gregor von Tours (538-594), 'Zehn Bücher Geschichte'. Historiographie und Geschichtskonzept im 6. Jahrhundert, Darmstadt 1994; VOLLMANN, B. K.: RAC XII, Stuttgart 1983, s. v. Gregor von Tours, Sp. 895-930; HEINZELMANN, M.: RGA XII, Berlin/New York 1998, s. v. Gregor von Tours, S. 612-615; KORTÜM, H. H. u. a.: RGA XI, Berlin/New York 1998, s. v. Geschichtsschreibung, S. 477-502 (jeweils mit ausführlicher Bibliographie)

Sonstige Bemerkungen: Persönliche Anmeldung in der Sprechstunde (Mi 14 - 15, PT 3.1.57).


Clauss

Begleitende Übung zum Proseminar:
Die Schlacht bei Agincourt (25. Oktober 1415)

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33187
Zeit: Di 14 - 16
Beginn: 16.04.2002
Raum: PT 1.0.6

Der Sieg des englischen Königs Heinrich V. über ein zahlenmäßig deutlich überlegenes französisches Heer bei Agincourt ist eine der berühmtesten Schlachten des Hundertjährigen Krieges und des ganzen Mittelalters. Neben den machtpolitisch-strategischen Konsequenzen der Schlacht ist dafür vor allem ihre literarische - und in jüngster Zeit auch filmische - Rezeption verantwortlich. Ziel der Übung wird es sein, anhand zeitgenössischer Quellen ein Bild des unmittelbaren Geschehen der Schlacht, ihrer militärischen und historischen Voraussetzungen und Folgen zu erarbeiten; darüber hinaus soll an einigen Beispielen auch auf die Rezeption der Schlacht vom 15. Jahrhundert bis heute eingegangen werden (u.a. Shakespeares Heinrich V.). Alle Texte liegen in englischer oder französischer Sprache vor.

Literatur: ALLMAND, Ch.: Henry V., Berkeley/Los Angeles 1992, S. 83-101; ALLMAND, Ch.: The Hundred Years War. England and France at war c. 1300 - c. 1450, Cambridge 1989; BURNE, A.: The Agincourt War. A military history of the latter part of the Hundred Years War from 1369 to 1453, London 1956, S. 38-96; CURRY, A.: The battle of Agincourt. Sources and Interpretations, Woodbridge 2000.

Sonstige Bemerkungen: Anmeldung in der Sprechstunde.

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Neuere und Neueste Geschichte

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Vorlesungen in Neuerer und Neuester Geschichte


Luttenberger

Geschichte Frankreichs in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33126
Zeit: Mi 11 - 13, Do 11 - 12
Beginn: 17.04.2002
Raum: H 6 (Mi) u. H 8 (Do)

Die Vorlesung wird schwerpunktmäßig die sozioökonomische Entwicklung, die Ausformung des absolutistischen Regierungssystems Ludwigs XIV. und die aus dem Hegemonialstreben Frankreichs resultierenden Spannungen und Konflikte innerhalb des europäischen Mächtesystems behandeln.

Literatur: BLUCHE, François: Louis XIV., Paris 1986; GOUBERT, Pierre: Ludwig XIV. und zwanzig Millionen Franzosen, Berlin 1973; ASCH, R. / DUCHHARDT, H. (Hg.): Der Absolutismus - ein Mythos? Strukturwandel monarchischer Herrschaft in West- und Mitteleuropa (ca. 1550-1700), Köln u.a. 1996 (Münstersche Historische Forschungen Bd.9).


Kraus

Geschichte der DDR

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33129
Zeit: Mi 9 - 11
Beginn: 17.04.2002
Raum: H 6

Es ist nicht der Anspruch der Vorlesung, einen systematischen Überblick über die 40jährige Geschichte der DDR, womöglich unter rein politikgeschichtlicher Perspektive, zu bieten. Neben einem kursorischen Blick auf innen-, deutschland- und blockpolitische Entwicklungen sollen stattdessen einzelne Aspekte beleuchtet werden, die die Gesellschaft der DDR nicht weniger geprägt und charakterisiert haben, wie etwa die Wirtschaftsverfassung, die Rolle von Kunst, Literatur, Presse, Film und Theater, Sozialstaatspostulat und -wirklichkeit, familiale Strukturen, Geschlechterverhältnis, Frauenemanzipation, Kindererziehung, Intention, Funktion und Perversion des (Leistungs-)Sports, Widerspruch und Widerstand und dgl. mehr.

Literatur: RITTER, Gerhard A.: Über Deutschland (insb. Kap. III und IV), München 1998; STARITZ, Dietrich: Geschichte der DDR, erw. Neuausgabe Frankfurt a.M. 1996; WEBER, Hermann: Die DDR 1945-1990, 2. Aufl. München 1993.

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Hauptseminare in Neuerer und Neuester Geschichte


Luttenberger

Hof und höfische Gesellschaft in der Frühen Neuzeit

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33145
Zeit: Do 14 - 16
Beginn: 18.04.2002
Raum: PT 2.0.8

In der Beschäftigung mit der Entfaltung frühmoderner Staatlichkeit im Rahmen der aktuellen Diskussion über den Absolutismus stellt sich nicht zuletzt die Frage nach den Funktionen des fürstlichen Hofes und den Strukturen der höfischen Gesellschaft in der Frühen Neuzeit. Das angekündigte Hauptseminar wird als Versuch angelegt sein, die verfassungs-, sozial- und kulturgeschichtliche Bedeutung des Hofes in der Zeit vom 16. bis 18. Jahrhundert zu klären.

Literatur: BAUER, V.: Die höfische Gesellschaft in Deutschland von der Mitte des 17. bis zum Ausgang des 18. Jahrhunderts, Tübingen 1993; ELIAS, N.: Die höfische Gesellschaft. Untersuchungen zur Soziologie des Königtums und der höfischen Aristokratie, 2. Aufl. Darmstadt 1975; KRUEDENER, J. Frhr. v.: Die Rolle des Hofes im Absolutismus, Stuttgart 1973; MÜLLER, Rainer A.: Der Fürstenhof in der Frühen Neuzeit, München 1995 (Enzyklopädie Deutscher Geschichte Bd.33); WINTERLING, A.: Der Hof der Kurfürsten von Köln (1688-1794). Eine Fallstudie zur Bedeutung "absolutistischer" Hofhaltung, Bonn 1986.

Sonstige Bemerkungen: Persönliche Anmeldung ist erforderlich. Anmeldung, Vorbesprechung und Vergabe der Referatsthemen in der Sprechstunde am Donnerstag, 7. Februar 2002, 12 Uhr.


Kraus

Jüdische Bürgertums- und Familiengeschichte in Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33147
Zeit: Di 16 - 18
Beginn: 16.04.2002
Raum: PT 2.0.8

Judentum und Bürgertum stehen vielfach interdependent zueinander: Die Verbürgerlichung der deutschen Gesellschaft des 19. Jahrhunderts hat nicht nur zur Rationalisierung des Alltagslebens und zur Verallgemeinerung individueller Verhaltensweisen geführt, sondern auch eine gewaltige Säkularisationsbewegung eingeleitet. Sie führte zur Reform des Judentums, auch zu dessen Verwissenschaftlichung, sicher zur Konfessionalisierung und letztlich auch zu religiöser Indifferenz. Drei Achsen gilt es dabei zu beachten: Judentum und Wirtschaft (z.B.: Was sind die Kriterien für jüdische Wirtschaftstätigkeit und Erfolge?), Judentum und Bildung bzw. Wissenschaft (war das Bildungsideal ein komplementäres Glaubensbekenntnis?) und Judentum und - bürgerliche - Kultur (waren die Juden Protagonisten einer neuen Modernität?). Die damit zusammenhängenden Fragen sollen anhand von einer modernen jüdischen Familienforschung verpflichteten Darstellungen kritisch besprochen werden.

Literatur: KAPLAN, Marion: Jüdisches Bürgertum. Frau, Familie und Identität im Kaiserreich, Hamburg 1997; KRAUS, Elisabeth: The Rothschilds, the Warburgs, and the Writing of German-Jewish Family History, in: German Historical Institute London Bulletin, Vol. XVIII, 1996, S. 5-20; MEYER, Michael A.: Jüdische Identität in der Moderne, Frankfurt a.M. 1992; MOSSE, George L.: Jüdische Intellektuelle in Deutschland. Zwischen Religion und Nationalismus, Frankfurt a.M. 1992; VOLKOV, Shulamit: Jüdisches Leben und Antisemitismus im 19. und 20. Jahrhundert. Zehn Essays, München 1990; MOSSE, Werner E.: The German-Jewish Economic Elite 1820-1935. A socio-cultural Profile, Oxford 1989; ZIMMERMANN, Moshe: Biography as a Historical Monograph, in: Tel Aviver Jahrbuch für deutsche Geschichte 20, 1991, S. 449-457.

Sonstige Bemerkungen: Die Vorbesprechung des Hauptseminars findet am Dienstag, den 05. Februar 2002 von 13.00 bis 14.00 Uhr im Raum PT 2.0.8 statt. Die Anmeldung zum Hauptseminar kann ab sofort erfolgen durch Listeneintrag bei Frau Wittmann im Sekretariat von Herrn Prof. Bauer (PT 3.1.69); es sind noch Plätze frei; Anmeldung ist möglich bis zum 5.4.2002; Höchstteilnehmerzahl: 25.


Wengst

Die Weimarer Republik vor dem Untergang:
Die Präsidialregierung Brüning (1930-1932)

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33148
Zeit: Mo 10 - 12
Beginn: 15.04.2002
Raum: PT 1.0.6

Die Ära Brüning gehört zu den entscheidenden Phasen der Weimarer Republik und Brüning selbst zählt zu ihren wichtigsten Politikern. In der Bewertung dieses Reichskanzlers und seiner Regierung gibt es jedoch große Unterschiede. Die eine Seite sieht in der Präsidialregierung Brüning eine "konservative Alternative", die die Chance geboten hätte, die Weimarer Demokratie trotz der Staats- und Wirtschaftskrise zu Beginn der 30er Jahre zu retten. Die andere Seite hält Brüning für den ersten Reichskanzler im Auflösungsprozeß der Weimarer Republik, dessen Maßnahmen nicht wenig dazu beigetragen haben, daß Hitler an die Macht gelangte. In dem Hauptseminar soll die Ära Brüning in all ihren Aspekten behandelt werden.

Literatur: BRACHER, K. D.: Die Auflösung der Weimarer Republik. Eine Studie zum Problem des Machtverfalls in der Demokratie, 2. Nachdruck der 5. Aufl., Königstein/Ts. 1984; HÖMIG, H.: Brüning. Kanzler in der Krise der Republik. Eine Weimarer Biographie, Paderborn u.a. 2000; SCHULZ, G.: Von Brüning zu Hitler. Der Wandel des politischen Systems in Deutschland 1930-1933, Berlin 1992; WINKLER, H.A. (Hrsg.): Die Deutsche Staatskrise 1930-1933. Handlungsspielräume und Alternative, München 1993.

Sonstige Bemerkungen: Anmeldung am 04. Februar 2002 von 9 bis 10 Uhr in der Sprechstunde; Teilnehmerzahl begrenzt.

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Oberseminar in Neuerer und Neuester Geschichte


Luttenberger

Oberseminar für Doktoranden, Magistranden und Bearbeiter von Zulassungsarbeiten

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33167
Zeit: Mi 16 - 18 (vierzehntägig)
Beginn: 24.4.2002
Raum: PT 1.0.6

Sonstige Bemerkungen: Die Teilnahme erfolgt auf persönliche Einladung.

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Proseminare in Neuerer und Neuester Geschichte


Knoll

Proseminar zur Neueren Geschichte:
Kaiser, Fürsten, Reformatoren: die politische und konfessionelle Entwicklung in Deutschland im Zeitalter der Reformation (1517-1555)

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33167
Zeit: Mi 10 - 12
Beginn: 17.04.2002
Raum: PT 2.0.8
Tutorium: Mi 18 - 19, Raum PT 1.0.6

Das Proseminar führt ein in das Studium der Neueren Geschichte und vermittelt Grundlagen des geschichtswissenschaftlichen Arbeitens. Es sollen der Umgang mit Quellen, Forschungsliteratur und Hilfsmitteln eingeübt und methodische Fragen erörtert werden. Thematisch widmet sich das Seminar der Periode der beginnenden Glaubensspaltung in Deutschland. Es sollen die politischen, sozialen und kulturellen Grundlagen der Epoche vorgestellt und Protagonisten, Positionen, Entwicklungen und Folgen der Ereignisse zwischen Luthers legendenhaftem Thesenanschlag von 1517 und dem Augsburger Religionsfrieden von 1555 analysiert werden.

Literatur: BAUMGART, W.: Bücherverzeichnis zur deutschen Geschichte. Hilfsmittel, Handbücher, Quellen, 14. Aufl. München 2001; LUTZ, H.: Reformation und Gegenreformation (OGG 10), 4. Aufl. München 1997; OPGENOORTH, E. / SCHULZ, G.: Einführung in das Studium der Neueren Geschichte, 6. Aufl. Paderborn 2001; RABE, H.: Deutsche Geschichte 1500-1600, München 1991; SCHULZE, W.: Einführung in die Neuere Geschichte, 3. Aufl. Stuttgart 1996; VÖLKER-RASOR, A. (Hg.): Frühe Neuzeit (Oldenbourg Geschichte-Lehrbuch 3), München 2000.

Sonstige Bemerkungen: Persönliche Anmeldung durch Listeneintrag im Sekretariat (PT 3.1.67); Höchstteilnehmerzahl: 25.


Seyboth

Proseminar zur Neueren Geschichte:
Bündnis- und Friedenspolitik im Zeitalter des Dreißigjährigen Krieges

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33168
Zeit: Do 12 - 14
Beginn: 18.04.2002
Raum: ZH 1
Tutorium: Do 18 - 19, Raum PT 2.0.8

Das Proseminar führt ein in die Arbeitsmethoden des Historikers, insbesondere in den Umgang mit den spezifischen Hilfsmitteln, den Quellen und der Forschungsliteratur zur Epoche der Neuzeit. Die methodischen Fertigkeiten zu selbständigen wissenschaftlichen Arbeiten werden anhand ausgewählter Aspekte der europäischen Bündnis- und Friedenspolitik während des Dreißigjährigen Krieges vermittelt und eingeübt.

Literatur: BAUMGART, W.: Bücherverzeichnis zur deutschen Geschichte. Hilfsmittel, Handbücher, Quellen, 14. Aufl. München 2001; BURKHARDT, J.: Der Dreißigjährige Krieg, Frankfurt 1992; LAHRKAMP, H.: Dreißigjähriger Krieg, Westfälischer Frieden, Münster 1997; SCHMIDT, G.: Der Dreißigjährige Krieg, 4. Aufl. München 1999; SCHORMANN, G.: Der Dreißigjährige Krieg, Göttingen 1993; SCHULZE, W.: Einführung in die Neuere Geschichte, 3. Aufl. Stuttgart 1996.

Sonstige Bemerkungen: Persönliche Anmeldung (jew. vormittags, Raum PT 3.1.84); Höchstteilnehmerzahl: 25.


Neri

Proseminar zur Neueren Geschichte:
Ludwig XVI. und seine Zeit

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33169
Zeit: Mo 10 - 12
Beginn: 15.04.2002
Raum: ZH 1
Tutorium: Mo 18 - 19, Raum PT 1.0.6

In dem Proseminar werden Grundfragen der Methodik und Technik des geschichtswissenschaftlichen Arbeitens behandelt. Der Umgang mit Quellen und wissenschaftlicher Fachliteratur wird vor allem am Beispiel ausgewählter Problemfelder aus der Regierungszeit Ludwigs XVI. vorgestellt. Trat Ludwig XVI. seine Regierung noch als absoluter Monarch an, dem eine große Machtfülle zugebilligt worden war, so endete er als Gefangener des Volkes unter der Guillotine. Gründe und Ursachen, die den Umbruch vom Ancien Régime zur Französischen Revolution bewirkt haben, werden in den Mittelpunkt des Seminars stehen.

Literatur: OPGENOORTH, E.: Einführung in das Studium der Neueren Geschichte, 5. Aufl. Paderborn 1997; BAUMGART, W.: Bücherverzeichnis zur deutschen Geschichte. Hilfsmittel, Handbücher, Quellen, 14. Aufl. München 2001; SCHULZE, W.: Einführung in die Neuere Geschichte, 3. Aufl. Stuttgart 1996; SCHULZE, W.: Einführung in die Neuere Geschichte, 3. Aufl. München 1996; CHIAPPE, Jean-François: Louis XVI., 2 Bde., Paris 1987; CRONIN, Vincent: Ludwig XVI. und Marie Antoinette, Hildesheim 1993; FAY, Bernhard: Ludwig XVI. Der Sturz der französischen Monarchie, München 1989.

Sonstige Bemerkungen: Persönliche Anmeldung durch Listeneintrag im Sekretariat des Lehrstuhls Prof. Luttenberger (PT 3.1.67); Höchstteilnehmerzahl: 25.


Achtung! Das Proseminar von Frau Dr. Baumann entfällt. Als Ersatz bietet Dr. Thomas Götz ein Proseminar zur Neueren und Neuesten Geschichte an. Siehe dazu die Angaben unten .

Baumann

Proseminar zur Neueren und Neuesten Geschichte:
Die Französische Revolution

Ersatzveranstaltung:

Götz

Proseminar für Neuere und Neueste Geschichte:
"Am Anfang war Napoleon" (Th. Nipperdey) - Reformpolitik in Preußen und den Rheinbundstaaten

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33170
Zeit: Di 11 - 13
Beginn: 16.04.2002
Raum: PT 1.0.6
Tutorium: Di 13 - 14, Raum PT 1.0.6

Das Proseminar führt ein in die theoretischen, methodologischen und arbeitstechnischen Grundlagen des Neuzeit-Historikers, vermittelt exemplarisch den kritischen Umgang mit Hilfsmitteln, Forschungsliteratur und Quellen und legt so das Fundament zum selbständigen historischen Arbeiten in späteren Studienabschnitten. Thematisch konzentriert sich das Seminar dabei auf zentrale Aspekte der "Deutschen Reformzeit", die - wie zu erarbeiten sein wird - in mehrfacher Hinsicht eine entscheidende Periode auf dem Weg von der frühneuzeit-lichen zur neuesten deutschen Geschichte darstellt.

Literatur: BAUMGART, Winfried: Bücherverzeichnis zur deutschen Geschichte. Hilfsmittel, Handbücher, Quellen, 14. Aufl. München 2001; CORNELISSEN, Christoph: Geschichtswissenschaften. Eine Einführung, Frankfurt a.M. 2000; GOERTZ, Hans-Jürgen (Hg.): Geschichte. Ein Grundkurs, Reinbek b. Hamburg 1998.
NIPPERDEY, Thomas: Deutsche Geschichte 1800-1866. Bürgerwelt und starker Staat, München 1983 u.ö., S. 11-101; WEHLER, Hans-Ulrich: Deutsche Gesellschaftsgeschichte. Erster Band: Vom Feudalismus des Alten Reiches bis zur Defensiven Modernisierung der Reformära 1700-1815, München 1987, S. 332-550; DEMEL, Walter, Vom aufgeklärten Reformstaat zum bürokratischen Staatsabsolutismus (Enzyklopädie deutscher Geschichte Band 23), München 1993; FEHRENBACH, Elisabeth: Vom Ancien Régime zum Wiener Kongreß (Oldenbourg Grundriß der Geschichte Bd. 10), 4. überarb. Aufl. München 2001.

Sonstige Bemerkungen: Anmeldung ab sofort durch Listeneintrag im Sekretariat des Lehrstuhls Prof. Bauer (Frau Wittmann: PT 3.1.69). In der Zeit vom 08.-12.04. liegen die Listen zur Anmeldung täglich von 10-12 Uhr im Zi. PT 3.1.71 aus !!


Reiß

Proseminar zur Neueren und Neuesten Geschichte:
Die Parteien der Weimarer Republik

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33171
Zeit: Mo 12 - 14
Beginn: 15.04.2002
Raum: ZH 1
Tutorium: Mo 18 - 19, Raum PT 2.0.8

Das Proseminar gibt Anleitung zum selbständigen historischen Arbeiten. Am Thema der Geschichte der Parteien in der Weimarer Republik soll der kritische Umgang mit Hilfsmitteln, Forschungsliteratur und Quellen erlernt werden. Der Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung historischer Arbeitstechniken, die das Herangehen an verschiedene Fragestellungen der neueren Geschichte erlauben. In der Geschichte der Parteien werden die Besonderheiten und Brüche der Geschichte der Weimarer Republik ebenso deutlich wie die Kontinuitäten, die die deutsche Geschichte seit dem Kaiserreich prägten. Politische Ereignisse, soziale Strukturen und kulturelle Muster überlagern sich. Es besteht die Möglichkeit, an einer eintägigen Exkursion nach Nürnberg teilzunehmen, auf der u.a. das neueröffnete Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände besucht werden wird.

Literatur: PEUKERT, Detlev: Die Weimarer Republik. Krisenjahre der klassischen Moderne, Frankfurt a.M. 1987; MOMMSEN, Hans: Die verspielte Freiheit. Der Weg der Republik von Weimar in den Untergang 1918-1933, Berlin 1989; KOLB, Eberhard: Die Weimarer Republik (= Oldenbourg Grundriß der Geschichte, Bd. 16), 5. Aufl. München 2000; PETER, Matthias - SCHRÖDER, Hans-Jürgen: Einführung in das Studium der Zeitgeschichte, Paderborn/München 1994.
Bei der Bundeszentrale für politische Bildung ist unentgeltlich erhältlich: BRACHER, Karl Dietrich - FUNKE, Manfred - JACOBSEN, Hans-Adolf (Hgg.): Die Weimarer Republik 1918-1933. Politik - Wirtschaft - Gesellschaft, 3. Aufl. Bonn 1998.

Sonstige Bemerkungen: Anmeldung ab sofort durch Listeneintrag im Sekretariat Prof. Bauer (Frau Wittmann), in der Woche vom 8. bis 12.4.2002 bei Frau Sennebogen (PT 3.1.71, jeweils 10-12 Uhr) ; Höchstteilnehmerzahl: 25.


Kraus

Proseminar zur Neueren und Neuesten Geschichte:
Deutschland unter alliierter Besatzung 1945-1949

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33172
Zeit: Do 10 - 12
Beginn: 18.04.2002
Raum: PT 2.0.8
Tutorium: Do 17 - 18, Raum PT 2.0.8

Das Seminar führt ein in Arbeitsmethoden, Hilfsmittel und Quellen des (Neuzeit-)Historikers und vermittelt theoretische und methodologische Grundlagen des Faches, die anhand der Darstellung einiger zentraler Aspekte der unmittelbaren Nachkriegszeit deutlich gemacht werden sollen, wie etwa der "Zusammenbruchgesellschaft" (Kleßmann) mit ihren demographischen Verschiebungen, Kriegszerstörungen, der Ernährungs-, Arbeits- und Wohnsituation, der Neu- bzw. Wiedergründung von Parteien, dem Verwaltungsaufbau etc., der Umsetzung der vier D's des Potsdamer Abkommens, der interalliierten Deutschlandpolitik auf den Außenministerkonferenzen und im Kontrollrat sowie letztendlich der doppelten Staatsgründung.

Literatur: BAUMGART, Winfried: Bücherverzeichnis zur deutschen Geschichte, München, neueste Aufl.; KOCKA, Jürgen: Sozialgeschichte, Göttingen, neueste Aufl.; SCHULZE, Winfried: Einführung in die Neuere Geschichte, Stuttgart, neueste Aufl.; GRAML, Hermann: Die Alliierten und die Teilung Deutschlands. Konflikte und Entscheidungen 1941-1948, Frankfurt a.M. 1985 bzw. neueste Aufl.; KLEßMANN, Christoph: Die doppelte Staatsgründung. Deutsche Geschichte 1945-1955, Göttingen 1982 bzw. neueste Aufl.; LOTH, Wilfried: Die Historiker und die Deutsche Frage. Ein Rückblick nach dem Ende des Kalten Krieges, in: Historisches Jahrbuch 112 (1992), S. 366-382; STEININGER, Rolf: Deutsche Geschichte 1945-1961. Darstellung und Dokumente in zwei Bänden, Bd. 1: Frankfurt a.M. 1983 bzw. neueste Aufl.

Sonstige Bemerkungen: Die Anmeldung kann ab sofort bis zum 17.4.2002 (in der Woche vom 8. bis 12.4.2002 täglich von 10-12 Uhr im Zi. PT 3.1.71) erfolgen durch Listeneintrag bei Frau Wittmann im Sekretariat von Herrn Prof. Bauer (PT 3.1.69); Höchstteilnehmerzahl: 25.

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Übungen in Neuerer und Neuester Geschichte


Luttenberger

Quellenlektüre: Martin Luther und die Anfänge der reformatorischen Bewegung

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33189
Zeit: Di 16 - 18
Beginn: 23.04.2002
Raum: ZH 1

In der Interpretation einschlägiger Texte sollen die Grundzüge der zeitgenössischen Kirchenkritik, die reformerischen Konsequenzen der Theologie Martin Luthers und die Differenzen innerhalb der reformatorischen Bewegung herausgearbeitet werden.

Literatur: GOERTZ, H.-J.: Pfaffenhaß und groß Geschrei. Die reformatorischen Bewegungen in Deutschland 1517-1529, München 1987; OBERMAN, Heiko A.: Luther. Mensch zwischen Gott und Teufel, Berlin 1987

Sonstige Bemerkungen: Anmeldung durch Listeneintrag im Sekretariat (PT 3.1.67) erforderlich.
Achtung! Die Übung von Frau Dr. Baumann entfällt. Als Ersatz bietet Dr. Thomas Götz eine Übung an. Siehe dazu die Angaben unten .

Baumann

"Frau" im Film der Weimarer Republik und des Dritten Reichs (Quellenanalyse und -kritik)

Ersatzveranstaltung:

Götz

Geschlechterverhältnisse im Umbruch. Mann und Frau im deutschen Bürgertum 1770-1850

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33192
Zeit: Mi 12 - 14 (Terminänderung gegenüber der von Fr. Dr. Baumann angekündigten Übung!)
Beginn: 16.04.2002
Raum: ZH 1

Geschlechterrollen unterliegen dem historischen Wandel. Die Herausbildung eines "neuen", nicht mehr ständisch definierten Bürgertums zwischen dem späten 18. und der Mitte des 19. Jahrhunderts belegt dies eindrücklich. Doch scheinen dabei Theorie und soziale Praxis - also die Vorstellungen (männlicher) bürgerlicher "Meisterdenker" und die tatsächlich gelebten Lebensentwürfe - durchaus nicht deckungsgleich gewesen zu sein; das lassen jedenfalls neuere Forschungen erkennen und das wird auch Thema des Seminars sein. Wie gestalteten Frauen und Männer die Sphären von Arbeit, Geselligkeit, Ehe, Familie und Erziehung? Inwieweit vollzog sich dabei eine strikte Trennung von (männlich dominierter) Öffentlichkeit und (vornehmlich weiblich konnotierter) Privatheit? Welche Bedeutung kommt mithin dem Geschlechterverhältnis in der Bürgertumsgeschichte zu?
Seminarplan: Besprechung und Diskussion neuerer Forschungserträge (Kurzreferate), gemeinsame Lektüre und Interpretation von normativen Quellen (zeitgenössische Lexika), Bildquellen und "Ego-Dokumenten" (Autobiographien, Tagebücher, Briefe, z.T. handschriftlich). Eine Auswahlbibliographie zur Bürgertumsforschung wird in der ersten Sitzung vorgestellt. Erwerbbare Leistungsnachweise: Theorie- und Methodenschein, im Falle der Transkription einer handschriftlichen Quelle Hilfswissenschaften-Schein.

Teilnahmevoraussetzung: absolviertes Proseminar in Neuerer/Neuester Geschichte.

Literatur: MERGEL, Thomas: Die Bürgertumsforschung nach 15 Jahren, in: Archiv für Sozialgeschichte 41 (2001), S. 515-538; LUNDGREEN, Peter (Hg.): Sozial- und Kulturgeschichte des Bürgertums. Eine Bilanz des Bielefelder Sonderforschungsbereichs (1986-1997), Göttingen 2000 (Bürgertum. Beiträge zur europäischen Gesellschaftsgeschichte, Band 18); GALL, Lothar (Hg.): Bürgertum und bürgerlich-liberale Bewegung in Mitteleuropa seit dem 18. Jahrhundert (Historische Zeitschrift, Sonderheft 17), München 1997; HABERMAS, Rebekka: Frauen und Männer des Bürgertums. Eine Familiengeschichte (1750-1850), Göttingen 2000 (Bürgertum. Beiträge zur europäischen Gesellschaftsgeschichte, Band 14); TREPP, Anne-Charlott: Sanfte Männlichkeit und selbständige Weiblichkeit. Frauen und Männer im Hamburger Bürgertum zwischen 1770 und 1840, Göttingen 1996 (Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte 123).

Sonstige Bemerkungen: Anmeldung ab sofort durch Listeneintrag im Sekretariat des Lehrstuhls Prof. Bauer (Frau Wittmann: PT 3.1.69). In der Zeit vom 08.-12.04. liegen die Listen zur Anmeldung täglich von 10-12 Uhr im Zi. PT 3.1.71 aus !!


Sennebogen

Die propagandistische Selbstdarstellung des NS-Regimes (1933-1939)

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33193
Zeit: Mo 16 - 18
Beginn: 15.04.2002
Raum: PT 1.0.6

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht der "schöne Schein" des "Dritten Reichs". Anhand ausgewählter Themenkomplexe (Reichsparteitage, Olympische Spiele 1936, Propagandaausstellungen, Bauprogramme, NS-Kunst, KdF) werden Aufbau, Technik, Organisation und Inszenierung nationalsozialistischer Propagandaereignisse von der "Machtergreifung" bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs kritisch hinterfragt. Der "Führer-Kult" um Adolf Hitler bildet einen weiteren Schwerpunkt der Übung, die sich vor allem auch mit den "modern" anmutenden Strukturen und Erscheinungsformen der NS-Propaganda auseinandersetzen will. Aus diesem Grund werden insbesondere Filme und zeitgenössische Tondokumente in die Analyse mit einbezogen. Es besteht im Rahmen der Übung die Möglichkeit zur Teilnahme an einer Exkursion auf das ehemalige Reichsparteitagsgelände der NSDAP in Nürnberg und zum Besuch des dort erst kürzlich eröffneten Dokumentationszentrums und der Ausstellung "Faszination und Gewalt".

Literatur: BUSSEMER, T.: Propaganda und Populärkultur. Konstruierte Erlebniswelten im Nationalsozialismus, Wiesbaden 2000; DIESENER, G. - GRIES, R. (Hgg.): Propaganda in Deutschland. Zur Geschichte der politischen Massenbeeinflussung im 20. Jahrhundert, Darmstadt 1996; KIVELITZ, C.: Die Propagandaausstellung in europäischen Diktaturen, Bochum 1999; RÜRUP, R. (Hg.): 1936. Die Olympischen Spiele und der Nationalsozialismus, Berlin 1996; WELCH, D.: The Third Reich. Politics and Propaganda, London 1993; ZELNHEFER, S.: Die Reichsparteitage der NSDAP, Nürnberg 1991.

Sonstige Bemerkungen: Anmeldung nicht mehr möglich, die Veranstaltung ist voll belegt; Teilnahmevoraussetzungen: erfolgreich abgeschlossenes Proseminar in Neuerer oder Neuester Geschichte, Bereitschaft zur Übernahme eines Kurzreferats; Höchstteilnehmerzahl: 25.


Kraus

Ausgewählte Probleme der DDR-Geschichtswissenschaft

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33195
Zeit: Mi 17 - 19
Beginn: 17.04.2002
Raum: PT 2.0.8

Neben der eminent ideologie- und identitätsstiftenden wie herrschaftssichernden Funktion, die die Geschichtswissenschaft der DDR von Anfang an einnahm, sollen in der Übung Organisation, Struktur, Aufgabenzuweisung durch Staat und Partei sowie das Selbstverständnis thematisiert werden. Ferner geht es um die "Tradition"- und "Erbe"-Diskussion, um Brüche und Widersprüche einer der materialistischen Geschichtsauffassung ebenso wie den politischen Vorgaben der Staatspartei uneingeschränkt verpflichteten, apologetischen Wissenschaft mit Blick auf die Interpretation einiger wichtiger Zäsuren, Perioden oder Personen der deutschen Geschichte wie z.B. die "frühbürgerliche Revolution" und das Lutherbild, die "Preußen"-Diskussion oder den Prozeß der Teilung Deutschlands nach 1945.

Literatur: SARBOW, Martin: Das Diktat des Konsenses. Geschichtswissenschaft in der DDR 1949-1969, München 2001; HEYDEMANN, Günther: Geschichtswissenschaft im geteilten Deutschland, Frankfurt a.M. 1980; DERS.: Geschichtswissenschaft und Geschichtsverständnis in der DDR seit 1945, in: Aus Politik und Zeitgeschichte B 13/1987, S. 15-26; SCHÜTTE, Hans-Dieter: Zeitgeschichte und Politik. Deutschland- und blockpolitische Perspektiven der SED in den Konzeptionen marxistisch-leninistischer Zeitgeschichte, Bonn 1985.

Sonstige Bemerkungen: Die Anmeldung kann ab sofort bis zum 17.4.2002 (in der Woche vom 8. bis 12.4.2002 täglich von 10-12 Uhr im Zi. PT 3.1.71) erfolgen durch Listeneintrag bei Frau Wittmann im Sekretariat von Herrn Prof. Bauer (PT 3.1.69).


Knoll

Alltagsgeschichte: "Geschichte von innen - Geschichte von unten?"

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33196
Zeit: Do 12 - 14
Beginn: 18.04.2002
Raum: PT 1.0.6

In den 1980er Jahren löste die in Deutschland damals junge "Alltagsgeschichte" kontroverse Diskussionen aus. In ihrem mikrohistorisch zugespitzten Blick, ihrem Interesse am Repetitiven, Alltäglichen und ihrer bevorzugten Untersuchung unterer sozialer Schichten sah sie sich von verschiedenen Seiten der Kritik ausgesetzt. Galt sie den einen als unzulässige Entpolitisierung der Geschichte und "eskapistischer Rückzug" (H. RABE), attestierten ihr andere Eignung, den "analytischen Blick" zu "vernebeln" (H. U. WEHLER), und mangelnde Fähigkeit zur Synthese. In der Lektüre einschlägiger Texte sollen Ziele, Gegenstände, Methoden und Grenzen der Alltagsgeschichte diskutiert und die weitere Entwicklung sowie ihre (Nach-) Wirkungen in der heutigen Geschichtswissenschaft verfolgt werden.

Literatur: SCHULZE, W.: Sozialgeschichte, Alltagsgeschichte, Mikrohistorie. Eine Diskussion, Göttingen 1994.

Sonstige Bemerkungen: Anmeldung durch Listeneintrag im Sekretariat (PT 3.1.67.


Braun

Vorbereitungskurs für Staatsexamenskandidaten: Ausgewählte Themen zur deutschen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33198
Zeit: Fr 13 - 15
Beginn: 19.4.2002
Raum: W 112

In dieser Veranstaltung soll anhand ausgewählter Themen der schriftlichen Staatsexamina aus den vergangenen Jahren eine Optimierung der Bearbeitung staatsexamensrelevanter Themen zur deutschen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts eingeübt werden. Der Schwerpunkt der Veranstaltung liegt dabei nicht auf einer fachlichen Wissensvermittlung im Sinne eines Repetitoriums, sondern es sollen vielmehr gemeinsam adäquate und auch arbeitsökonomisch effiziente Konzeptionen und Strategien zur erfolgreichen Abfassung eines schriftlichen Staatsexamens erarbeitet werden. Der Verlauf der Veranstaltung wird sich so gestalten, daß je Sitzung ein Thema von jeweils zwei Referenten vorgestellt werden soll, daran anschließend werden die Konzeptionen, die Gliederungsentwürfe und die inhaltlichen Schwerpunkte der beiden Versionen vergleichend diskutiert.

Sonstige Bemerkungen: Jeder Teilnehmer muß ein Referat übernehmen; Themenvergabe in der ersten Sitzung. Die schriftlichen Bearbeitungsversionen (Gliederungs- und Konzeptionsentwurf, zwei bis drei Seiten) sind eine Woche vorher den übrigen Teilnehmern zur Bearbeitung auszuhändigen. Höchstteilnehmerzahl: 25. Anmeldung ab sofort durch Listeneintrag bei Frau Wittmann im Sekretariat Prof. Bauer (PT 3.1.69) bis zum 19.4.2002 (in der Woche vom 8. bis 12.4.2002 täglich von 10-12 Uhr im Zi. PT 3.1.71).


Götz

Überblicksübung: Staat und Gesellschaft in Deutschland 1770-1820 - Begriffe, Strukturen, Prozesse

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33199
Zeit: Do 16 - 18
Beginn: 18.4.2002
Raum: CH 33.1.91

Das halbe Jahrhundert zwischen 1770 und 1820 markiert in Deutschland eine eigenständige Epoche, erfüllt von sequenzartig gedrängten, nachgerade dramatisch abrollenden Veränderungen. In dieser "Sattelzeit" (R. Koselleck) vollzieht sich in Staat und Gesellschaft der Übergang vom frühneuzeitlichen "Alteuropa" in die "Moderne". Um diesen komplexen Prozeß von der Wurzel her zu verstehen, müssen grundlegende Strukturen schon allein begrifflich tiefenscharf betrachtet werden. Daher soll in der Übung nicht die Ereignisgeschichte, sondern der Wandel in zentralen Bereichen schlaglichtartig bzw. exemplarisch behandelt werden. Hierzu zählen u.a. der Übergang vom Staat des aufgeklärten Absolutismus zum Frühkonstitutionalismus, die neu zu fassenden Definitionsmerkmale gesellschaftlicher Differenzierung zwischen altständischer Abgrenzung und moderner Klassenformation, die neue Rolle von Kirche und Religion in Staat bzw. Gesellschaft nach der Säkularisation oder die Ablösung des traditionalen Reichs- und Territorien-Patriotismus durch den emanzipatorisch-integralen Nationalismus.
- Seminarplan: Für die Behandlung der Themenblöcke stellt der Seminarleiter einen aus Literaturausschnitten bestehenden Auswahlreader zusammen, der pro Sitzung ca. 50 Seiten umfaßt (und der jeweils eine Woche vor dem entsprechenden Thema vorliegt; er soll zugleich als Basis für allfällige Prüfungsvorbereitungen dienen). Nach ca. einstündiger gemeinsamer und vom Seminarleiter gelenkter Besprechung der Literatur wird der Rest der Sitzung mit der Interpretation eines einschlägigen Quellenausschnitts bestritten.
Eine ausführliche kommentierte Auswahlbibliographie zu den einzelnen Themen wird in der der ersten Sitzung vorgestellt.

Teilnahmevoraussetzung: absolviertes Proseminar in Neuerer/Neuester Geschichte.

Sonstige Bemerkungen: Da es sich um eine Überblicksveranstaltung handelt, kann ein Quellen -Schein nur nach Rücksprache und Übernahme eines Quellen-Referats erworben werden. Anmeldung ab sofort durch Listeneintrag im Sekretariat des Lehrstuhls Prof. Bauer (Frau Wittmann: PT 3.1.69). In der Zeit vom 08.-12.04. liegen die Listen zur Anmeldung täglich von 10-12 Uhr im Zi. PT 3.1.71 aus !!

Treffpunkt: Zur ersten Sitzung am 18. April treffen sich die Teilnehmer der Lehrveranstaltung vor dem Dozentenzimmer: PT 3.1.85 !!

Hinweis: Diese Veranstaltung ist ein zusätzliches Lehrangebot, das im gedruckten Vorlesungsverzeichnis und in den gedruckten Kommentaren noch nicht aufgeführt ist.

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Grundkurs in Neuerer und Neuester Geschichte


Baumann

Grundkurs in der vorlesungsfreien Zeit vom 18.02. - 13.03.2002
Deutsche Geschichte vom 16. - 18. Jahrhundert

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33203
Zeit: Mo 14 - 16, Di, Mi 10 - 12
Beginn: 18.02.2002
Raum: PT 2.0.8

Es wird eingeführt in die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Strömungen im Hl. Römischen Reich während des Zeitalters der Reformation und Gegenreformation, von Absolutismus und Aufklärung.

Literatur: LUTZ, H.: Reformation und Gegenreformation, bearb. v. Alfred Kohler, Oldenbourg Grundriß der Geschichte, Bd. 10, 4. Aufl. München 1997; DUCHHARDT, H.: Das Zeitalter des Absolutismus, Oldenbourg Grundriß der Geschichte, Bd. 11, 3. Aufl. München 1998.

Teilnehmerkreis: Studierende der Geschichte im Grundstudium, 1.-3. Semester.

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Bayerische Geschichte

Kommentare in Bayerischer Geschichte als doc-Datei (erstellt mit WinWord 7.0)

Vorlesung in Bayerischer Geschichte


Schmid

Bayern im Spätmittelalter - 14. und 15. Jahrhundert

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33125
Zeit: Di, Mi 9 - 10
Beginn: 16.04.2002
Raum: H 3 (nochmalige Raumänderung!)

Die Vorlesung behandelt die bayerische Geschichte vom Tode Ludwigs des Bayern bis zum Ende des Bayerischen Erbfolgekrieges. Es ist dies die Zeit der Zersplitterung des Bayerischen Herzogtums in verschiedene Teilherzogtümer, die Ende des 15. Jh. und Anfang des 16. Jh. durch das Streben Herzog Albrechts IV. nach der Wiederherstellung der Einheit des Landes beendet wird. Thematisch stehen die Entwicklungen, die die einzelnen Teilherzogtümer genommen haben, die Auseinandersetzungen der Wittelsbacher mit den Habsburgern und den Markgrafen von Brandenburg um die Vorherrschaft im Reich bzw. in Süddeutschland sowie die bayerischen Expansionsbestrebungen nach Schwaben hinein im Mittelpunkt der Vorlesung.

Literatur: SPINDLER, M.: Handbuch der Bayerischen Geschichte, Bd. 2, hg. von A. Kraus, 2. Aufl. München 1988; KRAUS, A.: Geschichte Bayerns, München 1988; STAUBER, R.: Herzog Georg von Bayern-Landshut und seine Reichspolitik. Möglichkeiten und Grenzen reichsfürstlicher Politik im wittelsbachisch-habsburgischen Spannungsfeld zwischen 1470 und 1505 (Münchener Historische Studien, Abt. Bayer. Geschichte 15), München 1993.

Hinweis: Eine ausführliche Literaturliste kann ab sofort im Internet abgerufen werden. Für Teilnehmer ohne Internetzugang liegen Literaturlisten zum Kopieren im Sekretariat bereit.

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Hauptseminar in Bayerischer Geschichte


Schmid

Kulturkampf in Bayern

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33146
Zeit: Mo 15 - 17
Beginn: 15.04.2002
Raum: PT 2.0.8

Im Kulturkampf wurden die zwischen dem liberalen Staat und der Katholischen Kirche seit dem Konkordat von 1817 und dem der Verfassung beigegebenen Religionsedikt von 1818 bestehenden Spannungen in einer offenen Konfrontation ausgetragen. Es ging dabei um die Klärung der Rechte, die dem Staat gegenüber der Kirche zustanden, und die Einflußmöglichkeiten und Kompetenzen der Kirche in Staat und Gesellschaft angesichts einer weit fortgeschrittenen Säkularisierung. Im Hauptseminar sollen die Grundprobleme der Auseinandersetzung zwischen Kirche und Staat, die Ursachen und die Ergebnisse des Konflikts im allgemeinen, thematisiert und seine spezifische bayerische Ausprägung im Vergleich mit den Vorgängen im Reich herausgearbeitet werden.

Literatur: Kultur und Kirchen, bearb. von Rolf Kiessling und Anton Schmid (Dokumente zur Geschichte von Staat und Gesellschaft in Bayern, III/8), München 1983; SPINDLER, M. (Hg.): Handbuch der Bayerischen Geschichte, Bd. 4, 1, München 1974; BRANDMÜLLER, W. (Hg.): Handbuch der bayerischen Kirchengeschichte, Bd. 3, St. Ottilien 1991; HUBER, E. R.: Deutsche Verfassungsgeschichte seit 1789, Bd. 4, Stuttgart, Berlin, Köln, Mainz 1969.

Sonstige Bemerkungen: Persönliche Anmeldung ist erforderlich. Der Termin, an dem auch die Referatthemen vergeben werden, wird Anfang Februar durch Aushang bekanntgemacht.

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Oberseminar in Bayerischer Geschichte


Schmid

Oberseminar für Doktoranden, Magistranden und Bearbeiter von Zulassungsarbeiten

Zeit: Fr 9 - 11
Beginn: 19.04.2002
Raum: PT 2.0.8

Bearbeiter von Dissertationen, Magister- und Zulassungsarbeiten erhalten Gelegenheit, ihre Themen vorzustellen und sich ergebende Probleme in einem größeren Kreis zu erörtern. Gemeinsam werden Fragen methodischer und konzeptioneller Art besprochen sowie Aspekte der Quellenkritik und Quellenauswertung behandelt.

Sonstige Bemerkungen: Es wird erwartet, daß alle teilnehmen, die bei mir eine Abschlußarbeit schreiben.

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Proseminare zur Mittleren Geschichte


Köglmeier

Proseminar zur Mittleren Geschichte:
Die Karolinger in Bayern

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33165
Zeit: Fr 10 - 12
Beginn: 19.04.2002
Raum: ZH 1

(1st. fakultatives Tutorium nach Vereinbarung)

In dem Proseminar werden die Methoden und Hilfsmittel der mittelalterlichen Geschichtsforschung vorgestellt. Der Umgang mit Quellen und Literatur wird vor allem am Beispiel der Geschichte Bayerns unter der Herrschaft der Karolinger geübt. Ziel des Proseminars ist die Fähigkeit zu eigenständigem wissenschaftlichen Arbeiten im Bereich der Mittleren Geschichte.

Literatur: (* zur Anschaffung dringend empfohlen): *BAUMGART, W.: Bücherverzeichnis zur deutschen Geschichte. Hilfsmittel, Handbücher, Quellen, 14. Aufl. München 2001; GOETZ, H.-W.: Proseminar Geschichte: Mittelalter, 2. Aufl. Stuttgart 2000; V. BRANDT, A.: Werkzeug des Historikers. Eine Einführung in die Historischen Hilfswissenschaften, 15. Aufl. Stuttgart u.a. 1998.- SPINDLER, M. (Hg.): Handbuch der bayerischen Geschichte. Bd. 1, 2. Aufl. München 1981, bes. §§ 23, 24 u. 28.

Sonstige Bemerkungen: Teilnehmerzahl begrenzt, persönliche Anmeldung durch Listeneintrag im Sekretariat des Lehrstuhls Prof. Schmid (PT 3.1.43) oder online über die Adresse http://on.to/Anmeldung-Koeglmeier erforderlich.


Kaltwasser

Proseminar zur Mittleren Geschichte:
Die Welfen in Bayern

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33166
Zeit: Do 14 - 16
Beginn: 18.04.2002
Raum: PT 1.0.6

Das Proseminar führt ein in die Grundlagen der Methodik und Technik des geschichtswissenschaftlichen Arbeitens. Anhand von Problemstellungen zum Thema "Die Welfen in Bayern" soll der Umgang mit den spezifischen Hilfsmitteln, den Quellen und der entsprechenden Forschungsliteratur erlernt und geübt werden. Ziel des Proseminars ist die Fähigkeit zu eigenständigem wissenschaftlichen Arbeiten im Bereich der mittelalterlichen Geschichte.

Literatur: (* zur Anschaffung dringend empfohlen): *BAUMGART, W.: Bücherverzeichnis zur deutschen Geschichte. Hilfsmittel, Handbücher, Quellen, 12. Aufl. München 1997; *GOETZ, H.-W.: Proseminar Geschichte: Mittelalter, 2. Aufl. Stuttgart 2000; SPINDLER, M.: Handbuch der bayerischen Geschichte. Bd. I, 2. Aufl. München 1981.

Sonstige Bemerkungen: Persönliche und verbindliche Anmeldung in der Sprechstunde (Fr 9-10 Uhr im Raum PT 3.1.83); Höchstteilnehmerzahl: 25.

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Übungen in Bayerischer Geschichte


Waldherr

Regensburger Stadtgeschichte
Das römische Regensburg und sein Umland II:
Spuren der Römer

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33181
Zeit: Fr 14 - 16
Beginn: 19.04.2002
Raum: ZH 1

Über mehrere Jahrhunderte hinweg prägte die römische Zivilisation den Donaubogen. Das Legionslager Castra Regina bildete den Siedlungskern für die Stadt Regensburg. Sowohl in Regensburg wie auch in seinem Umland haben sich eine ganze Reihe eindrucksvoller Zeugnisse erhalten, die unsere römische Vergangenheit deutlich werden lassen. Es handelt sich dabei um historische Dokumente von hohem Quellenwert. In dieser Übung sollen diese Relikte zum Sprechen gebracht und ihre Geschichte erforscht werden. Da dies am besten vor 'Ort' geschehen kann, wird es eine Reihe von 'Ortsterminen' und Besichtigungen geben.

Literatur: WALDHERR, G. (Hg.): 500 Jahre auf den Spuren der Römer (Ausstellungskatalog), Regensburg 1996; WALDHERR, G.: Auf den Spuren der Römer, Regensburg 2001;
http://www-roemer.uni-regensburg.de


Schmid

Begleitende Quellenlektüre zur Vorlesung:
Bayern im Spätmittelalter - 14. und 15. Jahrhundert

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33185
Zeit: Mo 10 - 12
Beginn: 22.04.2002
Raum: PT 2.0.8

Die Übung versteht sich als Begleitveranstaltung zur Vorlesung. Es werden die in der Vorlesung behandelten Themenbereiche durch Quellenlektüre vertieft. Außerdem werden unterschiedliche Forschungspositionen diskutiert.

Literatur: SPINDLER, M.: Handbuch der Bayerischen Geschichte, Bd. 2, hg. von A. Kraus, 2. Aufl. München 1988; Altbayern von 1180 bis 1550, bearb. von Karl-Ludwig Ay (Dokumente zur Geschichte von Staat und Gesellschaft in Bayern, I/2), München 1977.

Sonstige Bemerkungen: Anmeldung per Listeneintrag im Sekretariat (PT 3.1.43) erbeten.


Kaltwasser

Bayerische Städte im Spätmittelalter

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33186
Zeit: Fr 12 - 14
Beginn: 19.04.2002
Raum: ZH 1

Während Bayern noch um die Wende vom 12. zum 13. Jahrhundert ein eher städtearmes Gebiet war, bot sich kurze Zeit später insbesondere auch durch die Stadtgründungen der ersten Wittelsbacher in Bayern ein völlig neues Bild. Gerade im 13. und 14. Jahrhundert erlebten die bayerischen Städte einen großen Aufschwung und Bevölkerungszuwachs. Durch den Ausbau der Geldwirtschaft, des Handels und des Gewerbes wurden zumindest die großen Städte zu wichtigen Zentren. In der Übung sollen zunächst die bayerischen Städte als Wirtschaftszentren vorgestellt, aber auch auf die Stadt als Sozial- und Rechtsgemeinschaft eingegangen werden. Die Übung wird sich dabei vor allem auf Regensburg und die späteren Residenzstädte München, Landshut, Ingolstadt, Straubing und Burghausen konzentrieren. Die Beschäftigung mit dem Thema erfolgt anhand von Quellen und Literatur, die gemeinsam gelesen und interpretiert werden. Die Übung soll dabei nicht nur inhaltliche, sondern auch methodische Ziele verfolgen und daher durch kritische Lektüre von ausgewählten Quellentexten die historisch-kritische Methode der Geschichtswissenschaft einüben.

Literatur: VOLKERT, W.: Das spätmittelalterliche Städtewesen, in: SPINDLER, M.: Handbuch der bayerischen Geschichte, Bd. II, hrsg. von Andreas Kraus, 2. Aufl. München 1988, S. 578-591.

Sonstige Bemerkungen: Anmeldung durch Listeneintrag im Sekretariat des Lehrstuhls Prof. Schmid (PT 3.1.43) erbeten.


Dallmeier

Übung zur Paläographie: Einführung in die Epigraphik des Mittelalters und der Neuzeit anhand ausgewählter Regensburger Grabdenkmäler der Dominikanerkirche und des Dominikanerkreuzganges

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33188
Zeit: Mo 18 - 20
Beginn: 22.4.2002 (Terminänderung!)
Raum: ZH 1

Diese Übung in Quellenkunde und Historischen Hilfswissenschaften soll anhand originaler Inschriften im Museum und im Regensburger Dominikanerkloster (Kirche und Kreuzgang) in die Schrift außerhalb des Schreibschul- und Kanzleibetriebs einführen. Neben der Einführung in die einschlägige Literatur, die Hilfsmittel und die archivalische Überlieferung soll beispielhaft Transkription und z.T. Übersetzung geübt werden. Dabei werden auch Probleme der Heraldik und Sphragistik angesprochen.

Literatur: PANZER, F.: Inschriftenkunde. Die deutschen Inschriften des Mittelalters und der neueren Zeit, in: Deutsche Philologie im Aufriß, hg. von W. Stammler, Bd. 1 (1952), Sp. 269-314; ARENS, F. - BAUER, K.: Mainzer Inschriften als Einführung in die Deutsche Inschriftenkunde, Stuttgart 1945; KLOOS, M. R.: Einführung in die Epigraphik des Mittelalters und der frühen Neuzeit, 2. Aufl. Darmstadt 1992.

Sonstige Bemerkungen: Anmeldung erforderlich. Gelegenheit dazu besteht im Sekretariat des Lehrstuhls Prof. Schmid (PT 3.1.43). Höchstteilnehmerzahl 25 Personen.


Heil

Regierungssystem im Bayern der Frühen Neuzeit

Zeit: Fr 12 s.t. - 13.30
Beginn: 19.04.2002
Raum: PT 1.0.6

Die Kompetenzerweiterung und Verrechtlichung des frühmodernen Territorialstaats ging einher mit der Ausbildung einer differenzierten Regierung und Verwaltungsorganisation. Die als Räte tätigen Juristen, Finanzexperten und Verwaltungsfachleute am Münchner Hof wurden in Zentralbehörden (Geheimer Rat, Hofkammer, Hofrat, Kriegsrat, Religionsrat) organisiert. Deren Strukturen und maßgebliche Persönlichkeiten bestimmten die Politik der bayerischen Herzöge und Kurfürsten wesentlich mit. Die Übung soll anhand von gedruckten und archivalischen Quellen einen Überblick über die Organisation der bayerischen Zentralregierung geben und deren Bedeutung für die "große" Politik herausarbeiten.

Literatur: ZIEGLER, W. (Bearb.): Dokumente zur Geschichte von Staat und Gesellschaft in Bayern. Abt. I: Altbayern vom Frühmittelalter bis 1800. Bd. 3, Teil 1: Altbayern von 1550-1651, München 1992; SPINDLER, M.: Handbuch der bayerischen Geschichte, Bd. 2: Das Alte Bayern. Der Territorialstaat vom Ausgang des 12. Jahrhunderts bis zum Ausgang des 18. Jahrhunderts, hg. von A. Kraus, 2. Aufl. München 1988.


Köglmeier

Oberpfälzer Orte in lokalgeschichtlichen Arbeiten des 19. Jahrhunderts
(Veranstaltung auch im Rahmen der EDV-Zusatzausbildung)

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33191
Zeit: Mi 14 - 16, Fr 13 - 14
Beginn: 17.04.2002
Raum: ZH 1 (Mi), CIP-Pool PT 2.0.2 (Fr)

1844 mußten die Oberpfälzer Lehrer im Rahmen einer sog. Conferenz-Aufgabe eine Geschichte ihres Schulortes anfertigen. Diese Arbeiten liegen heute im Bestand "Manuskripte Oberpfalz" im Archiv des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg. Sie vermitteln wichtige Informationen über die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse in den behandelten Orten in der Mitte des 19. Jahrhunderts und geben darüber hinaus ein eindrucksvolles Zeugnis von den Geschichtsvorstellungen und dem historischen Bewußtsein geschichtsinteressierter bürgerlicher Kreise in der damaligen Zeit ab. In der Übung soll anhand einiger Beispiele das Geschichtsbewußtsein, das aus diesen Arbeiten hervorgeht, untersucht und mit heutigen lokalgeschichtlichen Arbeiten verglichen werden. Dazu werden ausgewählte Conferenz-Aufgaben gelesen und ausgewertet. Es soll zudem eine wissenschaftlich-kritische Edition dieser Arbeiten erstellt und im Internet publiziert werden. Im Rahmen der Übung wird deshalb auch eine Einführung in die Erstellung von Web-Seiten gegeben. Grundkenntnisse in Paläographie werden nicht vorausgesetzt.

Literatur: Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg. Archivrepertorien, I. Teil: Manuskripte, Heft 1: Manuskripte Oberpfalz, unter Mitwirkung v. Georg KÖGLMEIER bearb. v. Wilhelm VOLKERT. Regensburg 1992.
Zur Erstellung von Web-Seiten siehe die Einführung in HTML von Stefan Münz unter der Adresse: http://www.uni-regensburg.de/WWW_Server/HTML/selfhtml/.

Sonstige Bemerkungen: Teilnehmerzahl begrenzt, Anmeldung durch Listeneintrag im Sekretariat des Lehrstuhls Prof. Schmid (PT 3.1.43) oder online über die Adresse http://on.to/Anmeldung-Koeglmeier erbeten.
In der Übung kann auch der Hilfswissenschaften-Schein erworben werden. Ferner kann der Schein G3 für die EDV-Ergänzungsausbildung ausgestellt werden.


Köglmeier

Die bayerischen Ministerpräsidenten in der Nachkriegszeit

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33194
Zeit: Mi 10 - 12
Beginn: 17.04.2002
Raum: PT 1.0.6

Das Amt des bayerischen Ministerpräsidenten - nach einem Ausspruch von Franz Josef Strauß das "schönste Amt der Welt" - wurde offiziell mit der Verfassung von 1919 geschaffen. Beim politischen Wiederaufbau Bayerns nach dem Zweiten Weltkrieg entstand es erneut. War der Ministerpräsident zunächst nur ein Instrument der Militärregierung, so erhielt er schon bald eine zentrale Funktion im neuentstehenden politischen System Bayerns. In der Übung sollen das Amt selbst und seine Träger in der Nachkriegszeit anhand ihrer rechtlichen Stellung und ihrer politischen Bedeutung vor dem Hintergrund der allgemeinen Situation beleuchtet werden. Dazu werden gemeinsam Quellen und Literatur gelesen und interpretiert. Die Übung verfolgt dabei ein allgemeines methodisches und ein spezielles inhaltliches Ziel: Die Teilnehmer der Übung sollen zum einen verschiedene Quellengruppen kennenlernen und anhand der kritischen Lektüre von ausgewählten Quellentexten die historisch-kritische Methode der Geschichtswissenschaft einüben, zum anderen sollen sie einen Einblick in einen grundlegenden Abschnitt der neuesten bayerischen Geschichte gewinnen.

Literatur: "Das schönste Amt der Welt". Die bayerischen Ministerpräsidenten von 1945 bis 1993 (Staatliche Archive Bayerns. Kleine Ausstellungen Nr. 13, hg. v. der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns). München 1999; LANZINNER, M.: Zwischen Sternenbanner und Bundesadler. Bayern im Wiederaufbau 1945-1958. Regensburg 1996; KOCK, P. J.: Bayern nach dem Zweiten Weltkrieg, in: TREML, M. (Hg.): Geschichte des modernen Bayern. Königreich und Freistaat. München 1994, S. 375-497; BAER, F.: Die Ministerpräsidenten Bayerns 1945-1962. Dokumentation und Analyse (ZBLG Beiheft 3 Reihe B). München 1971; Die Regierungen 1945-1962, bearb. v. F. BAER (Dokumente zur Geschichte von Staat und Gesellschaft in Bayern III/9, hg. v. K. BOSL), München 1976.

Sonstige Bemerkungen: Anmeldung durch Listeneintrag im Sekretariat des Lehrstuhls Prof. Schmid (PT 3.1.43) oder online über die Adresse http://on.to/Anmeldung-Koeglmeier erbeten.


Köglmeier

Übung zu Staatsexamensthemen aus der Bayerischen Geschichte

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33197
Zeit: Do 12 - 14
Beginn: 18.04.2002
Raum: PT 2.0.8

Die Übung soll der Vorbereitung auf das schriftliche Staatsexamen (Geschichte vertieft/nicht vertieft) dienen. Anhand von Klausurfragen zur mittelalterlichen, zur neueren und und zur neuesten Geschichte Bayerns wird die Erschließung und sinnvolle Gliederung von Themen geübt. Die Teilnehmer sollen Gliederungen ausarbeiten, die in den Übungsstunden besprochen werden.

Literatur: SPINDLER, M. (Hg.): Handbuch der bayerischen Geschichte, Bd. 1, 2. Aufl. München 1981. - SPINDLER, M. - KRAUS, A. (Hgg.): Handbuch der bayerischen Geschichte, Bd. 2, 3. Aufl. München 1988; Bd. 4/I. München 1974.
Bayerische Staatsexamensfragen in Geschichte im Internet unter der Adresse: http://www.phil.uni-erlangen.de/~p1ges/examen/st_ex.html .

Sonstige Bemerkungen: Anmeldung durch Listeneintrag im Sekretariat des Lehrstuhls Prof. Schmid (PT 3.1.43) oder online über die Adresse http://on.to/Anmeldung-Koeglmeier erbeten.

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Grundkurse in Bayerischer Geschichte


Köglmeier

Bayerische Geschichte von den Anfängen bis 1180

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33201
Zeit: Mo 9 - 10, Do 16 - 17
Beginn: 15.04.2002
Raum: PT 2.0.8

Der Grundkurs behandelt das Früh- und Hochmittelalter in Bayern, den Zeitraum von der Landnahme durch die Bajuwaren im 6. Jahrhundert bis zur Absetzung Herzog Heinrichs des Löwen und der Übertragung der bayerischen Herzogswürde an den Pfalzgrafen Otto von Wittelsbach. Es wird die Entwicklung unter den Agilolfingerherzögen verfolgt, ihre Absetzung durch Karl den Großen 788, die Stellung Bayerns unter den Karolingern, das jüngere Stammesherzogtum unter den Luitpoldingern, die Zeit Bayerns als Kronland unter den Ottonen und Saliern und schließlich das welfische Jahrhundert.
Im Vordergrund der Betrachtung steht die politische Geschichte, die aber ergänzt wird durch eine eingehende Behandlung der Verfassungs-, Rechts- und Sozialgeschichte. Es sollen grundlegende Strukturen und Entwicklungen vermittelt, die entscheidenden Herrschaftsträger vorgestellt und wichtige Begriffe geklärt werden.

Literatur: KRAUS, A.: Geschichte Bayerns. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. München 1983. - SPINDLER, M. (Hg.): Handbuch der bayerischen Geschichte. Bd. 1, 2. Aufl. München 1981, §§ 13-36.

Sonstige Bemerkungen: Anmeldung durch Listeneintrag im Sekretariat des Lehrstuhls Prof. Schmid (PT 3.1.43) oder online über die Adresse http://on.to/Anmeldung-Koeglmeier erbeten.


Köglmeier

Bayerische Geschichte in der Frühen Neuzeit (1500-1800)

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33202
Zeit: Mo 13 - 15
Beginn: 15.04.2002
Raum: PT 2.0.8

Der Grundkurs behandelt die Geschichte Bayerns von der Primogeniturordnung Herzog Albrechts IV. 1506 bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts. Er umfaßt also das Ende der Aufteilung Bayerns in mehrere Teilherzogtümer, die Zeit der Reformation und Gegenreformation, die Regierungszeit Maximilians I., der den Aufstieg Bayerns zum Kurfürstentum erreichte und die Oberpfalz zurückgewinnen konnte, unter dem die Bevölkerung aber auch die Schrecken des Dreißigjährigen Krieges erleiden mußte, schließlich das Zeitalter des Absolutismus, in dem auch bayerische Herrscher nach Ruhm und einer weiteren Standeserhöhung strebten, was das Land mehrmals an den Rand seiner Existenz heranführte.
Im Vordergrund der Betrachtung steht die politische Geschichte, die ergänzt wird durch eine eingehende Behandlung der Verfassungs-, Rechts- und Sozialgeschichte. Es sollen grundlegende Strukturen und Entwicklungen vermittelt, die entscheidenden politischen Kräfte und Konstellationen vorgestellt und wichtige Begriffe geklärt werden.

Literatur: KRAUS, A.: Geschichte Bayerns. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. München 1983. - SPINDLER, M. - KRAUS, A. (Hgg.): Handbuch der bayerischen Geschichte. Bd. 2, 3. Aufl. München 1988, §§ 45-78, 88-95, 160-166.

Sonstige Bemerkungen: Anmeldung durch Listeneintrag im Sekretariat des Lehrstuhls Prof. Schmid (PT 3.1.43) oder online über die Adresse http://on.to/Anmeldung-Koeglmeier erbeten.

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Ost- und Südosteuropäische Geschichte

Kommentare in Ost- und Südosteuropäischer Geschichte als doc-Datei (erstellt mit WinWord 7.0)

Vorlesungen in Ost- und Südosteuropäischer Geschichte


Völkl

Russland im 17. und 18. Jahrhundert

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33127
Zeit: Mi, Fr 8 - 9
Beginn: 17.04.2002
Raum: H 6

Die Vorlesung behandelt die Geschichte Russlands von der "Zeit der Wirren" über die Epoche Peters des Großen bis zu Katharina der Großen. Es sollen die außen- und innenpolitische Entwicklung sowie der Werdegang von Staat, Gesellschaft und Kultur dargestellt werden. Besonderes Augenmerk gilt der sozialen Problematik (Agrarverfassung, Bauernaufstände, Entstehung des Kosakentums).

Literatur: STÖKL, G.: Russische Geschichte, 1997; HÖSCH, E.: Geschichte Russlands, 1996.


Völkl

Ostmittel- und Südosteuropa in der Zwischenkriegszeit

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33128
Zeit: Di, Do 8 - 9
Beginn: 16.04.2002
Raum: H 8

Nach dem Zerfall des Osmanischen Reiches, des Zarenreiches und der Habsburger Monarchie entstanden im östlichen und südöstlichen Europa neue Staaten. Die Veranstaltung informiert allgemein über diese vom Baltikum bis Griechenland reichende "Staatenwelt" und geht auf spezifische Probleme ein (Bodenreformen, Minderheiten-Frage, Verfall der Demokratien, Bündnissysteme u.a.).

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Hauptseminar in Ost- und Südosteuropäischer Geschichte


Völkl

Grenz- und Minderheitenprobleme im östlichen Europa (Zwischenkriegszeit)

Zeit: Fr 12 - 14
Beginn: 19.04.2002
Raum: PT 2.0.8

In Ergänzung der Vorlesungen werden einzelne Themen vertieft behandelt.

Teilnehmerkreis: Studierende des Faches "Geschichte Ost- und Südosteuropas".

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Oberseminar in Ost- und Südosteuropäischer Geschichte


Völkl

Oberseminar für Doktoranden, Magistranden und Bearbeiter von Zulassungsarbeiten

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33159
Zeit: Fr 14 - 16
Beginn: 19.04.2002
Raum: PT 2.0.8

Teilnehmerkreis: Studierende des Faches "Geschichte Ost- und Südosteuropas".

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Veranstaltung im Rahmen des Bohemicums


Luft

Proseminar: Frauengestalten und Weiblichkeit im tschechischen Geschichtsbild

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 36423
Zeit: Mo 14 - 16
Beginn: 15.04.2002
Raum: s. Aushang

In dem Proseminar werden feminine Elemente im tschechischen Geschichtsbild und -mythos des 19. und 20. Jahrhunderts behandelt. Frauen spielten in der tschechischen Nation eine größere Rolle als in anderen mitteleuropäischen Gesellschaften. Die Spezifika sind Thema; das Spektrum der zu untersuchenden Aspekte reicht vom Bild der Sagengestalt Libussa über die Rolle der Handwerkerfrauen in der Revolution von 1848 und über die Journalistin Milena Jesenská bis hin zu Olga Havlová.

Literatur: HOENSCH, J.: Geschichte Böhmens, 3.Aufl. München 1997; IGGERS, W.: Frauenleben in Prag, Wien 2000; WAGNEROVA, A.: Milena Jesenská, Frankfurt/M. 1997.

Teilnehmerkreis: Studierende des Bohemicums oder der Fächer "Geschichte Ost- und Südosteuropas". Tschechische Sprachkenntnisse sind nicht erforderlich.

Sonstige Bemerkungen: Anmeldung durch Listeneintrag im Sekretariat des Lehrstuhls Prof. Luttenberger (PT 3.1.67).

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Didaktik der Geschichte

Siehe auch die Übersicht über die Lehrveranstaltungen im Teilfach Didaktik der Geschichte im SS 2002

Kommentare in Didaktik der Geschichte als doc-Datei (erstellt mit WinWord 7.0)


Vorlesung in Didaktik der Geschichte


Beilner

Geschichtsdidaktik II. Geschichte lernen nach Lehrplänen und in außerschulischen Lernsituationen

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33205
Zeit: Di 10 - 12
Beginn: 16.04.2002
Raum: H 23

Die Vorlesung soll deutlich machen, dass sich Entstehung und Entfaltung von Geschichtsbewusstsein in einer Gesellschaft aus den verschiedensten Quellen speisen. Der Geschichtsunterricht an öffentlichen Schulen ist nur eine davon, wenn auch eine sehr wichtige. Daneben steuern die jeweilige "historische Umwelt", Werbung und Imagepflege von Städten, historische Feste, geschichtlich untermauerte politische Argumentation im aktuellen Geschehen und nicht zuletzt auf den Unterhaltungswert von Geschichte spekulierende Produkte der verschiedenen Medien Intensität und Richtung historischer Erinnerung. Museen, Ausstellungen, historischer Tourismus und Erwachsenenbildung bemühen sich um eine sachgerechte Präsentation und Vermittlung von Geschichte.
Die aus dieser "Geschichtskultur" stammenden Informationen und Wirkungen können für die gezielte Begegnung mit Geschichte im Schulunterricht Anknüpfungspunkt, Vorwissen oder Motivationsgrundlage und Ergänzung sein. Sie können wegen inhaltlicher Bruchstückhaftigkeit, ideologischer Schieflage oder gar sachlicher Unrichtigkeit auch zu Barrieren für den Aufbau eines auf kritische Mündigkeit ausgerichteten Geschichtsbewusstseins werden. Diese Zwiespältigkeit soll deutlich werden in der Gegenüberstellung mit gesellschaftlich erwünschten, von der Geschichtsdidaktik reflektierten und auch in die Lehrpläne eingegangenen Zielsetzungen historischen Lernens.

Literatur: KUSS, H.: Geschichtsunterricht und Lehrplan. In: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht 48 (1997), H. 9, S. 533-549. MÜTTER, B./SCHÖNEMANN, B./UFFELMANN, U. (Hgg.): Geschichtskultur. Theorie - Empirie - Pragmatik. Weinheim 2000.

Teilnehmerkreis/Voraussetzungen/Sonstige Bemerkungen: Studierende aller Semester.

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Seminare in Didaktik der Geschichte

Anmeldung im Sekretariat PT 4.1.1. unbedingt erforderlich.

Beilner

Geschichtsunterricht in europäischer Perspektive
(2. LPO-Schein Lehramt Haupt- und Realschulen; LPO-Schein Didaktik einer Fächergruppe)

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33206
Zeit: Di 14 - 16
Beginn: 16.04.2002
Raum: ZH 1

Nicht zuletzt das Zusammenwachsen Europas macht für den Geschichtsunterricht Fragestellungen sinnvoll, die den zahlreichen, durch Jahrhunderte bestehenden Verbindungen von Völkern über die jeweiligen Grenzen hinweg nachspüren. Als exemplarischer Fall einer europäischen Nachbarschaft bietet sich das Verhältnis zwischen Deutschen und Tschechen an. In verschiedenen Handlungsfeldern bzw. Lebensbereichen, wie z.B. der Missionierung, der Besiedlung, der Politik, dem Handel, der Kunst und der Volkskultur, sollen die seit dem Mittelalter bestehenden Beziehungen herausgearbeitet werden. Entsprechende Inhalte lassen sich an vielen Stellen der offiziellen Lehrpläne einbringen, ohne dass es zu einer unvertretbaren Stoffvermehrung kommt. Planung von Exkursionen und bestehende Schulpartnerschaften sollen in das Seminarprogramm einbezogen werden (eine Exkursion ist vorgesehen).

Literatur: GIES, H. (Hg.): Nation und Europa in der historisch-politischen Bildung. Schwalbach i.Ts. 1998; FÜRNROHR, W. (Hg.): Wesenszüge Europas. Historische Genese und weltweite Ausstrahlung unter geschichtsdidaktischem Aspekt. Flensburg 1989; Lernen für Europa. Neue Horizonte der Pädagogik. Hg. v.d. BUNDESZENTRALE FÜR POLITISCHE BILDUNG. Bonn 1994; SEIBT, F. (Hg.): Deutschland und die Tschechen: Geschichte einer Nachbarschaft in der Mitte Europas. München (Neuausgabe) 1993; PRINZ, F. (Hg.): Deutsche Geschichte im Osten Europas. Böhmen und Mähren. Berlin 1993.

Teilnehmerkreis: Studierende der Lehrämter an Haupt- und Realschulen. Studierende der Didaktik einer Fächergruppe: Scheinerwerb nach LPO I.


Baumann

Wissenstransfer über Medien - Geschichte digital publizieren I: "Europa auf dem Weg zur Einigung"
(2. LPO-Schein Lehramt Haupt- und Realschulen)

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33207
Zeit: Mo 14-16
Beginn: 15.04.2002
Raum: ZH 1

Am Beispiel der Geschichte der Europäischen Einigung nach 1945 werden Studentinnen und Studenten qualifiziert, den Aufbau von historischem Wissen und historischen Einsichten Schülerinnen und Schülern multimedial zu vermitteln. Fachwissenschaftliche, traditionelle mediendidaktische und mediendidaktisch-computerbasierte Qualifikationen eignen sich die Studierenden in einem multimedialen und modularen Projekt zur Europäischen Einigung an.

Literatur: SACHER, W.: Schulische Medienarbeit im Computerzeitalter. Bad Heilbrunn 2000; GIES, H. (Hg.): Nation und Europa in der historisch-politischen Bildung. Schwalbach 1998; WOYKE, W.: Europäische Union. Erfolgreiche Krisengemeinschaft. Einführung in Geschichte, Strukturen, Prozesse und Politiken. München u.a. 1998.

Teilnehmerkreis: Studierende der Lehrämter an Grund- und Hauptschulen. 2. LPO I - Schein Lehramt an Haupt- und Realschulen.


Beilner

Geschichtliches Lernen in der Grundschule
(2. LPO-Schein Grundschule)

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33208
Zeit: Do 8.30 - 10
Beginn: 18.04.2002
Raum: PT 2.0.8

Aufbauend auf grundlegenden geschichtsdidaktischen Fragestellungen werden Ziele, Inhalte und Funktionen von geschichtlichem Lernen in der Grundschule erörtert. Ausführlich besprochen werden Aspekte der Heimat- und Sachkunde in der Grundschule, methodische Fragestellung der Vermittlung von Geschichte und der Bedeutung und Funktion von Materialien und Medien zum Aufbau geschichtlicher Vorstellungen.

Literatur: SCHREIBER, W. (HG.): Erste Begegnungen mit Geschichte. 2 Bde. Neuried 1999.

Teilnehmerkreis: Studierende der Lehrämter an Grundschulen. LPO I-Schein Lehramt an Grundschulen.

Hinweis: Dieses Seminar wurde im gedruckten Vorlesungsverzeichnis und in den gedruckten Kommentaren als Veranstaltung von Frau Dr. Baumann angekündigt.


Langer-Plän

Grundprobleme der Didaktik des Geschichtsunterrichts
(LPO-Schein Lehramt Gymnasien)

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33209
Zeit: Do 8 - 10
Beginn: 18.04.2002
Raum: ZH 1

Das Seminar bietet einen Überblick über die wichtigsten geschichtsdidaktischen Fragestellungen. So werden Lehrpläne und Lernziele/Zielfindungen erörtert, das Lernen von Geschichte wird aus entwicklungspsychologischer, lerntheoretischer und sozialisationstheoretischer Sicht diskutiert, und Fragen der praktischen Umsetzung werden unter Berücksichtigung der im Unterricht anzuwendenden Verfahren, Methoden und Medien behandelt. Zudem findet eine Einführung in die wichtigste Literatur statt.

Literatur: BERGMANN K. u.a. (Hgg.): Handbuch der Geschichtsdidaktik. 5. Aufl. Seelze-Velber 1997; SAUER, M.: Geschichte unterrichten. Eine Einführung in Didaktik und Methodik. Seelze-Velber 2001.

Teilnehmerkreis: Studierende für das Lehramt an Gymnasien (LPO-Schein). Voraussetzungen: Vorlesung: Geschichtsdidaktik I: Einführung in die Didaktik der Geschichte; ein fachwissenschaftliches Proseminar.


Achtung: Dieses Seminar entfällt!

Langer-Plän

Außerschulische Lernorte im Geschichtsunterricht

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33214
Zeit: Fr 8.30 - 10
Beginn: 19.04.2002
Raum: PT 1.0.6 (Raumänderung!)

Hinweis: Diese Veranstaltung war ein zusätzliches Lehrangebot, das im gedruckten Vorlesungsverzeichnis und in den gedruckten Kommentaren noch nicht aufgeführt war.

Achtung: Dieses Seminar entfällt!

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Proseminar in Didaktik der Geschichte


Seidenfuß

Einführung in die Didaktik des Geschichtsunterrichts
(1. LPO-Schein Lehramt Grund-, Haupt- und Realschulen)

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33210
Zeit: Do 14 - 16
Beginn: 18.04.2002
Raum: ZH 1

Geschichtsbewusstsein und Geschichtskultur sind die zentralen Kategorien der Didaktik der Geschichte. Diese werden in ihrer theoretischen, empirischen und unterrichtspragmatischen Füllung gewürdigt. Nach diesem theoretischen Teil interessieren Fragen nach der Inhaltsauswahl, der Zielproblematik und der Artikulation von Geschichtsunterricht. Zu einem Inhaltsaspekt des Lehrplans werden die Studierenden in Gruppen in groben Zügen eine Unterrichtsstunde konzipieren und präsentieren. Dabei wenden sie ihre Kenntnisse über spezifische geschichtsdidaktische Verfahren und Prinzipien an.

Literatur: BERGMANN, K. u.a. (Hgg.): Handbuch der Geschichtsdidaktik, 5. Aufl. Seelze-Velber 1997; SCHREIBER, W. (Hg.): Erste Begegnungen mit Geschichte. 2 Bde. Neuried 1999; PANDEL, H.-J./SCHNEIDER, G. (Hgg.): Handbuch Medien im Geschichtsunterricht. Schwalbach 1999. PANDEL, H.-J.: Quelleninterpretationen. Schwalbach 2000; SCHNEIDER, G.: Gelungene Einstiege. 2. Aufl. Schwalbach 1999

Teilnehmerkreis: 1. LPO-Schein für Studierende für die Lehrämter an Grund-, Haupt- und Realschulen.

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Übungen in Didaktik der Geschichte


Langer-Plän

Konzepte und Texte zu zentralen Themen der Geschichtsdidaktik
(insbesondere für Examenskandidaten)

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33211
Zeit: Do 10 - 12
Beginn: 18.04.2002
Raum: PT 1.0.6

Ziel der Veranstaltung ist es, Anregungen für die Prüfungsvorbereitung, vor allem Hinweise für die Bearbeitung von Klausurthemen bzw. die Strukturierung von Themen für die mündliche Prüfung im Bereich der Geschichtsdidaktik zu geben. Es werden Kriterien für Aufbau und Anlage schriftlicher Arbeiten systematisiert und erläutert sowie typische Fehler besprochen. Prüfungsrelevante Inhalte werden, nach thematischen Schwerpunkten gegliedert, vorgestellt und im Hinblick auf eine sachgerechte Darstellung diskutiert.

Literatur: GIES, H.: Repetitorium Fachdidaktik Geschichte, Bad Heilbrunn 1981; ROHLFES, J.: Geschichte und ihre Didaktik, 2. Aufl. Göttingen 1997; SCHREIBER, W. (Hg.): Erste Begegnungen mit Geschichte. 2 Bde. Neuried 1999; SAUER, M.: Geschichte unterrichten. Eine Einführung in Didaktik und Methodik. Seelze-Velber 2001

Teilnehmerkreis/Voraussetzungen: v.a. Studierende, die kurz vor dem Examen stehen.

Hinweis: Diese Übung wurde im gedruckten Vorlesungsverzeichnis und in den gedruckten Kommentaren als Veranstaltung von Prof. Beilner angekündigt.


Seidenfuß

Grundfragen historischen Lernens in der Realschule
(Bezugsveranstaltung zum studienbegleitenden geschichtsdidaktischen Praktikum für das Lehramt an Realschulen)

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33212
Zeit: Mi 14 - 16
Beginn: 17.04.2002
Raum: PT 1.0.6

Die Studierenden sollen ihre geschichtsdidaktische Kompetenz in Lehr- und Lernprozessen vertiefen. Der Unterricht der Praktikumslehrerinnen und -lehrer und der Studentinnen und Studenten ist der Ausgangspunkt der Reflexion über die Auswahl und Präsentation der Inhalte sowie über Ziele des Geschichtsunterrichts. Nach einer ersten Beobachtungs- und Analysephase planen und realisieren die Studierenden eigene Geschichtsstunden unter Berücksichtigung theoretischer Vorgaben, fachdidaktischer Kategorien und methodischer Gestaltungsprinzipien. Ein weiterer Schwerpunkt führt ein in geschichtliches Lernen an außerschulischen Lernorten.

Literatur: UFFELMANN, U.: Neue Beiträge zum Problemorientierten Geschichtsunterricht. Idstein 1999; SAUER, M.: Geschichte unterrichten. Eine Einführung in Didaktik und Methodik. Seelze-Velber 2001

Voraussetzung: Teilnahme am studienbegleitenden Praktikum.

Hinweis: Diese Übung wurde im gedruckten Vorlesungsverzeichnis und in den gedruckten Kommentaren als Veranstaltung von Frau Dr. Baumann angekündigt.


Langer-Plän

Einführung in die Anfertigung von geschichtsdidaktischen Zulassungsarbeiten für die Lehrämter an Grund-, Haupt- und Realschulen

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33213
Zeit: Mi 8 - 10 (14-tägig) (Terminänderung!)
Beginn: 17.04.2002
Raum: PT 2.0.8 (Raumänderung!)

Themenwahl, Fragestellung, Literatursuche, Durchführung und formale Aspekte der Anfertigung von Zulassungsarbeiten werden besprochen und an Beispielen von in Arbeit befindlichen Zulassungsarbeiten erörtert.

Teilnehmerkreis: Studierende der Didaktik der Geschichte im Hauptstudiengang, Lehramt Grund-, Haupt- und Realschulen, Studierende der Didaktiken einer Fächergruppe, Lehramt Grund- und Hauptschulen.

Hinweis: Diese Übung wurde im gedruckten Vorlesungsverzeichnis und in den gedruckten Kommentaren als Veranstaltung von Frau Dr. Baumann angekündigt.


Achtung! Diese Übung entfällt.

Seidenfuß

Grundfragen historischen Lernens in der Grundschule
(Bezugsveranstaltung zum studienbegleitenden geschichtsdidaktischen Praktikum für das Lehramt an Grundschulen)

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33214 (Nummer wurde neu vergeben; siehe oben.)
Zeit: Mi 16 - 18
Beginn: 17.04.2002
Raum: ZH 1

Studierenden sollen in dieser Übung ihre Kompetenz in Lehr- und Lernprozessen vertiefen. Der Unterricht des Ausbildungslehrers und der Studierenden ist der Ausgangspunkt der Reflexion über die Auswahl und Präsentation der Inhalte sowie über die Ziele des Geschichtsunterrichts. Nach einer ersten Beobachtungs- und Analysephase planen und realisieren die Studierenden Geschichtsunterricht, indem sie theoretische Vorgaben, fachdidaktische Prinzipien und methodische Umsetzungsmöglichkeiten berücksichtigen.

Literatur: UFFELMANN, U.: Neue Beiträge zum Problemorientierten Geschichtsunterricht. Idstein 1999; NIEMETZ, G.: Praxis Geschichtsunterricht. Methoden - Inhalte - Beispiele. Stuttgart 1983; FINA, K.: Geschichtsmethodik. Die Praxis der Lehrens und Lernens. 2. Aufl. München 1981. SCHREIBER, W. (Hg.): Erste Begegnungen mit Geschichte. 2 Bde. Neuried 1999; REEKEN, D. von (Hg.): Historisches Lernen im Sachunterricht. Seelze-Velber 1999; BERGMANN, K./ROHRBACH, R. (Hgg.): Frühes historisches Lernen - ein Praxisbuch. Schwalbach 2001 (in Vorbereitung)

Achtung! Diese Übung entfällt.

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Praktikum in Didaktik der Geschichte


Seidenfuß

Studienbegleitendes geschichtsdidaktisches Praktikum für das Lehramt an Realschulen

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33215
Zeit: Mi 8 - 12 (Praktikumsklassen)
Beginn: 17.04.2002

Hinweis: Dieses Praktikum wurde im gedruckten Vorlesungsverzeichnis und in den gedruckten Kommentaren als Veranstaltung von Frau Dr. Baumann angekündigt.


Achtung! Diese Veranstaltung entfällt.

Seidenfuß

Studienbegleitendes geschichtsdidaktisches Praktikum für das Lehramt an Grundschulen

Vorlesungsverzeichnis Nr.: 33216
Zeit: Mi 8 - 12 (Praktikumsklassen)
Beginn: 17.04.2002

Achtung! Diese Veranstaltung entfällt.

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Dr. Georg Köglmeier , letzte Änderung: 30.4.2002